dernagel enz-VBlatt ſuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 81. Sonnabend den 15. Oktober 1838. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Sie werden darauf aufmerkſam gemacht, daß die Quittungen über Pfleggelder von Waiſenkindern halbjähr— ch und zwar pünktlich auf Ende Juni oder Ende Dezem— ter und ebenſo die Unterſtützungen für Lehrlinge auf das Ende der beiden bezeichneten Semeſter, je nachdem ſie in em einen oder dem andern fällig werden, auszuſtellen und in den Waiſen-Inſpektor einzuſenden ſind. Die Pfleger don Waiſen haben Sie hiernach zu bedeuten. Friedberg am 10. Oktober 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. An! Di ſe gen. etreffend: Die dermalige Theuerung, hier die Abgabe von friſchem Brod von Seiten der Bäcker. Mit Rückſicht auf die anhaltend hohen Preiße der kartoffeln und Brodfrüchte, finde ich mich zu der Auffor⸗ derung an Sie veranlaßt, dahin zu wirken, daß die Bäcker ſets mit Vorräthen von mehrere Tage altem gewöhnlichen Schwarzbrod verſehen ſind, da dieſes mehr ſättigt als friſch⸗ gebackenes Brod, und die ärmere Klaſſe der Bewohner nicht berall im Stande iſt, ſich ihren Brodbedarf auf einige Tage im Voraus anzuſchaffen und deßhalb nicht ſelten ge⸗ köthigt iſt, friſchgebackenes Brod zu genießen. Zugleich werden Sie, falls die Bäcker und Brodver⸗ Rufer Ihrer deßfallſigen Aufforderung nicht nachkommen ind es daher erforderlich erſcheint, gegen dieſelben dieſerhalb zwang anzuwenden, alsbald berichtliche Vorlage machen. Friedberg am 13. Oktober 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Das ſel be un die Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes und den Polizeicommiſſär zu Wickſtadt. zetreffend. Verbot des Aufka ufs von Kartoffeln zum Branntwein⸗ brennen und zur Stärkemehlfabrikation. Durch Verfügung Gr. Miniſteriums des Innern vom 11. ( Mts. zur Nr. D. 14,004, iſt der Ankauf von Kartoffeln zum Branntweinbrennen und überhaupt durch Branntwein— brenner ſowie auch zum Behufe der Stärkemehlfabrikation, vor der Hand und bis auf weitere Verfügung unterſagt; in jedem einzelnen Contraventionsfalle verfällt der Käufer in eine Strafe von 2 bis 5 fl. für jedes gekaufte Malter. Dieſe Verfügung haben Sie nicht nur alsbald öffent— lich bekannt zu machen, ſondern auch jedem Branntwein— brenner beſonders zu inſinuiren und eine deßfallſige Be— ſcheinigung in Ihrer Regiſtratur niederzulegen. Die Befolgung werden Sie ſtrenge überwachen und überwachen laſſen und Zuwiderhandlungen zur Anzeige bringen. Friedberg den 13. Oktober 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Das Großh. Landgericht Friedberg an die Großh. Ortsgerichte des Bezirks. Betreffend: Die Geſchäftsführung bei dem Gr. Landgerichte Friedberg. Vorzugsweiſe in Folge der durch die neue Gerichts— eintheilung herbeigeführten Vergrößerung des hieſigen Ge— richtsbezirkes haben wir andere Anordnungen bezüglich der Abhaltung der gewöhnlichen Amtstage zu treffen nöthig er— achtet und eröffnen Ihnen deßhalb das Folgende: I. Die regelmäßigen Gerichtstage ſind folgende: 1) Dienſtag für die Orte Bruchenbrücken, Ilben— ſtadt, Niederrosbach, Niederwöllſtadt, Oberros— bach mit Beinhards, Oberwöllſtadt, Ockſtadt. 2) Donnerſtag fuͤr Aſſenheim, Fauerbach II., Ober- und Unterflorſtadt, Friedberg, Leidhecken, Oſſenheim, Wickſtadt. 3) Freitag für Bauernheim, Beienheim, Melbach, Niedermörlen, Obermörlen, Soedel, Weckesheim, Wiſſelsheim. II. An dieſen Tagen werden alle Geſchäfte der, ſtreitigen und freiwilligen Gerichtsbarkeit von den be— treffenden Orten vorgenommen. Es wird dieß für die Gerichtsangehörigen den weſentlichen Vortheil haben, daß diejenigen, welche in einem Prozeſſe zu handeln haben und auch wegen Beſtätigung von Kaufverträgen, Ehepakten, Hypotheken ꝛc., bei Gericht zu erſcheinen genöthigt ſind, beide Geſchäfte an dem nämlichen Tage beſorgen können. III. Da hiernach der ſeitherige Amtstag für Ge— ſchäfte der freiwilligen Gerichtsbarkeit(Freitag) als ſolcher ausfällt, ſo verſteht es ſich von ſelbſt, daß von dieſem Tage fernerhin auch keine Geſchäfte dieſer Art aus den oben un— ter I. 1. 2. genannten Orten mehr vorgenommen werden können. IV. Die Geſchäftstage beginnen vom 1. Mai bis Ende September Morgens 7 Uhr, in den andern Monaten Morgens 8 Uhr. Wir müſſen in eigenem Intereſſe der Bezirksangehöͤrigen wünſchen und dringend empfehlen, daß die Bewohner der nächſt gelegenen Orte, alſo am Dien⸗ ſtag die von Ockſtadt, Oberwöllſtadt und Bruchenbrücken, am Donnerſtage die von Friedberg und Fauerbach, am Freitage die von Bauernheim, Wiſſelsheim und Niedermör— len ſoweit möglich ganz frühe bei Eröffnung des Ge— richtes ſich einfinden. Sie können dann mit Sicherheit auf raſche Beförderung rechnen. Einwohner der genannten Orte, die erſt Nachmittags erſcheinen ſollten, haben keinen Anſpruch an dieſem Tage noch befördert zu werden, viel— mehr Abweiſung zu erwarten. Außer den beſtimmten Amtstagen werden, wahrhaft eilende Fälle ausgenommen, keinerlei Amtsgeſchäfte vorgenommen. Auch diejenigen, die Acten einſehen, ſich über irgend einen Gegenſtand erkundigen oder Raths er— holen wollen, müſſen an den beſtimmten Tagen erſcheinen. Wir müſſen ſehr wünſchen, daß Sie Niemanden ver— anlaſſen, außer Amtstagen, hierher zu gehen, vielmehr die Leute vorkommenden Falles davon abmahnen, da dieſelben ſich ſonſt nur ganz vergebliche Wege machen, ihren Zweck aber nicht erreichen würden. Die obbeſtimmten Amtstage beginnen mit dem 16. dieſes Monates. Sie werden dies alsbald öffentlich bekannt machen laſſen und möglichſt zur allgemeinen Kenntniß bringen. Von ſelbſt verſteht ſich ubrigens, daß die dermalen ſchon anberaumten Termine an den beſtimmten Tagen noch abgehalten werden. Schließlich bemerken wir noch, daß die Leute ſehr viele Gänge hierher werden erſparen können, wenn ſie Kauf⸗ briefe und ſonſtige Urkunden bei Ihnen unterſchreiben und dieſe blos von Ihnen, ohne beſonderen Bericht zur Beſtä— tigung, eingeſendet werden, die dann ſobald als möglich erfolgen wird. Friedberg den 10. Oktober 1853. Hofmann. Die Geſchwiſterkinder. Eine Geſchichte von W. O. von Horn. (Fortſetzung.) III. In Fritzen's Vaterſtadt hatte ſich in der letzten Zeit der franzöſiſchen Herrſchaft erſtaunlich Vieles geändert. Es waren Ereigniſſe gekommen, an die kein Menſch ge— dacht hatte, und die betrafen Niemand anders, als Franz. Ich hab' Euch erzählt, liebe Leſer, wie es ſeine ſchwarze Seele mit Grimm erfüllte, als Rickchen, in treuer Liebe zu ihrem verlorenen Fritz, ſeine Hand aus— ſchlug. Um den Grimm zu vergeſſen, wurde er ein Trinker. So eingezogen er früher gelebt hatte, ſo aus— ſchweifend und lüderlich wurde er jetzt. Wer weiß, ob er nicht auch ſo die Vorwürfe ſeines Gewiſſens betäuben wollte? Daß er ſich ſo eingezogen gehalten, mochte hauptſächlich deßwegen ſein, daß er dadurch ſich einen guten Ruf ſichern wollte, um ſeinem Zwecke, Rickchen zu bekommen, näher zu rücken. Sein Handelsgeſchäft, ſeine Briefpoſtverwaltung hatte er ganz mutterſeelenallein verſehen. Es ſchien, als wollte er Niemand in ſeine unſauberen Geſchichten blicken laſſen. Und daran that er inſofern wohl, als ſonſt früher ſeine Verworfenheit an den Tag gekommen wäre. Sein Geſchäft mit feinem Porzellan und geſchliffenem Glaswerke ging ſehr gut. Er verſchickte ganze Kiſten in 2324 e- das Land hinein, und das fiel doch den Leuten am Ende auf, es kamen ſo wenig Waaren für ihn an! Jeder in der Welt hat ſeine Feinde, auch der Beſte, und der oft am meiſten. Wie hätte ſie Franz nicht haben ſollen, der nicht eben ſo that, wie es in der Schrift ſteht: Einer komme dem Andern mit Ehrerbietung zuvor. Je mehr er ſich fühlte in ſeinem Wohlſtande, deſto un höflicher, abſtoßender wurde er gegen die Leute. Er war ganz von ſeiner früheren Art abgegangen, wodurch er ſich in das Wohlwollen der Leute, die er brauchen konnte, meiſtermäßig einzuſchmeicheln wußte. Das kam aber Alles daher, daß er mißvergnügt war über Rickchens Ausſchlagung ſeiner Heirathsanträge, und weil er nach- gerade ſelten nüchtern wurde. HObiger Umſtand mochte einen ſeiner erbitterſten Feinde veranlaßt haben, die Douanen, nämlich die alſo geheißenen franzöſiſchen Zollbeamten und Grenzwächter, darauf hinzuweiſen. Dieſe Leute, die gar feine Naſen hatten, wenn ſie einmal auf der Fährte waren, ſchnupper⸗ ten nun um ſein Haus, das hinten einen ziemlich geräu- migen Hof und ein Ausgangsthürchen in ein abgelegenes enges Gäßchen hatte, herein, beſonders Nachts. Da fanden ſie denn, daß einmal in einer einzigen Nacht zwölf Kiſtchen heimlich durch dies Hinterthürchen in ſeine Behauſung waren gebracht worden. 4 Ehrlich liebt das Licht! ſagt ein Sprüchwort; aber ein Anderes ſagt auch: Im Dunkeln iſt gut Munkeln! Dies Munkeln aber nannte man damals: Schmuggeln oder Schleichhandel treiben, und darauf ſtanden ſchwere Strafen. Die, die ihn ſo belauſcht hatten, zeigten es am gehörigen Orte an und Morgens frühe, als es Tag geworden war, umſtellten auf einmal die Douanen ſein Haus von allen Seiten, und ihre Oberbeamten drangen in das Haus ein und verlangten, daß er ihnen ſein Ma- gazin öffnen ſollte. Unter ſolchen Umſtänden war das Wehren und Aus⸗ reden, das Verſichern und Sichverheißen am Ende. Franz war bleich, wie ein Todter, vor Schrecken, aber das verſchlimmerte nur den Verdacht der Beamten. Was war zu thun? Er mußte öffnen. Da ſtanden denn die Kiſten und Kaſten mit ge— ſchmuggeltem böhmiſchen Glaſe von der koſtbarſten und feinſten Sorte; da fanden ſie eine Menge feines engli— ſches Steingut; ja, was kein Menſch vermuthet hatte, ſie entdeckten eine Menge von verbotenen Colonialwaaren, Säcke, mit Kaffee, Zucker, Thee, feinem amerikaniſchen 119115 und große Vorräthe koſtbarer engliſcher Seiden— offe. Daran hatte kein Menſch gedacht, daß er mit ſolchen Dingen Handel und noch gar durch das Geſetz verbotenen Schmuggelhandel triebe! Das Nächſte war, daß das Haus von unten bis oben durchſucht wurde und alle ſeine Papiere mit Be— ſchlag belegt, ſein Haus und Magazin verſiegelt und be— wacht, und er ſelbſt in Haft genommen wurde. Den Beamten fiel es ſehr auf, daß er mehrmals verſuchte, ein Packet Papiere auf die Seite zu ſchaffen, ja, daß er ſelbſt den Verſuch machte, ſich durch die Flucht zu retten. Es war das Alles nun zu ſpät. Die Beamten ernannten einen der rechtſchaffenſten Männer des Handelsſtandes der Stadt, der auch zugleich im Handelsgerichte ſaß, zum Wächter des Hauſes, und gaben ihm drei Zollbeamte bei zum Schutze und zur Mit— aufſicht. Und dieſer geachtete Mann war Niemand an— ders, als Herr Kaufmann Lorenz. (Fortſetzung folgt.) ante Der ö Auf (4609) Den als Unteragen t. aulſen in M. von Auswander colleffionict wa zogen worden. Gemäß Ark Januar 1851 niß gebracht u dieſe Caution Tage der Be unterzeichneter daß bei Geric tend zu mache Caution erfol Friedbert — Bak 16100, 5 hier ſind 300 gerichtliche S. abgegeben wer Friedberg Bek 4010 Vormittags hauſe, ein vi herrſchaftliche⸗ einem Acker dem Riedgrab gemarkung, lich meiſtonete Friedber Der 8 4612) tags um caſerne dg „ Aud I der Beſt 1 0 de. Jaber „ Schri V Juvo N deſto un, um n au am Ende 05 fl b. Er war uad er sig 40 g* konnte, — aber 1e Wachen dell er nach, roitterſten die 2 n aͤzwachter, ue Naſen . ſchnuppes Y) gerau⸗ gelegenes U einzigen urchen der Beamten. mit ge — Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN CLI Immobiliar-Verſteigerung. (1525) Dienſtag den 11. November d. J., Vormittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rath— bauſe die nachbeſchriebenen Immobilien des Bürgers Ludwig Wagenknecht dahier, als: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 33 No. 197. Hofraithe mit Mühle an der Uſa, „ 145„ 3. 192,7 Klafter 98 Ruthen Garten in der 6. Gewann, „ 115„ 23. 928,0 Klafter 472 Ruthen 1 b Garten in der 1. Gewann, oͤffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 28. September 1853. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Güterverpachtung. (1566) Montag den 17. Oktober d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag der Curatoren des Philipp Konrad Joſt dahier die dem Letz⸗ teren zuſtehenden Guterſtücke auf weitere ſechs Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 6. Oktober 1853. In Auftrag: Der Vorſteher des Gr. Ortsgerichts Bender. Aufforderung. (1609) Dem Baruch Hecht von hier, welcher als Unteragent für den Hauptagenten G. H. Paulſen in Mainz, Behufs der Beförderung von Auswanderern über London nach Newyork conceſſionirt war, iſt die ertheilte Conceſſion ent⸗ zogen worden. Gemäß Art. 8 der Verordnung vom 25. Januar 1851 wird dies zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht und bemerkt, daß Anſprüche an dieſe Caution innerhalb ſechs Monaten vom Tage der Bekanntmachung an gerechnet, bei unterzeichneter Behörde mit einer Nachweiſung, daß bei Gericht Klage erhoben worden, iſt, gel⸗ tend zu machen ſind, als ſonſt die Rückgabe der Caution erfolgen wird. Friedberg den 7. Oktober 1853. Gr. Kreisamt Friedberg: N de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Bekanntmachung. (1610) Bei dem Auguſtiner Schulfond da⸗ hier ſind 3000 fl. auszuleihen, welche gegen gerichtliche Sicherheit ganz oder auch vertheilt abgegeben werden. Friedberg den 12. Oktober 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (1611) Montag den 17. Oktober d. J., Vormittags 10 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe ein von Chriſtian Böhmer gepachtetes herrſchaftliches Grundſtück, der 9. Theil von einem Acker gegen den Brachbrunnen, zwiſchen dem Riedgraben und Ohrlochsweg in der Burg⸗ gemarkung, anderweit auf drei Jahre öffent⸗ lich meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 12 Oktober 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Bekanntmachung. (1612) Montag den 31. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen im Hinterhof der Burg⸗ caſerne dahier 25 Stück Oefen nebſt ſonſtigem — 2325 Gußeiſen und Gehölz, ſowie 20 Stück noch ſehr brauchbare Feuerſchippen, Feuerkluften, eiſerne Blasrohre, Aexte, Sägen und Sägeböcke, gegen gleichbaare Zahlung meiſtdietend verſteigert wer⸗ den. Dieß den Steigliebhabern zur Nachricht. Friedberg den 12. Oktober 1853. In Auftrag: ö Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Güter⸗Verpachtung. (161) Montag den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe die den Gerhard Zeuns Erben gehörenden in hieſiger Gemarkung liegenden Güterſtücke, ungefähr 10 Morgen haltend, öffentlich meiſtbietend auf 9 Jahre, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verpachtet wer⸗ den. Bemerkt wird, daß mehrere Aecker ganz nahe bei Friedberg liegen. Fauerbach II. den 12. Oktober 1853. In Auftrag: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts ler. Arbeits-Verſteigerung. (16120 Montag den 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe eine Strecke Wegs von 40 lauf, Klftr. Länge zum Chauſſiren öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Fauerbach II. den 12. Oktober 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Hohe Braunkohlenverkauf. 15340 Dorheimer Für die Braunkohlen, welche vom 1. Oktober bis 31. Dezember d. J. von dem Gr. Braunkohlenbergwerk bezogen werden, wird bei genügender Bürgſchaft und unter den früher veröffentlichten Bedingungen eine Zahlungsfriſt bis Ende März 1854 geſtattet. Die Preiſe der Kohlen ſind wie bisher für die von Haufen 11 per Centner, wobei 14 Klötze für einen Centner Bemerkt wird noch, daß die Geſchirre, Kreuzer und für die aus Schoppen 12 Kreuzer gerechnet werden. welche auf dem Gr. Dorbeimer Bergwerk Kohlen holen, bei der Kurf. Heſſ. Nauheimer Chauſſeegelderhebungsſtätte und beladen auch auf allen Gr. Heſſ. Chauſſeen von der Entrichtung des Chauſſeegeldes befreit ſind. Dorheimer Bergwerk den 26. September 1853. Das Gr. Heſſ. Bergamt Dorheim Jäger, Gr. Bergmeiſter. Br aunkohlen⸗Verkauf.& (1557) Auf dem hieſigen Bergwerke wird gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft und unter den bekannten Bedingungen für die vom 1. Braunkohlenklötzen Credit zur Der Preis der Klötze iſt 11 kr. Von gut ausgetrockneten Quantität zur Abgabe bereit. Bauernheimer Oktober bis Zahlung bis Ende März 185 4 geſtattet à Cenkner, der der Holzkohlen Holzkohlen und ſog. Reihenklötzen Bergwerk den 28. September 5 f Ende Dezember d. J. bezogenen 14 kr. à Centner. liegt noch eine bedeutende räfl. S. R. Bergverwaltung L. Storch. Privat⸗ Bekanntmachungen. e +* 1 DN IOX. Reiſegelegenheit nach Amerika; ' über Liverpool. N Regelmäßige wöchentliche Abfahrten ab Mainz jeden Donnerſtag, 55 5 1 1 3 ab Friedberg jeden Mittwoch. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten auch ferner empfehlen. Friedberg im April 1853. billige Preiſe und genaue werden dieſe Reiſegelegenheit Heinrich Hahn, Agent. Zu verkaufen (1587) 42 Ruthen Garten auf dem Krämer. Näheres bei den Flurſchützen. Glas- und Porzellanwaaren!! (1539) in ſchöner Auswahl bei g Wilhelm Fertſch Geſchaͤfts-Erdͤffnung. (4607) Einem hieſigen und auswärtigen Publikum mache ich hiermit die ergebene An⸗ zeige, daß ich unterm heutigen auf hieſtgem Platze eine Spezerei⸗ Tabak⸗, Cigarren⸗, Li- queur und Branntwein⸗Handlung errichtet habe. Durch prompte, reelle und billige Bedienung A— werde ich mir ſtets das Zutrauen der mich Beehrenden zu erhalten wiſſen. Friedberg am 7. Oktober 1853. Louis Winheim, Uſagaſſe, Herrn Samuel Lindheimer vis-a-vis 18⸗ bis 20,000 Gulden (1615) liegen in Auftrag zum Ausleihen be⸗ reit, wobei bemerkt wird, daß große Güterauf⸗ ſätze zu 4 pCt. gemacht werden können. Friedberg. Jakob Finkernagel. Zu verkaufen. (1616) Abgelagertes Oel iſt ohmweiſe zu haben bei.. Gebrüder Groedel in Friedberg. / 17 8 2 2 — — NN 2 8 8 . * 2326 e- Nauheim. (4617) Sonntag den 16. Oktober Ball im Kurhauſe. Hu rſt. „ Bad Nauheim. (1618) Zum Beſchluſſe der diesjährigen Sommerſaiſon iſt Sonntag den 16. d. M. in dem großen Saale des Unterzeichneten gut beſetzte Tanzmuſik durch das Muſikcorps des Königl. Preuſſiſchen 8. Jägerbataillons anzutreffen, wozu freundlichſt einladet Bad Nauheim den 11. Oktober 1853. D. Fritz. Zu verkaufen. (1619) Bei dem Unterzeichneten ſind nach— folgende, noch in ſehr gutem Zuſtande ſich befindende Gegenſtände, aus der Hand zu ver⸗ kaufen, als: 1 Obſtmühle, 1 Kelter mit zwei eiſernen Schrauben, 1 Schrotmühle, 1 Malz⸗ fege, 1 Bierkühle, eine große Parthie verſchie— dener Fäſſer und Bütten, als: Achtel⸗, Viertel⸗ Halb⸗, Ein⸗ und Zweiohm, Zulaſt und Stück⸗ faß, 3 Schrotſeile und 1 Küferkärnchen. Friedberg im Oktober 1853. Jacob Burck, Bierbrauer. Ein Logis (1620) iſt zu vermiethen und kann bis den 1. Dezember bezogen werden bei Ca rl Vig lehnt iem Filzſchuhe und Filzſtiefel 16210 in größter Auswahl zu billigſten Preiſen bei j Friedberg. M. Steitz, am Markt. Annonce. (1622) Shawls, Thybets, Orleans, Lamas und Napolitaine, in großer Auswahl, ſowie Frauen- und Herrenhoſen und Jacken, Palatins und alle Sorten Handſchuhe, Filz., Litzen und Pelzſchuhe und alle andere Modeartikel, billigſt bei H. B. Groedel in Friedberg. in do ge (1623) im Vorderhauſe und eines desgl. im Hinterhauſe, hat zu vermiethen Kilian Ludwig, Spenglermeiſter. 5 Anzeige. (1624 Aechte öſterreichiſche einfarbige und karirte Pferdeteppiche, ſowie Mäntel, ſind ſo eben friſch angekommen bei Mayer Schwarz. GE (1625) Ein Mädchen aus guter Familie, welches ſeit vier Jahren in einem Speeerei— geſchäft arbeitete, wünſcht in gleicher Eigenſchaft, oder auch in häuslichem Fache anderweitig be— ſchäftigt zu werden. Nähere Auskunft wird im goldenen Engel in Vilbel ertheilt. Geſucht (16260) für eine ſtille Familie dahier ein ordentliches Mädchen, welches die Küche beſorgen und bei den übrigen häuslichen Arbeiten mit⸗ helfen kann, gegen guten Lohn. Daſſelbe müßte gleich eintreten können. Näheres zu erfragen bei der Expedition. f Zur Nachricht! (6627) Nachdem mir die Conceſſion zur Beförderung von Auswanderern über Liverpool entzogen worden iſt, ſehe ich mich veranlaßt, um jedem Mißverſtändniß vorzubeugen, hier durch anzuzeigen: 1) daß ich bereits die geeigneten Schritte zur Erlangung einer Conceſſion für eine andere Schiffslinie bei der höchſten Staatsbehörde ein⸗ geleitet habe, 2) daß alle bis jetzt durch mich abgeſchloſſene Verträge pünktlich und gewiſſenhaft erfüllt wer den, zu welchem Behufe eine gerichtlich hinter— legte Caution von 6500 fl. die genügendſte Sicherheit darbietet. Baruch Hecht. Zum verkaufen. (1628) Mehrere friſch ausgeleerte weingrüne Stückfaſſer, ſowie verſchiedene kleinere Fäſſer bei L. C. Trapp Nachfolger. Leere Fäſſer. (1629) Alle Sorten leere Oel- und Wein⸗ fäſſer ſind in größter Auswahl zu haben bei Friedberg. Georg Groß. Zaur Beachtung! (4630) Wollengarn von vorzüglicher Qua⸗ lität, kann ich zu billigen Preißen wieder ver kaufen. Friedberg. Nathan Hirſchhorn, Uſagaſſe 249. Kirchweihfeſt zu Ilbenſtadt. (1631) Kommenden Sonntag den 16. und Montag den 17. d. M. wird das hieſige, ſeit vielen Jahren berühmte Kirchweihfeſt gefeiert. Indem ich dazu alle Freunde des geſelligen Lebens und ſchöner Genüſſe hiermit freundlich einlade, bemerke ich zugleich, daß ich Alles auf— goboten habe, das Vergnügen meiner verehrten Gaäſte zu erhöhen: ich habe meinen Saal mit mythologiſchen Perſönlichkeiten(Amor in Lebens— größe) und alle daran ſtoßenden Piegen mit Amorctten(mit Bogen, Pfeilen und Köcher), auf das geſchmackvollſte decoriren und nach Zeit und Bedürfniß einrichten laſſen. Für gute Speiſen und ausgezeichnete Weine iſt ebenfalls geſorgt und die jetzt von allen Sei⸗ ten vernehmbare herrliche Muſik des Bergknappen⸗ Corps der königlich ſächſiſchen 33. Gewerkſchaft wird die verehrlichen Geſellſchaften auf's höchſte amuſiren, ſo daß ich mit Recht hoffen darf, daß Niemand mein Etabliſſement unbefriedigt verlaſſen wird. Ilbenſtadt den 11. Oktober 1853. Joſeph Klein, Gaſtwirth. Literariſche Anzeige. (1632) In allen Buchhandlungen, in Frie d⸗ berg namentlich in Carl Seriba's Buchhand— lung, iſt zu haben: Geheimnuiß der Wein- und Obſtweinveredlung, oder die Kunſt, jeden Wein an Gehalt und Güte über das Zehnfache ſeines natürlichen Werthes zu erheben; nebſt einer als vorzüglich erprobten Anweiſung, den Obſtwein ſo zu be⸗ reiten und zu veredeln, daß er dem Trauben⸗ weine gleichkommt, ihn ſogar in mancher Hin⸗ ſicht übertrifft. Von H. J. Nunzger. Zweite ſehr vermehrte Ausgabe. Preis 27 kr. Kirchliche Anzeigen. 21. Sonntag n. Trinit. den 16. Okt. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: fällt aus. Frankfurter Cours vom 12. Okt. 1853. Piſtolen GA fl. 9 44-45 Friedrichsd'or..„ 9 56-57 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 50¼51¼ Rand⸗Ducaten. 590„ 537-38 ene,„ 9 27-28 Engliſche Souverains.„11 48 Preußiſche Thaler.„ 145% J½ 5 Frankenthaler.„22174 Preußiſche Caſſenſcheine.„ 145% 7 Fruchtpreiſe. 12. Okt. 7. Okt. 7. Okt. Gattung. Fried⸗ Gerns⸗ berg J Malnz] heim 6 fl. r fl. FNF Waizen pr. Malter 16 4116 51— Kern 5 eee Gerſte„ 1 9 5 19 9— Hafer e 4081 51—1 430 Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 15. bis zum 21. Oktober. * 1 Fried⸗ Buß⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 kr. pf. kr. pf. 11 Leib⸗Roggenbrod 3 n 2 7. 7. 4 0 2 046.6 4 2 15— 15— Lth. Ltb. — Milchbrod 143 // 13¼ — Waſſerweck 113 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14 14.4 Fleiſch-Preiſe. pf 8 pf. 11 Ochſenfleiſch 121 2412— „Kühfleiſch, gemäſtetes 10-» „ Rindfleiſch, gemäſtetes 8— 9— „Kalbfleiſch 8— 81— 1„„ gemäſtetes———— „ Schweinenfleiſch 14— 114— „Hammelfleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch n „ Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „ Bratwurſt 19— 18— „Schwartenmagen 18— 18— „Geräucherter Speck 24— 26— „Schinken 19— 120— „ Doörrfleiſch 20— 20— „Schweinenſchmalz, 7 ausgelaſſen 21— 22— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 120— „ Hammelcskett 161— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. eee 83 Al — Kreil an die Gr. eheme 2 Betreffend: Oi det Nach Beſ denſtiſts vom diejenigen Gen ben, nach Ve theilt werden. Vertheilung; ſegensreichen insbeſondere legenheit geb' Fortkommen zueignen, ſind ung hierüber Ich gle der Rundreiſ ſtänden gewe Gegenſtand dahin zu wi ſchuſſes aus werden. Bit entgegen, ob bereits beſtel gehabt haben Fried — Der 9 kommen Si Jahren nich Fiſch im J Nun, werden S des Poſter 0 Ja, die ſind