„ Uach, * ue Leg UI E Intelli genz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 71. Sonnabend den 10. September 1853. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes und die Gensdarmen. Am Sonntag Abend zwiſchen halb 8 bis 9 Uhr purde zu Homburg vom Fenſter des Nagel'ſchen Hauſes it der Kiſſeleffſtraße ein achteckiger von Roſenholz und Neſſingdraht angefertigter Vogelkäfig entwendet. Auf dem Loden deſſelben nächſt dem Schieber iſt der Name des Ver- frtigers(Andrewes) angebracht. Sie werden beauftragt, deßfalls geeignete Nachforſchungen anzuſtellen und den Er⸗ olg einzuberichten. Friedberg den 8. September 1853. de Beauclair, Klreisaſſeſſor. Thereſe Aubert. Wahrheit und Dichtung in Form einer Memoiren-Novelle. Von Charles Nodier. (Fortſetzung.) Es war ſehr ſpät, als ich endlich die Stadt betrat, und die Dunkelheit begünſtigte meine Abſichten. Ich ge— angte ſehr leicht in Herrn Aubert's Haus, da Thereſe es mir ſehr genau beſchrieben hatte, und der alte Diener, welcher mir zu öffnen kam, erkannte mich ſogleich, da er mich auf der Meierei geſehen hatte, als er von ſeinem Herrn dahin geſchickt worden war. Seine Traurigkeit und Niedergeſchlagenheit überraſchten mich, und ich be— merkte deutlich, beim Scheine der Lampe, welche ſein Ge— ſicht beleuchtete, daß ſo eben erſt Thränen ſeine Wimper defeuchtet hatten. So lange die Thüre offen war, ſprach er kein Wort, aber kaum hatte er ſie in's Schloß fallen laſſen, als er ſich beeilte, die Lampe, welche in ſeiner zitternden Hand ſchwankte, niederzuſetzen, auf einen Stuhl zurückſank und in Thränen ausbrechend, mir mittheilte, daß Herr Aubert verhaftet ſei.—„Verhaftet!“ rief ich aus.—„Seit zwei Tagen.)—»Und warum?“— „Weiß denn irgend Einer, warum man in's Gefängniß und vom Gefängniſſe auf's Blutgerüſt geführt wird?“ antwortete er, den Kopf ſchüttelnd;„dieß konnte aber auch früher oder ſpäter nicht ausbleiben. Er war ein viel zu ehrlicher Mann für dieſe Leute hier, und ſchon ſeit langer Zeit dachte ich ſo für mich ſelber, daß ſie ihn am Ende umbringen würden, um ihn dafür zu ſtrafen, daß er nicht ſo nichtswürdig iſt, wie ſie.“V—„Sie werden ihn nicht umbringen, oder ich werde mit ihm ſterben!“— „Antonie!“ rief der Greis erſtaunt aus.— Was war ich denn, und wie konnte ich verſuchen, jetzt meines Theils, meinen edlen Erretter zu befreien, ohne ihn vol— lends in's Verderben zu ſtürzen? Jedenfalls mußte ich das Mögliche verſuchen, und dieß zu können, mußte ich mit ihm verkehren. Dieß war nicht leicht zu bewerkſtelligen, und ſo vergingen acht Tage, ohne daß ich etwas zu Wege gebracht hätte, weil Herr Aubert im Geheimgefängniſſe ſaß; und als endlich der Zutritt zu ihm, auf inſtändiges Bitten des alten Dieners geſtattet wurde, war ich nicht in die Erlaubniß einge— ſchloſſen. Zugleich wurde demſelben Herrn Aubert's Corre— ſpondenz, ganz offen, durch den Gefängnißwärter über— geben; es waren zwei Briefe von Sancy dabei, aber die nach meinem Abgange daſelbſt geſchrieben worden waren. Ich brachte den Tag in unausſprechlich angſtvoller Erwartung hin, obgleich ich weder irgend eine Möglichkeit vor Augen ſah, Herrn Aubert durch einen gewagten Handſtreich zu retten, oder daß der Stand der Dinge ſo verzweiflungsvoll war, daß ich in allen meinen Voraus— ſetzungen ſtets immer nur die Wahrſcheinlichkeit ſeines Verderbens zu finden vermocht hätte; ſondern nur weil ein mir völlig unerklärliches Gefühl die Rückkehr Dominik's mir immer nothwendiger machte, wie wenn von dem, was er mir ſagen würde, mein Leben abhinge. Als er endlich wieder erſchien, ſuchte ich mit Ungeduld aus ſeinen Augen zu leſen, ob ſich irgend etwas Neues zugetragen habe, was meine Angſt rechtfertigen möchte. Er ſchien ruhig, aber ſelbſt ſeine Ruhe vermochte nicht mich zuverſichtlicher zu machen. Endlich ſetzte er ſich und zog aus einem Aufſchlage ſeines Rockes einen an Antonie adreſſirten Brief, deſſen ich mich haſtig bemächtigte. Er enthielt Folgendes: „Liebes Kind, als ich an Thereſe ſchrieb, Sie nach Mans zu ſchicken, glaubte ich ſicher Sie in Kurzem Ihren Verwandten zurückgeben zu können. Sie wiſſen, wie gänzlich mein Geſchick ſich verändert hat, das Intereſſe, welches Sie daran nehmen, iſt mir bekannt. Mein ein— ziges Unglück beſteht nun darin, dem Ihrigen kein Ende machen zu können. Ich, für meine Perſon, laufe keine Gefahr, oder vielmehr ich habe ſo poſitive Gewißheit, in kürzeſter Zeit allen Gefahren, die mir drohen, zu ent⸗ gehen, daß ich Ihnen nur darum empfehle, meinen Brief zu vernichten, um ihre Geheimniſſe und ihr Leben nicht blos zu ſtellen. Das meinige iſt von nun an für die Unglücklichen unnütz, und wenn ich es in Folge eines Urtheilsſpruches verlieren müßte, ſo würde die Confis⸗ cation des Vermögens meine Familie aller ihrer Hülfs⸗ mittel berauben. Aus dieſem Grunde habe ich mich ent— ſchloſſen, frei zu werden, und habe mir die Mittel hierzu aufgeſpart. Ich ſchwöre Ihnen, daß Alles in dieſer Be⸗ ziehung zu meiner Zufriedenheit geglückt iſt. Zufolge der Verhältuiſſe, in welche Sie die jüngſten Ereigniſſe ge— bracht haben, weiß ich für Sie nichts Beſſeres, als nach Sancy zurückzukehren. Ich fordere Sie alſo, vor Allem in ihrem eigenen Intereſſe, dazu auf, weil dieſes Haus eine Zufluchtsſtätte für Sie abgeben wird, ſo lange Sie eine ſolche nöthig haben; ſpäter aber kann meine Tochter ihr Glück einer Verbindung verdanken, die ſie mit Ihnen geſchloſſen hat, und in Ihrer Freundſchaft, in Ihrem Schutze, den Lohn für die unbedeutenden Dienſte ernten, die ihr Vater Ihnen geleiſtet hat. Sie bedarf Ihrer heute noch. Man ſchreibt mir zum zweiten Male ſchon, daß ſie krank, ſehr krank ſei, und ich fürchte ſogar, daß man mir verbirgt, in welcher Gefahr das Leben meiner Thereſe ſchwebt! Eilen Sie alſo nach Sancy, liebe An— tonie! Ihr Vater, der Sie liebt, bittet darum! Sprechen Sie aber weder vor meiner alten Mutter noch vor meiner armen Thereſe von meiner Gefangenſchaft. Ich wieder⸗ hole Ihnen nochmals, daß es nicht der Mühe werth iſt, denn meine Gefangenſchaft wird endigen. Peter Aubert. Dieſer Brief verſetzte mich in die lebhafteſte Unruhe über das Schickſal Thereſens; auch über das Herrn Au— bert's vermochte er mich nicht hinreichend zu beruhigen, deſſen Hülfsmittel und Hoffnungen ich mir nicht klar zu machen wußte. Der Erlaubnißſchein gab Dominik das Recht, täglich in das Gefängniß zu gehen; ich beſchloß daher den folgenden Tag noch abzuwarten. Dominik kehrte dieſen Tag, nach kurzer Abweſenheit, ſo frühzeitig zurück, ſo daß ich kaum Zeit gehabt hatte, ungeduldig und unruhig zu werden. Er ſtrahlte vor Freuden.—„Der Herr iſt nicht mehr im Gefängniſſe,“ ſagte er, nachdem er ſeine Gedanken und Kräfte gehörig geſammelt hatte, um ſprechen zu können. „Er iſt nicht mehr im Gefängniſſe!“ rief ich aus. „Aber wo iſt er? Wiſſen Sie es?“ Dominik ſah mich verlegen an.—»Ich weiß es wahrhaftig nicht, aber ſo viel iſt gewiß, daß Herr Aubert nicht mehr in dem Gefängniſſe iſt, in dem ich ihn geſehen habe, und daß er auch in kein anderes verſetzt worden iſt. Ich habe mich deſſen ſelbſt, überall herum, verſichert, überdieß hat mir der Schließer in düſterem Tone und 284 e- noch finſteren Blicken geantwortet, gerade wie ein Mörder, der die Spur ſeines Opfers verloren hat, ehe er ihm den Garaus gemacht hat: Er iſt nicht mehr da; hat er mir barſch geſagt.— Ich antwortete ihm: Iſt er in einem andern Hauſe?— Er erwiderte: Nein, und hat die Thüre mir vor der Naſe zugeſchlagen. So wahr Gott Gott iſt,, fuhr Dominik fort,„ſo behaupte ich, daß der Herr gerettet iſt.“ Ich überlas Herrn Aubert's Brief noch einmal; zwar lag allerdings etwas Unbeſtimmtes darin, was mich im erſten Augenblicke erſchreckt hatte, aber ich fand doch, daß er dieſe Auslegung zulaſſe. Während ich ſo nach— dachte, gelangte das Gerücht vom Ausbruche mehrerer Gefangenen zu uns, und beſtätigte meine Gedanken. Ich hatte alſo jetzt nichts Anderes mehr zu thun, als die Wünſche meines Wohlthäters zu erfüllen, und dem Drange meines Herzens Genüge zu leiſten, welches von den hef— tigſten Beklemmungen gequält war, ſeit ich mir Thereſen vergegenwärtigte, wie ſie krank, vielleicht ſterbend, vex— geblich nach ihrem Vater und mir verlange. Ich um— armte daher Dominik und machte mich auf den Weg. Obſchon ich zu Thereſen zurückkehrte, und ich wenige Tage zuvor kein größeres Glück gekannt hätte, obſchon ich ſie mehr als je liebte, ſo ſchritt ich doch ſo voll Trauer und ſo langſam vorwärts, als wenn ich gar nicht im Begriffe geweſen wäre, ſie wieder zu ſehen. Noch nie hatte ich mich ſo ſchwach und ſo unbehaglich auf dieſer Welt gefühlt; es lag wie eine trübe Wolke vor mir, die ſelbſt die ſüßeſten Erinnerungen meines Lebens verdunkelte, die Ungewißheit über das zukünftige Schickſal des Herrn Aubert, die Zweifel, in denen er mich über die eigentliche Krankheit Thereſens gelaſſen hatte, die Angſt, ſie in einem gefährlichen Zuſtande zu finden, der Widerwille gegen eine Kleidung, welche mein Geſchlecht verbarg, und die überdieß meiner Ungeduld und meinem Muthe zur Laſt wurde; endlich ein gewiſſer unbeſtimmter Drang zu ſterben, der vielleicht in allen ſehr unglücklichen Menſchen das Vorgefühl des Endes ihrer Leiden iſt, alles dieß zuſammen beſchäftigte zugleich meine Einbildungskraft und mein Herz. Es kam mir immer vor, als wenn ich dort, wohin ich ging, zu frühe ankomme, und daß es am Ende beſſer wäre, gar nicht anzukommen. Ich ſetzte mich oberhalb des Kreuzberges nieder, um das Haus zu betrachten. Nichts war geändert, man bemerkte keine beunruhigende Beweglichkeit; die Leute waren an ihren gewohnten Beſchäftigungen auf den Fel— dern. Die Luft war ruhig und mild, und ich bildete mir ein, daß, wenn wirkliche Gründe zu Befürchtungen vor— handen wären, die ganze Natur daran Theil nehmen müßte. Dennoch betrachtete ich die Wohnung, die mich ſo glücklich geſehen hatte, unwillkürlich mit Schaudern, und zitterte ſie zu betreten (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. c νι Hofraithe⸗Verſteigerung. (1325) Dienſtag den 13. September d. J., Vormittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rath. hauſe die ſtädtiſche Polizeidienerwohnung in der Vorſtadt dahier, beſtehend in halbem Wohn⸗ hauſe mit gewölbtem Keller, Höfchen und Gärt— chen, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 24. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Edictalla dung. (1381) Johannes Diefengraͤber und Ehefrau von Ilbenſtadt haben durch Teſtament vom 24. Dezember 1832 ihr Vermögen dem Johan— nes Klein(zweiter) daſelbſt vermacht. Ueber folgende, der Johannes Diefengräbers Wittwe im Grundbuche zugeſchriebene Immobilien 165, 33 Klafter Hofraithe im Ort und 1 64, 38 Klaf⸗ ter Grabgarten im Ort, kann ein Eigenthums⸗ nachweis nicht erbracht, auch nicht nachgewieſen werden, daß ſonſtige Anſprüche auf dieſelben nicht beſtehen. Deßhalb werden alle, welche aus irgend einem Grunde Anſprüche auf die vorbezeichneten Immobilien bilden wollen, auf⸗ gefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen, von heute an, hier geltend zu machen, als ſonſt die⸗ ſelben gebetenermaßen als durch Verjährung resp. Erbſchaft erworben, den Kindern des Johannes Klein zweiter im Grundbuche werden zugeſchrieben werden. Friedberg den 27. Auguſt 1853. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (4367) Montag den 12. d. M., des Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſollen auf dem Sectionsbüreau die bei Erbauung des hiefigen Stationshauſes erforderlichen Maurerarbeiten über Sockelhöhe, veranſchlagt zu 7093 Gulden, ſowie die Stein⸗ hauerarbeiten, veranſchlagt zu 17486 Gulden, a8 2 geoele gledigt. 1 Bewerber. 9 f (383 Montag auchn un Jammlags de ih 5 U, wen diz uu deem Hobenden und mc Pfänder, deſtebend Zun, Weiß zeug, Ffentüch meide Gleichzeitig wer Nih⸗Anſtalt Ren resp. dis zum Pfänder auszulo! falls deren Verf lösung und Nen beftimmten, Tag Samfiag ſtatt. Während den bleibt das Pfan Steigeret, welt rungen win Ja zugelaſſen. Friedber— Schaaf! 43840 N dus um 11 U. bis 10 Sche hren Anfang Friedberg O bſt⸗ (1383) Di tags um 2 Uh den ſtädtiſchen Obſt, beſtehent und mehreren Neiſtbietenden Der Anfange und iſt die 3 brunmm. öriedberg d D Bel (1386) N. gens um 10 h das Beſoldung am ſog. lange lungen, auf d. ohne Obſt, me Friedberg 5 durch oͤffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Riſſe und Steigbedingungen liegen zur Einſicht offen. Gießen den 2. September 1853. Der Großh. Sektions-Ingenieur Eickemeyer. Auf. for deg ung. (1382) Die Stelle eines israelitiſchen Reli⸗ gionslehrers und Vorſängers zu Vönſtadt iſt erledigt. Bewerber hierum werden aufgefordert ihre legaliſchen Zeugniſſe über Befähigung und Leu⸗ mund alsbald bei unterzeichneter Stelle einzu⸗ reichen. Der Gehalt beſteht in 147 fl. fir, freier Wohnung und üblichen Accidenzien. Friedberg den 29. Auguſt 1853. Gr. Kreisamt Friedberg. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Verſteiger ung der Pfand- und Leih⸗Anſtalt zu Friedberg. (1383) Montag den 28. September d. J. anfangend und die darauf folgenden Tage, von Vormittags 9 bis 12 Uhr und Nachmittags 2 dis 5 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die bis zu dieſem Termin die Verfallzeit erreicht habenden und nicht ausgelösten oder renovirten Pfänder, beſtebend in: Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weißzeug, Herren- und Frauenkleider, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Gleichzeitig werden die Schuldner der hieſigen Leih⸗Anſtalt hiermit aufgefordert, ihre bis jetzt resp. bis zum Verſteigerungstermin verfallenen Pfänder auszulöſen oder zu renoviren, widrigen⸗ falls deren Verſteigerung ſtattfindet. Die Aus⸗ löſung und Renovation findet nur an den hierzu beſtimmten, Tagen: Montag, Mittwoch und Samſtag ſtatt. Während den Tagen der Pfänderverſteigerung bleibt das Pfandlocal geſchloſſen, auch werden Steigerer, welche noch aus früheren Verſteige⸗ rungen mit Zahlungen im Rückſtand find, nicht zugelaſſen. Friedberg den 5. September 1853. Für die Pfandhausverwaltung: Der Großherzogl. Bürgermeiſter Ben dee k. Schaafpferche⸗Verpachtuug. (13840 Montag den 12. September, Mor⸗ gens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5 bis 10 Schaafpferche, welche den 20. l. M. ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 7. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter 5( e e O bſt⸗Verſteigerung. (1385) Dienſtag den 13. l. M., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, wird an Ort und Stelle in den ſtädtiſchen Obſtbaumanlagen eine Parthie Obſt, beſtehend in Birnen, Aepfeln, Zwetſchen und mehreren Haufen Aufleſeäpfeln, an die Meiſtbietenden verſteigert. Der Anfang geſchiebt in der Burg⸗Gemarkung und iſt die Zuſammenkunft am ſog. Brach⸗ brunnen. Friedberg den 7. September 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (1386) Montag den 19. September, Mor⸗ gens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Beſoldungsſtück des Kanzleidieners Meier, am ſog. langen Weiher, in ſchicklichen Abthei⸗ lungen, auf den Zeitraum von ſechs Jahren, ohne Obſt, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 7. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. 285 Arbeits- Verſteigerung. (1387) Montag den 12. d. M., Vormittags um 11 Übr, ſoll auf dem Büreau des Gr. Bürgermeiſters zu Florſtadt die Lieferung einer ſteinernen Kuhkrippe, welche zu 14 fl. 32 kr. veranſchlagt iſt, öffentlich in Accord gegeben werden. Florſtadt den 6. September 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Wagner. Arbeitsverſteigerung (1388) Mittwoch den 14. d. M., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe nachbenannte Arbeiten, als: Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 7 fl. 12 kr., Zimmerarbeit,„„ 7„ 28„ öffentlich in Accord gegeben werden. Aſſenheim den 7. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Schmidt. Aepfel⸗Verſteigerung. (1389) Montag den 12. d. M., Morgens 10 Uhr, werden die der hieſigen Gemeinde ge⸗ hörigen Aepfel öffentlich meiſtbietend verſteigert. Oberwöllſtadt den 7. September 1853. Der e Bürgermeiſter Ne Anzeige. (1390) Zu dem von der Gemeinde Ilben⸗ ſtadt bei Simon Lindheimer in Friedberg ge⸗ machten Anlehen vom 1. September 1842, ſind neue Zins⸗Coupons gedruckt worden. Die Eigenthümer der Partial⸗Obligationen können gegen Vorzeigung derſelben die Coupons bei Unterzeichnetem in Empfang nehmen. Ilbenſtadt den 6. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Z3Zwier. Aepfel⸗Verſteigerung. (1391) Montag den 12. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen die hieſigen Gemeindeäpfel, be⸗ ſtehend in ohngefähr 20 Malter, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Wohnbach den 7. September 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Philippi. Jagdverpachtung. (4392) Die Freiherrl. v. Löw'ſche Jagd in der Wiſſelsheimer Gemarkung ſoll Dienſtag den 13. d. M., Vormittags 10 Uhr, im Herrnhauſe zu Löwenthal bei Wiſſelsheim öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Florſtadt den 6. September 1853. Der Freiherrl. v. Low'ſche Rentmeiſter Müller. Gießener Jahrmarkt. (1393) Der in Großherzoglich Heſſiſchem Landkalender auf den 11. und 12. Oktober dieſes Jahres angezeigte Gießener Jahrmarkt hat er⸗ heblicher Hinderniſſe wegen auf den 27. und 28. September laufenden Jahres verlegt wer— den müſſen. Das handeltreibende Publikum wird hiervon in Kenntniß geſetzt. Gießen den 31. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Ebel. I N Privat Bekanntmachungen. Ein möblirtes Zimmer (1246) hat zu vermiethen Ruths. Hofraitheverkauf. (1353) Der Unterzeichnete beabſichtigt ſeine am Vicinalwege nach Berſtadt und Wölfers⸗ —J—x—x—...——j— heim gelegene, von ihm neu erbaute Hofraithe, beſtehend in geräumigem Wohnhaus und Vieh⸗ ſtall, zum Wirthſchaftsbetrieb geeignet und ſeit— her benutzt, aus freier Hand zu verkaufen. Sowohl bei der Hofraithe, als derſelben gegenüber befindet ſich 1½ Viertel Morgen haltender Pflanzengarten und 2½ Viertel Mor⸗ gen haltendes Baumſtück mit Felſenkeller, Kegel— bahn und Brunnen, auch werden noch einige Grundſtücke dabei mitverkauft. f Wohnbach den 31. Auguſt 1853. Heinrich Schmidt. Wohnungsveraͤnderung und Geſchaͤftsempfehlung. (1354 Einem geehrten Publikum mache ich die ergebene Anzeige, daß ich jetzt meinen Laden im Hauſe des Herrn Schreinermeiſters Feiling nächſt der Poſt habe. Ich empfehle beſonders eine ſchöne Answahl baumwollener und leinener Kittel und Hemden, Band und Blumen, alle Sorten Näh-, Stick⸗, Strick- und Webgarn, geſtrickte Strümpfe, Jacken, Wämſe, Hauben, Röcke und Unterhoſen, Winterſchuhe, Stramin, Nähſeide, Taſchentücher und die meiſten in dieſes Fach einſchlagenden Artikel. Unter Verſicherung reeller und billigſter Be— dienung bittet um geneigten Zuſpruch. Friedberg im September 1853. Magdalene Maul. Soy mietben. (1375) Ein Logis im ehemaligen Rottner' ſchen Hauſe, welches im Oktober bezogen wer⸗ den kann, hat zu vermiethen Emmerich Gerhardt, Herrenkleidermacher. Anzeige. (1377) Es wird eine am 13. Auguſt in Nauheim geſtohlene filbervergoldete Ankeruhr auf 10 Steinen und Sprungfedern geſucht; die Uhr muß links aufgezogen werden und trägt die Seite-Nummer E. a. 5478. Die daran befindliche Kette war eine goldene durchbrochene Schlangenkette. Die Anzeige ſoll bei Hrn. Bürgermeiſter Hartmann zu Nauheim gemacht werden. Dem Anzeiger wird eine gute Beloh— nung zugeſichert. Unſchädliches Haarfärbemittel. (139 Fluide impèriale mit Eſſenz zum Nachwaſchen in Etuis à 1 fl. 30 kr., ein⸗ faches, ſchnellwirkendes, unſchädliches Färbungs⸗ mittel, um grauen, gebleichten und rothen Haaren eine natürliche ſchwarze oder braune Farbe zu geben, ohne daß es den gewöhnlichen kupfer⸗ farbigen Schein hinterläßt, empfieblt Friedberg. P. F. Schmittner. Aufforderung. (1395) Der Unterzeichnete fordert hiermit ſeine ſämmtlichen, ſowohl bekannte als unbekannte, Gläubiger bezüglich ſeiner Reiſe nach Auftralien auf, Forderungen und Anſprüche jeglicher Art auf hieſiger Bürgermeiſterei bis zum 15. d. M. anzumelden, widrigenfalls dieſelben nach Ablauf dieſer Friſt nicht mehr berückſichtigt werden. Rockenberg den 7. September 1853. Johannes Wolf III. O bſt⸗Verſteigerung. (1396) Donnerſtag den 15. d. M., Vor⸗ mittags um 10 Ubr, wollen die Pächter durch den Unterzeichneten eine Parthie Aepfel und Nüſſe meiſtbietend verſteigern laſſen. Die Zu⸗ ſammenkunft iſt bei der Hollerkapelle. Ockſtadt den 7. September 1853. Heinrich Klein VII 2= Regelmäßige F UNION. Reiſegelegenheit nach Amerika ü ber Liverpool. 3 wöchentliche Abfahrten ab Mainz jeden Donnerſtag, ab Friedberg jeden Mittwoch. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Friedberg im April 1853. Heinrich Hahn, Agent. Das groͤßte Lager von Seiden⸗Sammt (1371) in jeder Farbe und Qualität bis zur allerfeinſten Sorte zu ermäßigten Eduard Oehler, Zeil, Eck der Schlimmauer Preißen bei in Frankfurt a. M. S. G. Kalzenstein (4397) empfiehlt ſein neu aſſortirtes Lager in allen Arten Kleiderſtoffen für Herren und Damen, als: Tuch, Bookskin und Westenstoffen nach neueſtem Geſchmack, Thybets, Sateins, Paramattas, Mixed, Lustres, Orleans, Faconnés, Moirés, Napo- litaines, Cachemiriennes, Seidenstoffen, Callicoes, Zephyrs zu Kleider und Radkragen ꝛc. ꝛc.; ferner: Leinwand in allen Qualitäten Holländiſche, Bielefelder, Leder und Hausmachen, Barchent, Federleinen, Bettzwilch, auch Federn und Flaum, Spitzen, Moll, Organtis, Finet und Multum etc. etc., zu feſten ſehr billigen Preiſen. (1398) Ich beehre mich anzuzeigen, daß ich auf hiefigem Platze eine Spiegel⸗ und Goldleiſten⸗Fabrik J. H. Wenzel errichtet habe und erlaube mir obige Artikel, unter Zuficherung reellſter und billigſter Bedienung, unter der Firma: zur geneigten Abnahme zu empfehlen. J. H. Wenzel, Doöͤngesgaſſe 44. in Frankfurt a. M. Ein Logis (1399) für eine ſtille Haushaltung iſt zu vermiethen und kann bis den 1. Dezember be⸗ zogen werden bei Heinrich Bopp in der Vorſtadt. Ein d ee (1400) 5 Ohm haltend, wird zu kaufen ge⸗ ſucht. Näheres bei der Exped. d. Blattes. Kirchweihfeſt zu Fauerbach II. (101) Sonntag den 11. und Montag den 12., an den Tagen des hieſigen Kirchweihfeſtes, iſt bei mir gutbeſetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik anzutreffen; unter Zuſicherung beſter Bedienung, ladet hierzu höflichſt ein Nie ie l. Literariſche Anzeige. (1402) Bei Th. Niemeper in Hamburg iſt erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg zu haben: Der Zahnarzt für Jedermann. Geſunderhaltung der Zähne in den vielen Wechſelfällen des Lebens, praktiſch dargeſtellt von H. Berghoff, Dr. med. Namentlich ſorgſamen Müttern gewidmet, welche ihren Kindern die ſchönſte Zierde und unabweisbarſte Nothwendigkeit,„geſunde Zähne,“ ins Leben mitgeben wollen. Preis 27 kr. Kirchliche Anzeigen. 16. Sonntag n. Trinit. den 11. Sept. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Sahl. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. (Abendmahl.) Nachmittags: Hr. Candidat Pullmann. Frankfurter Cours vom 7. Sept. 1853. Piſtol enn; fl. 9 46-47 Friedrichsd'oor„ 9 57-58 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 53-54 Rand⸗Ducaten„ 537-38 20 Feat,„ 9 29-30 Engliſche Souverains.„11 50 Preußiſche Thaler.„ 145%.% 5 Frankenthaler„ 22172 Preußiſche Caſſenſcheine.„ 145 //. 7 Fruchtpreiſe. 7. Sept. 26. Aug.] 18. Aug. Gattung. Fried⸗, Gerns⸗ berg Mainz] heim fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malterſ 13 3015 5915 30 Korn! 775 10 30110 13110— Gerſte„ 7 8 30851 8 5 Hafer„ 15 41201 4/501 430 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 10. bis zum 16. September. f Buß⸗ — Fried⸗ Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf.] kr. pf. 11 Leib⸗Roggenbrod 3 Jie 21„ 77 I A4„„ 5 14 2142 Lth. Lth. — Milchbrod l 13 — Waſſerweck 114 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14 14 leiſch-Preiſe. Fleiſch-Preiſ 5. N 1 Ochſenfleiſch 121 2112— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 10— 9— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 8— 181— „ Kalbfleiſch 8 „1„„ gemäſtetes 1 „ Schweinenfleiſch 14— 14— „Hammellleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 7——— „[Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „ Bratwurſt R 18— „ Schwartenmagen 18— 18— „ Geräucherter Speck 24— 26— „Schinken 191 20 5 R 20— 20— „ weinenſchmalz, 1 aua 21— 22 unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 20— „ Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. à) Reglerl 5) Reglers zwichen Oeſterrel 00 Regier ichung u le füt die Großh. d) Regier der Gerichte der Friedbe r 2 Kr an ſämn getreffend Die fügung von und Nachac Frie Das Groß an die Gr. Mit B Hätter erſche des Erſatzes für aufgehob ſetzes vom 1. Gemeinde u 26. Juli 18 jedem Guld. die Staatsf auf, da für Vorſehung g und darauf 0 Jahren bis biogets ein