Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M72. Mittwoch den 14. September 1838. Von den erſchienenen Regierungsblätttern iſt zu publieiren: a) Regierungsblatt Nr. 33: pos. 1. Bekanntmachung, das Abgleichen und Stempeln der Gewichte für Decimalwaagen betr. b) Regierungsblatt Nr. 34: Bekanntmachung des Vertrags, die Fortdauer und Erweiterung des Zoll- und Handelsvereins betr., ſowie des zwiſchen Oeſterreich und Preußen abgeſchloſſenen Handels- und Zollvertrags. ) Regierungsblatt Nr. 35: pos. 1. Bekanntmachung, den zwiſchen den Regierungen mehrerer deutſchen Staaten wegen gegenſeitiger Ver— pflichtung zur Uebernahme von Auszuweiſenden abgeſchloſſenen Vertrag betreffend.— 2) Bekanntmachung, die Aufnahme eines Kapitals von 500,000 fl. für die Großh. Hauptſtaatskaſſe. d) Regierungsblatt Nr. 36: Rechtskräftig gewordene in Gemäßheit des Art. 30 des Strafgeſetzbuches bekannt zu machende Straferkenntniſſe der Gerichte der Provinz Oberheſſen. Friedberg am 2. September 1853. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. de Beauclair, Kreisa ſeſſor. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Den Erſatz der vom Staate geleiſteten Entſchädigungen für aufgehobene Jagdberechtigungen. Die nachſtehend in Abdruck folgende Miniſterialver⸗ fügung vom 3. Auguſt d. J. wird Ihnen zur Nachricht und Nachachtung hierdurch mitgetheilt. Friedberg den 8. September 1853. de Beauclair, Klreisaſſeſſor. Das Großherzoglich Heſſiſche Miniſterium des Innern an die Großh. Kreisämter in den Provinzen Starken— burg und Oberheſſen. Mit Bezug auf die in einem der nächſten Regierungs— blätter erſcheinende Bekanntmachung, wonach zum Zweck des Erſatzes der vom Staate geleiſteten Entſchädigungen für aufgehobene Jagdberechtigungen zum Vollzug des Ge— ſetzes vom 12. Dezember 1851 auf die Erträge der von Gemeinde und Grundbeſitzern in Folge des Geſetzes vom 26. Juli 1848 gewonnenen Jagden dreizehn Kreuzer von jedem Gulden dieſer Erträge durch die Gr. Rentämter für die Staatskaſſe erhoben werden ſollen, fordern wir Sie auf, da für dieſe Ausſchläge in den Gemeindebüdgets nicht Vorſehung getroffen iſt, die erforderlichen Credite zu eröffnen und darauf Bedacht zu nehmen, daß in den folgenden Jahren bis auf Weiteres in den betreffenden Gemeinde— büdgets ein Viertheil der Erträge von den beitragspflich— tigen Jagden zur Ablieferung an die Hauptſtaatskaſſe vor— geſehen wird. Zugleich empfehlen wir Ihnen, die Gemeindevorſtände reſp. Gemeindeeinnehmer anzuweiſen, daß der Termin, welcher bei der alljährlich erfolgenden Bekanntmachung des Ausſchlags auf die beitragspflichtigen Jagden zur Abliefe— rung der Beiträge an die Gr. Rentämter beſtimmt wird, pünktlich einzuhalten ſei. Darmſtadt am 3. Auguſt 1853. Dal wigk. Thereſe Aubert. Wahrheit und Dichtung in Form einer Memoiren-Novelle. Von Charles Nodier. (Fortſetzung.) In dieſem Augenblicke hörte ich hinter mir, in dem Dickicht, ein Geräuſch; ich wandte mich um, um zu ſehen, woher es komme; es war eine weibliche Geſtalt, die noch ziemlich entfernt war, aber ich erkannte dennoch, trotz ihrer entſtellten Züge, Henriette v. F... in ihr. Anfangs glaubte ich zu träumen, denn ihre Haare hingen wild um ſie her, ihre Kleider waren zerriſſen, ihre Fuße nackt; ſie gleitete mit der Behendigkeit eines Schattenbildes über die ſpitzigen Felſen weg, indem ſie bald Strophen aus Liedern ſang, bald unſinnig lachte; in einiger Entfernung folgte ihr ein Mann, mit trauriger und nachdenklicher Miene, den ich ebenfalls und zwar für einen ihrer Diener erkannte. Er hatte mich zu gleicher Zeit bemerkt, oder vielmehr hatte er Antonien bemerkt, denn dieſe war ich für ihn. Er legte mit einer Bewegung des Kopfes die Hand an die Stirne, um mir zu verſtehen zu geben, daß Henriette wahnſinnig ſei. Ich erhob mich und eilte ihr a 5 ** 2 1 ö 2 —— 2 N 2822 — — 1 A N 5 . — — 8— 4 entgegen, ihre großen Augen richteten ſich ſtarr auf mich, ſie blieb auf der Felſenſpitze ſtehen, auf welche ſie ſich ſoeben geſchwungen hatte, und zeigte durch ihre unbeweg— liche und nachdenkliche Stellung, daß ſie ſich irgend einer Sache zu erinnern ſuche. Das Lächeln, welches von Zeit zu Zeit über ihren Mund flog, verging nie ganz, aber bald füllten ihre Wimpern ſich mit Thränen, und in dieſem Contraſte lag etwas Furchtbares. Je näher ich ihr kam, um ſo deutlicher bemerkte ich die Verzerrung ihrer Züge, das Seltſame ihrer Kleidung. Als Schärpe trug ſie ein rothes Taſchentuch, wie unſere Offiziere; ihre langen braunen Haare, welche ihr theils auf der Seite, theils vorne herabfielen, hingen voll von Ringelblumen und jenen tief violetten Bluͤmchen, welche man, glaube ich, Glöckchen nennt; ihre ſtark von der Sonne verbrannten Arme hingen bloß, aus den kurzen Aermeln ihres ſchwarzen Kleides herab, und waren ſo mager und fleckig, wie wenn der Tod ſie bereits berührt hätte. i „Du weißſt nicht, Antonie,“ ſagte ſie zu mir,„dieſe Leute dort haben Mondyon getödtet, getödtet, getödtet...“ —„Mondyon iſt todt!“ rief ich aus;„iſt es wirklich wahr? Sie nahm die Stellung eines Menſchen an, der auf einen andern anſchlägt:„Nicht auf dieſe Art,“ fuhr ſie fort; dann erhob ſie ihre Hand und ließ ſie mit einem Grauſen- erregenden Lachen der Länge nach auf ihren Hals fallen; ich verſtand dieſe Geberde nicht recht, ſie hellte meinen Zweifel auf, indem ſie ſie widerholte. Der Diener, welcher ſie begleitete, nickte beſtätigend mit dem Kopfe. Weiberrock an!... Ich dachte nicht mehr an Henrietten, ſie aber beſchäftigte ſich ebenſo wenig mehr mit mir, noch mit irgend etwas, was auf der Welt vorging. Als ich meine Augen wieder zu der Stelle erhob, an der ich ſie geſehen hatte, war ſie ſchon ſehr weit entfernt. Sie hatte ihren eintönigen Geſang wieder angefangen, und hüpfte von Fels zu Fels bis auf den Gipfel des Berges. Ich ſank vernichtet auf dem Flecke nieder, den ſie ſoeben verlaſſen hatte, und auf welchem ihre zerriſſenen Füße eine Blutſpur zurückgelaſſen hatten. „Mondyon iſt todt!“ rief ich aus, die Erde zer— kratzend;„mein Vater iſt todt! meine unglückliche Mutter, die ich- kaum noch umarmen konnte, iſt fruͤhzeitig geſtorben, in einem Gefängniſſe geſtorben... Alles, was ich ge— liebt habe, iſt dem Blutgerüſte verfallen,... den abge— ſchmackten Träumereien einiger Raſender geopfert,... und ich trage Frauenkleider! O Adolph! du trägſt Frauenkleider, und es fehlt dir doch nicht an Kleidern und Waffen eines Mannes; alles iſt zu deiner Verfügung, und du trägſt dennoch Frauenkleider und du glaubſt dich im vollen Genuſſe deiner Kraft und deiner Vernunft! Ach! jenes arme Weſen, jenes ihrer Sinne beraubte Mädchen, das ſoeben mit dir geſprochen hat, das dich verachten würde, wenn es wüßte, daß ein Soldat ſich in die Kleider einer Bauernmagd verkrochen habe, Henriette iſt tauſendmal mehr Mann als du; wenn ſie, wie du, nur ein Stückchen Eiſen hätte, mit dem man tödten könnte, ſo würde ſie Mondyon rächen, und würde nicht unnöthiger Weiſe ein Ungluͤck beweinen, welches ſie an deiner Stelle getheilt hätte. So mußte es aber kommen,“ fuhr ich aufſtehend fort.„Thereſe iſt krank; ihr Vater ſelbſt, der an mich die heiligſten Anſprüche hat, wollte, daß ich zu ihr gehe. Ich werde ſie ſehen, werde ihr dienen, und morgen, wenn ſie meiner Gegenwart nicht 288 E : Adolph, gehe hin und ſtirb!.... und Ich kam nach Sancy, ohne Jemanden zu begegnen, oder vielmehr ich wich einigen Kindern aus, welche ihre Heerden am Abhange des Hügels weideten, und die mir hätten ſagen können, was daſelbſt vorging. Die Thüre ſtand offen, es war kein Diener um den Weg. Thereſe lag im zweiten Zimmer, dort waren viele Leute verſammelt, die Dienerſchaft, die Freunde, die Aerzte umſtanden ihr Bett. Ich trat ſo leiſe als möglich ein; aber als ich be— merkte, daß geſprochen werde, ging ich ohne weitere Vor— ſicht vorwärts bis auf einen Punkt, von dem aus ſie mich ſehen mußte. Deſſen ungeachtet ſah ſie mich nicht; ich konnte nicht begreifen, warum nicht; ein Mädchen beugte ſich zu ihr herab und ſagte in einem ſonderbaren Tone:„Antonie iſt gekommen....“ Ich bemerkte eine Bewegung, hörte einen dumpfen Schrei, von einer ſo ge— dämpften Stimme, daß ich kaum die von Thereſen daran zu erkennen vermochte. Sie erhob ſich in ihrem Bette und fragte: Wo iſt ſie? Dieß war nicht die Thereſe, wie ich ſie ſonſt einſt geſehen hatte; ihre Geſichtsfarbe war ganz auffallend belebt und ſtach merkwürdig gegen die bleifarbige Bläſſe ihrer Stirne ab; ihre Augen waren auf mich gerichtet, aber ich bemerkte nicht, daß ſie mich anſah. Mir fielen die Blattern ein, die ich, wie meine Mutter mir ſagte, in der Kindheit gehabt haben mußte, und deren Folgen ich nicht kannte. Eine Aeußerung, welche einem der Umſtehenden entſchlüpfte, beſtaͤtigte mir dieſen Gedanken; da ergriff mich der Gedanke, daß man zuweilen an den Blattern ſterben müſſe, und daß alſo Thereſe eine tödtliche Krankheit habe; es war das Werk eines Augenblicks, aber dieſer Augenblick nützte meine Lebenskraft dergeſtalt ab, daß ich fühlte, daß ſelbſt das Glück nicht im Stande ſei, ſie mir wieder zu erſetzen.— „Ach! nähere Dich nicht,“ ſagte Thereſe,„nähere Dich aufrecht zu erhalten, und bedeckte ihre Hand, die ſie mir überlaſſen hatte, mit Küſſen und Thränen.—„Ich habe die Blattern gehabt.“ Ich war meiner Sache nicht ge— wiß, und wie gern wäre ich vom Gegentheile überzeugt geweſen, um hoffen zu dürfen, von demſelben Uebel, wie ſie, befallen zu werden, und dieſelbe Gefahr zu laufen. (Fortſetzung folgt.) Edict (4318) U Böhmer in 17 broccß erkannt g ammtliche 5 7 10 dung at Vor bei Vermeidung ö Aus ſchluſſes von In dieſem Term ſucht und Besch Maſſe gefaßt we lich erſcheinenden beiden Beziehung haben, widrigen Mehrheit der 6 werden. Ftiedderg Ed (1346) le Strauß und ſei derwollſtadt iſt ſonstermin auf Mitt V. alberaumt wor ſolderungen u Naſſe, bei Vi Nräclufiodecret ſolcher geltend Termine die& dußerung der? leaiftung eines C In dieſen Bezi die nicht perſon mächtigte erſche Mehrheit der e behandelt werde Friedberg! Edi 380 d. von Idenſadt 24. Dezemder nes Klein(zw folgende, der im Grundbuch 3 Klafter Hof ter Grabgarte nachweis nicht werden, daß licht beſtehen, aus irgend e vorbezeichneten te tarbe Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NUN CNN NN Güterverſtei gerung. (1292) Donnerſtag den 6. Oktober d. J. Bormitiags 11 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ ſauſe die nachbeſchriebenen Güterſtücke des Bür⸗ gers Thomas Becker J. dahier, nämlich: Gemarkung Stadt Friedberg: Hag. 447 Nr. 11 1 Morgen 26 Ruthen Acker im Großgalgenfeld in der 2. Gewann, „ 616„ 56 1 Morgen 1 Vrtl. 31 Ruthen im Lachenfeld in der 3. Ge⸗ wann, die Steinritſch, effentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 22. Auguſt 1853. In Auftrag: Gr. Heſſ. Landgerichts der Vorſteher des Gr. Ortsgerichts Bender. Edictalla dung. (1345) ueber das Vermögen des Chriſtian Böhmer in Friedberg iſt der förmliche Concurs⸗ proceß erkannt worden. Es werden deßhalb ſämmtliche Gläubiger deſſelben aufgefordert, ihre Forderungen oder ſonſtige Anſprüche Mittwoch den 9. November, Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung des ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe geltend zu machen. In dieſem Termin ſoll ein Arrangement ver⸗ ſucht und Beſchlüſſe über die Verwaltung der Maſſe gefaßt werden, weßhalb die nicht perſön⸗ lich erſcheinenden Gläubiger ihre Vertreter in beiden Beziehungen mit Vollmacht zu verſehen baben, widrigenfalls ſie als den Beſchlüſſen der Mehrheit der Gläubiger beitretend angeſehen werden. Friedberg den 18. Auguſt 1853. Großherzogl. Landgericht Hofmann. Edicetalla dung. (1346) ueber das Vermögen des Moſes Strauß und ſeiner Kinder zweiter Ehe zu Nie⸗ derwöllſtadt iſt Concurs erkannt und Liquida⸗ tionstermin auf Mittwoch den 2. November, Vormittags 10 Uhr, anberaumt worden. In dieſem Termin ſind Forderungen und Anſprüche jeder Art an die Maſſe, dei Vermeidung des ohne beſonderes Präcluſiodecret eintretenden Ausſchluſſes vor ſolcher geltend zu machen; auch ſoll in dieſem Termine die Güte verſucht, ſowie wegen Ver⸗ äußerung der Maſſe, Beſtellung und Cautions⸗ leiſtung eines Curators, Beſchluß gefaßt werden. In dieſen Beziehungen werden alle Gläubiger, die nicht perſönlich, oder durch Specialbevoll⸗ mächtigte erſcheinen, als den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger beitretend bebandelt werden. Friedberg den 18. Auguſt 1853. Gr. Heſſ. Landgericht Hofmann. Edictalla dung. (4381) Johannes Diefengräber und Ehefrau von Ilbenſtadt haben durch Teſtament vom 24. Dezember 1832 ihr Vermögen dem Johan⸗ nes Klein(zweiter) daſelbſt vermacht. Ueber folgende, der Johannes Diefengräbers Wittwe im Grundbuche zugeſchriebene Immobilien 165, 33 Klafter Hofraithe im Ort und 64, 38 Klaf⸗ ter Grabgarten im Ort, kann ein Eigenthums⸗ nachweis nicht erbracht, auch nicht nachgewieſen werden, daß ſonſtige Anſprüche auf dieſelben nicht beſtehen. Deßhalb werden alle, welche aus irgend einem Grunde Anſprüche auf die vorbezeichneten Immobilien bilden wollen, auf⸗ an den Meiſtbietenden verſteigert. —.. ̃ ,. 289 E- gefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen, von beute an, hier geltend zu machen, als ſonſt die⸗ ſelben gebetenermaßen als durch Verjährung resp. Erbſchaft erworben, den Kindern des Johannes Klein zweiter im Grundbuche werden zugeſchrieben werden. Friedberg den 27. Auguſt 1853. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Abe ff o t eu aeg. (1382) Die Stelle eines israelitiſchen Reli⸗ gionslehrers und Vorſängers zu Bönſtadt iſt erledigt. Bewerber hierum werden aufgefordert ibre legaliſchen Zeugniſſe über Befähigung und Leu⸗ mund alsbald bei unterzeichneter Stelle einzu⸗ reichen. Der Gehalt beſteht in 147 fl. fix, freier Wohnung und üblichen Accidenzien. Friedberg den 29. Auguſt 1853. Gr. Kreisamt Friedberg. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Edictalladung. (1404) Folgende im Aſſenheimer Grund⸗ buche auf den Namen des verlebten Amtmann Hofmann zu Moxſtadt eingetragene, ein Gräflich Jfendurg⸗Wächterbachiſches Erblehen bildende Immobilien Pag. u. Nr. des Grundbuchs 62/1. 124/1. 234/1. 549/22. 846/50. 87877. 1045%13. 234/4. 30/1. 301,3. 319/. 343/17. 419%. 4767/1. 483/12. 573/1. 588/10. 65 ½¼1 619/12. 653/38. 653/40. 684/1. 755%. 76/8. 765. 76773. 768/10. 796/4. 798/12. 84/1. 90/1. 983/1. 1017/14. 1042/3. 106% ſollen be⸗ ſcheinigtermaßen durch Erbgang und Verjährung Eigenthum der Erben des verlebten Steuerraths Hofmann zu Gießen Rudolph Hofmann auf dem Karlshof und Eleonore, Regierungsraths Reunings Ehefrau zu Dresden, geworden ſein. Da dieſe ihr Eigenthum urkundlich nicht nach⸗ weiſen können, ſo werden Alle, welche Anſprüche an die bezeichneten Immobilien zu haben ver. meinen ſollten, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen ſechs Wochen von heute an hier anzu⸗ zeigen, als ſonſt ſolche den Vorgenannten im Grundbuche als durch Verjährung erworben worden, zugeſchrieben werden, und, da ſie be⸗ reits von denſelben verkauft worden ſind, der Kaufbrief darüber richterlich beſtätigt werden wird. Friedberg am J. Auguſt 1853. Großherzogl. Landgericht Hofmann. O bſt⸗Verſteigerung. (1405) Donnerſtag den 22. September, Morgens um 9 Uhr, wird an Ort und Stelle die dießjährige Obſternte in der Feldgemarkung Die Zu⸗ ſammenkunft iſt am ſog. Wartberg; ſodann kommt die Obſternte in der Gartengemarkung Mittwoch und Donnerſtag den 28. und 29. l. M. an Ort und Stelle, Morgens um 9 Uhr, zur meiſtbietenden Verſteigerung mit dem An⸗ fügen, daß der Anfang dieſer Verſteigerung am ſtädtiſchen Bleichgarten in der Vorſtadt zum Garten gemacht wird. Friedberg den 12. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Aepfel-⸗Verſteigerung. (14060 Montag den 19. d. M., Morgens 9 Uhr, ſoll das der Gemeinde Langenhain zu⸗ ſtehende Obſt, aus circa 80 Malter Aepfel be— ſtehend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Ziegenberg am 10. September 18583. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Rumpf Aepfelverſteigerung. (1407) Freitag den 16. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen die Gemeindeäpfel in ſchicklichen Abtheilungen auf Ort und Stelle meiſtbietend verkauft werden. Bauernheim den 9. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Walther. Aepfel⸗Verſteigerung. (1408) Freitag den 16. September d. J. Nachmittags 2 Uhr, ſollen die Gemeindeäpfe abtheilungsweiſe an Ort und Stelle meiſtbiete nd verkauft werden. Oſſenheim den 9. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Kopp. Fruchtverſteigerung. (1409) Mittwoch, den 14. d. M., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden im Wirthshauſe zum Hirſch dahier 100 Malter Korn an den Meiſtbietenden verſteigert. Ockſtadt am 8. September 1853. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Bekanntmachung. (1410 Diejenigen, welche zur herrſchaft⸗ lichen Forſtkaſſe dahier längſt fällige Holzgelder ſchulden, werden an endliche Zahlung mit dem Beiſatze erinnert, daß Forſtrechner Eret ange⸗ wieſen iſt, alle Rückſtände, die nicht bis zum 25. d. M. berichtigt find, einzuklagen. Ockſtadt am 8. September 1853. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt eee O bſt⸗Verſteigerung. (14110 Donnerſtag den 15. d. M., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſoll das der hiefigen Gemeinde gehörige Obſt an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang iſt auf dem Gönsberg. Oppershofen am 9. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Weil. O bſt⸗Verſteigerung. (1412 Donnerſtag den 15. d. M., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſoll das der hieſigen Pfarrei gehörige Obſt an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang iſt auf dem Gönsberg. Oppershofen den 9. September 1853. Für den Kirchenvorſtand: Der Großherzogl. Bürgermeiſter Weil Verſtei gerung. (1413) Dienſtag den 20. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen in hieſiger Anſtalt die nach⸗ folgenden Gegenſtände öffentlich verſteigert wer- den, nämlich: 40 Stück Gußſchüſſelchen, 20 Stück noch brauchbare Lampen, 2 Strumpf⸗ webſtühle, mehrere Strumpfformen, einige Woll. und Flachsſpinnräder, eine große Parthie Schubleiſten und Stiefelhölzer, eine Quantität Lumpen, Borſtenabfälle und altes Eiſen, ſowie ungefähr 300 Ctr. Braunkohlenklöße, eine Quan⸗ tität Braunkohlenmulm und andere Gegenſtände. Marienſchloß am 9. September 1853. Der Gr. Rechnungsrath Keim. Aepfel ⸗Verſteigerung. (IAI) Freitag den 16. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die hieſigen Gemeindeäpfel offent⸗ lich meiſtbietend auf Ort und Stelle verkauft werden. Bönſtadt den 9. September 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Geibel. Od ſt ver ſte t ger ung. (1415) Freitag den 16. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll das hieſige Gemeinde obſt, beſtehend in ungefähr 100 Malter Aepfel und 40 Malter Birnen an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurth am 9. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Thönges. Faſelochsverſteigerung. (1416) Donnerſtag den 15. September, Vormittags um 11 Uhr, ſoll ein der hieſigen Gemeinde gehörender Faſelochs öffentlich ver⸗ ſteigert werden. Burggräfenrod am 9. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Mo ſchero ſch. O bſt⸗Verſteigerung. (14177) Montag den 19. September l. J., des Nachmittags um 1 Uhr, ſollen die der hie— ſigen Gemeinde zustehenden Aepfel, circa 100 Malter, in Abtheilungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Oberrosbach den 10. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Blecher. Bekanntmachung. (1418) Das den Freiherrlich v. Löw'ſchen Pächtern dahier gehörige Obſt, ungefähr 60 Malter Aepfel, wird Montag den 19. d. M., Morgens 10 Uhr, einer öffentlichen Verſteige⸗ rung ausgeſetzt, wozu Steigliebhaber einladet Ziegenberg den 10. September 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Rumpf. NUN Privat ⸗ Bekanntmachungen. O bſt⸗Verſteigerung. (1396) Donnerſtag den 15. d. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, wollen die Pächter durch den Unterzeichneten eine Parthie Aepfel und Nüſſe meiſtbietend verſteigern laſſen. Die Zu⸗ ſammenkunft iſt bei der Hollerkapelle. Ockſtadt den 7. September 1853. Heinrich Klein VII. — 2 Wohnungsveraͤnderung und Geſchaͤftsempfehlung. (135) Einem geehrten Publikum mache ich die ergebene Anzeige, daß ich jetzt meinen Laden im Hauſe des Herrn Schreinermeiſters Feiling nächſt der Poſt habe. Ich empfehle beſonders eine ſchöne Answahl baumwollener und leinener Kittel und Hemden, Band und Blumen, alle Sorten Näh⸗, Stick⸗, Strick- und Webgarn, geſtrickte Strümpfe, Jacken, Wämſe, Hauben, Röcke und Unterhoſen, Winterſchuhe, Stramin, Nähſeide, Taſchentücher und die meiſten in dieſes Fach einſchlagenden Artikel. Unter Verſicherung reeller und billigſter Be— dienung bittet um geneigten Zuſpruch. Friedberg im September 1853. Magdalene Maul. (1419) Für eine englisch- französische Lebensversicherungs- Gesellschaft: „LA CON CORDE-THE DE FENDER,“ seit vielen Jahren in Deutschland ge- kannt, im Grossherzogthum Hessen durch allerhöchste Entschliessung con- cessionirt, wird ein Unter- Director für Friedberg gesucht. Briefe franco. Der General- Agent für das Grossher- zogthum Hessen 0 CaRL HELLERMANN, in Mainz. Zu vermiethen. (1420) Der mittlere Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann auf Verlangen ſo— gleich bezogen werden. Jacob Stark, Drehermeiſtrr. 290 E Das groͤßte Lager von Seiden⸗Sammt 11371) in jeder Farbe und Qualität bis zur allerfeinſten Sorte zu ermäßigten Preißen bei Eduard Oehler, Zeil, Eck der Schlimmauer in Frankfurt a. M. Alemuander Fridberg in Frankfurt a. M., iebfrauenberg No. 35, (1372) empfiehlt ſein großes reichhaltiges Fabriklager in Regen⸗ und Sonnenſchirmen jeder Art und zu verſchiedenſten Preißen:. 1) Seidene Regenſchirme von ſchwerer Lyoner Seide, mit den fein— ſten Elfenbein-Verzierungen, von fl. 3. 30 kr. an. 2) Große baumwollene Regenſchirme von 54 kr. an. 3) Sonnenſchirme in größter Auswahl und den verſchiedenſten Stoffen. Für ſolide Waare wird garantirt. (1398) Ich beehre mich anzuzeigen, daß ich auf hieſigem Platze eine Spiegel⸗ und Goldleiſten⸗Fabrik Nee e J. H. 1 e n3 e 1 errichtet habe und erlaube mir obige Artikel, unter Zuficherung reellſter und billigſter Bedienung, zur geneigten Abnahme zu empfehlen. J. H. Wenzel, Döngesgaſſe 44 in Frankfurt a. M. Fuͤrſtlich YVſenburg-Buͤdingen'ſches Anlehen von fl. 100,000. d. d. Büdingen 16. Februar 1847. (421) Bei der heute vor Zeugen ſtattgehabten vierten obligationsmäßigen Verlooſung obigen Anlehens, ſowie einer weiteren außerordentlichen Verlooſung von fl. 12,000. find nachſtehende Nummern zur Rückzahlung pro 31. December l. J. beſtimmt worden und können deren Beträge ſeiner Zeit bei den Unterzeichneten in Empfang genommen werden. Lit. A. Nr. 8, 25, 32, 35, 36, 41, 43, 48 à fl. 1000. „15, 16, 20, 21, 22, 37, 41, 49, 50, 51, 53, 55, 59, 63, 67, 79, 89, 100 à fl. 500 S fl. „ B. Büdingen den 7. September 1853. fl. 8000. 9000. fl. 17,000. Heinemann Lismann in Büdingen. Simon Lindheimer in Friedberg. Warnung. (1422) G. Steinmetz aus Groskarben iſt nicht mehr bei mir in Arbeit und ich warne hier⸗ durch Jedermann demſelben etwas auf meinen Namen zu borgen, indem ich für nichts hafte. L. Waigand, Pflaſterermeiſter, aus Erdhauſen. Verſteigerung. (428) In der Pfarrhofraithe zu Bellers⸗ heim ſollen Dienſtag den 20. September d. J., Morgens 8 Uhr, folgende Gegenſtände meiſt⸗ bietend gegen gleich baare Zahlung öffentlich verſteigert werden: 1) zwei braune 7⸗ bis ZSjährige Ackerpferde, Wallache, von welchen ſich das eine ſehr gut zum Reitpferd, und um es einſpännig zu fahren, eignet, 2) eine junge Kuh und ein Rind, 3) ein Mutterſchwein mit neun Ferkel, 4) ein vollſtändiger in einem guten Zuſtande ſich befindender Wagen mit eiſernen Achſen, nebſt Dünghorten, Erndte⸗ und Holzleiter; 5) ein gut gehaltenes Jauchefaß, 60 10 vollſtändiger gut gehaltener Pflug nebſt gge, 7) ein neues Roll- und Heuſeil, 8) Heu⸗ und Miſtgabeln, Häckſelbank und noch viele andere zur Oeconomie gehörige Gegenſtände. K. Henslet, Pfarrer. Anfrage. (142) Wie kommt es, daß beinahe nirgends in Friedberg gutes, gehörig aus gebackenes Roggenbrod zu finden und daß das ſogenannte Weißbrod regelmäßig kaum irgendwo ſchwärzer iſt, als gerade hier, mitten in der Wetterau? Sollte nicht die Behörde, vorzugs weiſe in Zeiten der Theuerung, veranlaßt und im Stande ſein, durch ſtrengere Maßnahmen, insbeſondere ſo⸗ fortige rückſichtsloſe Vernichtung nicht ausge⸗ backenen Brodes, zu bewirken, daß dem Pub- likum für ſein gutes Geld wenigſtens kein naſſer ſelbſt ungeſunder Knatſch geboten werde? Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Betreffend: 2 Nach d Bekanntmachu montepferde d am uud wat in tags ſtattft Bekanntmad daß 30 Sti angekauft w Ihrer Seite. ſchäfts thätig Fried 2 Unter forderung, er und Bereitw gehenden mi Ich be befindlichen geleiſtet wer nehmigung a Fried A Ein u die Orte S kirchen, Jug größerer, th das Wetter erndte kaum Sommerfrüc dewächſe sin