ter durch. keirche: . N. 1 kirche: el f — 192 1 1 e 1 5 Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen 8 im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. 33. Mittwoch den 28. April 1852. Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 8. enthält: 1) Bekanntmachung, die Verordnung über die Verkündigung gerichtlicher Anzeigen in der Provinz Rheinheſſen betr. —) ueberſicht der für das Jahr 1852 genehmigten Umlagen zur Beſtreitung der Comunalbedürfniſſe in den Gemeinden des Regie- rungsbezirks Worms.— 3) Ordensverleihungen: Hofkammer⸗ ſecretär Pfnor das Ritterkreuz und Invaliden Frank aus Rüdings⸗ hain das ſilberne Kreuz des V.⸗O. Philipps des Großmüthigen.— 4) A. h. Erlaubniß zur Annahme fremder Orden: Ritt⸗ meiſter Scheerer in der Gendarmerie und Miniſteriglrath Maurer für den k. preuß., rothen Adlerorden dritter Claſſe; Oberſt und Gene— ral⸗Adjutant v Trotha für das Commandeuxkreuz des k. hannov. Guelphenordens.— 3) Patent und Privilegium: Fabrikant James Black zu Edinburg erhält auf 5 Jahre das ausſchließliche Recht für die von ihm erfundene Maſchine zum Falten von Papier, Tuch und ſonſtigen Stoffen während dieſer Zeit; Buchhändler Johann Wirth Sohn in Mainz für das in ſeinem Verlage erſcheinende Bild des Hrn. Biſchofs Freiherrn von Ketteler zu Mainz ein 10jähriges Privilegium, daß das erwähnte Bild weder nachgedruckt, nachgeſto⸗ chen, nachlithographirt, oder in ſonſtiger Weiſe, im vergrößerten oder verkleinerten Maßſtabe, nachgebildet, noch in anderwärts nachgedruck⸗ ten, nachgeſtochenen oder nachlithographirten Exemplaren verkauft werden darf.— 6) Dienſtnachrichten. Am 16. Januar der Ad⸗ miniſtrativjuſtiz⸗ und Lehn⸗Hof⸗Director Goldmann zum 1. Mit⸗ glied und der Regierungsrath br. Hardy zum Mitglied bei der Oberpoſtinſpeetion ernannt; ferner Amtsdiener bei dem Nebenzoll⸗ amte zu Bingen Fries zum Amtsdiener bei dem Hauptzollamte zu Mainz ernannt. Am. 17. dem Schulvicar Storck zu Umſtad, R.⸗B. Dieburg, die reform. Schullehrerſtelle daſ., und am 19. dem Pfarrverweſer Schaum zu Romrod die evang. Pfarrſtelle zu Nierſtein, R.⸗B. Mainz, ſodann am 24. dem Schullehrer Kilian zu Birkenau die 1. kathol. Schullehrerſtelle zu Eppertshauſen, R.⸗B. Die⸗ burg, übertragen. Am 29. Corporal Götz zum Amtsdiener bei dem Nebenzollamte zu Bingen ernannt.— 7) Militärdienſtnachrich⸗ ten: Am 5. Nov. iſt der Protocolliſt, Canzleiſecretär Römer, zum Kriegsregiſtrator ernannt, dem Kriegscanzliſten Becker der Charak⸗ ter als Canzleiſecretär erheilt, ferner der Acceſſiſt Schneider bei dem Kriegsrechnungsbureau zum Rechnungsprobator dabei befördet worden. Am 19. iſt der Corporal Becker im G.⸗R. Chevauxlegers zum Lieute⸗ nant in dieſem Regement, und am 20. der penſionirte Lieutenant v. Kreß zu Offenbach zum Lazarethverwalter zu Friedberg ernannt worden. Am 1. Jan. haben Se. Königl. Hoheit der Großherzog dem Generalmaſor Pfaff, Commandanten der Reſidenz in beſonderer Anerkennung ſeiner langjährigen und guten Dienſtleiſtungen, den Cha⸗ rakter als Generallieutenant zu ertheilen geruht.— 8) Am 13. Nov. 1851 iſt der Lazarethverwalter zu Friedberg, Hauptmann Fuhr, wegen ſeiner durch Augenleiden herbeigeführten Dienſtunfähigkeit in den Ruheſtand verſetzt worden.— 9] Erledigt ſind: die 2. ka⸗ thol. Schullehrerſtelle zu Obermörlen, R.⸗B. Feiedberg, mit jährli⸗ chen 300 fl. und 30 fl. für Heitzung des Schullocals; die evang. Schullehrerſtelle zu Gethürms, R.⸗B. Alsfeld, mit jährlichen 412 fl. nebſt 20 fl. zur Heizung des Schullocals; die Stelle eines Kanzlei— dieners bei der Gr. Rechnungskammer.— 10) Geſtorben iſt: 22. Nov. der penſ. Oberſt Senkenberg zu Darmſtadt; 27. Dec. der penſ. Stabsarzt Dr. Joſt zu Großbieberau; 12. Jan. der evang. Pfarrer Römheld zu Büdesheim, R.⸗B. Friedberg. Nr. 9 enthält: Inſtruction, die Beſchäftigung und Ueber⸗ wachung der Gerichts⸗Acceſſiſten in der Provinz Rheinheſſen betr.— 2) Ueberſicht der in dem Jahre 1831 durch die Gr. Gendarmerie ge⸗ ſchehenen Arreſtationen und Denunciationen.— 3) Bekanntmachung, die Extrapoſtentfernung zwiſchen Büdiagen und der Kurfürſtlich Heft Poſtſtation Neuherberge detr.— 4) Dienſtnachrichten. Am 19. Jan. wurde der Baucandidat C. Schredelsecker aus Horchheim zum Kreisbau⸗ meiſter für den Baubezirk Michelſtadt ernannt; 19. Jan der Steuer⸗ commiſſäar, C. N. H. Jäger zu Großgerau zum Steuereommiſſär des Steuerbezirks Romrod, der Steuercommiſſär C. Köſter zu Vöhl zum Steuercommiſſär des Steuerbezirks Bensheim und der Acceſſiſt bei dem Secretariate der Oberſteuer Direction T. Schweisgut aus Vöhl zum Steuer commiſſär des Steuerbezirks Großgerau ernannt; 20. Jan, der Geometer 1. Elaſſe W. Stein aus Büdingen zum Steuer⸗ commiſſär für den Steuerbezirk Heppenheim; 21. Jan. der Acceſſiſt bei dem Secretariate der Ober-Steuerdirection G. Sommerlad aus Selters zum Steuercommiſſär für den Steuerbezirk Herbſtein; 22. Jan. der Geometer 1. Claſſe und Kataſtergehülfe R. Lich dahier zum Steuercommiſſär für den Steuerbezirk Michelſtadt und 23. Jan. der Geometer 1. Claſſe Ph. Rau aus Gellers zum Steuercommiſſär für den Steuerbezirk Vöhl ernannt; 29. Jan. der Forſteandidat W. Zeitz dahier zum Regiſtrator bei der Ober⸗Forſt⸗ und Domänen-⸗Direction ernannt; 5. Febr. der Acceſſiſt bei dem Secretariate der Ober-Steuer⸗ direction A. Fabricius aus Arnsburg zum Secretär bei der Zolldi⸗ rection ernannt.— 5) Verſetzung in den Ruheſtand. Am 15. Jan. wurde der Revierförſter C. Launſpach zu Hattenrod in den Ruheſtand verſetzt. 5 Nr. 10. enthält: 1) Bekanntmachung des Gr. Finanzminiſte⸗ riums vom 26. Februar, die Waarencontrole im Binnenlande betr. — 2) Bekanntmachung des Großh. Juſtizminiſteriums vom 10 Febr., die Verification der Civilſtandsregiſter der Provinz Rheinheſſen für das Jahr 1850 betr. Der Welt Cauf. Von W. O. v. Horn. Sieht man ſo manchmal, ſagte der Schmiedjacob, wie's in der Welt zugeht, ſo meint man, man müſſe drein ſchmeißen und ſchlagen! Das kommt aber Unſereinem nicht zu und man muß es dem überlaſſen, der geſagt hat: „Mein iſt die Rache, ich will vergelten!“ Und der thut's auch, das hab' ich oft und auch in der Geſchichte erlebt, die ich Euch jetzt erzählen will. Es gibt Haushaltungen, von denen im Dorfe faſt Niemand plaudert. Bei meiner Seele! das ſind die übel— ſten nicht; ich mochte vielmehr ſagen, es ſeien durchweg die beſten. Da geht's ſo ſtille, ordentlich und gottes fuͤrchtig her, daß auf die Zähne, auf denen Haare wach⸗ ſen, kein Biſſen zum Zerbeißen kommt. So hab' ich eine gekannt. In der Kreuzgaſſe zu Oberndorf ſteht noch heute ein ſchönes Haus mit Hof, Scheuer und Stallung, ſo gerän— — 8 ig und tüchtig, wie wenige im Dorfe. In der Zeit, 9 Der Jacob ſagt da J * 355 5 ſie mitſammen dem Mädchen entgege 1 von der ich reden will, bewohnte dies Haus ein dicker Bauer, aber, wie geſagt, ein ſtiller Mann. Er hatte zwei Kinder, einen Sohn, der Jacob hieß, und eine Tochter, die ſie Ammichen, was eigentlich Annemariechen hieß, rie— fen. Die Mutter lebte auch noch und war ein Muſter einer fleißigen Hausfrau. In dem Hauſe, ſo meinte man, gingen ſie Alle auf den Strümpfen, ſo ſtille war's. Man hörte kein Poltern, Schimpfen, Fluchen, und doch redeten die vier Leute recht viel mit einander, weil ſie ſich lieb hatten. Da klappte Alles in einander. Niemand, ſtorte den Andern, da Jeder wußte, was er zu thun hatte, und dem Andern in die Hände arbeitete. f Es gibt halt Leute, die meinen, wenn nicht gelärmt, geſchrieen und haſſelirt würde, ſo ging's nicht und könnte nicht gehen; aber da hab' ich's recht klar erkannt, daß man mit dem ſtillen Weſen viel weiter und eher dahin kommt, wohin man will. Dem Peter Ackermann gelang Alles, und er war, obgleich er viel zu thun hatte, doch immer eher fertig, als die Schreier und Lärmmacher. Was mir aber im Hauſe am Beſten gefiel, das war die Kinderzucht. Alles geſchah aufs Wort! Niemals hörte ich ſchelten oder poltern. Der Sohn, der Jacob, war ein ſtiller, fleißiger Burſch. Er kam in kein Wirthshaus, ſpielte nicht, und Jedermann hatte ihn lieb, weil er höflich und manierlich war. Das Ammichen war ein gar lieblich Mädchen, fleißig und ſanft, kein Putzaff und keins, das oben hinaus wollte. Die war ganz dazu gemacht, einen Mann recht glücklich zu machen. Einen eigentlichen Schatz hatte ſie nicht. Sie war eben auch noch jung und kam nicht viel heraus. Dazumal kam ein Förſter ins Dorf, der hier bei dem alten Förſter Gotthelf den Dienſt im Wald erlernen ſollte; denn er war ſchon in Sachſen in einer Lehranſtalt geweſen; ich glaube, in der Stadt Freiberg. Dort hatte aber der Wildfang wenig gelernt. Er gehörte einer reichen und vornehmen Familie an, hatte aber nirgends recht gut gethan. Wie es zuging, weiß ich nicht, aber er war bald ein Freund von Jacob. Die Zweie paßten eigentlich inwendig nicht zu einander und doch wurden ſie Freunde; ja, es ſah ſo aus, als habe das Herrchen die Hörner abgelaufen und wolle nun anfangen, jochbändig zu werden; denn er führte ſich gut auf, wie Gotthelf ſagte. Man konnte ihm im Dorfe auch gar nichts Unebenes nachſagen. Er ging mit dem alten Gotthelf ins Laub, überwachte die, Holzhauer, die Lohſchäler und taxirte das Holz, ſchoß auch einmal ſeinen Rehbock aufs Blatt, daß es eine Art hatte. In der Zwiſchenzeit ſaß er hinter ſeinen Büchern. Der alte Gotthelf ſagte zum alten Ackermann, zu dem er bisweilen kam: Ich begreif's nicht, was die Leute woll— ten! Der junge Woltersdorf ſoll abſolut ein Erztaugenichts ſein, und ich kann's doch gar nicht begreifen. Der iſt ſo zahm, wie ein Lämmchen, und ſo fleißig und brav, wie ich mir nur einen Menſchen wünſchen mag; verſteht auch Etwas und nimmt gerne Lehr an. Ihr könnt Euern Jacob ohne Sorge mit ihm gehen laſſen. Seit ungefähr einem Monat war der junge Wolters⸗ dorf da und grad ſo lange war Ammichen bei ſeiner Goth, des Müllers Frau zu Abtsdorf, die gar ſehr lamentirt hatte, daß Vetter Ackermann das gute Kind einmal ſollte einige Zeit bei ihr zu Beſuch laſſen, denn ſie hatte eine Tochter gehabt, und die war ihr geſtorben. Nun war es Zeit, daß das Mädchen ſollte zurückkommen. Sie wollte nicht fahren, ſondern gehen, ſo ſehr auch die Goth, die Muͤllersfrau, abrieth. Dem Jacob hatte ſie ſagen laſſen, er ſolle am nächſten Dienſtag bis da und da hin ihr ent⸗ gegen kommen, ſie werde um vier Uhr Mittags etwa da ſein. —— 1 36. 2 9 5 Als ſie an die bezeichnete Stelle kommen, ſehen ſie Niemand, aber des Jägers Hund gibt Laut. Sie treten endlich um einen Haufen Büſche, in deren Mitte eine uralte Eiche ſteht, und ſiehe da, am Fuße derſelben ſitzt Ammichen. eingeſchlafen. 5 Der Jacob ſah ſie zuerſt und winkte dem Jäger. St. rief er leiſe, mache mir ſie nicht wach! Der tritt denn raſch, aber ganz leiſe herzu und ſieht das Mädchen. 3 9 4 Man mochte aber auch ſelten etwas Lieblicheres und Schöneres ſehen, als das holdſelige Mädchen, wie es ſo am Stamme des Baumes ſaß und dawider lehnte. Das ſchöne Köpfchen, das ausſah, wie der Kopf eines ſchuld— loſen Engels, wurde von dem rechten Arme geſtützt, deſſen Ellenbogen auf der geflochtenen Strohtaſche ruhte. Die Linke lag auf ihrem Schooße und hielt ein Sträußlein ſchöner Wieſenblumen. Sie lag halb, halb ſaß ſie im ſchwellenden Mooſe, das den alten Eichbaum umgab. Die beiden jungen Leute ſtanden eine Weile da und ſchauten das ſchöne Bild an, denn ſo kam's ihnen vor und der eigene Bruder mußte ſagen, daß Ammichen ganz geeignet war, es einem jungen Burſchen anzuthun, und, was er dachte, das war ſchon bei Einem geſchehen, der ganz nahe bei ihm ſtand. Der junge Jägersmann war, wie man zu ſagen pflegt, ganz aus dem Häuschen, rein weg. Das Herz in der Bruſt ſchlug ihm Generalmarſch, und doch wünſchte er, das Mädchen müſſe noch acht Tage ſo fortſchlafen und er ſo daſtehen und ſie betrachten, und er hätte es gethan, und wenn die Frevler den ganzen Forſt umgehauen hätten. Sie würden ohne Zweifel auch noch lange ſo dage⸗ ſtanden haben, wäre es dem Hunde nicht langweilig ge⸗ worden. Der wollte jagen und gab an der Koppel Laut. Sie mußte müde geweſen ſein, denn ſie war Das Mädchen erwachte, ſprang voll Schrecken auf und ſtand nun, hocherröthend, por ihnen.“ Den Schrecken Ammichens könnt Ihr Euch vorſtellen, als es den hübſchen, aber wildfremden Förſter erblickte. Sie konnte ſich gar nicht faſſen. Erſt, als ſie ihren lieben Bruder ſah, legte ſich ihre Angſt. Sie reichte ihm ihre Hand und ſagte: Warum haſt du mich ſo erſchreckt? Der Woltersdorf merkte wohl, daß das auf ihn zielte, und ſo ein Stadtfinke weiß Triller zu ſchlagen. Er nahm das Wort, planderte ſo zuckerſüß, ſagte dem lieben Mäd⸗ chen ſo viel Schönes, daß der der Kopf ganz toll wurde; aber bös konnte ſie nicht werden, dafür plauderte er zu lieb und auch zu geſcheidt, denn man meinte, man höre aus einem Buche vorleſen.— Er geſtel ihr über die Maßen gut, und, da er oft ins Haus kam, Abends das Horn ſo wunderſchön blies, alle Tage beſſer, Sie lag oft bis ſpät in die Nacht im Fenſter und hörte den herr⸗ lichen Weiſen zu, die er blies, wenn die Stille der Nacht die Töne herübertrug vom Forſthauſe. Wie er erfuhr, daß ſie Abends im Fenſter liege und ihm zuhorche, weiß ich nicht; genug er erfuhr's und die Folge war, daß er her⸗ beiſchlich und ein Stündchen und noch eins mit ihr ver⸗ plauderte, und das gefiel Ammichen noch beſſer, als das Hornblaſen. Kurzum, ſie war in ihn verſchamerirt und er in ſie!— N (Fortſetzung folgt.) gründen, Zuglich werd zin genannten g. ian zu bilden be ß im Termine Mitiwoc 90 ſahier anzuzeigen 0 ſie bel R Fiume deſſchber flit ihren Anſpt Oroßkarbe Edie (669) Ueber d rs Jakob Kreu gretha, geboren r formelle Con zn demnach sah wohl die bis) Aifgepdert, zur Jordeungn un Naſſecurasors if Mawog A Vermeidung lusſchluſſes va scheinen. Au eſchlage gem in der Mehrz faßt werdend getreten erach Großkarbe Iruchtverſte Do d* 2 dem Jiget eile da und en vor und lichen ganz udun, und, ſcheſen, der mann war, ischen, rein neralmarſch, 9 acht Tage achten, und ganzen Fayf de ſo dage⸗ ugweilig ge⸗ doppel Laut. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. dN NN 3 2 2 Das Soolbad zu Nauheim N in der Wetterau (622) wird in dieſem Jahre den 1. Mai er⸗ öffnet werden. Die ärztliche Praxis bei dem Bade wird von dem Phyſikus Dr. Bode und dem praktiſchen Arzte Ur. Ehrhardt ausge⸗ übt. Wundärztliche Hülfeleiſtung wird ſich außer dem erſtgenannten Arzte auch der Amtswund⸗ arzt Bechtold unterziehen. Logisbeſtellungen im Badehauſe ſind zeitig an die Soolbade⸗ Inſpection zu richten, die auch jede andere etwa gewünſchte Auskunft bereitwilligſt ertheilen wird. Nauheim den, 16. April 1852. Kurfürſtliches Salzamt K. Engelhardt. F. Schreiber. R. Ludwig. Avenarius. Oeffentliche Bekanntmachung. (668) Es wird hiermit zur öffentlichen Kennt niß gebracht, daß der Philipp Jacobi, ledig, Sohn des Philipp Jacobi J. von Rodheim, für emen Verſchwender erklärt worden iſt, daß ihm in der Perſon des Philipp Jacobi IV. und Philipp Reeb von Rodheim zwei Curatoren beigegeben worden ſind und daß alle Rechtsgeſchäfte, welche ohne Zuſtimmung der beſtellten Curatoren mit dem gedachten Philipp Jacobi, ledig, fernerhin abgeſchloſſen werden, weder für ſolchen noch für deſſen Curatoren eine Rechtsverbindlichkeit be— gründen. Zugleich werden alle Diejenigen, welche an den genannten Philipp Jacobi, ledig, Forderun⸗ gen zu bilden haben, aufgefordert, ſolche ſoge⸗ wiß im Termine Mittwoch den 26. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr, dahier anzuzeigen und näher zu begründen, als ſonſten ſie bei Regulirung der Vermögensver⸗ baltniſſe deſſelben nicht berückſichtigt, vielmehr mit ihren Anſprüchen ausgeſchloſſen werden. en auf und h vorſtellen, zer erblickte. ihren lieben te ihm ihre chreckt? f ihn zielte, „ Er nahm lieben Mäd⸗ toll wurde; werte er zu e, man höre yr über die Abends das er, Sie lag ne den hert⸗ le der Nacht erfuhr, daß e, weiß ich daß er hen nit ihr vel r, als dab amerirt un — Großkarben den 21. April 1852. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. üäger⸗ Bötticher. Edicetalladung. (669) Ueber das Vermögen des Bäckermei⸗ fers Jakob Kreuder und deſſen Ehefrau Mar⸗ garetha, geborene Becker, zu Großkarben, iſt der formelle Concurs erkannt worden. Es wer⸗ den demnach ſämmtliche Gläubiger und zwar ſowohl die bis jetzt bekannten als unbekannten aufgefordert, zur Anzeige und Begründung ihrer Forderungen und Vorzugsrechte, Wahl eines Maſſecurators und Glaäudiger⸗Ausſchuſſes ꝛc. Mittwoch den 9. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung des ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Concursmaſſe dahier zu erſcheinen. Auch ſollen im Termin Vergleichs⸗ vorſchläge gemacht und die Ausbleibenden den von der Mehrzahl der erſcheinenden Gläubiger gefaßt werdenden Beſchlüſſen als ſtillſchweigend beigetreten erachtet werden, Großkarben am 19. April 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius. Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (670) Mittwoch den 5. Mai d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, kommen dahier zu Friedberg in dem Gaſthauſe zum Maulbeerbaume von den 185 lr fiscaliſchen Fruchtvorräthen des hieſigen Speichers in kleineren Parthien zur Verſteige⸗ ung: 10 Malter Waizen, 70 Malter Korn und 20 Malter Gerſte. Friedberg den 16. April 1852. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bau ß. 137 Main ⸗Weſer⸗ Bahn. (671) Montag den 3. Mai l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen auf dem Bauplatz im Ro⸗ ſenthal dahier mehrere Parthien Brennholz, Zimmerſpäne ꝛc. ꝛc. an den Meiſtbietenden ge⸗ gen baare Zahlung öffentlich verkauft werden. Friedberg den 22. April 1852. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Holzverſteigerung. (672) Montag, den 3. Mai l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, im Straßheimer Hübnerſchafts⸗ walde anfangend, werden an den Meiſtbietenden verſteigert: 1. aus Diſtrikt„Straßheimer Hüb⸗ nerſchafts wald⸗ 5055 Stück Eichen- u. Birkenwellen; 2. aus den Diſtrikten oberer u. un⸗ terer Theil des Straßheimer Wal⸗ des, ander Straße, am Haſſelecker Weg eu. Kreuztannenwald⸗ 11 Stamme Eichenwerkholz= 126 Kubikf. u. 5 Nadelbauholz— 118 Kubikfuß; 3. aus Diſtrikt ober der Querſchneiſe 11287½ Stück Nadel, 7725„ Birken⸗ u. Wellen, 50„ Weiden⸗ 50„ Birkenſtangen und 50„dergl. ſtärkere Nutzgerten; 4. aus Diſtrikt„am Saan“ 1675 Stück Nadelwellen und 7000„ dergl. Bohnenſtangen. Sämmtliches Holz iſt nummerirt u. kann täg⸗ lich eingeſehen werden. Bei ungünſtiger Witterung wird die Verſtei⸗ gerung nicht an Ort und Stelle, ſondern im hieſigen Wirthshauſe abgehalten. Ockſtadt, den 22. April 1852. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. 1859 Gulden (673) können im Juni l. J. zuſammen, oder auch getrennt, aus der Kirchenkaſſe zu Groß- karben entliehen werden. Großkarben am 19. April 1852. Der Kirchenvorſtand daſ. Bekanntmachung. (67) Mittwoch den 26. Mai l. 3., Nach⸗ mittags 2 Uhr, ſollen dem Gemeindediener Adam Bommersheim zu Dornaſſenheim ein Wohn⸗ haus und zwei Grundſtücke auf dem Rathhauſe daſelbſt verſteigert werden. Reichelsheim den 23. April 1852. Herz. Naſſ. Landoberſchultheißerei Hildenbrand. Bekanntmachung. (675) Samſtag den 22. Mat l. J., Nach⸗ mittags 2, Uhr, ſoll ein der Folgende 5 5 aſſenheim gehöriger Acker von 1 Morgen 128 Ruthen— die Ellern genannt— in der Ge⸗ meindeſtube daſelbſt öffentlich verſteigert werden Reichelsheim den 21. April 1852. Herz. Naſſ. Landoberſchultheißerei Hildenbrand. Holzverſteigerung. (676) Mittwoch den 5. Mai d. J., Morgens 9 Uhr anfangend, wird in dem Gemeinde⸗ wald zu Niedermörlen nachbenanntes Holz in folgenden Schlägen öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert: a) im Schlag Ro. VII.: 1350 Wellen Aspen⸗ ꝛc. Reisholz, b) im Schlag No.» III.: 2179 Wellen Aspen⸗ ꝛc. Reisholz, 38 Gebund Ginſtern, c) im Schlag No. IX.: 325 Wellen Aspen- ꝛc. Reis holz, 25 Gebund Ginſtern, d) im Schlag No. XIV.: 15 Wellen Nadel⸗Reisholz, ½ Stecken„ Stockholz, 6 Stämme„ Stammholz, 27¼ Cu- bikfuß enthaltend, e) im Schlag No. XVIII. ½ Stecken Birken⸗Stockholz, 69 Wellen Birken⸗ u. Eichen⸗Reisholz, 75„ Aspen⸗ u. Nadel⸗„ Der Zuſammenkunftsort iſt am Forſthaus Winterſtein. Niedermörlen den 24. April 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter De y. Privat- Bekanntmachungen. Ftuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchafk „Colonia.“ (677) Folgendes ſind die Reſultate der in der am 3. April d. J. ſtattgehabten General⸗Verſammlung abgelegten Rechnung für das Jahr 1851: Grund⸗Capitall Geſammte Reſerven. Prämieneinnahme fur 1851 Zinſen⸗Einnahmemne 1,226,677 125,151 5,250,000 Gulden 1,725,195„ 1,351,828„ Die am 31. Dec. 1851 laufende Verſicherungs-Summe betrug 585,039,749 Gulden. Vollſtändige Abſchluͤſſe liegen bei dem Unterzeichneten zur Mittheilung an Jeden, der ſich für die Anſtalt intereſſirt, bereit. Friedberg im April 1852. Ehriſtian Hecht, Agent der„Colonia.“ Z um Au glei p en. (678) 500 fl. bis 1000 fl. Curatelgelder hat gegen genügende hypothekariſche Sicherheit aus⸗ zuleihen Friedberg den 25. April 1852. Bu ß. Verloren. (679) Verfloſſenen Donnerſtag wurde auf der Breitenſtraße ein Frauenzimmerzeugſchuh ver— loren; der redliche Finder wird gebeten den⸗ ſelben gegen eine Belohnung bei Polizeidiener Seibert abzugeben. — 138— 9 1 a 175 N e- Tork, Ballimore, Ouebec ö Philadelphia, Nei- Orleuns, Temas, Australien Q cc. Zu den reellſten Preiſen, und ab Bremen ein⸗ ſchließlich guter und reichlicher Beköſtigung. (625) Zur Ausfertigung bündiger Schiffs⸗Contraete, empfiehlt ſich, beſte und pünktliche Befoͤrderung zuſichernd, der von dem obrigkeitlich angeſtellten und beeidigten Schiffs⸗Makler F. W. Bödecker jun. in Bremen Bevollmächtigte F. C. A. Römheld, in Fraukfurt a. M., Fahrgasse No. 1, an der Brücke. Für diejenigen Perſonen, welche nach den nordweſtlichen Staaten Amerika's zu reiſen beabſichtigen, z. B. Buffalo, Chicago, Detroit, Cleveland, Milwaukie und Jowa, iſt es zweckmäßig und viel billiger ſich nach Quebec einzuſchiffen, wo ſie von dem Bremer Conſul empfangen und nach den benannten Plätzen billiger als von Newyork befördert werden. Waaren⸗ Empfehlung. (680) Unterzeichnete empfehlen ihr Lager, welches reichhaltig aſſortirt iſt, mit Niederländer und Sächſiſchem Tuche und Bookskin, Caſemir, Pique, Sammt, ſeidenen und halbſeidenen Weſtenſtoffen, wollenen, halbwollenen, baumwollenen und leinenen Hoſenſtoffen, Thibets, Orleans, Lüſtre, wollenem Atlas und ſchottiſchen Zeugen, Mouſſelin de laine, Kattunen, Druckzeugen, Napolitain, Endien, Schuhlaſting, Pariſer Schuhzeug, baumwollenem und halbſeidenem Sammet, glatten und geſtreiften Flanellen, Bettbarchent, Zwillch, baumwollenem und leinenem Bettzeuge, Pique, Shawls, Halstücher, Taſchentücher, Baumwollbieber, Bielefelder, Schleſinger und Lederleinwand, Shirting, Baumwolltuch, grauem und weißem Neſſel, Haus⸗ macher Leine, Futterzeugen und noch weiter in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln, mit Zuſicherung reellſter und billigſter Bedienung. Gebrüder Strauß, Judengaſſe No. 194, in dem vormals Battenberg'ſchen Hauſe. durch ein herzliches Lebewobl. Geſuch. (652) Ein junger Menſch welcher die Kü⸗ ferprofeſſion erlernen will, kann ſogleich in die Lehre treten bei Echzell. Küfermeiſter Reun ing. Empfehlung. (662) Bei Unterzeichnetem ſind alle Arten Saatfrüchte, als: Wicken, in⸗ ſectenfreie Erbſen, deutſcher, Lu⸗ zerner und weißer Kleeſamen in beſter Oualität zu haben. Butzbach den 20. April 1852. Moſes Mayer. Ge ſ u ch. (681) Ein junger Mann, 26 Jahre alt, wel⸗ cher auf einem Oeconomiegute erzogen iſt, die Oeconomie gründlich erlernt hat und die beſten Zeugniſſe vorzeigen kann, ſucht bei einem Oeco⸗ nomen als Gehülfe ein Unterkommen. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. 3wei Bau ſtäm me, (682) wovon der eine 79, der andere 177 Cubikfuß enthält, hat zu verkaufen. Florſtadi. Jacob Schmidt. No. 105 (683) bat bei Chriſian Müller in Aſſenheim ö den Schreibſecretär gewonnen. Zu derm ien. (684) Zwei möblirte Zimmer, wobei auf Verlangen auch Koſt gegeben werden kann, ſind zu vermiethen. Wo? ſagt die Exped. d. Blies. (685) Die gegen Kopfleiden aller Art vielfach bewährten Aechten Ohren-Mlagnete (à Paar mit Gebrauchs⸗Anweiſung in eleg. Carton 1 Thlr.) 5 ſowie die mit vielem Nutzen gegen Schreib⸗ krampf, Zittern und Schwäche in den Händen anzuwendenden Goldberger'schen ther mo⸗electriſchen Finger⸗Ringe (à Stück mit Gebr.⸗Anw. Prima: 1 Thlr., Secunda: 20 Sgr.) ſind ſtets ächt zu haben bei Friedberg. P. F. Schmittner. Zu verkaufen. (686) 60 Malter Kartoffeln hat zu verkaufen Friedberg. J. Vorbach. Dankſag ung. (6877) Für die eben ſo freundliche wie zahl⸗ reiche Theilnahme, welche von den Bewohnern Friedbergs und der Umgegend bei der heute ſtatt⸗ gehabten Beerdigung unſeres theuren Gatten und Vaters, des Großh. Profeſſors und Stadtpfar⸗ rers Dr. Fertſch, auf eine uns ſo erhebende Weiſe an den Tag gelegt wurde, ſagen hiermit den wärmſten Dank Friedberg den 25. April 1852. Die Hinterbliebenen. Scheide gruß. (688) Allen Freunden und Bekannten, von denen ich nicht perſönlich Abſchied genommen, ſage ich bei meiner Abreiſe nach Amerika hier⸗ Nauheim den 25. April 1852. Lebe wohl. (689) Bei unſerer Abreiſe nach Amerika ſagen wir allen unſeren Freunden und Bekannten ein herzliches Lebewohl. Rödchen den 23. April 1852. Jobannes Reimer, Chriſtian Krauch. Kirchweihfeſt. (690) Sonntag den 2. und Montag den 3. Mai, alſo Anfangs des ſchönen Monats, in welchem die Natur ihre Blumenausſtellungen hält, in welchem die Haine und Lauben grünen, die Nachtigallen ſchlagen, die Vöglein ſich paa⸗ ren— unmittelbar nach der verhängnißvollen Walpurgisnacht— wird unſer, in der Nahe und Ferne ſchon lange renomirtes Kirchweihfeſt gefeiert, wozu ich hiermit alle Freunde und Freundinnen des geſelligen Vergnügens höflichſt und feierlichſt einlade. Die neue Einrichtung in meinem Saale, wo man jeßt von einem Punkte aus Alles über⸗ ſehen kann, die getroffenen Reſtaurationsan⸗ ſtalten mit guten Speiſen und Leckerbiſſen aſſor⸗ tirt, die Auswahl der feinſten deutſchen, fran⸗ zöfiſchen und ſpaniſchen Weine, das beliebte Kaicher Muſikkorps— Alles dies berechtiget mich zu der Hoffnung, daß keiner meiner ver⸗ ehrten Gäſte mein Etabliſſement unbefriedigt verlaſſen wird. Indem ich ſchließlich nun noch auf die dieſes⸗ mal zur Ausführung kommenden neuen Tänze: Eheſtandsfreuden⸗Galloppade, Verlobungswal⸗ zer ꝛc. ꝛc., ſowie auf das, Montag Nachmittags, ſtattfindende Vocal⸗Concert der Alpenſänger, Gebrüder Tagliani aus Winterthur, aufmerk⸗ ſam mache, ſehe ich recht zahlreichem Zuſpruch entgegen. Niederwöllſtadt den 25. April 1852. Philipp Speck, Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel Gaſtwirth in der Klapper⸗Eck. in Friedberg. Konrad Aletter. 1 15 — Bekannm Güte! 335) Den 105 in len Antrag Sonrad Kopp d flick in du e gefahr 34 Mor und bon vort öffentlich melt Hedingungen v driedberg Fr uch 36) Olen 1 um 2 l von den Fruc menfonds dahli 0 Malter& ieiſtbietend ve driedberg Ituchtver (67100 M mittags 10 f. in dem Gaß den 1851t fi Speichers ir rung: 10 und 20 Mal Friedber Der Gr. Rer 7 Mai (67) Nos tags 9 Uhr, Feathal dable Ammerſpäne den baate 90 Jriedber, Der