. h. ile U r Intelligenz Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 37. Mittwoch den 11. Mai 1853. Des Pfingſtfeſtes wegen erſcheint naͤchſten Mittwoch keine Nummer dieſes Blattes. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung für 1853. each erhaltener Nachricht des Gr. Civilrekrutirungs— commiſſärs der Provinz Oberheſſen wird die diesjährige Muſterung für den Kreis Friedberg vom 13. bis 17. Juni d. J. dahier vorgenommen. Das Geſchäft beginnt jedesmal präcis 8 Uhr und haben Sie ſich daher ſchon um halb 8 Uhr mit den Militär pflichtigen Ihrer Gemeinden und zwar: 1) Am Montag den 13. Juni d. J. von: Aſſenheim, Bönſtadt, Fauerbach II. Bauernheim, Bruchenbrücken, Florſtadt, Beienheim, Butzbach, Friedberg. Bodenrod, Fauerbach J. 2 Am Dienſtag den 14. Juni d. J. von; Gambach, Kirchgöns, Münſter, Griedel, Langenhain, Münzenberg, Hauſen mit Oes, Ziegenberg, Niedermörlen, Hochweiſel, Maibach, Niederrosbach. Ilbenſtadt, Mel bach, 3) Am Mittwoch den 15. Juni d. J. von: Niederweiſel, Obermörlen, Oberwöllſtadt, Niederwöllſtaͤdt, Oberrosbach, Ockſtadt. 4) Am Donnerſtag den 16. iii von: Oppershofen, Södel, Weckesheim, Oſſenheim, Staden, Wölfersheim, Oſtheim, Steinfurt, Wohnbach, Pohlgöns, Wiſſelsheim, Wickſtaͤdt Rockenberg, einzufinden. Die Loosziehung der Militärpflichtigen geſchieht Frei⸗ tag den 17. Juni d. J. und haben Sie ſich mit den Mi⸗ litärpflichtigen zu dieſer pünktlich einzufinden. 19 Die Prüfung der Einſteher erfolgt an denjenigen Tagen, wo die Militärpflichtigen ihrer Gemeinden zu er⸗ ſcheinen haben, und werden Sie auch dieſe hiernach be— ſcheiden. 435 f Sie werden die Militärpflichtigen ihrer Bürgermei⸗ ſtereien alsbald um ſich verſammeln, ſie von dieſen Anord— nungen in Kenntniß ſetzen, ſich um deren Verhältniſſe genau erkundigen, und diejenigen, welche an ſinnlich nicht wahr— nehmbaren Fehlern und Gebrechen, als Kurzſichtigkeit, Schwerhörigkeit, fallender Sucht ꝛc. ꝛc. leiden, veranlaſſen, den Beſtimmungen im§. 10 Ziffer 6 und im§. 127 der Verordnung vom 30. April 1831 vollſtändig Genüge zu leiſten. Als vorzügliche Mittel zum Erweis dieſer oben benannten und andrer im Reglement vom 22. April 1834 (Regierungsblatt Nr. 42 von 1834) näher bezeichneten nicht erkennbaren Uebel gebe ich auch hier näher an: u) Beſcheinigung der Phyſicatsärzte oder derjenigen Aerzte, welche die Dienſtpflichtigen behandelt haben, wenn Letztere an Uebeln zu leiden angeben, die eine Folge überſtandener Krankheiten oder Verletzungen ſein ſollen; b) Atteſtate der Geiſtlichen und Schullehrer, deren Unter— richt der Militärpflichtige genoſſen hat, jedoch wird hier, ſowie bei allen andern Zeugniſſen dieſer Art, er— fordert, daß ſie ſich genau darüber ausſprechen, zu welcher Zeit der Militärpflichtige an dem betreffenden Uebel gelitten hat, und ob es Ausſteller bekannt ſeie, daß daſſelbe noch jetzt(zur Zeit der Muſterung) fort— daure; c) Zeugniſſe der Buͤrgermeiſter und Gemeinderäthe, wo— bei zu bemerken iſt, daß, wenn dergleichen nur von einzelnen Mitgliedern und nicht von der, zu einem ge⸗ ſetzlichen Beſchluß des Gemeinderaths(nach Vor— ſchrift der Gemeindeordnung) erforderlichen Anzahl derſelben, ausgeſtellt ſind, dieſelben nur dann volle Gültigkeit haben, wenn ſie eidlich vor Gericht abge— legt wurden; d) Zeugniſſe unbeſcholtener Männer, insbeſondere der bis— herigen oder früheren Dienſt- oder Lehrherrn, Meiſter ꝛc. des Dienſtpflichtigen.— Es wird demſelben aber nur dann Beweiskraft beigelegt, wenn ſie eidlich vor Ge— richt abgelegt worden ſind. Da, wo Ihnen die Fehler und Gebrechen ſchon be⸗ kannt ſind, oder bei dem Erſcheinen der Militärpflichtigen bekannt werden, haben Sie ſelbſt ohne Anzeige dieſer dahin zu wirken, daß die erforderlichen Zeugniſſe bis zur Mu⸗ ſterung erbracht werden.— Ihre amtliche Thätigkeit wird aber in noch größerem Maße in Anſpruch genommen, wenn ſich die Untauglichkeit auf Geiſtesſchwäche, Taub⸗ ſtummheit und ähnliche Uebel gründet, die vorausſetzen laſſen, daß den daran leidenden Individuen die Kenntniß der beſtehenden geſetzlichen Vorſchriften ermangele. Kein Militärpflichtiger kann ſich durch einen Bevoll— mächtigten, welcher Art er auch ſeie, für tauglich erklären laſſen; er muß in Selbſtperſon erſcheinen, inſofern er ſich nicht dem im Artikel 43 des Recrutirungsgeſetzes ausge⸗ ſprochenen Nachtheile des Erſtmarſchirens ausſetzen will. Friedberg den 4. Mai 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. c ν Eid i e tig h d ue n g. (677) Nachdem ſich durch die Aufſtellung des Inventars über das Vermögen des wegen Verſchwendung unter Curatel geſtellten Friedrich Roth, Ortsbürgers zu Gronau, eine Ueber— ſchuldung herausgeſtellt hat und die für ſolchen be⸗ ſtellten Curatoren eine Zuſammenberufung deſſen Gläubiger beantragt haben, ſo werden ſolche hierdurch auf den 20. k. M., Vormittags von 9-11 Uhr, mit welcher Stunde contumacirt wird, in das Lokal des unterzeichneten Gerichts vorgeladen. In dieſem Termine haben ſie ihre Forderungen glaubhaft anzumelden und ſich über die Wahl eines Curators zu vereinbaren, auch ſoll gleichzeitig zur Abwendung des förmlichen Concurs-Ver⸗ fahrens eine gütliche Uebereinkunft unter ihnen verſucht werden. Die im vorgedachten Termine nicht erſchei⸗ nenden unbekannten Gläubiger werden von die ſem Verfahren ausgeſchloſſen, die bekannten, im Termine nicht anweſenden chirographariſcher Gläubiger aber gleich der Minderzahl der vor getretenen als dem Beſchluſſe der Mehrheit der erſchienenen Gläubiger beitretend erachtet werden. Bergen den 20. April 1853. Kurfürſtliches Juſtiz-Amt Hille. vdt. Molter. Fruchtverſteigerung zu Butzbach. (696) Dienſtag den 24. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird in dem Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hofe zu Butzbach der Reſt der auf dem fiscali⸗ ſchen Speicher daſelbſt lagernden 18521 herr⸗ ſchaftlichen Früchte, in ungefähr 50 Malter Korn und 16 Malter Gerſte beſtehend, öffent⸗ lich verſteigert. Friedberg den 3. Mai 1853. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Buß. Bekanntmachung. (699) Das am 25. und 26. v. M. ver⸗ ſteigerte Holz im Straßheimer Walde kann, vom 19. d. M. anfangend, an jedem Dienſtag, Donnerſtag und Samſtag bis zum 20. Juni l. J. abgefahren werden. Ockſtadt am 2. Mai 1853. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Oeffentliche Bekanntmachung. (709) Durch Beſchluß Gr. Hofgerichts der Provinz Oberheſſen vom 19. v. Mts. iſt der Metzgermeiſter Anton Winter von Buß ⸗ bach für einen Verſchwender erklärt und der ſelbſtſtändigen Verwaltung ſeines Vermögens entſetzt worden. Dies wird mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß fortan Rechtsgeſchäfte, die ohne Zuziehung und Zuſtimmung des beſtellten Curators, Collektor Kuhl in Butzbach, mit dem⸗ ſelben abgeſchloffen werden, aller Gültigkeit entbehren. Bereits beſtehende Anſprüche aber find binnen einer Friſt von drei Wochen bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden, wenn ſie bei der angeordneten Regulirung ſeines Ver⸗ mögens und Schuldenſtandes Berückſichtigung finden ſollen. Butzbach den 30. April 1853. eee daſ. 0 el. Das Soolbad Naubeim in der Wellerau (698) wird in dieſem Jahre am 15. Mai eröffnet. Die Anſtalt hat ſeit dem letzten Sommer durch die Erbauung eines geräumigen zweiten Badehauſes eine weſentliche Bereicherung erfahren. In den zu beiden Seiten des großen Sool⸗ ſprudels gelegenen Badhäuſern kommen jetzt 64 gut eingerichtete Badezimmer mit 68 Wannen zur Benutzung; außerdem verfügt die Anſtalt noch über zwei beſondere Cabinette mit Douchevorrichtung und über 6 ältere Badezimmer— im Ganzen alſo über 76 Badewannen, ſo daß täglich 5—600 Bäder verabreicht werden können. Die hieſigen Bäder werden bekanntlich aus dem 26 R. warmen gasreichen Soolſprudel bereitet und haben ſich durch ihre ausgezeichnete Heilkraft bereits einen vorzüglichen Ruf erworben. Von dem alteren oder kleinen Soolſprudel benutzt die Badeanſtalt gegenwärtig nur das kohlenſaure Gas, wovon derſelbe täglich 25 28000 Cubikfuß liefert, zur Bereitung von Gas⸗ und Gasdouchebädern. Die beiden Trinkquellen, der Kur- und der Salzbrunnen, haben eine neue und zweck- mäßige Faſſung erhalten und werden mit geſchmackvollen Anlagen umgeben. Eine neu entdeckte alkaliſche Natronquelle kommt in dieſem Sommer zuerſt zur Benutzung. Zu anderen Erweiterungen und ee der Badeanſtalt iſt durch bedeutenden Landankauf die nöthige Einleitung getroffen. Der kurmäßige Gebrauch der hieſigen Quellen hat ſich bei den durch Störungen des organiſchen Stoffwechſels bedingten Krankheiten, namentlich bei Serofeln, Gicht, Rheumatismus, Flechten, chroniſchen Unterleibsbeſchwerden und vielen Arten von Nervenleiden, hülfreich bewährt. Die ärztliche Praxis bei dem Bade wird von dem Phyſikus Dr. Bode und dem prak— tiſchen Arzt Dr. Ehrhardt ausgeübt; wundärztlicher Hülfeleiſtung unterzieht ſich außer dem erſtge⸗ nannten Arzte auch der Amtswundarzt Bechtold. Zur Aufnahme der Kurgäſte eingerichtete Wohnungen ſind in genügender Anzahl vor⸗ handen. Beſtellungen von Logis in den Badhäuſern ſind zeitig an die Soolbade-Inſpection zu richten, welche auch jede andere etwa gewünſchte Auskunft bereitwilligſt ertheilen wird. Nauheim den 29. April 1853. Kurfürſtliches Salzamt. H. Engelhardt. F. Schreiber. R. Ludwig. Avenarius. Edictalla dung. (710) Auf den Antrag der Beneficiar-Erben des am 3. April l. J. hierſelbſt verſtorbenen Bahnhofsarbeiters Ernſt Friedrich Chriſtian Schäfer aus Nauheim, als: 1) ſeines Vaters des Salzwiegers Ernſt Schäfer für ſich und ſeine minderjährigen Kinder Georg und Catharine, 2) des Weißbinders Heinrich Schäfer und 3) der Ehefrau des Kappenmachers Joh. Georg Reich, Marie, geb. Schäfer, ſämmtlich von hier, werden die Gläubiger des genannten Ernſt Fr. Chr. Schäfer hierdurch zum Zwecke der Feſtſtellung des vorläufig auf⸗ genommenen Inventars öffentlich aufgefordert, ihre Forderungen bei Meidung der Nichtberück⸗ ſichtigung bei dieſem Geſchäfte im Termine den 23. d. M., Vormittags 9 Uhr, bei unterzeichnete Gerichtsſtelle anzumelden. Nauheim am 2. Mai 1853. Kurfürſtliches Juſtizamt Kid hee e. d) Unterhaltung der ſtädtiſchen Güter: Schreinerarbeit, veranſchl. zu 11 fl. 39 kr. Schlofferarbeit,„„ Weißbinderarbeit, 17 17 4„ 30„ Handarbeit, 7„ 56„ 9 e) Unterhaltung der Vicinalwege: Maurerarbeit, veranſchl. zu fl. 39 kr. Pflaſtererarbeit,„„„ Handarbeit,„„ 156% 43. Sodann Anliefern zu dieſen Arbeiten er⸗ forderlichen 0,450 Cubikklafter Mauerſteinen, 0,325 Cubikklftr. Pflaſterſteinen, 3,0 Cubikklftr. Chauſſirſteinen, 24 laufende Fuß Kanaldeckel, von Rockenberger Sandſteinen, 1200 Stück Ruſſenſteinen und 4 Bütten Kalk. Friedberg den 3. Mai 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Schaafpferche-Verpachtung. (712) Mittwoch den 11. Mai, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 10 Schaafpferche, welche den 20. Mai ihren An dt. Schlarbaum. fang nehmen, meiſtbietend verpachtet. 5 0 Friedberg den 8. Mai 1853. Arbeits ⸗Verſteigerung. Der Gfoßherzo gl. Bürgermeiſter (710 Mittwoch den 18. d. M., Vormittags Bender. 00 5 5 8 Uhr, werden auf hieſigem Rathhauſe nach n e ſtehende Arbeiten und Lieferungen an die We⸗ (713) Die Benutzung des Graſes an den nigſtnehmenden verſteigert: 0 7 N 5 a) Unterhaltung des Rathhauſes und der Kreis- Böſchungen und in den Gräben der Staats rathswohnung: ſtraßen des Baubezirks Friedberg pro 1853 Maurerarbeit, veranſchl. zu 42 fl. 31 kr wird in folgenden Terminen öffentlich an die Steinhauerarbeit,„„ 13% 45 Meiſtbietenden verſteigert: Zimmerarbeit,„ 1 8% 2 1) Mittwoch den 11. Mai l. J., Vormittags Schreinerarbeit,„* 7„ 33„ um 10 Uhr, in Friedberg bei Herrn Gaft⸗ Schloſſerarbeit,„ a wirth Netz vom III. Bauaufſehersbezirk. Glaſerarbeit,„„ 14 45 2) Donnerſtag den 12. Mai l. J., Vormit⸗ tags um 11 Uhr, in Nie derwöllſtadt bei Herrn Gaſtwirth Puth vom IV. Bauauf⸗ ſehersbezirk. 3) Donnerſtag den 12. Mai l. J., Nachmit⸗ tags 1 Uhr, auf dem Ilbenſtädier Chauſſee⸗ haus vom VI. u. VII. Bauaufſehersbezirk. Weißbinderarbeit,„ 1 5 b) Unterhaltung der Feuerſpritzen: Sattlerarbeit, veranſchl. zu 36 fl.— kr. c) Unterhaltung der Straßen der Stadt: Pflaſtererarbeit, veranſchl, zu 48 fl.— kr. Handarbeit, 1„ 36— 1110 2 Sam 5) 9 Uhr zum Lem bann, 10 Nea 11 Uhr, Koch* Donne 9 1096 1 wülth 75 0 Donner 7 1000 2 Hol bez. Friedbelg, Das Olo! Bel 710 An: ſolgende bauf die Meiftbieten annehmbaren ich an die 3 55 Mittwoc 10 Uhr, rte Gemarkünt Flur 1 Nr. Müllerhans 2 Donnerſt tags 1 U haus: a) G Flur 1 Nr. der Brück Flur 2 Nr, Speckenby b) Fur 6 Nr. Augarten; Flur 6 Nr. Breitenbach Flur 6 Nr.“ Flur 11 Nr. Lachgräben. 3) Donnerſt tags 10 wirth W a) G dur 21 Nr. Steinbruch b) G Zur 11 Nr. UAlftr fr 4) Donnerff tags 2 1 wirth 0 dur 2 Nr. „Irledberger Flut 2 Nr. 29 Engſltgaler Friedberg Das G Jaſe (115) D tags 11 Uh der hüften Faſeleber ff ſteigert wer Nauhei 6 4) Freitag den 13. Mai l. J., Vormittags 11 Ubr, in Vilbel auf dem Rathhaus vom V. Bauaufſehersbezirk. Samſtag den 14. März l. J., Vormittags 10%½ Uhr, in Niedermörlen im Gaſthaus zum vom 1. und II. Bauaufſehers⸗ bezirk. 6) Dienſtag den 17. Mai l. J., Vormittags 11 Uhr, in Eberſtadt im Gaſthaus zum Schwanen vom XVI. Bauaufſechersbezirk. 7) Mittwoch den 18. Mai l. J., Vormittags 9 Ubr, in Niedermoxſtadt auf dem Rath- baus vom X. Bauaufſehrsbezirk 8) Mittwoch den 18. Mai l. J., Vormittags 11 Uhr, in Lindheim bei Herrn Gaſtwirth Koch vom IX. und XI. Bauaufſehersbezirk. Donnerſtag den 19. Mai l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, in Büdingen bei Herrn Gaſt— wirth Walz vom XII. Bauaufſehersbezirk. 10) Donnerſtag den 19. Mai l. J., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, in Altenſtadt bei Herrn Gaſt— N Holzapfel vom VIII. Bauaufſehers⸗ ezirk. Friedberg den 7. Mai 1853. Das Großh. Heſſ. Kreisbauamt Friedberg Stockhauſen. Bekanntmachung.. 167110 An den nachbemerkten Terminen ſollen folgende baufiscaliſche Parzellen öffentlich an die Meiſtbietenden verkauft, im Fall aber keine annehmbaren Gebote hierauf erfolgten, öffent— lich an die Meiſtbietenden verpachtet werden: 1) Mittwoch den 11. März l. J., Vormittags 8 Uhr, in Friedberg bei Herrn Gaſtwirth 5 Gemarkung Ober⸗ und Niederroß bach: Flur 1 Nr. 864 167[◻IKlftr. Oedung in Müllerhans, war früher Steinbruch. 2) Donnerſtag den 12. Mai l. J., Nachmit⸗ tags 1 Uhr, auf dem Ilbenſtädter Chauſſee⸗ haus: a) Gemarkung Aſſenheim: Flur 1 Nr. 357 64[◻òäalftr. Grabgarten an der Brücke oberhalb Aſſenheim; Flur 2 Nr. 300 85 U◻IAlftr. Acker bei der Speckenbrücke; b) Gemarkung Ilbenſtadt: Flur 6 Nr. 82 45 U◻IKlftr. Grabgarten, die Augärten; Flur 6 Nr. 827 3,7[UIKlftr. Oedung, die Breitenbachsgärten; Flur 6 Nr. 835 18 ◻Klftr. daſelbſt; Flur 11 Nr. 5 159 U◻Klftr. Wieſe jenſeits der Lachgräben. 3) Donnerſtag den 19. Mai l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, in Büdingen bei Herrn Gaſt⸗ wirth Walz: a) Gemarkung Büdingen: Flur 21 Nr. 168 und 171 300 U◻Klftr., früher Steinbruch, hinter dem neuen Weg; pb) Gemarkung Vorhauſen: Flur 11 Nr. 127a, 127b, 129 und 130, 443 [◻Ilftr, früher Steinbruch auf dem Holzweg. 4) Donnerſtag den 19. Mai l. J., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, in Altenſtadt bei Herrn Gaſt⸗ wirth Holzapfel: 195 225[◻◻Klftr. Friedberger Straße, Flur 2 Nr. 267 14[◻Klftr. Baumſchule am Engelthaler Fußweg. Friedberg am 7. Mai 1853. Das Großh. Heſſ. Kreisbauamt Friedberg Stockhauſen. 5 — 9 — Acker an der Faſeleber⸗Verſteigerung, (7150 Donnerſtag den 12. d. M., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe ein der hieſigen Gemeinde zugehöriger zweijähriger Faſeleber öffentlich an den Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert werden. Nauheim den 8. Mai 1853. Der Bürgermeiſter Hartmann. „ Arbeits-Verſteigerung. (716) Künftigen Donnerſtrg den 12. Mai J. J., Vormittags um 11 Uhr, ſollen in Nie- derwöllſtadt bei Herrn Gaſtwirth Puth folgende bei der Erbauung eines neuen Holzſchoppens in der fiscaliſchen Forſthofraithe zu Rodheim vorkommenden Arbeiten öffentlich an die We— nigſtnehmenden verſteigert werden: 1) Maurerarbeit, veranſchl. zu 43 fl. 46 kr. 2) Zimmerarbeit,„„ 119„ 30„ 3) Dachdeckerarbeit,„„ 47„ 33„ 4) Schreinerarbeit,„„ 24%—„ 5) Schloſſerarbeit, 1 2.%54 Friedberg den 7. Mai 1853. Das Großh. Heſſ. Kreisbauamt Friedberg Stockhauſen. Bekanntmachung. (717) Mittwoch den 11. d. M., Vormittags um 9 Uhr, werden in dem Rodheimer Ge— meindewald, Diſtrikt Wellenberg: 13% Stecken Buchen-⸗Scheitholz, 4 1„ Prügelholz, 188„„ Stockholz, 8 0 Eichen⸗ 17 3300 Stück Buchen-Wellen, 447„ Eichen⸗„ 5 Stämme Eichen⸗Bau⸗, Nutzholz, öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert. Bemerkt wird, daß gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Zahlungsfriſt bis zum 1. Auguſt d. J. geſtattet wird und die Zuſammenkunft auf der Waldbahn unterhalb den ſog. drei Eichen ſtattfindet. Rodheim den 3. Mai 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter e ee Holzverſteigerung im Maibacher Gemeindewald, Oberforſterei Hochweiſel. (718) Dienſtag den 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Maibacher Gemeindewald, Diſtrikt Dillenberg, Schleichenbach, Mühl⸗ und Backhauskopf, nachfolgende Holzſortimente unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen öffentlich verſteigert werden: a) Brennholz: 8 Stecken Buchen-⸗Scheitholz, 40 5„ Prügelholz, 60 1„ Stockholz, 4250 Stück Buchen⸗Wellen, 425„ Weichholz.„ 800„Kiefern— 1 3325„ Ginſtern⸗„ b) Bau-, Werk⸗ und Nutzholz, 6 Stück Fichtenſtangen zu Leiterbäumen, 327„ Kiefern-, Birken- und Eichen ſtangen. Die Zuſammenkunft iſt um die beſtimmte Stunde in dem Diſtrikt Dillenberg. Die Gr. Bürgermeiſter werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. Maibach den 7. Mai 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Philippi. Zwei Hühner hunde, 1719 der eine von brauner, der andere von weißer Farbe mit halb braunem Kopfe, find einem hieſigen Ortsbürger zugelaufen. Der Eigenthümer kann dieſelbe innerhalb 8 Tagen gegen Bezahlung des Futtergeldes und der In⸗ ſeratgebühren in Empfang nehmen. Ziegenberg den 8. Mai 1853 Der Großberzogl. Bürgermeiſter Rumpf. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (720) Mittwoch den 18. J. Mts. Vormittags 10 Uhr ſollen auf dem Bauplatze im Roſenthal dahier mehrere Parthien abgängiges Bauholz, Zimmerſpäne, Brennholz und dergl. öffentlich Werk⸗ und an die Meiſtgebenden gegen gleich baare Zah⸗ lung verkauft werden. Friedberg am 7. Mai 1853. Der Großh. Sektions-Ingenieur Hochgeſand. Beklanntmaſch un g, betr. Brennholzverſteigerung im Großh. Doma⸗ nialwald Burgwald, der Oberförſterei Ober⸗ rosbach. (721) Freitag den 20. d. M. werden in dem oben genannten Diſtrikte an die Meiſtbie⸗ tenden öffentlich verſteigert: 3½ Stecken Birken⸗Prügelholz, 1 9 17 Nadel⸗ 7 .„ Birken⸗Stockholz, 16½„Nadel-„ 825 Wellen Buchen-Reisholz, 96⁵0 Birken- und Eichen⸗Reisholz, 2110„ Nadel⸗Reisholz, 138 Gebund Ginſtern. Zuſammenkunft!: Morgens präcis 8 Uhr, auf dem Weg, welcher durch Schlag Nr. III. des Burgwaldes von Ockſtadt nach dem Forſt⸗ haus Winterſtein führt. Oberrosbach den 7. Mai 1853. Der Großh. Oberförſter der Oberförſterei Oberrosbach Bing mann. Arbeitsverſteigerung. (722) Freitag den 13. Mai, des Vormit⸗ tags 11 Uhr, werden bei Gaſtwirth Haas zu Ilbenſtadt nachbenannte Reparaturarbeiten, als: a) bei Unterhaltung der Ortsſtraßen: 1) Pflaſtererarbeit, veranſchl. zu 32 fl.— kr. 2) die Anfuhr von 1,3 Cubikklftr. Pflaſter⸗ ſteinen von dem Steinbruch bei Fauerbach, 3) a ee von 1,5 Cubikklftr. Bach⸗ ies, 4) die Anlieferung von 1,0 Cubikklftr. Unter⸗ haltungsſteinen, 5) das Zerſchlagen derſelben, 6) Steinſetzen und Kiesmeſſen; b) bei Anlegung eines Wegs im Friedhof: 1) Handarbeiten, veranſchlagt zu 9 fl. 22 kr., 2) die Anlieferung von 0,8 Cubikklftr. Bachkies, c) Grabenarbeiten, veranſchl. zu 28 fl.— kr. öffentlich in Accord gegeben. Ilbenſtadt den 3. Mai 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter 3 wier. oi de tei gert üg (123) Mittwoch den 18. Mai l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, werden in hieſigem Gemeindewald: f a) im Diſtrikt Steiler 5. Theil: 90 Klafter Birken⸗Prügelholz, 500 Stück„ Wellen, b) im Heutergsgrund 11 Eichen⸗Bauſtämme zu 834 Cubikfuß, 14 Klafter Eichen ⸗Scheitholz, 3„ Birken-⸗Prügelholz, 17„ Eichen⸗Erdſtöcke und 100 Stück Buchen⸗Wellen, öffentlich verſteigert. 8 i Bemerkt wird noch, daß der Anfang im Steiler geſchieht. Wehrheim den 4. Mai 1853.. Der Bürgermeiſter age rx: MN Privat- Bekanntmachungen. 2 Stroh verkauf.. (61210 2 Fuder Gerſten⸗ und 2 Fuder Hafer⸗ ſtroh hat im Ganzen oder auch in kleinen Quan⸗ titäten zu verkaufen 600 Georg Meyer in Fauerbach. Schöne Malaga⸗Citronen (125) und Roſinen ſind angekommen bei W. Hanſtein. 2 148. Aachener& Münchener Keuer-Verſicherungs-Geſellſchaft Rechnungsabſehluß von 1852. (703) Prämien⸗ und Zinſeneinnahme für 1852.. Geſammte Reſerven 5 Gesstapifa kk ae it eon eh„ en.. 7 Gulden Garantien. Verſicherungen in Kraft während d. J. 1852 Friedberg und Laubach den 1. Mai 1853. Gulden 10,861,706. „ 1,026,099, 242. 2,044,813. 55 3,566,892. 6 5,250,000.— 1 eee Georg Friedrich Nau in Friedberg. J. M. Jöckler in Laubach. (726) Die Auswanderer werden durch meine Agentur jeden Monat den 1. und 15. über Bremen nach allen Häfen von Amerika zu den billigſten Preiſen und beſten Bedingungen, von jeder Eiſenbahn-⸗Station ab befördert. G. Fr. Schweitzer, General-Agent in Friedberg. (727) Ich mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich von heute an bei dem Herrn W. Kullmann in Vilbel ein Commiſſi ommiſſions-Lager in Tapeten und Borduren, eigener Fabrik, beſtehend aus den modern— ſten und geſchmackvollſten Deſſins, errichtet und demſelben Vortheile eingeräumt habe, die ihn in den Stand ſetzen, zu ſehr billigen Preiſen zu verkaufen. Heidelberg am 1. April 1853. Valentin Scherer. Unter Zuſicherung reeller und prompter Bedienung empfiehlt ſich hierin beſtens Vilbel, im April 1853. W. Kullmann. Aachener und Muͤnchener Feuer Verſicherungs Geſellſchaft. C28) Unterzeichneter bringt hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß Herr F. B. Schwarz in Reichelsheim für den daſigen Amtsbezirk zum Agen⸗ ten obiger Geſellſchaft ernannt worden iſt. Wiesbaden am 28. April 1853. Die Haupt⸗Agentur für das Herzogthum Naſſau: Vigelius. Hierauf Bezugnehmend können durch meine Vermittlung jederzeit Ver⸗ ſicherungen mit genannter Feuer-Verſicherungs-Geſellſchaft abgeſchloſſen werden und bin ich gern bereit, die hierzu nöthigen Mittheilungen unentgeltlich zu er— theilen. 8 Reichelsheim den 2. Mai 1853. Die Agentur für den Amtsbezirk Reichelsheim: F. B. Schwarz. Am 1. und 2. Juni 1853 (729 findet die Ziehung der von der freien Stadt Frankfurt a. M. garantirten Geldver⸗ looſung ſtatt.“ Die Hauptpreiſe derſelben find: fl. 200,000, 100,000, 40,000, 25,000, 2 4 20,000, 2 à 15,000, 12,000, 3 à 10,000, 2 4 6000, 3 à 5000, 2 à 4000, 5 à 3000, 12 à 2000, 107 à 1000, außerdem 13,000 Gewinne geringeren Betrages. Das unterzeichnete Handlungshaus, welches von der Regierung mit dem Verkauf der Ori- ginal⸗Looſe beauftragt iſt, erläßt ½ Looſe à b à 45 kr. und verſpricht bei pünktlicher Ausfüh⸗ rung der Aufträge die reeſtlle und verſchwiegenſte Bedienung. Heinrich Steffens einri effen Mainſtraße 10 in Frankfurt a. M. Friſche Saat⸗ und Leinkuchen 730) bei W. Hanſtein. Entlau fe n. 731) Donnerſtag den 5. Mai iſt ein gelber rauhhaariger Pinſcherhund mit kurzem Schwanze und geſtutzten Ohren, auf den Namen„Raß⸗ mann⸗ hörend, entlaufen. Das Nähere bei der Expedition dieſes Blattes. a Am 1. Juni 732) beginnt die Ziehung der von der freien Stadt Frankfurt errichteten und garantir⸗ ten Geldverlooſung, 13000 Preiſe von fl. 200,000, 100,000, 40,000, 25000, 2mal 20000, 2mal 1500, 12000, 10000 ꝛc. ꝛc. enthaltend. Ganze Looſe zu fl. 6., balbe zu fl. 3., vier⸗ tel zu fl. 1. 30, achtel zu 45 kr., empfiehlt unter Zuſicherung pünktlicher Schickſalsanzeige Jacob Strauß in Frankfurt a. M., Schnurgaſſe 38. Gewinne (733) von Thlr. 40000, 3000, 4000, 2000, 2mal 15000, 3mal 1000 bis zu 55 Thlr. bietet die am 1. Juni ſtattfindende Verlooſung des Kurfürſtlich Heſſiſchen Staats⸗ Lotterte⸗Anlehens. Actien für dieſe Verlooſung 1 Stück zu fl. 3. 3„„ 8. 100 23 empfiehlt unter Zuficherung pünktlicher Schick⸗ fee. 0 Jacob Strauß in Frankfurt a. M., Schnurgaſſe 38. Eiſenbahnfrachtbriefe (78 ſind ſtets vorräthig bei Friedberg. E. Bindernagel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. an Betreffend Auf Hanau werd naſtikern, Hanau wa nicht zu vi Erlaubniß Frie an die Gr. Betreffend Der 9 and treibt Inde Inder folgen laſſe ten und q Frie Alter Stirne; ni, Naſe: ſuun Geſichtssart Am linken Schr ſpencer. 9 Palatin.