Intelligenz-Blatt 8 fuͤr die — 2 Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, * 8 b 5 k 3 b 0 den Regierungsbezirk Friedberg 40. 9 50 Ju. im Beſonder en. el N38 2 1 Mi 1100 2 S. Mittwoch den 28. Januar 1852. 2 12 18. — Dis„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ erſcheint jeden Mittwoch und Samſtag. Der Abonnementspreis, welcher i 2. ffets bei ver Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt, bei der Expedition 1 fl. 12 kr., für/ Jahr 40 kr.— bei allen zum Fürſtl. Thurn und F ee et n e 1 17 e Verfügung pr. 955 5. 2 und pr. Semeſter 45 kr. Jan. f 8 00 Du e ſehr ſtarke Auflage des„ igen e en Anzeigen der verſchiedenſten Art die vortheilhaft In. Verbreitung. Die Einrückungsgebühren beiragen für die geſpaltene Petitzeile, oder deren Raum 2 kr., die beiden erſten Zellen 1. 5 * Genz. werden Triedb und ein Beleg mit 2 kr. berechnet. Die E 8 8 em edberg. ie 0 ition i 4 8 Fri g xpedition des Intelligenzblattes 0 9557 f i ü 8 i a 0 7016 Bürſchchen zu ſtolz. Er mochte, wie man am Rheine ſagt I A m t. l ch er T 0 41. dem N die Gonne nicht anthun. Sollte er zurück ——— 0 5 5 a 2 a kehren? O nur nicht! flüſterte ihm ſein Leichtſinn und e u—. e ee ſeine Einbildung in's Ohr; bei deinen Talenten ſteht dir ö Bub,. urg te 5 9 die ganze Welt offen. Du wirſt dir deine Bahn ſchon b als Mäkler mit Getraide, Hülſenfrüchten und Kartoffeln brechen! Die gebratenen Tauben werden dir friſ anuar. LTonceſſionirt und verpflichtet worden iſt. 0 N 9 A e e ee 5 l in's Maul hineinfliegen, das kann einem Menſchen, wie — Friedberg den 20. Januar 1852. a du biſt, nicht fehlen! g ed⸗ Buß ⸗ Großh. Heſſ. Regierungs-Commiſſion 55. 5 —. 85 Reglerungsbezirks Friedberg N g man nicht, das Kerlchen habe Anno 1849 P. k. 5. Ouvrier. Man ſollt's glauben; denn heute kommen die Buben 1 0 l 8 alle mit hohen Verdienſten, und, was auch was iſt, ge— 21902 Zwei harte Steine mahlen ſelten reine. ſcheidter auf die Welt, als ihre Väter, die alten Eſel, 14 Eine Geſchichte von W. O. v. Horn. ſind!— Lth.(Fortſetzung.) 5 Kümmert Euch nicht um mich! rief er zornig dem 7 107 Greiſe zu. Junger Menſch, ſagte der ruhig; ich hab' mehr Trotzköpfe geſehen, die das Elend mürbe machte und zahm' wie Lämmer; aber der liebe Gott mußte ſie in 2 war, wie wenn der erſte Regen bei wechſelndem Wetter im Winter fällt. Die Erde iſt noch hart gefroren und nimmt ihn nicht auf. Er erweicht nicht, ſondern gefriert zu Spiegeleis oder, wie man's auch nennt, Glatteis. f So prallte das Wort des Mannes, der ihn anfäng⸗ ider lich durch ſeine Erſcheinung erſchreckt hatte, an dem Trotz⸗ 1 5 klopfe ab. Sollte er zurückkehren? O nein, da war das —:— die Schule des Elends nehmen, bedenkt das! Ihr 26% wart, wie ich aus Euren Reden entnehme, was man ſo —— einen böſen Buben nennt. Geht heim und bittet Euren = Vater um Vergebung und brechet Euren harten Kopf, ehe Ihr ihn in der Welt brechen müßt! Glaubt mir, ——— mit des Vaters Fluch belaſtet in die Welt gehen, das iſt — 2— der ſchlechteſte Paß! i — 1— Mit dieſen Worten ging er von dannen. 2 1 Da hatte der Herr zu dem jungen Manne noch —„ einmal eine Botſchaft des Friedens geſchickt; aber es Dann ſteht's auch ſo vortrefflich in der Welt, wo die Buben das Land regieren wollen, denen die Mutter zuruft: Halt ſtill, mein Lieber, ich habe dich hinter dem Ohr noch nicht abgetrocknet!——— Leonhard machte nun den Proceß kurz, denn an ſeine ſanfte, engelsgute Mutter dachte er nicht, und lief im Hafen herum, ein Schiff zu ſuchen, deſſen er ſich zur Ueberfahrt nach Kopenhagen bedienen könnte. Er meinte, weit weg, das wäre das Beſte. Dort wäre er auch gut dran geweſen; denn die ſchlechten Dänen halten Alles, nur ihr Wort nicht, und däniſche Ehrlichkeit und Treue iſt im Zentner ſehr wohlfeil. Dagegen ſind ſie hochmüthig, wie die Herren der Welt, und meinen, alle Welt müſſe ihnen dienſtbar ſein. Es wär' ihm vielleicht gut geweſen, wenn er einmal däniſch hätte hungern gelernt. Er hätte denn doch den Unterſchied zwiſchen deutſchem Hungern und däniſchem kennen gelernt, wenn's einer iſt!— Deutſch lernte er's in Hamburg noch prächtig. Fünf volle Tage lief er herum; ſuchte Schiffsdienſte und— fand keine. Er hatte keine Papiere, keine Zeugniſſe, wer konnte ihm trauen. Zu Altona war er fortgelaufen ohne Hut oder Mütze. Er mußte ſich aber etwas auf den Kopf kaufen. Das verzehrte aber die Hälfte ſeines Geldes —̃ Ä‚7— — — weil er ſich noch nie nach ſeiner Decke ſtrecken gelernt . Schon am zweiten Tag ſah er ein, daß er wohl unter dem Bauholz ſchlafen müſſe, wenn er für Brot noch etwas uͤbrig haben wolle. Er thats; aber für die zart⸗ gewohnten Rippen und Knochen war das Lager entſetz— i 1 1 10 Wan Morgen des fünften Tages, da die Sonne auf's Schiffsbauholz ſchien, erwachte er hungrig und— hatte nichts mehr.—— 8 8 5 Da ſaß er die Stirne in die Hand geſtützt, und es fielen dicke Tropfen aus den Augen auf die harte Erde unter ihm. Doch es waren noch nicht die rechten Thränen, die Traurigkeit war die noch nicht, die Paulus eine gött⸗ liche nennt, welche eine Reue gebiert, die Niemanden gereuet; es war noch eine weltliche, fleiſchliche— es war der Unmuth über das Mißlingen ſeiner Pläne.— An die reuige Rückkehr in's Vaterhaus dachte er nicht.— Gott wollte ihn noch anders führen. Wie er ſo da ſaß und nichts hörte noch ſah, kam ein Schiffshauptmann daher, deſſen Schiff eben ſegelfertig lag nach der weſtindiſchen oder eigentlich ſüdamerikaniſchen Inſel Saint Croix(ſprich: Sänt Croa), dem aber noch ein Nohtmaſt fehlte, den er ſich hier ausſehen wollte. Ihm war das Unglück paſſirt, daß ihm ſein Schreiber geſtorben war. Er ſelbſt nämlich war nicht ſonderlich fir in dem Artikel, darum hielt er ſich einen Schreiber, dem er das Nöthige in die Feder ſagte. Als er ſo um die großen Haufen des Holzes herum ging, ſieht er den Leonhard da ſitzen und ſieht auch das Träufeln der Thränen. Er be⸗ trachtet ſich den achtzehnjaͤhrigen, ſauberen Burſchen, ſeine feine Kleidung und denkt: wer weiß, da kriegſt du viel— leicht wieder einen Schreiber! Er tritt zu ihm und klopft ihm mit den Worten: Warum ſo troſtlos, mein Sohn?— auf die Schulter. In dem Tone des Mannes lag etwas Weiches und Gut⸗ müthiges, das Leonhard's Herz wohlthätig berührte. Er erſchrack freilich über die unerwartete Berührung und An⸗ rede, aber er ſammelte ſich ſchnell und ſagte: Hunger im Magen, kein Verdienſt in Ausſicht und kein Geld im Beutel, das ſind Quellen ſchlechten Troſtes, Herr Capitän. Vollkommen richtig; erwiederte lächelnd der Schiffscapitän; allein da wäre ja doch zu helfen, wenn Arbeitsluſt und Gottvertrauen dabei wäre. Beides fehlt mir nicht(er log da, denn Gottvertrauen kannte er noch nicht!), ſagte er keck; aber ſeit fünf Tagen ſuche ich Arbeit und finde keine. Der Schiffskapitän ſah ihm in die Augen und dieſer Blick reichte für den Menſchenkenner hin, Wohlgefallen an dem Menſchen zu finden. Nun, ſagte er dann, wenn Ihr mir klaren Wein über Euch einſchenkt und gute Atteſte habt, ſo könnte ſich's machen, daß Ihr Arbeit bei mir fändet, wenn Ihr nämlich Luſt habt, mit mir nach der Inſel Saint Croix zu reiſen? Das war Waſſer auf Leonhard's Mühle! Setzt Euch ein Bischen zu mir oder befehlt, wohin ich mit Euch gehen ſoll, ſo will ich Eurem Wunſche vollkommen genügen, ſagte Leonhard. Mit den Worten: Es iſt mir ſchon gut genug hier, ſetzte ſich der Schiffscapitän zu ihm und Leonhard beich— tete ihm, wie einem Pfarrer, haarklein, wie Alles gekom— men, und blieb der Wahrheit bis in's Kleinſte treu. Der Schiffscapitän hörte aufmerkſam zu und ſagte, als Leonhard geendigt hatte: Macht Euch auf, mein Sohn, und geht zurück zum Vater und bittet ihn um Vergebung Und dieſe Worte begleitete er noch mit nachdruͤcklichen 32— Ermahnungen an das, was ein Kind ſeinem, wenn auch vielleicht fehlenden Vater ſchuldig iſt. Lieber hungerſter⸗ ben! rief entſchloſſen und feſt der Leonhard. Der Schiffscapitän redete ihm hart und ſanft zu; als er eben ſah, daß nichts zu ändern ſei, ſagte er: Gut denn; Ihr ſollt mit mir an Bord meines Schiffes gehen. Iſt Euer Wohlverhalten ſo, daß ich zufrieden ſein kann, ſo ſollt Ihr's nicht bereuen, mit mir gegangen zu ſein; ich will dann in Sanit Croix für Euer Fortkommen ſorgen. Leonhard verſprach heilig und theuer, gehorſam und treu zu ſein, und der Schiffshauptmann nahm ihn mit, und nachdem der Nothmaſt hergeſtellt und an Bord, das heißt in der Schiffsſprache: im Schiffe, war, lichteten ſie bei günſtigem Winde die Anker und ſegelten in Gottes Namen ins weite Weltmeer hinaus. Leonhard war noch nicht zur Erkenntniß ſeines Un— rechts gekommen. Er ſah ſich noch immer als den leiden— den Theil an und glaubte in ſeinem Rechte zu ſein, daß er ins Vaterhaus nicht zurückgekehrt ſei.— Dem Schiffs⸗ capitän war er treu ergeben. Unermüdet arbeitete er, deſſen Aufträge zu erfüllen. Da er mancherlei Kenntniſſe beſaß, ſo konnte ihn der Schiffscapitän wohl brauchen und bediente ſich ſeiner mit großem Vortheil. ungemein lieb und bewies ihm dieſe Neigung überall. Dies reizte die anderen Schiffsofficiere zu Neid und Feind— ſchaft gegen ihn, was ſie ihm jedoch zu beweiſen den Muth nicht hatten, ſo lange der Capitän in ſchützte. Oft redete er mit ihm, wie er in Saint Croix für ihn ſorgen würde; allein— der Menſch denkt's und Gott lenkt's. Noch auf der See erkrankte der Cavitän. Leonhard pflegte ihn mit treuer Liebe und Dankbarkeit; die Krankheit nahm aber ſo überhand, daß der brave Schiffscapitän ſtarb. Leonhard trauerte tief um ihn. Er ſah eine Stütze ſeines Fort— kommens zerſtört und ihm begann es bange zu werden, wie es ihm ergehen würde. Bald genug zeigten ſich für ihn die Folgen des Haſſes, welchen die Schiffsofficiere auf ihn geworfen hat— ten. Der erſte Schiffslieutenant übernahm nun den Be— fehl. Es war ein finſterer, rauher Menſch, der Leonhard ſehr abgeneigt war. Bisher hatte Leonhard bei dem Capi— tän gewohnt und an ſeinem Tiſche gegeſſen. Jetzt mußte er in dem ſchlechteſten Raume des Schiffes ſchlafen; mußte mit den Matroſen eſſen und alle die ſchweren Arbeiten eines Schiffsjungen verrichten, zu denen ſich noch allerlei Quälereien geſellten, die ihm das Leben auf dem Schiffe, das fur ihn bisher ſo angenehm war, zu einer wahren Qual machten. Murren half nichts. Sich dagegen auf— lehnen, hätte ihm die ſchwerſte Strafe zugezogen. Da blieb nichts übrig, als ſtille dulden, arbeiten und entbeh— ren. Er ſank oft Abends auf ſein dürftiges Lager ſo er— müdet, ſo völlig erſchöpft, daß er wünſchte, er möge den morgenden Tag nicht erleben. Dabei wurden ihm die härteſten Worte gegeben. Er konnte Nichts recht machen. Jeder ſtieß ihn hierhin und dorthin; denn als die Matroſen ſahen, wie die Officiere ihn mißhandelten, machten ſie's ihnen nach, und, da ſie deßhalb nicht zurechtgewieſen und beſtraft wurden, vielmehr merkten, daß das den Officieren wohlgefiel, fand ihre Rohheit und Grauſamkeit keine Grenze mehr und Leonhard war unſtreitig der geplagteſte Menſch, der nicht eine Minute Ruhe fand und ſelbſt den Matroſen die gemeinſten Dienſte verrichten mußte und dafür Püffe und Rippenſtöße als Dank erntete. Der harte Stein wurde weich.— Nicht den zehntauſendſten⸗ Theil dieſes Unrechts hatte ihm der Vater angethan, und gegen den hatte er im Ungehorſam ſeine widerbellende Hier mußte er Rohheit und Mißhand— Stimme erhoben. Er gewann ihn Ju Grenzen la cheint ſih de Proven de iebellen 10 kame ils des R. Operationen worden, ohr tere Pflege wirkſame K. wie z B. di ſpizen aus nicht nehr ſie Tigkeit war. zwei Betten Auſſccht des 1 Die nachſolg ſchlechts und Bekanntm * Edi (811) Vn den des Flurdags 9. Gewapg. an Friedberg, tend, jetzt ni gefallen. D feldwebel Kal Glundffück f Witwe des diſſen Namen kauft, einen Haben. Auf An Tchalb alle,. Aufxache auf Lab gauben, Tagen dier g Kaufbriz für d ſlligt vaden f 0 riedberg 0 A u (0) Die W deitete er, Kenntniſe auchen und ewann ihn 9 überall. und Feind⸗ den Muth Oft redete en würde; Noch auf te ihn mit m aber ſo Leonhard nes Fort⸗ werden, gen des orfen hat⸗ den Be⸗ Leonhard em Capi⸗ itzt mußte n; mußte Arbeiten ch allerlei Schiffe, r wahren egen auf⸗ gen. Da id entbeh⸗ ger ſo er⸗ moge den ihm die ht machen. Matroſen Iten ſie's eſen und Officieren keit keine eplagteſte ſelbſt den ußte und te. Der auſendſten than, und bellende Mihand⸗ lung ſtille dulden und Arbeiten thun, an die er nie ge— wöhnt war und ſich mit Lebensmitteln ſättigen, die Nie— mand wollte. Ein Wort, Eine Gegenrede, Ein Murren hatte für ihn von den ſchlimmſten Folgen ſein können. Wenn er da ſo in Nächten, wo nur die Wellen des Meers dumpf an die Wände des Schiffes ſchlugen, auf ſeinem Lager lag, und die Thränen ſeine Wangen netzten, dachte er wohl zurück an das Vaterhaus, an die Mutter, die Geſchwiſter. Er rief ſich ſein Betragen gegen ſeinen Vater zurück und die Reue begann an ſeiner Seele zu nagen. Hätte ich ſtille geſchwiegen, wie ich hier zu viel größerem Unrechte ſtille ſchweigen muß, ich könnte glücklich und zufrieden im Schooße meiner Familie leben! Das ſagte er ſich viel tauſendmal und Thränen begleiteten ſolche Worte und Gedanken, Thränen der tiefſten Reue. Die Schule Gottes begann ihre Früchte zu tragen. f(Fortſetzung folgt.) 1 * Dreizehnter Jahresbericht der Augenheilanſtalt zu Darmſtadt. Im Jahr 1851 iſt die Anſtalt abermals in weiteren Grenzen thätig geweſen, als in den früheren Jahren und ſcheint ſich der Wirkungskreis derſelben in den verſchiednen Provinzen des Landes befeſtigen zu wollen. Aus 33 ver— ſchiedenen Gemeinden und aus den fernſten Theilen des Landes kamen die Hülfeſuchenden von dieſſeits und jen⸗ ſeits des Rheins. Es ſind an denſelben 41 nahmhafte Operationen, laut offenliegendem Verzeichniſſe ausgeführt worden, ohne derjenigen zu gedenken, bei denen keine wei— tere Pflege nöthig wurde, obwohl auch unter dieſen ſehr wirkſame Kunſthülfen nahmhaft gemacht werden könnten, wie z. B. die Fälle von Ausziehung halbfingerlanger Aehren— ſpitzen aus dem Innern der Augenhöhle, welche äußerlich nicht mehr ſichtbar und deren Entfernung nicht ohne Schwie— rigkeit war. Es iſt im verfloſſenen Jahr die Anſtalt um zwei Betten erweitert, und unter die mehr unmittelbare Aufſicht des unterzeichneten leitenden Arztes geſtellt worden. Die nachfolgenden Reſultate betreffen Kranke jedes Ge— 33— 1) Operationen des grauen Staars. Von 15 Fällen 12 geheilt, drei ungeheilt, darunter zwei Fälle von Nachſtaar. f 2) Operation des Schielens 5 Fälle ſämmt⸗ lich geheilt. 3) Operation des Hornhautſta loms. 1 Fall geheilt(nach eigner Methode). 599 4) Operation der künſtlichen Pupille. 1 Fall(verſuchsweiſe unternommene Wiederholung einer von andere Seite ohne Erfolg gemachten Operation) ungeheilt. 5) Operation der Thränenfiſtel. 5 Fälle ge⸗ heilt oder in Heilung. 6) Operation der Blutſchwämme in der Um⸗ gebung des Augapfels. 4 Fälle geheilt. 7) Operation von Hagelkorn, Schwamm— geſchwülſten, Fettgeſchwülſten, Balggeſchwülſten (durch deren Sitz ausgezeichnet) Krebsgeſchwülſte am Aug⸗ apfel, Augenhöhle oder Umgebung des Auges. 6 Fälle ſämmtlich geheilt. 8) Operation polypöſer Entartung. 3 Fälle geheilt oder in Heilung. 9) Operation der Verbildung der Augenlie⸗ der mit Einwärtswendung der Haare. 1 Fall gründlich ge⸗ heilt(nach eigner Methode). . 10) Operation von fremden Körpern im Auge kamen dieſes Jahr in ungewöhnlicher Zahl und zum Theil in un⸗ gewöhnlichen Erſcheinungen vor(S. o.). l 110 In der mit der Anſtalt verbundenen ambulatori— ſchen Klinik wurden eine große Anzahl innerer und äußerer Augenleiden geheilt; auch in der Landkrankenanſtalt konnte gelegentlich der Heilung anderweitiger Leiden manches ſchwere Augenleiden beſeitigt werden. Allen hieſigen und auswärtigen Redactionen, die ſich um die nützliche Wirkſamkeit der Anſtalt(die ihrer Beſtim⸗ mung nach in weiterem Kreiſe wirken muß) verdient ge⸗ macht haben, den beſten Dank. Die Wiedereröffnung der Anſtalt geſchieht am 15. April. Darmſtadt, im Januar 1852. ſchlechts und jedes Alters: Dr. Küchler. Bekanntmachungen von Be⸗ ö hoͤrden. NUN Edietalladung. (84) Von dem Grundſtück, Band und Seite des Flurbuchs /163, No. 12, Grabgarten, 9. Gewann, am alten Haingraben, Gemarkung Friedberg, iſt ein Theil, 45,6[OKlafter hal⸗ lend, jetzt mit 128 bezeichnet, in die Eiſenbahn gefallen. Der letzte Beſitzer deſſelben, Ober⸗ ſeldwebel Kahl zu Büdingen, behauptet: das Grundſtück ſchon vor 20 Jahren von der Wittwe des Schullehrers Stumpf dahier, auf deſſen Namen es auch im Flurbuch ſteht, ge— lauft, einen Kaufbrief jedoch nicht erhalten zu haben. Auf Antrag des Großh. Fiskus werden deßhalb alle, welche Eigenthums⸗ oder ſonſtige Anſprüche auf das vorgenannte Grundſtück zu taben glauben, aufgefordet, dieſelben binnen 60 Tagen dahier geltend zu machen, gegenfalls der Kaufbrief für den Großh. Fiskus gerichtlich be⸗ fätigt werden wird. Friedberg den 12. Januar 1852. Großh. Heſß. Landgericht Dr. Irle. Aufforderung. (86) Die Wirthin Konrad Lutz's Wittwe da⸗ hier beabſichtigt, auf ihre von Wilhelm Röder's Wittwe erkaufte Hofraithe Pag. 6. No. 10. des Flurbuchs und den dazu gehörigen Garten Pag. 4. No. 19., als zweiten Einſatz ein Kapital von 450 fl. aufzunehmen um damit einen Theil des Hauskaufſchillingsreſtes abzutragen. Die— ſelbe kann ihr Eigenthum an dem Unterpfand urkundlich nicht nachweiſen. Es ergeht daher, mit Ausſchluß des erſten Hypothekengläubigers und der Wilhelm Röder's Erben, an alle Die— jenigen, welche dingliche oder perſönliche Anſprüche an die Hofraithe nebſt Garten glauben geltend machen zu können, die Aufforderung, ſolche bin⸗ nen 60 Tagen bei der unterzeichneten Gerichts⸗ ſtelle anzumelden, widrigenfalls ſie damit ſtill⸗ ſchweigend ausgeſchloſſen, die Nachhypothek von 450 fl. aber gerichtlich beſtätigt werden ſoll. Rödelheim den 5. Januar 1852. Gr. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer. Bekanntmachung. (87) Samſtag den 31. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 244 Stecken Buchenſcheitholz für die Garniſon dahier, in dem Büreau des Bataillonsverwaltungsraths auf dem Soumiſſionsweg an den Wenigſtverlangen⸗ den in Accord gegeben werden. Dieß den In⸗ tereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen von heute an in oben gedachtem Büreau eingeſehen werden können. Friedberg den 17. Januar 1852. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung, betr.: Holzverſteigerung in dem Gr. Domanial⸗ wald, Diſtricet Burgwald, Reviers Ober— rosbach, Forſts Friedberg. (111) Freitag den 30. Januar d. J. wer- den in dem oben genannten Walddiſtricte, unter den vorher bekannt zu machenden Bedingungen, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 1 Stecken Nadel⸗Scheitholz, 1„ Birken⸗Prügelholz, 30%„ Nadel- 1 16½%„ Birken⸗ und Nadel-⸗Stockholz, 50 Buchen-Wellen, 6982 Birken⸗ und Eichen-⸗Wellen, 4525 Nadel- und Aspen⸗Reiſerholzwellen, 25 Stück Nadel⸗Bohnengerten. Von dieſem Holz ſtehen 57 Birkenwellen und 125 Aspen⸗Reiſerholzwellen im Frauenwald bei Niedermörlen und werden im Burgwalde mit⸗ verſteigert; daher Kaufliebhaber, welche davon vorher Einſicht nehmen wollen, ſich an Forſt⸗ — ſchutzgehülfen Schlitz zu Niedermörlen zu wene a sbach den 19. Januar 1852 ach de. 2. 1 Der Großh. Heſſ. Revierförster des Reviers Oberrosbach Bingmann. Edictalla dung. 8 Der aus ſeiner Heimath abweſende, i 1781 gebornen Johannes Sauer von Uttrichsbauſen, Sohn des Johann Conrad Sauer und deſſen Frau Barbara Eliſabeth, ge⸗ borne Haimel, oder Berechtigte zu deſſen Nach⸗ laß, werden aufgefordert, binnen drei Monaten, von heute an berechnet, fich bei unterzeichnetem Gericht zu melden, widrigenfalls Jener für todt erklärt und deſſen Nachlaß den aufgetretenen Seitenverwandten überwieſen werden ſoll. Schwarzenfels am 31. Dezember 1851. Kurfürſtliches Juſtizamt Mer tz. Fruchtverſteigerung. 1132) Montag den 2. Februar d. J. ſollen von den Vacanz⸗Früchten der Pfarrei Langenhain 12 Malter Korn, . 12„ Gerſte, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Langenhain den 20. Januar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Huth. Bekanntmachung. (133) Die am 22. d. M. im Freiherrlich v. Ritter'ſchen Walde bei Hof⸗Haſſeleck abge⸗ haltene Holzverſteigerung iſt genehmigt worden und kann das Holz, nach den ſchon bekannten Bedingungen, abgefahren werden. Friedberg den 26. Januar 1852. In Auftrag Faatz. N Privat⸗ Bekanntmachungen. 175 Gulden (98) Vormundſchaftsgelder liegen auf gericht⸗ liche Hypothek zum Ausleihen bei mir bereit. Vilbel den 12. Januar 1852. Sebaſtian Preſcher. Empfehlung. (67) Unterzeichneter empfiehlt ſein reichhalti⸗ ges Lager in Pfeifen, Stöcken, Tabak und Ci⸗ garren. Außerdem hält er ſich zu geneigten Aufträgen auf Gravierarbeiten aller Art, die auf's Sorgfältigſte und Prompteſte ausgeführt werden, beſtens empfohlen. Friedberg im Januar 1852. Jacob Starck, Drechslermeiſter und Graveur, gegenüber dem Hotel Trapp. Zu vermiethen. (11060 Der mittlere Stock meines Hauſes mit vier aneinander grenzenden heizbaren Zimmern iſt zu vermiethen und kann den 1. März d. J. bezogen werden. Friedberg. Peter Decher. Anzeige. (13) Mehreren Anfragen zu begegnen, er⸗ laubt ſich Unterzeichnete ergebenſt anzuzeigen, daß ſie die Strickſchule ihrer ſeel. verſtorbenen Mutter fortführt und bittet um geneigten Zuſpruch. Friedberg. Eliſabetha Finkernagel. Mobiliar⸗Verſteigerung. (133) Dienſtag den 3. Februar, Morgens 9 Ubr anfangend, werden ein Schreibpult, Commod, Tiſch, Stühle, Bänke, Bettzeug und andere Mo⸗ bilien öffentlich gegen Baar verſteigert. Friedberg den 26. Januar 1852. Nagel. 3 Deulscher Phönia, Verſicherungs-Geſellſchaft in Frankfurt am Main, Grundkapital 5% Millionen Gulden. (85) Herrn Heinr. Hahn iſt die Agentur des Deutschen Phönix für den Bezirk von Friedberg übertragen.. Derſelbe iſt in dieſer Eigenſchaft von Großh. Regierung beſtätigt worden. Darmſtadt den 12. Januar 1852. 5 Carl Hemmerde, & General⸗Agent des Deutschen Phönix. Auf vorſtehende Anzeige Bezug nehmend, erlaube ich mir anzuzeigen, daß ich Anträge von Verſicherungen auf Mobilien, Waaren aller Art, ſowie landwirthſchaftliche Erzeugniſſe, Vieh ꝛc. ꝛc., gegen feſte und billige Prämien übernehme. Der Geſellſchaft Deutscher Phönix ſind die hat weder andere Formalitäten zu erfüllen, noch ſonſtige höhere Gebühren zu eutrichten, als es bei den Verſicherungen der Aachener und Münchener Ge⸗ ſellſchaft und der Colonia der Fall iſt. Zu jeder näheren Auskunft bin ich ſtets bereit. Friedberg den 12. Januar 1852. 5 H. Hahn, Agent des Deutschen Phönix. Masken⸗Garderobe, (128) ſo eben angekommen von Frankfurt a. M. in reicher Auswahl und billiger Preiſen bei Auguſt Seibert, Herrenkleidermacher, wohnhaft neben dem Landgerichtsgebäude. Zu den Maskenball bei Gerlach, a wachen (136) Sonntag den 1. Februar, ſind Eintrittskarten à 30 kr. bis zur Stunde vor Beginn des Balles zu haben bei Gebrüder Simon, Chriſtian Hecht und Guſtav Gerlach. Masken⸗Garderobe. 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