er Jeit d., Jen der . egenſeitigkeit * Berſccherungen . Ledensjahre Aue k. zur Ein⸗ paternelle: phirte „Was frutlichen Lebens, un Ftioberg. rachtbriefe Bindernagel. woch Abend und mmer läng⸗ 1 dei de Fx 1 ag“ der Ei — Intelligenz-Blat fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M31. Sonnabend den 2. Juli 1853. Amtlicher Theil. Oeffentliche Nachricht. Durch die Verſetzung des Herrn Bergrentmeiſters Textor als Obereinnehmer nach Umſtadt, hat derſelbe den Vorſitz in der Verwaltungs-Commiſſion der von Schrauten⸗ bachiſchen Stiftung niedergelegt, und es hat den Vorſitz in derſelben Herr Reallehrer Müller von hier übernommen. Indem ich dieſes hierdurch zur Kenntniß der betheiligten Gemeinden bringe füge ich an, daß die Verwaltungs-Com⸗ miſſion gedachter Stiftung nunmehr aus folgenden Perſonen beſteht: 1) Hrn. Reallehrer Müller dahier als Vorſitzender, 23— Domainenrath Buß dahier, und 3)„M Profeſſor Dr. Sell dahier. Friedberg den 28. Juni 1853. Großh. Heſſ. Kreisamt Friedberg de Beauclair. Der alte Sergeant. Von Dr. Th. Meper. (Fortſetzung.) Eine neue Schaar Verzweifelter(denn ſie ſahen ſich von andern Truppencolonnen bereits im Rücken bedroht), hatte ſich wieder hinter einer Barrikade aufgeſtaut und wollte ſich nimmer ergeben, trotz der Aufforderung. Leb— haft pfiffen die Kugeln, Keiner, weder Freund noch Feind achtete mehr ihrer; da hörte im Getümmel jener junge Offizier hart hinter ſich das Aufſchlagen eines Gewehres auf dem Boden und ein halb unterdrücktes„Donnerwetter!“ Er ſah ſich um, auf der Erde lag der graue Veteran, eine Kugel hatte ihm die Hüfte getroffen. Trotz der Hitze des Gefechtes ergriff der brave Offizier den Alten gleichwohl ſelber unter den Armen und trug ihn ſorglich aus dem mörderiſchen Gewühl bei Seite. Er forſchte genau nach ſeiner Wohnung und wies dann zwei der Kämpfenden an, den Verwundeten dorthin zu ſchaffen. Als man dieſen forttrug, wiederholte der Andere noch einmal fragend die genannte Straße und Hausnummer und verſprach, wenn Alles glücklich vorbei, ſeinen braven Kameraden beſuchen zu wollen. Darauf eilte er, eiferſüchtig auf einige Mobil— garden, die ſchon weiter als er vorgedrungen waren, wie— der in den Streit hinein. f 8 Wohl ſiegten endlich auch hier die Truppen der Republik, aber noch lange und gräßlich wüthete ſo der Kampf fort, nur ſelten unterbrachen Pauſen den Donner des Geſchützes und dieſe Pauſen waren ängſtigender als das Gefecht ſelber, weil nach ihnen das Gefecht ſtets grauſamer entbrannte, während ihrer aber die geſammeltere Seele all die gräßliche Verwüſtung an Menſchen und Menſchenwerk überblickt. Hier ſtürzt ein zerſchmetterter Giebel hernieder, dort eine halbe Mauer, faſt hohnlachend noch mit verſtümmeltem modiſchem Flitter, prunkhaften Aushängſchildern und Namen behangen. Zwiſchenein macht ſich in einem der obern Stockwerke unter dem Fenſter ein Ringen von Menſchen auf Tod und Leben bemerkbar; ein Kreuzſtock bricht plötzlich klirrend zuſammen und ein zer— lumpter menſchlicher Körper ſtürzt heulend und kopfüber auf die Straße herab; es iſt ein Aufrührer, den die ein— gedrungenen erbitterten Truppen aus ſeinem ſichern Ver— ſtecke lebendig zum Fenſter hinausgeworfen, weil ſie dem Meuchler den ehrlichen Soldatentod nicht gönnten. Weiber, Kinder, ſcheußlich verſtümmelte Krieger liegen in ihrem Blute an den Mauern hin, mitten im Wege; oft ſo zer— ſtreut, daß der Fuß vergebens ſie zu vermeiden ſtrebt und ſtrauchelt.— Endlich, endlich, nach viertägigem faſt nie unterbrochenem Morden war der freudloſe Sieg errungen, blutig und erſchöpft athmeten die Ueberwinder tief auf von ihrer Würgarbeit; als Triumphwagen zogen rieſige Leichenbehälter langſam und finſter durch die verwüſteten Straßen, Bürgerblut rauchte von den Herden des ſtolzen Paris, der Tod war hart an ſeinem innerſten Lebenskeime vorbeigeſtreift, Alles zitterte noch von ſeiner Berührung. Auf reinlichem Lager, im kleinen, wohnlichen Stüb— chen lag der verwundete Veteran Frangois Lembert. Die Wände waren rings mit zahlreichen eingerahmten Bildern behangen, die alle denſelben Gegenſtand vorſtellten, nur in verſchiedenen Augenblicken und Lagen aufgefaßt, näm— lich den Lieblingshelden Napoleon. Marie kniete am Bette und war bemüht, die Wunde zu reinigen und die Ver— bandſtücke zurecht zu legen. Eben erſt hatte der Arzt das Zimmer verlaſſen, ſein Ausſpruch ſchien nicht ſehr günſtig geweſen zu ſein, denn Marie hatte Thränen in den Augen und ſah blaß ans.„Der Hallunke hat mich halt doch ſcharf auf's Korn genommen!“ unterbrach der Vater die peinliche Stille,„meine Knochen ſind eben in Rußland auch etwas mürbe geworden. Wär's nur ein Engländer oder ein Ruſſe geweſen, ich wollte den Herrgott bitten, mich mit einem ſo ſchönen Soldatenabſchied hinüber zu Immandiren, aber, beim Teufel! die eigenen Landsleute, eigenes Fleiſch und Blut gewiſſermaßen! Jenun! Nicht räſonnirt! pflegte unſer Hauptmann zu ſagen, wenn einer ein ſaures Geſicht ſchneiden wollte, es iſt Befehl!“ Er⸗— ſchöpft lehnte ſich der Alte in die Kiſſen, ſeine Tochter ſuchte ihn und wohl noch mehr ſich zu tröſten: es ſei ja noch viele Hoffnung da, der Doktor ſelber hab's geſagt und dieſe Leute machen doch gewöhnlich die Krankheiten gefährlicher als ſie wirklich ſind, damit ihre Kunſt größer ſcheine!“ Solches und Aehnliches ſagte ſie, aber ohne die Kraft der eigenen Ueberzeugung und mit ziemlich be— trübtem kleinlautem Ausdrucke. (Schluß folgt.) Kirchenbuchs-Auszug von Friedberg. Monat Mai. Get aut e: 1. Heinrich Jacob Chriſtian Mahr, hieſiger Bürger und Hausdiener, des weiland Ludwig Mahr, Ortsbürgers zu Koden, ehelicher lediger Sohn, und Eliſabethe Brethauer, des weiland hieſigen Bürgers und Schreiner⸗ meiſters Johann Georg Brethauer ehelich ledige Tochter. 17. Karl Emil Scriba, hieſiger Bürger und Buchhändler, des Bürgers zu Dieburg und Freiherrlich von Fechen⸗ bach'ſchen Rentamtmanns Friedrich Scriba ehelich ledi⸗ ger Sohn, und Anna Maria Eliſabethe Müller, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Gerbermeiſters Hein— rich Wilhelm Müller eheliche ledige Tochter. aaf 28. April.(Nachtrag.) Dem hieſigen Bürger und Metzger Georg Schäfer eine Tochter, Lina Roſina, geb. den 16. April. 5. Ein unehelicher Sohn, Ernſt Wilhelm Heinrich, geb. den 20. März. 15. Dem Mainzer Bürger und Ingenieur an der Main— Weſerbahn, dermalen in Friedberg, Peter Hochgeſand eine Tochter, Eliſabethe Margarethe Chriſtiane, geb. den 19. April. 15. Dem Gemeindeeinnehmer Karl Nicolaus Heidt eine Tochter, Anna Maria, geb. den 25. April. 15. Dem Großh. Heſſ. Oberfeldwebel Wilhelm Friedrich Ackermann dahier ein Sohn, Georg Philipp Herr— mann, geb. den 3. April. 16. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Hartmann Wilhelm Wagner ein Sohn, Alexander, geb. den 10. April. 204 E 16. 16. 29. 23. 11. 14. 15. 15. 25. 22 29. Dem hieſigen Buͤrger und Schuhmachermeiſter Hein⸗ rich Formhals ein Sohn, Johannes, geb. den 4. Mai. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Konrad Fauſt eine Tochter, Regine Johanna, geb. den 17. April. Dem hieſigen Bürger und Weißbindermeiſter Johannes Werner eine Tochter, Anna Maria, geb. den 24. Mai. Deesdig te April.(Nachtrag.) Lina Burck, des hieſigen Bürgers und Bierbrauers Jacob Burck eheliches Töchterchen, alt 1 Jahr und 14 Tage, 1 den 21. April. Maria Margarethe Engel, geb. Söllner, des weiland hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Chriſtian Fried rich Engel hinterlaſſene Wittwe, alt 64 Jahre, 4 Mo⸗ nate und 11 Tage, 1 den 1. Mai. Maria Magdalena Großhardt, geb. Häfner, des hie— ſigen Bürgers und Tagelöhners Johann Jacob Groß⸗ hardt Ehefrau, alt 48 Jahre, 1 Monat und 14 Tage, 1 den 2. Mai. Anna Eliſabethe Berg, geb. Maier, Ehefrau des hie— ſigen Bürgers und Frauenkleidermachers Chriſtian. Philipp Berg, alt 50 Jahre, 2 Monate und 14 Tage, den 7. Mai. Eliſabethe Katharina Heß, geborene Reitz, Wittwe des weiland hieſigen Bürgers und Gärtners Jacob Heß, alt 84 Jahre und 11 Monate, 7 den 8. Mai. Chriſtoph Steinhäußer, des hieſigen Buͤrgers, Ge— meinderathes und Rothgerbermeiſters Johann Georg Steinhäußer ehelicher Sohn, alt 11 Jahre, 6 Monate und 4 Tage, 7 den 9. Mai. Johannes Schwalm, hieſiger Burger und Schneider— meiſter, alt 71 Jahre, 4 Monate und 5 Tage; t den 11. Mai. Johann Caspar Rühl, vormals Trainſoldat im Großh. Heſſ. Artilleriecorps, des weiland Ortsbürgers Johann Caspar Rühl zu Stumpertenrod, ehelich lediger Sohn, alt 65 Jahre, 5 Monate und 15 Tage, 7 den 12. Mai. Philipp Wilhelm Sieck, hieſiger Bürger und Bier— brauer, alt 46 Jahre und 16 Tage, u den 14. Mai. Margaretha Colmarſchlag, Tochter der verſtorbenen Maria Katharina Büttner, alt 30 Jahre und 15 Tage, T den 23. Mai. ö Leopold Buchecker, hieſiger Bürger und Schuhmacher⸗ meiſter, alt 73 Jahre, 1 den 25. Mai. Nicolaus Hergert, Söhnchen der Eliſabethe Hergert, alt 1 Jahr, 4 Monate und 4 Tage, 7 den 28. Mai. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N ιν verſteigert: ungünſtiger Witterung, nochmals meiſtbietend 37 Eichen⸗Bau⸗ und Nutzholzſtämme zu 900 Cubikfuß, der Ludwig Keims Wittwe, in den Gemarkun⸗ gen Friedberg und Fauerbach II., zuſtehenden Güterſtücke, circa 20 Morgen haltend, öffent— lich meiſtbietend verſteigert. Hofraithe⸗Verſteigerung. (899) Montag den 1. Auguſt l. J., Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Auguſt Seibert'ſche Hofraithe, beſtehend in einem Wohnhaus, Pag. 20, Nr. 115 und 116, neben Nicolaus Schleuning und Johannes Schäfer, gibt in die Präſenz 45 Kreuzer, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 15. Juni 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts der Vorſteher des Gr. Ortsgerichts Bender. Holz verſteigerung. (961) Montag den 4. Juli, Morgens 9 Uhr, werden in hieſigem Gemeindewalde, Diſtrikt Achtzigmorgen, folgende Holzgattungen, wegen 1 Birkenſtamm zu 5 Cubikfuß, 17 Erlenſtämme zu 115 Cubikfuß, 146 Stück Eichen⸗Gerüſthölzer, 95„ Erlen⸗„ 225„ Eichen⸗Baumſtützen, 28 ½ Klafter Eichen⸗Schälholz, 1„ Buchenholz, 25„ Birkenholz, 2 Erlenholz, 10„ gemiſchtes Holz, 3500 Stück Schälholzwellen, 2700„ gemiſchte Wellen, größtentheils Buchen. Pfaffenwiesbach den 20. Juni 1853. Der Bürgermeiſter Ru pp. Güterverſtei gerung. (854) Dienſtag den 5. Juli d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden in hiefigem Rathhauſe die Friedberg den 22. Juni 1853. In Auftrag: f Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender. Oeffentliche Aufforderung. (999) Eine Parthie Stempelpapier iſt an⸗ geblich vor ungefähr 4— 5 Wochen in hiefiger Stadt gefunden, wahrſcheinlich aber entwendet worden. Da es wegen der deßhalb eingeleiteten Unterſuchnng von großem Intereſſe und höchſt wünſchenswerth iſt zu ermitteln, ob wirklich Stempelpapier dieſer Art verloren gegangen iſt, ſo wird derjenige, dem es etwa abhanden ge⸗ kommen iſt, aufgefordert, ſich baldmöglichſt bei dem unterzeichneten Gerichte zu melden. Friedberg den 22. Juni 1853. Gr. Heſſ. Landgericht Hofmann. uf riwiligſ, 60d dahin di rallhe 0 Pag. 80 N. i ſſutlch meiſbie ecard de Der Vor Hofta 120. N 995 11 U au Antrag des dahier eine der Hoftraithe, die u Wohnhaus, —ůů Wechendlich 1 Bei Abonne für ausn (992) 2 Rath ſel⸗,! arbeiten m Abbildunge gibt es Ne wodurch dem Borſe, Getr Ji borkommenden P. A 0080) M. um 11 Uhr, Ruthhauſe seis dedwillgen L beſtegt in einer hauſe wit vie nöthigen Stall dann ein aba daun ein abg Harbhaus mie gen eines 9 könnte und! nommen wer Aſſenhei Geſ 979) 2 nahe bei dri Achtes richts Holzverſteigerung. (1000) Mittwoch den 6. Juli l. J., Morgens Uhr anfangend, ſollen in dem Freiherrlich d. Löw'ſchen Walde zu Steinfurth, Diſtrikt Eichwald: 4500 Stück Eichen⸗Lohholzwellen, 2550' Buchen-Wellen, 35„ Eichen-⸗Deichſeln und 11 Eichen⸗Stämme— 277 Cubikfuß, von 26 bis 52“ Umfang und von 12 bis 239“ Lange, ffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurth den 29. Juni 1853. Der Freiherrl. v. Löw'ſche Revierförſter Weigand. Hofraitheverſteigerung. (10010 Donnerſtag den 7. Juli d. J., Vor- mittags 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe zuf freiwilligen Antrag des Bürgers Konrad Bail dahier deſſen in der Burg gelegene Hof— aithe Jag. 86 Nr. 1 beſtehend in halbem Wohnhaus, Stall und Gärtchen, ffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 29. Juni 1853. In Auftrag: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts ea Hofraitheverſteigerung. (1002) Mittwoch den 20. Juli d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe zuf Antrag des israelitiſchen Gemeindevorſtandes ahier eine der israelitiſchen Gemeinde zuſtehende Dofraithe, die ſog. Rabbinerwohnung, beſtehend n Wohnhaus, Hinterbau und Gärtchen, in der 205 E Judenſtraße gelegen, öffentlich meiſtbietend ver— ſteigert. Friedberg den 29. Juni 1853. In Auftrag: 1 Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Ben de r. Verſteigerung von Werkholz. (1003) Donnerſtag den 7. Juli d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden an Ort und Stelle im Eichelbofe dahier 6 Stück eichene Schwellen von 26 Fuß Länge, 6 und 8 Zoll ſtark, öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 29. Juni 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bend Holzverſtei gerung. (100) Montag den 4. Juli d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr anfangend, ſoll im Holzhäuſer Ge— meindewald, Diſtrikt Spies, nachverzeichnetes Holz verſteigert werden: 8½ Stecken Eichen⸗Prügelholz, 9 1.„ Stockholz, 4000 Stück Schälholzwellen, 308„ Eichen⸗Stämme zu Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz, von 13 bis 40 Fuß Länge und 3 bis 17 Zoll Durchmeſſer. Holzhauſen den 28. Juni 1853. Der Großheheßf Bürgermeiſter i e d. Bekanntmachung. (1005) Dienſtag den 12. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Amtslocale des Unter- zeichneten einige Centner alte Papiere, unter der Bedingung deren Vernichtung, öffentlich verſteigert. Friedberg den 29. Juni 1853. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bu ß. Arbeits-Verſteigerung. (1006) Montag den 4. Juli, Vormittags 11 Uhr, ſollen zu Oſſenheim bei Gaſtwirth Heil nachbenannte Arbeiten, als: fl. kr. 1) Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 81 40 2) Maurerarbeiten, 5 18 25 3) Weißbinderarbeiten, 1„ 7 30 öffentlich in Accord gegeben werden. Oſſenheim den 25. Juni 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Ko pp. Bekanntmachung, betreff.: Holzverſteigerung in dem Großh. Do⸗ manialwald Frauenwald, der Oberför⸗ ſterei Oberrosbach. (1007) Dienſtag den 5. Juli d. J., präcis 11 Uhr, werden in dem oben genannten, bei Niedermörlen gelegenen Walddiſtricte an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: Geſchälte Eichen: ½ Stecken Scheitholz, 11„ Prügelholz, 4529 Wellen Reiſerholz, 1 Stammabſchnitt zu Werkholz, 287 Stangen zu Baumſtützen; ſodann ½ Stecken Eichen⸗Stockzolz, 2 Wagen, 6 Läſte Schlagabraumholz, Oberrosbach den 27. Juni 1853. Der Großh. Oberförſter der Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. odat Pian ma chungen Einladung zum Abonnement auf das dritte Quartal 1853 des Wöchentlich 1 lithographirte Beilage. (992) Der„Frankfurter Anzeiger“ Poſtämter nehmen Beſtellungen an. bringt Erzählungen, Novellen, Frankfurter Anzeigers. Abonnementspreis für Frankfurt 45 kr. und 15 kr. für auswärts bei allen Poſtämtern Deutſchlands, gemaß Gedichte, Wird täglich, außer Montags, ausgegeben. Stempel(laut Geſetz vom 3. Mai 1853) per Quartal; des Regulativs, mit unbedeutendem Poſtaufſchlag. Alle Miscellen, Schach-, Rechnen⸗, Rathſel⸗, ꝛc. Aufgaben; Pariſer Modebericht mit Modebild; das Allerneueſte in Häkel., Stick-, Strick, Filet⸗ und Band⸗ rrbeiten mit Abbildungen; populär⸗wiſſenſchaftliche Abhandlungenz für Künſte und Handwerke zeitweiſe lithographirte Abbildungen der neueſten Möbelgarnituren; Polizei⸗Chronik; Feuilleton für Theater und Concert; täglich(unter der Rubrik:„Was zibt es Neues?“) eine kurze, bündige, aber vollſtändige Nundſchau auf dem Gebiete der Politik und des öffentlichen Lebens, vodurch dem Leſer das ſehe oft unerquickliche Durchſehen großer politiſcher Zeitungen erſpart wird; ein vollſtändiges Coursblatt der hieſigen Zörſe, Getreide-, Oel⸗ und Branntwein⸗Berichte; das Frankfurter Amtsblatt im Auszug. Jnſeraten kann bei der großen Verbreitung des„Frankfürter Anzeigers, der beſte Erfolg garantirt werden. Die hierorts vorkommenden amtlichen Verſteigerungen müſſen laut ſtadtgerichtlichem Decret in dieſem Blatte bekannt gemacht werden. Probeblätter ſtehen auf Verlangen gratis zu Dienſten. Zu Beſtellungen empfiehlt ſich E. Bindernagel in Friedberg. An; ̃ ß 1980) Mittwoch den 6. Juli, Vormittags um 11 Uhr, will Unterzeichneter auf hiefigem Rathhauſe ſeine Hofraithe in Aſſenheim einer reiwilligen Verſteigerung ausſetzen. Dieſelbe geſteht in einem zweiſtöckigen geräumigen Wohn⸗ vauſe mit vier heizbaren Stuben, Hinterbau, töthigen Stallungen, Scheuer und Garten; ſo— dann ein abgeſondertes, von mir neuerbautes Järbhaus mit allem Zugehör, was auf Verlan⸗ zen eines Kaufliebhabers beigegeben werden könnte und täglich beliebige Einſicht davon ge— nommen werden kann. Aſſenheim im Juni 1853. Ludwig Beſt. Geſchaͤfts-Erdffnung. 4979) An dem kurheſſiſchen Chauſſeehaus, nahe bei Friedberg, habe ich eine Ziegel-, Back⸗ ſtein⸗ und Kalkbrennerei erbaut, weßhalb daſelbſt von heute an Ziegeln, zwei- und dreizöllige Backſteine, ſowie Kalk in beſter Qualität zu an⸗ nehmbaren Preiſen zu haben find. Dieſes Ge⸗ ſchäft treibe ich in Verbindung mit meinem Schwiegervater Friedrich Weimann, der es be— reits ſchon 33 Jahre zu Oſſenheim getrieben hat. Das Zutrauen, welches demſelben zu Theil ge- worden iſt, bitte ich auch auf unſere Verbindung übertragen zu wollen. Schwalheim den 20. Juni 1853. Konrad Stamm, Zimmermann. Hauptſchießen. (1023) Nächſten Sonntag den 3. und Mon⸗ tag den 4. Juli wird das diesjährige große Hauptſchießen auf dem hieſigen Schießplatz ab⸗ gehalten, wozu ich alle Freunde des Schießens und geſelligen Vergnügens hiermit freundlich einlade. Für gute Speiſen und Getränke, ſowie für ausgezeichnete Harmoniemuſik iſt beſtens geſorgt. Niederwöllſtadt den 29. Juni 1853. Philip Spe Platzmeiſter. Offene Lehrlings⸗Stelle! (920) In einer lebhaften hieſigen Handlung kann ein mit den nöthigen Vorkenntniſſen ver⸗ ſehener junger Mann unter vortheilhaften Be— dingungen in die Lehre treten. Näheres auf der Expedition dieſes Blattes! eis (1008) rein und abgelagert bei H. M. Hirschsprung. Kartoffeln (1009) in einzelnen Meſten verkauft Friedberg. Friedrich Müller. DN IOX. NReiſegelegenheit nach Amerika 8 ü ber Liverpool.—— mäßige wöchentliche Abfahrten ab Mainz jeden Donnerſtag, ab 2 Friedberg jeden Mittwoch. (627) Die Paſſagiere werden jedesmal durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbin auch ferner empfehlen. a Friedberg im April 1853. dlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit Heinrich Hahn, Agent. 966) Schön carirte Ghinghams zu 9 kr. die Elle, Toil du Nord zu 15 kr. bei Mayer Hirſch. Nicht zu uͤberſehen! (978) In meiner Abweſenheit von Friedberg habe ich mein Decadir⸗Geſchäft nebſt Decadir⸗ Maſchine an Heinrich Sauer übergeben, welcher ſelbiges ſtatt meiner fortbetreibt. Karl Binke e t, Decadirer. Auf obiges Bezug nehmend, werde ich von beute an die Elle Tuch zu 3 kr., Bukskin, Caſ⸗ ſinett, Tibet und ſonſtige Sommerſtoffe die Elle zu 2 kr. decadiren und bitte um geneigte Auf⸗ träge. Heinrich Sauer, wohnhaft bei Wittwe Windecker, zunächſt der Stadtkirche. Müller⸗Wagen und Chaiſe. (995) Ein ſehr gut gehaltener Frachtwagen mit breiten Rädern, der ſich ganz vorzüglich zu einem Müller⸗Wagen eignet, ſodann ein leichtes einſpänniges Chaischen, ſtehen billig zu verkau⸗ fen. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Ein vollſtändiges Schmiedegeſchirr (997) hat zu verkaufen 5 9 Schmiedemeiſter Grimmel in Oberwöllſtadt. Eine Parthie gelöſchten Kalk, (1010) welcher zum Bauen, wie auch zum Düngen zu gebrauchen iſt, iſt billig zu ver⸗ kaufen bei Fauerbach II. Gottſchalk Simon, Seifefabrikant. Zu d e kan en (1011) Ein ferm dreſſirter Hühnerhund, ſechs Jahre alt, langhärig, hellbraun von Farbe und von mittlerer Statur, wird wegen Wohnorts⸗ wechſel billig abgegeben. Wo? ſagt die Expe⸗ dition dieſes Blattes. Uſa-Badeanſtalt. (1012) Unſere Badehäuschen an der Uſa find wieder aufgeſtellt. Theilnehmer wollen ſich gü⸗ tigſt an die Unterzeichneten wenden. Friedberg den 29. Juni 1853. Rauſch, Schreinermeiſter. Geiſeler, Polizeidiener. G (1013) Für die Ziegelhütte am Bahnhofe zu Nauheim wird ein tüchtiger Ziegler, resp. Zie⸗ gelbrenner, zur Backſteinfabrikation im Accord, geſucht. Ein Bäckerlehrling 1101) wird geſucht bei Aſſenheim. Fr. C. Bopp. Feinſter Muscat⸗Lunel (1015) bei H. M. Hirschsprung. 2 5 0 Gulden (1016) Vormundſchaftsgelder liegen gegen liegende Güter bis den 1. Oktober zum Aus- leihen bereit. Bauernheim den 27. Juni 1853. Der Vormund: Johannes Treut. Zu ver ka uf een. (1017) Von zwei Faſelochſen, Schwpzer⸗ und Vogelsberger⸗Race, 2 und 2½ Jahre alt, hat einen zu verkaufen Rockenberg den 29. Juni 1853. Carl Billmeyer. Haus verkauf. (1018) Das Haus Nr. 299 in der Auguſtiner⸗ ſtraße neben Herrn Jacob Wien hat aus der Hand zu verkaufen Friedberg. H. W. Hatteroth. Buͤrger-Caſino. (1019) Sonntag den 3. Juli Nachmittags Caſino⸗Parthie bei Herrn Gaſthalter Fritz in Nauheim. Der Vorſtand. Kirchweihfeſt zu Obermoͤrlen. (1020) Zu dem nächſten Sonntag den 3. und Montag den 4. Juli ſtattfindenden Kirchweihfeſte erlaube ich mir, unter Empfehlung meiner beſtens eingerichteten Gaſtwirthſchaft, zu Harmonie- und Tanzmuſik freundlichſt einzuladen. Obermöͤrlen. Jean Jöckel, zum weißen Schwanen. Kirchweihfeſt zu Obermoͤrlen. (10210 Nächſten Sonntag den 3. Juli und Montag den 4. Juli l. J. iſt bei mir gut be⸗ ſetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Joſeph Jeckel l., zum goldenen Hirſch. Anzeigen (1022) für die wöchentlich einmal in meinem Verlage erſcheinende Nauheimer Kurliſte werden jeden Freitag bis Abends 7 Uhr zur Aufnahme in dieſelbe ent⸗ gegengenommen. Friedberg. E. Bindernagel. „Kirchliche Anzeigen. 6. Sonntag n. Trinit. den 3. Juli. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur, Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Marbach. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: Hr. Candidat Schneider. Frankfurter Cours vom 29. Juni 1853. Nie fl. 9 45-46 Friedrichsd oer„ 9 56577 Holländiſche 10 fl. Stücke„9 53½—54½ Rand⸗Ducaten„ 5 37-38 20 Frankſtücke„ 9 29-30 Engliſche Souverains. 11 53 Preußiſche Thaler.„ 1 45—½ 5 Frankenthalnyk„ 221/722 ¼ Preußiſche Caſſenſcheine.„ 145% Fruchtpreiſe. 29. Juni 24. Juni. 24. Juni. Gattung. Fried⸗ in, Gerns⸗ berg Mainz] heim . fl. kr. fl. F Waizen pr. Malter 14—[13—-[(—— Koe 10 201 9 22.—— Gee„ 7 10 171 7— Hafer„„ 4/4/43] 430 Polizei- Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 2. bis zum 8. Juli. S N Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 3113099 2 7 75 7101.11 7 44 7 77 144 2 14— Lth.“ th. — Milchbrod 1613 7% — Waſſerweck 13% — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14% 14½ leiſch-Preiſe. ee e 1 Ochſenfleiſch 121— 12— „Kühfleiſch, gemäſtetes 9 219— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 71218— „ Kalbfleiſch. 6— 6— *„„ gemäſtetes— 1 5 „ Schweinenfleiſch 13— 13— „Hammellleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 61(6——— „ Wurſt veblos Schweinen 14— 14— „ Bratwurſt N „ Schwartenmagen 164— 16— 5 Geräucherter Speck 23— 24— „Schinken 17— 17— „ Doörrfleiſch 181— 18— „Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 21(— 22— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 18— » Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. da heimli Lu herzog v Nach Anzahl S. litärdienſtr Vander be Maßgabe ceſſionirte heimlichen fahrtsvert Uns bewe faſſungs⸗! §. 1 wanderern teſſionirten männlicher Lebensjahr wenn ein der Reiſe e wanderung derniß ent §. 2 gültigen, ausgeſtellte ſenden, de datin entht bracht wer 1 dd fahrtsvertt dann muf ſſegelte, ſcheinigun Heimaths dahin geh zum Zwe derung o ſene Mil