Intelligenz-Blatt A5 5. fur die . Provinz Oberheſſen 5 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 2 g Sonnabend den 12. Februar 1853. a Aus den Annalen der geheimen Sicherheitspolizei zeigen. Ich dankte dem Briefträger und blieb weiter auf * in London. 5 Wache. Nach Mittag kommt das Mädchen aus dem 9 0 8 a Hauſe, und, wie ich ihr folge, ſehe ich ſie bei einem Pa⸗ Nach Dickens's Household Words. pierhändler eintreten. Durch das Ladenfenſter kann ich M 13. 11 erkennen, wie ſie einige Bogen Poſtpapier, eine Feder Thally⸗ho-Thompſon war ein berüchtigter Pferde⸗ dieb, ein Beutelſchneider erſten Ranges und ein handfeſter Geſelle, der ſich vor Gott und Teufel nicht fürchtete. Einmal hatte er bei hellem, lichtem Tage in Hertfordſhire ein Pferd geſtohlen. Die Geſchichte machte wegen der Kühnheit des Diebſtahls und der weit berühmten Schön⸗ heit des Pferdes viel Aufſehen. Ich wurde beauftragt, dem Thompſon nachzuſetzen. Aber, wie ihm auf die Fährte kommen? Ich wüßte, daß ſeine Frau mit einer kleinen Tochter in Chelſea wohute. Da auch kein Zweifel war, daß der Spitzbube London verlaſſen hatte, ſo mußte er irgend einmal an ſeine Familie ſchreiben. Die nächſte Aufgabe ſchien mir demnach, dieſer Korreſpondenz nach— zuſpüren. Ich laure alſo zur Zeit der Briefabgabe um das Haus herum, und richtig ſehe ich eines ſchönen Mor⸗ gens den Briefträger an die Thür pochen und ein kleines Mädchen herauskommen, welches das Schreiben in Em— pfang nimmt. Hier muß ich einſchalten, daß wir der Briefträger nie recht ſicher ſind, obwohl die Poſtverwal— tung im Ganzen uns eine höfliche Bereitwilligkeit beweist. Ein Briefträger kann uns nützen und in die Irre führen, je nach Gefallen. Ich laufe nun dem oben erwähnten nach und ſage ohne viele Umſtände„Guten Morgen“ zu ihm und„Wie gehts?“—„Wie's mir geht?“ fragt der Mann mit verwundertem Geſicht.„Nun freilich,“ ſage ich,„Ihr habt da eben einen Brief an Madame Thomp— ſon gebracht?“—„Ja.“—„Was war's doch für ein Poſtſtempel, beſinnt Ihr Euch noch 2,—„Wahrhaftig, nein.—„Nun, ich will offen ſein und Euch die Sache Ich treibe einen kleinen Handel; Thompſon iſt mir Geld ſchuldig, und ich bin nicht ſo reich, daß ich die Summe verlieren kann. Ich weiß, daß et auf Reiſen und bei Gelde iſt, und muß herauskriegen, wo er ſich aufhält, verſteht Ihr?“—„Vollkommen,“ antwortet der Briefträger,„aber ich verſichere Euch, daß ich den Poſtſtempel des Briefes nicht mehr weiß. Alles, was ich ſagen kann, iſt, daß etwas Geld im Briefe war, ein Goldſtück, wenn ich mich recht beſinne.“ Dieſe Auskunft genügte mir für den Augenblick. Thompſon hatte ſeiner Frau einen Sovereign geſchickt, und die Frau mußte ihm den Empfang des Geldes an⸗ aus einander ſetzen. und Briefcouverts kauft. Das geht vortrefflich, denke ich und kehre zurück auf meinen Poſten. Eine Stunde drauf erſcheint das Kind mit einem Briefe. Ich trete zu ihr und fange ein Geſpräch mit ihr an. Leider aber konnte ich von der verdammten Adreſſe keinen Buchſtaben leſen und bekam nur die Seite mit dem Siegel zu Ge⸗ ſichte. Ich merkte mir jedoch, daß und wo neben dem Siegel ein Tropfen Lack aufgefallen war. Das Mädchen gibt den Brief ab, ich warte, bis ſie ſich entfernt hat, und trete nun ins Poſtbüreau.„Mein Herr,“ ſage ich zu dem Direktor,„ich bin Beamter der Entdeckungspolizei. Es iſt ſoeben ein Brief mit einem Lacktropfen neben dem Siegel in den Kaſten geworfen worden. Derſelbe muß an einen Menſchen gerichtet ſein, den ich verfolge; ich bitte Sie daher, mich die Adreſſe ſehen zu laſſeu.“— „Nichts leichter, als dieß,“ erwidert mir der Poſtdirektor mit Höflichkeit und leert ſogleich den Kaſten auf den Tiſch aus. Ich erkenne alsbald den Brief wieder und leſe die Aufſchrift: An Herrn Thomas Pigeon, poste restante in K... Noch am ſelbigen Abend fahre ich nach B..., hundertzwanzig(engl.) Meilen von London. Nach meiner Ankunft gehe ich wieder auf das Poſtbüreau, nenne mich und erkläre, daß ich die Abſicht habe, die Perſon anzu— halten, die nach Briefen für Herrn Pigeon fragen würde. Man bittet mich, im Bureau zu bleiben; zwei, drei Tage; ſchon fange ich an, am Gelingen zu verzweifeln, endlich ruft man mich:„Geſchwind, hier iſt Jemand nach den Briefen.—„Haltet ihn einen Augenblick auf,“ ſage ich und eile aus der Thür. Ich ſehe am Poſtfenſter einen Burſchen von fünfzehn bis ſechszehn Jahren, einen Stall⸗ knecht, wie mir ſcheint, denn er hielt ein Pferd am Zaum, während er auf den Brief wartete Ich ſtreichle das Pferd.„Das iſt Herrn Jones' Rappen,“ ſage ich. „Nein, der iſt's nicht,“ meint der Burſche.—„Aber das Thier ſieht doch auf's Haar ſo aus, wie das von Mr. Jones.“—„Mag ſein; aber es gehört Herrn A.. im Gaſthof zum Warwick-Wappen,“ und mit dieſen Wor— ten reitet er davon. Ich ſehe einen Wagen, halte ihn an, ſteige ein und fahre ſo gut hinter dem Boten her, daß ich in derſelben Sekunde durch das eine Thor in den Gaſthof fahre, wie der Stallknecht durch das andere hineinreitet. Ich trete in das Gaſtzimmer und rufe die Kellnerin. In dieſem Augenblicke kömmt auch der Burſche herein und übergibt dem Mädchen einen Brief. Sie wirft einen fluͤchtigen Blick auf die Adreſſe und ſteckt den Brief ohne ein Wort zu ſagen, hinter den Spiegel über dem Kamin. Was war nun zu thun? Ich grübelte, ſchielte nach der Stelle, wo der intereſſante Brief ſtack, ich ſchlürfte Schluck für Schluck mein Glas Grog— aber meine Er— findungsgabe blieb unfruchtbar. Jetzt verlange ich ein Zimmer; doch es war Markttag und Alles beſetzt. Ich mußte mich demnach anderswo einquartieren. Nichts— deſtoweniger machte ich im„Warwick-Wappen“ häufige und lange Beſuche. Der Brief hatte noch immer ſeinen alten Platz. Endlich hatte ich das unthätige Warten überdrüſſig und ſchrieb ſelbſt an Herrn Pigeon; nur daß ich, anſtatt Thomas P., John P. auf die Adreſſe ſetzte. Am anderen Morgen, es war ein entſetzliches Regen— wetter, lauerte ich auf den Briefträger und ſehe ihn end— lich, meinen Brief in der Hand, in's Hotel hineingehen. „Wohnt hier ein Herr John Pigeon?“ fragt er, als ich mit ihm in den Saal trat.—„Nein,“ antwortet die Kellnerin,„doch... warten Sie einen Augenblick.“ Sie lauft aber zum Spiegel und holt den Brief hervor.„Der iſt es nicht“— meint ſie—„er heißt Thomas; aber thun Sie mir den Gefallen, dieſen Brief hier mit auf die Poſt zu nehmen.“—„Sehr gern,“ erwidert der Briefträger und nimmt das Schreiben, nachdem es von der Kellnerin neu couvertirt worden war. Dießmal war mir's leicht, die Adreſſe meines Mannes zu erfahren. Die Aufſchrift lautete: Thomas Pigeon, poste restante in R... Northamptonſhire. Ich eile nach dem Orte und halte wiederum Wache auf dem Poſtamte. Am vierten Tage endlich kömmt ein Burſche zu Pferde und fragt nach Briefen für Thomas Pigeon. „Woher kömmſt Du?“ fragt man ihn zurück.—„Aus der neuen Herberge bei R...“ Der Brief wird ihm ein— gehändigt, und der Bote reitet in kurzem Galopp davon. Ich erfahre durch eingezogene Erkundigungen, daß die neue Herberge ein einzeln ſtehendes Haus, eine Meile von der Eiſenbahn iſt. Ich begebe mich dahin und finde in der erſten Stube Niemanden als die Wirthin. Ich knüpfe mit ihr ein Geſpräch an, frage wie die Geſchäfte gehen, ſpreche vom guten und ſchlechten Wetter, als ploͤtz— lich eine Seitenthür geöffnet wird in einer Art Küche drei Männer, am Heerde ſitzend und in einer Unterhaltung be— griffen, ſichtbar werden. Einer von den Dreien ſtimmt zu dem Signalement, das man mir von meinem Pferde— diebe, Herrn Tally-ho-Thompſon, gegeben hatte.— Ich trete ohne Umſtände ein, ſetze mich zu den Männern und verſuche den Angenehmen zu ſpielen. Indeſſen ſind ſie auf ihrer Hut und ſcheinen feſt entſchloſſen, im Schweigen zu verharren; nur dann und wann bedenken ſie mich mit einem argwöhniſchen Blicke. Ich ſehe ſie mir genau an, ſie ſcheinen mir um Vieles ſtärker als ich; dazu die ein— ſame Lage des Wirthshauſes, die Entfernung von der Eiſenbahn, das Herannahen der Nacht— kurz, die Sache mußte entſchieden werden, oder ich gerieth in keine kleine Gefahr. Wie ich ſo nachdenkend vor dem Feuer ſaß, ſtand 350 E- derjenige von den Dreien, den ich für den fraglichen Thompſon hielt, auf und ging hinaus. Ich hatte den Spitzbuben nie geſehen und, um ſeine Identität feſtzu⸗ ſtellen, mußte ich ihm folgen, ihn bei'm Kragen faſſen und ihn geradezu bei ſeinem vermeintlichen Namen nennen. Der Zufall wollte, daß er einmal mit einem Polizeibe— amten aus Northampton zu thun gehabt, der, wie ich, mit Pockennarben gezeichnet war. So kam es, daß Thompſon mich für jenen anſah. Ich fand ihn in Unter— haltung mit der Wirthin, klopfte ihm auf die Schulter und ſagte:„Geht, Tally⸗ho-Thompſon, macht keine Kin— dereien. Ich weiß, wer Ihr ſeid; ich bin Polizeibeamter aus London und nehme Euch in Haft wegen Diebſtahls, und nun, mein Lieber, macht Euch fertig, wir gehen mit— ſammen.“—„Hol' Euch der Teufel!“ war Thompſon's ganze Antwort. Als wir zu den Uebrigen zurückkehrten fand ich die— ſelben nicht zum Frenndlichſten gegen mich geſtimmt.„Laßt Thompſon in Ruhe,“ ſagte der Eine,„was habt Ihr vor mit ihm?“—„Was ich mit ihm vorhabe? Ich nehme ihn heute Abend mit nach London, ſo wahr als ich lebe. Und dann müßt Ihr wiſſen, liebe Lente, daß ich draußen Verſtärkung habe. Miſcht Euch alſo nicht in meine An- gelegenheit; es wäre das ſehr thöricht von Euch, denn ich kenne Euch in- und auswendig“ Nun hatte ich ſie zwar niemals geſehen; aber mein Großthun imponirte ihnen, und ſie ließen Thompſon ruhig ſein Bündel ſchnüren. — Noch aber war ich wenig geſichert. Wie, wenn die beiden Männer unter dem Schutze der Nacht über mich herfielen und mir meinen Pferdedieb entführten? Ich wandte mich demnach an die Wirthin.„Wie viel Männer habt Ihr im Hauſe?“ fragte ich.„Gar keine,“ erwiderte ſie in mürriſchem Tone.—»Wie, nicht einmal einen Stallbuben? Allons, Madame, keine Umſtände, ſchicken Sie mir den Hausknecht; ich habe keine Zeit zu verſäumen.“ Der Hausknecht, ein ſtaͤmmiger Burſche, tritt ein.„Gebt wohl Acht, mein Freund,“ ſage ich zu ihm,„ich bin von der Londoner geheimen Polizei; der Mann hier heißt Thompſon und iſt von mir wegen Diebſtahls verhaftet. Nun fordere ich Euch auf im Namen der Königin, mir Hülfe zu leiſten bei ſeinem Transport nach dem nächſten Bahnhof. Seht Euch vor, wenn Ihr mir nicht beiſteht; es könnte Euch ſchlimm bekommen.“ Nie vormals hatte ich ein ſo verblüfftes Geſicht geſehen als das des Stall— buben in jenem Augenblicke. Nach dieſer Seite hin ſicher, rief ich:„Nun auf, Thompſon, es wird ſpät,“ und bei dieſen Worten ziehe ich die Handſchellen aus der Taſche. —„Weg da mit dem Spielzeug,“ ſchreit er.„Nein, bei meiner Mutter Seele, Ihr werdet ſie mir nicht anlegen. Ich folge Euch ruhig, aber ohne Schellen.“—„Thomp— ſon,, ſage ich,„gebt ihr mir Euer Wort, Euch wie ein honnetter Burſche zu betragen, ſo laſſe ich Euch die Hände frei. Wie Ihr zu mir, ſo will ich zu Euch ſein. Bleibt's dabei?“—„Ja,, antwortete der Gefangene, leerte ein Abſchiedsglas mit ſeinen Gefährten, und am nächſten Morgen ſaß er unter Schloß und Riegel in Newgate. Er wurde zwar wegen mangelnden Beweiſes freigeſprochen; ich höre jedoch, daß er mich in den Himmel hebt und ein Muſter von Polizeibeamten nennt.(Schluß folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. MN Garten ⸗Verſteigerung. (98) Dienſtag den 8. März d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe ein zum Nachlaß der bier verſtorbenen Adolph Jungs Wittwe gehörendes Gründſtück: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 122 No. 5 25 Ruthen Garten in den Liebfrauengärten, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 19. Januar 1853. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Güte der ſte iger un g. (126) Dienſtag den 15. März, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nach⸗ ſtehende in hieſiger Gemarkung liegende zwei Grundſtücke meiſtbietend verſteigert, als: Pag. 447 Nr. 11 186 Ruthen= 363[◻Klftre im Großgalgenfeld beim Dachs⸗ pfad an Wilhelm Reuß Jun., gibt 37 kr. Tilgungsrente, dem hiefigen 100 ſchenden, Gemarlul Pag, 42 0,20 4 101 1 14 1 meifbiet ſfeullch melt Gzriedberg 1 De Hol! 80) Dorne Vormütags 9 U. herrlich v. Ruler nachſtehendes D tenden unter den denden Bebingul 23 Eichen: fuß en 65 Stecken . 1225 Stück E Die Zuſamm Ftiedderg d Main ⸗ (20) Mit 10 Uhr werden Hahnbofe dabie Vollendung von Gemarkung Bra öffentlich an die geben: Schreinerarbeit Schloſſerarbeit Weißbinderarb Plan, Vora konnen im Ge eingeſehen werd Friedberg 4 4 Guts⸗ (210) Nong müttags 0 Uh 1 eingel gufliner S Moe di derweiſel zußſed! undene Holze mals öffentlich öriedberg 9 4 Offinleg 1 0 fem die. Concept Pag. 666 Nr. 56 231 Ruthen— 454[◻Klftr. im Lachenfeld, die Steinritſch, an Wilbelm Reuß Jun,, gibt f 57 kr. Tilgungsrente. Friedberg den 26. Januar 1853. 5 In Auftrag: 8 Großb. Heſſ. Landgerichts Der Großherzogl. Burgermeiſter We nd ehr. Immobiliar-Verſteigerung. (2) Montag den 14. Februar 1853, Vormit⸗ tags 11 Uhr, werden in hieſigem Rathbauſe die dem hieſigen Bürger Franz Albrecht Goll zu— ſtehenden Immobilien, als: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 42 No. 247 Hofraithe, als Wohnhaus an Philipp Holler, 155,3 Klafter 79 Ruthen Garten am Gaßchen, an Friedrich Netz, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 29. Dezember 1852. . In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großherzogl. Burgermeiſter Ben der⸗ Holzverſteigerung. (180) Donnerſtag den 17. Februar l. J, Vormittags 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Frei⸗ herrlich v. Ritter'ſchen Walde bei Hof Haſſelheck nachſtehendes Holz öffentlich an den Meiſtbie⸗ tenden unter den vorher bekannt gemacht wer— denden Bedingungen verſteigert werden: 23 Eichen⸗Bauſtämme, circa 2063 Cubik- fuß enthaltend, 65 Stecken Eichen ⸗Scheitholz, 18„„ Prügelholz, 1225 Stück Eichen⸗Wellen. Die Zuſammenkunft iſt auf Hof Haſſeleck. Friedberg den 1. Februar 1853. In Auftrag: Faatz. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (204) Mittwoch den 16. d M. Vormittags 10 Uhr werden auf dem Sections. Büreau im Bahnhofe dahier nachgenannte Arbeiten zur Vollendung von drei Bahnwärterhäuſern in der Gemarkung Bruchenbrücken und Niederwoͤllſtadt, öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben: Schreinerarbeit veranſchlagt zu 225 fl.— kr. Schloſſerarbeit*„ 114% 33„ Weißbinderarbeit 1„240 36„ Plan, Voranſchlag und Akkordsbedingungen können im Geſchäftslokal des Unterzeichneten eingeſehen werden. Friedberg den 2. Februar 1853. Der Großh. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Guts ⸗Verſteigerung. (210) Montag den 21. Februar d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe zu Folge eingelegten Nachgebots das dem Au— guſtiner Schulfond dahier in den Gemarkungen Rockenberg, Oppershofen, Münzenberg und Nie— derweiſel zuſtehende Gut, ſowie eine damit ver— bundene Holzberechtigung von 4½ Mark, noch⸗ mals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. Februar 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender. Offenlegung der Concepte der Stockbücher. (2110 Zufolge Verfügung des Herzoglichen Staatsminiſteriums, Abtheilung der Juſtiz, ſollen die Concepte der Stockbücher der Gemeinden „ 191„ 13 2 51 e Dornaſſenheim und Reichelsheim noch bis zum Schluſſe des Monats Februar offen gelegt bleiben. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 8. Januar l. J. wird daher den Intereſ— ſenten hierdurch eröffnet, daß es ihnen während dieſer Zeit noch geſtattet bleibt, bei dem betref— fenden Feldgerichte Einſicht von dem Juhalte des Concepts zu nehmen, Bemerkungen zu machen, ſowie auch gegen die Gebühr Auszüge ſich geben zu laſſen. Reichelsheim den 8. Februar 1853. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerei Hild e mch van d. Bekanntmachung. (212) Zum weiteren Ausgebote der zur Partjkular-Concursmaſſe des Sattlermeiſters A. Chr. Fiſcher-Dick zu Frankfurt a. M. ge- hörigen Immobilien, namlich: Pag. No. Brandverſicher. No. 187. 6384a 1241 Wohnhaus „ 12422 Viertel 29 Ruth. f nebſt Thor⸗ 1 1243 halle und 3%„ Saal, Hin⸗ tergebäude ſammt Wagenremiſe, Pferde-, Kuh- und Schweine⸗ ftällen, nebſt Heuboden, ſowie Hofraithe in der neuen Kurſtraße zwiſchen Thereſie Stamm und Reinhard Henkel, 6384b 1241 Garten bei vorſtehen— „ 1242 4% Rth. dem Wohnhaus zwiſchen „ 1243 Auguſt Chriſtian Fiſcher⸗ Dick und der neuen Querſtraße, ſtößt auf Reinhard Henkel, „ eodem 13 ½ö0 Rih. Garten dabei, zwiſchen Bernhard Stolls Wtw. und der neuen Querſtraße, 8/40 Rth. Garten dabei, zwiſchen Auguſt Chriſtian Fiſcher⸗Dick bei⸗ derſeus, ſtößt auf Reinhard Henkel, 15% Rth. Straße zur neuen Querſtraße an Auguſt Chriſtian Fiſcher⸗Dick, 3¼ Rth. Straße zur Kurſtraße an Auguſt Chriſtian Fiſcher⸗Oick, ½ Rih. Straße zur Kurſtraße an der neuen Querſtraße, mit Ausnahme zweier bei dem Ausgebot näher angegeben werdenden Parzellen von 5½ und 10½ Ruthen, iſt auf den Antrag des Maſſe— curators Termin auf: Montag den 14. d. M., Vormittags 10 Uhr, anher beſtimmt worden, welches hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Nauheim den 8. Februar 1852. Kurfürſtliches Juſtizamt Kroeber. vdt. Schlarbaum. Holz wegsſeige kung. (213) Donnerſtag den 17. d M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll in dem hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Auwald, nachverzeichnetes Holz zur öffentlichen Verſteigerung gebracht werden: 100 Eichen-Bau⸗ und Werkbolzſtämme, 37 Stecken Eichen Scheitholz, 16„„ Prügelholz, 33*„ Stockholz, 775 Stück Eichen⸗Wellen, 12 Stecken Kiefern-Prügelholz, 150 Stück Kiefern⸗Baumſtangen, 300„„Wellen, Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird Zahlungsfriſt bis zum 11. November d. J. ge⸗ ſtattet. Aſſenheim den 8. Februar 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Schmidt. 1 7 SN N e Privat- Bekanntmachungen. ZA n then (Jud) Eine Wohnung in 2 Zimmern, Ka— binet mit Küche, Keller und allen Bequemlich⸗ keiten. Ein mit Ooſtbaumen bepflanzter Gar⸗ ten vor dem Mainzerthor. Bei der Exped. d. Bl. das Nähere. Ein junger Men ſch, (186) welcher die Schreinerprofeſſion zu er— lernen wünſcht, wird geſucht. Friedberg. Veith, Schreinermeiſter. Fett⸗Grieben-Kuchen (189 ſind zu haben bei Fauerbach II. Gottſchalk Simon, Seifenſieder. W Stroh-Hüte 493) werden zum Waſchen und Färben an⸗ genommen und baldigſt beſorgt von S. G. Simon jun., Modehandlung, neben den drei Schwerdtern. Mobiliar-Verſteigerung.“ (195) Donnerſtag den 17. Februar d. J. läßt der Unterzeichnete die nachverzeichneten Gegenſtände in ſeiner Hofraithe meiſtbietend verſteigern, als: 80 Malter Kartoffeln, 600 Manen Dickwurz, 60 Manen Rüben, 60 Fuder Stroh, ver⸗ ſchiedene Sorten, 150 Körbe Spreu und Keil; ſodann: 1 Pferd, eine Chaiſe, 1 Stuhlwägelchen, meh⸗ rere Chaiſenräder, 2 Oeconomiewagen, 3 Pflüge, wobei ein wenig gebrauchter Hohen⸗ heimer, 3 Eggen, eine Walze, 1 Karren, 1 Schlitten, ein Pfuhlfaß, mehrere kleine Fäſſer, 1 zweiſpänniges Chaiſengeſchirr mit Kopfge⸗ ſtell und Leitriemen, 1 Reitſattel, ein einſpän⸗ niges Wagengeſchirr, 1 Paar Ackerſielen, 2 große und zwei kleine Kummete, 1 Fahrſattel, diverſe Ketten, 6 ſteinerne Pferdekrippen, auch für Rindvieh verwendbar, 4 Schweinströge, 4 Haferkaſten, 2 große Mehlkaſten, 1 trans⸗ portables Hübnerhaus, verſchiedene Steig⸗ leitern, Kellerlager u. ſ. w. Vilbel den 1. Februar 1853. Simon, Poſtexpeditor. Mobilien-Verſteigerung. (206) Donnerſtag den 17. d. M. wollen die Unterzeichneten in ihrer Wohnung, von Mor— gens 9 Uhr anfangend, nachſtehende Mobilien erbabthellungshalber verſteigern: 2 Pferde, 3 trächtige Kühe, 1 trächtiges Rind, 1 Wagen mit allem Zugehor, ein Pflug, eine eiſerne Egge, eine Fruchtmühle, eine große Waage. Ockſtadt am 8. Februar 1853. Philipp Schaaf Erben. r (214) Ein junger Menſch wird von einem bieſigen Metzgermeiſter mit oder ohne Lehrgeld in die Lehre geſucht. Zu erfragen bei der Ex— pedition dieſes Blattes. Entlaufenes Schwein. (215) Montag den 7. d. M. iſt mir zwiſchen Wölfersheim und Wohnbach ein weißes Schwein von 70 bis 80 Pfund entlaufen. Wer mir daſſelbe zurückbringt, erhält eine gute Belohnung. Joh. Walz in. Mehrere Tauſend Gulden (216) bat in Auftrag zu verleihen M. Schwarz, in der Judengaſſe. 32. Regelmäßige Befoͤrderung von Auswanderern über ———— (1340 70 allen Häfen von Amerika. Zu den billigſten Preiſen vom Verträge können bei mir jeden Tag unter den beſten Bedingungen ab⸗ geſchloſſen werden. Schriftliche Anfragen erbittet man franco. Der Großh. Heſſiſch conceſſionirte General-Agent G. Fr. Schweitzer in Friedberg. Skaafspapiere und Skaals⸗Lollerit⸗Looſe Au) werden unter Zuſicherung der reellſten Behandlung ge- und verkauft von 15. Gebrüder Grödel, den 3 Schwerdtern gegenüber. Leine Parthie wollene⸗ und halbwollene Kleiderſtoffe, Baum— wollenzeuge, Ghinghams, Weſten habe ich zurückgeſetzt, und erlaſſe ſolche, um damit aufzuräumen, bedeutend unterm Preiße. (217) Ferner empfehle ich friſch erhaltene äehte Bielefelder Leinwand ſehr billig. Mayer Hirsch. Bürger⸗Caſino. Sonntag den 15. Februar Carne vals⸗Trium ph oder die Helden des Jahrhunderks von Auguſt Koch. Mit neuen Decorationen, neuen Coſtüms und neu eingerichteter Beleuchtung. Anfang präcis 7 Uhr. Der Vorſtand. (218) Gebäudeverkauf auf den Abbruch. Koſt verabreicht. Die Expedition ertheilt Kirchliche Anzeigen. Sonntag Invocavit den 13. Februar. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Gütlich. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Hof. Frankfurter Cours vom 9. Febr. 1853. Piſtollen fl. 9 45-46 Friedrichsd or„ 9 55½¼7--567 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 51-52 Rand⸗Ducaten. 5„ 5 36-37 20 Fraſiküge„ 928 ¼½--—9 7 Engliſche Souverains.„11 52 Preußiſche Thaler.„ 145—¼ 5 Frankenthaler.„ 221 ½—⁰2 Preußiſche Caſſenſcheine 1 Fruchtpreiſe. 9. Febr. 4. Febr. 3. Febr. Gattung. Fried⸗ Gerns⸗ berg heim fi Er r Waizen pr. Malter 9 4010 20— 1 Korn, 75 8— 1819 7 Gerste„„ 6 40 5118 6 Hafer 42 3— 1 31221— Mainz 55 Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 12. bis zum 18. Februar. (219) Unterzeichneter iſt geſonnen ein ihm entbehrliches Wohnhaus mit Scheuer von 42 Fuß Länge und 30 Fuß Breite und einen dabei befindlichen Stall von 14 Fuß Länge und 14 Fuß Breite mit Knie aus der Hand zu ver— kaufen. Bemerkt wird noch, daß dieſe Gebäude ſtark von Eichen⸗Holz erbaut ſind. Södel am 2. Februar 1853. Johannes Maurer. Zu ver mi e t hen. (2200 Ein Manſardenzimmer mit Kabinet, auf der breiten Straße nächſt der Burg, iſt zu vermiethen und kann bis den 1. März l. J. bezogen werden, auch wird auf Verlangen die uähere Auskunft. 260 Gulden (221) Vormundſchaftsgelder liegen aus der Curatel des minderjährigen Wilhelm Breiden⸗ bach dahier zum Ausleihen bereit. Niederwöllſtadt den 9. Februar 1853. Der Curator: Konrad Heinrich Bauſch. Sonntag den 13. Februar Subſcriptions-Ball (222) bei dem Unterzeichneten. Entrée 36 kr. Dorheim den 9. Februar 1853. i Wilhelm Bingel, Gaſtwirth. — Fried⸗ Buß⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 75 kr. pf. kr. pf 1 Leib⸗Roggenbrod 3— 34— 2 5.. 5 3 5 0 2 4 5 11 Ae Lth. Lth — Milchbrod 15 115 — Waſſerweck 145 ½ — Gemiſchte(Tafel- Brod 145/%ů[17 leiſch-Preiſe. N Fleiſch⸗Preiſ pf. 16 1 Ochſenfleiſch 121— 12— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 9— 18— „ Rindfleiſch, gemäſtets 7 2 7 2 „ Kalbfleiſch 7— „„„ gemäſtetes* „ Schweinenfleiſch 13— 13— „Hammeklfleiſch 8 „ Schaaflleiſch 6——— „ Wurſt v.eblos Schweinen 14— 14— „ Bratwurſt 1 „ Schwartenmagen 161— 16— „Geräucherter Speck 23— 24— „Schinken 1 „ Doörrfleiſch 18— 18— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 21— 22— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 18— „ Hammelsfett 161— 164— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeifter Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Nr. 2 ei kleinen erſten a Geſetz vom l Beftafung bet Dtuck, Luhog welche wat 218 des Str jedoch dem ſind, und zu 1) wenn die ſonſtige Weiſt bis zu zwei abgegeben, ne mit Gefängni rectionshaus Arlikel unter Einverfſändni! hülfen oder 9 Art. 3. We deren Verfer niß zu ſein, ſtellen, an ſi abgibt, ſoll ſtraft werden Art in guter erkannter Ta geben hat, ſa oder mit eing werden. Att liches Papie! wickliches Pe don zehn di waärtiges Ge trachten iſt, bee Autellung u Gottes Gua in vielen G zur Erreich! baben Vir