N dwadr r 1 tkirche Detto Vuegkirche; Saadet. 2s 9. — 49. 1853. 1 — 40% 97.58 9p, 28. 9-0 1 5 452 8 ** Kn Juul, Cerns. 3 deim 2— .f f. h. n r 21 0 115 17 1 2 0 —— Tage ig und Bußbaß — „ Suß⸗ 1 dach 9 kr J. n — 5 3 —. 900 14 104 11 131— — 10 9 3— — Intelligenz-Blat fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 62. Mittwoch den 10. Auguſt Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes und die Gensdarmen. Betreffend: Den Verkauf von Früchten auf dem Felde. Bereits ſtattgefundene Vorkommenheiten veranlaſſen mich die nachſtehende Beſtimmung, den Verkauf von Früch⸗ ten auf dem Halm betr., hiermit wiederholt zur Kenntniß zu bringen und Ihnen die pünktliche Ueberwachung hier⸗ mit aufzutragen. Friedberg am 4. Auguſt 1853. de Beauelair, Kreisaſſeſſor. Bekanntmachung, den Verkauf von Früchten und Crescentien auf dem Felde und dem Halme betr. Das unterzeichnete Miniſterium des Innern und der Juſtiz findet ſich veranlaßt, die allerhöchſte Verordnung vom 20. Juni 1817— Nr. 41 der Verordnungs⸗Sammlung vom Jahre 1817—, wonach namentlich alle und jede Contracte, durch welche der Verkäufer ſeine ſämmtlichen, noch nicht geerndteten Früchte oder die Erndte beſtimmter Grundſtücke gegen einen Averſionalpreis verkauft, eben ſo auch alle und jede Verkäufe, durch welche die auf gewiſſen Feldern wachſenden und nach der Erndte zuzumeſſenden Producte, für einen, gleich bei dem Verkauf beſtimmten und zwar geringeren Preis, als in welchem die Früchte damals ſtunden, verkauft werden, bei Strafe der Nichtig⸗ keit verboten ſind, und wonach der Käufer ſowohl als Mäckler, jeder mit einer Polizeiſtrafe von fünfzig Reichs⸗ thalern, wovon die Hälfte dem Denuncianten zufällt, be⸗ legt werden ſoll,— hiermit nochmals einzuſchärfen. Darmſtadt am 3. Juli 1843. Großherzoglich Heſſiſches Miniſterium des Innern und der Juſtiz du Thil. Das ſel be an die Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Nach einer Benachrichtigung Kurfuͤſtlichen Landraths⸗ amts Hanau iſt der Milzbrand in Eichen ausgebrochen. Sie erhalten hiervon Kenntniß und werden dafür ſorgen, v. Rieffel. daß dieſe Krankheit nicht durch von dorten kommenden Viehes in Ihren Gemeinden eingeſchleppt wird. Friedberg den 8. Auguſt 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Am Dieſe l hen. Betreffend: Hagelſchlag in der Gemarkung Vonhauſen, Kreiſes Büdingen. Am 10. v. M. hat die ganze Gemarkung Vonhauſen ein ſo ſtarker Hagelſchlag betroffen, daß ſowohl Winter- als Sommerſaat gänzlich zerſtort worden iſt. Das Unglück der zum größten Theile ohnehin ſchon armen Bewohner dieſer Gemeinde iſt daher um ſo größer, als nicht allein das Jahrbrod, ſondern auch die Saatfrucht fehlt. Großh. Miniſterium des Innern hat deßhalb eine Hauscollekte unter Leitung der Gr. Bürgermeiſter bewilligt. Sie werden angewieſen dieſe Collekte alsbald vorzunehmen, und die ein⸗ gegangenen Gaben, ſowohl in Geld als wie in Naturalien, nebſt Verzeichniß der Geber anher einzuſenden. Friedberg am 6. Auguſt 1853. de Beauclaiür, Kͤreisaſſeſſor. Thereſe Aubert. Wahrheit und Dichtung in Form einer Memoiren-Novelle. Von Charles Nodier. (Fortſetzung.) Dieſe beiden Offiziere zeichneten ſich in den erſten Gefechten in der Vendée auf's Vortheilhafteſte aus. Ihre Einſicht, ihr Eifer, ihr erprobter Muth, ſelbſt ihre Jugend, welche von ihnen jeden Verdacht entfernte, als ob ſie zu einer wichtigen und vielleicht entſcheidenden Sendung be— auftragt ſein könnten, hatten den tapferen Larochejacquelin veranlaßt, ſie vor allen anderen in die Umgebung der Prinzen des Hauſes Bourbon zu ſenden. Sie kamen bei der Armee derſelben in dem Augenblicke an, in dem man im Begriffe ſtand, in Frankreich Verbindungen anzuknüpfen, welche es retten konnten, und ſie beſaßen jene edle Kühn— heit, jene Verwendung für ſich in Anſpruch zu nehmen, welche fruchtbringender zu werden verſprach, als hundert Schlachten mit ihren gefährlichen Wechſelfällen. Bereits war der wichtigſte Theil ihrer Aufträge erfüllt, und der glücklichſte Erfolg, größer ſogar als man ihn nur gehofft hatte, und deſſen Reſultate ohne Zweifel fuͤr die nachfol— gende Generation nicht verloren ſein werden, hatte ihr Streben gekroͤnt. Es handelte ſich nur noch darum, um durch Frankreich wieder in die Vendée zu gelangen, ihre Päſſe zu erhalten, welche ihnen durch eines der Ober— häupter der Partei im Innern verſprochen waren. Dieſe Papiere kamen wenige Tage nachher an; unterdeſſen hatten ſich die Bande unſerer Freundſchaft in der Einſamkeit immer feſter geſchlungen. Wir ſchworen einander zu, daß nur der Tod uns von einander trennen ſolle. Die gute Frau T... verſchaffte uns Uniformen der Freiwilligen, verſorgte uns mit dem Nothwendigſten für unſere Reiſe, und nahm uns das Verſprechen ab, ſie eines Tages wie— der zu beſuchen, wenn wir den Gefahren entgehen ſollten, die uns faſt unvermeidlich bedrohten. Ich zweifelte durch aus nicht, denn die erſten Wechſelfälle des Lebens ſchüch— tern die Seele nicht ein, ſondern kräftigen ſie. Alles iſt weit, unbegrenzt wie die Zukunft und die Hoffnung, für einen Menſchen, deſſen Hoffnungen noch nie getäuſcht worden ſind, der noch nie dieſe bezaubernde Zukunft in der Nähe geſehen hat, und der ſie noch nie all' ihres Blendwerks beraubt, in ihrem Elende arm und leer wie das Nichts erblickt hat. Alles gelang uns nach Wunſch; wir erreichten, nicht ohne Hinderniſſe, aber ohne daß uns etwas zugeſtoßen wäre, die weiße Fahne; und wir durften uns Glück dazu wünſchen, wenn es überhaupt ein Glück genannt werden kann, einem augenblicklichen Unglücke zu entgehen, das unſere Herzen mitten unter den ſüßeſten Gefühlen und den angenehmſten Täuſchungen getroffen hätte, um am Ende mit einem gebrochenen und durch den Schmerz ausgetrockneten Herzen in die Gewalt der Un— ordnung und des Todes zu fallen. Ich gehe ſchnell über dieſe Ereigniſſe weg. Obgleich ſie mir theuere Namen in's Gedächtniß zurückrufen, fühle ich doch, daß die Erzählung derſelben mich ermüdet. Ich kann mir das Intereſſe nicht erklären, welches man auf die nutzloſe Erhaltung eines mühſeligen Lebens legt, die Anſtrengungen, welche man macht, um es zu erhalten, die leeren Zerſtreuungen des Geiſtes, in welchen man ſich ge— fällt, die Zeit zu verſchwenden. Ich fühle, daß das Da— ſein eigentlich nur einige Stunden, einige flüchtige Augen— blicke enthält, und daß, wenn dieſe dahin, unwiderbringlich dahin ſind, alle Bilder jener Zeit, die nicht wiederkehrt, Schmerzen erregen. Es liegt nicht nur etwas Bitteres, ſondern ſogar Eckel-Erregendes darin, es iſt ein Etwas, das das Gedächtniß belaſtet und das den Wunſch nach der ſtumpfen Gefühlloſigkeit des Thieres erregt, das wenig oder gar nicht fühlt, oder wenigſtens ſchnell vergißt. Eben dieſer Grund würde mir eine ausführliche Erzählung der Waffenthaten, von denen ich Zeuge war, unmöglich machen. Ich begreife, daß dieſe Rückerinnerungen, ſo unbedeutend ſie an und für ſich in der Maſſe der Nichtigkeiten ſind, welche unſere Jahre abnützen, einen gewiſſen Reiz für eine Seele haben, die ihrer Organiſation und Beſtimmung gemäß zu ihrem eigenen Heile nie etwas Lebhafteres em— pfunden hat; aber ich ſchreibe keine Geſchichte. Es drückt mich, dieſe unfruchtbaren Einzelheiten zu verlaſſen, die mein Herz belaſten. Ich bedarf einer andern Luft, eines andern Geſichtskreiſes, in welchen meine Gedanken ſich frei zu entfalten und die Unermeßlichkeit, die ſich vor mir aus— dehnt, zu theilen vermögen. Es möge genügen, wenn ich ſage, daß fünf bis ſechs auffallende Thaten mir die Ach— tung der königlichen Armee, das Vertrauen meiner Vor— geſetzten und das Commando einer Compagnie, wenige Wochen vor der Niederlage bei Mans, verſchafften. In den vorangegangenen Gefechten hatte ich mehrere Wunden erhalten; einige davon waren noch nicht völlig geheilt; die Anſtrengungen der vorhergehenden Tage laſte— ten ſchwer auf mir. Zu allem Unglücke wurde auch noch mein Pferd durch einen Schuß getödtet, und mein Degen brach, gleich bei'm Anfange des Gefechtes, hart am Stich— blatte ab. Man muß die Unordnung im Heere, den Lär⸗ 248 e- men, die Verwirrung des Volkes geſehen haben; man muß Zeuge jenes Unglückstages geweſen ſein, um ſich eine Idee davon machen zu können. Unſere tapferſten Sol— daten irrten auf's Geradewohl in den Straßen umher, verſuchten vergebens ſich wieder zu ſammeln, und ver— mehrten dabei durch ihre unſicheren Bewegungen, ihr Schreckens- und Wuthgeſchrei, ihre vergeblichen Anſtren— gungen, noch das Gräßliche unſerer Lage. Endlich gelang es mir, einige um mich zu ſammeln, am Fuße einer ab⸗ hängigen Straße, deren Höhe von einem Poſten Repu— blikaner beſetzt war, welche ſie augenblicklich mit allen möglichen Trümmerſtücken, die ihnen in die Hände ſieleu, anfüllten. Ich warf mich muthig ihnen entgegen und ſuchte meine kleine Truppe durch Geberden und Stimme zu ermuthigen; der Feind wankte und ſchien geneigt, uns den Platz zu überlaſſen; aber im Zurückziehen ließ er noch einige unſerer Munitionswagen, welche den Durchgang verſperrten, mit aller Gewalt, welche durch das Abſchüſſige der Stelle noch vermehrt wurde, gegen uns herabrollen. Eine Deichſel derſelben fuhr mir gegen den Magen, und warf mich halb todt auf einen Haufen Gefallener, auf welchem ich eine Nacht faſt beſinnungslos und mit dumpfem ſchmerzlichem Gefühle ringend zubrachte. Die Friſche des Morgens vermehrte dieſen Eindruck und machte ihn mir deutlicher; meine Gedanken wurden wieder geordneter und beſtimmter; als es tagte, kam ich völlig zu mir ſelbſt. Ich hörte einen verworrenen Lärmen, der bald ſich ent— fernte, bald ſich näherte, und der mich von Zeit zu Zeit Laute erkennen, einige Worte unterſcheiden ließ. Sie waren von einem Klirren mit Bajonetten begleitet, welche während des Marſches zuſammengeſtoßen wurden. Ohne allen Zweifel waren es Republikaner; mir ahnte, daß ſie in allen Häuſern nachſuchen würden, um diejenigen der Unſrigen, welche ſich verborgen hatten, aufzuſtöbern oder um die Todten zu zählen. Die Häuſer waren alle auf's Sorgfältigſte verſchloſſen; aber unter den Gegenſtän— den, welche zum Verrammeln der Straße gedient hatten, bemerkte ich eine Leiter, die ich an eine Mauer ſtellte und auf der ich in dem Augenblicke ein Dach erreichte, in wel— chem mehrere Flintenſchüſſe die letzte Sproſſe unter meinen Füßen zerſchmetterten. Ich wurde zwar nicht getroffen, war aber auch noch nicht gerettet. Ich ſtieg von dieſem Dache auf ein anderes, und ſtets den Blicken ausgeſetzt, gelangte ich früher als die Soldaten an eine Wendung der Straße, weil dieſe ihre Flinten wieder geladen hatten, und aus dieſem Grunde zurückgeblieben waren. An der Ecke befand ich mich einem Fenſter gegenüber, deſſen ſchlecht geſchloſſener Laden meinem Rütteln ſogleich nach⸗ gab, und ich fiel mit einem Sprunge mitten in ein Zim⸗ mer, deſſen Anblick ſogleich die Wohnung der Armuth er— kennen ließ. Ein junges Mädchen, das im Bette lag, ſtieß einen Schrei aus.„Fürchten Sie Nichts,“ rief ich ihr zu,„retten Sie nur einen armen Straßenräuber“) und Gott wird es Ihnen lohnen.“ Während ich dieſe Worte ſprach, hatte ich mich auf ihr Bett geworfen, und einen Theil der herabhängenden Decke über mich herge— zogen. Mein Hut war bei den Todten liegen geblieben; das Heft meines Degens hatte ich in meine Schärpe ge— ſteckt; meine Haare, welche ſehr lang waren, fielen in Unordnung über meine Schultern herab. Die Soldaten kamen herein, näherten ſich dem Bette, blicken unter daſſelbe, durchſtöberten das ganze Zimmer, und kamen wieder zu uns zurück. Ich hielt die Augen geſchloſſen und verbarg meine vom Feuer geſchwärzte und vom Staube des Gefechtes beſchmutzte Stirne.—„Hier iſt's ganz ) Mit dieſem Ausdrucke bezeichneten bekanntlich die Republikaner die inſurgirten Vendeéer. 1 raſch ewe ſchützerin. u opfern ſo koſtete) dung wal! viele Kun Jeaunelle Anzug fene, Schrecken de ſtach mein u ut ab, 1 Geſecht ſchr nich durch welches an nicht unm o in der Nal beeilte ich und der und den! in mein! Schärpe Hierauf! einige G. ganzen 2 Hand dan gen und als alle an, als zurückke K G Betteffen (1191 Paſſioma derungen dert, dies ſichtigung 0 dahier an, ebrrſgul 511 2 249 richtig,“ ſagte einer derſelben,„ich kenne dieſe; es iſt Jeannette.“—„Die Blonde iſt ihre jüngere Schweſter,“ erwiderte ein anderer;—„der Straßenräuber iſt nicht da.“ Endlich machten ſie die Thüre wieder hinter ſich zu; es war auch die höchſte Zeit für meine Genoſſin, deren Zaͤhne klapperten. Nun war kein Augenblick zu verlieren, denn ihre Wiederkehr war zu befürchten; ich war bereits hinter den Vorhang getreten, welcher die Fußſeite von Jeannettens Bette von dem innern Theile des Zimmers trennte. Einige raſch gewechſelte Worte hatten hingereicht, um meine Be— ſchützerin zu beſtimmen, mir den einen ihrer zwei Anzüge zu opfern, und ſo ungewohnt mir die Verkleidung war, ſo koſtete ſie mich doch nur einige Minuten. Meine Klei— dung war einfach, aber reinlich, meine Haare wurden ohne viele Kunſt unter einem Häubchen aufgeſchlagen, welches Jeannette beſſer aufzuſetzen verſtanden hätte; allein jeder Anzug jenes Tages ließ ſich durch die Unordnung und die Schrecken des vorhergehenden Abends entſchuldigen; auch ſtach mein verbranntes Geſicht nicht zu ſehr gegen meinen Putz ab, und überdieß kann die Sonne ebenſo gut ein Geſicht ſchwärzen wie der Pulverdampf ſeachdem ich mich durch einen einzigen Blick in ein Spiegelbruchſtück, welches an der Mauer hing, überzeugt hatte, daß es mir nicht unmöglich ſein dürfte, ſelbſt die Soldaten, welche mich in der Nähe im Handgemenge geſehen hatten, zu täuſchen, beeilte ich mich, meinen eiſengrauen Rock, mit dem Herzen und der Epaulette darauf, meine Piſtolen, meinen Dolch und den übrigen Theil meiner Equipirungs- Gegenſtände in mein rothes Tuch zu wickeln, welches mir zuvor als Schärpe gedient hatte, und ſteckte Alles unter den Arm. Hierauf trat ich an Jeannettens Bette und nöthigte ihr einige Goldſtücke auf, welche gerade die Hälfte meines ganzen Vermögens ausmachten, obgleich ſie ſie mit der Hand zurückſtieß; drückte dann einen Kuß auf ihre Wan⸗ gen und Stirne, der meine Erkenntlichkeit mehr ausſprach, als alle Worte. Ich kam gerade unten an der Treppe an, als die Soldaten von ihrem fruchtloſen Nachſuchen zurückkehrten. Sie bemerkten mich nicht. (Fortſetzung folgt.) Kirchenbuchsauszug von Butzbach. Monat Juli. e e e e ee Keine. Gerau fte 3. Dem hieſigen Burger nud Schneidermeiſter Johann Georg Imbeſcheidt ein Sohn, Heinrich, geb. den 16. Juni. 7. Dem hieſigen Bürger und Leinwebermeiſter Michael Scheuer ein Sohn, Wilhelm, geb. den 5. Juni. 24. Dem Bürger und Buchbindermeiſter Gernand Sauer—⸗ bier, genannt Weickhardt, eine Tochter, Marie Eliſa⸗ bethe, geb. den 2. Juli. 24. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Heinrich Klingel ein Sohn, Johann Ernſt, geb. den 9. Juli. 28. Dem Ortsbürger zu Pfungſtadt Ludwig Bonhajo, Bahnwärter dahier, eine Tochter, Marie, geb. den 17. Juli. Bernd 2. Valentin Bonhajo, des hieſigen Bahnwärtes Ludwig Bonhajo fünftes Kind, dritter Sohn, alt 3 Jahre. 6. Friedrich Weigand, des Bürgers und Schneidermeiſters Georg Heinrich Weigand drittes Kind, dritter ehe— lich lediger Sohn, alt 5 Wochen. 11. Eliſabethe Rauzenberg, des verſtorbenen Bürgers und Drehermeiſters Daniel Rauzenberg hinterlaſſene Wittwe, geb. Geſcheid, alt 71 Jahre, 4 Monate und 7 Tage. 18. Louiſe Friedericke Wilhelm, des Bürgers und Nagel—⸗ ſchmieds Georg Wilhelm Ehefrau, geb. Booſe, alt 54 Jahre. 19. Maria Katharine Alles, des verſtorbenen Bürgers und Schuhmachers Samuel Alles Wittwe, geb. Schwarz, alt 78 Jahre, 4 Monate und 18 Tage. 25. Katharine Eliſabethe Low, des Bürgers und Schuh— machermeiſters Gerhard Löw Ehefrau, geb. Wagner, alt 66 Jahre, 1 Monat und 15 Tage. Huͤlferuf an Menſchenfreunde! Am 26. Juli l. J. wurde durch ein Hagelſchlag die Erndte für dieſes Jahr in dem Orte Froſchhauſen total und in Seligenſtadt, Kreis Offenbach, größtentheils zerſtört. Die beiden Orte, welche ohnehin unbemittelt ſind, haben ihre geſegnete Erndte, beſtehend aus Korn, Gerſte, Hafer, Magſamen und Tabak in wenigen Stunden gänz⸗ lich verloren und Niemand vermag das Elend beider Ge— meinden zu ſchildern. Es thut darum ſchleunige Hülfe, hier mehr als irgendwo noth. Man richtet deßhalb an die Bewohner der geſegneten Weterau, deren Wohlthätigkeits— ſinn ſich in derartigen Angelegenheiten ſchon ſo oft bethä⸗ tigte, die dringende Bitte, auch hier ihr Schärflein beizu— ſteuern, um das über genannte Orte hereingebrochene Un— glück möglichſt zu mildern.— In Bezug auf vorſtehenden Aufruf erklärt ſich die Expedition dieſes Blattes gerne bereit etwaige Geldbeiträge entgegen zu nehmen und an den Ort ihrer Beſtimmung zu vermitteln, und wird ſeiner Zeit das erzielte Reſultat durch oͤffentliche Rechnungsablage bekannt gemacht werden. Friedberg im Auguſt 1853. Für die Gemeinde Vonhauſen bei Büdingen, welche durch Hagelſchlag hart heimgeſucht wurde, iſt bei mir eingegangen und wird hiermit dankbar beſcheinigt: Von Hrn. Ph. W. 1 fl.; von Mr H- ſch 1 fl. 30 kr.; in Folge eines Vergleichs bei Gericht 2 fl. 42 kr.; durch die betreffenden verehrlichen Kirchenvorſtände geſammelt und eingeſendet: a) in der Ge⸗ meinde Oſſenheim 6 fl. 18 kr.; b) in der Gemeinde Bauernheim 10 fl. 15 kr.— Zuſammen 21 fl. 45 kr.— Um weitere Gaben bittet Bernges. Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. rr Edictalla dung. ſtellung eines Curators, über Veräußerung des Vermögens u. ſ. w. gefaßt werden. Grünberg den 23. Juli 1853. Großherzogl. Landgericht Welcker. uach bezüglich des Verkaufs der Immobilien, der Regulirung und Vertheilung der Maſſe, ohne weitere Mitwirkung des Karl Schleuning verfahren werden wird. Midtler. Gleichzeitig werden etwaige, bisher nicht auf— Betreffend: Die Vermögensunterſuchung gegen den Pachter Anton Södler zu Ober⸗ ohmen, früher in Steinfurth. (1191) Behufs Feſtſtellung der Activ und Paſſiomaſſe werden alle diejenigen, welche For⸗ derungen an den Rubrikaten bilden, aufgefor⸗ dert, dieſelben bei Vermeidung der Nichtberück⸗ ſichtigung im Termin Freitag den 26. Auguſt d. J., Vormittags 9 Uhr, dahier anzuzeigen und ſollen, im Falle ſich eine Ueberſchuldung herausſtellt, Beſchluͤſſe über Be⸗ Oeffentliche Aufforderung. (1192) Schneidermeiſter Karl Schleuning von hier, welcher heimlich entwichen und deſſen gegenwärtiger Aufenthaltsort unbekannt iſt, wird hierdurch aufgefordert, binnen drei Monaten, von heute an, die geeigneten Anträge wegen Verwaltung ſeines zurückgelaſſenen Vermögens und Befriedigung ſeiner Gläubiger zu ſtellen, widrigenfalls dem eingeleiteten Debitverfahren der Lauf gelaſſen, der von den Gläubigern zur Maſſeverwaltung erwählte Ausſchuß als ſolcher beſtätigt und nach deſſen Anträgen, insbeſondere getretene Gläubiger, oder ſolche, welche an die verkauften Immobilien: 73/9 91 Ruthen im Ried und 42/247 Wohnbaus dahier, Eigen- thumsanſprüche machen wollen, aufgefordert, ihre Forderungen resp. ſonſtigen Rechte binnen obiger Friſt, bei Meidung der Nichtberückſichti⸗ gung, geltend zu machen. Friedberg den 15 Juli 1853. Großb. Heſſ. Landgericht Hofmann. v. Preuſchen. Mobiliar-Verſteigerung. (1206) Mittwoch den 10. Auguſt d. J., ——— Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in hie— ſigem Rathhauſe verſchiedene Mobiliar-Gegen— ftände, als: Tiſche, Stühle, Commode, 1 Sopha, 1 Kleiderſchrank, Bettſtellen, Glaswerk, Por— cellain, Bettung, Kleider und Weißzeug, ſowie ſonſtige Haushaltungs-Gegenſtände, öffentlich meiſtbietend gegen gleichbaare Zahlung ver— ſteigert. Friedberg den 3. Auguſt 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts. In deſſen Verhinderung der Stellvertreter H. W̃᷑a l. z. Material⸗ Lieferungen für das Gr. Dorheimer Braunkohleubergwerk. (1208) Die Lieferung von folgenden Ma⸗ terialien, nämlich: J. Floßholz: 115 Böden lOter Stämme, 24 7 ter 1 II. Brettern ꝛc.: 150 Stück ſchmalen Schreinerdielen, 150„„ Dacghdielen, 60„ breiten Doppeldielen, 100„ Latten, III. Schachtpfählen: 24000 Stück 4“ lange eichener Schachtpfähle, IV. Fettwaaren: 800 Maas Rübol, 60 Pfund Talg, ſoll Freitag den 12. Auguſt d. J. auf dem Soumiſſionswege vergeben werden. Die Be- dingungen, unter welchen die Lieferung zu er⸗ folgen hat, können acht Tage vorher auf dem Geſchäftszimmer des Unterzeichneten eingeſehen werden. Die Soumiſſionen find ſchriftlich, verſiegelt, frankirt und mit der Aufſchrift:„An Gr. Heſſ. Bergamt Dorheim die Lieferung von betreffend,“ verſehen, längſtens bis zum 12. Au⸗ guſt, Vormittags 10 Uhr, abzugeben; ſpäter einlaufende Angebote können nicht berückſichtigt werden. Die Eröffnung der Soumiſſionen er— folgt in Gegenwart der erſcheinenden Soumit— tenten. Dorheimer Bergwerk den 1. Auguſt 1853. Das Großh. Heſſ. Bergamt Dorheim ü ger, Großh. Bergmeiſter. Hofraitheverſteigerung. (1209) Freitag den 12. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird in hüſiger Rathsſtube ein der evang.⸗luth. Kirche dahier zugehöriges zweiſtöckiges Wohnhaus nebſt einem Stalle, öffentlich an den Meiſtbietenden auf den Ab- bruch verſteigert. Höch ſt a. d. N. den 1. Auguſt 1853. Für den Kirchenvorſtand: Bingmann, Pfarrer. Amts ferien An zeige. (1212) Die diesjährigen Amtsferien bei dem unterzeichneten Juſtizamte nehmen ihren Anfang den 13. Auguſt und endigen den 10. Sep⸗ tember. Während dieſer Zeit werden nur eilende Rechtsſachen vorgenommen. Reichelsheim den 2. Auguſt 1853. Herzogl. Naſſ. Juſtizamt Hildenbrand. Bekanntmachung. (42110 In der Gemarkung Enzheim, Kreiſes Büdingen, find ciirca 200 Morgen Waldung nebſt 200 Morgen Acker- und Wieſengelände, beſter Qualität, mit ſchönen Obſtbaumſtücken, ſowie Jagd⸗, Fiſcherei- und Schäfereigerecht⸗ ſamkeit, zu verkaufen. 250 e- Bedingungen, Ueberſichtskartön und Güter verzeichniſſe können auf dem Bürgermeiſterei⸗ büreau in Enzheim eingeſehen werden. Der Orts vorſtand. (Butzbach.) Strohlieferung.) (4224) Dienſtag den 16. Auguſt d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen die zum friſchen Füllen ſammtlicher Betten der hieſigen Garniſon erforderlichen 1110 Gebund, à 16 Pfund, Korn⸗ ſtroh, und 1260 Gebund, à 8 Pfund, Gerſten⸗ ſtroh, auf dem Wege der Soumiſſion in Liefe— rung vergeben werden. Dieß den Jutereſſenten zur Nachricht mit dem Anfügen, daß die Liefe- rungs⸗Bedingungen von heute an zur Einſicht aufgelegt ſind. Butzbach den 5. Auguſt 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Hofraithe⸗Verſteigerung. (1225) Freitag den 12. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird bei Wirth J. Krick die der Julius Schmidt's Wittwe zu Oſſenheim zu— ſtehende Hofraithe unter den vor der Verſteige— rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verſteigert. Oſſenheim am 6. Auguft 1853. In Auftrag: Gr. Heſſ. Landgerichts der Vorſteher des Gr. Ortsgerichts K. Arbeits-Verſteigerung. (1226) Freitag den 12. Auguſt, des Vor- mittags 10 Uhr, wird bei Gaſtwirth Krick zu Oſſenheim die bei Reparatur des Hirtenhauſes vorkommende Maurerarbeit, welche zu 8 fl. 40 kr. veranſchlaͤgt iſt, öffentlich in Accord ge— geben. Oſſenheim den 7. Auguſt 1853, Der Großherzogl. Bürgermeiſter Ko pp. Obligations-Verlooſung. (1227) Bei der heute ſtattgehabten Verloo⸗ ſung der Partial-Obligationen der Gemeinde Ober⸗Erlenbach wurde die No. 62 über 200 fl. zur Rückzahlung gezogen. Der Inhaber dieſer Obligation wird hiermit aufgefordert, gegen Rückgabe derſelben und der noch nicht fälligen Zinscoupons den Betrag bis zum 1. Novem— ber l. J. bei dem Gemeinde-Einnehmer dahier in Empfang zu nehmen, indem von dieſem Tage an die Verzinſung aufhört. Ober⸗Erlenbach am 1. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Ohmeis. Marktanzeige. (1228) Der Gemeinde Bieber, Kreiſes Offenbach, iſt höheren Orts die Abhaltung von zwei Jahrmärkten gnadigſt geſtattet worden, wovon der erſte jedesmal auf Faßnacht-Dienſtag und der zweite jedesmal den Montag nach dem 16. Auguſt abgehalten werden ſoll. Indem ich dieſes zur öffentlichen Kenntniß bringe, bemerke ich, daß der 1. diesjährige Markt Montag den 22. Auguſt d. J. abge- halten werden wird. Bieber den 6. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Heberer. Obligations-Verlooſung. (1229) Nachdem in der heutigen Gemeinde⸗ rathsverſammlung die in Gemäßheit des Vor⸗ anſchlags für 1853 vorzunehmende Partialobli⸗ gationen⸗Verlooſung ſtaͤttgefunden hat und die No. 110 und 119, jede von 100 fl., durch das Loos zur Rückzahlung herausgekommen ſind, ſo wird ſolches mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Inhaber gedachter Partial⸗Schuldverſchreibungen gegen deren Rück⸗ gabe die Beträge bis zum 1. September d. J. bei der hieſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen haben, indem von dieſem Tage an keine weitere Zinſen mehr vergütet werden. Altenſtadt den 5. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Kreuder. E Privat- Bekanntmachungen. Zu vermiethen. (1218) Ein neu eingerichtetes Zimmer mit Kabinet und Kammer iſt zu vermiethen bei Conrad Diehl auf dem Markt, neben Herrn Apotheker Wahl. Annonce. (1131) Das große Badiſche Anlehen von 14 Million Gulden vom Staat errichtet und von den Landesſtänden garantirt, iſt rückzahlbar durch Gewinne von IAmal fl. 50,000, 54mal fl. 40,000, 12mal fl. 35,000. 23mal fl. 15,000. und 55mal fl. 10,000. Die nächſte Verlooſung findet am 31. Au⸗ guſt 1853 ſtatt und erläßt hierzu unterzeichnetes Handlungshaus Actien à fl. 1. 30 kr. unter Zuſicherung prompter Einſendung der Ziehungs⸗ liſte. Jedermann, der Fortuna auf ſolide Art verſuchen will, können wir dieſes Anlehen em⸗ pfehlen. Julius Stiebel jun.& Comp., Banquiers in Frankfurt a. M., er d e en (1230 Das den Heinrich Schultheiß VI. Kinder zu Echzell gehörige ſogenannte Gemeinde⸗ wirthshaus ſoll Mittwoch den 24. Auguſt d. 3. in loco auf weitere vier Jahre öffentlich meiſt⸗ bietend verpachtet werden. Die Pachtbedingungen liegen offen für Liebhaber bei dem Vormunde Rector Werner daſelbſt. 8 Echzell den 2. Auguſt 1853. Zur Nachricht! S (1231) Unterzeichneter beehrt ſich hierdurch ergebenſt anzuzeigen, daß er ſeine Wohnung in der Wilhelminenſtraße verlaſſen hat und jetzt bei Herrn Guſtav Gerlach nächſt der Stadtkirche wohnt; zugleich bringt er das Rohrſitzflechten in empfehlende Erinnerung und bittet um ge⸗ neigten Zuſpruch. Friedberg. Wilhelm Wagner, Schreinermeiſter. Gin seht ding (4232) wird geſucht von Schuhmachermeiſter Hartmann Mogk. 12— 15 Maurergeſellen (1233) können gegen guten Lohn dauernde Beſchäftigung erhalten bei Jacob Morſchel. Friedberg. 2 Lerchengarne (1234) bat zu verkaufen Friedberg. Schakai, Webermeiſter. Das Scheibenſchießen zu Reichelsheim (1221) für l. J. findet an den Sonntagen des 7. und 14. l. M. ftatt. Für gute Speiſen und Getränke iſt beßtens geſorgt, ſowie Sonntag den 14. l. M. für gute Muſik, wozu höflichſt einladet Reichelsheim den 2. Auguſt 1853. J. Conrad, zum Naſſauer Hof, Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 1 — Die ging ich au Seite hinz neraden hi freie Feld, ein Soldat ſelug und E Halt, nicht ohne Schreibt ein große klagender denen ein Getuͤmm welche n Siegern Du auch mit wild aufging ſehen. 7„Ic von P. die Str und ar um hier rend der ich verb wieder dieß iſt wiederte zum Pri iſt aus ſo wird D Saales wallten ſchräg ü berden! Gefühl Secunde mein Pa