1g en. tkirche 3 1 nnn i Intelligenz-Vlatt uͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M29. Mittwoch den 13. April 1853. Amtlicher Theil. Oeffentliche Bekanntmachung. Betreffend: Das Auffinden einer unbekannten männlichen Leiche bei Niederwöllſtadt. Am 18. v. M. iſt eine unbekannte männliche, unten näher ſignaliſirte Leiche in dem Buſchwäldchen bei Nieder⸗ wöllſtadt aufgefunden worden. Bei der eingeleiteten gericht— lichen Unterſuchung hat ſich ergeben, daß der Verſtorbene ſich durch einen Piſtolenſchuß, wahrſcheinlich am 1. oder 15. huj., entleibt hat; der Name deſſelben iſt jedoch nicht ermittelt worden. Ich erſuche daher alle Gerichts und Polizeibehörden etwaige, zur Ermittelung dieſer Perſon hinzielenden Notizen mir recht bald mittheilen zu wollen. Friedberg den 4. April 1853. Großh. Kreisamt Friedberg de Beauclair. Signalement: Haare: ſchmutzig blond.— Stirne: ziemlich hoch. — Augenbraunen: hellblond, Wimpern desgleichen. 8 Augen: blau.— Naſe: ſpitz.— Mund: mittelmäßig, proportionirt.— Zähne: gut.— Kinn ſpitzig rund.— Bart: ſchwach und nur unterm Kinn ſichtbar.— Geſicht: länglich.— Größe: 7 Fuß.— Statur: kräftig, wohlge— nährt, doch ſchlank.— Alter: eirca 20— 25 Jahre.— Beſondere Kennzeichen: auf dem linken Schindbeine waren 6—8 etwa linſengroße gelbliche Flecken ſichtbar. Klei dünn g: 1) ein Paar Halbſtiefel, fein gearbeitet, jedoch war das Oberleder etwas zerriſſen; g ) ein Paar blaue Bukskinhoſen, am Bund gelb, ſonſt grau gefüttert; N 3) ein brauner Paletot, modern gemacht, die Bruſttaſche mit ſchwarzem Sammt eingefaßt, mit großen über⸗ ſponnenen Knöpfen, mit ſchwarzem Laſting gefuttert und mit ſchwarzer Schnur eingefaßt; 4) ein grüner kurzer Oberrock, die Aermel gelb, ſonſt aber ſchwarzgefuͤttert, mit ſchwarz überzogenen Knöpfen; 5) eine Tuchweſte, ſchwarz, mit 1 Reihe überſponnenen Knöpfchen, abgetragen und ſchon zerriſſen; 6) eine ſchwarz ſeidene Halsbinde;„ f 7) ein feines gutes leinenes Hemd, breitfaltig, zwei Knöpfchen auf der Bruſt und zwei am Halskragen, mit Manchetten, unten am rechten Schlitz roth ge⸗ zeichnet J: Z: 6. und am unterſten Zipfel links mit zwei rothen XX; 8) einen runden ſchwarz ſeidenen Hut; 9) einem Paar geſtrickten weiß baumwollenen Hoſenträger mit zackigem Rand; 10) einem Paar grau wollenen Socken, welche ſchon ge— ſtopft waren. Außerdem trug er bei ſich: ein port monnai, außen roth, innen gelb, mit Stahl— ring, mit noch 16 kr. Geld; ein weißſtieliges Meſſerchen mit 2 Federmeſſern und einer etwas größeren Klinge; ein Paar ſchwarze Glagehandſchuhe; ein Paar grau geflammte baumwollene Handſchuhe; ein weißes Taſchentuch ohne Zeichen; ein Terzerol mit gezogenem Lauf und Percuſſionsſchloß. Der verlorengegangene Brief. Ein Lebensbild in Novellenform von C. Baldamus. (Fortſetzung.) „O, dann haben Sie ihn vermutblich vor der Zeit geſehen, wo er ſeinen Namen wechſelte, und doch ſcheint dieß kaum wahrſcheinlich. Sein eigentlicher Name iſt Wartmann; aber in Folge des Teſtaments ſeines früheren Handelsgeſellſchafters, welcher ohne nähere Verwandte ſtarb und Papa ſein ganzes Vermögen vermachte, nahm er den Namen Dalling an. Das Geld iſt nun zwar frei— lich fort,, ſetzte ſie mit einem kaum merklichen Seufzer hinzu,„aber wir Alle liebten den alten Mann, und ſo führen wir noch immer ſeinen Namen 170 Fanny hatte ſich neben Frau v. Schönfeld geſetzt, und dieſe zog ſie nun, nachdem ſie zu ſprechen aufgehört, zu ſich her und küßte ſie, einem inneren Herzensdrange nachgebend. Fanny war ſtets ſehr leicht zu rühren und von beſonders lebhaftem, ſich immer ſtark äußerndem Ge⸗ fühl; ſie fiel daher der gütigen mütterlichen Freundin um den Hals und rief mit Thränen in den Augen:„Wie gütig Sie doch gegen mich ſind, Frau v. Schönfeld! Sie könnten kaum wohlwollender ſein, wenn Sie meine Mutter wären!“ „Liebe Fanny,“ entgegnete ihr Frau v. Schönfeld zärtlich und leiſe,„ich wollte in der That, ich wäre Ihre Mutter.“ Bei dieſen Worten machte Edmund, der abſeits in einer Fenſterbrüſtung geſtanden hatte, eine plötzliche Bewegung gegen die beiden Frauen hin, hielt dann plötz⸗ lich inne. In dieſem Augenblick begegnete ſein Auge dem ſeiner Mutter, eine tiefe Röthe uͤberflog ſein Geſicht und er ſtürzte raſch aus dem Zimmer. Fanny hatte von dieſem Auftritte gar nichts bemerkt, denn ſie dachte ſoeben nur an Frau v. Schönfeld und ihre eigene, geliebte, ſelige Mutter. * 8 Der Aufenthalt der Familie Scharffenſtein auf dem Gute Schönfeld-Ellerhofen ging bald zu Ende,— zu raſch für Fanny, für Edmund und ſeine Mutter. Aber Edmund ſah Fanny haufig bei Scharffenſteins zu Eich⸗ thal, wohin er zur Jagd kam,— er hatte ſie bei einem derartigen Anlaß dort zuerſt geſehen— und Frau v. Schönfeld hatte Fanny ſo liebgewonnen, daß ſie ſich von ihrer Couſine ausgebeten, ſie ſollten ihr Fanny zuweilen über den Sonntag herüberſenden, wo ſie ihr dann am Samſtag Nachmittag den Wagen, entgegenſchickte und ſie am Montag wieder heimbringen ließ. Ferner ward Fanny eingeladen, die Oſterfeiertage bei Frau v. Schönfeld zu verbringen und bis zu den Pfingſtferien dort zu bleiben, während die Familie Scharffenſtein eine Reiſe nach Ober⸗ italien machte. O das war eine ſchöne Zeit für Fanny; in ihrem ganzen Leben war ſie nie ſo vergnügt und glück⸗ lich geweſen. Ihre Gegenwart wirkte wie immerwähren⸗ der Sonnenſchein auf die ernſteren Naturen von Mutter und Sohn, und Frau v. Schönfeld ward daher nicht wenig überraſcht, als Fanny eines Morgens bei'm Früh⸗ ſtück, noch acht Tage vor der zur Beendigung ihres Be⸗ ſuches feſtgeſetzten Zeit, ihren Entſchluß ankündigte, das Schloß noch am Nachmittag zu verlaſſen, wenn ihre Freundin den Wagen entbehren könne. ˖ „Ich kann ihn allerdings entbehren,“ erwiderte Frau v. Schönfeld;„aber darf ich den Grund dieſes plötzlichen Entſchluſſes nicht erfahren, liebe Fanny?“ 5 „Laſſen Sie mich ihn verſchweigen, gnädige Frau; Sie werden mir ja gewiß Glauben ſchenken, wenn ich Sie verſichere, daß es aus einem Gefühl der Pflicht geſchieht!“ ſagte Fanny, und richtete bei dieſen Worten das Haupt mit ſo ſtolzem, entſchiedenem Blicke empor, ihr Auge fun⸗ kelte ſo lebhaft und ſie ſprach in demſelben ſtolzen Tone, welcher Frau v. Schönfeld ſtets ſo ſehr an Guſtav Wart⸗ mann gemahnte, denn in ſolchen Augenblicken des Affekts glich Fanny ihrem Vater am meiſten. „Ich bin weit entfernt, Jemand zuzumuthen, daß er mit ſeinem Pflichtgefühl in Widerſpruch gerathe, liebe Fanny,“ entgegnete Frau v. Schönfeld mit ihrer gewohn⸗ ten Milde und Freundlichkeit.„Allein Sie wiſſen wohl noch nicht, mein liebes Kind, daß uns unſere Fehler und Schwächen, unſer Stolz zuweilen irreleitet. Sie ſollen noch heute Abend abreiſen, wenn Sie wollen; allein ich möchte um meinetwillen wünſchen, Sie könnten wenigſtens noch bis morgen früh hier bleiben. Habe ich Sie doch nicht beleidigt, liebe Fanny?“ „Nein, nein!— o theuerſte Frau v. Schönfeld!“ rief das Mädchen und brach in Thränen aus,—„ich wollte,— ach ich möchte Ihnen nur einmal zeigen können, wie ſehr ich Sie liebe, wie dankbar ich für all Ihre Güte bin;— aber Sie werden es niemals erfahren!“ Frau v. Schönfeld blickte Fanny betroffen an, und wollte mit ihr reden, aber ſie fand die rechten Worte nicht. Da ſtand Fanny auf, küßte ſtumm und leidenſchaft— lich die Hand der edlen Frau und ging dann weinend und wie gebeugt aus dem Zimmer. Emilie blickte ihr betroffen nach— aber ſie ahnte, was in dieſem ſtolzen jungen Herzen vorging. Einige Stunden ſpäter am ſelben Tage, als Frau v. Schönfeld gewohnter Weiſe leſend in ihrem Boudoir ſaß, ſtürmte Edmund raſch und in ungewohnter, ſeinem 5 114 e. ſonſtigen ſtillen Weſen ganz fremder Aufregung in das kleine Zimmer herein. „Um Gott, Edmund, was iſt Dir?“ rief die Mutter. „Mama,“ erwiderte er in abgebrochenen Sätzen und hoch erglühend,—»ich liebe Fanny Dalling, liebe ſie mit aller Gluth meiner Seele; ich halte ſie nicht allein für eines der liebenswürdigſten und reizendſten Weſen, ſondern auch für eine der Beſten und Edelſten ihres Ge— ſchlechts! Ich fühle, daß ſie mein Leben nicht nur glück— licher, ſondern auch beſſer machen würde. O Mutter! iſt nicht Liebe ebenſo viel werth als Rang und Reichthum? Iſt ſie nicht ebenſo genügend zu allen edlen Handlungen? Iſt ſie nicht gewiſſermaßen der einzige Beweggrund für alle wirkliche Verbeſſerung unſeres Herzens und Lebens? Mir ſcheint, dieß iſt die Lehre, welche ich mein Lebenlang von Ihnen vernommen habe!“ „Und ich bin recht froh und dankbar, daß Du Dich zu dieſer Lehre bekennſt, mein lieber Sohn!“ gab Frau v. Schönfeld zur Antwort;„dieſe Erfahrung belohnt mich mehr als reichlich für all meine Sorge und Pflege für Dich. Und nun danke ich Dir für Dein Geſtändniß, mein guter Edmund, obwohl Du es mir auf eine ruhigere Weiſe hätteſt vorbringen können! Es wäre meines Er— achtens beſſer geweſen, wenn Du dieſe leidenſchaftlichen Dinge alle eher Fanny mitgetheilt hätteſt als mir!“ .(Fortſetzung folgt.) Vierzehnter Jahresbericht der Augenheil-Anſtalt zu Darmſtadt. Im Jahre 1852 ſind in dieſer Anſtalt laut offen⸗ liegendem Verzeichniſſe, 52 erhebliche Operationen ausge⸗ führt worden; die Leidenden kamen aus 39 verſchiedenen Gemeinden des Landes.“) Die Augenheilanſtalt war alſo in vollſter Thätigkeit und hat die Aufgabe nach Kräften gelöſt, die ihr geſtellt iſt. In Augenheilanſtalten gehören nicht diejenigen Per⸗ ſonen, welche durch allgemeine Krankheit, kranke Säfte, Haut⸗, Drüſen⸗, Nerven- und Blutleiden zugleich augen— krank geworden ſind, und nur durch Befreiung vom Allge⸗ meinleiden geheilt werden können, ſondern es gehören dahin die mehr ausſchließend örtlichen Augenleiden, und unter dieſen nur diejenigen, welche der Hoſpitalpflege nicht ent— behren können. So gewiß es leichtfertig iſt, unter arm— ſeligen Verhältniſſen, wo alle Vorbedingungen einer ordent⸗ lichen Krankenpflege fehlen, eine Staaroperation zu machen, ſo gewiß iſt es gewiſſenlos, die Wohlthätigkeitsmittel zu verſchleudern durch Gewährung der Hospitalpflege an die große Menge rein örtlicher Folgen von äußern Entzün⸗ dungen des Auges, als Flecken, Truͤbungen, langwieriger Drüſenleiden der Augenlieder u. ſ. w. Solche Leute können, wenn ſie nur geſunde Beine haben, den Arzt aufſuchen, ſo oft ſie wollen, machen auch an Krankenpflege keinen er— höhten Anſpruch. Es beſchränkt ſich darum die Zahl der armen Augenkranken, welche ſolchen Anſpruch machen können auf einen kleinen Theil und vorzugsweiſe operative Augenkranken und daher haben die Augenheilanſtalten der größten Städte oft keinen größeren Umfang als die unſrige. Die nachfolgenden Reſultate betreffen Kranke jedes Geſchlechts und jedes Alters: *) Dieſe Gemeinden waren: Babenhauſen, Bensheim, Biebes⸗ heim, Braunshard, Breitenbrunn, Brensbach, Büttelborn, Darm⸗ ſtadt, Eberſtadt, Fauerbach II., Gimbsheim, Goddelau, Griesheim, Großzimmern, Güttersbach, Hahn, Hambach, Heppenheim, Hoch⸗ ſtätten, Kleinrohrheim, Leeheim, Leidheken, Lorſch, Münfter, Nieder⸗ weiſel, Offenbach, Offenthal, Oberklingen, Oberramſtadt, Ober- roßbach, Oſtheim, Rebgesheim, Rodau, Rohrbach, Roßdorf, Stockheim, Treiſa, Unteroſtern, Worfelden. in Heilung . eheill. lich 905 9 des Auge 7 Op 9 File gche 8). gurcbogeſc w 9 Hel eilt. ge d Auges(weg. genommen) 11 3 — Vek ant E d (487) Obe gebeten, daß! chen Garten! Gemarkung, Witwe Nan im Mutatiol möge, zudem maßen von ſeit 1832 U Art, 14 de ergeht hi rm und ihr Au öffentliche? gegen fenen heute an biet fahrt werden Friedber Be betreffend He nialwald B. (643) N dem obigen? lich verſteige 15 Ste Du Zuſamm haus Vint Oberre . mts A dl. offen Ausge⸗ 1 9 ſedenen dar Kräften * a1 1 10 s 1) Operation des grauen Staars. 11 geheilt, 4 in Heilung, 1 ungeheilt. 2) Operation des Hornhautſtaphylons. heilt(nach eigener Methode). 3) Operation des Schielens. 5 Fälle geheilt. 4) Operation der Cirſophthalmie. 1 Fall geheilt (nach eigener Methode). 5) Operation der Thränenfiſtel. 3 Fälle geheilt oder in Heilung.(Die Rückſtändigen vom Jahr 1851 ſämmt⸗ lich geheilt. 6) Operation von Blutſchwamm in der Umgebung des Auges. 2 Fälle geheilt.) 7) Operation der Einwärtswendung der Augenlieder. 9 Falle geheilt(nach eigener Methode). 8) Operation von Hagelkorn, Fettgeſchwüͤlſten und Krebsgeſchwülſten. 5 Fälle geheilt. 9) Heilung von Eiterauge höheren Grads. geheilt. 10) Operation von Sehnenverkuüͤrzung außerhalb des Auges(wegen der Räumung des Landkrankenhauſes auf— genommen) 5 Fälle geheilt. 11) In der mit der Anſtalt verbundenen ambulato— Von 16 Fällen 3 Fälle ge⸗ 3 Fälle riſchen Clinik wurden mehr als 600 zum Theile ſchwere innere und äußere Augenleiden behandelt und geheilt. Die Wiedereröffnung der Anſtalt geſchieht am 15. April. Wir danken allen Redaktionen und Freunden der ene die ſich um deren Wirkſamkeit verdient gemacht haben. Darmſtadt im Februar 1853. Dr. Küchler. Monatsbericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Indem wir hiermit allen Gönnern und Wohlthätern unſrer An— ſtalt den herzlichſten Dank ſagen für die Gaben jeglicher Art, womit ſie uns im März unterſtützt haben, theilen wir ihnen auch zugleich mit, daß die Einnahme incl. des Ca enbeſtandes vom Februar 388 fl. 56 kr. betrug und die Ausgabe 371 fl. 33½ kr.; demnach ein Kaſſenreſt von 17 fl. 22% kr.— Zu dieſer Einnahme trug die Arbeitskaſſe der Zög⸗ linge 83 fl. 4 kr. bei.— Für den Monat April bedarf die Anſtalt zu den laufenden Ausgaben 315 fl. 53½ kr. Da nun ein Kaſſenreſt von 17 fl. 229 kr. vorhanden iſt, ſo bedürfen wir noch 208 fl. 30½ kr. Friedberg den 1. April 1853. J. P. Schäfer, Vorſteher. Für die Abgebrannten in Gambach find bei der Expedition dieſes Blattes eingegangen: Von einem Ungenannten 1 fl.; Frau Auditeur Pilger 3 fl.; S. G. K. Wtw. 3 fl.; von einer Ungenannten 2 fl. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N Æ⏑ιο NN Edicetal ladung. (487) Oberfeldwebel Kahl zu Büdingen hat gebeten, daß ihm das Grundſtück 163/12 95 Ru⸗ then Garten beim Fauerbacher Thore, in hieſiger Gemarkung, das noch auf Schullehrer Stumpfs Wittwe Namen im Flurbuche eingetragen iſt, im Mutationsverzeichniſſe zugeſchrieben werden möge, indem er dieſes Grundſtück beſcheinigter⸗ maßen von Wittwe Stumpf erkauft und ſchon ſeit 1832 im Beſitze habe. In Gemäßheit des Art. 14 des Geſetzes vom 21. Februar v. J. ergeht hiermit, da die Erben der Wittwe Stumpf und ihr Aufenthalt tbeilweiſe unbekannt ſind, öffentliche Aufforderung, etwaige Einſprüche gegen jenen Antrag binnen ſechzig Tagen von heute an hier vorzubringen, gegenfalls ihm will⸗ fahrt werden wird. Friedberg den 21. März 1853. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Bekanntmachung, betreffend Holzverſteigerung im Großh. Doma⸗ nialwald Burgwald, der Oberförſterei Ober⸗ rosbach. (313) Montag den 18. d. M. werden in dem obigen Diſtrikt an die Meiſtbietenden öffent- lich verſteigert: ½ Stecken Birken⸗ Scheitholz, 1„ Eichen⸗„5 N 1 Nadel⸗„ 18½„ Birken⸗ u. Eichen⸗Prügelholz, 160/„ Nadel ⸗Prügelholz, 110%„ Eichen-, Birken⸗ und Nadel⸗ Stockholz, 5 463 Wellen Buchen⸗Reiſerholz, 7138„ Birken- u. Eichen⸗Reiſerholz, 6109„ Nadel-Reiſerholz, 3 Eichen⸗Stammabſchnitte von bis 18¼“ Durchmeſſer und 20 Fuß Länge, 1 Nadelholz-Stammabſchnitt von 12 Durchmeſſer und 40 Fuß Länge. Zuſammenkunft: Morgens 8 Uhr am Forſt⸗ haus Winterſtein. 0 Oberrosbach den 4. April 1853. Der Großh. Oberförſter der Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Immobiltar⸗Verſteigerung. (538) Donnerſtag den 14. April l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag des Bürgers Karl Klein dahier die demſelben zuſtehenden nächſt dem Bahnhofe in hieſiger Stadt gelegenen Hofraithen ſammt Hausgarten und Stallung, und zwar zu⸗ erſt getrennt und dann beide Hofraithen zuſam⸗ men, öffentlich meiſtbietend verſteigert unter dem Anfügen, daß bei annehmbaren Geboten den Letztbletenden alsbald die Genehmigung ertheilt wird. Friedberg den 6. April 1853. In Auftrag: Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Bauarbeiten und Lieferung von 29 Steinkohlen-Oefen ꝛc. (529) Montag den 18. d. M., Vormittags um 10 Uhr, werden in dem Büreau des Ba⸗ taillonsverwaltungsraths dahier, in Folge der Einführung der Steinkohlenfeuerung in den beiden Caſernen, durch die Abänderung der Schornſteine, ſowie der Anſchaffung von 29 Stück Steinkohlenöfen, nachbemerkte Arbeiten auf dem Soumiſſionsweg an die Wenigſtneh⸗ menden in Accord gegeben: 1) Maurerarbeit, 2) Steinhauerbeit, 3) Schreinerarbeit, 4) Zimmerarbeit, 5) Dachdeckerarbeit, 6) Schloſſerarbeit, 7) Weißbinderarbeit, 8) Mechanikusarbeit, 9) Gußeiſenlieferung. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Voranſchläge und Accords⸗ bedingungen, ſowie die Muſteröfen von heute an in obengenanntem Büreau eingeſehen und die dieſerhalb eingelegt werdenden Soumiſſſonen gleich nach Ablauf des oben erwähnten Termins eröffnet werden. Friedberg den 5. April 1863. Der Verwaltungsrath des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments. Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (567) Der Reſt der 1852 fiscaliſchen Früchte des hieſigen Speichers, beſtehend in circa 118 Malter Korn und 27 Malter Gerſte, wird Dien⸗ ſtag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, in dem Gaſthauſe zum Maulbeerbaum dahier öffent⸗ lich verſteigert. Friedberg den 6. April 1853. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bau ß. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (868) Die Kleeerndte auf dem Gebiete der Bahn ſoll auf die Dauer des Jahres 1853 in einzelnen Looſen an den Meiſtgebenden öffent⸗ lich verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt: Mittwoch den 27. April Morgens 8 Uhr auf der Station Vilbel, für die Gemarkung da⸗ ſelbſt. Donnerſtag den 28. April Morgens 8 Uhr auf der Station Großkarben für die Gemarkun⸗ gen Kloppenheim, Okarben und Niederwöll⸗ ſtadt. Freitag den 29. April Morgens 8 Uhr auf der Station Friedberg, für die Gemarkungen Friedberg, Fauerbach II. und Bruchenbrücken. Friedberg am 8. April 1853. Der Gr. Bahn⸗Ingenieur Hochgeſand. Holzverſteigerung. (569) Freitag den 15. April l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Bodenröder Gemeindewald, Oberförſterei Hochweiſel, Diſtrikt Dirmark, nachſtehendes Holz unter den bei der Verſteige⸗ rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden: 3 Stecken Weichholz, 4200 Stück Buchen⸗Durchforſtungswellen, vor⸗ züglicher Güte, 1550„ Weichbolz⸗Wellen, zum Einzäunen von Gärten brauchbar, 136„ Birken-Reifſtangen. Die Zuſammenkunft iſt in loco Bodenrod präcis 10 Uhr Morgens. Die Herren Bür⸗ germeiſter werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. Bodenrod den 8. April 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Hoffmann. Privat ⸗ Bekanntmachungen. Eine Parthie guten Miſt (870) hat zu verkaufen J. Steinhäußer. 2 116. Für Auswanderer. (523) Für die Expeditionen vom 1. und 15. eines jeden Monats übernehme ich Auswanderer frei ab jeder Eiſenbahn— ſtation oder auch ab Bremen, je nachdem dies gewünſcht wird, zu den billigſten Ueberfahrtspreiſen nach allen Häfen Nordamerikas. 5 l. J. G. Appel in Gießen, conceſſionirter Hauptagent. Einladung zum Abonnement auf das zweite Quartal 1853 des an e be Frankfurter Anzeigers. o wegen Abonnementspreis für Frankfurt 45 kr. per Quartal; für auswärts bei allen Poſtämtern Deutſchlands, gemäß dem neuen Regulativ, mit unbedeutendem Poſtaufſchlag. Alle Poſtämter nehmen Beſtellungen an. (624) Der„Frankfurter Anzeiger“ bringt Erzählungen, Novellen, Gedichte, Miscellen, Schach-, Rechnen⸗, Räthſel⸗, ꝛc. Aufgaben; Pariſer Modebericht mit Modebild; das Allerneueſte in Häkel., Stick-, Strick-, Filet⸗ und Ban d⸗ arbeiten mit Abbildungen; populär⸗wiſſenſchaftliche Abhandlungen; für Künſte und Handwerke zeiweiſe lithographirte Abbildungen der neueſten Möbelgarnituren; Polizei⸗Chronik; Feuilleton für Theater und Concert; täglich(unter der Rubrik:„Was gibt es Neues?“) eine kurze, bündige, aber vollſtändige Rundſchau auf dem Gebiete der Politik und des öffentlichen Lebens, wodurch dem Leſer das ſehr oft unerquickliche Durchſeben großer politiſcher Zeitungen erſpart wird; ein vollſtändiges Coursblatt der hieſigen Börſe, Getreide-, Oel⸗ und Branntwein⸗Berichte; das Frankfurter Amtsblatt im Auszug. Inſeraten kann bei der großen Verbreilung des„Frankfurter Anzeigers, der beſte Erfolg garantirt werden. Die hierorts vorkommenden amtlichen Verſteigerungen müſſen laut ſtadtgerichtlichem Decret in dieſem Blatte bekannt gemacht werden. Probeblätter ſtehen auf Verlangen gratis zu Dienſten. i Zu Beſtellungen empfiehlt ſich C. Bindernagel in Friedberg. S Zu ver miethen K l E E. a a m E n 1. 1 9834 ein Logis für einen einzelnen Herrn ei (857) in unübertroffener prima Qualität e en, bei Wilhelm Lertſch Zu vermiethen. ö s(561) Zwei vollſtändig möblirte Zimmer in Friedberg. ſind zu vermiethen bei Friedberg den 6. April 1853. Heinr. Friedr. Müller, gute und ſehnelle in der Wilhelminenſtraße Nr. 268. Warnung. (826) Regelmaͤßige Auswanderer. (862) Ich finde mich aus perſchiedenen Grün⸗ Beförderung den veranlaßt, hiermit Jedermann zu warnen, meinem Sohne Konrad oder deſſen Ehefrau auf 9 meinen Namen zu borgen, indem ich für Nichts 71 hafte. 0 ae bemerke ich 9990 daß ö mein Sohn Konrad kein älterliches Vermögen nach Ameri U, mehr zu erwarten, vielmehr ſolches bereits em⸗ 3 1 pfangen hat. 1 1 zu ganz beſonders billigen Preiſen Weckesheim den 30. März 1853. 8 Johs. Hilger I. frei ab von Eine Partie Spreu N Frankfurt a. M., Mainz oder Bieberich. 67) vate Georg ulrich. Nähere Auskunft, ſowie bündige Schiffscontraete bei der 5 Ei 15 L 0 9 i 8 Haupt⸗Agentur 5 e eee Görings Wittwe. F. C. A. Ram held in Frankfurt a. M, 47 44 (Briefe franco.) Fahrgaſſe Nr. 1 an der Brücke. bon iar Degler gelt züung ue de Friedberg. Prof. Ph. Dieffenbach. Verloren. (575) Samſtag den 9. April zwiſchen 7 und 8 Uhr iſt ein Teppich, 2 Pfund Fleiſch und ein neues Putzgeſchirr von Friedberg bis Melbach verloren gegangen; der redliche Finder wird gebeten, ſolches gegen eine Belohnung an die (571) wirken löſend und mildernd gegen Huſten, Heiſerkeit, Grippe, Katarrh 1c. Sie un⸗ Exped. d. Blts. abzugeben. terſcheiden ſich nicht nur durch dieſe ihre wahrhaft wohlthuenden Eigenſchaften ſehr vor— A O be 1. ſeſh n ſogenannten Caramellen, Ottonen, Pate pectorale z., uf ſtern ondern ſie zeichnen ſich vor dieſen Erzeugniſſen noch beſonders dadurch aus, daß ſie von den 2 f Verdauungsorganen leicht ertragen werden, und ſelbſt bei längerem Gebrauche keinerlei 676 r Magenbeſchwerden, weder Saure noch Verſchleimung erzeugen oder hinterlaſſen. Weineſſig und 0 Dr. Koch's Kräuter⸗Bonbons werden in länglichen Schachteln à 36 kr. und Bienenhonig 18 kr. in allen Städten Deutſchlands verkauft; für Friedberg befindet ſich das alleinige zu billigen Preiſen bei Depot bei Herrn P. F. Schmittner. Sal. Schwab in Friedberg. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 1 8 Alle richtsbezu ben, werd Da bach bet fordert 3 Ausſchuß⸗ Bekann Mo 66368 mittags 9 1 Ratbhauſe di der ſich hei Broſius dab Tiſche, Sti Sopha, 1 0 ſchrank, Bü Bettwerk, K herſteigert. Friedber Bauarbe um 10 uf taillonsvert inführune beiden 10 chornfeing Stück Sri auf dem g menden in