t 1 apigten Züdingen iedberg. Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 78. Sonnabend den 17. September 1853. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Den Ankauf der Remontepferde im Lande. Nach der in der Darmſtädter Zeitung erſchienenen Bekanntmachung vom 8. d. M. wird der Ankauf der Re⸗ montepferde der Reiterei am 10. Oktober zu Homberg a. d. Ohm, „11. 1„Romrod, 1 13.% Nidda, „ 14. 5„Butzbach, und zwar in allen Stationen um 10 Uhr des Vormit⸗ tags ſtattfinden. Ich trage Ihnen auf, dieß zur weiteren Bekanntmachung in den Gemeinden mit dem Bemerken, daß 30 Stück 3½ jährige und 32 Stück 4½jaͤhrige Pferde angekauft werden ſollen, zu veröffentlichen und auch von Ihrer Seite, ſo weit möglich, zur Beförderung des Ge— ſchäfts thätigſt mitzuwirken. Friedberg den 13. September 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. An Dit lden, Unter Mittheilung der in Abdruck nachſtehenden Auf⸗ forderung, erwarte ich von Ihnen, daß Sie ſich mit Eifer und Bereitwilligkeit dieſer Sache annehmen und die ein— gehenden milden Gaben baldigſt anher einſenden werden. Ich bemerke hierbei, daß aus den in hieſigem Kreiſe befindlichen Hospitälern und Armenfonds Unterſtützungen geleiſtet werden können und deßfallſige Anträge zur Ge— nehmigung anher vorzulegen ſind. Friedberg am 12. September 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Aufforderung. Ein furchtbarer Hagelſchlag am 25. Juli d. J. hat die Orte Seligenſtadt, Froſchhauſen, Dudenhofen, Weis⸗ kirchen, Jügesheim, Hainſtadt und Kleinkrotzenburg in theils größerer, theils geringerer Ausdehnung betroffen. Wo ſich das Wetter mit voller Macht entleerte, lohnt die Winter⸗ erndte kaum die Mühe und Koſten des Ausdreſchens, die Sommerfrüchte aber und der größte Theil der Handels— gewächſe ſind gänzlich vernichtet; und von der Gewalt des gleichzeitig wüthenden Sturmes geben die zahlreich ent— wurzelten und geborſtenen Bäume heute noch Zeugniß. Nach gegenwärtiger Berechnung läßt ſich der Schaden auf wenigſtens 150,000 fl. angeben, was um ſo fühlbarer iſt, als die meiſten Gemeinden zu den minder bemittelten zu rechnen ſind. In Berückſichtigung dieſes Nothſtandes hat Gr. Miniſterium des Innern durch Entſchließung vom 23. v. M., die Erlaſſung eines öffentlichen Aufrufs geſtattet und in Folge deſſen wendet ſich das unterzeichnete Comité vertrauensvoll an die Mildthätigkeit edel denkender Men— ſchen, die an den Leiden und Schickſalen Anderer noch regen Antheil nehmen, um Unterſtützung und Linderung eines Unglücks, deſſen verderbliche Folgen den Wohlſtand und den Credit vorzugsweiſe der Mittelklaſſe bedrohen und manchem Familienvater eine traurige Ausſicht in die Zu— kunft öffnen. Möchten insbeſondere einzelne für das Wohl ihrer Mitbürger begeiſterte, wahre Volksfreunde ſich berufen fühlen, für die Hartbedrängten in befreundeten Kreiſen das beredte Wort zu ergreifen, um im kommenden Winter viel leicht bisher wohlſtehende Familien vor früher nicht ge— kannter Noth und drückenden Nahrungsſorgen ſchützen zu können, welchen ſie ohne fremde Hilfe preisgegeben ſein würden. Die eingehenden Gaben ſollen ausſchließlich zum An— kaufe von Früchten und dieſe nur an dürftige Beſchädigte verwendet werden. Die Gr. Bürgermeiſterei Offenbach iſt zur Empfangnahme milder Gaben bereit. Seligenſtadt am 5. September 1853. Das Comité zur Unterſtützung der durch Hagelſchlag be— ſchädigten Orte im Kreiſe Offenbach:; v. Diemar, Forſtmeiſter. Herpel, Oberförſter. Höf— ling, Gemeinderath. Dr. Kaiſer, Kreisarzt. Dr. Lin- kenheld, Beigeordneter. Maas, Pfarrer. Dr. Metz⸗ ler, Landrichter. J. D. Wiſſel, Buͤrgermeiſter. Zöller, Gemeinderath. Am eee f ben Unter Beziehung auf das Ausſchreiben in Nr. 62 des Intelligenzblattes vom 8. v. M. benachrichtige ich Sie, daß die zur thunlichſten Weiterverbreitung des unter dem Rindvieh in Eichen ausgebrochen geweſenen Milzbrandes angeordneten Sicherheitsmaßregeln von Kurfuürſtlich Heſſi— ſchem Landrathsamt zu Hanau wieder aufgehoben worden ſind. Friedberg den 13. September 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. * Empfang nimmt! alſo geliebt. Thereſe Aubert. Wahrheit und Dichtung in Form einer Memoiren⸗Novelle. Von Charles Nodier. (Fortſetzung.) Thereſe drückte meine Hand, führte ſie nach ihrem Munde. Ich küßte ſie, ſie ſchob mich ein wenig zurück. Ihre Lippen waren trocken und brennend. Als ich etwas ausgeruht, und meine innere Bewegung ſich mehr gelegt hatte, bemerkte ich, daß uns Niemand mehr umgab, und daß Thereſe ihr Geſicht mit ihrem Leintuche bedeckt hatte. Ich verſtand, glaubte wenigſtens ihre Abſicht zu verſtehen. Der Gedanke empörte mich, daß ſie mich nicht für fähig halte, ſie zu ſehen, und trotz der Entſtellung durch ihre Krankheit zu lieben.—„Du liebſt Deinen Adolph nicht mehr„, ſagte ich leiſe zu ihr,„weil Du ihn nicht mehr ſehen willſt.„—„Adolph,“ ſagte ſie noch leiſer,„vergiß doch nicht, daß Du Antonie heißſt...“—„Sie ſind alle hinaus,“ fuhr ich fort;„es iſt Niemand als Du und Dein Adolph anweſend, den Du nicht ſehen willſt.“ Sie drückte meine Hand, erhob den Kopf, ließ ihn aber wie— der unter das Tuch zurückſinken, welches ſie wie ein Leichentuch bedeckte. Dieſer Gedanke widerte mich an; ich wollte es daher wegreißen, ſie hielt es feſt.—„Den ich nicht ſehen will!“ liſpelte ſie mit einem Seufzer, der mir in's Herz ſchnitt.„Sage, den ich nicht mehr ſehen kann, und den ich nie mehr ſehen werde. Thereſe iſt für Adolph nicht mehr als ein Geiſt, als der Kopf des Ske⸗ letts, welches auf dem Kirchhofe herumgeworfen wird; denn ſie hat keine Augen mehr!“—„O ſchweige,“ ſagte ich, ſie näher an mich ziehend;„Dein armer Geiſt redet irre; er iſt geſchwächt und verwirrt durch Deine Krank- heit.“—„Wenn er Dich nicht ſelbſt irre leitete, ſo wür⸗ deſt Du mich nicht ſo grauſam täuſchen.“ Sie warf das Tuch vom Geſichte zurück, und wendete ſich gegen mich, wie wenn ſie mich anſähe. Ich ſah keine Augen an ihr, aber weil ich die Folgen der Blattern nicht kannte, ſo machte ich mir auch nur einen ſehr unbeſtimmten Begriff davon.—„Dieß iſt ein ganz gewöhnlicher Fall,“ ſagte ich,„der aber nicht länger als die Krankheit anhält, und der Dich nicht erſchrecken darf.“ Sie lächelte, ergriff meine Finger, führte ſie gegen ihre Augenhöhlen und drückte ſie hinein. Sie waren hohl. Ich erbebte unwill— kurlich, denn ich hätte ihr gern verborgen, was ich em— pfand, aber ſie hielt meine Hände in den ihrigen; ſie drückte ſie lebhaft und ließ ſie dann los, wie wenn ſie mir die Freiheit hätte damit geben wollen. Ich errieth ſie, faßte daher ihre Hände wieder, hielt ſie mit Gewalt feſt, und weinte bitterlich.—„Thereſe, rief ich aus,„wie glücklich ſind die, die ſo lieben wie Du! Wie zart und leicht ſind die Bande derſelben! hätteſt Du den blinden Adolph verlaſſen!“ Sie wollte mich unterbrechen; ich fuhr aber fort:„den Adolph, den Du aufgenommen, er— nährt, gerettet, kaum wage ich mehr zu ſagen, den Du geliebt haſt! hätteſt Du den verlaſſen, weil er noch un⸗ glücklicher geworden iſt! ſo weit ging Dein Mitleiden, aber nicht weiter! Ein Schuß kann auch mich des Ge— ſichts berauben, und Adolph hat dann Niemand, der ihn liebt, führt, der die Gaben der Mildthätigkeit für ihn in So liebſt Du mich alſo, ſo haſt Du O! ich hoffe zwar, daß Du nicht blind biſt; aber wenn Du es wäreſt, würde ich aufhören Dich zu ſehen und für Dich zu leben? Sage, vermöchte ich Dich zu verlaſſen, ohne zu ſterben? Der Blinde hat einen Hund, der ihm voranſchreitet, der ihm dient, der für ihn durch Stellung und Blicke die Mildthätigkeit der Vor— übergehenden anfleht, einen Hund, von dem er geliebt 292 E- wird; und das, was er von einem Thiere erwartet, ver⸗ möchteſt Du nicht von Herzen deſſen erwarten, den Du auserwählt haſt? Nein, Thereſe, Du brauchſt keine Augen, ſo lange Adolph welche hat, um über Dir zu wachen; und wenn er es bedürfte, von Dir geſehen zu werden, von Dir allein ewig, ſo müßteſt Du es der Liebe zu gut halten! Aber hier, in Deinem Herzen, ſiehſt Du ihn denn nicht noch immer?“—„O! immer, immer,“ ſagte Thereſe.„O! ich ſehe Dich ſogar beſſer. Ich habe Dich nie ſo gut geſehen: ich ſehe ſogar die Falte an Deiner Stirne, die Bewegung Deiner Augenwimper, die kleine Schmarre auf Deiner Oberlippe, und werde es ſogar länger ſehen als die anderen Frauen. Aber warum willſt Du Dich an einen Leichnam hängen? Ich falle Dir be—⸗ ſchwerlich?“ ſetzte ſie hinzu.„O! ich kenne meinen Adolph wohl, und würde auf Erden nicht auf ihn Ver⸗ zicht leiſten, wenn ich nicht wüßte, wo ich ihn wieder⸗ fände! Aber ich werde ihn eines Tages wiederfinden, um mich nie mehr von ihm zu trennen. Du darfſt thun, was Du willſt,“ fuhr ſie fort, indem ſie mit ihren Fingern durch meine Haare fuhr;„Du kannſt leben und lieben, dieß iſt ganz in der Ordnung; aber Deine ewige Zukunft gehort ganz allein mir. Dann habe ich auch, und für immer, meine Schönheit, meine Jugend, meine Augen wieder.“ Ich hatte keine Kraft mehr, ihr zu antworten; das Gewicht meiner Schmerzen erdrückte mich. Ich meinte, die Thränen, mit denen ich ihre Hand benetzte, müßten für mich ſprechen; konnte ſie ſie aber nicht fuͤr Mitleiden halten, jenes allgemeine und bequeme Mitleiden, wie es andere Menſchen für Ihresgleichen fühlen, und welches nicht das Leben deſſen, der es fühlt, verbindlich macht? Ihre Hand war aber ſo todtenweiß, ſo kalt! Sie konnte vielleicht meine Thränen nicht einmal fühlen. Ich begriff, daß mir eine verſtändliche Sprache fehlte, da die ſicht— baren Zeichen für ihre Augen verloren waren, das Drücken meiner Hand vielleicht von der ihren, das ſie kaum erwiderte, nicht empfunden werde, meine Sprache mit ihren allgemeinen Ausrufungen und kalten Schwüren, deren ſich Liebende bedienen, um damit zu täuſchen, nicht einmal ſicher zu ihrem Herzen gelange. meinige öffnen mögen, und wünſchte nichts inbrünſtiger, als daß ihre Augen elne Minute, nur eine Minute ſich oͤffnen könnten, damit ſie ſich zu überzeugen vermöchte, daß ich ſie nicht täuſche. O! dieſer Gedanke erregte eine unausſprechliche Wonne in mir, für deſſen Erfüllung ich gern geſtorben wäre! In dieſer Ohnmacht mich verſtänd— lich zu machen, zerriß ich mit meinen Zähnen ihr Leintuch, ich erſtickte meine Seufzer darin, ich trocknete meine Augen damit ab, indem ich mit aller Macht ſie drückte, um die Thränen zu ſtillen, von denen ſie angefüllt waren. Ich wünſchte ſie zu verlieren!—„Willſt Du,“ ſagte ich zu ihr,„willſt Du, daß ich dieſe Augen herausreiße, die Dir mißfallen, und daß wir unſer Gebrechen von Stadt zu Stadt ſchleppen, und uns der Gnade des Himmels und mitleidiger Men— ſchen überlaſſen? Sprich, willſt Du, daß ich blind ſei, und daß ich durch zwei Stöße mit meinem Dolche dieſen elenden und unglücklichen Vortheil aufhebe, den die nur zu ungerechte Natur mir heute über Dich verleiht? Dann wird man ſagen: Hier ſind zwei Liebende, die Geliebte, welche die Augen durch die Blattern verloren, der Ge— liebte, der ſich geblendet hat, um ſeiner Geliebten ſich gleich zu machen; ſie durchwandern die Welt, einander getreu und glücklich, denn ihr Glück beſteht darin, daß ſie ſich lieben; dieß wird man ſagen, zweifle nicht daran, und man wird ſich unſeres Elendes erbarmen!“ (Fortſetzung folgt.) Ich hätte das haben en. beſthend f ei zeug, 15 Gteigerer, ungen mit lglaſen r den 7 berg Fried dir (4386) Monta ens um 10 Uhr; das Beſoldungeft am ſog. langen! O U fl. 9 (1105) De Morgens um! die dieß jährige an den Meiſtb ſummenkunft i kommt die Obſt Donnerſtag den M. an Ort un z meiftbietende gen, daß der ſödtiſchen Blei Garten gemacht Friedberg! 2 B ek (1410) Die lichen Forftkaſſe ſhulden, werde Oeiſatze erinner wieſen iſt, alle B. d. M. beri Odͤſtadt am Feeiherrl (1426) Dae caliſchen ſog. g berg, in Aepfel beſtehend, wird tags 9 0 2 U⁰ Die Ver Thürmen. f Friedberg Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. N N NN Verſteiger ung der Pfand⸗ und Leih-Anſtalt zu Friedberg. 63883) Montag den 28. September d. J. nfangend und die darauf folgenden Tage, von Lormittags 9 bis 12 Uhr und Nachmiktags 2 is 5 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die is zu dieſem Termin die Verfallzeit erreicht lebenden und nicht ausgelösten oder renovirten Jfänder, beſtehend in: Gold, Silber, Kupfer, inn, Weißzeug, Herren- und Frauenkleider, ifentlich meiſtbietend verſteigert. Gleichzeitig werden die Schuldner der hieſigen Lih⸗Anſtalt hiermit aufgefordert, ihre bis jetzt esp. bis zum Verſteigerungstermin verfallenen fänder auszulöſen oder zu renoviren, widrigen— alls deren Verſteigerung ſtattfindet. Die Aus— zſung und Renovation findet nur an den hierzu leſtimmten Tagen: Montag, Mittwoch und Samſtag ſtatt. Während den Tagen der Pfänderverſteigerung leibt das Pfandlocal geſchloſſen, auch werden Steigerer, welche noch aus früheren Verſteige— ungen mit Zahlungen im Rückſtand find, nicht ugelaſſen. Friedberg den 5. September 1853. Für die Pfandhausverwaltung: Der Großherzogl. Bürgermeiſter Ben der. Bekanntmachung. (1386) Montag den 19. September, Mor⸗ zens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Beſoldungsſtück des Kanzleidieners Meier, am ſog. langen Weiher, in ſchicklichen Abthei— lungen, auf den Zeitraum von ſechs Jahren, ohne Obſt, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 7. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. bft Ber fei ge dung. (1405) Donnerſtag den 22. September, Morgens um 9 Uhr, wird an Ort und Stelle die dießjährige Obſternte in der Feldgemarkung an den Meiſtbietenden verſteigert. Die Zu⸗ ſammenkunft iſt am ſog. Wartberg; ſodann kommt die Obſternte in der Gartengemarkung Donnerſtag den 29. und Freitag den 30. l. M. an Ort und Stelle, Morgens um 9 Uhr, zur meiſtbietenden Verſteigerung mit dem An- fügen, daß der Anfang dieſer Verſteigerung am ſtädtiſchen Bleichgarten in der Vorſtadt zum Garten gemacht wird. Friedberg den 12. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Ben de r. Bekanntmachung. (1410) Diejenigen, welche zur bherrſchaft⸗ lichen Forſtkaſſe dahier längſt fällige Holzgelder ſchulden, werden an endliche Zahlung mit dem Beiſatze erinnert, daß Forſtrechner Eret ange⸗ wieſen iſt, alle Rückſtände, die nicht bis zum 25. d. M. berichtigt ſind, einzuklagen. Ockſtadt am 8. September 1853. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Anger er. Obs Verſtei gerung. (1426 Das diesjährige Obſt von dem fis⸗ caliſchen ſog. hinteren Hirſchgraben und Burg⸗ berg, in Aepfel, Birnen, Zwetſchen und Nüſſen beſtehend, wird Dienſtag den 20. d. M., Mit⸗ tags halb 2 Uhr anfangend, öffentlich verſteigert. Die Verſteigerung beginnt an den beiden Thürmen. Friedberg den 13. September 1853. Gr. Rentamt Grünewald, Rentamtsvicar. 293 E- Arbeitsverſteigerung (1427) Montag den 19. September l. J., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll die Verfertigung der Chauſſirung des Vicinalwegs von der Staats- ſtraße bei Niedermörlen bis zur Steinfurter Gemarkungsgrenze an Ort und Stelle öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Beiſepn des Gr. Kreisbaumeiſters verſteigert werden. Mit der Verſteigerung wird auf der Staats- ſtraße an der kurheſſiſchen Grenze der Anfang gemacht. Niedermörlen den 10. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter 5 Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1428) Die Materiallieferung für das Ma⸗ gazin in Gießen iſt unter Nr. 252. Art. 3038. der Darmſtädter Zeitung ausgeſchrieben und liegen die Bedingungen auf dem Bureau des Gr. Materialverwalters zur Einſicht offen. Gießen den 13. September 1853. Die Gr. Magazins⸗Commiſſion. Verſteigerung von Brunnenmacher⸗ arbeiten. (1429) Die bei Anlegung eines neuen Ge⸗ meindebrunnens zu Vilbel erforderliche Brun⸗ nenmacherarbeit ſoll nächſten Montag den 19. d. M., Vormittags 9 Uhr, auf dem Rath⸗ hauſe daſelbſt wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Friedberg den 12. September 1853. In Auftrag: Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Aepfel⸗Verſteigerung. 11430) Montag den 19. September, Nach- mittags 1 Uhr, werden die der Gemeinde ge⸗ hörenden Aepfel unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert. Niederwöllſtadt den 14. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter S fob O bſt⸗Verſteigerung. (1481) Dienſtag den 20. l. M., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, ſoll das der Gemeinde Nieder- rosbach zuſtehende diesjährige Obſt, in Aepfel und Zwetſchen beſtehend, abtheilungsweiſe an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Niederrosbach den 13. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Cuntz. AF pfel⸗Verſefſ geen g. (4432) Mittwoch den 21. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde Bruchen⸗ brücken gehörige Aepfeln einer Verſteigerung unter den im Termin bekannt gemacht wer— denden Bedingungen verſteigert werden. Bruchenbrücken den 13. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter B e ſt. Aepfelverſteigerung. (1433) Mittwoch den 21. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen die Gemeindeäpfel in Abtheilungen auf Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Ilbenſtadt den 13. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter 3 wier. Aepfel Verſtei gerung. (1134 Dienſtag den 20. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen die der Braunkohlengrube Wilhelmshoffnung bei Dornaſſenheim gehörigen Aepfel, taxirt zu 12 Malter, an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Reichelsheim den 14. September 1853. Schmid, Grabenarbeit. (1435) Mittwoch den 21. l. M., des Vor- mittags 10 Uhr, ſoll in dem Rathhaus zu Wohnbach die Anfertigung eines circa 60 Klftr. langen Fluthgrabens durch die Gemeindewieſen, das laufende Klafter zu 1 fl. 45 kr. veran⸗ ſchlagt, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigſtneh⸗ menden in Accord gegeben werden. Die Großh. Burgermeiſter werden erſucht Vorſtehendes im Intereſſe der arbeitenden Klaffe öffentlich bekannt machen zu laſſen. Villingen den 11. September 1853. 382 G. Pfarrer, Wegbau⸗Aufſeher. Privat ⸗ Bekanntmachungen. (1419) Für eine englisch- französische Lebensversicherungs- Gesellschaft: „LA CONCORDE-THE DEFEN DER,“ seit vielen Jahren in Deutschland ge- kannt, im Grossherzogthum Hessen durch allerhöchste Entschliessung con- cessionirt, wird ein Unter- Director für Friedberg gesucht. Briefe franco. Der General- Agent für das Grossher- zogthum Hessen CaRL HELLERMANN, in Mainz. Zu vermiethen. (1420) Der mittlere Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann auf Verlangen ſo⸗ gleich bezogen werden. Jacob Stark, Drehermeiſtrr. Auszuleihende Capitalien. (1436) Kapitalien in verſchiedenen Größen von 100 bis zu 10,000 fl., liegen zum Aus⸗ leihen bereit und werden theils gleich, theils in einem Vierteljahr abgegeben. Gütertaxationen werden beſonders berückfichtigt. Friedberg. In Auftrag: Joh. Phil. Jung. Zu verkaufen. (1437) Ein guter Braukeſſel von 9g Ohm ſteht zu verkaufen bei Reinhard Stier's Wittwe in Reichelsheim. Zu vermiethen. (1138) In dem dritten Stock des früheren Hermann'ſchen Hauſes iſt ein Logis, das ſo— gleich bezogen werden kann, zu vermiethen. Friedberg im September 1853. Joh. Bechſtein J. Zu dert au e n. (1439) Guten Aepfelwein von 1852 hat in der Ohm zu verkaufen J. Su pp. Zu vermiethen. (Au) In meinem neu eingerichteten Hauſe iſt der erſte und zweite Stock zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Jean Müller, Küfermeiſter. Ein Logis (IAA) für eine einzelne Perſon hat zu ver⸗ miethen J. Mulch. Einen Faſelochs, (1442) Schwyzer Rage, 1½ Jahr alt, hat zu verkaufen Steinfurt. H. Thönges. In Oberrosbach (1443) ſtebt eine Obfikelter von/ Ohm mit eiſerner Schraube nebſt Mahltrog und ein vollſtändiges Schmiedegeſchirr bei Chriſtian Burkhard aus freier Hand zu verkaufen. Zu verkaufen. (IAA) Eine vorzüglich gute, ſchon ge⸗ brauchte Aepfelmühle ſteht billig zu verkaufen. prov. Bergeontroleur. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Reiſegelegenheit nach Amerika f — ü ber Liverpool. 5 Regelmäßige wöchentliche Abfahrten ab Mainz jeden Donnerſtag, ab Friedberg jeden Mittwoch. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tuͤchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Friedberg im April 1853. Heinrich Hahn, Agent. (1398) Ich beehre mich anzuzeigen, daß ich auf hiefigem Platze eine Spiegel⸗ und Goldleiſten⸗Fabrik 5 J. B. Wenzel errichtet habe und erlaube mir obige Artikel, lie Zuſicherung reellſter und billigſter Bedienung, zur geneigten Abnahme zu empfehlen. J. H. Wenzel, Döngesgaſſe 44 in Frankfurt a. M. Wohnungs⸗Veränderung. (1370) Meinen hieſigen, ſowie auswärtigen Freunden und Gönnern mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich meine frühere Wohnung in der Metz⸗ gergaſſe verlaſſen und nun auf der breiten Straße neben Hrn. Menges an der Allee wohne. Zugleich bringe ich meine Kurzwaaren in empfehlende Erin⸗ nerung, ſowie ſchönſte Auswahl in verſchiedener Wolle, Stramin, Seide, Perlen, Band, Blumen, geſtrickten und gehäkelten Waaren. Bei allem verſpreche ich meinen geehrten Kunden ſchnelle und billige Bedienung. Friedberg. Joſeph Hoffmann, Poſamentier. Kirchweihfeſt zu Dorheim. (1445) Zur Feier des hieſigen 1 findet Sonntag den 18. und Montag den 19. d. M. bei dem Unterzeichneten ausgewählte Harmonie- und Tanzmuſik ſtatt, wozu unter Zuſicherung freundlicher Bedienung hoͤflichſt einladet Kirchliche Anzeigen. 17. Sonntag n. Trinit. den 18. Sept. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Marbach. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Candidat Kring. Nachmittags: Hr. Candidat Sartorius. Frankfurter Cours vom 14. Sept. 1853. Piſtolen 9 fa ene fl. 9 44-45 Friedrichsd'oer„ 9 57-58 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 52-53 Rand⸗Ducaten„ 5 37-38 20 Frankſtücke„ 9 27-28 Engliſche Souverains. Preußiſche Thaler. 5 Frankenthaler „11 48 „ 145% „ 221% Preußiſche Caſſenſcheine 5„ 145% „ 14. Sep. 9. Sept. 2. Sept. Fried⸗ Gerns⸗ berg Malnz heim Gattung. Waizen pr. Malter 134315 3— Korn„ 5 10 20 10 1410— Gerſte„„ 3 5 8112815 Hafer„ 7 4145 4 30 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 17. bis zum 23. September. H kr N Dorheim den 13. September 1853. Conrad Bingel, zur Sonne. S. Steinhäuser in Friedberg, Markt Mo. 282, (146) empfiehlt ſein wohlaſſortirtes Lager in Gold⸗& Silberwaaren und verſpricht neben moderner und ſolider Arbeit reelle Bedienung. Zur Beachtung. (1447) Reingehaltene Weine, die Ohm von fl. 18.— an, empfiehlt Friedb 5 W. Hanſtein. e (1448) Ein Pale eng, welches ſchon mehrere Jahre auf einer großen Oeconomie als Haushälterin fungirt hat, wünſcht eine ähn⸗ liche Stelle anzunehmen, in welcher ſie alsbald eintreten kann. Nähere Auskunft ertheilt auf portofreie Briefe die Expedition dieſes Blattes. Prima Schweizer⸗Kaͤſe, (1449) a 975 kr. per Pfund, bei L. Goldmann junior. Herzensdank (1450) allen Edlen, die es mir möglich gemacht haben, die arme Wittwe K. in L. von ihren Schulden zu befreien, ihre Wohnung her⸗ ſtellen zu laßen, ihr Brennholz für den Winter und Brod auf 4 Wochen zu verſchaffen und auch noch etwas Geld in die Hand zu 57125 ö Dr. 8 Kirchweihfeſt zu Dorheim. (1451) Soantag den 18. und Montag den 19., an den Tagen des hieſigen Kirchweihfeſtes, iſt bei mir gutbeſetzte Harmonie- und Tanzmufik anzutreffen; unter Zuſicherung beſter Bedienung, ladet hierzu 10 ein Wilhelm Bingel, Gaſftwirth. Oſſenheimer Waͤldchen. (1452) Auf das Oſſenheimer Kirchweihfeſt Sonntag den 18. d. M. im Wäldchen zum letztenmal für dieſen Sommer und zum Bene⸗ fiz der Frau Kathinka Aehle Große Tanzmuſik mit f Benefiz⸗Quetſchenkuchen⸗Reſtauration und großer Champagner⸗Explofion, Abends extravaganter Illumination mit manichfacher Variation. Zur Theilnahme ladet aufs höflichſte ein Ludwig Aehle. A 5 Fried⸗P Buß. 3 Brod⸗Preiſe. berg.“ bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 2 8 2 7, 05 5 7 5 4, 75 14.— 14— N Lth. Lth. — Milchbrod 1 14 — Waſſerweck 114 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 124½ 14 Fleiſch-Preiſe. 5. 5 pf. 1 Ochſenfleiſch 12 De „ Kühfleiſch, gemäſtets 10— 9— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 8— 18— „ Kalbfleiſch 8— 18— *„„ gemäſtetes i „ Schweinenfleiſch 14— 14— „Hammelfleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch. „ Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt 19— 18— „ Schwartenmagen 181— 18— „Geräucherter Speck 24— 26— „Schinken 19— 20— „Dörrfleiſch 20— 20— „Schweinenſchmalz, 2 ausgelaſſen 21— 22— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 20— „Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. W An — Kre an ſa mm Betreffend! ö Indem g Oktober d. 3 Verfaſſungecte Rathhauſe da vorgeſchrieben Meidung von Friedl Wahrheit „Ich g Was Du m ühlt, ehe dn würde, leben nicht dieß war wi für welche Trunkenheit Alles ſein, nie das tra werde Dich Dich gelieb ich Dich ge mehr durch ganzes Lebe ſtehen und wirſt Du theilt, der ei gebrechlichen nicht einen erzürneſt d biſt ein ger der das Le ſchon mehr Liebhaber es keine ei