ei Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 61. Sonnabend den 6. Auguſt 1853. Amtlicher Theil. Das Großhekzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Großh, Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Unterhaltung der Straßen, insbeſondere die Kreis⸗ und Ortstafeln. Die Verfügung vom 10. Mai d. J. in obigem Be⸗ treffe iſt von den meiſten Bürgermeiſtern noch nicht befolgt und die deßfalls geforderten Berichte erſtattet worden. Ich ſehe mich veranlaßt Sie hieran binnen 8 Tagen zu erinnern. Friedberg den 29. Juli 1853. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. SaSe an die Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes und die Gensdarmen. In der Nacht vom 24. auf den 25. d. M. gegen 1 Uhr iſt am Ufer des Mains zu Hanau, im Waſſer, das nachſtehend beſchriebene Kind, weiblichen Geſchlechts, lebend gefunden und aus dem Waſſer herausgezogen worden. Sie werden Nachforſchungen nach der Mutter oder den Eltern anſtellen laſſen und ein etwaiges Reſultat als⸗ bald einberichten. Friedberg am 3. Auguſt 1853. de Beauclair, Kͤreisaſſeſſor. Beſchreibung des Kindes: Das Kind iſt wohl genährt und ſehr reinlich gehal— ten, ungefähr 2 Jahre alt, hat weißlich blonde Haare, blaue Augen, rundes Geſicht und als beſonderes Kenn— zeichen unterm rechten Backen eine einen Zoll lange Narbe, die an der Seite des unteren Kiefers herläuft, und von einem Fall auf einen kantigen Gegenſtand herzurühren ſcheint, und nach auswärts gebogene Beine. Kleidungsſtücke: 10 ein weißes Piqueröckchen, deſſen ſog. Leibchen von weißem Barchent iſt, 20 ein baumwollenes Hemdchen mit Tillkrägelchen, roth gez. W.(unten); 3) ein Paar baumwollene Strümpfe, unten blau und weiß, oberhalb der Wade roth und blau; 4) ein Paar kalblederne Schnürſchuhe. Bekanntmachung. Am Donnerſtag den 25. Auguſt und Dienſtag den 30. Auguſt finden keine Amtstage ſtatt, was zur oͤffent⸗ lichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 27. Juli 1853. Großherzogl. Landgericht Hofmann. Thereſe Aubert. Wahrheit und Dichtung in Form einer Memoiren-Novelle. Von Charles Nodier. Das Manuſcript zu dieſer Erzählung wurde in einem Hauſe gefunden, welches in der Schreckenszeit der erſten franzöſiſchen Re⸗ volution zum Gefängniſſe gedient, ſeitdem aber ſeiner früheren Be⸗ ſtimmung wieder zurückgegeben worden iſt. Die Handſchrift lag ohne weitere Vorſichtsmaßregeln unter einer ſteinernen Bodenplatte ver- borgen, ſo daß, weil Zeit und Feuchtigkeit an mehreren Blättern ihren verderblichen Einfluß geübt hatten, einige Lücken entſtanden waren, welche der Herausgeber auszufüllen ſich genöthigt ſah. Dieß iſt der einzige Antheil, den er an dem Werke hat, denn er hat nichts am Style geändert, ſelbſt an Stellen, wo nur wenige Striche nöthig geweſen wären, um denſelben beſſer zu machen. Er glaubte nämlich, daß die Empfindungen eines gefühlvollen, unglücklichen jungen Mannes einen Charakter an ſich tragen, den man unter dem Vorwande, daß die Ausdrücke, mit denen er ſie kund gab, nicht immer gut gewählt ſeien, nicht zu verändern berechtigt iſt. Er hat ſogar einige leichte Incorreetheiten, aus Rückſicht für die Gefühle, ſtehen laſſen, obgleich die Gefühle, welche der Verfaſſer zu beſchreiben verſuchte, nicht gerade von allgemeinem Intereſſe ſind. Dieſer Unglückliche hatte nur eine Art von Gemüthsdewegung kennen zu lernen Gelegenheit, welche in⸗ deſſen wenige Menſchen tief empfinden, und deren Erinnerung von dem gereiften Menſchen zurückgewieſen wird, den Kalten beläſtigt, den Verderben aufbringt, und ſich höchſtens in gewiſſen leidenſchaft⸗ lich zärtlichen Gemüthern erhält, die das Unrecht oder das Unglück hatten, nichts Beſſeres zu finden. Wenn man ſicher wäre, mit allen denjenigen einen Gedanken gehabt zu haben, die uns verſtehen, ſo würde man ohne Zweifel nichts ſchreibenz aber wofür ſchreibt man denn überhaupt, als um dieſe aufzuſuchen? Der Herausgeber einer Erzählung, wie die nachſtehende, weiß zum Voraus, daß er einem verdammenden Vorwurfe nicht entgehen wird, nämlich dem: dem Leſer zu düſtere Bilder vorzuführen und dadurch in ſeinem Herzen gar zu peinliche Gefühle zu erregen. Es iſt nicht zu läugnen, daß dieſe traurige Zerſtreuung glücklicherweiſe nur einer kleinen Zahl ſchmerzerfüllter Seelen zuſagt, welche ein wahres Bedürfniß fühlen, ſich durch die Leiden Anderer, in ruhigen Augenblicken, in welchem ſie ihre eigenen Schmerzen zu vergeſſen vermögen, weicher zu ſtimmen; eben dieſen widme ich dieſe Erzählung. Was die Schriftſteller anbelangt, welche auf dieſem Felde ihre Erfolge ſuchen, ſo glaubte ich, daß ſie nicht immer die freie Wahl ihres Stoffes hatten. ** * Ich heiße Adolph v. S..., und bin den 19. Ja⸗ nuar 1777 in Straßburg als der letzte Sprößling einer adeligen Famlie geboren. Meinen Vater verlor ich in der Emigration. Meine Mutter ſtarb während der Re— volution in einem Gefängniſſe für Verdächtige; ich beſitze weder Brüder noch Schweſtern, noch Verwandte unſeres Namens. Ich bin ſeit einigen Tagen ſiebzehn und ein halbes Jahr alt, und nichts zeigt darauf hin, daß dieſe kurze Exiſtenz ſich verlängern werde. Ich werde ſogar den Grund davon ſpäter ſagen, obgleich meine Lage Nie— mand mehr intereſſirt. Ueberdieß ſchreibe ich dieſe unnützen Zeilen nicht für die Welt, ſondern für mich; allein für mich, um eine traurige und verzweiflungsvolle Muße aus— zufüllen, welche hoffentlich nur noch ſehr kurze Zeit dauern wird; und um den Gefühlen, die mich drücken, einen leich⸗ tern Weg zu eröffnen, um mein Herz zu erleichtern, wenn Rückerinnerung eine Erleichterung genannt werden kann, oder um es vollends zu brechen. Ich zählte vierzehn Jahre, als ich meinem Vater in die Verbannung folgte; als ich ihn verlor, war ich ſechs— zehn alt. Ich war nach Straßburg zurückgekehrt, ohne etwas Anderes mit zu bringen, als ſein letztes Lebewohl, ſeine letzten Ermahnungen, Rathſchläge, das Beiſpiel ſeiner Aufopferung, ſeines Muthes, ſeiner Tugenden und jene Nacheiferung im Unglücke, welche die Seele erhebt. Unſere Güter gehörten uns nicht mehr; unſere Verwandten irrten entweder in der Fremde umher oder waren todt, unſere ehemaligen Freunde hätten ſich gefürchtet, mich wieder zu erkennen, und wahrſcheinlich gab es welche unter ihnen, die mich nicht einmal mehr geliebt hätten; ich war ſehr zu beklagen! Zum Lehrer im Griechiſchen hatte ich einen Mönch gehabt, welcher ſich Pater Schnei— der nannte; und mein Muſikmeiſter war ein Virtuoſe, Herr Edelmann, geweſen. Beide hatten ſich leidenſchaft— lich der Revolutionspartei ergeben; ich erkundigte mich dennoch nach ihnen, weil ich wußte, daß ſie ſich von der Freundſchaft meines Vaters geehrt gefühlt hatten, und weil ihr Mitleiden mein einziger Hoffnungsanker war. Der erſtere war bei einem Volksauflaufe an die Pfoſten des Schaffots gebunden worden, gerade in dem Augen- blicke, als ich über den Paradeplatz ging; ich erkannte ihn aber ſogleich wieder, obgleich er blaß, entſtellt ausſah und voll Blut war. Das allgemeine Geſchrei klagte ihn der ſcheußlichſten Schandthaten an; er war aber mein Lehrer geweſen, hatte mich vielleicht geliebt, und ſo wäre ich dennoch auf ihn zugeeilt, wenn ich nicht gefürchtet hätte, daß eine Zärtlichkeit von meiner Seite ihn mit einem weiteren Verbrechen belaſten würde. Ich weinte bitter und verhüllte mein Geſicht. Herr Edelmann war denſelben Tag verhaftet worden. Einige Monate ſpäter ſind Beide, wie man mir ſagte, in Paris unter der furcht— baren Senſe gefallen, die nicht einmal das Kindesalter verſchonte. Meine letzte Aſſignate war gegen einen Biſſen Brod umgetauſcht worden; es war ſehr kalt, der Tag neigte ſich zu Ende und ich wußte nicht, wo ich mein Haupt niederlegen ſollte. Ich erinnerte mich, daß ich in einer kleinen benachbarten Stadt einige Tage meiner Kindheit bei der hübſchen Wirthin zur... zugebracht hatte. Ach! 244 e- meine Dankbarkeit erlaubt mir nicht, ſie zu nennen. Da ſie wegen ihrer Anhänglichkeit an die, welche man Ar iſto⸗ kraten nannte, bekannt war, ſo hatten mein Vater und ich die Nacht vor unſerer Auswanderung in ihrem Hauſe geſchlafen. Ich nahm meine letzte Kraft zuſammen, um den Ort, wo ſie wohnte, zu errreichen. Es war ſchon ſpät in der Nacht, als ich ankam; ich eilte haſtig in das Cabinet der Frau T... und warf mich, oder beſſer ge— ſagt, ich fiel ihr zu Füßen, denn ich war außer Stande, mich länger aufrecht zu halten.„Aus Barmherzigkeit,“ ſagte ich,„geben Sie mir ein wenig Wein zur Erfriſchung, ein Bischen Stroh zum Nachtlager für Ihren armen, kleinen Adolph! Ich ſterbe, wenn ich auch dieſe Nacht noch auf dem Schnee zubringen muß!“ weinend; ach, wie verſchönerten ſie dieſe Thränen! Dann ermahnte ſie mich zur Klugheit, führte mich in ein abge— legenes Zimmer, in dem drei Betten ſtanden, und bemerkte dabei nur, daß ich von meinen Nachbarn nichts zu be— fürchten habe. Es waren Unglücksgenoſſen, welche ich aber bis auf dieſen Tag nicht gekannt hatte. Kaum hatte ich mein leichtes Mahl vollendet, als auch ſchon meine Sinne vom Schlafe umfangen wurden; als ich die Augen wieder öffnete, war es Tag. Meine Genoſſen begrüßten mich als Brüder; der Name meines Vaters war ihnen nicht fremd. Unſere Ge— ſinnungen waren dieſelben; unſer Glück, unſer Geſchick waren gemeinſchaftlich; übrigens boten ſie mir etwas mehr, als nur leere Tröſtungen, denn ſie ſprachen von großen Gefahren, welche zu beſtehen ſeien, und von Ruhm, wel— cher erworben werden könnte. Sie wollten mein Loos verbeſſern, und ich war bereits erpicht darauf, das ihrige zu theilen, welches es auch ſein möchte. Die Freundſchaft muß in allen Epochen und unter allen Verhältniſſen des Lebens ein köſtliches Gefühl ſein, aber unter jungen, durch unverdiente Unglücksfälle geprüften Seelen wird ſie ſo zu ſagen zu einer Art Religion. Einer dieſer Herren war achtzehn bis zwanzig Jahre alt; er war ein junger Mann von einnehmenden, aber ernſten Geſichtszügen, aus welchen eben ſo ſehr Ruhe und Entſchloſſenheit, als Energie und Geiſtesgegenwart ſprach. Er hieß Foreſtier, und ich glaube, er war der Sohn eines Schuſters aus Saumur oder Chollet, ich erinnere mich nicht mehr genau. Der Andere, welcher ihm die höchſte Ehrerbietung erwies, war zwei oder drei Jahre jünger und nannte ſich Chevalier de Mondyon. Obgleich er aller— höchſtens mein Alter hatte, ſo war er mir doch körperlich weit voran. Mein kleiner Wuchs, meine blauen Augen, die etwas röthliche Farbe meiner lockigen Haare, die Friſche einer belebten Geſichtsfarbe, die ich von meiner Mutter geerbt hatte und welche unſere Elſäßerinnen aus zeichnet, verliehen mir, zu meinem großen Bedauern, einen weiblichen und ſchüchternen Anſtrich, welcher mich mehr— mals unter Wegs dem Verdachte und den Späſſen unge— zogener Reiſenden ausgeſetzt hatte.„In der That,“ ſagte Mondyon, im Tone herzlicher Luſtigkeit, die ihn nie ver— ließ,„wir werden Mühe haben, den General zu über— zeugen, daß unſer neuer Kamerad kein verkleidetes Mäd— chen ſei.“—„Ich werde ihm dieſen Irrthum benehmen,“ antwortete ich,„auf dem erſten Schlachtfelde, auf welchem es Gelegenheit gibt, ſein Blut für die Sache des Königs zu vergießen!“ Foreſtier lächelte und drückte mir kräftig die Hand; Mondyon, welcher fürchtete, mich ſchwer belei— digt zu haben, fiel mir um den Hals. (Fortſetzung folgt.) Sie küßte mich gallan, B ſonſlige meiftbiete fleigert. Frsedt 2 n Ju 120 Morgen 180 M. das B. Knappſc nehmen Se Kurfür Nai für das (1208 terialien, dingung folgen h 6 eme Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. MN NN Bekanntmachung. (120) Nächſten Dienſtag den 9. d. M., Nachmittags 3 Uhr, ſoll das für das bieſige Arreſthaus im Winter 188 erforderliche Buchen⸗Scheitholz auf dem Büreau der unter⸗ zeichneten Behörde öffentlich an den Wenigſt⸗ fordernden vergeben werden. Friedberg den 3. Auguſt 1853. Das Gr. Kreisamt. de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Hofraithe-Verſteigerung. (1205) Montag den 8. August d J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag der Heinrich Briels Wittwe dahier deren Hofraithe in der Stadt: Pag. 48 No. 284 Hofraithe, als: Wohnhaus, Scheuer und Ställchen an Adam Schleuning und Jo⸗ hannes Windecker, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 4. Auguſt 1853. In Auftrag: Der Vorſteber des Großh. Ortsgerichts. In deſſen Verhinderung der Stellvertreter H Wal z Mobiliar⸗Verſteigerung. (1206) Mittwoch den 10. Auguſt d. 8 Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in hie⸗ figem Rathhauſe verſchiedene Mobiliar⸗Gegen⸗ ſtände, als: Tiſche, Stühle, Commode, 1 Sopha, 1 Kleiderſchrank, Bettſtellen, Glaswerk, Por⸗ cellain, Bettung, Kleider und Weißzeug, ſowie ſonſtige Haushaltungs⸗Gegenſtände, öffentlich meiſtbietend gegen gleichbaare Zahlung ver⸗ ſteigert. Friedberg den 3. Auguſt 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts. In deſſen Verhinderung der Stellvertreter S W F Tu cht liefe rumg. (1207) Dienſtag den 9. Auguſt d. J., Morgens 9 Uhr, ſollen bei hieſigem Salzamte 186 Malter Korn und 94 Malter Gerſte für das Brodfruchtmagazin der hiefigen Salinen⸗ Knappſchaft in Lieferung an den Wenigſtneh⸗ nehmenden übergeben werden. Die Bedingungen ſind bei dem Actuariate Kurfürſtlichen Salzamtes einzuſehen. Nauheim den 2. Auguſt 1853. Der Salinen-Inſpector R. Ludwig. Material⸗ Lieferungen für das Gr. Dorheimer Braunkohlenbergwerk. (1208) Die Lieferung von folgenden Ma⸗ terialien, nämlich: I. Floßholz: 115 Böden 10ter Stämme, 5 gter„ H. Brettern ue.: 150 Stück ſchmalen Schreinerdielen, 150 5 5 Dachdielen, 60„ breiten Doppeldielen, 100 Latten, III. Schachtpfählen: 24000 Stück 4“ lange eichener Schachtpfähle, IV. Fettwaaren: 800 Maas Rüböl, 60 Pfund Talg, ſoll Freitag den 12. Auguſt d. J. auf dem Soumiſſionswege vergeben werden. Die Be⸗ dingungen, unter welchen die Lieferung zu er⸗ folgen hat, können acht Tage vorher auf dem 2 245„ Geſchäftszimmer des Unterzeichneten eingeſehen werden. Die Soumiſſionen ſind ſchriftlich, verſiegelt, frankirt und mit der Aufſchrift:„An Gr. Heſſ. Bergamt Dorheim die Lieferung von... betreffend,“ verſehen, längſtens bis zum 12. Au⸗ guſt, Vormittags 10 Übr, abzugeben; ſpater einlaufende Angebote können nicht berückſichtigt werden. Die Eröffnung der Soumiſſionen er- folgt in Gegenwart der erſcheinenden Soumit⸗ tenten. Dorheimer Bergwerk den 1. Auguſt 1853. Das Großh. Heſſ. Bergamt Dorheim Jäger, Großh. Bergmeiſter. Hofraitheverſteigerung. (1209) Freitag den 12. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird in hiſiger Rathsſtube ein der evang.⸗luth. Kirche dahier zugehöriges zweistöckiges Wohnhaus nebſt einem Stalle, öffentlich an den Meiſtbietenden auf den Ab⸗ bruch verſteigert. Höchſt a. d. N. den 1. Auguſt 1853. Für den Kirchenvorſtand: Bingmann, Pfarrer. Faſelochs-Verſteigerung. (1210) Dienſtag den 9. d. M., des Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe ein der hieſigen Gemeinde zugehöriger, gut ge— haltener Faſelochſe, öffentlich meiſtbietend ver— ſteigert werden, wozu Kaufliebbaber einladet Nauheim den 2. Auguſt 1853. Der Bürgermeiſter Hartmann. Bekanntmachung. (12110 In der Gemarkung Enzheim, Kreiſes Büdingen, ſind ciirca 200 Morgen Waldung nebſt 200 Morgen Acker- und Wieſengelände, beſter Qualität, mit ſchönen Obſtbaumſtücken, ſowie Jagd⸗, Fiſcherei⸗ und Schäfereigerecht⸗ ſamkeit, zu verkaufen. Bedingungen, Ueberſichtskarten und Güter- verzeichniſſe können auf dem Bürgermeiſterei⸗ büreau in Enzheim eingeſehen werden. Der Orts vorſtand Amtsferien⸗ Anzeige. (1212) Die diesjährigen Amtsferien bei dem unterzeichneten Zuſtizamte nehmen ihren Anfang den 13. Auguſt und endigen den 10. Sep⸗ tember. Während dieſer Zeit werden nur eilende Rechtsſachen vorgenommen. Reichelsheim den 2. Auguſt 1853. Herzogl. Naff. Juſtizamt Hildenbrand. Privat- Bekanntmachungen. UINIOX. Reiſegelegenheit nach Amerika ü ber Liverpool.—— 9 N 7 0 0 1 Regelmäßige wöchentliche Abfahrten ab Mainz jeden Donnerſtag, ab Friedberg jeden Mittwoch. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Friedberg im April 1853. Heinrich Hahn, Agent. Zur gef. Beachtung für Auswanderer. (1168) Nachdem ich von Gr. Staatsbehörde als Agent zur Beför⸗ derung von Auswanderern 12 — für die General-Agenten J. Lemaitre uber Harre S W. Finlay in Mainz& Havre conceſſionirt worden bin, erlaube ich mir, dieſe Reiſegelegenheit noch beſonders zu empfehlen, indem ſie außerordentliche Vorzüge anderer Reiſegelegen— heiten gegenüber hat. Auch wird es immerhin mein eifrigſtes Beſtreben ſein, fuͤr das Wohl der Auswanderer auf das pünktlichſte beſorgt zu ſein. Die Ueberfahrtspreiße ſind ſtets die billigſten, und ich darf deßhalb wohl zahlreicher Betheiligung bei dieſer Reiſegelegenheit entgegenſehen. Beförderung nach New⸗York am 11., 21. und 1. eines jeden Monates, . 7 New⸗HOrleans am 1. Auguſt, 1. und 10. September. G. F. Nau, conceſſionirter Agent in Friedebrg. 246 e Soolbad Nauheim. (1213) Großes Freitag den 5. Auguſt Feuerwerk nebſt bengaliſcher Beleuchtung der Inſeln und des Teiches. Empfehlung von Eigarren. (109) Feinſte abgelagerte Havanna⸗Cigarren, direkt bezogen aus der Fabrik meines Bruders auf Havanna, habe ich in friſcher Sendung erhalten und verfehle nicht dies empfehlend zur Kenntniß zu bringen. Friedberg. H. M. Hirſchſprung, Kirchgaſſe, nächſt dem ſtadtiſchen Schulhauſe. Wein ⸗Eſſig (1141 rein und abgelagert bei H. M. Hirschsprung. Schwarzſeidenes Sammtband (1134) in allen Breiten wieder vorräthig bei Eduard Oehler, Zeil 38 in Frank- furt a. M. Neue holländiſche Vollhäringe (1188) bei Wilhelm Fertſch. Annonce. 1163) Großes garantirtes Anlehen der tadt Lüttich von fl. 7,200,000. Erſte Ver⸗ looſung am 31. Auguſt 1853. Höchſte Prämie fl. 100,000., niedrigſter Gewinn fl. 100. Wir empfehlen Certificate auf das Spiel 5 1 Obligation fl. 2. 30. 6 Obligationen 12.— 13.„ 22.— 27„„ 40.— und verſprechen prompte Zuſendung der Ziehungs⸗ liſten. Julius Stiebel jun.& Comp., Banquiers in Frankfurt a. M. Eine Familienwohnung (1164) im mittleren Stocke meines neu ein⸗ gerichteten Hauſes iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Jean Müller, auf der breiten Straße. Mobiliar⸗Verſteigerung. (12140 Künftigen Montag den 8. Auguſt, Morgens 9 Uhr, werden in der Wohnung der Unterzeiehneten, Judengaſſe No. 312 dem Reus'⸗ ſchen Hauſe gegenüber, verſchiedene Mobiliar— Gegenſtände, als: Tiſche, Stühle, Schränke (wobei ein ganz guter Küchenſchrank mit zwei Thüren und drei Schubladen), ein großer Waſch⸗ keſſel, ein Bett, eine moderne Bettſtelle, eine desgl. tannene, eine Waage nebſt Gewichte, ein großer Drehſtein, ein eiſerner Behälter für Aſche, Kupfer, Zinn, Meffing und ſonſtige Ge— fäße, öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Friedberg. Wittwe Neuhof. Ein Logis (1215) iſt zu vermiethen bei Friedrich Schleuning. Verloren. (1216) Es iſt zwiſchen Beienheim und Al⸗ tenhain ein grün ſeidener Regenſchirm verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten denſelben gegen eine entſprechende Belohnung im Pfarrhauſe zu Reichelsheim abzugeben. 2 bis 3 Weißbindergeſellen (1217) finden gegen guten Lohn dauernde Beſchäftigung bei Friedberg. Wilh. Zimmermann, Maler und Weißbindermeiſter. Zu dd em ie th e n. (1218) Ein neu eingerichtetes Zimmer mit Kabinet und Kammer iſt zu vermiethen bei Conrad Diehl auf dem Markt, neben Herrn Apotheker Wahl. Verloren. (1219) Ein Cigarrenetui mit einer kleinen Bernffeinſpitze und einem Cigarrenſchneider iſt auf dem Wege von Obermörlen nach Friedberg verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten daſſelbe an die Expedition dieſes Blattes abzugeben. Nauheimer Teichhaus. (1220) Sonntag den 7. Auguſt iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie⸗ und Tanzmuſik anzutreffen, wozu 8 1„ enkel. 8 9 Das Scheibenſchießen zu Reichelsheim (1221) für l. J. findet an den Sonntagen des 7. und 14. I. M. ſtatt. Für gute Speiſen und Getränke iſt beßtens geſorgt, ſowie Sonntag den 14 l. M. für gute Mufik, wozu höflichſt einladet Reichelsheim den 2. Auguſt 1853. J. Conrad, zum Naſſauer Hof. Hammel⸗ und Zinnſcheibenſchießen bei Oberroßbach. (1222) Da Montag am 25. v. M. wegen ungünſtiger Witterung das Scheibenſchießen nicht abgehalten werden konnte, ſo ſoll dieſes Sonntag den 7. d. M. beendigt werden, wozu der Unterzeichnete die Herren Schützen höflichſt einladet. Oberrosbach den 1. Auguſt 1853. Ruppel, Platzmeiſter. Zaur Beachtung! (1223) Sonntag den 7. d. M. findet auf meinem Felſenkeller ein Concert ſtatt, ausgeführt von dem Uſinger Geſaugverein, wobei kein Entrée erhoben wird. Anfang 5 Uhr. Hierzu ladet höflichſt ein Philipp Windecker. Kirchliche Anzeigen. 11. Sonntag n. Trinit. den 7. Aug. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Gottwerth. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Doſch. Frankfurter Cours vom 3. Aug. 1853. Piſtolen 2% fl. 9 45½¼-46½ Friedrichs o...„ 957.58 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 53½¼-—54½ Rand⸗Ducaten„ 537-38 20 Frankſtücke.„ 929-30 Engliſche Souverains.„11 50 Preußiſche Thaler.„ 1455 5 Frankenthaler„ 221 ½-—22 Preußiſche Caſſenſcheine 5„ 145 ¼%-, Fruchtpreiſe. 3. Aug. 29. Juli. 28. Juli. Gattung. Fried⸗ Gerns⸗ derg] Mainz] heim . fl.(kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 132514——— Korn;„ 5 10— 9479— Gerſte„„ 4 10 4 317— Hafer„ 7: 44— 1 41571—— Polizei- Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 6. bis zum 12. Auguſt. —. Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. . kr. pf. kr. 5 1 Leib⸗Roggenbrod 3 28 2„ 7 7* 613 44„ 5 14— 132 Lth. Lth. — Milchbrod 13% 1 — Waſſerweck 114 — Gemiſchte(Tafel-) Brod 14% 14% leiſch-Preiſe. Fleiſch⸗Preiſ% 1 Ochſenfleiſch 121 2112— „Kühfleiſch, gemäſtetes 91 29— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 77 „ Kalbfleiſc 6 5— „ gemäſtetes—* 5 „Schweinenfleiſch 13— 13— „ Hammellleiſch 9— 9— „Schaaflleiſch 6(——— „ Wurſt v. blos Schweinen 14— 14— „Bratwurſt r „ Schwartenmagen 16— 16— „Geräucherter Speck 23— 23 „Schinken 17— 17— „Dörrfleiſch 18— 18— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 21— 21— unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 20— 18— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Ben de r. Seippe Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel jn Friedberg. 8 * Kr an die E Betreffen Ber mich die! ten auf d zu bringe mit aufzu 57 den Ve D Juſtiz fi 20. Jur vom Je Contrac noch ni Grundſ auch a Felder Produc und z damals keit ve Mäckle chalern, legt wef Große