da Lachig N . — dans 1 A leis ken Gen hleßen eim Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. N 68. Sonnabend den 13. Auguſt Thereſe Aubert. Wahrheit und Dichtung in Form einer Memoiren-Novelle. Von Charles Nodier. (Fortſetzung.) Die Stadt war mir gänzlich unbekannt, und ſo zing ich auf's Gerathewohl, um einen Ausgang nach der Seite hin zu ſuchen, wo ich vermuthete, daß meine Ka— meraden hinausgezogen ſein möchten. Endlich ſah ich das freie Feld, und glaubte ſchon meine Freiheit geſichert, als ein Soldat gerade vor mir ſeine Muskete auf mich an— ſchlug und mich nöthigte, einige Schritte zurückzutreten. —„Halt, junges Mädchen,“ rief er.„Hier paſſirt man nicht ohne ſich auszuweiſen. Tritt hier herein in die Schreibſtube.“— Ich gehorchte. Dieſe Schreibſtube war ein großes Packhaus, in welchem bereits ein Haufen weh— klagender Weiber, weinender Kinder beiſammen war, von denen einige von ihren Müttern, vielleicht für immer im Getümmel der Niederlage getrennt worden waren, und welche nun in furchtbarer Angſt abwarteten, was den Siegern über ſie zu verhängen gefallen möchte.—„Biſt Du auch eine Straßenräuberin?“ fragte mich ein Mann mit wilder Miene, dem ohne Zweifel das Herz vor Freude aufging, ein weiteres Opfer in ſeine Hände fallen zu ſehen.„Nein,“ antwortete ich.—„Wo iſt Dein Paß?“ —„Ich habe keinen. Ich bin die Tochter des Müllers von P..., der bei der Vertheidigung der Republik gegen die Straßenräuber gefallen iſt, und da wir eine zahlreiche und arme Familie ſind, bin ich nach Mans gekommen, um hier Dienſte zu ſuchen. Ich bin geſtern gerade wäh— rend der Ereigniſſe angekommen; die Angſt ergriff mich, ich verbarg mich daher bis zum Morgen, und ſuche nun wieder dahin zurückzukehren, woher ich gekommen bin, dieß iſt Alles.“—„Von dem Müller von P..,“ er— wiederte der Fragende,„dieß iſt möglich. Man führe ſie zum Präſidenten Aubert,“ ſagte er, ſich umwendend;„er iſt aus dieſem Dorfe; und wenn ſie uns nicht irre führt, ſo wird er ſie erkennen.“ Der Präſident befand ſich am andern Ende des Saales und kehrte uns den Rücken. Von ſeinem Hute wallten dreifarbige Federn, ein dreifarbiges Band hing ſchräg über ſeine Schulter. Er ſprach mit lebhaften Ge— berden und wie es mir ſchien ſehr heftig. Ich hatte das Gefühl eines nahen Todes. Mein Herz ſchloß ſich eine Secunde lang krampfhaft; auf meine Stirne trat Schweiß; mein Paket gleitete mir herab und fiel beinahe zu Boden, druck ich nie vergeſſen werde. als ich mich eben wieder gefaßt hatte. Im ſchlimmſten Falle handelte es ſich darum, zu ſterben, und welches In— terreſſe, welche Liebe konnte mich am Leben feſthalten? Ich hörte mit ziemlicher Ruhe den Mann, der mich ge— leitete, die Lüge wiederholen, die ich erfunden hatte; oder vielmehr, wenn ich einige Unruhe fühlte, ſo rührte ſie allein von der Scham her, gelogen zu haben, um einige Tage damit zu erkaufen, von welcher vielleicht der höchſte Richter bald Rechenſchaft fordern dürfte. Der Präſident Aubert hatte dieſelben Worte mit bewegter und unruhiger Stimme wiederholt. Er wandte ſich raſch nach mir um und fixirte mich mit einem traurigen Blicke, deſſen Aus— Dieſer Zuſtand der Unge— wißheit dauerte aber nicht lange. Seine edelu und weichen Züge, denen man die ſteten Sorgen wohl anſah, heiterten ſich plötzlich auf. Er lächelte mir ſanft zu, und mit einem Schlage der umgekehrten Hand auf meine Wange, ſagte er liebevoll:„Du biſt es alſo, arme Antonie! Du mußt viele Angſt ausgeſtanden haben.“— Dieſe Hand, mit welchem Ausdrucke von Erkenntlichkeit und Achtung hätte ich ſie gern an meine Lippen gedrückt, wenn ich es hätte thun können, ohne meinen Wohlthäter zu verderben! Er mußte in meinen Blicken einen Theil deſſen leſen, was ich empfand. In dieſem Augenblicke keimten aber ſonderbare und neue Gedanken in mir; ich begriff zum erſten Male, daß es keine noch ſo abſolute Meinungsſchattirung gebe, welche Menſchlichkeit und Gerechtigkeit ganz ausſchließe. Ich tadelte mich innerlich über die allgemeine Strenge bei manchen Urtheilen, welche ich ſeither über die Aufrichtig— keit der Anſichten und Leidenſchaften Anderer gefällt hatte; und, ich gelobte mir, fürderhin in meiner Handlungsweiſe, im Allgemeinen die Regeln des Wohlwollens und des Mitleidens zu meiner Richtſchnur zu nehmen, ehe ich mich von dem ungerechten Eindrücke des Parteihaſſes hinreißen ließe. Während ich mir dieſe Gedanken machte, hatte Herr Aubert ein kleines Billet geſchrieben und geſiegelt, welches er mir einhändigte.„Ich dachte,“ ſagte er,„weil Du in einen Dienſt zu treten wünſcheſt, es dürfte paſſen— der ſein, daß es bei meiner Tochter, als irgendwo anders geſchehe. Der Tod ihrer Mutter hat in ihrem wie in meinem Herzen eine Leere zurückgelaſſen, welche nur ein freundſchaftlicher Verkehr auszufüllen vermag. Ihre Groß— mutter iſt gebrechlich und krank. Eine gänzliche Vereinze— lung macht mich um ihr Wohl beſorgt, und ſchon ſeit lange hatte ich mir vorgenommen, ihr eine Geſellſchafterin von ihrem Alter zu geben. Du haſt eine gute Erziehung, Sittlichkeit, die Empfehlung eines ehrlichen Namens für — 8 — 8 2 3 Dich. Meine Thereſe wird Dich wie eine Schweſter auf— nehmen und lieben. Du weißſt vielleicht, daß wir ſeit dem Ausbruche des Krieges unſern kleinen Hof von Sancy an der Sarthe bewohnen, und da Du den Weg nicht kennen wirſt, und Dein Alter und Dein Geſchlecht auf einer Reiſe von vier Stunden des Schutzes bedürfen, ſo wird Dich dieſer brave Mann begleiten. Er hat, um ohne Hinderniß zu paſſiren, den nöthigen Ausweis.“— Ich hielt die Augen zu Boden geſchlagen, denn ich zitterte, man möchte in meinen Zügen leſen, was in meinem Innern vorging; und als ich es endlich wagte, den Prä— ſidenten von der Seite anzuſehen, hatte er die frühere Unterhaltung wieder aufgenommen, und ſchien ſich mit Nichts Anderem mehr zu beſchäftigen. Möge ſich der Schutz Gottes über alle Tage er— ſtrecken, die Dir noch verliehen ſind! ſprach ich in der Tiefe meines Herzens; möge er ſich über Deine Familie und über alle, die Du liebſt, erſtrecken, und wenn es Dir nicht vergönnt iſt auf Erden, in dieſen Zeiten der Ver— dorbenheit und Grauſamkeit, das volle Gluck zu genießen, welches Du verdienſt, ſo möge die himmliſche Güte Dir im ewigen Leben, auf die Wünſche, die ſich für Dich aus— ſprechen, es Dir vergelten. Ich ging mit meinem Führer ab, und war nicht wenig in Verlegenheit über den Gegenſtand der Unterhal— tung, welche ich wohl mit ihm führen ſollte, in einer Ge— gend, in der mir weder die Perſonen, noch die Ortſchaften bekannt waren, und wo alſo die geringſte Ungeſchicklich— keit meinen Betrug verrathen und mein Wohl gefährden konnte; ich bemerkte aber bald, daß dieſer Mann nicht ohne Grund Herrn Aubert's Vertrauen genoß. Einige Worte eines gewiſſen Wohlwollens, welche zwar nicht die Abſicht kund gaben, mich zu einer Erklärung zu ver— anlaſſen, die mir aber hinreichend Aufſchluß gewährten, daß ich ſie ohne Gefahr geben könnte, wenn zufälliger Weiſe die Unterhaltung es mit ſich brächte, machten, daß ich meine vollkommene Ruhe wieder gewann. Nach und nach ſammelten ſich arme Bauern um uns, welche die Angſt vor den Armeen von ihrem Herde vertrieben hatte, und die ſich nun beeilten, ihn mit ihren Kindern auf den Ar— men wieder aufzuſuchen. Die einzelnen Reden, welche ich von dieſen guten Leuten erlauſchte, unterrichteten mich theilweiſe von dem, was ich wiſſen mußte. Sie beſtätigten meine Anſicht, die ich mir vom geſtrigen Tage und ſeinen Folgen gemacht hatte, und zeigten mir die Unmöglichkeit, wieder zu den Trümmern der königlichen Armee zu ſtoßen, und die Nutzloſigkeit eines Beſtrebens, welches, im Falle des Gelingens, am Ende zu nichts gedient hätte, als ihren Rückzug mit einem Proſcribirten weiter zu beſchweren. Sie trugen dazu bei, mich das Glück um ſo höher an— ſchlagen zu laſſen, für einige Tage eine Freiſtätte zu finden, bis ſich mir eine günſtigere Gelegenheit darbieten dürfte, zu meinen unglücklichen Kameraden zu ſtoßen; das Glück, mich überdieß in Herrn Aubert's Hauſe zu befin— den, deſſen edlen Charakter einige Umſtände meinen Augen noch deutlicher zeigten. Denn aus Allem, was ich hörte, ging hervor, wie ich auch gleich von Anfang an vermuther hatte, daß Herr Aubert, welcher ſich aus Mangel an ge— höriger Ueberlegung oder Begeiſterung den erſten Bewe— gungen der Revolution angeſchloſſen hatte, ihrem Fort— gange aus Gründen der Vernunft und Tugend gefolgt war, um wenigſtens einigen Nutzen von dem gerechten Einfluſſe zu ziehen, den ſein gerades, gefühlvolles Gemüth auf die blinde Menge ausübt, und um ſo lange als mög— lich ſich jener leicht vergänglichen Volksthümlichkeit, die man ſich nur durch Uebermaß forterhalten kann, zu be— dienen, um einigen Unglücklichen Hülfe zu leiſten und ſie — 252 E zu retten. Bis jetzt hatte ich dieſe Art von Aufopferung und Muth nicht unter die Tugenden gezählt, welche der Menſchheit Ehre bringen, aber von nun an war ich völlig geneigt, ſie zu würdigen. Ich dachte mir ſogar, daß ſie ſich vielleicht weniger ſelten vorfinden, als man im erſten Augenblicke zu glauben geneigt ſei, daß es in den Reihen der Böſen viele Menſchen geben möchte, welche mit dieſen nur durch ein Uebermaß von erhabener Selbſtverläugnung vermiſcht blieben, und daß, wenn man die aus Irrthum oder Schwäche fehlenden abzöge, wahrſcheinlich wenige durchaus Böſe, im ſtrengen Sinne des Wortes, übrig blieben. Dieſe Gedanken beruhigten mein Herz; ſie ver— ſüßten mir das Gefühl, noch zu leben, warfen einen Reiz auf alle die Eindrücke, welche äußere Gegenſtände auf mich machten, und die Empfindung des Wohlbehagens, welches meinen Buſen bewegte, vermehrte ſich noch beim Anblicke des kleinen Hofes von Sancy. Nie hatten meine Augen auf einem angenehmern Bilde geruht! Wahrlich! ſelbſt heute noch empfinde ich ein gewiſſes Vergnügen da— bei, es mir in's Gedächtniß zurückzurufen, wie wenn mein Daſein von da anfinge, als ich es das erſte Mal ſah, und als wenn das, was ſeither geſchehen iſt, noch der Zukunft angehörte. Sancy beſteht nur aus drei oder vier Häuſern, unter welchen ſich das des Herrn Aubert durch ſeine vier weißen Kamine und die Große ſeiner Gärten auszeichnet. Man gelangt auf einem ſich ſchlängelnden Fußwege dahin, der in einen kleinen felſigen Abhang, nur für eine Perſon gangbar, eingeſchnitten, aber ſehr maleriſch iſt, indem eine Menge zerriſſener Felsblöcke, unter den bizarreſten und mannichfaltigſten Formen ſich dem Auge darſtellen. Einige Brombeer⸗, Stechpalmen-, Wachholderſträuche und Mooſe von verſchiedenen Schattirungen ſind die einzige Vegetation, welche man während des größten Theiles des Jahres da— ſelbſt bemerkt, aber im Fruͤhjahre gleicht ſie ihre gewöhn— liche Armuth durch eine ganz außerordentliche Verſchwen⸗ dung aus. Sie bringt Veilchen, gelbe Schlüſſelblumen, und eine unzählige Menge jener hübſchen Windröschen hervor, die nur an ſchattigen Orten gern und unter dem Schutze feuchter Felſen leicht fortkommen. Dieſer Schmuck verſchwindet bei den erſten heißen Strahlen der Maiſonne. Auf dem Gipfel des Berges, auf einem grünen freien Platze, von welchem ſich das Auge weit auf köſtliche Ge— filde verirrt, erhebt ſich ein ſteinernes Kreuz, welches man zwar ſchon wanken gemacht, aber noch nicht zum Fallen hatte bringen können, denn es ſtand feſt zwiſchen Steinen, an welche ſein Fundament durch feſte eiſerne Bande be— feſtigt war, und ſenkte ſich ſo weit vor, daß es, von unten betrachtet, gerade über dem jähen Sturze des Abhanges zu hängen ſchien, ſo daß es zugleich einen ſonderbar wil— den Eindruck, und den Eindruck einer wunderbaren Ruine hervorrief. Ein niedliches Bächlein, welches zwiſchen zwei Reihen Weiden dahinfließt, und eine Viertelſtunde weiter unten in die Sarthe ſich ergießt, bewäſſert den Fuß des Hügels, um den es rings herumfließt, und deſſen ſtumme Einſamkeit es durch ſein Gemurmel belebt. Jenſeit deſſel— ben breiten ſich lachende Felder aus, ſtreckenweiſe durch die zierlichſten, mit Gehölz bewachſenen Hügel, oder durch einzelne Baumſchläge unterbrochen, welche grünen Inſeln gleich, aus der Landſchaft hervorragen. Das entzückte Auge, welches in dieſem wilden und doch ſo harmoniſchen Umkreiſe umherſchweift, begegnet hie und da der glänzen— den Silberſpur des Bächleins oder des Fluſſes, welche jeden Augenblick von anderen Gegenſtänden unterbrochen wird, und ſo den Anſchein zerſtreuter Seen hervorbringt, welche in den Proſpekt aufgenommen worden zu ſein ſcheinen, um die Mannigfaltigkeit deſſelben zu vermehren. 412 f Nachmittags im ſog. One von citca le drei Schwe feigerung e ungen öffel wozu Jagd Fried. B 2) Büdingen, nebft 200 beſter Ol ſowie Ja ſamkeit,; Beding verzeichnt büreau! 0 1221 Vormit Füllen erſordel firoh,! ſtroh, (4285 mittags auf fle meind edict ö G Pag. 7. 0 offentlig Frie c i ig eigen aber jenes ruhige Gluck, dos! menſchenfreundlichen Reiſenden, Reid, erweckt wird; de einen Augenblick das abſcheuliche Elend (Fortſetzung folgt.) leine Nachricht gegeben und Mancher hat gefragt: Nichts mehr von der Blinden-Anſtalt?“ Lande. Aber wir hatten Gründe, etliche überhäufen. Nun erachten wir es aber wieder an Die Anſtalt iſt nun bis Ihre Ufer, welche mit ländlichen Häͤuſern beſäet ſind, deſſen Ahnung in dem beim Anblick einer Gruppe ſondern wegen Mangel an Mittel; der neueſten Zeit ſo ſtark in weißer Häuschen, welche von Fruchtbäumen umgeben ſind, Sache iſt, die Liebe noch mehr zu beanſpruchen. ein Schauſpiel des Troſtes, welches ihn ſamen Ueberfluß der Städte vergeſſen läßt. Monatsbericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Wir haben ſeit etlichen Monaten den Freunden unſeres Hauſes * l Dieſe Frage iſt gerecht, denn unſere Anſtalt gehört dem Geſammt-Publikum, wie keine zweite im de. 0 Monate zu ſchweigen, theils weil nichts deſonderes vorlag, theils wollten wir auch die Freunde nicht und neuen Freunde von unſerem Thun zu benachrichtigen. D 1 auf 29 Zöglinge aus allen drei Provin⸗ zen des Landes angewachſen, und jeden Tag erwarten wir den 30ſten. 253 E 0 thätigkeit in es wirklich eine ängſtliche und den grau- noch drei Rettungshäuſer N werden.— Im Oktober für dieſe, 3 von 8 fl. 3 kr. men aus Baſel, ten Summe, die Allergnädigſt verwilligte. „Warum bört man halfen ſchenkt und zum nahme ſehr empfehlen. Fried der Zeit, die alten Mit dieſer Zahl iſt die Anſtalt vor der and abgeſchl Mangel an Raum, oder 5 an en 12 davon aus Kurheſſen, Wenn das Publikum eine Anſtalt von ihm alle Ehre und iſt gewiß des Lobes würdig, beſonders aber, da auch Aspiranten aufnehmen. Nachricht, daß die Einnahme im Juli 291 fl. 8 kr. 283 fl. 5 kr. betrug; es blieb demnach am 1. Auguſt ein Kaſſenvorrath In den letzten Holland und Kurheſſe Se, Königliche Hoheit unſer allgeliebter Großherzog ren, fanden einen ungew wir uns oft aus d Verkaufe berg den 1. Auguſt 1853. Nicht wege Mangel an Aspiranten, deren end we 2 die übrigen aus unſerem Lande und Naſſau), das kommt daher, weil die Mild— Anſpruch genommen wird, daß 30 Blinden erhält, ſo macht es mit einer ſchönen Anzahl Kinder unterhalten d. J. werden wir 3 Zöglinge entlaſſen und Außerdem diene den Freunden zur und die Ausgabe Monaten kamen unſere meiſten Einnah⸗ n, außer einer namhaf— Unſere Arbeiten, beſonders die Seilerwaa⸗— öhnlichen Abſatz. Aus dem Reinertrag derſelben er drückendſten Noth. Eine Aktie wurde ge⸗ beſitzen wir noch 83 Stück, die wir zur Ab⸗ J. P. Schäfer, Vorſteher. Bekamumachungen von Be⸗ hoͤrden. Ne N Häuſen, Jagdverpachtung. (112 Dienſtag den 16. Auguſt d. J., Nachmittags 2 Uhr, ſoll die v. Ritter'ſche Jagd im ſog. Hinterwald, Gemarkung Hof Haſſeleck, von cirea 188 Morgen, im Gaſthaus zu den drei Schwertern dahier unter den bei der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Beding— ungen öffentlich meiſtbietend verpachtet werden, wozu Jagdliebhaber einladet Friedberg den 20. Juli 1853. In Auftrag: Faatz. Bekanntmachung. g(12110 In der Gemarkung Enzheim, Kreiſes k Verſchne Büdingen, ſind circa 200 Morgen Waldung Schlüſſelblunn nebſt 200 Morgen Acker- und Wieſengelände, beſter Qualität, mit ſchönen Obſtbaumſtücken, ſowie Jagd-, Fiſcherei- und Schäfereigerecht⸗ ler den ſamkeit, zu verkaufen. Bedingungen, Uederſichtskarten und Güter⸗ verzeichniſſe können auf dem Bürgermeiſterei— büreau in Enzheim eingeſehen werden. Der Orts vorſtand. Strohlieferung.) den 16. Auguſt d. J., des Uhr, ſollen die zum friſchen Füllen ſämmtlicher Betten der hieſigen Garniſon t Bande be erforderlichen 1110 Gebund, a 16 Pfund, Korn⸗ von unten froh, und 1260 Gebund, à 8 Pfund, Gerſten⸗ ſtroh, auf dem Wege der Soumiſſion in Liefe- rung vergeben werden. Dieß den Intereſſenten zur Nachricht mit dem Anfügen, daß die Liefe⸗ rungs⸗Bedingungen von heute an zur Einſicht aufgelegt find. 2 Butzbach den 5. Auguſt 1853. 5 In Auftrag: d Cellarius, Oberquartiermeiſter. *(Butzbach.) da(222 Dienſtag * Vormittags um 10 ( Hofraitheverſteigerung. 7 dein e(1235 Montag den 22. Auguſt d. J., Vor⸗ müttags 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag des iſraelitiſchen Ge— meindevorſtandes dahier die nachbeſchriebene Be⸗ 13 nedict Caſſella'ſche Hofraithe, als: 1 Gemarkung Stadt Friedberg: 5 Pag. 76. No. 60. Wohnhaus mit Hofraithe an . Simon Immerod, he offentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. Auguſt 1853. In Auftrag: Der Stelldertreter des Vorſtehers des Gr. Ortsgerichts H. Wa lz. Hofraithe⸗ Verſteigerung. (1236) Montag den 15. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe der Heinrich Briels Wittwe dahier nochmals öffentlich freiwillig unter dem Anfügen verſteigert, daß bei annehmbarem Gebot dem Letztbietenden ſogleich die Genehmigung ertheilt werden ſoll. Friedberg den 10. Auguſt 1853. Der Stellvertreter des Vorſtehers des Gr. Ortsgerichts H. Walz. Immobiliar-Verſteigerung. (1237) Montag den 10. Oktober d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rath— hauſe die nachbeſchriebenen Immobilien des Bürgers Franz Albrecht Goll dahier, dermalen zu Oberwöllſtadt, als: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 660. No. 38. 178,9[UIKlafter 91 Ru⸗ then Acker im Lachenfeld an Johannes Supp, Ein Stall mit Höfchen in der Stadt neben Heinrich Hanſtein IV., öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. Auguſt 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Stellvertreter des Vorſtehers des Gr. Ortsgerichts 00% ie Schaafpferche-Verpachtung. (1238) Donnerſtag den 18. Auguſt d. J., Vormittags 11 Uhr, werden in hiefigem Rath⸗ hauſe 5 bis 10 Schaafpferche öffentlich meiſt⸗ bietend verpachtet, welche den 21. d. M. ihren Anfang nehmen. Friedberg den 10. Auguſt 1853. Der Gr. Buürgermeiſterei-Beigeordnete Ph. Preuſſer. Bekanntmachung. (1239) Mittwoch den M., tags 10 Uhr, bureau dahier die bei Pflaſterung der und Lieferungen, als: Pflaſterarbeit, veranſchlagt zu Lieferung von 6 Cubikklafter Schicht⸗ pflaſterſteinen, veranſchlagt zu ö 0 225 fl. 240„ Lieferung von 6 Cubikklafter Sand oder Kies, veranſchlagt zu 120„ an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben. Butzbach den 8. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Seippel. Vormit⸗ werden in dem Bürgermeisterei Banquete in der Bahnhofsſtraße vorkommenden Arbeiten Bürgermeiſter Verkauf einer Scheuer auf den Abbruch. (1240) Dienſtag den 16. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll dahier eine Scheuer auf den Abbruch verſteigert werden. Södel am 9. Auguſt 1853. A Großh. Kreisamts Der Großherzogl. Bürgermeiſter Reiß. NN N Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ein Lehrling (1232) wird geſucht von Schuhmachermeiſter Hartmann Mogk. Empfehlung. (1051) Von der Regierung als Agent zur Abſchließung von Schifffabrtsverträgen conceſ⸗ ſionirt, bringe ich meine Dienſte den resp. Aus⸗ wanderern zur Empfehlung. Hungen den 3. Juli 1853. Heinrich Rühl. Neue holländiſche Vollhäringe (1188) bei Wilhelm Fertſch. An u O n& e. 1163) Großes garantirtes Anlehen der Stadt Lüttich von fl. 7,200,000. Erſte Ver⸗ looſung am 31. Auguſt 1853. Höchſte Prämie fl. 100,000., niedrigſter Gewinn fl. 100 Wir empfehlen Certificate auf das Spiel 1 Obligation fl. 2.30. ö 6 Obligationen„ 12.— b 22 1 2 3 7 1 27„„40. und verſprechen prompte Zuſendung der Ziehungs⸗ liſten. Julius Stiebel jun.& Comp., Banquiers in Frankfurt a. M. 3 u 218) Ein neu eingerichtetes Zimmer mit — ver miethen. ö ö ö 12 Kabinet und Kammer iſt zu vermiethen bei Conrad Diehl auf dem Markt, neben Herrn Apotheker Wahl. 1 Ein junger Menſch 241 tonn die S benglerprofeſſion erlernen * 0* M Windecker in Butzbach. bei 9. 1 Ein braver Burſche (2242) kann in die Lehre treten bei Friedberg. F. Cordes, Schreinermeiſter. egelmäßige wöchentliche Abfahrten ab Mainz jeden Donnerſtag, ab Friedberg jeden Mittwoch. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. N Friedberg im April 1853. Heinrich Hahn, Agent. Anzeige. D (1243) Einem geehrten hieſigen und aus⸗ wärtigen Publikum mache ich hiermit die erge⸗ benſte Anzeige, daß ich mich dahier als Kamm⸗ macher etablirt habe. Indem ich ſtets bemüht ſein werde, mir durch reelle und billige Bedie- nung das Zutrauen der mich Beehrenden zu erwerben zu ſuchen, bitte ich um geneigten Zu⸗ ſpruch. s Friedberg im Auguſt 1853. g Ludwig Ulrich, Kammmachermeiſter, wohnhaft bei Metzger Waas in der Metzgerſtraße. Ein Logis, beziehbar im Oktober, (124 beſtebhend aus drei Zimmern, Kam⸗ mer, Küche, Keller u. ſ. w., in dem ehemaligen Jung'ſchen Hauſe, hat zu vermiethen Philipp Ritzel II., Rothgerber. Zu der mieten (1245) Ein vollſtändiges Logis, wobei die untere Etage als Laden, von den übrigen Räu⸗ men getrennt, abgegeben werden kann, iſt zu vermiethen und kann in einigen Monaten be— zogen werden bei. Heinrich Waas, Schuhmachermeiſter Ein möblirtes Zimmer (1246) bat zu vermiethen Anz ei (1247) Einem geehrten hieſigen und aus- wärtigen Publikum zeige ich hiermit ergebenſt an, daß ich auf hieſigem Platze ein Frucht- und Mehlgeſchäft errichtet habe. Ich werde ſtets bemüht ſein, mir durch reelle und billige Behandlung das Vertrauen Derje⸗ nigen, welche mich mit ihrer Kundſchaft beehren werden, zu erwerben zu ſuchen. Friedberg im Auguſt 1853. Baruch Sieſel, wohnhaft bei Wittwe Erbs. Ruths. Gegen Hühneraugen, (1248) ſicheres Mittel um dieſelben ſchnell und dee zu vertreiben; in Schachteln 1. 5 Fliegenthee in Packeten, à 7 kr. Die einfache Abkochung von dieſem für Jedermann durchaus unſchädlichen Thee reicht auf lange Zeit hin, um die ſo läſtigen Fliegen ſchnell und ſicher zu vertilgen. Aecht Perſiſches Inſektenpul⸗ ver à Fl. 18 kr. Dieſes Pulver iſt ein ſicheres Specificum zur Vertilgung der Flöhe, Wanzen, Motten ꝛc. und iſt namentlich das zweckmäßigſte Mittel, um die mit Flöhen be- hafteten Hunde vollkommen von dieſer Plage zu befreien. Zu haben bei Friedberg. P. F. Schmittner. Einladung. (1249 Sonntag den 21. Auguſt findet von Seiten des Liederkranzes auf dem Schwalheimer Brunnen eine Geſangsunterhaltung ſtatt, wo— zu ſämmtliche Mitglieder hierdurch eingeladen werden. Scheibenſchießen zu Rodheim. (1250) Sonntag den 14. und Montag den 15. Auguſt d. J. findet bei mir in der Richtung nach Rodheim hin Scheibenſchießen mit gut be— ſetzter Harmonie- und Tanzmuſik ſtatt. Indem ich hierzu alle Freunde des geſelligen Vergnü⸗ gens mit dem Anfügen ergebenſt einlade, daß für gute Speiſen und Getränke beßtens geſorgt iſt, bitte ich um recht zahlreichen Zuſpruch. Petterweil den 4. Auguſt 1852. G. Weber, Gaſtwirth. Ball⸗Anzeige. (1251) Zur Feier der Einweihung einer neuen Geſetzrolle in der Moſaiſchen Gemeinde zu Butzbach, findet Samſtag den 20. Auguſt ein Ball im„Deutſchen Hof daſelbſt ſtatt. Hierzu werden alle Freunde mit dem Be— merken eingeladen, daß Eintrittskarten bis zum 19. d. M. bei dem Unterzeichneten abgegeben werden. Butzbach den 12. Auguſt 1853. e ee e. Kunſtanzeige. (1252 Ich mache einem verehrten Publikum bekannt, daß ich Sonntag den 14. Auguſt mein religiöſes ſehr intereſſante Kunſtkabinet zum erſtenmal hier producire, wozu ich das verehrte Publikum höflichſt einlade. Der Eintrittspreis iſt 6 kr., Militär, Dienſtboten und Kinder zahlen 3 kr. Jeden Abend gebe ich für hieſige Herrſchaften drei Vorſtellungen bei Beleuchtung; Anfang 7 Uhr. Die Anſchlagszettel werden das Nähere beſagen. Bemerkt wird noch, daß das Kabinet nächſten Mittwoch zum letztenmal geöffnet iſt. Friedberg den 11. Auguſt 1853. 0 aus der Rheinpfalz. Kirchliche Anzeigen. 12. Sonntag n. Trinit. den 14. Aug. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. (Abendmahl.) Nachmittags: Hr. Candidat Köhler. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Klein. Frankfurter Cours vom 10. Aug. 1853. Piſtolen 8 fl. 9 46-47 Friedrichsd' or„ 9 57¼½——œẽw8 Holländiſche 10 fl. Stücke„9 53½¼½—5 Rand⸗Ducaten„5 37-38 20 Frankſtücke„ 9 30¼ſ-— 1 Engliſche Souverains. 11 50 Preußiſche Thaler. 8„ 145 ¼%¼ eee 221 ½½-22 Preußiſche Caſſenſcheine„ 1 45% 78 Fruchtpreiſe. 10. Aug. 29. Juli. 28. Juli. Gattung. Fried⸗, Gerns⸗ berg[ Mainz] beim fl. kr fl. kr f Waizen pr. Malter 14— 14— 1 irn 7 9 521 9 4719— Gerſte„ 5 12 4 3* Hafer„ 75 44—141571—— Polizei ⸗ Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 13. bis zum 19. Auguſt. = 5 Fried⸗ Buß⸗ 5Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 5 kr pf. 1 1 Leib⸗Roggenbrod 3 263 2 7 7 4 0 7— 4 757 7.. 14 7 Nh. Lth. — Milchbrod 1 1* 13% — Waſſerweck 14 — Gemiſchte(Tafel-) Brod 1 15 1 795 Fleiſch-Preiſe. 1 f p 1 Ochſenfleiſch 1221 „ Kühfleiſch, gemäſtetes N „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7 7 Kalbfleiſch 7— 7— 0„„ gcemäſtetes„ „ Schweinenfleiſch 13— 13— „Hammellleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 6——— „ Wurſt v. blos Schweinen 14— 14— „Bratwurſt 17— 100— „Schwartenmagen e „Geräucherter Speck 3 „Schinken 17— 17— „Dörrfleiſch 18— 18— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 21(— 21— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 18— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Ben der See Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. an Betreffen! Inde zufindende mache, er! einsenden, Fr Vergel iſt am wichen Betret. a 5 mit ein hellem einen b hoſen u. 0 Betreff 0 unten 1 geeigne. Ergebn