6 Intelligenz-Blatt fuͤr die Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Provinz M21. Sonnabend den 12. März 18585. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die häufigen Waldbrände. Die im verfloſſenen Jahre ſtattgehabten zahlreichen Waldbrände ſcheinen großen Theils durch den unvorſichtigen Gebrauch von Streichfeuerzeugen entſtanden zu ſein. Sie werden daher, in Gemäßheit Entſchließung Gr. Miniſte— riums des Innern vom 15. v. M. ad No. D. 1822, be⸗ auftragt, die Angehörigen Ihrer Gemeinden zur beſonderen Vorſicht bei dem Gebrauch jener Feuerzeuge, namentlich auch in und bei Waldungen anzuweiſen. Gleichzeitig mache ich Sie noch auf die Verordnung vom 14. März 1843, die Streichfeuerzeuge betreffend, auf— merkſam, deren Befolg Sie ſtreng überwachen werden. Friedberg den 4. März 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. g Seſtet die an die Gr. Bürgermeiſter und Gendarmerie des Kreiſes. Betreffend: Diebſtahl zum Nachtheil des Bürgermeiſters Müller zu Berkersheim. Sie werden beauftragt auf den unten ſignaliſirten, den eines Diebſtahls dringend verdächtigen Johannes Seuf— fert(Seifert) von Pappenhauſen zu fahnden, ihn im Be— tretungsfalle zu verhaften und hier vorführen zu laſſen. Friedberg den 5. März 1853. l de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Sign ae men t: Alter: 32 Jahre.— Größe: 5“ 8“.— Haare: braun.— Augen: grau.— Naſe: ſpitz.— Mund: proportionirt.— Kinn: rund.— Statur: unterſetzt.— Beſondere Kennzeichen: keine. Regierungsblatt⸗-Auszüge. Nr. 5 enthält: 1) Bekanntmachung Gr. Miniſteriums des Hauſes und des Aeußern vom 3. Februar wornach der zwiſchen dem Großherzogthum Heſſen und der Republick Frankreich zum Schutze des literariſchen Eigenthums am 18. Sept. 1852 zu Frankfurt a. M. abgeſchloſſene Vertrag(Reg.-Bl. Nr. 56 von 1852) mit dem erſten Marz 1853 im Umfange des Großherzogthums in Wirkſamkeit tritt. — 2) Bekanntmachung Gr. Miniſteriums des Hauſes und des Aeußern vom 5. Febr., daß die Großherzoglich Mecklenburg-Schwerin'ſche Regierung dem zwiſchen mehreren deutſchen Regierungen wegen gegen⸗ ſeitiger Verpflichtung zur Uebernahme der Auszuweiſenden am 15. Juli 1851 zu Gotha abgeſchloſſenen, im Gr. Regierungsblatt Nr. 2 9 J. publicirten Vertrage vom 1. März d. J. an beigetreten 18 3) Ueberſicht der in dem Jahre 1852 durch die Großh. Gendarmerie . 2— r—— geſchehenen Arreſtationen und Denunnciationen: 4. Arreſtationen. 15 inländiſche, 3 ausländiſche Deſerteure, 1 inländiſcher Refractär, 3 Mörder, 4 Brandſtifter, 3 Straßenräuber, 2 Falſchmünzer, 1 des Raubmords, 4 des Mords, 15 der Brandſtiftung, 6 des Straßen- raubs, 4 der Falſchmünzerei, 82 des Diebſtahls, 2 der Wilddieberei, 11 des Meineids Beſchuldigte, 38 Betrüger, 11 Paßverfälſcher, 5 wegen Majeſtätsbeleidigung, ferner wegen Diebſtahls 419, Meineids 7, Mitwiſſens an einem Raubmord 1, Tödtung 5, Beihülfe an einer Tödtung 1, Fälſchung 47, Mißhandlung 33, Ungehorſams 433, Wider— ſetzlichkeit 60, Exceſſen 74, Straßen- und ſonſtiger Polizeivergehen 59, Mangels an Patenten 19, Mangels an Transportſcheinen und ſonſtige Defraudanten 91, verbotswidrigen Handels 4, Mangels an Ligitimation 621, Mangels an Subſiſtenzmitteln 111, verbotener Wanderſchaft ins Ausland 34, Verwundung 43, Nothzucht 6, uner⸗ laubten Aufenthalts 164, Bettelns 1155, Beleidigung 13, Entweichens aus Arreſt 7, nächtlichen Einſteigens 3, Geiſtesſchwäche 6, Strafver— büßung 753, unſittlichen Zuſammenlebens 74, unſchicklichen Betragens und Trunkenheit 17, Quackſalberei 6, Abſatzes verbotener Lotterielooſe 2, Pfandveräußerung 15, Umgehung der Stempelabgaben zur Betrei— bung eines Gewerbes 10, Entfernung ohne Urlaub aus der Heimath 17, zweckloſen Umherziehens 1432, ſonſtiger Vergehen auf Requiſition der Behörden 901, unzahlungsfähige Forſtfrevler 619, Jagdfrevler 4, Forſtfrevler 265, Feldfrevler 111, Vagabunden 149, wegen Ver⸗ breitung falſchen Geldes 3. Summe 8013 Perſonen. B. Denun⸗ ciationen: wegen Umgehung der Trankſteuer und Zampfgebühren 34, Salzregie 5, Chauſſeegeldes 887, Jagdwaffenpäſſeabgaben 48, Stem— pelabgaben zur Betreibung eines Gewerbes 731, Stempelabgaben von öffentlichen Darſtellungen und Beluſtigungen 78, Abgaben von Hunden 330, des ſtädtiſchen Oetrois 6, Jagdfrevler 46, Forſtfrevler 87, Feldfrevler 27, wegen Jagdpolizeivergehen 45, Forſtpolizeiver— gehen 7, Feldpolizeivergehen 33, Straßenpolizeivergehen 1416, Feuer- polizeivergehen 1746, Sittenpolizeivergehen 181, ſonſtiger Polizeiver— gehen 7321, verbotswidrigen Handels 122, Mangels an Transport- ſcheinen 19, Verwundung 2, Exceſſe 16, Entwendung 11, Beleidigung gegen Behörden 1, verbotener Wanderſchaft ins Ausland 49, uner- laubten Aufenthalts 12, unerlaubten Beherbergens 430, verſäumter und vernachläſſigter Nachtwache 256, Verbreitung verbotener Lotterie— looſe 14, Beeinträchtigung der Briefpoſt 13, Quackſalberei 9, Mit⸗ nahme von Perſonen auf dem Briefkarren 9, Führung falſchen Maßes und Gewichts 399, Verweigerung des Viſa's im Patrouillenbuch 1, Verbreitung falſchen Geldes 4, Summe 14,395.— 4) Bekannt⸗ machung Gr. Oberpoſtinſpektion vom 31. Jan. wonach unter Bezug⸗ nahme auf die Bekanntmachung vom 28. Okt. v. J, Reg.-Bl. Nr. 53, weiter beſtimmt, daß auch den Poſthaltereien zu Großgerau, Offenbach und Dieburg die vorkommenden Poſthaltereidienſtleiſtungen über Langen hinaus zugetheilt worden ſind.— 5) Ueberſicht der für 1853 genehmigten Umlagen zur Beſtreitung von Communalbedürf⸗ niſſen in den Gemeinden des Kreiſes Lauterbach.— 6) Ausſchlag zur Bezahlung der Forſtwarten-Beſoldung im Forſte Reinheim.— 7) Diüurch Urtheil des Gr. Bezirksgerichts Alzey vom 3. Februar 1853 iſt Anton Oſtermaier, Schreiner von(Ober) Niederfloͤrsheim, für abweſend erklärt worden.— 8) S. K. H. der Großherzog haben unter dem 30. Jan. dem Gr. Miniſterreſidenten bei der freien Stadt Frankfurt, Freiherrn v. Leonhardi, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von S. M. dem Könige von Hannover ver⸗ liehenen Guelphen-Ordens 3. Claſſe zu ertheilen geruht.— 9) S. K. H. der Großherzog haben Sich bewogen gefunden, am 2. Februar 1853 dem Wilhelm Hundt zu Darmſtadt den Titel eines „Großherzoglichen Hofcommiſſärs“ zu entziehen. 82 Ee Der verlorengegangene Prief. Ein Lebensbild in Novellenform von C. Baldamus. (Fortſetzung.) Kommen wir nun aber endlich wieder auf Guſtav Wartmann zurück, auf deſſen Ehre und Treue wir allzu⸗ lang einen Makel haben ſitzen laſſen. Er war in der That nicht der herzloſe, leichtſinnige Menſch, für welchen ihn manche unſerer ſchönen Leſerinnen vielleicht zu halten verſucht war. Stolz, und nicht Falſchheit oder Leichtſinn, war der Makel an ſeinem ſonſt ſchönen und trefflichen Charakter. Es war bei ihm ein wahrer Peſtfleck, der ſein ganzes moraliſches Ich entſtellte, und häufig die Wirkung ſeiner beſten Eigenſchaften neutraliſirte.— Guſtav war über Emiliens Geſchenk und ihren Brief eben ſo ſehr ent⸗ zückt geweſen, als ſie je zu hoffen gewagt hatte; er hatte daher auch keinen Augenblick verſäumt, ihr mit einem langen Briefe voll der glühenden Liebe und Dankbarkeit zu antworten, von denen ſein Herz überſtrömte. Er hatte darin auch mehrere dringende Angelegenheiten von gemein— ſamem Intereſſe und dringender Art erörtert, deren Ent⸗ ſcheidung er jedoch nicht ohne die Mitwirkung ſeiner „ſüßen theuren Emilie“ übernehmen wollte. Er hatte ſie daher gebeten, ihm ſogleich zu antworten, ihm mit um⸗ gehender Poſt zu ſchreiben, wenn ſie ihn liebe.“ Allein ſein Brief war ihr niemals zugekommen— er war ver⸗ loren gegangen,— zwar allerdings ein ſeltenes Ereigniß, doch kein unmoͤgliches, wie jeder von uns aus ſeiner eigenen Erfahrung weiß. Und nun wühlte in Guſtav Wartmann derſelbe wilde Schmerz, derſelbe bange Zweifel, unter welchen Emilie litt,— jedoch nur noch in weit höherem Grade, denn es war bei ihm nicht allein dieſelbe getäuſchte Neigung, daſſelbe Herzweh, dieſelbe bange Er⸗ wartung, ſondern es war noch all das ſtärkere Leiden, der bittrere Schmerz eines weit leidenſchaftlicheren und minder beherrſchten Gemüths, und vor Allem, jener ſtete, fürchterliche Kampf zwiſchen Stolz und Liebe,— derſelbe Kampf, der, wie die Sage will, einſt ſogar im Himmel getobt haben ſoll. Zuweilen hielt er Emilien fur krank, allein das ſchien kaum wahrſcheinlich, weil ſie im Allgemeinen geſund und noch um die Zeit, da ſie ihren letzten Brief geſchrie— ben, vollkommen wohl und anſcheinend in beſter Laune war. Sollte er noch einen Brief an ſie ſchreiben? Sein Stolz verneinte es entſchieden; war ſie ihm ja doch einen Brief ſchuldig, und würde ihn ohne Zweifel beantworten, ſobald die Umſtände es erlaubten! Zudem wollte er ihren hochmüthigen adelsſtolzen Vater fühlen laſſen, daß der bürgerliche Kaufmann Guſtav Wartmann zu viel männ— liches Selbſtgefühl im Buſen trage, als daß er ſich auch vor dem ſtolzeſten Blute in ganz Deutſchland beugte. Und Emilie war ja ſeine verlobte Braut, faſt ſo viel als ſeine Frau; wenn er ihr daher nicht mehr war als Vater und Mutter, ſo war ſie der Liebe unwürdig, die er zu ihr hegte. War ſie ihm dagegen treu, ſo war er erbötig, ihr ſein ganzes Leben zu weihen, ja für ſie zu ſterben. Wie nun Tag um Tag, Woche um Woche verging, ſteigerte ſich ſein Unmuth, ſeine fieberiſche Schwäche. Manchmal war es ihm, als könnte er dieſe Qual nicht länger er— tragen und das Leben ſelbſt ſeie ihm eine unerträgliche Laſt. Hier kam dann ſein Stolz ſeinem beſſeren Prinzip zu Hülfe; ſeine Wange erglühte bei dem Gedanken, daß man ihn für den verſchmähten Anbeter halten würde, und ſein Blut kochte ſchon bei der bloßen Idee an des Oberſten Holz verächtliches Mitleid mit dem Plebejer, welcher ſeine Wünſche auf eine Verbindung mit ſeiner ſchönen hochge— bornen Tochter zu erheben gewagt. Er wolle der Welt zeigen, daß er kein liebesſiecher, verzweifelnder Schwäch⸗ ling ſei, und es ſollte der Eitelkeit des Fräuleins v. Holz niemals der Anblick der Wunden ſchmeicheln, welche ihre Falſchheit geſchlagen. Er war überzeugt, daß er bald die ſchöne Kokette vergeſſen würde, welche ſeine heiligſten Gefühle auf ſolche Weiſe mit Füßen getreten.“ Auf dieſe Weiſe ſuchte er ſich zu überreden, aber ſein Herz war nicht zu bethören. Nein, er konnte ſie nicht vergeſſen, wie oft er es auch verſuchte; je mehr ſein Gemüth die alte Macht der Liebe anerkannte, je öfter auch der ſchwer gekränkte Stolz ſich in grimmiger Anklage gegen ſie er⸗ hob, deſto weniger konnte er ſie ſchuldig finden, und da⸗ rum wüthete er gegen ſich ſelbſt und ſeine eigene Schwäche. In ſolchen Augenblicken war ihm, als ſtehe er am Rande des Wahnſinns; aber er hatte auch ruhigere Stunden, wo ſeine beſſere Natur triumphirte und der harte Stolz auf eine Weile der ſchmerzlich ſüßen Leidenſchaft die Ober— gewalt ließ. Mitten in den ſchrecklichen Orkanen, welche in Weſt— indien und den Tropenländern über ſo unabſehbare Strecken hin Zerſtörung, Schrecken und Verheerung tragen, bemerkt der Menſch ſtets eine Pauſe, oft von beträchtlicher Dauer, die, wie die Gelehrten uns beweiſen, herrühren ſoll von dem ruhigeren Luftraum oder der Windſtille in dem Wir⸗ bel der Atmoſphäre, aus welchem ſie entſtehen. Solch eine Windſtille machte ſich zuweilen auch in Guſtav's Ge⸗ müthe geltend, über welches der Sturm der Leidenſchaften neuerdings in Länge und Breite hingefegt hatte. In einer Nacht, in einer jener heimlichen Entzückungen, welche der ſtolze Mann um keinen Preis einem menſchlichen Auge hätte zeigen mögen, warf er ſich auf ſein Bett(denn er ging neuerdings ſelten mehr zu Bette, weil ihm die innere Unruhe den Schlaf raubte), und zwar in einem Zuſtande, der beinahe an körperliche und geiſtige Erſchöpfung gränzte. Allmählig ſenkte ſich eine traumähnliche friedliche Ruhe in ſein Gemüth; die Gegenwart verſchwand, und die Vergangenheit trat ſo zu ſagen wieder in lebendige Wirk⸗— lichkeit. Er gedachte an Emilie, wie er ſie zuerſt geſehen — ein Bild der Anmuth und Engelsſanftmuth. Er rief ſie ſich in's Gedächtniß, wie er ſie damals zum Letzten— mal geſehen an jenem ſtillen klaren Sommermorgen, und wie erquickender Thau in ſein ödes vertrocknetes Herz fiel die Erinnerung an ihren Blick voll Liebe, an ihre zärtlichen Worte. Sollten dieſe ihn getäuſcht haben? Gewiß nicht! Seine ganze Natur ſchien plötzlich davon weicher gemacht; ihm war, als ſehe er ſie vor ſich mit ihren engelſanften Zügen und den weißen fließenden Ge— wändern; ihm war, als blicke er wieder in dieſe ſanften klaren Augen und leſe darin wieder, wie er ehemals ge— than, unausſprechliche Liebe, unwandelbare Wahrheit. Sein Herz bebte vor zärtlicher Sehnſucht, vor inniger Liebe und Verehrung, und er breitete die Arme aus, als wollte er dieſes weißgekleidete Ideal von Treue und An— muth umarmen: allein ſie war nicht da, es war nur ihr Geiſt, der gekommen war um ſeine wilde zürnende Leiden— ſchaft zu ſänftigen mit der Ruhe des Vertrauens und der Liebe. In dem ſüßen Wahn, in der abergläubiſchen Ueberzeugung hievon ſprang er von ſeinem Lager auf, ergriff die Feder und ſchrieb ihr einen leidenſchaftlichen unzuſammenhängenden Brief, worin er ihr geſtand, ſie habe ihn faſt über ſeine Kraft verſucht, aber er liebe ſie noch und vertraue ihr, und wolle ihr gern all den Schmerz vergeben, den ſie ihm bereitet habe, wenn ſie ihm unver— weilt antworte. Als er dieſen Brief beendigt, warf er ſich wieder auf das Bett, ſchlummerte nach einer Weile ein und ſchlief geſünder, als er ſchon ſeit langer Zeit ge— than. Beim Erwachen am andern Morgen überlas er Hol; 0) Dien 15 9 Ur, walde folgende ſeigert: 1. D 50 Klafter 25¼„ 5 Ul. Difrik 41 Bauftan Stämm 23 Klaft . % III. Ei 159 Klaft „„ Oer Anfan wird bemerkt, genberger Ch die Wetterau. hecken ſitzt au Pfaffen Fru (371) D um 2 Uhr, dem Frucht 60 Malter malterweiſe Friedber Dr. 375) 9 andere 9. n — (3200 ei ark gebaut 376) laufen. 8 * Och wach 1 3 de Id, 5 rz wa, geſſen le der er 1 N Aande . den Skolz — 0 Sder⸗ n Dlreg ten demerkt N 4 1 —— 5——— 83 E- den Brief noch einmal und konnte dabei einige Zweifel bezüglich des Erfolges nicht niederkämpfen; allein dieſe beſeitigte bald die Erinnerung an Emilien, wie ſie ihm in der Viſion der vergangenen Nacht erſchienen war. Da aber die Poſt erſt am Abend abging, ſteckte er den Brief zu ſich, um ihn bis dahin noch bei ſich zu tragen. Ver— dieſe den Grund ſolcher Anfragen ahnen oder errathen zu hängnißvoller Verzug; er entſchied für immer ſein Ge— laſſen, fragte im Verlauf des Geſprächs ſeinen Geſchäfts— ſchick und das der armen Emilie! Ein unſeliger Zufall freund: ob er vielleicht den penſionirten Oberſten v. wollte nämlich, daß am Nachmittage ein Geſchäftsfreund Holz kenne, welcher in ſeinem Wohnorte lebe. Der des Hauſes aus jener Provinzialhauptſtadt, wo Emiliens Bankier bejahte. Eltern lebten, auf dem Comptoir Guſtav's vorſprach und dieſen veranlaßte, ihn in ein Kaffeehaus zu begleiten. Guſtav, welcher ſeither aus einer gewiſſen Scheu niemals eine briefliche Erkundigung bei Fremden über Emilien ein— zuziehen gewagt hatte, weil ſein Selbſtgefühl ihm verbot, (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be— Gül VNeiſtei gerung. 1 orden(332) Auf freiwilligen Antrag des Freiherrl, v. Gemmingen'ſchen Rentamtmanns Dauernheim hörden. zu Fränkiſch⸗Crumbach und ſeiner Ehefrau Wilhelmine, geborne Haas, werden die denſelben in . dune hieſiger Gemarkung zuſtehenden und unten näher verzeichneten Immobilien Montag den 14. März l. J., Vormittags 9 Uhr, Bekanntmachung. auf dem Rathhauſe dahier öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert, als: 387) Dienſtag den 15. d. M., Vormittags Flächeninhalt 1 Uhr, ſoll in dem Büreau des Batall⸗ Pag. Nr. Vrtl. Ruth. 5 ü lonsverwaltungsraths dahier das alte Stroh 162 5ʃ1 1 38½ Acker in der dunklen Gewann, an Wilhelm Ort; mit Waizen. aus den Betten der ledigen Mannſchaft an die 29 23 3 2„ obig dem Dienheimer Pfad, an Martin Schmidt; mit Korn. Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Dieß 31 265 2 24%„ obig dem Dienheimer Pfad von 5 Viertel 8 ¼ Ruthen die Hälfte den Intereſſenten zur Nachricht. an Gerhard Thomas; mit Korn. Friedberg den 2. März 1853. 158 32 2 4¼„ in der dunklen Gewann, iſt getrennt mit 158/33 2 Viertl. 5½ Ruth. In Auftrag: 4 nach dem Eperträgerweg an Hartmann Schütz; mit Waizen. Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. 182 7 1 35¾%„ zwiſchen den Hohlen, an Philipp Thomas; mit Korn. 155 19 5 7„ in der dunklen Gewann an Heinrich Sang II.; mit Waizen. Holzwerſteiger ung. 269 43 2 36½%,„ im Bachboengrund, an Philipp Laubus. Dienſtag den 15. Mär rgens 260 27 2 ½„ im krummen Gewänn, an Heinrich Philippis Wittwe. 8 e 8 1 1 0 340 4 1 34„ auf der Steinkaule, an Bernhard Thomas. 1 walde folgende Holzgattungen meiſtbietend ver⸗ 369 24 1 36¼%„ unter der Judenhohl und Eſelspfad, an Anton Philippi; mit Klee. ſteigert: 432 25 1 1%„ unter dem Städterweg, an Poſtmeiſter Helmolt. 1. 513 18 2 4¼„ am Hirſchenrain, an Leonhard Thomas. 1. Diſtrikt Jungenholz: i„ obig dem Höllwaſum, an Gerhard Zeun. 50 Klafter Buchenholz, 641 11 3 18„ am Brückweg, an Maria Katharina Billaſch und Wilhelm Ort. 25%„ Buchen ⸗Stockholz. 572 8 1333„ vor der Mark, an e 775 E. N Le e 15„ am Hirſchenrain, an Thomas Horn. 1 1 t wier, 5 5 606 8 1„ am Schrannen, an Heinrich Philippis Wittwe. eee er 291„8 4 35„ rechts der Görbelheimer Hohl, an Wilhelm Holler. r 1775 8 Se ſind, 675 138— 21„im Mühlfeld, an Daniel Kammer. 23½% Klafter en, Die Bedingungen werden bei der Verſteigerung bekannt gemacht. 175 1 Birkenholz, N Fauerbach II. den 1. März 1853. 1 5 23½„ Eichen⸗Stockholz, Der Großh. Bürgermeiſter III. Eichenhecken erſter Theil: Holler. 1½ Klafter Birkenholz, Garten ⸗Verſteigerung. von 200 fl. nebſt 5 pCt. Zinſen vom 1. Ja- 57„ Birken⸗Stockholz,(872) Dienſtag den 26. April d. J., Vor⸗ nuar 1851 an Klage dahier erhoben. Da der Der Anfang iſt im Diſtrikt Jungenholz und mittags 11 Uhr, wird das nachbeſchriebene dermalige Aufenthaltsort der abweſenden Be⸗ wird bemerkt, daß das Holz leicht auf die Zie⸗ Grundſtück des Karl Schleuning, nämlich: klagten unbekannt iſt⸗ ſo werden dieſelben auf⸗ genberger Chauſſee gefahren werden kann für Gemarkung Burg Friedberg: gefordert auf dieſe Klage ſich binnen 3 Mo⸗ die Wetterau. Das Holz im Diſtrikt Eichen- Pag. 735 Nr. 9 177, Klftr.— 91 Ruth. die naten von heute an gerechnet, bei Vermeidung hecken ſitzt auf der Seite nach der Wetterau zu. 2. Gewann im Ried, theilt mit der Annahme des Eingeſtändniſſes und Aus⸗ Pfaffenwiesbach den 4. März 1853. Matthäus Schneider, ſchluſſes mit allen Einreden zu erklären. Alle Der Bürgermeiſter in hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend ver— weiteren Verfügungen werden durch Anheften Ru p p. ſteigert. im Gerichtslocal bekannt gemacht werden. 5 Friedberg den 10. März 1853. Butzbach den 5. März 1853.. Fruchtverſteigerung. In Auftrag e Landgericht 7 Dienſtag den 22. März, Nachmittags Gr. Heſſ. Landgerichts bel. Harbordt. 8 1— in hieſigem Nalbdauſe 97 Der Großgerzogl. Bürgermeiſter 2 Bekan n t mach un g. dem Fruchtoorrath des vereinigten Armenfonds. i Bender.(874 Die auf Dienſtag den 15. März 1. 3. 60 Malter Korn und 20 Malter Gerſte, zwei⸗ Oeffentliche Auffor derung. anberaumte Verſteigerung von zwei Parzellen malterweiſe meiſtbietend verſteigert.(373) Das Mathildenſtift zu Friedberg hat in bieſiger Gemarkung, 9 2 zurückgenommen. Friedberg den 10. März 1853. gegen Jonas Strauß und deſſen Ehefrau Hann. Friedberg den 10. März 1888. f Der Großherzogl. Bürgermeiſter chen, geb. Süßkind, von Langenhain auf Rück⸗ Der Eroßgerzogl. Bürgermeiſter Bender. zahlung eines denſelben dargeliehenen Kapitals Ben de. Privat⸗ Bekanntmachungen, 5 5 7 2 2 2 7 9 Dr. Borchardt's arom.⸗medieiniſehe Kräuter⸗Seife, (376) als ein bewährtes Mittel gegen die ſo läſtigen Sommerſproſſen, Finnen, Puſteln, Schuppen, Leberflecken und andere Hautunreinheiten rühmlichſt anerkannt, iſt in hieſiger Stadt nur allein bei mir echt zu haben. Friedberg. P. F. Schmittner. Zu verkaufen Einen Webſtuhl Neige. 8 in vierjähri 6 it Zugehör hat zu verkaufen N 1 s (32) ein vierjäbriges Pferd, ſehr ſchön und(3717) mit Zugehör ha N e den eee ſtark gebaut. Näheres bei der Exped. d. Blts. Ockſtadt. Peter Damm's Wtw. Ben a n, Lene Zu verkaufen. 7100 Gulden Expedient kann 80 5 für ein 75 5— i iſt i„Arbeit finden. Die Expedition dieſes Blattes z) Ein guter Haufen Miſt iſt zu ver⸗(3718) ſind gegen doppelte Verſicherung aus — 4 Wo? 1 die Expedition d. Blattes. zuleihen. Wo? ſagt die Exped. d. Blattes. ſagt wo. 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(885) Durch eine beſonders ſehr reelle Saa⸗ menhandlung bin ich für dieſes Jahr in den Stand geſetzt, alle Sorten Feld- und Garten- Saamen nur ächt und gut abzugeben. Friedberg den 9. März 1853. Wilhelm Schmidt, neben dem Landgericht. Aen ze age (386) Ich erlaube mir in gütige Erinne⸗ rung zu bringen: 1) Meine Näh- und Strickſchule, 2) das Reinigen von Flecken in allen Stoffen und Zeugen, ſowie auch 3) das Waſchen der Glagehandſchuhe von allen Farben und zwar ſo, daß ſie in Farbe und Glanz den neuen nur wenig nachſtehen. Friedberg den 9. März 1853. Wittwe Stoll, bei Herrn Gaſtwirth Wasmuth. Theater⸗Nachricht. (387) Sonntag den 13. März 1853: Stadt und Land, oder: Der Viehhändler aus Ober⸗Oeſtreich, Poſſe mit Geſang in 4 Ac⸗ ten, von Fr. Kaiſer, Muſik von A. Müller.— Dienſtag den 15. März 1853: Börſenglück, oder 100,000 Thaler, Poſſe mit Geſang in 3 Abtheilungen, von D. Kaliſch. Herr Schauſpiel⸗Director Eduard Geyſer von Bockenheim, den Sebaſtian Hochfeld und Zwik⸗ kauer, als Gaſt. Wilhelm Kern. Anzeigen für die Freitags er- ſcheinende Nummer wolle man ſpäte— ſtens bis zum Mittwoch Abend und ſolche für die Dienſtags-Nummer läng⸗ ſtens bis den Sonntag bei der Expe⸗ dition abgeben. Kirchliche Anzeigen. Sonntag Judica den 13. Marz. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Wahl. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat K. Köhler. Frankfurter Cours vom 9. März. 1853. Miele!) fl. 9 43-44 Friedrichsdorr„ 9 56-57 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 52½-—3½ Rand⸗Ducaten. 4„ 5 37½-38½ 20 Frankſtücke„9 28¼29¼ Engliſche Souverains. 11 53 Preußiſche Thaler„ 145 ¼¼ 5 Frankenthale Preußiſche Caſſenſcheine.„ 145¼%/— 9 Fruchtpreiſe. 9. Mrz. 4. Mrz. 24. Febr. Gattung. Fried⸗ berg fl. fre fl. k Waizen pr. Malter] 10 301029—— i 75 81301 8 201 8.— Gerſte„ 15 6— 5131 6 10 Hafer 55 31 5 3140 320 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 12. bis zum 18. März. — g Fried⸗ Butz⸗ Brod ⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 941—4 94* 27* 61— 5 3 44„ 7. Ln Lth. Lth. — Milchbrod* 104% 1 5 — Waſſerweck 145 — Gemiſchte(Tafel-) Brod 145 1/5¼ leiſch-Preiſe. e es 1 v 1 Ochſenfleiſch 121— 12— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 9 „ Rindfleiſch, gemäſtetes 71 2181— „ Kalbfleiſch 6—1 6— 5„„ gemäſtetes——(—— „ Schweinenfleiſch 13— 13— „Hammellleiſch 1 9— 9— „ Schaaflleiſch 6——— „ Wurſt v. blos Schweinen 14— 14— „ Bratwurſt 171(— „ Schwartenmagen 164— 16— „Geräucherter Speck 23— 24— „Schinken 17 17 „ Dörrfleiſch 18— 18— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 211— 22— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 118— 5„Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Nr. 6 6 10. Febr. die die wesentliche waltungsbeztt wird in Bez waltungsde Mitgliedern Gemeindevo nießlichen G Das Ant el daſſelbe kein Art 1. J. der auf 9 J ſtimmten Ab Ablheilungen gewählt wer mal aus bret. ganzungswwe Bezirksrath dert ware. werden, de nur für der liche Mſigl Beſchluß de nen 3 Mon rath nach je Die gjähr mit dem da Mitgliede d das 30. Le Bezirksrath fähigkeit un Geſetz vom und die V des Ortsbi men von d ſtellten Rec Beſtimmun, völlmachtig in Wahldiſt kerung in? zu wählen. Einladung meſſern, 3 naunten S Wenn die G Mitglider Ueberſchuß Geſammtz 1 Die wege beſonderen 2 bon de den übrig Wahl wir mung find gezogen enſſcheidet