L 2 tbriefe + rnagel *— Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 69. Sonnabend den 3. September 1838. Thereſe Aubert. Wahrheit und Dichtung in Form einer Memoiren-Novelle. Von Charles Nodier. (Fortſetzung.) Wir ſtiegen alſo den Fußpfad zum Kreuze hinauf, oberhalb welchem wir übereingekommen waren, uns zu trennen, weil ſie ſich ſeit zwei Tagen über Unwohlſein beklagte, und ich fürchtete, daß ſie ſich ermüden möchte; aber das Wetter war ſo mild, die Luft ſo rein, die Natur erglänzte in ihrem ſchönſten Grun und Blumenflor, daß ich nicht zu widerſtehen vermochte, ſie einen weitern Spa— ziergang, bis zu einem maleriſchen Hügel machen zu laſſen, auf welchem ſich Staudengewächſe aller Art befanden, die wir zuſammen unterſuchten. Auf der höchſten Spitze eines ziemlich beſchwerlichen Weges, der zu alten, ſeit Jahr- hunderten verfallenen Mauern führte, von welchen aus eine Menge Fußpfade durch die Gebüſche führten, wo dieſe gerade zufälligerweiſe ausgehauen worden waren, und welche ſämmtlich in eine Kreuzſtraße einmündeten, befand ſich, unter einigen wilden Roſenſtöcken, ein Halt— und Ruheplätzchen, an dem wir uns oft zuvor niederge— laſſen hatten, ehe ſie mich als Adolph gekannt batte, und wo wir mehrmals ſo ſüße Augenblicke, im Geſpräche über alles Mögliche, was ſie intereſſirte, über ihren Vater, ihre Mutter, die Vergangenheit, die Zukunft hingebracht hatten. Der Ort war, wie ich bereits geſagt habe, von wilden Roſenſträuchen umgeben, von welchen wir ver⸗ ſprochen hatten, uns die erſten Blumen zu pflücken, und wohin wir von Zeit zu Zeit kamen, um nach ihrem Auf— blühen zu ſehen, ich für ſie, ſie für mich, weil mir in Ungeduld wetteiferten, wer dem Andern den erſten Tribut der friſchen Blüthen brächte. Seit der Aufklärung, welche ich Thereſen hatte geben müſſen, machten wir dieſe Spa⸗ ziergänge nicht mehr, und es war ſchon lange her, daß wir dieſe Roſenſträuche nicht mehr beſucht hatten. Als Thereſe den Punkt erreicht hatte, zeigte ſie eine gewiſſe Verwirrung und trat einen Schritt zurück. Ich verſtand ihr Erſtaunen, oder beſſer geſagt ihren Schrecken, und war nahe daran, ihm gleich ihr Ausdruck zu verleihen; doch ergriff ich ihre Hand, führte ſie an die Stelle, wo ſie zu ſitzen gewohnt war, und über welche der junge Trieb der Hecke bereits in langen Gewinden herabhing. Ich blieb ſtehen, und als ich bemerkte, daß ſie zögere, ſagte ich:„ſiehſt Du, die Roſen ſind aufgegangen; ich war der Erſte, der ſie bemerkte.“—„Der Erſte!“ ſprach ſie.— Ich wußte wohl, daß unſere Stellung ſich geändert hatte, aber dieſes Wort erinnerte mich auf faſt ſchmerz— hafte Art daran; wir waren im Begriffe, uns bald zu trennen, und es war grauſam von ihrer Seite, mir ein Glück vorzuwerfen, welches ich ihrem Vertrauen abgelockt hatte. Mein Geſicht muß dieſe Empfindung ausgedrückt haben, denn ſie antwortete mir lächelnd:„Da Du ſie zuerſt erblickt haſt, ſo gib mir eine dieſer wilden Roſen, ich werde ſie mein ganzes Leben lang aufbewahren.“ Ich pfluͤckte einige dieſer Noſen, ſetzte mich neben ſie, und ſtreute ſie auf ihren Knieen, ihrem Sacktuche, ihren Haaren umher. Sie ergriff eine, betrachtete ſie lange, ſah mich darauf mit düſteren Blicken an, und entblätterte ſie in der Zerſtreuung. Ich bot ihr eine andere dar, ſammelte aber die Blätter, welche unter ihren Fingern abfielen, führte jedes derſelben an ihre Lippen, nahm es dann wieder und drückte es an der Stelle, die von ihrer Berührung noch feucht war, auf die meinigen. Einige Minuten lang erfreute ich mich dieſes Kunſtſtückes, ohne daß ſie es bemerkte; aber als ſie es gewahr wurde, ſchien ſie darüber zu erſchrecken; ſie machte mir das Blatt ſtreitig, welches ich ihr geraubt hatte, und verweigerte die An— nahme deſſen, welches ich ihr darbot.—„Wie?“ ſagte ich,„im Augenblicke, wo wir, Gott weiß für wie viele Tage, Monate oder Jahre, uns zu trennen im Begriffe ſind, willſt Du Deinem Adolph, den Du vielleicht nie wieder ſehen wirſt, nicht einmal erlauben, den Eindruck Deines Mundes auf einem Roſenblatte ſuchen! O! ich glaube gewiß, daß mein Herz ſo unſchuldig iſt, wie das Deine, aber ich ſehe nicht ein, wie nach den Anſichten der Menſchen ein Verbrechen darin liegen kann, wenn ein Kuß von Thereſens Munde auf den Adolphs durch ein Roſenblatt übergeht. Uebrigens, vergiß es ja nicht, ich werde es Deinem Vater ſagen, und ich bin überzeugt, daß ich dabei nicht erröthen werde; denn der Tag wird kommen.... wenn ich nicht im Kriege bleibe, an dem Du mir ſüßere Küſſe gewähren wirſt....“ „Ich glaube Dir gern,“ antwortete ſie;„aber es iſt doch möglich, daß es heute ein Unrecht iſt; es iſt ſo— gar wahrſcheinlich, weil es mich verſtimmt, weil ich da— rüber erzittere und eine gewiſſe Angſt mich anwandelt. Ich würde viel ruhiger ſein, wenn ich mir nicht bereits ſchon Vorwürfe zu machen hätte.“—„Und glaubſt Du etwa, daß mein Herz ruhiger dabei ſei?“ erwiderte ich. —„Dieß iſt eben die Folge, zweifle nicht daran, jenes unbekannten Gefühls, von dem uns Henriette vor zwer Monaten erzählt hat, und welches wir nun gerade fuͤhlen wie ſie. Henriette verſteht aber zu lieben! Sie würde Mondyon das Glück nicht verweigern, ſeinen Mund auf eine kleine Blume zu drücken, die ſie mit dem ihren be⸗ rührt hatte.“ „Und ich, ich liebe Dich alſo nicht?“ ſagte Thereſe, nahm ein Roſenblatt, drückte es auf meinen Mund, und ſteckte es zwiſchen ihre Zähne. Ich rückte näher an ſie, blickte ſie an, und wandte mich dann von ihr ab, weil mein Herz bebte, und ein Gedanke in mir aufſtieg, eines jener ſonderbaren Vorgefühle, welche den Geiſt in fiebe⸗ riſchen Zuſtand verſetzen, nämlich die Ueberzeugung, daß mein Glück nur kurz dauern und ich Thereſen nur einmal umarmen werde. Ihre Geſichtsfarbe war ganz außerge— wöhnlich belebt; ihre Hand glühte und zitterte zu gleicher Zeit. Ich hätte mir gern über meinen Zuſtand Rechen— ſchaft abgelegt, ich ſah aber nicht klar, obgleich der Ge⸗ danke an den Tod mich nicht erſchreckte, wie es bei den meiſten Menſchen der Fall ſein ſoll; und ich glaubte, daß es ſo ſeiu müſſe. Während dieſer Zeit erſchienen die Diener, welche uns folgten, in einiger Entfernung; der Augenblick des Scheidens war gekommen. Ich hatte nur noch ein Blatt von der letzten Roſe, die ich ihr gegeben hatte; dieſes loste ich ab, legte es feſt auf ihren Mund und Thereſen an mein Herz ziehend, drückte ich den meinigen darauf. Wie es mir gelang, ſie feſt zu halten, weiß ich nicht. Dieſes Blatt, nichts als dieſes Blatt... Meine Blicke verdunkelten ſich, mein Buſen wogte, ich verlor Athem, Bewußtſein, Empfindung des Lebens, und als ich wieder vorüber ſchweben zu ſehen. Es ſchien mir unmoglich, daß ſie nicht das Bedürfniß fühlen ſollte, zu mir zurück⸗ 276 e- zukommen, wie es mich drang, zu ihr zurückzukehren, ich glaubte immer, daß ſie einen Augenblick wieder dahinkäme, bloß um das Plätzchen ſich zu merken, wo wir beiſammen geweſen waren. Der Tag war noch nicht weit vorge— rückt, der Ort war von Sancy nicht ferne; ſie konnte, ſie mußte zurückkommen. Die Ausſicht, welche ich von meinem Standpunkte aus genoß, war voll bezaubernder Erinnerungen; überall war ſie geweſen, hatte in verſchie— denen Augenblicken ſich darin aufgehalten, die Berge, deren Umriſſe ſich mir darboten, hatte ihr Fuß betreten; jene Bäume hatten ſie mit ihrem Schatten bedeckt, die Felſen hatten ihre Kleider berührt; ſelbſt der Himmel, welcher das Gemäde ſchloß, in deſſen Rahmen ſie ſich mir gezeigt hatte, war von ungetrübter Helle. Keine Wolke, kein Dunſt zertheilte ſich in demſelben; es war der Him— mel, das Licht, die Luft, welche ſie berührt hatte. Mein Leben zeichnet ſich durch ſo wenig glückliche Epochen aus, daß dieſe, in ihrer unausſprechlichen Weh⸗ muth, mein Herz noch jetzt mit dem Gefühle reiner Glück⸗ ſeligkeit erfüllt; ich hoffte. Meine Hand hatte die ihrige ſo eben verlaſſen, ich fühlte eine leichte Feuchtigkeit, die von dem Drucke ihrer Finger herrührte, welche mit den meinigen verbunden geweſen waren; ich ſah noch die re⸗ gelmäßigen und ſo ſchön geformten Bogen ihrer Augen— braunen, den ſanften Blick, den ſie aus ihren Augen unter denſelben hervorleuchten ließ, und in Gedanken legte ich in dieſen Blick ein Feuer der Liebe, dem ähnlich, welches ich empfand. Eines Tages hatte ich ihr eine kleine Locke entwendet; um ſie ſo oft als möglich an meine Lippen drücken zu können, hatte ich ſie in ein Band, das ich von ihr hatte, gewickelt, welches ich auf dem Herzen trug. Durch die Bewegung, die ich machte, um dieſes Band zu ſuchen, fiel ein zerriſſenes Roſenblatt auf den Sand, an der Stelle, wo ich ſaß; ich betrachtete es und erkannte es ſogleich; nach tauſend Jahren noch hätte ich mich nicht darüber getäuſcht, aber jetzt glaubte ich zu fühlen, daß es noch brenne.(Fortſetzung folgt.) Für die Gemeinde Vonhauſen bei Büdingen, welche durch Hagelſchlag am 10. v. M. hart heimgeſucht wurde, iſt bei mir weiter eingegangen und wird hiermit dankbar beſcheinigt; In Folge eines Vergleichs bei Gericht 42 kr.; von F. und N. 1 fl.; von E. H. 24 kr.; von K. zu A. 6 fl.— Zuſammen 32 fl. 54 kr. Friedberg den 22. Auguſt 1853. Bernges, Landgerichtsactuar. Für die Hagelbeſchädigten in Seligenſtadt ſind eingegangen: Von Lehrer Speckhard 36 kr.; Unbekannt 1 fl.; H. 12 kr. Zu⸗ ſammen fl. 1. 48., welcher Betrag bereits an das dortige Comité ab⸗ geliefert wurde und worüber die deßfallſige Quittung bei uns zur Einſicht bereit liegt. Indem wir den Gebern herzlichſt danken, bitten wir um fernere gütige Beiträge. Friedberg den 1. September 1853. Die Expedition des Intelligenzblattes. Betanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Edietalla dung. 1315) Ueber das Vermögen des Chriſtian Böhmer in Friedberg iſt der förmliche Concurs⸗ proceß erkannt worden. Es werden deßhalb ſämmtliche Gläubiger deſſelben aufgefordert, ihre Forderungen oder ſonſtige Anſprüche Mittwoch den 9. November, Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung des ftillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe geltend zu machen. In dieſem Termin ſoll ein Arrangement ver⸗ ſucht und Beſchlüſſe über die Verwaltung der Maſſe gefaßt werden, weßhalb die nicht perſön⸗ lich erſcheinenden Gläubiger ihre Vertreter in beiden Beziehungen mit Vollmacht zu verſehen haben, widrigenfalls ſie als den Beſchlüſſen der Mehrheit der Gläubiger beitretend angeſehen werden. Friedberg den 18. Auguſt 1853. Großherzogl. Landgericht Hofmann. Edictalla dung. (13460) Ueber das Vermögen des Moſes Strauß und ſeiner Kinder zweiter Ehe zu Nie⸗ derwöllſtadt iſt Concurs erkannt und Liquida⸗ tionstermin auf Mittwoch den 2. November, Vormittags 10 Uhr, anberaumt worden. In dieſem Termin ſind Forderungen und Anſprüche jeder Art an die Maſſe, bei Vermeidung des ohne beſonderes Präcluſivdeeret eintretenden Ausſchluſſes vor ſolcher geltend zu machen; auch ſoll in dieſem Termine die Güte verſucht, ſowie wegen Ver⸗ äußerung der Maſſe, Beſtellung und Cautions⸗ leiſtung eines Curators, Beſchluß gefaßt werden. In dieſen Beziehungen werden alle Gläubiger, die nicht perſonlich, oder durch Specialbevoll⸗ mächtigte erſcheinen, als den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger beitretend behandelt werden. Friedberg den 18. Auguſt 1853. Gr. Heſſ. Landgericht Hofmann. Immobiliar⸗Verſteigerung. (1237) Montag den 10. Oktober d. J, Vormittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ 61 001 1 lag 413260 w Rat Bekat 0 d mittags 10 Uhr, dern Roggen ſede und 25 0 und hiernach die! Kartoffeln füt licher Verſteigeru tion dahier vergel Narienſchle Gras (1348) Do mittags 10 Uh as auf den hie Wieilungen u von kitca 180 gerung gebracht Die Herren dieſes im Inte kunnt machen z Utphe am Güter (1849) Ni Vormitkags 0 hauſe auf freing manns Eheleut Gemarkung lieg Dag. u. No. Ruth 10 11 7ʃ5 185 11 62 220 W 76 241 19 355 272 00 Si 317 18 78 öffentlich mat ſteigerung beg gungen verffeig Jauerbach Der VI Verſeige 4350) N. enſtadt ſauſe die nachbeſchriebenen Immobilien des Burgers Franz Albrecht Goll dahier, dermalen zu Oberwöllſtadt, als: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 660. No. 38. 178,9[◻OKlafter= 91 Ru⸗ then Acker im Lachenfeld an Johannes Supp, 0 Ein Stall mit Höfchen in der Stadt neben Heinrich Hanſtein IV., öfentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. Auguſt 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Stellvertreter des Vorſtehers des Gr. Ortsgerichts H. Wᷣ᷑a l z. Strob lieferung. (1326) Montag den 5. k. Mts., Vormit⸗ ugs um 10 Uhr, wird die Lieferung von 600 Cebund Kornſtroh in die Betten der ledig ca ſenirten Mannſchaft dahier, in dem Büreau dis Bataillonsverwaltungsraths auf dem Sou— hiſſionsweg an den Wenigſtnehmenden in Ac⸗ ord gegeben. Dieß den Intereſſenten mit dem anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbe⸗ zungungen von heute an in obengenanntem Hüreau eingeſehen werden können. Friedberg den 23. Auguſt 1853. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter Bekanntmachung. (11347) Montag den 5. September, Vor⸗ nittags 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 40 F u⸗ gern Roggenſtroh(15 Fuder für das lau⸗ ende und 25 Fuder für das folgende Jahr) ind hiernach die Lieferung einer Quantität Sartoffeln für das Landeszuchthaus in öffent⸗ icher Verſteigerung in dem Büreau der Direc— ion dahier vergeben werden. Marienſchloß den 30. Auguſt 1853. Die Verwaltungs⸗Commiſſion. Für die Ausfertigung: Nispel, Seeretär. Grasverſteigerung. 11348) Donnerſtag den 8 September, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das diesjährige Grummet⸗ gras auf den hieſigen Gemeindewieſen in mehreren Abtheilungen und Looſen, im Geſammtgehalte won circa 180 Morgen, öffentlich zur Verſtei— gerung gebracht werden. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes im Intereſſe ihrer Ortsangehörigen be— kannt machen zu laſſen. Utphe am 27. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Böch er. Güter ⸗Verſteigerung. (1849) Mittwoch den 7. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag der Adam Hof⸗ manns Eheleute zu Friedberg deſſen in hieſiger Gemarkung liegende Güterſtücke, als: Pag. u. No. Ruthen 101 11 71¼ Acker am Irrgang, 1883 1 62 zwiſchen den Hohlen, 22 20 76„Nauf der Töpferkaut, 247 19 45%„ auf der Weinſtraße, 272 60 88¼„ im Bachborngrund, 317 18 78½„ am Attigrain, öffentlich meiſtbietend unter den vor der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen verſteigert werden. Fauerbach II. den 31. Auguſt 1853. In Auftrag: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Holler. Verſteigerung von Glaſerarbeit. 277 e- Vormittags 11 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Unterzeichneten die Anfertigung eines neuen Kirchenfenſters öffentlich wenigſtnehmend ver— accordirt werden. Der Voranſchlag beträgt 22 fl. 12 kr. Wohnbach den 30. Auguſt 1853. Für den Kirchenvorſtand: Der Großherzogl. Bürgermeiſter Philippi. Grummetgras-Verſteigerung. (13310 Montag den 5. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll das Gemeinde-Grum⸗ metgras in Abtheilungen auf hieſigem Rath⸗ hauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Fauerbach II. den 31. Auguſt 1853. Der Grchgemoßli Bürgermeiſter 0 9 Grummetgras-Verſteigerung. 352) Montag den 5. September l. J., Morgens 10 Uhr, wird das Gemeinde-Grum⸗ metgras in der Beunbach öffentlich meiſtbietend verſteigert. Oberwöllſtadt den 30. Auguſt 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Diel. Frick übertragen worden. Privat- Bekanntmachungen. Khlniſche Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft „Colonid.“ Grund⸗Capital fünf Millionen, 250,000 Gulden. Geſammt⸗Reſerve Eine Million, 815,350 Gulden. (12710 Nachdem der Herr Chr. Hecht wegen überhäufter anderweitiger Ge— ſchäfte die Agentur der„Colonia“ für die Stadt Friedberg und deren Um⸗ gegend niedergelegt hat, iſt dieſelbe den Herren P. F. Schmittner und F. Die Colonia, welcher durch die Großh. Heſſ. Verordnung vom 26. No⸗ vember 1847 die Rechte einer inländiſchen Geſellſchaft verliehen wurden, über— nimmt fortwährend Verſicherungen gegen Brandſchaden auf bewegliche Gegen— ſtände jeder Art, gegen mäßige feſte Prämien und gewährt hierbei noch beſondere Begünſtigungen, worüber die Agenten auf Befragen die gewünſchte Erläuterung geben werden. Darmſtadt im Auguſt 1853. J. G. Kahlert, Generalagent. Unter Bezugnahme auf vorſtehende Bekanntmachung zeigen wir hierdurch an, daß Proſpecte und Formulare zu Verſicherungs-Anträgen jederzeit bei uns unentgeldlich zu erhalten ſind. Auf ſorgfältige und raſche Beſorgung der ange— tragenen Verſicherungen kann man bei uns rechnen, ſowie wir überhaupt zu jeder Auskunft und Anleitung in dieſer Beziehung gerne bereit ſind. Friedberg den im Auguſt 1853. P. F. Schmittner, F. Frick, Spezialagenten. * — Friedberg jeden Mittwoch. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Friedberg im April 1853. Heinrich Hahn, Agent. ſchnell zu bedienen, bittet er um geneigten Zu⸗ Anzeige. D (41338) unterzeichneter macht biermit einem geehrten hieſigen und auswärtigen Publikum die ergebenſte Anzeige, daß er ſich dahier als Metz— ger und Wirth etablirt und ſeine Wohnung bei ſeinem Herrn Bruder Jean Müller, genannt „Zur blauen Traube“, bezogen bat. Mit der (1350) Montag den 5. September d. J., Verſicherung, die ihn Beehrenden prompt und ſpruch. Friedberg den 29. Auguſt 1853. Ernſt Friedrich Müller. Zwei vollſtändige Keltern (13887) mit Druckbaum und Hebelade, noch in gutem Zuſtande, find zu verkaufen bei H. Armbruſt in Vilbel. 278 e- Harmonika⸗Lager in Frankfurt am Main, Markt No. 46. (12712) Unterzeichneter empfiehlt ſein wohl aſſortirtes Lager in vorzüglich guten Harmonikaen nebſt Gebrauchsanweiſung zum Selbſtunterricht. Auch ſind für Spielende: Walzer, Polka, Schottiſch u. ſ. w. einzeln vorräthig. NB. Reparaturen werden aufs billigſte beſorgt. Jacob Rieck, Harmonika-Lehrer. Ein möblirtes Zimmer (1246) hat zu vermiethen Ge ſ uch. (4340) Es wird eine kräftige, geſunde Säugamme vom Lande geſucht, die noch nicht geſtillt hat. Zu erfragen ſchöne Ausſicht, Nr. 16 im erſten Stock in Frankfurt a. M. Prima Schweizer⸗Kaͤſe, (1341) à 25 kr. per Pfund, bei L. Goldmann junior. Gef deer aaf (1353) Der Unterzeichnete beabſichtigt ſeine am Vicinalwege nach Berſtadt und Wölfers⸗ heim gelegene, von ihm neu erbaute Hofraithe, beſtehend in geräumigem Wohnhaus und Vieh— ſtall, zum Wirthſchaftsbetrieb geeignet und ſeit— ber benutzt, aus freier Hand zu verkaufen. Sowohl bei der Hofraithe, als derſelben gegenüber befindet ſich 1½ Viertel Morgen haltender Pflanzengarten und 2½ Viertel Mor⸗ gen haltendes Baumftück mit Felſenkeller, Kegel⸗ bahn und Brunnen, auch werden noch einige Grundſtücke dabei mitverkauft. Wohnbach den 31. Auguſt 1853. Heinrich Schmidt. Wohnungsveraͤnderung und Geſchaͤftsempfehlung. (135) Einem geehrten Publikum mache ich die ergebene Anzeige, daß ich jetzt meinen Laden im Hauſe des Herrn Schreinermeiſters Feiling nächſt der Poſt habe. Ich empfehle beſonders eine ſchöne Answahl baumwollener und leinener Kittel und Hemden, Band und Blumen, alle Sorten Näh-, Stick-, Strick- und Webgarn, geſtrickte Strümpfe, Jacken, Wämſe, Hauben, Röcke und Unterhoſen, Winterſchuhe, Stramin, Nähſeide, Taſchentücher und die meiſten in dieſes Fach einſchlagenden Artikel. Unter Verſicherung reeller und billigſter Be dienung bittet um geneigten Zuſpruch. Friedberg im September 1853. i Magdalene Maul. Zehn Morgen Ackerland (1355) ſind zu verpachten. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Ein geſitteter Junge, (1356) der die Küfer⸗ und Bierbrauerei er⸗ lernen will, kann unter vortheilhaften Bedin⸗ gungen in die Lehre treten bei Aſſenheim den 30. Auguſt 1853. Aug. Bertalott, Küfer⸗ und Bierbrauermeiſter. Au vermiethen. (1357) Eine Familienwohnung, beſtehend aus 3 Stuben, 1 Kammer, Küche, Keller, Holzplatz, Speicher, ſowie Stallung mit Miſt⸗ platz, habe ich zu vermiethen und kann dieſelbe ſogleich bezogen werden. Heinrich Walz, Conditor. Ruths. eee ee e e eee (1838) Guten Aepfelwein von 1852 hat in der Ohm zu verkaufen J. S pip Zu vermiethen. (1359) In meinem neu eingerichteten Hauſe iſt der erſte und zweite Stock zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Jean Müller, Küfermeiſter. Gegen Hühneraugen, (1360) ſicheres Mittel um dieſelben ſchnell und ſchmerzlos zu vertreiben; in Schachteln à 18 kr. Fliegenthee in Packeten, à 7 kr. Die einfache Abkochung von dieſem für Jedermann durchaus unſchädlichen Thee reicht auf lange Zeit hin, um die ſo läſtigen Fliegen ſchnell und ſicher zu vertilgen. Aecht Perſiſches Inſektenpul⸗ ver à Fl. 18 kr. Dieſes Pulver iſt ein ſicheres Specificum zur Vertilgung der Flöhe, Wanzen, Motten ꝛc. und iſt namentlich das zweckmäßigſte Mittel, um die mit Flöhen be⸗ hafteten Hunde vollkommen von dieſer Plage zu befreien. Zu haben bei Friedberg. P. F. Schmittner. —Abhanden gekommen. (1361) Am 30. d. M. ſind mir zwei Hüh⸗ nerhunde, der eine ganz ſchwarz mit weißer Bruſt und auf dem Vorderfuße hinkend, der andere von brauner Farbe, abhanden gekommen. Der⸗ jenige, welcher mir Auskunft über dieſelben er— theilt, erhält eine angemeſſene Belohnung. Friedberg den 31. Auguſt 1853. Jo ch. Fahrpläne (1362) der Eiſenbahnen, Dampfſchiffeꝛc., nebſt einer Eiſenbahn-Routen-Karte, Weſtentaſchenformat, ſind vorräthig bei Friedberg. E. Bindernagel. Schwalheimer Brunnen. (1863) Wegen der ungünſtigen Witterung am 29. Auguſt findet auf Wunſch Sonntag den A. September im hieſigen Brunnenhauſe ausgewählte Harmo⸗ nie⸗ und Tanzmuſik ſtatt, wozu höflichſt einladet 8 4 Theater- Anzeige. (1361) Sonntag den 4. September 1853 die dritte Vorſtellung der vier Kinder des Hrn. v. Kaler. 1. Abtheilung: Verſchiedene Geſangs— Vorträge. II. Abtheilung. Zum Erſtenmale: Die ge⸗ fährliche Rachbarſchaft oder: Der ge⸗ prellte Vormund. Original-Luſtſpiel in 1 Akt von Kotzebue. Anfang präcis 8 Uhr. Ende gegen 10 Uhr. Kirchliche Anzeigen. 15. Sonntag n. Trinit. den 4. Sept. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Flick. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Meyer. Frankfurter Cours vom 31. Aug. 1853. Mien fl. 9 46-47 Fpledrichsdooerrr„ 9 58-59 Holländiſche 10 fl. Stücke„9 54˙ 55% Rand⸗Ducaten„ 537-38 20 Franſtücf fe„ 9 30-31 Engliſche Souverains. 11 50 Preußiſche Thaler..„ 145%. ½ 5 Frankenthale 1221-22 Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 45%/ Fruchtpreiſe. 31. Aug. 26. Aug. 18. Aug, Gattung. Fried⸗ 0, Gerns⸗ berg] Mainz] heim g fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 14 3015 5915 30 Nor 55 10 45 10 13110— Gerſte„ 75 830865185 Hafer g„, 430] 4/50 430 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 3. bis zum 9. September. = f Fried⸗Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. * kr. pf. kr. pf. 1] RLeib⸗Roggenbrod 3 31 343 24 7.„ E e 4 7 7 15 5 14 2 Lth Lth. — Milchbrod 0 0 37% 13 ¼ — Waſſerweck 11 8% — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 95 14 Fleiſch-Preiſe. 0 N 1 Ochſenfleiſch 12 „ Kühfleiſch, gemäſtetes 10 „ Rindfleiſch, gemäſtetes 8— 8— „ Kalbfleiſch 1— 8— i gemäſtetes——— „ Schweinenfleiſch(14— 14— „Hammellleiſch 9— 5 „ Schaaflleiſch 1 „ Wurſt v. blos Schweinen 16— 16 55 „ Bratwurſt 19— 18— „ Schwartenmagen 1 „Geräucherter Speck 24— 26— „ Schinken 19— 20— „Doörrfleiſch 20— 20— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 21— 22—. unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 20— „Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Bihthet und! Je weite mehr att erſchlafften, 0 nichts voran Welt, welche zu eng gefund worden, in de überall nur vermochte es auß welchen alle Krafte thigt ſei, ur welche ohne Ich richtete ſelben, und Nothwendig! von zu entf wet weiß al Gläcke, noch nenſchliche man ſie zu dieſer ungeſ zu wiſſen, als der ver Menſchen, drückt word, bei der Aus wirken! Ke haben, da ſſ ſie nich hin Recht der G bebend vor den Schvoß unter eine Quellen er beſchattet, Ländereien bei dem G worden we liebter, ih Gaben, w wohner ve