Intelli U detail. M. — Poſt, are renlager. „ Marmor . Tafel- ronze⸗Sta⸗ — beſten Waaren, d Thee⸗ engliſche N Früh⸗ ſolchen en Zeit la 2 Tem 1 1 95. genz-Blatt uͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — Sonnabend den 3. Dezember 1853. Amtlicher Theil. Das Großherzoglich Heſſiſche Kreis amt Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Den Ankauf von Kartoffeln zum Branntweinbrennen und zur Stärkemehlfabrikation. Vielfache Verſuche zur Umgehung des in rubricirtem Betreffe beſtehenden Verbots haben der höchſten Staatsbe⸗ hörde Veranlaſſung gegeben, die Uebertretungen deſſelben, außer mit den bereits beſtimmten Geldſtrafen, in der nach⸗ ſtehend abgedruckten Verordnung vom 19. d. M. auch noch mit der Confiscation der gekauften Kartoffeln zu bedrohen. Indem ich Sie hiervon in Kenntniß ſetze, empfehle ich Ihnen, die Handhabung der zur Vollziehung dieſes Verbots in meinem Ausſchreiben vom 13. v. M. und 12. d. M. ertheilten Vorſchriften genau zu überwachen und zu dieſem Behufe die Polizeibedienſteten gehörig zu inſtruiren. Ins⸗ beſondere haben Sie darüber zu wachen, daß die zum Be⸗ huf der Ausfuhr von Kartoffeln zu erbringenden Nach⸗ weiſe nicht mißbraucht werden. In dieſen Nachweiſen iſt von der ausländiſchen oberen Polizeibehörde ausdrücklich zu beſcheinigen, daß die auszuführenden Kartoffeln nicht 0—„ zum Branntweinbrennen oder zur Stärkemehlfabrikation be⸗ ſtimmt und daß die Käufer nicht Branntweinbrenner oder Stärkemehlfabrikanten, die Kartoffeln vielmehr lediglich zur Nahrung beſtimmt ſind. Auch muß darin die Quantitat bemerkt ſein, welche der Känfer zu dieſem Behufe bedarf. Eine Beſcheinigung der fraglichen Art iſt namentlich dann nicht als genügend anzuſehen, wenn die Kartoffeln zum Weiterverkauf, was bei dem Ankauf bedeutender Quan⸗ titäten in der Regel anzunehmen ſein wird, ausgeführt werden ſollen. Vor Einſendung dieſer Nachweiſe an mich haben Sie dieſelben nach den bemerkten Richtungen hin zu prüfen und ſich ſodann in Ihren Berichten an mich gut⸗ achtlich darüber zu außern, ob auf Grund derſelben die Ausfuhr zu geſtatten ſein dürfte oder nicht. Friedberg am 27. November 1853. Müller- Verordnung, den Ankauf von Kartoffeln zum Branntweinbrennen und zur Stärkemehlfabrication betreffend. Allerhöchſter Entſchließung zufolge wird hiermit in Bezug auf das bereits beſtehende Verbot des Ankaufs von Kartoffeln zum Branntweinbrennen und zur Stärkemehl⸗ fabrikation bis auf Weiteres verordnet, wie folgt: §. 1. Der Ankauf von Kartoffeln zum Branntwein⸗ brennen und zur Stärkemehlfabrikation, ſowie überhaupt durch Branntweinbrenner und Stärkemehlfabrikanten iſt in dem ganzen Umfange des Großherzogthums verboten. §. 2. Uebertretungen dieſes Verbots werden neben Confiscation der angekauften Kartoffeln mit einer von dem Käufer zu entrichtenden Strafe von zwei bis fünf Gulden für jedes gekaufte Malter Kartoffeln belegt. §. 3. Inſoweit die zuerkannte Geldſtrafe nicht bei⸗ getrieben werden kaun, iſt dieſelbe in Gefangniß und zwar mit 24 Stunden für jeden Gulden zu verbüßen. §. 4. Von den erkannten und wirklich eingehenden Geldstrafen ſoll ein Drittheil den Denuncianten als An⸗ zeigegevuhr zugewiesen werben. §. 5. Gegenwärtige Verordnung tritt mit dem Tage ihres Erſcheinens im Regierungsblatt in Kraft. Darmſtadt am 19. November 1853. Aus allerhöchſtem Auftrage: Großherzogliches Miniſterium des Innern v. Dal wigk. v. Lehmann. Ehrlich währt am Längſten. (Aus der Spinnſtube.) (Schluß.) Büttner faltete ſeine Hände und betete; Führe uns nicht in Verſuchung!— Es iſt nicht mein, ſagte er zu ſich, und das Gebot ſagt: Du ſollſt nicht ſtehlen! Wie undankbar handelte ich an dem edlen Manne, der mich ſo menſchenfreundlich unterſtützt! Nein, lieber arm und ehr— lich, als reich und beſchwert im Gewiſſen! Ehrlich währt am Längſten! So ſagt er zu ſich ſelber, und mit dieſen Gedanken und Worten faßte er das Schubfach, deckte ſeine Schürze drüber und lief eiligſt zum Rath Völker. Herr Rath, ſagte er, als er ins Zimmer getreten war und ehrfurchtsvoll gegrüßt hatte, der Holzwurm ſammt ſeiner Haushaltung und Familie hat in meinem Ofen das Zeit— liche geſegnet. Das Pult war wohl werth, daß es re— parirt wurde, denn ſehen Sie, welch' ein Vogelneſt mit goldenen Eiern ich darinnen gefunden habe! Mit dieſen Worten ſtellte er das Schubfach mit den Geldrollen vor ihn auf den Tiſch. Der Rath blickte mit Erſtaunen, aber auch mit tiefer Rührung, bald das Gold, bald den ehrlichen Schrei We n 0 eg ann 22 e 100 5 20. 2 a N* 3 — ů— ner an, und in ſeinem Auge glänzte Etwas, darinnen ſich ein gutes Menſchenherz ſpiegelte. Ach, ſagte er endlich, das ſind die tauſend Dukaten, von denen mein ſeliger Vater in ſeinem Hausbuche geredet hat, und die ich, nach dieſen Worten, im Pulte finden ſollte. Ich ſuchte genau, fand ſie aber nicht, weil ich das verborgene Gefach gar nicht kannte. Er iſt ein braver Mann, Meiſter Bütt⸗ ner, und Gottlob! daß es noch Treue und Redlichkeit in der Welt gibt! Aber weiß er, wie man ſagt, wenn Einer Etwas findet? Büttner ſchwieg. Halbpart! rief immer fröhlicher werdend der Rath aus. Hat Er's nicht geſagt, ſo ſag' ich's jetzt für ihn! Alſo ehrlich Halbpart! Ach, ſpaßen Sie nicht, Herr Rath, ſagte Büttner, und ſeien Sie ſo gütig und machen Sie das Käſtchen leer; ich brauche es, um die Feder wieder herzuſtellen und raſch an die Arbeit zu gehen. Der Rath faßte des Mannes harte Hand und ſagte: Meint Er, es ſei ein dummer Scherz, den ich mit Ihm machte, ehrlicher Meiſter? Nein, dafür bin ich zu alt und Er mir zu gut. Es iſt mein voller Ernſt. Das Geld iſt ein Fund. Ihm gebührt von Gottes und Rechts wegen die Hälfte! Der Meiſter wollte ſich wehren, aber das half Nichts. Fünfhundert Goldducaten lagen in ſeiner Hand. Allmächtiger Gott! rief er aus. Ehrlich waͤhrt am Längſten, ſagte der Rath Völker; aber was nun damit machen? Hat er Schulden?— Ja, theurer Herr Rath! So lauf' Er gleich hin und laß Er ſich überall die Berechnung machen, und bring' Er ſie mir her. Aber heim geht Er nicht. Seine Frau braucht's noch gar nicht zu wiſſen, daß ſie bezahlt werden, bis ſie es ſind. Jetzt merkt Er's erſt, daß es Ernſt iſt und will ſich in Dank ergießen. Stille! ſagt der Rath. Thue Er gleich, was ich Ihm geſagt, und er drängte ihn ordentlich fort. 2380 e- Bis gegen Mittag waren alle Plackſchulden bezahlt, und die Summe war kaum hundert Gulden, die veraus⸗ gabt war. Wie ſteht's mit Seinem Hauſe? fragte Völker. Ach, ſagte Büttner, darauf ſind leider noch fünfhundert Gulden zu zahlen! Hier, rief Völker, nehm' Er die fünfhundert Gulden und bring' Er mir die Quittung! Auch das wurde berichtigt, und mit thränenſchweren Augen trat der Mann zu dem edeln Völker ein; aber es waren Thränen der Freude und des tiefgefühlteſten Dankes. Was nun? fragte Völker lächelnd. Ich denke, wir kaufen nun etwa für hundert Gulden gutes, altes Holz an, daß Er einen Vorrath hat. Meine Remiſe brauche ich nur halb, die ſteht Ihm offen dazu. Wir kaufen Lebensmittel und das Uebrige wandert in die Sparkaſſe! Auch das beſorgte Völker getreulich, händigte die Papiere dem glücklichen Mann ein und wollte von Dank nichts wiſſen. Das iſt herrlich! riefen Alle, die es hörten. Gott ſegne den Rath Völker! 22 20 12 gert werden. uuſte 8 Ferant den 2 Sehen Sie, ſagte der Greis, es iſt hart geurtheilt, wenn man ſo obenhin ſagt: Es gibt keine Ehrlichkeit mehr in der Welt! Die gibt's, Gottlob, noch häufig, häu— figer, als wir denken, aber auf dem Markte wird ſie nicht auspoſaunt, ſondern im Stillen geübt. Das Sprüchlein: Ehrlich währt am Längſten! ſoll alſo nicht ausgetilgt, ſondern recht freudig bekannt und unſeren Kindern ins Herz gepflanzt werden. Nur ſo wird's beſſer in der Welt. Der Greis hatte ſein Schöpplein geleert, nahm ſeinen Hut nach den letzten Worten und ging. In der Thüre aber wendete er ſich noch einmal um. Noch Eins, ſagte er: Der Schreiner Büttner wohnt in der Langgaſſe Nr. 48. Laſſen Sie uns dahin wirken, daß er tüchtige Kundſchaft kriegt, damit es ſich auch da⸗ durch bewähre: Ehrlich währt am Längſten! Und mit freundlichem Gruße ging er hinaus. Bekamumachungen von Be⸗ hoͤrden. S Güterverſteigerung. (1809) Montag den 5. Dezember d. 285 Vormittags 10 Uhr, werden auf freiwilligen Antrag der Erben der Frau Baruch Grödel Wittwe dahier deren nachverzeichneten Güter— ſtücke, als: Gemarkung Fauerbach II. Pag. 209 Nr. 49 3 Vril. 31 Rth. Acker an der Wüſtung, „ 354„ 1 3 Vrtl. 16% Rth. desgl. am Holderbuſch, „ 51„ 32 5 Prtl. 4% Rth. oberhalb des Dienheimerpfades, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 23. November 1853. In Auftrag: der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Holz verkauf. (3835) Auf dem Gräfl. Solms⸗Rödelhei⸗ miſchen Bergwerk bei Bauernheim ſollen Mitt⸗ woch den 7. Dezember l. J., Vormittags um 10 Uhr, über 70 Stecken Brennholz und 5 Haufen Zimmerſpähne, meiſtbietend verkauft werden, wozu man Kaufliebhaber hiermit ein⸗ ladet. Ofſenheim am 27. November 1853. Der Gräfl. Bergrentmeiſter Weis. Immobiliar-Verſteigerung. (1808) Montag den 5. Dezember d. J., Vormittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die dem Heinrich Bender in der Vorſtadt dahier zuſtehenden Immobilien, wie ſolche im Intelligenzblatt Nr. 77 ſpeziell verzeichnet ſind, nochmals unter dem Anfügen öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert, daß mit der Hofraithe eine zu 300 fl. taxirte Holzberechtigung verbunden iſt. Friedberg den 23. November 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts B end ends Bekanntmachung, betreff. Brenn-, ſodann Bau-, Werk- und Nutzholz⸗Verſteigerung in dem Großh. Domanialwald Burgwald der Ober— förſterei Oberrosbach. (1846) Montag den 19. Dezember d. J. ſollen im Domanialwald Burgwald an die Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert werden: ½ Stecken Eichen⸗Scheitholz, 7 Nadel⸗ 77 75„ Eichen. Prügelholz, 22„ Nadel- 9 15„ Eichen- u. Birken⸗Stockholz, 17%„ Nadel⸗Stockholz, 504 Wellen Eichen⸗ und Birken⸗Reiſerholz, 1126„ Nadel⸗Reiſerholz, 1 Eichenſtammabſchnitt von 18“ Durch⸗ meſſer und 15“ Länge, 59 Fichtenſtämmabſchnitte von 5¼“ bis 13“ Durchmeſſer und 25 bis 71“ Länge, 20 Fichten⸗Stangen. Anfang der Verſteigerung: präcis 9 Uhr im Fichtenbeſtand des Schlags Nr. XVIII, und zwar mit dem Bau-, Werk, und Nutzholz. Oberrosbach den 26 November 1853. Der Großh. Oberförſter der Oberförſterei Oberrosbach Bingmann, Holzverſteiger ung im Moxſtädter Markwald, Diſtrikt Donatuswald, Oberförſterei Düdelsheim, an der Chauſſee von Obermorſtadt nach Niedermoxſtadt ge⸗ legen. (1847) Donnerſtag den 8. Dezember, Vor⸗ mittags 10 Uhr anfangend, ſollen folgende Holz⸗ ſortimente zur öffentlichen Verſteigerung kommen: 1. Brennholz: 50 Siecken Buchen⸗Scheitholz, 39 1„ Prügelholz, 1„ Eichen⸗Scheitholz, 7„„ Prügelholz, 58%„ Buchen⸗Stockholz, ½,„ Kiefern⸗Prügelholz, 5 1625 Stück Buchen⸗Wellen, 42⁵„ Eichen⸗„ 25„ Kiefern⸗„ II. Bau-, Werk⸗ und Nutzholz: 82 Eichenſtämme von 5 bis 10 Zoll Durch⸗ meſſer, 6 Kiefernſtämme von 7 bis 9 Zoll Durch⸗ meſſer. Die Zufammenkunft iſt um genannte Stunde an der Chauſſee zwiſchen Ober- und Nieder- moxſtadt. Obermoxſtadt den 24. November 1853. Der Großberzogl. Bürgermeifler Mickel. 5 Bekan Donner deb Volmittags un hiefigen Garniſon und 1855 vollem Gchmiede/ Zum Weißbinder⸗, Spe Gürtler⸗, Küfer⸗, macher/ Satteldo auf dem Wege der fordernden in Acco Die Accordsded hetzen Militär werden. Butz bach den Ce Prwat⸗2 E 4881) im dr Hauſes iſt zu ver pogen werden. Mobilio 1852) Donn Norgens um 9 hauſe nachſtebend. Betten, Bettla mit Schublade Kleidungsftücke, Miſt ꝛc., einer Verſteigerut Bruchenbrüc 3 u (1853) Der Hofrauhe, beſt Vohnhaus, wele werden kann, Slallung, gerau, aan Land, aus f beldenberge — 9 41 85A) C 0 Tbeafg⸗ Blätter Wportation, ö ros et en de 1 VAdert Gulden walker 1 ader es Len Dankes. 9 ant, wir „ Akes Hoh e braucht Die kaufen Sarkaſſel A dal ig, hau, J a0 ſie nicht es Sprüchlein ausgetilgt, dern ins der Welt, „ nahn In der t Jüttner wohn s dahin wirken, dJ auch da — ptäris 9 Uhr in XVII, un! Apbolz. vauntt Stub 1 ulld Nuedel nber 1803 Frucht lieferung. 41848) Dienſtag den 6. Dezember, Morgens 10 Uhr, ſollen vor dem hieſigen Kurfürſtlichen Salzamte für das Salinenknappſchafts-Frucht⸗ magazin 140 Achtel Korn und 74 Achtel Gerſte auf dem Wege der Soumiſſion an den Min- deſtfordernden in Lieferung übergeben werden. Die Bedingungen ſind bei dem Actuariate des Salzamtes einzuſehen; verſiegelte Soumiſſionen mit der Bezeichnung„Fruchtlieferung betr., ſind vor Eröffnung des Termins bei Kurfürſt⸗ lichem Salzaͤmte einzureichen. Nauheim den 29. November 1853. Der Salinen-Inſpector R. Ludwig. Fruchtverſtei gerung. (1849) Dienſtag den 6. Dezember, Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſollen auf dem Mollenbeckiſchen Speicher dahier: 12 Malter Waizen, 22 Korn, 20„ Gerſte, 12„Hafer, verſteigert werden. Berſtadt den 26. November 1853. Ellenberger. Bekanntmachung. (1850) Donnerſtag den 8. Dezember d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen die bei der bieſigen Garniſon in den Jahren 1854, 1855 und 1856 vorkommenden Schreiner-, Schloſſer⸗, Schmiede, Zimmer-, Maurer- und Pflaſter., Weißbinder⸗, Spengler, Glaſer„ Wagner⸗, Gürtler⸗, Küfer⸗, Bürſtenbinder⸗, Seiler⸗, Sieb- macher⸗, Sattelbock⸗ und Dreher⸗Reparaturen, auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſt⸗ fordernden in Accord gegeben werden. Die Accordsbedingungen können auf dem hieſigen Militär⸗Verwaltungs bureau eingeſehen werden. Butzbach den 30. November 1853. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ein Logis (1851) im dritten Stocke des Suhrada'ſchen Hauſes iſt zu vermiethen und kann ſogleich be⸗ zogen werden. P. Fal ck. Mobiliar⸗Verſteigerung. (1852) Donnerſtag den 8. Dezember l. J., Morgens um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Pfarr⸗ hauſe nachſtehende Mobilien, als: 9 Betten, Bettladen, Kleiderſchränke, Schränke mit Schubladen, Commode, Tiſche, Stühle, Kleidungsſtücke, Zinn, Reit- und Fahrgeſchirr, Miſt ꝛc., einer Verſteigerung ausgeſetzt werden. 1 Bruchenbrücken den 28. November 1853. Zu verkaufen. Der Unterzeichnete beabſichtigt ſeine — 2 veſtehend aus einem einſtöckigen Wohnhaus, welches von zwei Familien bewohnt werden kann, einem anſtoßenden Backbaus, Stallung, geräumiger Scheuer und zehn Mor⸗ gen Land, aus freier Hand zu verkaufen. Heldenbergen den 29. November 1853. Peter Schulmeher, Bäckermeiſter. Anz eig e. (18344) Cigarren: und amerikaniſche rohe 2757 lätter zur Cigarren⸗Fabrikation eigener Importation, unterhalte ich großes Lager en gros et en detail. 5 Emil Simon Jassoy, 2381. Aecht oſtindiſche ſeidene Foulards⸗Tuͤcher (1823) mit unbedeutenden Druckfehlern, zu ſehr billigen Preiſen bei Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a. M. Muſfs, Pellerins ꝙ Pelssluuchen, (1826) ſowie ſonſtige Pelzwaaren, empfiehlt in ſchöner Auswahl billigſt Friedberg. S. G. Simon jun., Putz- und Modehandlung, neben dem Gaſthaus zu den drei Schwerdtern. Frankfurt a. M. Friedrich Böhler, Zeil 64 neben der Poſt, empfiehlt ſein auf's reichhaltigſte aſſortirtes Waarenlager. (1838) Daſſelbe enthält: Pariſer Pendülen in ächter Bronze, Bronze⸗Imitation, Marmor und Porzellan, Luſtres, Candelabres, Wand und Tafel⸗ leuchter, Careel-⸗ und Moderateur-Lampen, Bronze⸗Sta⸗ tuetten, Gruppen, Jagdthiere und andere von den anerkannt beſten Meiſtern, Vaſen in antiquen Formen, plattirte Waaren, (electro-platid) Britania-Metall⸗Theekeſſel, Kaffee⸗ und Thee⸗ ſervice in den neueſten Silberformen und in beſter Qualität, engliſche Steingut⸗Tafelſervice, Porzellan⸗Taſſen, Deſſert⸗ und Früh⸗ ſtück⸗Teller in den neueſten Sorten. In den neueſteu Fantaſie⸗ Artikeln, in deutſchen, engliſchen und fran⸗ zoſiſchen Maroquin⸗Waaren, engliſchen mit Perlmutter eingelegten und feinſt gemalten Papiermaché⸗Waaren, wobei eine große Anzahl der ſchoͤnſten Damentiſchchen, Briefmappen, Schreibzeuge, Papeterien und Ladies⸗Companions, bietet derſelbe in ſeinem bereits er⸗ öffneten Weihnachts Bazar eine ungemein reichhaltige Auswahl der billigſten ſowohl als reichſten Gegenſtände zu feſtgeſetzten Preiſen. Er empfiehlt ſich zu Aufträgen und ſolchen Perſonen, die Frankfurt in der nächſten Zeit beſuchen ſollten. Zu Weißnachksgeſchenken getignet (1855) empfehle ich unter Zuſicherung billiger Preiße mein wohlaſſortirtes Lager moderner Gold⸗ und Silberwaaren, aller Sorten goldener und ſilbener Taſchenuhren, Neu⸗ ſilber⸗ und optiſcher Waaren. Altes Gold und Silber nehme ich im Tauſche und auch käuflich zum höchſten Werthe an. Einſchlagende Reparaturen billigſt bei L. Hanau, Uhrmacher und Goldarbeiter, in den drei Schwerdtern. Schwarz ſeidene Stoffe und Sammte zu Weſten (1826) billigſt bei Ed. Oehler, Zeil 38 in Frankfurt a. M. zwei Nebenzimmern, zwei Kammern, verſchließ⸗ barem Keller, Holzboden und Antheil an der Waſchküche, zu vermiethen und kann bis zum 20. Februar 1854 bezogen werden. Sodann ein möbelirtes Manſardenzimmer mit Cabinet, welches den 15. Dezember bezogen werden kann. 1200 Gulden gat (1856) werden gegen gerichtliche Verſiche⸗ rung ausgeliehen. Die Exvedition des Intel- ligenz⸗Blattes ſagt bei wem? 3 u ver miethen. große Gallusgaſſe No. 10 in Frankfurt a. M. (1857) In meinem neuerbauten Hauſe iſt der zweite Stock mit vier heizbaren Zimmern, Friedberg. F. W. Reuß. r .. 2 0 8 A—. 2 85 r *. —— U ——— er . * 9 2382 Die Localſection des Gewerbvereins zu Friedberg an die verehrlichen Einwohner daſelbſt. (1858 Der hieſige Localgewerbverein beabſichtigte die Errichtung einer Gewerbhalle, um den Gewerbtreibenden Gelegenheit zu geben, auch ihre nicht in Laden und Schaufenſtern aufgeſtellten Erzeugniſſe dem kaufluſtigen Publikum zu präſentiren. Die Sache ſtieß jedoch auf Schwierigkeiten und ſoll darum für jetzt unterbleiben. Bei der Berathung dieſes Gegenſtaͤndes, als eines Mittels, den Gewerben in hieſiger Stadt aufzuhelfen, wurde von einem Mitgliede beantragt, in dem Verein und durch denſelben dahin zu wirken, daß die Bewohner Friedbergs diejenigen ihrer Bedürfniſſe, welche hier gefertigt werden können, nicht anderswoher beziehen möchten. Faßt man die Verhältniſſe etwas genauer ins Auge, ſo iſt dieſer Antrag ſehr an der Zeit und leider mehr als gerechtfertigt. Denn, abgeſehen von der übermäßig wachſenden Concur- renz in der Stadt ſelbſt, ſind die Gewerbtreibenden durch die ganz vereinzelt daſtehende hieſige Gewerbfreiheit, welche ſie der alten Rechte beraubt hat, ohne ihnen neue zu geben, nicht nur im Verhältniß zur Umgegend, ſondern zum geſammten Geweroſtand auf eine Inſel geſetzt und die Nachtheile, welche ihnen daraus erwachſen, ſehr fühlbar. Was außerdem die Eiſenbahn den hieſigen Gewerben ſchadet, ſehen wir am deutlichſten an der Menge zum Verkauf angebotener Häuſer und ihren geſunkenen Preiſen; und wollte man ſich damit tröſten, der durch den Schienenweg verurſachte Schaden habe nicht auf alle Geſchäfte Bezug, ſo wäre hiergegen zu erinnern, daß Eine Hand die andere waſcht.— Müſſen aber bei all dem Angeführten, wodurch der Mangel an Abſatz herbeigeführt wird, die Verfertiger von Waaren nachſehen, daß Gegenſtande, welche ſie eben ſo gut und oft bil⸗ liger liefern, aus andern Städten, wie z. B. Frankfurt und Mainz, bezogen werden, ſo kann ihnen dies mindeſtens keine Freude machen und wird ſie eher zur Entmuthigung führen, als zum Fortſchritt antreiben. Es iſt zwar für den Käufer eine ſchoͤne Sache, ſich aus einem vollen Magazine das⸗ jenige herauszuſuchen, was dem Auge einleuchtet; daß aber die Dauerhaftigkeit der Schönheit in ſolchen Fällen nicht immer entſpricht, hat ſchon Mancher zu ſeinem Schaden erfahren. Ein An— deres iſt es dagegen, wenn man bei einem bewährten Manne beſtellt, welcher bemüht ſein muß, ſeine einheimiſchen Kunden mit guter Waare zu verſorgen und billig zu behandeln, damit ſie ihm treu bleiben; denn von ihnen muß er leben.— Aehnlich verhält es ſich mit dem Hauſirhandel. Die Sachen find für's Auge gemacht, die Preiſe ſpottbillig; aber die Qualität und der Schaden ſtellen ſich erſt heraus, wenn man die Waare in Gebrauch nimmt. a Nach dieſer kurzen Darlegung des Sachverhaltes glauben ſich die Mitglieder der Lokal- ſection des Gewerbvereins der Hoffnung hingeben zu dürfen, daß alle verehrlichen Einwohner Fried⸗ bergs, deren billige Wünſche berückfichtigend, ihren Bedarf an Gegenſtänden, welche hier producirt werden können, für die Zukunft auch nur von bier bez ehen werden. Die Geſchäftsleute laſſen ſich's dagegen die angelegentlichſte Sorge ſein, die Wünſche ihrer geehrten Abnehmer eben ſo zu befriedigen, als dieß von außen geſchehen kann, und diejenigen unter ihnen, welche dem Verein angehören, machen ſich verbindlich, alle einſchlägigen Waaren genau ſo zu liefern, wie ſie von ihnen verlangt werden, ſei es denn nach Muſter, Zeichnung oder Beſchreibung. In Auftrag des r unterzeichnet ol k. Neiſegelegenheit n a ch Amerika. (1839) Ich befördere noch immerwährend für die General⸗-Agenten J. Lemaitre und W. Finlay in Mainz und Havre, und zwar monatlich regelmäßig Amal, den 1., 10., 20., 30., Auswanderer ab Mainz, Cöln, Paris und von da uber Havre nach New⸗Nork. Die Ueberfahrtspreiſe ſind ſtets die billigſten und können bei mir jederzeit erfahren werden. G. F. Nau, conceſſionirter Agent in Friedberg. Ein Logis ernregeln, Gartenkalender u. ſ. w.— Keine (1860) für eine kleine Familie bat zu ver⸗ Ruhe Erzählung von Brunold.— Kleine Er⸗ miethen Bernhard Wagner. zählungen, Gemeinnütziges.— Zwei deutſche Sni (18610 Am vergangenen Sonntag iſt dem Unterzeichneten ein Mutterſchwein entlaufen. Der gegenwärtige Beſitzer wird erſucht daſſelbe gegen eine gute Belohnung an ihn zurückzugeben. Rockenberg den 30. November 1853. Anton Dietz IV. 118062) In Scriba's Buchhandlung in Frſebberg iſt ſoeben erſchienen: Der Wandersmann, ein Kalender für das Volk pro 1854. Inhalt: Monate mit Jahrmärkten.— Bau⸗ Sprüchwörter.— Wie dem Herrn Paſtor Spuck⸗ bauſen einmal die Gicht vertrieben wird.— Seid einig, Erzählung von J. Rauk.— Ein Kapitel über den deutſchen Durſt.— Die ſon⸗ derbare Wirthsrechnung.— Weltweisheit, Ge⸗ dicht.— Anekdoten, Sprüche.— Allgemeiner Anzeiger des Wandersmann's.— Judenka⸗ lender.— Intreſſenrechnung.— Literariſche Beilagen. Preis nur 4 kr. Noch niemals iſt ein ſo gehaltreicher und vollſtändiger Kalender um die⸗ ſen Preis verkauft worden. Kirchliche Anzeigen. 2. Advent den 4. Dezember. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Marbach. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Bernbeck. Frankfurter Cours vom 30. Nov. 1853. NMH fl. 9 37½--38 Friedrichsd or„ 9 55¼ç—6 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 43¼-—⁰⁴?ʃin Rand⸗Ducaten„ 5 34-35 20 Frankſtügzſt e 9 Engliſche Souverains.. 11 44 Preußiſche Thaler.„ 1 45—½ 5. Frankenthaler. 9 2207 Preußiſche Caſſenſcheine„ 145% Fruchtpreiſe. 30. Nov. 25. Nov. 24. Nov. Gattung.[Fried⸗ Gerns⸗ berg Mainz fl. kr. fl. kr. fl.] kr. Waizen pr. Malter] 17 201823—— Korn„„ 132013 1012 45 Gerſte„ 75 10.20 10 71040 Hafer„ 5 41351 5 271 515 Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 3. bis zum 9. Dezember. . 5 Fried⸗Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr, pe 14Leib⸗Roggenbrod 4 1141 2 7 7. 8 2 8 2 44„ 7 17— 17— Lth. Lth. — Milchbrod 13 13 — Waſſerweck 17 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 13% ¼⁶ 13 Fleiſch⸗Preiſe. pf 56 1 Ochſenfleiſch 12 212— „Kühfleiſch, gemäſtetes 10— 9 „ Rindfleiſch, gemäſtetes 8— 9— „Kalbfleiſch 8— 18— „„„ gemäſtetes„„ „ Schweinenfleiſch 14— 14— „SHammelfleiſch 9— 19— „ Schaaflleiſch 7——— „Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— „Bratwurſt nn „ Schwartenmagen 18— 18— „(Geräucherter Speck 24— 26— „Schinken 19— 20— „ Dörrfleiſch 20— 20— „ Schweinenſchmalz, 7 ausgelaſſen 21222— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 22— 20— „Hammelsfett 16— 16— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel, Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. L 90 — Der Mar der Gelbe rollt „Bei mei ein l/ rief der Marqueur, der Marqueur aber in die Lippen geuem. Der chic Händel Hillard, und b Marqueur nab es dem Lieuter er etwas— dieſer Wendun daß es augen und die Limon „Der Tr Stücke,„ beme ſt verdorben.“ „Signor durch Eure quch keine W hoch kein Tro Statt a dem Billard des Marqueur deſſelben hera auf dem Bod um die beider ſcheren Erw eleidigung ö keutenant n meinte dem luft gegeben w zerbroche rieftaſche, auf den mit unt zu, m. lu kaltem llͤckchen pr Vopf, den t baarer