ann Sl. r Vurglirche 1 b Gaur. u Wahl. 0 D Juli 185 f. 9 8 5 940-47 9 3 erg und Jugbag m 30. Juli. N 58. ntelligenz-VBlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Mittwoch den 28. Juli 1852. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg in die Gr. Bürgermeiſter, ſowie an die Gr. Gens— darmerie des Regierungsbezirks. * Betreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Johannes Schmidt von Breidenbach und Conſorten, wegen Diebſtahls. ö Sie erhalten hierdurch Auftrag, den Aufenthalt der Chriſtine Naumann von Niederofleiden, welche bei Gr. Land— gericht Homberg in Unterſuchung ſteht und ſich wahrſchein— lich in die Wetterau zum Taglöhnern begeben hat, zu er⸗ mitteln und ſolche in dieſem Falle zu verhaften und hierher abzuliefern, um ſie ſodann der erwähnten Gerichtsſtelle zu— führen laſſen zu konnen. Friedberg den 21. Juli 1852. Dine eke an die Gr. Bürgermeiſter der zum Steuerbezirk Hungen gehörigen Orte. Ouvrier. Betreffend: Beurlaubung des Steuerkommiſſärs Hunfinger zu Hungen. Sie werden hiermit benachrichtigt, daß während der Beurlaubung des Gr. Steuercommiſſaͤrs Hunſinger in der zweiten Hälfte d. M. denſelben der Gr. Ober-Steuer⸗ Directions-⸗Secretariats-Acceſſiſt Langsdorff dienſtlich ver— treten wird. Friedberg den 16. Juli 1852. Bin ff Bekanntmachung. 2 Der dem landwirthſchaftlichen Verein von Oberheſſen gehörige für Schmeer-Zuchtvieh beſtimmte engliſche Bock iſt auch in dieſem Jahre wieder auf dem Vogels⸗ berger Hofe bei Ulrichſtein, Beſitzung des Herrn Revier— förſter Haberkorn in Windhauſen, untergebracht. Diejenigen Schafzüchter Oberheſſens, welche eine be— ſtimmte Anzahl Schafe zu dieſem engliſchen Bocke zum Sprunge zutreiben wollen, werden aufgefordert, ihre An⸗ meldungen nebſt der Angabe der Zahl der zuzutreibenden Schafe längſtens bis zum 20. Auguſt d. J. bei Herrn Revierförſter Haberkorn in Windhauſen bei Grün⸗ berg zu machen. Die Sprungzeit dauert vom 1. bis Ende September, und wird für dieſe Zeit ein Weidegeld von 30 kr. per Stück Schaf entrichtet. Es können 60 bis 70 Stück Schafe zugetrieben werden, die zuerſt ſich anmeldenden Schafzüchter haben den Vorzug vor den ſpäteren, die zuzu⸗ treibenden Schafe ſind auf Koſten der Beſitzer auf den betreffenden Sprungplatz hin und nach der Sprungzeit auch wieder zurückzubringen. Laubach den 13. Juli 1852. Der Präſident des landw. Vereins für Oberheſſen. Regierungsblatt⸗Auszüge. No. 39 enthält: 1) Geſetz vom 21. Juni 1852 die Gemeinde⸗ nutzungen der Ortsbürger betr.— 2) Nachtrag zur Verordnung vom 21. März 1843, die Vollziehung des Gewerbſteuergeſetzes, insbeſon⸗ dere die beſonderen Erlaubnißſcheine in einzelnen beſtimmten Fällen für In⸗ und Ausländer betr.— 3) Bekanntmachung, die Ein⸗ ziehung und Vernichtung von 80,000 fl. in Grundrentenſcheinen für das Jahr 1851 betr.— 4) Bekanntmachung, die Umänderung der Poſtverbindungen in der Provinz Starkenburg, ſowie die Perſonen⸗ geld⸗ und Ueberfrachtstaren für dieſelben betr.— 5) Ueberſicht der für das Jahr 1852 genehmigten Umlagen zur Beſtreitung der Com- munalbedürfniſſe in den israelitiſchen Religionsgemeinden des Re— gierungsbezirks Nidda.— 6). Bekanntmachung, die Nichterhebung eines Theils der Umlagen der Gemeinde Kleinrohrheim, im Reg.⸗ Bez. Heppenheim, für 1852 betr.]— 7) Namensveränderungen. Anſelm Carl ꝛc. Schott genannt Dautel zu Koſtheim führt künftig den Namen„Dautel“ und Conrad Ulrich dahier, künftig den Fa⸗ miliennamen„Ganß“.— 8) Dienſtnachrichten. Am 31. Mai der evang. Pfarrer Göbel zu Gladenbach zum Decan des dort. De⸗ cangts ernannt, dann dem Pfarrverweſer Engelhoff die evang. Pfarr⸗ ſtelle zu Geinsheim, R.⸗B. Darmſtadt, und dem Pfarrverweſer Groh die evang. Pfarr- und Schulſtelle zu Wilsbach, R.⸗B. Biedenkopf, übertragen, ferner Feldwebel im 1. Bataillon des 2. Infanterieregi⸗ ments Hahn zum Kanzleidiener bei der Rechnungskammer ernannt. Am 8. Juni dem Schulvicar Keil zu Ebersberg, Regierungsbezirk Erbach, die evangeliſche Schullehrerſtelle daſelbſt übertragen. Am 10. Juni wurde der Rechnungsgehülfe bei der Reg.⸗Comm. zu Darmſtadt Offenbächer zum Ascceſſiſten bei der 2. Abtheilung der Juſtificatur der Rechnungskammer ernannt. Am 16. Juni Beſetzung der Kreisdiener⸗ ſtellen. 24. Juni Steuercontrolegehülfe Wieſe zu Darmſtadt zum Ac⸗ ceſſiſten bei der St.⸗C. und Calculatur der O.⸗St.⸗Dir. ernannt— 9) Am 16. Juni Aſſeſſor m. St. an dem L.⸗G. zu Fürth Müller ſei⸗ nes Dienſtes entlaſſen.— 10) 22. Juni Landrichter Eigenbrodt zu Wimpfen unter Bez. der Zufried. m. ſ. g. langj. u. tr. D. in den Ruheſtand verſetzt.— 11) Erledigt ſind: die evang. Schulſtelle zu Bönſtadt, R.⸗B. Friedberg, mit jährlich 639 fl. 36 kr.; die Gemein⸗ deſchulſtelle zu Bubenheim, Regierungsbezirk Mainz, mit jährl. 250 fl. und Vergütung von 32 fl. für Heizung des Schullocals— 12) Geſtorben find: 30. März penſ. Invalide Corporal Günther zu Helpershain; 13. April kath. Schullehrer Gölz zu Kleinrohrheimz 21. Mai penſ. Zolleinnehmer Dittmar zu Mainz; 3. Juni penſ. Schullehrer Kühn zu Dietzenbach; 7. Juni penſ. Gendarm Merten zu Selters. — Eine Macht in Teras im Jahr 1849. Ich komme aus Texas zurück, habe den Texas fluß paſſirt und bin noch am Leben. Das iſt ein kleines Wun⸗ der; aber um gegen die Landeseinwohner gerecht zu ſein, — ihre Schuld iſt's nicht, wenn ich noch lebe. Kann man überhaupt von Einwohnern dieſes Landes reden, deſſen Bevölkerung bunt zuſammengewürfelt iſt aus den verſchie⸗ denartigſten Völkerſtämmen und Stoffen? aus Amerikanern, Spaniern, Portugieſen, Franzoſen, Deutſchen, Irländern, flüchtigen Sklaven, Wilden, Mulatten, Indianern und Negern, die alle, mehr oder weniger, mit der Juſtiz auf geſpanntem Fuße leben. Das iſt die Bevölkerung von Texas, einem ſeltſamen Lande. Seine Hauptſtadt, Galve⸗ ſton, iſt eine noch ſeltſamere Stadt; jeder Mann darin iſt entweder General oder Richter— Generale ohne Armee, Richter ohne Gerichtshöfe. Die Hälfte der Häuſer ſind Schenken, wo die genannten Berühmtheiten mit einander zechen, rauchen und— raufen. Die Vereinigten Staaten ſchicken auf dieſe Weiſe ihren Abſchaum von Elend und Laſter über die Grenze, welche ſie daheim entweder nicht behalten wollen oder können. Der Strom der Einwande⸗ rung verbreitet ſich raſch uber Texas oder die Prairien, und vermiſcht ſich mit den indianiſchen Stämmen, mit Abenteurern aus Südamerika und Spitzbuben aus aller Herren Ländern. Ich weiß nicht, ob das Land jemals mit dem alten Rom wetteifern will, aber beider Anfänge ſind einander ſehr ähnlich. Galveſton iſt das Lieblings-Stelldichein der ſchon er⸗ wähnten Ehrenmänner. Eines Tages im Auguſt 1849 ſtieg ich im erſten Gaſthauſe der Stadt, dem Tremont Hotel, ab und fand den ungeheuren Ofen in der Wirths— ſtube umlagert von einem Haufen Texaner, welche Karten ſpielten. Sie rauchten wie ebenſoviele Schlote und fluchten und ſchworen zum Gotterbarmen, wie ſie ſich ſo gegenſeitig ihre ſauberen Streiche erzählten. Jeder rühmte ſich, ſchon Reiſende geplündert und beſtohlen, Karawanen angefallen, Yankees in Handel und Wandel überliſtet und Meiereien niedergebrannt zu haben. Ich setzte mich in die fernſte Ecke des Zimmers an einen Tiſch von rohen Föhrendielen und mehr als zweifelhafter Reinlichkeit, da ich nicht Luſt trug, mich unter die ſaubere Sippſchaft zu miſchen. Der Kellner, ein wollköpfiger Mulatte, fragte mich nach mei⸗ nem Bedarf an Erfriſchungen, und legte mir das Frem— denbuch vor, um meinen Namen darin einzutragen. „Heda, Clerk(Commis)!“ rief ein hagerer Mann von unheimlichem Aeußern vom andern Tiſche herüber,— „wie heißt der Fremde?“ Aha, dacht' ich, hier nennt man alſo die Kellner in den Schenken ſchon Commis; wie mag man dann erſt die Commis nennen!? Meine Reflexionen unterbrach ein zweiter Gaſt durch den lauten Ruf:„Heda, General, ſputet Euch! Schon vor einer Stunde hab' ich mir einen Krauſemünze⸗Kühltrank beſtellt und noch nicht erhalten!“ „Komme gleich, General!“ rief der Kellner;„da iſt Euer Trank!“ Dieſes Umſichwerfen und Prahlen mit Titeln belu— ſtigte mich, und nachdem ich in's Buch geſchrieben:„Ka— pitän Holmer, reist nach St. Louis,“ gab ich es dem Oberkellner zurück, der es ſogleich der Geſellſchaft am Ofen zur Einſicht vorlegte. f Alsbald entſtand eine laute Erörterung uber meine Perſon.„Wer iſt er?“ hieß es;„hat er Geld? Iſt er ein Engländer aus dem Mutterlande?— Nein, ein Fran⸗ zoſe,“ rief ein Anderer.„Ein Deutſcher!“ ein Dritter. —„Ich wette hundert ſpaniſche Thaler, er iſt ein Fran⸗ zoſe; ſein Name iſt franzöſiſch““— Und ſo ging die laute 236— und offenkundige Erörterung meiner wahrſcheinlichen Stan des⸗ und Vermögensverhältniſſe, meines Reiſezweckes ung Zieles in einer Weiſe fort, welche mich genugſam üben zeugte, daß das meiner Perſon gezollte Intereſſe für mein Wohlfahrt und Eigenthum gar nicht ſonderlich erſprießlich l Ich hatte mir in New-Orleans ein ſehr ſchönes war. 11 1 0 05 % N n es an Pferd gekauft und es bei meiner Ankunft in 18 Houſe in den Stall geſtellt, da überkam mich plötzlich der Einfall, das ſchöne werthvolle Thier möchte in einer ſoß⸗ chen Umgebung nicht eben ſehr ſicher ſein. daher die achtbare Geſellſchaft, welche noch mit eigenſter Einſichtnahme meiner Handſchrift und der Ermittelung meiner Verhältniſſe beſchäftigt war, und eilte in den Stall. 5. Ich kam gerade noch zu rechter Zeit, denn ein ſtämmiger Texaner, mit der Pfeife im Munde, ſattelte ſich ſoeben in aller Ruhe und Unbefangenheit mein Roß.—„Hollah!“ rief ich,„was macht Ihr hier? das Pferd iſt mein; war⸗ b. um ſattelt Ihr es?“ Ehre!“ „Nehmt dem Thiere Sattel und Zaum wieder ab, hört Ihr!“ rief ich. Ich verließ „So? der Gaul iſt Euer?“'n ſchmuckes Pferd auff „Ich höre ſehr gut,“ gab er ſchläfrig zur Antwort, ſattelte aber doch vollends zu Ende. Aergerlich über dieſe kaltblütige Unverſchämtheit, riß ich ihm die Zügel aus der Hand und ſagte:„Kommt, gebt dieſe Poſſen auf, Burſche!“ Ihr, wißt nicht, mit wem Ihr Bekann ) Vegen ei ſprecht!“ rief er. „Kümmert mich auch nicht!“ gab ich trotzig zur Antwort;„hier hab' ich eine Reitpeitſche und ein paar Piſtolen, die ſollen Euch gar bald lehren, wer ich bin, dit n 1 Scheert Euch zum Stalle hinaus!“ Der Kerl nahm die Pfeife aus dem :„Ich bin der Richter Peters, den Judge Peters bei den Schultern, warf ihn zum Stall hinaus und gab ihm zum Abſchied noch Eins mit der Peitſche über den Rücken. Er gab Ferſengeld, drohte mir aber aus der Ferne mit Wort und Fauſt. Der Mulatte aber ſagte:„Nehmt Euch in Acht, Sir. Manch verrä— theriſches Auge beobachtet Euch! denn Euer Roß und Mantelſack ſind verlockende Schätze für unſere ehrenwer— then Gäſte droben. Laßt Euch warnen, Sir, und macht Euch bald aus dem Staube. Hier zu Lande macht man von dem Morde eines Menſchen kaum mehr Aufhebens, als wenn man eine Fliege todtſchlägt; und wir haben hier ſo viele Richter, daß wir die Gerechtigkeit ganz ver loren haben!“ Ich lohnte dieſen freundlichen Wink mit einem zwei ten Dollar und bat Antiochus, mich nach dem Hauſe eines Spaniers, Don Joſé Morell, zu führen, an welchen ich einen Empfehlungsbrief hatte und der auf einem kleinen Landhaus in der Nähe der Stadt wohnte. Mit den noöͤ— thigen Weiſungen verſehen, warf ich mich in den Sattel und ritt davon. Auf dem Ritt durch Galveſton überraſchte mich der Lärm und Tumult, welchen ich auf den Straßen bemerkte Ueberall Hader, Wortwechſel, Raufereien, blanke Meſſer, Bald hatte ich das Haus des Spaniers erreicht, und fand ihn, eine Cigarre rauchend, auf ſeinem Balkon, einen Munde, ſah 150 1 Wahn 1 nice 115 die Mahlun gan 2 Mag nd im Termin 5 Vormittags ingen öffenilt Faſtigert werden. 5 10 Bemerken Materiallieferu heimer B (au) Sam die Weſerung der lien dahier auf werden, nämlich 85 Boden 2* 3 1 150 Stück 100 5 A000 Stück 800 Maas 00 Maas Die Läferunge lingen veigeben, doch können alle Ua übe Die Wecungz uam Ui Rechen wadin. „Die zu fen die Gt. gef. heimer Berge Ai der, Auſſch 0 wuckes Pferd au ** Jaum wieder ab rig zur Antworl dverſchämtheit, ri Wee agte:„Kommt t, mit wem J. 1 ich trotzig 1 ſche und ein pag zen, wer ich bin land im Termin Freitag den 10. September dem Munde, 0 Richter Reters en werdet dus det Kellner it te mir in's Ohr iſche zu verkoſten wenn er nicht eit igelt wird!“ Jg die Hand, ergrif f ihn zum Stal ch Eins mit del geld, drohte mil Der Mulatti Manch verra Euer Roß un unſere ehrenwer „Sir, und mach ande macht mat mehr Aufhebene und wir haben ctigkeit ganz ver, ik mit einem zwei dem Hauſe einet , an welchen ih auf einem kleinen te. Mit den ü ch in den Sattil erraſchte mich ber Straßen bemertl. u, blanke Moe erreicht/ und fat 1 Ballon, einen eitrandigen Strohut, wie ihn die Creolen tragen, auf m Kopfe. Er empfing mich mit der herzlichſten Artig— kat und lud mich ein, in ſeinem Hauſe zu übernachten. nahm es an und wir verplauderten den Abend an— (Fortſetzung folgt.) 2 sch 114 90 0 Kirchenbuchs-Auszug vom Monat Juni. Butzbach. B. K ed i 6. Joh. Georg Trilatus, Wittwer, Bürger und Stock— fabrikant zu Offenbach und Eliſabetha Apolonia Zahn, geb. Heil, des verlebten Gr. Bürgermeiſters Chriſtoph Zahn dahier nachgelaſſene Wittwe. Johann Karl Ferber, Burger und Sattlermeiſter dahier, und Maria Heil, des verlebten hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Heinrich Heil eheliche ledige Tochter. 17. Karl Chriſtian Schäfer, Burger zu Eichelſachſen, Reg. Bez. Nidda, und Geometer II. Klaſſe und Anna Ju⸗ liana Rumpf, des hieſigen Bürgers und Schloſſermeiſters — 237 6. 10. 13. 20. 6. 28. Getauft e: Dem hieſigen Bürger und Leimſieder Johannes Ran⸗ ſtadt eine Tochter, Anna Katharina, geb. den 26. Mai. Dem hieſigen Bürger und Rothgerbermeiſter Jakob Wilhelm Grüninger II. eine Tochter, Maria Caroline, geb. den 22. Mai. Dem hieſigen Bürger und Taglöhner Johannes Ber⸗ ner II. eine Tochter, Katharine Eliſabethe, geb. den 27. Mai. Dem Gr. Heſſ. Lieutenant im Garde⸗Regiment Che⸗ vauxlegers Heinrich Oakley Howard von Sanders da⸗ hier eine Tochter, Hermine Bertha Georgine Caroline Katharine Marie Bertha, geb. den 18. Mai. Bee: Maria Eliſabethe Grüninger, geb. Kuhl, des verſtor⸗ benen hieſigen Bürgers, Gerbermeiſters und Leimſieders Chriſtoph Grüninger hinterlaſſene Wittwe, alt 80 Jahre, 11 Monate und 19 Tage. Der hieſige Burger und Schuhmachermeiſter Johann Philipp Buff, alt 44 Jahre, 11 Monate und 2 Tage. Der hieſige Bürger und Schuhmachermeiſter Johannes 1 b Braunfelſiſchen Rentamts in Hungen an Joh. Rumpf eheliche ledige Tochter. Kaiſer, alt 39 Jahre und 15 Tage. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. t Bekanntmachung. 10) Wegen einer Forderung des Fürſt⸗ n Zollmüller Adam Diehl in Villingen ſoll wohl die Mahlmühle des letzteren, ſowie auch ſſen in 2 Morgen 148 Ruthen beſtehendes J., Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhauſe u Villingen öffentlich an den Meiſtbietenden ede werden. Kaufluſtige werden hierzu ter dem Bemerken eingeladen, daß die Mühle zus zwei Gängen beſteht und ¼ Stunden von ungen und/ Stunde von Villingen entfernt ft, ſowie daß die Bedingungen im Verſteigerungs⸗ ermin ſelbſt werden bekannt gemacht werden. Hungen den 9. Juli 1852. 5 Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Materiallieferungen für das Gr. Dor⸗ heimer Braunkohlenbergwerk. (1220 Samſtag den 7. Auguſt d. J. ſoll die Tieferung der unten verzeichneten Materia⸗ lien dahier auf dem Submiſſionswege vergeben werden, nämlich: I. Floßholz: 85 Boden 10ter Stämme, 27 gter 1 e Ster 1 II. Bretter ꝛc.: 150 Stück ſchmale Schreinerdiele, 150„ Dachdiele, 60„ breite Doppeldiele, 100„ Latten; III. Pfähle: 5 24000 Stück 4 Fuß lange Eichenpfähle; IV. Oel: 800 Maas Rüböl, 60 Maas Cryſtallöl. 5 5 Die Lieferungen werden nach dieſen Abthei⸗ lungen vergeben, bei annehmbaren Geboten je⸗ doch können alle oder mehrere einem einzigen Uebernehmer überlaſſen werden. 5 Die Lieferungsbedingungen können jetzt ſchon in dem Geſchäftslocale des Unterzeichneten ein⸗ geſehen werden. Die zu frankirenden Submiſſionen ſind„an die Gr. Heſſ. Bergoerwaltung auf dem Dor⸗ heimer Bergwerk bei Friedberg zu adreſſiren, von.... zu verſehen und ſpäteſtens bis zu dem angeführten Tage, Vormittags 11 Uhr, verſiegelt einzureichen. Dorheimer Bergwerk den 20. Juli 1852. Der Gr. Heſſ. Bergverwalter Jai gend Edietalla dung. (1246) Die Vormünder der Minorennen der verſtorbenen Eheleute Marcus Löb von Wohnbach haben den Nachlaß ausgeſchlagen und es iſt Concurs erkannt worden, zu deſſen Ausführung Liquidationstermin auf Mittwoch den 1. September beſtimmt wird. In dieſem Termin müſſen bekannte und un⸗ bekannte Forderungen angezeigt werden, indem ſonſten dieſelben ohne weitere Ankündigung als erloſchen anzuſehen find. Die Sache iſt zum Vergleich geeignet und wird deßhalb angefügt, daß die nicht erſchei⸗ nenden Gläubiger an das Uebereinkommen ge⸗ bunden ſein ſollen, ſo nach dem Wunſche der Vormünder verſucht werden wird. Hungen den 7. Juli 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (1247) Mittwoch den 4. Auguſt d. J., Vormittags 10 Uhr, werden dahier in dem Gaſthauſe zum Maulbeerbaum von dem hiefi⸗ gen fis caliſchen Speicher 40 Malter Korn öffent⸗ lich verſteigert. Friedberg den 26. Juli 1852. Der Gr. Heſſ. Rentamts vicar des Rentamts Friedberg Lien de ck. Bekanntmachung. (1248) Künftigen Freitag den 30. Juli l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſollen in der Pfaxr⸗ hofraithe zu Münſter zwei Ställe, der eine von 56“ Länge und 24“ Breite, der andere von 40“ Länge und 20“ Breite, deren Um⸗ fangswände von Eichenholz aufgeführt und mit Ziegel gedeckt find und ſich noch in einem guten Zuſtande befinden, auf den Abbruch öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Friedberg den 25. Juli 1852. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Faſelochs⸗Verſteigerung. (129) In Folge eines Nachgebots ſoll der Faſelochſe nun Donnerſtag den 29. l. M., Mit⸗ tags 1 Uhr, an Ort und Stelle nochmals ver⸗ ſteigert werden. Bei annehmbarem Gebot er⸗ folgt der Zuſchlag und werden Nachgebote als⸗ dann nicht mehr angenommen. Niederrosbach den 23. Juli 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Groh. Markt-Anzeige. (12500 Der hieſige Vieh⸗ und Krämermarkt iſt in dem diesjährigen Landkalender irrig auf den 17. und 18. Auguſt d. J. eingeſchrieben. Derſelbe wird Dienſtag den 24. und Mitt⸗ woch den 25. Auguſt d. J. abgehalten, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Vilbel den 22. Juli 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Hinkel. 107 Pfund be mit der Aufſchrift: Submiſſion wegen Lieferung Privat- Bekanntmachungen. Haupt⸗ Niederlage von ächt engliſchem Portland-Cement (1100) von J. R. Nite& Sons in London, welcher ſich als der beſte bis jetzt bekannte Cement bewährt hat, und wurde in dem Themse- Tunnel und an vielen andern Gebäuden, unter und über der Erde mit dem beſten Er⸗ folg angewandt. Die Tonne von 440 Pfund koſtet fl. 16. oder fl. 4% per Georg Schepeler in Frankfurt a. M. — 238— Die conceſſionirte Hauptagentur für Auswanderer von J. G. Appel in Giessen, 8 (4108) befordert bei ſehr bequemer Fahrt in zwei Tagen von Gießen nach Bremen Auswandere Die Auswanderer werden zu den billigſten Preißen frei ab Gießen mi nach allen Häfen Nordamerikas. Verköſtigung bis an den Landungshafen in Amerika übernommen und beſagen die Bedingungen das Nähere. Bei eing größeren Anzahl von Perſonen werden dieſelben von Gießen bis Bremen durch einen zuverläſſigen Mann begleitet; daß Gepäck wird demſelben dahier übergeben und hat ſich der Auswanderer um Nichts als um ſeine eigene Perſon zu bee kuͤmmern. 1 Uachricht für Auswanderer. Special⸗Agentur 17 der 16 regelmaͤßigen Poſtſchiffe Yi zwiſchen 4 London und New⸗YNork. 2 5 (1175) Um Mißverſtändniſſe zu verhüten, ſehe ich mich genöthigt anzuzeigen, daß die Spezial⸗Agentur der obigen regelmäßigen Poſtſchiff-Linie am 1. Januar dieſes Jahres dem Herrn G. H. Paulſen abgenommen und mir über⸗ tragen wurde. Mainz am 12. Mai 1852. Carl Ahlborn, Special⸗Agent der 16 regelmäßigen Poſtſchiffe zwiſchen London und New⸗Nork. Geſchäſtseröffnung. (12510 Indem ich den verehrten Bewohnern Friedbergs und der Umgegend hierdurch die ergebenſte Anzeige mache, daß ich auf hieſigem Platze ein Gold⸗ und Silbergeſchäft errichtet habe, empfehle ich mein Lager aller in dieſes Fach einſchlagenden Ar- tikel beßtens. Gleichzeitig bemerke ich, daß ich ſtets altes Gold und Silber zu feſten Preiſen kaufe oder austauſche, ſowie Reparaturen aufs Dauerhafteſte beſorge. Friedberg im Juli 1852. S. Steinhäußer, neben dem Rathhauſe. Oſſenheimer Wäldchen. (1252) Auf Samſtag den 31. Juli und Sonntag den 1. Auguſt im Oſſen⸗ heimer Wäldchen große Tanzmuſik. Bei Abnahme einer Flaſche Wein werden die halben Kronenthaler zu 1 Gulden 21 Kreuzer angenommen. Hierzu ladet höflichſt ein Aehle. Warnung. (125 Heinrich Appel und Konrad Repp, Haufirer für die hiefige Armenſtrickerei, haben ſich der Unterſchlagung r iu 10 ſtehen zu jener Auſtalt in keiner Beziehung mehr. Lißberg im Juli 1852. F. Briegleb. JFenſter⸗Glas (1215) bei L. Goldmann junior. Viehſtandstabellen (1253) find vorräthig bei C. Bindernagel. 220 Gulden (1232) Vormundſchaftsgelder liegen auß der Turatel des minderjährigen Wilhelm Brei 1 tenbach dahier zum Ausleihen bereit. 59 1 11„ Niederwöllſtadt den 19. Juli 1852. 4 Der Curator: Konrad Heinrich Bauſch Zu Vermiethen. 1 (1238) In meinem neu eingerichteten Hause Al ſind der zweite und dritte Stock, im Mongt 4 Auguſt beziehbar, zu vermiethen. 15 Die Friedberg. Sta r ck, Anasce Drechsler und Graveur, igierungs Zu Vermietbhen. (123) Der zweite und dritte Stock meines die Großh. Hauſes iſt zu vermiethen und kann ſogleich be⸗ die 6 50 zogen werden. Emmerich e ſleffend: Die in der Uſagaſſe. An die Ci Tanzunterricht. üumehr an die (1255) Ich beehre mich hiermit anzuzeigeſ, igen werden E daß der Tanzunterricht den 28. Juli begin- Friebber nen wird. 1 Herm. Moſeler. Verloren. 1 A (1256) Am 20. d. M., Abends, iſt auf der A Straße von Melbach bis Butzbach ein Päckchen Aitreffend: Den in einem blau rothen Tuche— F. P. 18 bezeichnet, verloren worden; der redliche Finde, Unter Bez welcher daſſelbe in Butzbach zum Deutſchen Hof Asgo, Amtsbla abgiebt, erhält 3 fl. Belohnung. perarbeitenden Feinſtes unnd die vorſch ungariſches Bartwachs an die betreffef (1257) in blond, braun und ſchwarz;! Friedb Stange 9 kr. bei Friedberg. P. F. Schmittner. Musica sacra. 4 2 (1238) Dem muſikliebenden Publikum dien Jetreffend; zur Nachricht, daß der Herzoglich Luccaiſche Hofcapellmeiſter, Herr Homeyer, eben hier weil Sie w und im Laufe dieſer Woche ein geiſtliches Or bald aufſtell gelconcert mit Geſangvorträgen älterer Mein ad aufſtelle in der Stadtkirche zu geben beabfichtiget, wozu hangen laſſen. ihm der verehrliche Kirchenvorſtand die Erlaub, Fried niß wohl nicht vorenthalten wird, um ſo mehr als ein Theil der Einnahme zum Beſten det Kirche beſtimmt iſt. Wir hatten vor zwei Jahren Gelegenheit dieſen Künſtler in hieſtger Stadtkirche zu hören und dürfen wohl ſagen, daß er ſich der allgemeinen Anerkennung ſeiner Leiſtungen in hohem Grade zu erfreuen hatte. Ein eignes Programm enthält das Nähere. Eiſenbahnfrachtbriefe (1259) ſind vorräthig bei 9 dekkffnd: Ver! Das erl um Brant gung hiermit Sie we Friedbe Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. C. Bindernagel.