8 aan Baut datkirch: Vet n. oz 5 pf 1 12 „= E FP 182 — 2 Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. * 808 Mittwoch den 31. März 1852. Von den erſchienenen Regierungsblättern ſind zu publiciren: No. 7. sub. 2; No. 10. 1; No. 4.; No. 6. sub. 1. und 2.; No. 1. sub. 1. und 2.; No. 2. sub. 1.; No. 3. sub. sub. 1.; No. 11. sub. 1; No. 12.; No. 13. sub. 1 Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks TFrriedberg a an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Vetreffend: Die nach dem Geſetze vom 8. Januar 1852 vorzuneh⸗ mende Wahl des Gemeinderaths. Wir benachrichtigen Sie, daß einem Jeden von Ihnen morgen ein Exemplar der von Gr. Miniſterium des Innern erlaſſenen Anleitung für das bei der Vornahme der Wahl des Gemeinderaths nach dem Geſetze vom 8. Januar 1852 einzuhaltende Verfahren nebſt dazu gehörigen Formularien, zum Dienſtgebrauche zugeſendet wird. Friedberg den 28. März 1852. Oeuvre r. Polizei-Taxe zu Friedberg. Da in No. 25. des Intelligenz-Blattes für den Regie⸗ rungsbezirk Friedberg, insbeſondere in den nach Außen ver— ſendten Blättern bei Feſtſtellung der Polizei-Taxe für den zeitraum vom 27. März bis 2. April d. J. ein Irrthum untergelaufen iſt, ſo wird derſelbe dahin berichtigt, daß das Ochſenfleiſch per Pfund zu 11 Kreuzer und das Schwei— nenfleiſch per Pfund zu 12 Kreuzer für die angegebene Periode feſtgeſetzt wurde, was hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 29. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben deer Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 1. enthält: 1) Allerhöchſtes Edict vom 21. Dec. v. I., die Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1852(durch 1700 Mann) betr. — 2) Bekanntmachung der Miniſterien des In. u. d. Kr. v. 22. Dec., die Vertheilung des Rekrutenbedarfs von 1852 auf die Provinzen betr. (auf Starkenburg 619, Oberheſſen 656, Rheinheſſen 425 Rekruten.)— 9 Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäßheit des Art. 30 des Strafgeſetzbuchs bekannt zu machender Straferkenntniſſe der Gerichte der Jrovinz Starkenburg: 44 Fälle, darunter a. Zuchthausſtrafen: 1 lebens⸗ rens. länglich wegen Mords, 1 von 9 Jahren, 1 von 8 J. beide w. Raubs, w. Körperverletzung mit tödtl. Erfolge, 1 von 5 J. w. Schriftfälſchung, 1 von 4% w. Schriftfälſchung u. Betrugs, 1 von 4 J. w. verſuchten Attentats gegen die Sittſamkeit, 4 von 3½, 3 und 2 J. w. Diebſtähle; b. Correctionshausſtrafen: 3 von 2½ und 7 von 2 Jahren wegen Diebſtähle, Betrugs, Schriftfälſchung, Blutſchande, Körperverletzung, We e Landſtreicherei u. ſ. w.— 4) Geſtorben ſind: Aug. O.⸗A. u. Caſſ.⸗G.⸗Rath v. Biege⸗ leben, dahier; 17. Oct. 28555 Oberlieut. Faſſig; 19. evang. Pfarrer Schunkmann zu Hillesheim und Schullehrer Keller zu Sellnrod; 25. Decan und Pfarrer Dauber zu Waldmichelbach; 3. Nov. wirkl. Geh.⸗R. und frühere Bundestagsgeſandte Frhr. v. Gruben dahier; 16. geiſtl. Rath und emer. Pfarrer Müller zu Lampertheim; 17. penſ. Schullehrer Roth zu Endbach und penſ. Schullehrer Seim zu Klein- felda; 20. Poſtexpeditor Carl zu Gedern; 22. penſ. Schullehrer Metz ⸗ ler zu Waldülversheim; 9. Dec. evang. Pfarrer und Lehrer Keim zu Hungen; 16. Landgerichtsdiener Plock zu Rödelheim; 24. penſ. Diſtriets⸗ Steuer⸗Einnehmer Lexa zu Darmſtadt. Der Ning. Eine Erzählung von Ernſt Ritter. (Fortſetzung.) Unterdeſſen verlangte Herr Langenwärter Aufſchluß von ihr. Kraft des Einfluſſes, den ſie von jeher auf ihn ausgeübt hatte, nahm ſie ihm das Verſprechen ab: ſeine Tochter mit Vorwürfen zu verſchonen, und erzählte ihm, was ſie ſelbſt wußte und was ſie für das einzige Mittel hielt, um den Zauber zu löſen, der ſich um das Gemüth des armen Mädchens gelegt hatte. Herr Langenwäͤrter nahm die Sache ziemlich gleichgültig, überzeugt, daß die Faſeleien eines jungen Mädchens ſeinen Plänen nie ernſt— lich in den Weg treten könnten; verſprach indeſſen Els— beth: in der Sache nichts ohne ihre Zuſtimmung zu thun. Es kam endlich Antwort von dem Reiſenden. Er war außer Stande, irgend eine Auskunft zu ertheilen, nannte indeſſen drei bis vier Orte, mit denen die Trup— penabtheilung, in der Robert damals diente, in Berührung gekommen war. Elsbeth ſchrieb überall hin, erhielt aber keine Antwort. Unterdeſſen fand Herr Langenwärter, daß es an der Zeit ſei, wo auch er einen Streich auszuführen habe, und nahm eines Morgens Victorie ſelbſt in's Gebet. Er re— dete Anfangs ruhig mit ihr, die ſtumme Verzweiflung in ihren Blicken bei der bloßen Berührung eines Heiraths— planes regte ihm aber von Anfang die Galle auf, und — am Ende ward er ſo heftig, daß er alles Maaß verlor. Er kündigte ihr an: daß er ſie durch Hunger, durch Ein⸗ ſperren, ja zuletzt durch ſeinen väterlichen Fluch zum Ge— horſam zwingen würde. 5 a Ein Weib, das einem Manne im Zorne gegenüber ſteht, fühlt ſich machtlos wie empörten Elementen gegen— über, nun gar wenn der Zornige der Vater iſt. Alle dieſe Drohungen auszuführen, wäre Herrn Langenwärter nicht in den Sinn gekommen, denn am Ende war Victorie ſein einziges Kind und ſein Liebſtes auf Erden, und außer Herrn Oswald fanden ſich noch Freier genug für das liebe und ſteinreiche Madchen; aber für Victorie war ein ausgeſprochenes Wort ſo ſicher wie die That. Sie hatte keinen Begriff, daß man anders ſprechen und anders den⸗ ken könne, und hielt jeden ferneren Widerſpruch für un⸗ nütz. So wenig Energie ihr aber zu Gebote ſtand, um dem Vater mit Worten entgegen zu treten, ſo feſt war ihr Entſchluß: den Schwur ihres Herzens nie zu brechen. Es gab kein anderes Mittel als die Flucht, und keine andere Flucht als die in ein Kloſter, denn auch ihre un— beſcholtene Mädchenehre hatte ſie zu wahren. Vielfach dachte ſie darüber nach, ob ſie ihre Baſe Elsbeth zur Ver⸗ trauten machen ſollte. Nach langem heißem Gebet nahm ſie ſich aber vor, ihren Entſchluß ganz allein auszuführen; ſie wollte nicht daran gehindert werden, was vorauszu— ſehen war, wenn ſie der Baſe vertraute; und noch weni- ger wollte ſie eine Verantwortung auf dieſelbe laden.— Es war wieder tiefe Nacht; Alles im Hauſe ſchlief; überhaupt war nichts darin verändert worden ſeitdem ſie denken konnte; der Schlüſſel hing noch an demſelben Na— gel, wo er vor dreißig und vor ſechs Jahren gehangen hatte, als ſie ihr Gelübde an der Ouelle abzulegen ging. Sie war noch eben ſo feſt von Robert's Liebe und Treue überzeugt wie damals. Er hatte den Ring nicht zurück— geſendet, alſo war er noch unverändert für ſie. Aber er hätte ſterben und daran behindert ſein können? Dann hätte er ihr ein Zeichen gegeben, wachend, träumend, wie es in ſeiner Macht ſtand, wie es ſchon ſo Mancher ge— than hatte. Hundert Geſchichten der Art waren ihr er— zählt worden von Leuten, die ſie entweder ſelbſt erfahren oder aus zuverläſſigſter Quelle gehört hatten; wie hätte ſie deren Wahrhaftigkeit bezweifeln ſollen? Es fiel ihr auch gar nicht ein. Robert aber konnte, ſobald die Mög— lichkeit dazu vorhanden war— nach der Kraft zu urthei— len, die das Gelübde auf ihre Seele ausübte— die Welt nicht verlaſſen haben, ohne deſſen zu gedenken. Den⸗ noch war ihr kein Zeichen geworden; folglich lebte Ro— 106 1 bert, und wenn er lebte und den Ring behielt, ſo war ſie ja geborgen, ſo war Alles gut und kein hoffnungsloſes Unglück mehr für ſie auf Erden. Ihre Seele war daher kirchenſtill und ſie ſah mit Ergebung auf die Jahre des Harrens:„was iſt das Le— ben gegen die Ewigkeit,“ ſagte ſie ſich,„die uns ja ver— einigt angehört.“ Auch über ihre Pflichten gegen den Vater hatte ſie ernſt und ruhig nachgedacht. Der fromme Spruch:„Du kannſt nicht zweien Herren dienen“, hatte ſie beſtimmt; nicht Robert war es, dem ſie folgte, ſondern Gott! Ihm gehörte ihr Gelübde an. Ihre Liebe hätte ſie opfern kön— nen, aber nicht ihr Gewiſſen. Hätte ſie ihr Vater un— vermählt gelaſſen, ſo hätte ſie ſich darein gefunden, auch nie Robert's Frau zu werden, und wäre eine gehorſame Tochter geblieben. Er aber wollte ſie meineidig machen, und das durfte ſie nicht werden. So lautete ihre Logik; und ſie war in ſich gefaßt, voll Frömmigkeit und ſtiller Entſagung und Segenswünſchen für ihren Vater, als ſie einen Schritt that, den ſonſt nur die Abenteuerlichſten und wenigſt Muſterhaften ihres Geſchlechtes wagen. Nur mit einer geringen Summe Geldes verſehen, floh ſie bei nächt— licher Weile das Vaterhaus. Sie war, obwohl klein und zart gebaut, doch geſund und an große Spaziergänge gewöhnt, und gedachte zu Fuß nach Friedberg zu gehen, und dort weitere Gelegen— heit bis in die Nähe von Regensburg, wo das Kloſter lag, in das ſie flüchten wollte, zu ſuchen. Als ſie über die Schwelle des Hauſes trat, über— mannte ſie die Erinnerung an den nächtlichen Gang vor ſechs Jahren. Damals hatte ſie das Haus von Außen geſchloſſen und den Schlüſſel als Mittel und Pfand der Rückkehr mitgenommen, jetzt hangte ſie ihn, nachdem ſie aufgeſchloſſen hatte, wieder auf ſeinen alten Platz und ließ das Schloß vorſichtig hinter ſich zufallen. Hiemit hatte ſie ſich den Eintritt auf immer verſperrt. Der Gedanke er— faßte ihre Seele, und ſie legte die Stirne weinend an die geſchloſſene Hausthüre und küßte den Engelskopf, der als Klinke diente. Weiter erlaubte ſie ſich keine Erweichung und ſchritt dem Hauſe der Baſe Elsbeth zu. Wie in einer Viſion erſchien ihr plötzlich alle Liebe und Sorge der müt— terlichen Freundin von ihrer Kindheit an; ihre ſterbende Mutter, der geliebte Ring, das auch unter Thränen heitere Geſicht der Baſe, das Alles ſah ſie mit den Augen ihres Geiſtes. Sie rief leiſe hinauf:„Lebe wohl, Baſe Els beth!“ und noch einmal ſtrömte ihr Gefühl über. (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. TN NN ιιαNι NN Bekanntmachung. (4910 Es wird hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht, daß aus dem Gemeindewald zu Wölfersheim 70-bis 80000 Fichten-Pflänzlinge, per 1000 1 fl., zu haben ſind. Wolfersheim den 22. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter All wohn. Edicetalladung. (468) 1) Die dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗Lich in der Gemarkung Hauſen und Oes zuſtehende, durch Allodification von Leihſiedeln entſtandene Grundrente, im geschlichen Geldanſchlage von 312 fl. 9 2) die dem Freiherrn Georg zu Francken⸗ ſtein, dermalen in München, in der Ge— markung Rockenberg zuſtehende Grund⸗ rente, im Geldanſchlaͤge von 1 fl. 59% kr., ſollen nach den deßfalls beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen abgelöſt werden. Es werden daher alle bei dieſen Ablöſungen bekannten und unbekannten Betheiligten hierdurch aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche ſo gewiß binnen 2 Monaten bei dem unterzeich— neten Gerichte anzumelden, gegenfalls die Aus— zahlung der Ablöſungskapitalien an die genannten Berechtigten geſtattet werden wird. Butzbach den 16. März 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. Edi ian 1504) Anſprüche an den Nachlaß des Jacob Roßbach von Oberroßbach, über welchen Con- curs erkannt worden iſt, der jedoch kaum zur Deckung der Concurskoſten ausreicht, ſind Dienſtag den 27. April l. J., Vormittags 10 Uhr, bei Meidung ſtillſchweigenden Ausſchluſſes, da hier anzuzeigen. Friedberg den 22. März 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. v. Preuſchen. Fruchtverſteigerung. (505) Freitag den 2. April d. J., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, werden in dem hieſigen Rathhauſe von den Fruchtvorräthen des vereinigten Ar⸗ menfonds dahier die wegen Mangel an Steig⸗ liebhabern aus der Verſteigerung von 24. d. M. nicht genehmigten 20 Malter Gerſte, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. ö Friedberg den 29. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter eier. Ho Iz oe die iges un g. (806) Mittwoch den 7. April d. J., Vor. mittags gegen 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Gemeindewald Langenhain, Diſtrict Hühner⸗ pfad, nachſtehendes Holz einer öffentlichen Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden: 47 Birken⸗Prügelſtecken, von guter Qua⸗ lität, 10000 Birken- und Buchen⸗Reisholzwellen, 3000 Eichen-Aſtholzwellen, 1000 Kiefern⸗Wellen. Bemerkt wird noch, daß das Holz zur Ab⸗ Die Zuſan Gegen ge bis den 1. Niedet! 5 105 608)ù ming 1, nne meſſbietend Münzen Hol! 6809) dr 10 Uhr, w verſtagert: & 9 in den Gr. dohlauf 15 pala pafig A 85 20 S — D . Nur mit ſie bei nacht, doch geſund gedachte zu ere Gelegen, das lag Ods Kloſter trat, über, en Gang vor von Außen d Pfand dy nachdem ft latz und y mit hatt g Gedante ei mend an die kopf, der alg Erweichung Wie in einen ge der muß ihre ſterbend. raͤnen heiten Augen ihret „Baſe Els ber. — t trung. d. J., Nachmit sigen Rathhauß vereinigten Ar, angel an Steig fahrt auf der Provinzialſtraße von Obermör— len nach Ziegenberg, an einem ſehr gelegenen Ort ſteht, und daß ferner eine Zahlungsfriſt dis kommenden Martinitag geſtattet wird. Langenha in den 25. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Huth. a Holzverſteigerung. (507) Freitag den 2. April l. J., Morgens 9 Uhr, ſoll im hieſigen Gemeindeſwalde, Diſtrikt Hühnerpfad, nachſtebendes Holz öffentlich meiſt⸗ dietend verſteigert werden: 96% Stecken Eichen⸗Scheitholz, 16%„ Eichen⸗Prügelholz, 83%„ Eichen⸗Stockholz, 1075 Stück Eichen-Wellen, 775„ Birken-Wellen, 37 Eichen-Klötze und Stammabſchnitte, von 1 bis 40,“ Durchmeſſer und bis 32 Fuß Länge. Die Zuſammenkunft iſt am Hühnerpfad. Gegen genügende Bürgſchaft wird das Holz bis den 1. September creditirt. Niederrosbach den 25. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Groh. Fruchtverſteigerung. (508) Mittwoch den 7. April d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſollen in der Wohnung des Interzeichneten g 200 Achtel Korn, 135(Gerſte, neiſtbietend verſteigert werden. Münzenberg den 27. März 1852. Keller Klein. ii dete ige e un 9 (309) Freitag den 2. April d. J., Morgens 10 Uhr, werden im Gräfl. Beinhardswalde verſteigert: 3½ Stecken Fichten-Prügelholz, 897„ 1 Stockholz, 4 2350 Wellen Eichen- und Nadel-Reisholz, 132 Fichten⸗Stämme von 5—11“ Durch⸗ meſſer und 20—50“7 Länge. Forſthaus Beinhards am 29. März 1852. Der Gräfl. Revierförſter des Reviers Aſſenheim Hartmann. Holzverſteigerung in den Gr. Domanialwaldungen des Reviers Hochweiſel, Forſts Friedberg. (510) Montag den 5. und Dienſtag den 6. April d. J. werden in den Diſtricten„Großer Rothlauf“,„Donnerskopf und Vorderſter Köp⸗ pel⸗ verſteigert: A. Brennholz: 24 Stecken Buchen ⸗Scheitholz, 0 26 0 Eichen⸗ 7 15 Buchen⸗Prügelholz, 16 U Eichen⸗„ 19„ Birken⸗„ 18 5 Aspen⸗ 1 54115 Buchen⸗Stockholz, 43 75 Eichen⸗„ 42 Birken⸗ 5 2675 Wellen Buchen⸗Reisholz, . Eichen⸗„ 2225„ Birken⸗„ t Nadel⸗„ 250 6 Aspen⸗ 1 3200 Gemiſchtes„in ganzer Länge „* bis 10 Fuß, zu Deckreiſig ꝛc. geeignet. B. Bau- und Werkholz: 22 Stück Eichen⸗Stammholz mit 1270 Cbf. bis 30 Fuß Länge und 24 Zoll mittlerem Durchmeſſer, 100 10 Stück Nadel⸗Stammholz mit 92 Cubikf. 3„ Stangenholz mit 14 Cubikf. Gegen Einlage vorſchriftsmäßiger Bürg⸗ 107 ſcheine findet eine Creditbewilligung für jede einzelne inländiſche Familie von 20 fl. bis zum 30. September d. J. ſtatt. Die Zuſammenkunft iſt an jedem der genann⸗ ten Tage des Morgens 9 Uhr an der Wohnung des Reviers Hochwelſel des Unkerzeichneten dahier. Bemerkt wird noch, Bindewald. Fruchtverſteigerung bei Gr. Rentamte Nidda. (11) Die 185 fr Fruchtvorräthe des Gr. Domanialrentamtes Nidda, in Walzen, Korn, Gerſte und Hafer beſtehend, kommen. 1) von dem Speicher zu Bingenheim bei Gaſtwirth Wilhelm Winter daſelbſt, 2) von dem Speicher zu Nidda auf dem Rathhauſe daſelbſt, in nachſtehenden Terminen, jedesmal Morgens um 10 Uhr, zur öffentlichen Verſteigerung, und zwar: nnr daß das Holz faſt durchgängig an ſehr guten Abfuhrſtellen lagert. Bodenrod den 28. März 1852. Der Großh. Heſſ. Revierförſter Ord.⸗] Von dem Ta g Verſteigert werden *: der No. Speicher] Ver ſteiger ung[Waizen Korn Gerſte Hafer ö u 1832 Mltr. Mltr. Mltr. Mtr. 1 Bingenheim Montag den 5. April 8 51 50 17 2 Nidda Dienſtag„ 6.„ 7 25 11 25 3 Bingenheim Montag„ 19.„ 8 51 50 17 4 daſelbſt„„ 10. Mai 8 51 50 17 5 Nidda Dienſtag„11.„— 25— 25 6 Bingenheim Montag„ 7. Jun 8 51 50 17 7 Nidda Dienſtag„ 8.„ 3 25. 25 8 Bingenheim Montag 28.„ 8 51 50 17 9 daſelbſt 5 1„ 19. Juli 8 51 50 17 10 Nidda Dienſtag„20.„— 25— 25 Bingenheim den 20. März 1852. Der Großh. Heſſ. Rentamts⸗Vicar des Rentamtes Nidda 5 0 Privat- Bekanntmachungen. Uachricht f üer Auswanderer (200 Der unterzeichnete bevollmächtigte Agent befördert vom 1. März l. J. an regelmäßig am 1. und 15. jeden Monats Auswanderer nach allen Häfen von Ameriu und Australien und hält ſich, unter Zuſicherung billiger Preiſe und prompter Befoͤrderung, zu Contractabſchlüſſen beſtens empfohlen. Nauheim im Februar 1852. Hermann Auffarth, bevollmächtigter Agent. Aleuander Fridberp, Liebfrauenberg, Uo. 35, in Frankfurt a. M., empfiehlt ſein großes, reichhaltiges Fabrik-Lager in Sonnen⸗ und Regenſchirmen, (812) jeder Art, neueſter und geſchmackvollſter Fagçon, zu folgenden Preiſen: Sonnenſchirme in den neueſten Chinés-, Morés⸗, Damaſt⸗ und fagonirten Seideſtoffen, mit den eleganteſten Pariſer Beinſtöckchen von fl. 1. 20 kr. bis fl. 7.— Knick⸗Sonnenſchirme in denſelben Stoffen mit Futter und reichen Fran— ſen, von fl. 2.— bis fl. 7.— Große Regenſchirme in Lyoner Seide mit den feinſten Fiſchbeingeſtellen und eleganteſten Elfenbein- und Perlenmutter-Verzierungen, von fl. 3 30 br. bis fl. 9. Große Regenſchirme in allen Arten ächtfarbiger Zeuge, von 56 kr. bis fl. 2.— Zu verkaufen. (81) Aechter Luzerner Kleeſaamen iſt zu ha⸗ ben bei Peter Damm Eine geſunde Schenkamme (313) wird geſucht. Wo? ſagt die Exped. dieſes Blattes. — — 108— Einladung zum Abonnement Wird 104 J auf den i 5 Beil* 2 tägl. ausgegeben N 9998 agen Frankfurter Anzeiger auſſer Montags. i vom 1. April 1832 ab. 5 Abonnementspreis für Frankfurt 45 kr. per Quartal; für Auswärts bei allen Poſtämtern Deutſchlands, gemäß dem neuen Regulativ, mit unbedeutendem Poſtaufſchlag. (475) Zu Neubeſtellungen auf dieſes gern geleſene und vielverbreitete Blatt wird hierdurch mit dem Bemerken eingeladen, ſolche recht— zeitig und vor Schluß dieſes Monats zu machen, um completter Exemplare gewiß zu ſein. f Alle Poſtämter und Boten nehmen Geſtellungen an. 5 5 ö: Der„Frankfurter Anzeiger“ bringt die anziehendſten und neueſten Novellen, Gedichte, Miscellen, launig und ernſt, Schach⸗, Rechnen⸗, Rathſel⸗, ꝛc. Aufgaben; jede Woche einen ausführlichen Pariſer Modebericht mit Modebild; ein Feuilleton für weibliche Handarbeiten aller und jeder Art, welches von lithographirten Abbildungen begleitet, das Aller neueſte in Häkel., Stick⸗, Strick-, Filet⸗ und Bandarbeiten, mit den deutlichſten Erklärungen zur Anfertigung enthält. Ein Feullleton für Künſte und Handwerke, ausgeſtattet mit dem Vorzüglichſten aus dem Bereiche der Technik u. ſ. w, und ebenfalls regelmäßig mit lithograpßirten Abbildungen— wenn erforderlich in Farbendruck— verſehen. Tüchtige Fachmänner haben uns ihre Unterſtützung zugeſagt. Ferner ein Feuilleton fuͤr Theater und Concert, d. h. unpartheiiſche Berichte uber hieſige und auswärtige Bühnen- und Concertleiſtungen, von einem der erſten und geachtetſten Kunſtkenner geſchrieben. vollſtändiges Coursblatt der hieſigen Börſe, Handels⸗, F Neuß, Würzburg, München u. f Täglich eine kurze, bündige, aber vollſtändige Rundſchau auf dem Gebiete der Politik und des öffentlichen Lebens, wodurch dem Leſer das ſehr oft unerquickliche Durchſehen Hroßer politiſcher Zeitungen erſpart wird. Taglich ein rucht⸗, Getreide- und Oel⸗Berichte von Frankfurt, Friedberg, Mainz, Köln, w.— Nach jedesmaligem Erſcheinen des Frankfurter Amtsblattes kurz gefaßt den Inhalt deſſelben. 1 Dieſe Vielſeiligkeit des„Frankfurter Anzeigers“, wie ſie nicht leicht ein anderes Journal bieten dürfte, wozu aber auch noch täglich ein bunter Kranz der mannigfachſten Inſerate und Bekanntmachungen in deutlichen und ſchönen Lettern kommt, dieſe Vielſeitigkeit hat unſerem Blatte in allen Kreiſen, in der Geſchäfts-, Beamten⸗ und Damenwelt die freundlichſte Aufnahme erworben und wird die Redaction nichts verabſäumen, durch Aufbieten aller Kräfte dieſes Wohlwollen ſtets zu erhalten. 5 n i N Der wie bei keinem ähnlichen Orgaue billige Abonnementspreis läßt es auch weniger Bemittelten nicht ſchwer fallen, ſich täglich mit dem Neueſten und Wiſſenswertheſten bekannt zu machen und durch Sammeln der Journale, ſowie der lithographirten Mode- und Muſterbeilagen ſeiner Familie einen reichen Schatz der beſten Lectüre und belehrendſten Unterhaltung zu ſichern. g 5 5 Juſeraten, welche wir die geſpaltene Zeile mit 4 kr. berechnen, kann bei der großen Verbreitung des„Frankfurter Anzeigers der beſte Erfolg garantirt werden. Blatte bekannt gemacht werden. Probeblätter ſtehen auf Verlangen gratis zu Dienſten. Frankfurt am Main, März 1852. Die hierorts vorkommenden amtlichen Verſteigerungen müſſen laut ſtadtgerichtlichem Decret in die ſe m Die Erpedition. Back ſteine, 5 (434) gut gebrannte Ruſſenſteine zu billigen Preiſen in Niederwöllſtadt bei * J. J. Böing, Holzhandlung. Tapeten (815) habe ich ein Commiſſions⸗Lager von Herrn Scherrer in Heidelberg, von den ordinärſten bis zu den feinſten, worunter eben ſo billige Sorten ſind, als nur anderwärts angeboten werden können. Friedberg. Louis Weis, den Apotheken gegenüber Anzeige. (437) Alle Sorten Saamen ſind wieder friſch und ächt zu haben bei Vilbel im März 1852. Wilhelm Kullmann. Empfehlung. (490) Vorzüglich gutes Zettel⸗ und Einſchlag⸗ garn, in allen gangbaren Nummern und Far⸗ ben, empfiehlt zu möglichſt billigen Preiſen Friedberg. Nathan Hirſchhorn, Uſergaſſe No. 244. Annonce. (516) Neue Mousslines de laine, feinſter Qualität bis zu fl. 1. 20. pr. 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(519) peute morgen 2 Uhr folgte unſer hoff⸗ nungsvoller Knabe Richard ſeinem ihm voran— gegangenen Schweſterchen zu ſeinem himmliſchen Vater. Innerhalb 14 Tagen die beiden ge⸗ liebten Kinder durch den bittern Tod zu ver⸗ lieren,— ach es iſt ſehr hart! Wir bitten uns mit Beileidsbezeigungen zu verſchonen. Obermörlen den 26 März 1852. Oswald Riedel, Rentmeiſter. Leondine Riedel, geb. Voigt. Zur Nachricht. (520 Nächſten Sonntag den A. und Montag den 5. April ſind jüdiſche Feiertage. Literariſche Anzeige. (521) In der C. J. Edler'ſchen Buch⸗ handlung in Hanau iſt ſoeben erſchienen und durch alls Buchhandlungen, in Friedberg durch C. Bindernagel, zu beziehen: Der kleine Engländer oder die Kunſt, die engliſche Sprache, ohne Lehrer, auf eine leichte und ganz faßliche Art in einigen Tagen, ſelbſt ohne vorher ein Wort davon zu verſtehen, vollkommen richtig ſprechen zu lernen. Ein Hilfsbuch für Auswanderer und diejenigen, welche ſchnell engliſch lernen wollen. 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