gen. 1 11 April Sdade. rche Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M27. Mittwoch den 6. April 1853. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Friſt zu Reclamationen gegen die Anforderung von Beiträgen zu Gemeinde-Umlagen. Unter Mittheilung des nachſtehend abgedruckten höchſten Miniſterialausſchreibens vom 3. September v. J. beauf⸗ trage ich Sie, bezüglich der Ihnen unter Couvert zugeſen— deten abgeſchloſſenen Gemeindevoranſchläge für 1853, daß die am Schluſſe angeordnete Bekanntmachung alsbald von Ihnen zu erlaſſen und hierüber vollſtändige Beurkundung in Ihrer Regiſtratur aufzubewahren iſt. Friedberg den 26. März 1853. 8 de Beauclair, Kreisaſſeſſor, Das Gr. Heſſ. Miniſterium des Innern an ſämmtliche Großh. Kreisräthe. Der Art. 80. der Gemeindeordnung beraumt eine Friſt für Beſchwerden wegen Umlagen an und will, daß dieſelbe von dem Zeitpunkte an laufe, in welchem für den Bethei— ligten der Anlaß dazu durch Bekanntmachung gegeben wird. Wenn mit der im Art. 79. verordneten und im Art. 80. erwähnten Bekanntmachung der Umlage im Regierungsblatt, welche nur im Allgemeinen deren Größe und Zweck erkennen läßt, gleichzeitig auch das Hebregiſter in der Gemeinde offen gelegt und hiermit den Betheiligten Gelegenheit gegeben würde, zu erfahren, wie ſich die der Vertheilung zu Grund gelegte Steuercapitalſumme zuſammenſetzt, ſodann welche Einzelne und mit welchen Beiträgen ſolche zur Umlage zu— gezogen ſind, ſo würde die nach der Bekanntmachung im Regierungsblatt zu berechnende Friſt für Beſchwerden in jeder Hinſicht entſcheidend ſein müſſen. Da aber die Be⸗ kanntmachung im Regierungsblatt mit der Offenlegung des Hebregiſters nicht zuſammentrifft, ſo muß bezüglich der Be⸗ ſchwerden, die nicht gegen die Erhebung der Umlage über⸗ haupt, ſondern gegen Beitragspflicht oder ange⸗ nommenes Beitragsverhältniß des Einzelnen gerichtet ſind und zu welchen erſt die Einſicht des Re— giſters Anlaß und Aufforderung geben kann, auch eine hier— nach zu berechnende Friſt zugeſtanden werden. Indem wir Ihnen aufgeben, ſich hiernach in vorkom⸗ menden Fallen zu bemeſſen, beauftragen wir Sie zugleich, die Anordnung zu treffen und zur öffentlichen Kenntniß zu . bringen, daß mit der Offenlegung der Hebregiſter über die genehmigten Gemeindeumlagen jedesmal zugleich bekannt gemacht werde: daß Beſchwerden gegen die in den Heb— regiſtern enthaltenen Anſätze binnen der erſten vier Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfriſt entweder ſchriftlich oder mündlich zu Protocoll bei Ihnen vorgebracht werden müſſen, und daß ſpäter vorgebrachte Beſchwerden keine Berückſich— tigung mehr finden können. Darmſtadt am 3. September 1852. ee. k. Reuling. Der verlorengegangene Brief. Ein Lebensbild in Novellenform von C. Baldamus. (Fortſetzung.) Die Weihnachtsfeiertage im Schloß Schönfeld wur— den in der Regel ſehr heiter verbracht, und dieſes Jahr waren ſie noch fröhlicher als ſonſt. Fanny Dalling war die Seele der ganzen Geſellſchaft; ihr von Natur aus lebhaftes Weſen und die ermuthigende Behandlung der Schloßherrin, dieſe ſonnigen Stunden in ihrem umwölkten Lebenstag, erhöhten die Anmuth ihrer Unterhaltung, ihren fertigen Witz, ihren funkenſprühenden Geiſt; dabei aber zeigte ſich in Fanny's Weſen zugleich auch eine gewiſſe Würde, ein Selbſtgefühl, eine Art Stolz, jedoch kein ſelbſt— ſüͤchtiger, ſondern eher ein edler. Nichts war mehr ge⸗ eignet, ihn zu Tage zu kehren, als die Schilderung irgend einer ſchlechten oder gemeinen Handlung. Eines Morgens erzählte eines der Fraͤulein v. Scharffenſtein eine Anekdote von einem reichen Gutsbeſitzer aus der Nachbarſchaft, welcher eine liebenswürdige und höchſt achtbare junge Dame, mit welcher er lange verlobt geweſen war, hatte ſitzen laſſen(ein häßliches Wort!), bloß um eine reiche Wittwe von Stande zu heirathen. Es waren manche erſchwerende Umſtände mit der ganzen Geſchichte verbunden, die dazu beigetragen hatten, alle rechtdenkenden Perſonen noch mehr gegen den Frevler in Entrüſtung zu bringen, und das arme verlaſſene junge Mädchen ſollte auf dem Punkte ſtehen, an einem gebrochenen Herzen zu ſterben. Fanny hatte die ganze Erzählung mit hohem Intereſſe und geſpannter Aufmerkſamkeit angehört, und rief endlich, einem unwillkürlichen Drange Folge gebend, aus:„An gebrochenem Herzen ſterben? das arme Ding!— Wäre ich an ihrer Stelle, mir ſollte das Herz nicht brechen— ich würde ihn als ein Geſchöpf, das trotz all meiner Ar— muth und Unbedeutendheit weit, weit unter mir ſtünde, verachten. Nein, mir könnte das Herz brechen über den — Verluſt eines treuen Geliebten, aber niemals über den Verluſt eines treuloſen Liebhabers!«— Fanuy's Auge funkelte bei dieſen Worten, ihr Mund warf ſich auf in ſtolzer Verachtung, als ihre von Natur fröhliche und muntere Stimme tiefer und ſtärker wurde ob der Ent⸗ ruͤſtung, welche ſich in ihrem ganzen Weſen ausſprach. Da fiel es auf einmal wie Schuppen von Frau v. Schön⸗ feld's Augen, und ſie erblickte in dem ſchlanken jungen Mädchen das leibhaftige Ebenbild eines Mannes, den ſie einſt genau gekannt und innig geliebt hatte,— in dieſen zornigen Worten glaubte ſie die Töne einer Stimme wie⸗ derzuerkennen, die ſie zwar ſchon lange nicht mehr gehört hatte, deren Echos aber noch immer friſch in ihrem Ge⸗ dächtniß lebten. Nun begriff ſie, welch ein geheimniß⸗ voller Drang ſie gleich von Anfang zu Fanny Dalling hingezogen,— ſie ſah in ihr nur das ſanftere Abbild deſſen, welchen ſie einſt für den Herrn ihres Geſchicks be⸗ trachtet— von Guſtav Wartmann, der ihr lange wie verſchollen geweſen, aber nicht von ihr vergeſſen war. Allein in welcher Beziehung konnte Guſtav Wartmann mit Fanny Dalling ſtehen? woher dieſe auffallende Aehn⸗ lichkeit, die nicht ſowohl in Geſtalt und Geſichts zügen, als in jener unnennbaren, unerfaßlichen Aehnlichkeit der Sprache, des Ausdrucks, der Geberden, des ganzen Be⸗ nehmens und der Stimme lag, wie ſie Glieder Einer Fa⸗ milie ſo häufig zeigen? f Sobald Frau v. Schönfeld ſich vom Tiſche entfernen konnte, flüchtete ſie ſich auf ihr Zimmer und dachte eine Weile ernſthaft über dieſe Wahrnehmung nach. Das Er⸗ gebniß dieſes Nachſinnens war der Entſchluß, dieſes Ge⸗ heimniß zu ergründen, wenn es je ein ſolches war. Jeden⸗ falls verſprach ja ſchon dieſer Verſuch, den Schlüſſel zu dem Räthſel ihres eigenen Geſchicks zu liefern. Sie ſuchte daher noch am gleichen Tage Gelegenheit, mit Fanny Dalling und mit ihrem Sohne allein zu ſein, und fragte die Erzieherin:„Wenn ich nicht irre, meine Liebe, ſo haben Sie mir geſagt, Ihr Vater ſei noch am Leben 27. „Ei freilich,“ rief Fanny lebhaft.„Er iſt gottlob noch am Leben, und ich wollte, Sie würden ihn kennen, gnädige Frau! Er würde Ihnen gewiß gefallen, und ich bin überzeugt, auch Er würde Sie liebgewinnen und be— wundern.“ „Gleicht Ihr Vater Ihnen im Aeußern?“ fragte Emilie weiter. „Ich weiß es in der That nicht. Viele Leute be— haupten, ich ſehe ihm ähnlich, und ich habe dieß immer fuͤr ein großes Kompliment angeſehen, denn Papa iſt noch immer ein ſehr ſchmucker Mann, und muß in früheren Jahren noch ſchöner geweſen ſein, bevor die Sorgen und Kämpfe ſein Haar bleichten. Ich habe noch ein Miniatur— bild von ihm bei mir, welches vor ſeiner Verheirathung aufgenommen wurde, und das will ich Ihnen gerne zeigen, wenn Sie mir dieſe Eitelkeit zu gute halten wollen!“ 106. Frau v. Schönfeld verlangte dieß ſogar als eine Gefälligkeit, und Fanny hüpfte fort und kam im Nu wie⸗ der mit einem altväteriſchen Saffianetui in der Hand. Frau v. Schönfeld hatte dieß niemals geſehen, erinnerte ſich aber noch, daß ſie einſt ein ſolches genau von der— ſelben Größe, Form und Farbe für ein Miniaturportrait beſtellt habe, welches Guſtav ihr hätte malen laſſen wollen. Ihr Herz pochte unwillkürlich, und ſie ahnte eine nahe wichtige Entdeckung! Fanny öffnete das Etui und hielt es Frau v. Schönfeld unter die Augen mit der Frage:„Nun, iſt das nicht ein ſchöͤner Mann?“ Emilie vermochte nicht zu antworten— ein einziger Blick hatte hingereicht, ſie aufzuklären— es flimmerte ihr vor den Augen und ſie mußte ſich an einer Stuhllehne halten. „Um Gotteswillen, gnädige Frau, ſind Sie unwohl?“ —„Liebe Mama, was iſt Ihnen?“ riefen Fanny und Edmund beinahe gleichzeitig. „Es iſt Nichts— nur ein vorübergehender Schwin— del!“ entgegnete die Dame, ſich ſchnell ſammelnd, und fügte mit der Selbſtbeherrſchung, welche ſie ſich durch lange Gewohnheit erworben hatte, und mit ihrer gewohn— ten ruhigen Freundlichkeit hinzu:„Ich konnte beinahe er⸗ rathen, daß ich ihren Vater ſchon früher geſehen, obſchon ich keine andere Perſon mit dem Namen Dalling kenne als Sie!- (Fortſetzung folgt.) Aufruf zur Mildthaͤtigkeit! In der Nacht vom 29. auf den 30. d. M. wurde unſere ohnehin arme Gemeinde von einem entſetzlichen Brandunglücke heimgeſucht. Neunundachtzig Gebäude ſind gänzlich niedergebrannt, achtzehn mehr oder weniger be— ſchädigt. Alle darin vorhanden geweſene Habe iſt mitver— brannt; dabei auch vieles Vieh. Groß iſt die Noth der Unglücklichen. Hülfe thut dringend nöthig und je ſchneller, je wirkſamer. f Das unterzeichnete Comité iſt zur Empfangnahme milder Gaben und pflichtmäßer Vertheilung an die Be— dürftigen bereit, worüber demnächſt öffentliche Rechen⸗ ſchaft abgelegt werden ſoll. Wir bitten daher alle edlen Menſchenfreunde ihr Scherflein zur Minderung der großen Noth der Unglück— lichen beizutragen. Die Redaction dieſes Blattes wird die Gefälligkeit haben gleichfalls Unterſtützungen jeder Art in Empfang zu nehmen und an das unterzeichnete Comité abzuliefern. Die Beträge werden in dieſem Blatte veröffentlicht. Gambach den 31. März 1853. Tröſter, Pfarrer. Repp, Gr. Bürgermeiſter. Schneider, Gemeindeeinnehmer— Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. N Oeffentliche Aufforderung. (412) Von nachſtehenden Holzwerken Gemarkung Rockenberger und Oppershofer Markwald: 157/625 drei Mark ein und ½ Pferd⸗Theil Holz im gemeinſchaftlichen Markwald auf Reinhard Münzner und Conſorten eingetragen, gehören laut vorgelegter Beſcheini— gung dem Heinrich Alles in Wölfers⸗ heim, zwei Pferd⸗Theile oder eine halbe Mark ausſchließlich, und er hat deßhalb deren Ueberſchreibung auf ſeinen Namen beantragt. Zu dem Ende und weil die vorgelegte Nach— weiſung nicht überall genügt, ſind etwaige An⸗ ſprüche an die vorbezeichnete halbe Mark Holz binnen einer Friſt von 2 Monaten dahier ſo gewiß anzumelden, als ſonſt die beantragte und zur Ueberſchreibung erforderliche gerichtliche Ur kunde ausgefertigt werden wird. Butzbach den 11. März 1853. Garten ⸗ Verpachtung. (488) Mittwoch den 6. April l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag des Gr. Kreisdieners Karl Rauber zu Grünberg deſſen in der Lang⸗ gaſſe dahier gelegener Garten in zwei Abthei— lungen und im Ganzen, je nachdem Liebhaber ſich einfinden, auf drei Jahre öffentlich meiſt⸗ bietend verpachtet. Friedberg den 30. März 1853. In Auftrag: Der Großherzogl. Bürgermeiſter Ben dee Edietalladung. (487) Oberfeldwebel Kahl zu Büdingen hat gebeten, daß ihm das Grundſtück 163/12 95 Ru⸗ then Garten beim Fauerbacher Thore, in hieſiger Gemarkung, das noch auf Schullehrer Stumpfs Gr. Heſſ. Landgericht Ebel. ich meiſtt öfrntlich me ſrtaberg Gar 900 f mittags 10 1 ein det Kon. Grundſtück: Gemar Nag. 756 N in hieſigem verfteigert. Ftiedbere Mai (496) N Marktes wi ein Extra III. und I, Gießen gehel Abfahrt von 5 1 ** 1* Ankunft in Friedberg Be 611) N Vormittags Virthshauſe lung der her Gemarkung kr haltende derweite 6 J an, verliehen Iied de Der Ot. Ref Fru (512) 3 müttags 2 51 Malter den dtucht der, zweim eigert Friede Witiwe Namen im Flurbuche eingetragen iſt, im Mutationsverzeichniſſe zugeſchrieben werden moge, indem er dieſes Grundſtück beſcheinigter⸗ maßen von Wittwe Stumpf erkauft und ſchon ſeit 1832 im Beſitze habe. In Gemäßheit des Art. 14 des Geſezes vom 21. Februar v. J ergeht hiermit, da die Erben der Wittwe Stumpf und ihr Aufenthalt theilweiſe unbekannt ſind, öffentliche Aufforderung, etwaige Einſprüche gegen jenen Antrag binnen ſechzig Tagen von beute an hier vorzubringen, gegenfalls ihm will fahrt werden wird. Friedberg den 21, März 1853. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Hofraithe-Verſteigerung. (489) Montag den 11. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Ubr, wird in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag die zum Nachlaſſe der verſtorbenen Suſanne Vogt dahier gehörende Hofraithe: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 17 Nr. 98 Wohnhaus, Stall und Schop⸗ pen an Gottlieb Kettinger, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 30. März 1853. Ju Auftrag: Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Garten-Verſteigerung. (490) Mittwoch den 6. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird auf freiwilligen Antrag ein der Konrad Heß Wittwe dahier zuſtehendes Grundftück: Gemarkung Burg Friedberg: Pag. 756 Nr. 9 58 ¾8 Ruthen Acker im Ried an Chriſtian Frohberg, in hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 30. März 1853. In Auftrag: Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (496) Wegen des in Gießen ſtattfindenden Marktes wird Mittwoch den 6. April d. J. ein Extrazug mit Perſonenbeförderung in III. und IV. Wagenklaſſe von Friedberg nach Gießen gehen. Abfahrt von Friedberg 6 Uhr 30 Min. Morgens Nauheim 6„40 5 77 7 * 17 Butzbach 7„5— 17 7 1„ Langgöns 7„20„ 1 Ankunft in Gießen 7% 40 1 Friedberg am 24. März 1853. Der Gr. Bahnhofs⸗Inſpector Hochgeſand. Bekanntmachung. (511) Mit der Mittwoch den 13. April d. J., Vormittags 10 Uhr, in dem Schneider' ſchen Wirthshauſe zu Oſtheim ſtattfindenden Verpach⸗ tung der herrſchaftlichen Grundſtücke in daſiger Gemarkung wird auch die 3 Morgen 106 Klaf⸗ ter haltende Wieſe, ehemaliger Teich, auf an⸗ derweite 6 Jahre, vom Anfange künftigen Jahre an, verlieben. Friedberg den 26. März 1853. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bu ß. Fruchtverſteigerung. (512) Dienſtag den 12. April d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 51 Malter Korn und 24½ Malter Gerſte von den Fruchtvorräthen der milden Stiftungen da⸗ bier, zweimalterweiſe öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg den 3. April 1853. Der Großberzogl. Bügermeiſter er 107 e- Braunkohlen⸗Verkauf. (813) Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft und unter den bekannten i i daß vor Einlage eines neuen Bürgſcheines die frühere Schuld bezahlt e 10 namentlich Bergwerke bei dem Bezug von Braunkohlenklötzen Credit vom 1. April bis ue tember, mit einer Zahlungsfriſt bis Ende December d. J. geſtattet. Weiteres zu 11 kr. à Centner feſtgeſetzt. Der Preis iſt bis auf Holzkohlen von vorzüglicher Qualität werden fortwährend zu 14 kr. à Centner gegen Baarzaͤhlung abgegeben. Die Fuhren, welche auf hieſigem Bergwerke Kohlen gelad i ſiren, ſind von der Abgabe des Brückengeldes daſelbſt befreit. e e enen va Bauernheimer Bergwerk den 31. März 1853. Gräfl. S.⸗R. Bergverwaltung L. Storch. Garten ⸗Verſteigerung. (51) Donnerſtag den 19. Mai d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe ein dem hieſigen Bürger Emmerich Rauch zu⸗ ſtehender Garten, nämlich: Gemarkung Burg Friedberg: Pag. 254 Nr. 2 155 Ruthen bei der Uſa an Heinrich Salzmann II. und Georg Friedrich Rumpf, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 3. April 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großherzogl. Bürgermeiſter e Arbeits⸗Verſteigerung. (815) Mittwoch den 6. April, Nachmittags 4 Ühr, wird an Ort und Stelle das Planiren und Verebnen eines Stück ſtädtiſchen Geländes zwiſchen dem Uſaberg und dem Eiſenbahndamm, öffentlich an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben. Friedberg den 3. April 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Immobiliar⸗Verſteigerung. (8106) Montag den 11. April d. J, Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag des Bürgers Philipp Heinrich Wagner dahier die nachverzeichneten demſelben zuſtehenden Immobilien, als: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 43 Nr. 257 Hofraithe als Wohnhaus nebſt Hofraum und Stallung an Andreas Wohlfahrt, Gemarkung Fauerbach II. Pag. 388 Nr. 31 19½ Ruthen Obſtbaumgarten auf dem Krämer an Georg Groß Erben, in hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg den 3. April 1853. In Auftrag: Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Gelände⸗ Verpachtung. (817) Montag den 11. April d. J., Vor- mittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe zwei ſtädtiſche Grundſtücke vor dem ehemaligen Roſenthal zwiſchen dem Uſaberg und dem Eiſen⸗ bahndamm, wovon das eine oberhalb an dem Canal, das andere unterhalb am Mühlweg liegt, zum Urbarmachen auf drei Jahre öffent⸗ lich meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 3. April 1853 Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung (818) Künftigen Montag den 11. April l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des Herrn Gaftwirths Friedrich Netz vahier die zur Erbauung eines neuen Pfarrhauſes dahier erforderlichen Materialien, beſtehend in der An⸗ lieferung von 25 Cubikklftr. Mauerſteinen, 50000 Ruſſenbackſteinen, 5500 Kaminſteine backſteinen, 2500 ag e eee Bütten Kalk und 7 Cubikklafter Mauerſand ſowie das Steinaufſetzen und Sandmeſſen öffent⸗ lich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden detepbeze 15— April 1853. 7 Der Großh. Heſſ. Kreisbaumei des Baubezirks Gichberg f Stockhauſen. 100 Gulden (319) liegen in der Kirchenkaſſe dahi Ausleihen bereit. 6 Niederwöllſtadt den 1. April 1853. Hildebrand, Kirchenrechner. enn (820) Künftigen Samſtag den 9. April Vormittags um 9 Uhr, werden auf dem Gräfl. Solms ⸗ Rödelheim'ſchen Braunkohlenbergwerke 1 A e 8 60 Stecken gemiſchtes rennholz, theilweiſe zu Stückholz b meiſtbietend verkauft. N Oſſenheim den 30. März 1853. Der Gräfl. Rentmeiſter Weis. FTruchtverſteigerung. 9920 e 12. April, Morgens 11 r, ſoll in der Wohnung des Mollenbecki Verwalters zu Berſtadt: 1 24 Malter Waizen, 44„ Korn, 38„ Gerſte, 22 Hafer, verſteigert werden. Ellenberger. Hölzverſtei gerung. (522) Mittwoch den 13. April l. J., Mor⸗ gens 9 Uhr anfangend, werden in hiefigem Ge⸗ meindewald, Diſtrikt Oberloh 3. Theil: 431 Kiefern⸗Stämme zu 3023 Cubikfuß 1395 Stück Kiefern⸗Gerüſthölzer, 120 Klafter Holz, 5„ Erdſtöcke, 5300 Stück„ Wellen, öffentlich verſteigert. Zugleich wird noch bemerkt, daß das Holz dicht an der Chauſſee, welche von Uſingen nach Homburg zieht, ſich befindet und zum Abfahren ſehr gelegen iſt. Wehrheim den 2. April 1853. Der Bürgermeiſter Jagen W IN αι⏑ιN Privat- Bekanntmachungen. Penſionat für junge Mädchen. (80) Der Unterzeichnete nimmt gern noch ein paar junge Mädchen in Penſion. Um⸗ gangsſprache: Franzöſiſch. Nähere Aus⸗ kunft ertheilen gern die Herren Director Dr. Curtman, Kreisbaumeiſter Stockhauſen ſowie der Unterzeichnete ſelbſt. Friedberg im März 1853. K. Küem Vorſteher eines Mädchen ⸗Inſtituts — Fü r (828) Für die Expeditionen vom 1. ſtation oder auch ab Bremen, je nachdem dies gewünſcht wir Nordamerikas. 108 e- Auswanderer. und 15. eines jeden Monats uͤbernehme ich Auswanderer frei ab jeder Eiſenbahn⸗ d, zu den billigſten Ueberfahrtspreiſen nach allen Häfen J. G. Appel in Gießen, conceſſionirter Hauptagent. Einladung zum Abonnement auf das zweite Tuartal 1853 des Mit wöchentlich 1—2 lithogra⸗ phirten Beilagen. Frankfurter Anzeigers. Wird täglich, außer Montags, ausgegeben. Abonnementspreis für Frankfurt 435 kr. per Quartal; fuͤr auswärts bei allen Poſtämtern Deutſchlands, gemäß dem neuen Regulativ, mit unbedeutendem Poſtaufſchlag. Alle Poſtämter nehmen Beſtellungen an. G2) Der„„Frankfurter Anzeiger“ bringt Erzählungen, Novellen, Räthſe l-,. Aufgaben; Pariſer Modebericht mit Modebild; das Allerne Gedichte, ueſte in Häkel., Stick-, Strick', Filet⸗ und Band⸗ Miscellen, Schach-, Rechnen⸗, arbeiten mit Abbildungen; populär⸗wiſſenſchaftliche Abhandlungenz für Künſte und Handwerke zeitweiſe lithographirte Abbildungen der neueſten Möbelgarnituren; Polizei⸗Chronik; Feuilleton für Theater und Concert; täglich(unter der Rubrik:„Was gibt es Neues?“) eine kurze, bündige, aber vollſtändige Nundſchau auf dem wodurch dem Leſer das ſehr oft unerquickliche Durchſehen großer politiſcher Zeitungen Börſe, Getreide-, Oel⸗ und B Probeblätter ſtehen auf Verlangen gratis zu Dienſten. 5 1 Zu Beſtellungen empfiehlt ſich C. Bindernagel in Friedberg. ſtadtgerichtlichem Decret in dieſem Blatte bekannt gemacht werden. Gebiete der Politik und des öffentlichen Lebens, erſpart wird; ein vollſtändiges Coursblatt der hieſigen ranntwein⸗Berichte; das Frankfurter Amtsblatt im Auszug. Inſeraten kann bei der großen Verbreitung des„Frankfurter Anzeigers, der vorkommenden amtlichen Verſteigerungen müſſen laut beſte Erfolg garantirt werden. Die hierorts (625) Mit dem Beginne der beſſern Jahreszeit wird die rühmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche wieder eröffnet. Friedberg im März 1853. bei Wimpfen am Neckar Aufträge für dieſelbe beſorgt Eduard Ruths. (526) 2 gute und ſchnelle 2 oeſorderung nach Ameriltu, zu ganz beſonders billigen Preiſen frei ab von Frankfurt a. M., Mainz oder Bieberich. Nähere Auskunft, ſowie bündige Schiffscontracte bei der Haupt⸗Agentur: F. C. A. Rom (Briefe franco.) held in Frankfurt a. M., Fahrgaſſe Nr. 1 an der Brücke. A Rege. (527) Alle Sorten Saa d fei ächt zu haben bei men find friſch und F. Da in m Friedberg. Real ſchüler (828) können, gegen billige Vergütung, Koſt und Logis erhalten. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Zu verkaufen. (529) Ein halbes Wohnhaus mit Gärtchen am neuen Thor, ſowie 42 Ruthen in der Köhl⸗ gewann hat aus der Hand zu verkaufen Friedberg. Michael Reul. Zu vermiethen (5300 eine freundliche und bequeme Manſar⸗ denwohnung. Ruths. Friedberg. Freiwilliger Verkauf einer Hofraithe nebſt Garten zu Groß⸗ karben, Kreiſes Vilbel. (531) Die Hofraithe ſammt Garten des ver⸗ lebten Bürgermeiſters Werner zu Großkarben, Kreis Vilbel, ſollen auf Anſtehen des dermali⸗ gen Eigenthümers Montag den 18. April d. J., Vormittags 11 Uhr, in dem Wohnhauſe ſelbſt in Eigenthum verſteigert, oder wenn nöthig, auch verpachtet werden. Dieſelben beſtehen in Wohnhaus mit gewölb⸗ tem Keller, Scheuer, Rind- und Pferdeſtällen, Schweinſtällen, Brennhaus, zwei Oefen zu Ziegel⸗ und Kalkbrennerei und Trockenbau, der daranſtoßende Garten iſt 2½ Morgen groß mit Obſtbäumen verſehen. Sämmtliche Gebäude ſind ſolid und vor 20 Jahren neu erbaut. N Nähere Auskunft ertheilen auf Anfrage mündlich: Herr Ameis, Gaſtwirth zum goldnen Pfau in Frankfurt a. M., „ Simon, Gaſtwirth zum goldnen En⸗ gel in Vilbel, a „Simon, Gaſtwirth zu den drei Schwertern in Friedberg. Mainz den 24. März 1853. Der Forſtmeiſter Hoffmann. Hofraithe⸗Verkauf. (832) In der Nähe von Friedberg iſt eine Hofraithe, beſtehend aus Wohnhaus, wobei ein Tanzboden von 46 Fuß Länge, Stallung, Scheuer, Garten nebſt Kegelbahn, Gemüsgarten, ſowie 6 Morgen Ackerland wegen Wohnungsverän⸗ derung aus freier Hand zu verkaufen. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Annonce. (883) Alle Sorten Garten ſämereien von beſter Qualitat ſind billigſt zu haben bei Friedberg den 2. April 1853. Fr. Hilbrecht. Zu ver miethen a (534) ein Logis für einen einzelnen Herrn bei Heinrich Gerth. Ju eme (535) Unterzeichnete iſt gewillt ihren Garten in der Sandgaſſe auf mehrere aufeinander fol⸗ gende Jahre zu vermiethen. Friedberg. Kath. Hanſtein, neben dem Rathhauſe. Anzeigen für die Freitags er⸗ ſcheinende Nummer wolle man ſpäte⸗ ſtens bis zum Mittwoch Abend und ſolche für die Dienſtags⸗Nummer laͤng⸗ ſtens bis den Sonntag bei der Expe⸗ dition abgeben. 5 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Binderna gel in Friedberg. 81 0 40 e n ä 5 . 225 — Baum * 90 ft 0 ithe 8g) Montag müiags 10 Ur, uf freiwilligen gerſtorbenen Ou raihe: Hoff Gemar kon Jag. 17 Nt. 98 öffentlich meiſtbie Friedberg de 5 Ader (49h), gen mittags 10 U ein der Stadt Jag. 375 Nr.! guf 6 Jahre öff Friedberg d 2 Beka (511) Mit de damittags 10 Uirthshauſe zu! ung der herrſch. Gemarkung wir! ler haltende Wi derweite 6 Jahre an, verliehen. Friedbergee Der Gr. Rentam Dom druch tr 812 Dunſta mittags 2 Uür, 91 Malter Korn den Fruchtportg lier, zweimalter eigett. Friedberg 0 7 * Immobi 616) Non mung 11 Uhr