ntelligenz- Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M26. Sonnabend den 2. April 1853. Der verlorengegangene Brief. Ein Lebensbild in Novellenform von C. Baldamus. (Fortſetzung.) 22 Mehr als fünfundzwanzig Jahre waren mit all ihren vielen Veränderungen an unſeren Bekannten vor- uͤbergezogen, und das Menſchenkind, das damals ein lächelnder Säugling geweſen, ſtand nun als Jüngling im heißeſten Gewühl der Lebensſchlacht. Es war Weihnachtszeit; die Bäume im Park des Gutes Schönfeld ſtanden kahl, und auf den Kronen der Föhren und auf der weiten Flur lag friſchgefallener Schnee, und die Sterne funkelten durch den klaren kalten Abend— himmel. Im Saale des Schloſſes brannten mächtige Feuer in den zwei franzöſiſchen Kaminen, und verliehen dem weitläufigen Gemach einen beſonders gaſtlichen An⸗ ſtrich, den der Glanz der Lichter auf den Kronleuchtern noch erhöhte. Frau v. Schönfeld ſaß mit ihrem Sohne Edmund in einer Fenſterniſche des Saales, und Beide blickten in das beſchneite Gefild hinaus nach den Gäſten, deren Beſuch ſie erwarteten. Es waren liebe Verwandte, die auf einem, etwa fünf Meilen entfernten Gute lebten, und mit ihrer Familie die Weihnachtsfeiertage bei ihnen zubringen wollten. Edmund v. Schönfeld, Emiliens ein— ziger Sohn, war nun ein vielverſprechender blühender Jüngling, der bisher allen Erwartungen ſeiner Mutter entſprochen und ihre Sorge und Mühe reich belohnt hatte. Seit dem Herbſte war er von einer größeren Reiſe nach Hauſe gekehrt, die er nach Beendigung ſeiner wohlbenützten Univerfitätsſtudien angetreten hatte, und ſeine freiſinnige wohlwollende Geſinnung, ſein edler enthuſiaſtiſcher Sinn verhießen ihn zu einem ebenſo ehrenhaften als praktiſch brauchbaren Manne zu machen. Zwar hübſch von Geſicht und Perſon, hatte er doch Nichts von der edlen Schoͤn⸗ heit ſeiner Mutter als das große, ſanfte, ſinnige Auge und dieſelbe Ruhe im äußeren Benehmen, welche den gleichen inneren Ernſt barg. In dieſem Augenblick war Edmund ſtumm und ſchien in tiefes Nachdenken verſunken. Frau v. Schönfeld betrachtete ihn lange und liebevoll und bei dieſem Blicke ſchien ihr Mutterherz voll Zärtlichkeit und Stolz zu ſchwellen, und in ihrem Auge erglänzte ein innig gefühltes Glück. Endlich richtete ſie, um ihn aus ſeinem Sinnen zu wecken, die Frage an ihn:„Und wie gefällt Dir Scharffenſtein's neue Erzieherin, lieber Ed—⸗ mund? Iſt ſie ſo hübſch wie die fruͤhere?⸗ N „O viel hübſcher!“ rief Edmund unwillkürlich, wie aus einem Traume erwachend. 2 2———— „Ei, das will viel heißen? Fräulein Schmidt war eine ſehr ſchoͤne liebenswürdige Perſon!“ „O ja,, entgegnete Edmund;„ſie war huͤbſch, gut—⸗ müthig und gefällig; aber Fräulein Dalling iſt eine ganz andere, unendlich hoher ſtehende Erſcheinung!“ „Wirklich? Jenun, dann befremdet es mich um ſo mehr, daß Du mir nicht ſchon früher geſagt, welch gün— ſtigen Eindruck ſie auf Dich gemacht hat! „Sollt' ich das nicht gethan haben, beſte Mama,“ erwiderte Edmund mit einiger Verlegenheit,„ſo geſchah es wohl nur, weil Du mich nicht darum befragt haſt.“ „Iſt ſie jung? und ſchön?“ fragte Mama weiter. „Kaum über zwanzig Jahre,“ gab Edmund zur Ant— wort.„Ob ſie ſchön,“ fügte er zögernd und mit leichtem Erröthen hinzu,„darüber kann das Urtheil getheilt ſein — ich wenigſtens halte ſie dafür!“ Dabei dachte er im Stillen: Wie thöricht bin ich doch! Was muß Mama von alle dem halten? Und nach einer kurzen Pauſe fuhr er ruhiger fort:„Jedenfalls iſt ſie ein treffliches Mäd⸗ chen,— Tochter eines Kaufmanns in Berlin, eines ſehr achtbaren ehrenhaften Mannes, welcher in den Ereigniſſen der letzten Jahre und ihren Folgen ſein Vermögen einge— büßt hat. Obſchon in Luxus und Wehlleben aufgewachſen und frühe auf mit dem Gedanken an ein künftiges großes Vermögen vertraut, hat ſie ſich doch auf die leichteſte und zufriedenſte Weiſe in ihre jetzigen Verhältniſſe zu fuͤgen gewußt, und ſcheint mit den Früchten ihres Fleißes und ihrer Talente für zwei jüngere Geſchwiſter, die noch ſchul— pflichtig ſind, zu ſorgen. Scharffenſtein's lieben ſie ſehr, und die Kinder hängen mit der größtmöglichen Hingebung au ihr!“— Edmund ſprach mit ungewohnter Wärme, und ſeine Mutter beobachtete ihn halb mit Theilnahme, halb mit einiger Aengſtlichkeit. Sie wollte eben offener mit ihm reden, als der Ton von Schlittengeläute und Peitſchenknall die Ankunft der erwarteten Gäſte verkündete und Frau v. Schönfeld nothigte, den lieben Freunden nach der Hausflur entgegenzueilen und ſie zu bewillkommnen. Frau v. Schönfeld ſuchte mit den Blicken nach der Frem— den, theils weil ſie eine Fremde war, theils weil die warme Schilderung ihres Sohns ihr ein gewiſſes In— tereſſe für die Erzieherin eingeflößt hatte. Aber Fräulein Dalling trat erſt zu allerletzt in den Saal. Edmund hatte nicht zu viel geſagt, wenn er ſie ſehr hübſch genannt. Selbſt in der ſchwerfälligen Hülle von Mänteln und Pelz⸗ werk, in welcher ſie jetzt ſteckte, konnte man die ausge— ſucht reinen Verhältniſſe ihrer kleinen Geſtalt und die muntre Grazie ihres Benehmens entdecken, während ein 1 9 N huͤbſcher Winterhut einen vortheilhaften Rahmen um ihr friſches Geſichtchen bildete, welches ſich beſonders durch die Intelligenz und Lebhaftigkeit ſeines Ausdrucks bemerk⸗ lich machte. Ihre Züge waren fein, wenn auch nicht regelmäßig, und ihr ſchöner friſcher Teint, der in lebhaftem Contraſt zu den dunkelbraunen Haaren und dunklen ver⸗— ſtändigen Augen ſtund, erhöhte noch bedeutend den ange nehmen Eindruck, den das liebliche Mädchen ſchon beim erſten Anblick machte. In dieſem Augenblick trug ſie üb⸗ rigens ihr Köpfchen etwas ſtolzer und in ihrem Benehmen lag doch zugleich eine Art Befangenheit und Schüchtern⸗ heit, die ihr ſonſt fremd ſchienen. Der Grund davon war der: Fräulein Dalling war ſehr ungern nach Schönfeld herübergekommen, um die Weihnachten mitzufeiern. Sie war mit der Gutsbeſitzerin nicht perſönlich bekannt und das Gericht nannte dieſe eine ſehr würdige Dame, was Fany Dalling ſich ſo auslegte, als ob Frau v. Schön⸗ feld ſehr ſtolz ſeie. Da ſie nun gerade in Folge ihrer äußeren Lebensumſtände und ihres Glückswechſels ungewöhn— lich empfindlich geworden war, fürchtete ſie von der Wirthin ihrer Herrſchaft entweder die ſtolze Vernachläſſigung oder die noch kränkendere Herablaſſung zu erfahren, durch welche niedrigdenkende Seelen Anderen ihre untergeordnetere Stellung bemerklich machen wollen. Aus dieſem Grunde trug ſie ihr Köpfchen ſo hoch, und legte jene erzwungene Zurückhaltung an den Tag, welchem ihrem ſonſt ſo offenen Weſen ſo fremd war. All ihr Stolz und ihre Schüch— ternheit ſchmolzen aber augenblicklich vor der ſanften An⸗ rede und wahren Herzensfreundlichkeit der Frau v. Schön— feld. Würdevoll war dieſe allerdings, allein dieſe Würde ward gemildert durch den Ausdruck des innigſten Wohl— wollens und der gewinnendſten Sanftmuth in Ton und Benehmen. Und als ſie die Hand ihres kleinen fremden 102* Gaſts ergriff, und ſie freundlich anredete:„Sie ſind die einzige Fremde hier, Fräulein Dalling; aber mir zu Liebe müſſen Sie ſich bemühen, ſich hier bei uns heimiſch zu fühlen,“— da gewann Fanny die würdige Schloßherrin plötzlich ſo lieb, als hätte ſie ſich einer mütterlichen Freun— din genähert, und dieſer erſte günſtige Eindruck ſtieg bei längerer Bekanntſchaft immer mehr. Auch war dieſe Zu— neigung erklärlich und nicht unnatürlich, denn es lag Etwas in Frau v. Schönfeld's Ausſehen und Gebahren, welches im Verein mit ihrer Stellung in der Geſellſchaft die Phan— taſie eines ſo jungen, warmfühlenden und romantiſchen Mädchens wie Fanny Dalling anregen und rühren mußte. Sogar ihr früheres Vorurtheil, mit der einem ſo edel— müthigen Weſen natürlichen Reaktion, mochte vielleicht noch ihre nachherige Bewunderung erhöhen.— Nicht ſo leicht zu erklären war die Theilnahme, welche Frau v. Schönfeld vom erſten Anblick an unwillkürlich für die ſchöne Erzieherin fühlte. Viele ebenſo hübſche und ver— ſtändige Mädchen wie Fräulein Dalling waren ihr früher ſchon zu Geſicht gekommen, ohne ihr jedoch auch nur einen Funken von der Zärtlichkeit eingeflößt zu haben, welche ſie für dieſe unbekannte Fremde fühlte. Sie konnte es ſelbſt nicht begreifen. liebe für Jemanden; ſondern wie dem auch ſein mochte, es mußte irgend ein namenloſes Etwas an dem Mädchen ſein, welches eine der tiefſten Saiten ihres Weſens an— regte und ihr Herz mit einer Art mütterlicher Zärtlichkeit für das landfremde Weſen erfüllte. Ihr war, als ſollte ſie ihrem Edmund zugeſtehen, ſie werde ſeiner Wahl keine Hinderniſſe in den Weg legen, wenn all das Günſtige, was ſie von Fanny vernommen, wahr und wenn ſein Herz ernſtlich für ſie eingenommen ſei. (Fortſetzung folgt.) Sie hegte keine launenhafte Vor Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. d ν e ινν Garten ⸗Verſteigerung. (372) Dienſtag den 26. April d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird das nachbeſchriebene Grundſtück des Karl Schleuning, nämlich: Gemarkung Burg Friedberg: Pag. 735 Nr. 9 177,2 Klftr.— 91 Ruth. die 2. Gewann im Ried, theilt mit Matthäus Schneider, in hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg den 10. März 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bie nder. Ber e ns. (398) Die auf Mittwoch den 16. d. M., Nachmittags 3 Uhr, anberaumt geweſene Ver— ſteigerung der in Gonzenheim gelegenen Erb— leihmühle des H. J. F. Minoprio von Frank— furt a. M., findet erſt Mittwoch den 20. April 5 185 Nachmittags 3 Uhr, in der Mühle ſelbſt att. Homburg den 10. März 1853. Landgräflich Heſſiſches Juſtizamt Dr. O a u p t. Holzverſteigerung. (465) Freitag den 1. April d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden in dem Gräflich Solms⸗ Rödelheim'ſchen Beinhardswalde verſteigert: 9 Stecken Eichen-Scheitholz, 39 1„ Prügelholz, Stockholz, Reisholz, 54„ 1 95 0 5 20 Stämme Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz, von 7 bis 19“ Durchmeſſer und 10 bis 38“ Länge. Forſthaus Beinhards am 23. März 1853. Der Gräfl. Revierförſter Hartmann. Edita ll gd a g (487) Oberfeldwebel Kahl zu Büdingen hat gebeten, daß ihm das Grundſtück 163/12 95 Ru⸗ then Garten beim Fauerbacher Thore, in hieſiger Gemarkung, das noch auf Schullehrer Rumpfs Wittwe Namen im Flurbuche eingetragen iſt, im Mutationsverzeichniſſe zugeſchrieben werden möge, indem er dieſes Grundſtück beſcheinigter— maßen von Wittwe Rumpf erkauft und ſchon ſeit 1832 im Beſitze habe. In Gemäßheit des Art. 14 des Geſetzes vom 21. Februar v. J. ergeht hiermit, da die Erben der Wittwe Rumpf und ihr Aufenthalt theilweiſe unbekannt ſind, öffentliche Aufforderung, etwaige Einſprüche gegen jenen Antrag binnen ſechzig Tagen von heute an hier vorzubringen, gegenfalls ihm will— fahrt werden wird. Friedberg den 21. März 1853. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Garten ⸗ Verpachtung. (488) Mittwoch den 6. April l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag des Gr. Kreisdieners Karl Rauber zu Grünberg deſſen in der Lang- gaſſe dahier gelegener Garten in zwei Abthei⸗ lungen und im Ganzen, je nachdem Liebhaber ſich einfinden, auf drei Jahre öffentlich meiſt⸗ bietend verpachtet. Friedberg den 30. März 1853. In Auftrag: Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. Hofraithe⸗Verſteigerung. (489) Montag den 11. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag die zum Nachlaſſe der verſtorbenen Suſanne Vogt dahier gehörende Hofraithe: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 17 Nr. 98 Wohnhaus, Stall und Schop⸗ pen an Gottlieb Kettinger, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 30. März 1853. In Auftrag: Der Großherzogl. Bürgermeiſter Be der Garten-Verſteigerung. 1490) Mittwoch den 6. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird auf freiwilligen Antrag ein der Konrad Heß Wittwe dahier zuſtehendes Grundftück: Gemarkung Burg Friedberg: Pag. 756 Nr. 9 58% Ruthen Acker im Ried an Chriſtian Frohberg, in hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 30. März 1853. In Auftrag: Der Großherzo gl. Bürgermeiſter Be n der. Acker ⸗ Verpachtung. (491) Montag den 11. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe ein der Stadt Friedberg zuſtehendes Grundſtück Pag. 375 Nr. 1 circa 135 Klafter= 70 Ruthen im Großwartfeld an Konrad Heß zu Ockſtadt, auf 6 Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 30. März 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Bender. acht der U Friedberg He 900, D 10 2 Uh Haufen Obſto bäume auf del anlagen offen! Zuſammenkun Friedbeig Schaaf (495) Ne tags 11 Uhr 10 Schaaſp ſteigert. Friedber Main (496) W. Marktes wir ein Extra; III. und IV. Gießen gehen Abfahrt von ** ** Ankunft in Friedberg 1 in Morſtädte (497) Jol lich unter de gemacht wer werden. J. Mültpoch yte, che en 1 teu Oute 3 N elne 1 0 ſein 103 e & Braunkohlen⸗Verkauf. (492) Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft und bei Abnahme von Quantitäten über 25 Centner werden die Braunkohlen, welche vom 1. April bis 30. September d. J. von dem Gr. Dorheimer Braunkohlenbergwerk bezogen werden auf Credit, mit einem Zahlungstermin bis Ende December d. J. abgegeben, jedoch nur an ſolche Abnehmer, welche der Gr. Dorheimer Bergkaſſe für Braun⸗ kohlen aus einer früheren Creditperiode nichts mehr ſchulden. Die Preiße der Kohlen ſind die früheren, nämlich 11 kr. per Centner für die von Haufen und 12 kr. per Centner für die aus Schoppen, wobei 14 Klötze für 1 Centner gerech⸗ net werden. Beſonders aufmerkſam wird noch darauf gemacht, daß ſämmtliche Geſchirre, welche von dem Gr. Dorheimer Bergwerk Kohlen holen, bei der Kurfürſtl. Heſſ. Chauſſeegelderhebungs⸗ ſtätte Nauheim und beladen auch auf allen Gr. geldes befreit ſind. Heſſ. Chauſſeen von der Entrichtung des Chauſſee— Dorheimer Bergwerk den 26. März 1853. Das Großh. Heſſ. Bergamt Dorheim Jäger, Gr. Bergmeiſter. Arbeits-Verſteigerung. (493) Mittwoch den 6. April d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, wird an Ort und Stelle das Behauen der ſtädtiſchen Weidenbäume öffentlich an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben. Die Zuſammenkunft iſt an der alten Bleiche zunächſt der Uſa. Friedberg den 30. März 1853. Der Großherzogl. Bügermeiſter Bender. Holzverſteigerung. 91) Dienſtag den 5. April d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden an Ort und Stelle 28 Haufen Obſtbaumholz und 6 abgeſtorbene Obſt⸗ bäume auf dem Stand aus den ſtädtiſchen Baum⸗ anlagen öffentlich meiſtbietend verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt am Fauerbacher Thor. Friedberg am 30. März 1853. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender. Schaafpferche⸗ Verpachtung. (495) Montag den 4. April d. J, Vormit- tags 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 10 Schaafpferche öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg den 30. März 1853. Der Eroßherzogl. Bürgermeiſter euer. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (496) Wegen des in Gießen ſtattfindenden Marktes wird Mittwoch den 6. April d. J. ein Extrazug mit Perſonenbeförderung in III. und IV. Wagenklaſſe von Friedberg nach Gießen gehen. Abfahrt von Friedberg 6 Uhr 30 Min. Morgens 1„ Nauheim 6 40„„ 1 1 Butzbach 7 7 7 „„ Langgöns 7„20„ 1 Ankunft in Gießen 7„ 40 1 Friedberg am 24. März 1853. Der Gr. Bahnhofs⸗Inſpector Hochgeſand. Holzverſteigerung im Moxſtädter Markwalde, Revier Düdelsheim. (497) Folgende Holzſortimente ſollen öffent⸗ lich unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden. J. Mittwoch den 6. April d. J., im Diſtrict Forſtwald: 28 Stecken Buchen⸗Scheitholz ir Qualität, 65. 75 77 2r 77 7½%„ Eichen⸗ 1 ir 1 15„ Buchen⸗Prügelholz, 6 7 Eichen⸗ 77 16¼„ Buchen⸗Stockholz, 12„ Eichen⸗„ 372 Stück Buchen-Wellen, ien 5 4 50 1 Aspen⸗ 20 Stämme Eichen⸗Bau⸗, Werk- und Nutz“ holz von 11 bis 25 Zoll Durchmeſſer und bis 37 Fuß Länge, 780 Cubikfuß. 10 Stämme Buchen⸗Werk⸗ und Nutzholz, von 15 bis 21 Zoll Durchmeſſer und bis 15 Fuß Länge, 1 Stamm Kiefernholz von 47 Fuß Länge. II. Donnerſtag den 7. April d. J., im Diſtrikt Lärchen: 31 Stämme Eichen⸗Bau⸗, Werk- und Nutz⸗ holz von 10 bis 20 Zoll mittlerem Durch⸗ meſſer und bis 40 Fuß Länge, 1025 Cubikfuß enthaltend, 1 Kiefernſtamm von 15 Zoll Durchmeſſer und 20 Fuß Länge, 35 Cubikfuß ent⸗ haltend. Die Zuſammenkunft iſt am 6. April, Vor— mittags 10 Uhr, am Donatuswald an der Straße zwiſchen Ober- und Niedermoxſtadt und am 7. April d. J. im Diſtrict Lärchen bei Rodenbach, um 10 Uhr Vormittags anfangend. Obermorſtadt den 23. März 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Mickel. Bekanntmachung, betr.: Brenn⸗ und Bau⸗, Werk- und Nutz⸗ holzverſteigerung im Gr. Domanialwald Kel— lerberg, bei Oberrosbach. (498) Das nachverzeichnete Holz kommt zur öffentlichen Verſteigerung an die Meiſtbietenden und wird damit an jedem der beiden Tage präcis 8 ½ Uhr begonnen: Montag den 4. April: 224 Eichenſtammabſchnitte, deren Stärke bis 22 Zoll Durchmeſſer und bis 36 Fuß Länge beträgt, 1 Birken⸗Werkholzſtamm, 1% Schichte Eichenwerkholz, 1 Eichenwerkholzſtange, 115 Nadelholzſtangen zu Baumpfählen, 250 Nadelholzgerten zu Bohnenſtangen. Dienſtag den 5. April: 1% Stecken Buchen⸗Scheitholz 88„ Eichen—* Buchen⸗Prügelholz, 27 7 91 44 ½„ Eichen⸗ 1 84„ Nadel⸗„ 184½„ Eichen- und Nadel⸗Stockholz, 1887 Wellen Buchen⸗Reiſerholz, 4043 1 Eichen⸗ 1 2739„ Nadel-„ 1 Wagen, 17 Läſte Schlagabraumholz. Oberrosbach den 23. März 1853. Der Großh. Oberförſter der Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Eichenlohrinde⸗Verſteigerung in der Oberförſterei Ortenberg. (499) Donnerſtag den 7. April d. J; Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in dem Communalwald zu Selters circa 250 Centner junge Eichenloh⸗ rinde unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden. Sollten Steigliebhaber dieſe Rinde vorerſt einzuſehen wünſchen, ſo belieben ſie fich an den Forſtwarten König zu Selters zu wenden. 5 Die Herren Bürgermeiſter des Kreisamts Friedberg werden um gefällige Veröffentlichung dieſer Verſteigerung erſucht und erbietet ſich der Unterzeichnete zu Gegendienſten. Selters den 26. März 1853. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Emrich. Verſteigerung. (500) Montag den 11. d. M., Mittags 12 Uhr, ſollen in Kirchgöns 6 Eichen⸗Stämme, 680 Cubikfuß haltend, öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Zah⸗ lung verſteigert werden. Der Polizeidiener daſelbſt iſt angewieſen, den Kaufliebhabern die Bauſtämme, wovon 4 im Ort und 2 in der Nähe des Ortes liegen, auf Verlangen vorzuzeigen. Friedberg den 1. April 1853. Der Gr. Kreisbote Lang. N Privat ⸗ Bekanntmachungen. Gußeiſerne Waſſer- und Pfuhlpumpen, (474) ſowie gußeiſerne Röhren zu Waſſer⸗ leitungen im Einzelnen ſind bei dem Unter⸗ zeichneten nach jeder beliebigen Länge zu jeder Zeit unter einem annehmbaren Preis mit Ga⸗ rantie zu haben. Friedberg. Chr. Bender, Schloſſermeiſter. Die Goldberger'ſchen Ketten (501) bewäbren ſich nunmehr ſeit einer Reihe von Jahren als ein vorzögliches Mittel in verſchiedenen nervöſen, rheuma⸗ tiſchen und gichtiſchen Krankheiten, als: Geſichts⸗, Hals⸗ und Zahnſchmerzen, Kopf⸗, Hand⸗, Knie⸗ und Fußgicht, Ohrenſtechen, Sauſen in den Ohren, Bruſt⸗, Rücken⸗ und Lendenweh, Gliederreißen, Herzklopfen, Schlaf⸗ loſigkeit ic. und haben demzufolge die mannig⸗ fachſten und ehrenvollſten Auszeichnungen er⸗ langt. So wurden ſie patronifizirt von Sr. Majeſtät dem Kaiſer von Oeſterreich und Se. Majeſtät dem Könige von Belgien, conceſſionirt von den Königl. Miniſterien der Medieinal⸗Angelegen⸗ heiten in Preußen und Bayern, geprüft und empfohlen von der Medieiniſchen Fa⸗ cultät zu Wien, von den Sanitätsbe⸗ hörden der meiſten Länder Europ's und von vielen Hundert geachteten Aerzten und Phyſikern, während andererſeits die zuver⸗ läſſige Wirkſamkeit der Goldberger'ſchen Ketten von vielen Tauſend hochachtbaren Perſonen aus allen Ständen und allen Himmelsſtrichen conſtatirt iſt durch rühmliche Zeugniſſe und Dankſagungen, die in beſonders gedruckten Bro— chüren zuſammengeſtellt, im Depot bei Herrn P. F. Schmittner unentgeltlich aus⸗ gegeben werden. Ebenſo werden daſelbſt Pro- ſpecte derjenigen Goldberger'ſchen Apparate verabreicht, die dazu beſtimmt ſind, die Elee— tricität in größeren Kraftäußerungen auf den menſchlichen Körper einwirken zu laſſen. Durch dieſe Apparate in Ketten-, Band⸗ und Käſtchen⸗Form, kann man all' die mannigfalti⸗ gen phyſikaliſchen, chemiſchen und phy⸗ ſiologiſchen Experimente und daher auch alle medieiniſchen Effecte einer voltaiſchen Säule hervorbringen, wovon ſich Jedermann durch den untrüglichen Beweis der eigenen Sinne in ſeh— und fühlbaren Einwirkungen überzeugen kann. 104 e Eine große Parthie Stidenſammk⸗Reſie (450) von allen Größen, verkauft bedeutend unter dem Preis 5 Eduard Oehler in Frankfurt a. M., Zeil, Eck der Stiftsſtraße. Hine grosse Purthie Hulbunder (802) in den neueſten Desseins zu ſehr billigen Preiſen, habe ich erhalten. S. G. Simon jun., Putz- und Modehandlung, neben dem Gaſthaus zu den drei Schwerdtern. Kirchliche Anzeigen. Sonntag Quaſimodo den 3. April Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Burgkirche Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags fällt der Gottesdienſt aus Waaren⸗ Empfehlung. (503) Mit niederl. Tuche und Bukskin in allen gangbaren Farben und Qualitäten, Sommerſtoffen zu Röcken und Beinkleidern, modernen Weſtenzeugen, Barchent, Zwillich, Leinwand und ſonſtigen in dieſes Fach einſchlagenden Waaren bin ich wieder vollſtändig verſehen, welches ich in empfehlende Erinnerung bringe. Zugleich verfehle ich nicht, den Herren Beam— ten dahier und in der Umgegend die ergebene Anzeige zu widmen, daß ich eine friſche Sendung von Uniformstuche und Bukskin in großer Aus⸗ wahl erhalten habe, wobei ich bemerke, daß ich auch Sommerſtoffe zu Paletots und Beinkleidern in der vorſchriftsmäßigen Farbe, ſowie weißen und ſchwarzen Caſimir beſitze. Um geneigten Zuſpruch bittend, können meine verehrlichen Abnehmer billiger und reeller Behandlung verſichert ſein. Friedberg im März 1853. Seligmann Hirschhorn. Accht oſtindiſche ſeidene Foulards⸗Tuͤcher (4510 mit unbedeutenden Druckfehlern, zu herabgeſetzten Preiſen bei Eduard Oehler in Frankfurt a. M., Zeil, Eck der Stiftsſtraße. Penſionat für junge Mädchen. (304) Der Unterzeichnete nimmt gern noch ein paar junge Mädchen in Penſion. Um⸗ gangsſprache: Franzöſiſch. Nähere Aus⸗ kunft ertheilen gern die Herren Director Dr. Curtman, Kreisbaumeiſter Stockhauſen, ſowie der Unterzeichnete ſelbſt. Friedberg im März 1853. 0 ee Vorſteher eines Mädchen-⸗Inſtituts. Zu ver thi ſach e u (305) Ein zweiſpänniger Wagen mit eiſernen Achſen ſteht gegen einen einſpännigen zu ver⸗ tauſchen. Wo? ſagt die Expedition d. Blattes. Zu verkaufen. (50) Einen für eine Gemeinde brauchbaren zweijährigen Faſelochſen hat zu verkaufen G. Ewald IV. in Ockſtadt. Zu verkaufen (507) hat Unterzeichneter noch mehrere Fuder Waizen⸗ und Haferſtroh, ſowie noch ungefähr 10 Centner Grummet. Friedberg den 30. März 1853. G. Kettinger. Empfehlung. (469) Unterzeichneter empfiehlt ſich den ver⸗ ehrlichen Herren Bürgermeiſtern und Ortsvor⸗ ſtänden in Fertigung guter Feuerſpritzen nach den neueſten Erfahrungen unter mehrjähriger Garantie. Ich komme öfters nach dortiger Gegend und erſuche daher die Herren Bürger⸗ meiſter, in deren Gemeinden ſolche angeſchafft werden ſollen, mir gefälligſt davon Nachricht zu geben, damit ich ſie gelegentlich beſuchen kann. In der letzten Zeit habe ich mehrere Feuerſpritzen in dortige Gegend geliefert, unter andern in die Gemeinden Biſſes, Villingen, Rodheim, Gambach, Oſtheim, Freienſeen, Schotten ꝛc. ꝛc. und habe gegenwärtig wieder mehrere für dieſe Gegend in Arbeit. Ich liefere den Gemeinden die Spritzen frei an Ort und Stelle und gebe ſolche, wo es gewünſcht wird, auch in mehrjährige Zahlungstermine. Mainz den 21. März 1853. Meine Adreſſe iſt: Michael Aleiter, Maſchienenfabrikant, auf der Kapuzinergaſſe in Mainz. En t I f (508) Ein ſchwarz getiegerter Hühnerhund mit langer Ruthe, iſt verfloſſene Woche am Bahnhof hier abhanden gekommen; der gegen- wärtige Beſitzer deſſelben wird hiermit gebeten den Hund gegen Erſtattung der Fütterungskoſten an Polizeidiener Seibert bald abzugeben. Wohnungs-Veraͤnderung. (509) Unterzeichneter macht die ergebenſte An⸗ zeige, daß er ſein Logis in der Uſagaſſe ver laſſen hat und jetzt bei Herrn Schuhmacher Schlechtweg in der Metzgergaſſe wohnt. Um ferneres Wohlwollen bittend, werde ich mich be— ſtreben, geehrte Aufträge ſtets reell prompt zu befördern. Friedberg. Heinrich Frank, Kappenmacher. Theater⸗Nachricht. (510) Sonntag den 3. April 1853: Pfeffer⸗ Röſel, oder die Frankfurter Meſſe im Jahr 1297. Großes romantiſches Ritter-Schaulpiel in 5 Acten von Ch. Birch⸗Pfeiffer. Wilhelm Kern. Frankfurter Cours vom 30. März. 1853 Piet fl. 9 46-47 Friedrichsd or 5 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 53-54 Rand⸗Ducaten. 8910 20 Frhndſtücke„ 9 29¼⁰X 30 Engliſche Souverains. Preußiſche Thaler.„ 1 45 5 Frankenthale„221 ½--2 Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 45% 72 Fruchtpreiſe. 30. Mrz. 18. Mrz. 10. Mrz. Gerns⸗ heim, A eie 51 6 Gattung. Mainz Waizen pr. Malterf 10. 30 10 29 Korn 7 8120 8248 5 Gerſte„ 75 6— 5 10 610 Hafer 5 3— 3421 330 Polizei ⸗ Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 2. bis zum 8. April. 2 s Fried⸗Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 1 N 1 Leib⸗Roggenbrod 3— 3— 2 0 7. 61— 6— 2 75 12— 12— Lth. Lth. — Milchbrod 14% 14½ — Waſſerweck 105 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 1.5% 15 Fleiſch-Preiſe. b pf. pf. 11 Ochſenfleiſch 121— 12— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 9— 1 9— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 2s „Kalbfleiſch 6— 6— 7„„ gemäſtetes„ „ Schweineufleiſch 13— 13— „Hammelfleiſch 9— 9— „Schaaflfleiſch 6(6——— „ Wurſt v.eblos Schweinen 14— 14— „Bratwurſt 17(— 1715 „ Schwartenmagen 164— 16— „Geräucherter Speck 23.— 24— „Schinken M, „Dörrfleiſch 18— 18— „Schweinenſchmalz, 5 ausgelaſſen 2122— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 18— „ Hammelsfett 161— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Se eee s Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Binder nagel in Friedberg. — + — f Kr an Betreffend Unter Miniſteriala nage ich S deten abgeſc die am Sch Ihnen zu e Ihrer Regi Frie Das Gr. Der A für Beſchwe von dem Ze ligten der A Wenn mit erwähnten! welche nur läßt, gleichz gelegt und wurde, zu e gelegte Ste Einzelne und gezogen ſind Reglerungsbl leder Hinſech kauntmachun⸗ Hebregiſters ſchwerden„d Haupt, ſo 1 nommenes gerichtet f gers Anlaß nach zu bere 0 em menden Fall die Auordun