Intelligenz-Blatt ub d. fuͤr die de, gemiß N * Provinz Oberheſſen ee 5 im Allgemeinen, e den Regierungsbezirk Friedberg 15 80% im Beſonderen. 1 8 Sonnabend den 27. März 1852. 180 Der Ring. un, ſich taͤgli 5. Marel Eine Erzählung von Ernſt Ritter. Anzeigers(Fortſetzung.) tet in dieſ 1 45 Victoria war wie feſt gezaubert vor dem Bilde. „Kannſt Du mir es erklären, Elsbeth,“ fragte ſie. „Es iſt eine ganze Geſchichte,“ erwiderte dieſe, N„Hans Holbein, der Sohn, hat die ſchöne und reiche Pa— a W 8 triziertochter Thekla Welſer geliebt. Die Eltern waren Ace lg gegen die Verbindung, weil ein Haus, das eine Erzher⸗ zogin von Oeſterreich geliefert hat, ſich nicht mit einem . J., armen Maler verſchwägern zu können glaubte, und wenn C es auch ein Hans Holbein war. Das kommt uns jetzt unglaublich vor, wo der Name Holbein höher glänzt als der der Welſer; aber es geht ſo in der Welt, man hat keinen Maßſtab für die nahe Größe und will ſie nicht an⸗ 5 erkennen. Thekla aber wollte nicht widerſpenſtig ſein und * ging in das Kloſter, wo ſie den Namen Veronika annahm. Bald ward ſie zur Priorin erwählt und wußte ihrem Ge⸗ außer. ſliebten das Verdienſt zuzuwenden, daß er die ſieben Sta— tionen in der Kloſterkirche zu malen bekam. Was von ir⸗ diſcher Liebe in dieſe heiligen Mauern eingedrungen iſt, meine Victorie, das ſagt Dir dieß Bild und der Name der ſchönen Frau auf dem Lehnſeſſel.“ Victorie ſagte:„Alſo der Holbein war doch treu, . obgleich er ein Mann war.“ d hat zu ber,„Ich weiß nicht ob er treu war,“ ſagte Elsbeth, gederff,„aber damals war er verliebt, und ſo lange ſind die Männer immer treu. Die ganze Familie Holbein verließ in Rochrrdag un Pac ge zeigt. hernach Augsburg, um der Reformation willen, die ſie an⸗ ler'ſhen Buh“ nahm. Ob Thekla damals noch lebte, weiß ich nicht; ihr gen un Name iſt überhaupt nur auf uns gekommen durch den rierberg dus Mann, der den Eltern zu ſchlecht fuͤr ſie dünkte. Hans 4 d Holbein aber iſt an viele Höfe gegangen, und hat manchen län er großen Mann und manche ſchoͤne Frau abkonterfeit; ich e Lehrer, habe indeß nie gehört, daß er noch auf einen einzigen Seſſel einen theuren Namen geſchrieben hätte, verſchwö— ren will ich's aber auch nicht.“ „Elsbeth, meinſt Du, daß es Suͤnde iſt, Nonne zu werden, wenn man außer dem lieben Gott noch Jemand anders recht lieb hat?“ fragte Victorie ſchüchtern. 1 ind vermehrt Grün.„Da muß man ſchon eine Wahl treffen, Victorie, 42 zweien Herren kann man nicht dienen.“ 3„Was meinſt Du denn, an wen die Thekla Welſer mehr gedacht hat?“ „Da mußt Du ſie ſelbſt fragen,“ ſagte Elsbeth lachend. Victorie ſchwieg; ſie ging aber hinfort ihre Andacht nur vor dieſem Bilde zu verrichten, von dem ein geheim— nißvoller nicht zu erkläͤrender Troſt in ſie überzugehen ſchien. Es vergingen Jahre; von Robert ward nichts gehört, er war wie geſtorben. Dann ward ſein Name doch einmal genannt von einem Reiſenden, der aus dem Kriege kam und ihn unter den Franzoſen als Offizier wollte geſehen haben. Elsbeth, die dabei war, als die Rede auf ihn kam, frug gründlicher nach, und es blieb ihr und Victorie kein Zweifel, daß er das Waffenhandwerk ergriffen hatte und guter Erfolg ſeinen Entſchluß krönte. Zwar war für Victorien's Liebe noch wenig gewonnen, denn nach Art aller Kaufleute hatte Herr Langenwärter das unüber— windlichſte Vorurtheil gegen den Wehrſtand, obgleich die Klaſſe, die den Beſitz vertheidigt, von der, die ihn er— wirbt, geehrt werden ſollte. Elsbeth fand es daher gerathen, der Entdeckung in Betreff Roberts gegen den alten Herrn nicht zu erwähnen, und Victorie hätte die Kunde ohnehin nicht über ihre Lippen gebracht. Sie war jetzt zwanzig Jahre alt ge— worden, und Herr Langenwärter, der keine Ahnung von dem Beſtand ihrer Gefühle für Robert hatte, fing an auf eine baldige Verheirathung anzuſpielen. Der Sohn eines Handelsfreundes hatte ſich erbötig gezeigt, die halbe Million, die einſt Victorien zufallen mußte, ſammt dem Mädchen einzukaſſiren. Herr Oswald gehörte einem guten Hauſe aus einer benachbarten Reichs— ſtadt an, und hatte vor ſeinem eigenen Vater den Vor— theil, daß dieſer der Sohn eines armen, er aber, der eines reichen Mannes war, was ſeine Jugend vor all' den unzähligen Anſtrengungen und Mühſeligkeiten rein er— halten hatte, die dieſem zu einem koloſſalen Vermögen verhalfen. Der junge Herr war nur dazu erzogen, zu erhalten, was ihm mühlos zugefallen war; in ſein Leben ging daher nichts von dem kuͤhnen Unternehmungsgeiſte ſeines Vaters uber; er ſchrieb und ſchrieb, las Briefe und addirte Zahlen, und war daher einer der allergewohn— lichſten Spießbürger in ſeiner ohnehin ſpießbürgerlichen Vaterſtadt geworden. Dieß war ganz ein Schwiegerſohn nach Herrn Langenwärters Geſchmack, einer, dem er ru— hig das Glück ſeiner Tochter anvertrauen konnte; und als er einige Zeit bei Victorien auf ihn angeſpielt hatte, ohne verſtanden zu werden, ging er endlich mit der Sprache — — 10 * heraus, und verkündigte ihr: daß ihre Hochzeit in drei ein werde. i war in einem Grade ſcheu und furchtſam, daß, wenn es ſich darum gehandelt hätte, ihr eigenes Le⸗ ben durch eine muthige Vertheidigungsrede zu retten, ſie wahrſcheinlich ſtill geſchwiegen hätte; aber hier war nicht von ihrem Leben die Rede, ſondern ſie ſollte einen Frevel begehen, einen Meineid, denn ſie hatte ſich Robert zuge⸗ ſchworen; ſo lange er den Ring beſaß, war ſie ſein allei⸗ niges rechtmäßiges Eigenthum; hätte er ihn ihr wieder geſchickt, ſo hätte ſie dieſes Zeichen ſeiner Erkaltung un⸗ ausſprechlich gekränkt und betrübt, aber ſie hätte dann Herrn Oswald, unbekümmert ob er ſie glücklich oder elend mache, geheirathet, aus Gehorſam für ihren Vater; und Niemand hätte ihr den Zwang angemerkt; man hätte ihr ſtilles Weſen für ihr eigenthümliches gehalten, und Man— cher hätte Herrn Oswald um die harmloſe 5 anſpruchsloſe Ehefrau beneidet, die zwar mit Niemand fröhlich geweſen wäre, aber auch Nimanden Aerger gemacht hätte. Jetzt aber war, was ihr Vater verlangte, eine Unmöglichkeit; eben ſo gut hätte er einer verheiratheten Frau zumuthen können, einen zweiten Ehebund zu ſchließen. Sie hatte aber eine ſolche Furcht vor der Erinnerung des rohen Ausbruches ihres Vaters gegen Robert, daß ſie nicht den Muth gewinnen konnte, ihm ihre Widerſetzlichkeit an⸗ zukündigen; ſie weinte ſtill für ſich, rang die Hände und flehte Gott und alle Heiligen um Rettung. Herr Langen— wärter ward im höchſten Grade ungeduldig, brachte aber nichts aus ihr heraus, als ein Verlangen nach Baſe Els— beth. Er war froh, die Scene unterbrochen zu ſehen, und nahm Hut und Stock, um ſie zu holen. g Sie fand Victorie noch in derſelben verzweifelten Stimmung; ihrem liebevollen Zureden gelang es endlich, ihr ein unumwundenes Geſtändniß des Vorgefallenen zu entreißen. Was Elsbeth dabei erſchrecken machte, war nicht die Wichtigkeit der Begebenheit, ſondern ihre Kennt⸗ niß von Victorien's Charakter. Sie wußte, daß jedes Zureden vergebene Mühe ſein würde, und daß die Zu⸗ rückſtellung des Ringes die einzige Bedingung ſei, um Victorien's Einwilligung zu erlangen. Eigentlich lag ihr in dieſem Falle nichts an derſelben, denn Herr Oswald war nicht der Mann, dem ſie ihre Nichte wünſchte; aber ſie glaubte nicht an Robert's Treue, und ängſtigte ſich bei dem Gedanken: ihrer Adelgunde Kind einem Hirnge— ſpinſte als Opfer verfallen zu ſehen. Sie beſchloß daher alles Mögliche zu thun, um den Aufenthalt Roberts aus— zuforſchen, und ſchrieb zuvörderſt jenem Reiſenden, der ihnen einmal Nachrichten von dem Verſchollenen gegeben hatte. (Fortſetzung folgt.) Für die Hülfsbedürftigen im Vogelsberg und Odenwalde. Zur Linderung der Noth unſerer hartbedrängten Brüder im Odenwalde und Vogelsberg find bis zum 22. d. M. weiter eingegangen und wird hiermit unter herzlichſter Dankſagung beſcheinigt. A. An Gelddeiträgen: Bei Hrn. Profeſſor Dr. Fertſch: von den Mitgliedern des evangeliſchen Prediger⸗Seminars zu gleichen Theilen für die Vogelsber⸗ ger und Odenwälder 21 fl. Bei Hrn. Profeſſor Dr. Sell: von A. zu O. für die Vo⸗ gelsberger 5 fl.; N. N. desgl. 2 fl.; Frau Auditeur Pilger für dieſelben 9 fl.; den Schülerinnen des Candidaten Kärſt 5 fl. 4 kr. Bei Hrn. Domainenrath Buß: von N. N. für die Vo⸗ gelsberger 5 fl.; für dieſelben von K. 2 fl. Bei Hrn. Bürgermeiſter Bender: von K. H. für die Vogelsberger 1 fl.; Heinrich Hanſtein, ledig, für dieſelben 1 fl.; Profeſ⸗ ſor Roller für dieſ. 2 fl.; N. N. 18 kr.; Anton Jünger v. Rockenberg 6 kr.; N. N. zur Halfte für die Vogelsberger und zur anderen für die Odenwälder 1 fl. Bei Hrn. Schäfer in der Blinde nanſtalt: a) für die Vogelsberger: von Ungenannt 4 fl.; P. F. 48 kr.; den Kindern des Herrn Rahn 24 kr.; durch Herrn 1 5 Strack zu Oberrosbach von etlichen Schulmädchen 54 kr.; b) für die Odenwälder: von Ph. Müller 36 kr.; einem Kind 3½ kr.; G. 24 kr. Bei Hrn. Reg.⸗Sekr. Krach: von Pfr. Görtz zu Florſtadt für die Odenwälder u. Vogelsberger 6 fl.; ferner für die Vogelsberger von Reh, 1 fl. 30 kr.; Frau Depireux 1 fl.; 5 Kindern des Hrn. J. Depireux 30 kr.; H. 6 fl.; auſſerdem durch die Expedition des Intelli⸗ genzblattes von v. S. 5 fl. Bei Hrn. Gemeinderath J. Falk: für die Vogelsberger: von Nicolaus Engel 2 fl.; J. F. 2 fl; L. B. 12 kr.; einer Magd M. D. 6 kr.; Ungenannt 24 kr. Bei Hrn. F. W. Reuß: von Eduard Ruths für die Vogels⸗ berger als ein Antheil an dem Einnahmeüberſchuß von dem Mas- kenball b. Gerlach 1 fl. 45 kr.; ferner v. Ungenannt 30 kr. Bei Hrn. Gemeinderath G. Schmidt: von F. 24 kr. Samuel Engel 18 kr. N Bei Hrn. Cronenberg: von Actuar Hiſſerich für die Vogels⸗ berger 3 fl.; der erſten Schule zu Ockſtadt durch Hrn. Lehrer Gros ge⸗ ſammelt für die V. 4 fl. 30 kr. Bei Hrn. Stadtrechner K. Heidt: von Gemeinderechner 1 nee in Ockſtadt für die Vogelsberger 1 fl. 24 kr.; A. zu N. 15 Bei Hrn. Joh. Steinhäußer: von W. M. 1 fl.; Fr. E. 2 fl. Bei Hrn. C. Morell: von Domainenbote Heß fur die V. 2. KN Bei Hrn. Mayer Hirſch: von Sprachlehrer Kraus 1 fl.; F. P. aus Bönſtadt für die Vogelsb. 1 fl. B. An Naturalien und Kleidungsſtücken: Bei Hrn. Schäfer in der Blindenanſtaltt: von J. Huber für V. 25 Pf. Hirſe; H. Falk einen Pack getragene Kleider; D. A. Fritz 50 Pf. Reis; S. 20 Pf. Reis für die V.; Ungen. 8 Mannshem⸗ den, 1 Frauenhemd, 2 Weſten und 2 Windeln für die V.; K. Klein 1 Manne voll Kartoffeln für V.; Gerber Helwig 2 Mannen voll Kar⸗ toffeln(V.); Schreiner Valentin sen. 1 Manne voll Kartoffeln(V.); Fr. X. 1 Paar wollene Strümpfe, 1 Paar bw. Ditto u. 1 Halstuch für die O.; Foucar 1 Sack Kartoffeln für V.; H. Falk 1 Sack Kartof⸗ feln für Siechenhauſen; J. ein Päckchen getr. Kleider für d. DO.; d. 0. Römheld 3 Päcke Kleider, Bettwerk, Leibwäſche, Lebensmittel NB. für Siechenhauſen— iſt am vorigen Donnerſtag bereits nach Schotten ab⸗ gegangen.— Ferner von H. Hahn für die V. 20 Pf. Reis; Seifen⸗ ſieder Rahn 1 Simmer Kartoffeln; J. H. ein Päckchen getr. Kleider.— Bemerkt wird hierbei, daß die für die Vogelsberger eingegangenen Natu⸗ ralien nächſten Dienſtag an den Ort ihrer Beſtimmung abgehen werden. Die vom 15. bis heute eingegangenen Geldgaben betragen: 103 fl. 40 ¼ kr. dazu die in No. 22. d. Bl. bereits angezeigten 301 46„ ſonach im Ganzen 405 fl. 26 ½ kr. 10 Zur Abwehr des äuſſerſten Mangels bittet man um weitere milde aben. Friedberg den 22. März 1852. In Auftrag des Comités Mayer Hirſch. Als Beiträge zur Gründung einer Suppenanſtalt in der am meiſten bedrängten Gemeinde Siechenhauſen ſind eingegangen und bereits unter Heutigem von dem Unterzeichneten an Großh. Pfarrer zu Herchenhain abgeſandt worden: Durch Hrn. Lehrer Ramſpeck: Erlos aus einer Anzahl von Predigten von W. Baur in Darmſtadt(erſte Sendung) 6 fl; Ungenannt 3 fl. 23 kr.; von den Schülern der hie⸗ ſigen Realſchule, und zwar von Cl. I. 4 fl.; von Cl. II. 7 fl. 12 kr. von Cl. III. 4 fl. 30 kr. Summa 25 fl. 5 kr. Friedberg den 17. März 1852. Göxing. Für die nothleidenden Vogelsberger gingen bei der Abendunterhaltung des hieſigen Muſikvereins, nach Ab⸗ zug der Koſten, 43 fl. 42 kr. ein, welche alsbald an das betreffende Hülfscomité befördet wurden.— Wir glauben nicht unerwähnt laſſen zu dürfen, daß Herr Gerlach für den Saal, Heizung und Beleuchtung, und Herr Wilhelmj für Inſerate nichts angerechnet haben. Friedberg den 25. März 1852. Der Vorſtand. uuf Attog d ffeulch mei Frie dber Gil 600 0 mittags 1 ase 1005 ſaanns Celle 1 n Gulet berg, unte Ffenllich mei Füldſchütze Sbigllebhaber heilen. Friedberg Fruchtberf 17 Die mittags 10 Ul hause zum Mg lichen Frucht. 10 Malter W Malter Gerſte betſteigert. Friedberg Der Gr. Rent O0 3 u (di Ein Cie Mal d. Engen dus Hoßtg (485) D anittags um hauſe auf ft Schreiner demſelben g hieſtger Sta 101 b. ö If b.% nuiſdietend, Julgen, verffe Iiedber adden fit 1 Bekanntmachungen von Be— 1 den Ar di di ö 8 And 0 een(B.); u. 1 Halsug * den werden. betragen: 1 fl. 40¼ l. i; 40* 105 fl. 2 ¼ kt. A weuere milde g des Comitet t Hirſch. alt uu der am n und hoͤrden. NN MN N NN Verſteigercung von Immobilien, (259) Dienſtag den 6. April d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, werden in hieſigem Rath hauſe die zum Nachlaſſe des hier verſtorbenen Bürgers und Schuhmachermeiſters Jakob Dönges gehörenden Immobilien, als: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. No.“ 38. 227. Hofraithe als Wohnhaus mit Hin⸗ terbau an Jacob Mock, 152. 6. 4,3[◻UIKlafter= 21 Ruthen Gar⸗ ten in der 7. Gewann an der Fauer- bacher Grenze an Joh. Pieronimus, 412. 47. 155,3[Klafter— 79 Ruthen Acker im kleinen Wartfeld, gibt 28 kr. Tilgungs-⸗Rente, auf Antrag der Erbintereſſenten, theilungshalber öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 19. Februar 1852. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Güter ⸗Verſteigerung. (469) Montag den 29. März d. J., Vor⸗ küttags um 9 Uhr, werden in hieſigem Rath— lauſe auf freiwilligen Antrag der Adam Hoff— manns Eheleute dahier, vormals Philipp Storck'- ſhen Güterſtücke in der Gemarkung Stadt Friedberg, unter ſehr vortheilhaften Bedingungen, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Feldſchütze Georg Briel iſt beauftragt, den Steigliebhabern etwa nöthige Auskunft zu er— heilen. Friedberg den 22. März 1852. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bie yfde r. Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (471) Dienſtag den 6. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden dahier in dem Gaſt⸗ hauſe zum Maulbeerbaum von den 185 lr fisca⸗ liſchen Fruchtvorräthen des hieſigen Speichers 10 Malter Waizen, 70 Malter Korn und 20 Malter Gerſte, in kleineren Parthien öffentlich derſteigert. Friedberg den 19. März 1852. ö Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Zum Ausleihen. (48) Ein Pfarrkapital von 5,076 fl. kann Ende Mai d. J. aus dem Kirchenfond zu Klein⸗ arben ausgeliehen werden. f Der Kirchenvorſtand. Hofraithe⸗Verſteigerung. (4885) Dienſtag den 13. April d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, wird in hieſigem Rath— hauſe auf freiwilligen Antrag des Bürgers und Schreinermeiſters Konrad Walther dahier die demſelben gehörende„ in der breiten Straße hieſiger Stadt gelegene Hofraithe Pag. No. 60. 41 v. an Heinrich Weckerling II., öffentlich meiſtbietend, unter ſehr vortheilhaften Bedin⸗ gungen, verſteigert. Friedberg den 25. März 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Benn der Mobiliar-Verſteigerung. (486) Donnerſtag den 1. April, Morgens 9 Uhr, wird die freiwillig von den Erben der verſtorbenen Anton Suhradas Eheleute dahier beantragte Mobiliar⸗Verſteigerung in dem ſchon — 103— bekannten Locale fortgeſetzt und zwar mit Weiß⸗ zeug, Frauenkleider, etwas Gold und Silber, ein großer Kleiderſchrank, ein Waſchkeſſel, ein Clavier und ſonſtige Hausgeräthſchaften, wozu Steigliebhaber hiermit eingeladen werden. Friedberg den 25. März 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ee ek. Holz⸗Verſteigerung. (487) Montag den 29. März l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in dem Bodenröder Ge— meindewald, Revier Hochweiſel, Diſtrikt Dirmark, nachſtehendes Holz unter den bei der Verſteige— rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden: 51 Stecken Buchen-Scheitholz, 2 7 Eichen⸗ 7 13„ Buchen-⸗Prügelbolz, 2 7 Eichen⸗ 15 57„ Buchen-Stockholz lr Klaſſe, 6„ Eichen-Stockholz, 1750 Stück Buchen-Reisholzwellen, 25 17 Eichen⸗ 5 4 Buchenſtämme Bau-, Werk- und Nutz⸗ holz, 96 Cubikfuß enthaltend, 1 Eichenſtamm Bau-, Werk- und Nutz⸗ holz, 62 Cubikfuß enthaltend. Die Zuſammenkunft iſt in loco Bodenrod präcis 10 Uhr Morgens. Die Herren Bürger⸗ meiſter werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. Bodenrod den 22. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Hoffmann. Pier ſte ige den g von Eichenlohrinden in den Domantalwaldungen des Reviers Oberrosbach, Forſt's Friedberg. (ASS) Mittwoch den 14. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in Friedberg in dem Trapp'ſchen Gaſthauſe die Eichenlohrinden in den Domanialwaldungen des Reviers Ober- rosbach von der Erndte des Jahres 1852 of⸗ fentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Dieſelben ſind abgeſchätzt: a) In dem Diſtrikt Burgwald— 400 Cent⸗ ner von 16⸗ und 27jahrigem Beſtand, b) in dem Diſtrikt Frauenwald— 657 Centner von 20 jährigem Beſtand. Nachgebote werden nicht angenommen und wird die Genehmigung ſogleich ertheilt, wenn „/½ des Abſchätzungspreiſes geboten werden. Die übrigen Bedingungen werden vor der Verſteigerung bekannt gemacht; auch können ſolche vorher auf dem Bureau des Unterzeich⸗ neten und dem des Gr. Revierförſters Bing⸗ mann zu Oberrosbach eingeſehen werden. 0 Der Gr. Föcſter Schnauber zu Winterſtein und der Gr. Forſtſchütze Schlitz zu Niedermör— len find angewieſen, den Kaufliebhabern die Be— ſtände, in welchen die Rinden geerndtet werden, vor der Verſteigerung vorzuzeigen. Rodheim den 22. Marz 1852. Der Großh. Heſſ. Forſtmeiſter des Forſtes Friedberg Rübſamen. Verſteigerung 5 von Eichen⸗Lohrinden im Revier Oberrosbach. (489) Mittwoch den 31. März l. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll das diesjährige Ergebniß der Eichen-Lohrinden in obigem Revier in den Gemeindewaldungen, beſtehend aus: 1) im Gemeindewald Oberrosbach 650 Ctnr. 29„ 1 Ockſtadt circa 200„ auf dem Rathhauſe zu Oberrosbach an die Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert werden. Oberrosbach den 24. März 1852. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ee Mobilien ⸗Verſteigerung. (490) Auf freiwilliges Anſtehen von Seiten des Georg Martin Richter zu Reichelsheim, ſollen in deſſen Behauſung 3 Kühe, 2 Schaafe, ohngefähr 2 Malter Waizen, 3 Malter Korn, 4 Malter Gerſte, 14 Malter Hafer, 1 Karren, 1 Pflug, 1 Egge, eine Parthie Heu, mehrere Fuder Kurz- und Langſtroh, eine Parthie Kar— toffeln, desgleichen Wurzelgewächſe und allerlei Hausgeräthſchaften, Mittwoch den 31. März d. J., von Vormittags 9 Uhr an, meiſtbietend verſteigert werden. Reichelsheim den 22. März 1852. Schmid, Bürgermeiſter. Bekanntmachung. (4910 Es wird hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht, daß aus dem Gemeindewald zu Wölfersheim 70- bis 80000 Fichten⸗Pflänzlinge, per 1000 1 fl., zu haben ſind. Wölfersheim den 22. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter All wohn. S ⏑ Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zu verkaufen. (155) 4er Oſterwein und Weineſſig bei Sala mon Schwab in Friedberg. Gaſthaus⸗Verkauf. (410) In einem an der Provinzialſtraße von Frankfurt a. M. nach Lauterbach gelegenen Städtchen iſt ein ſehr frequentes Gaſthaus nebſt allen erforderlichen Nebengebäuden und Gärten, mit verdeckter Kegelbahn, großem Tanzſaal und allen Bequemlichkeiten verſehen, billig zu kaufen. Auch können auf Verlangen 4 und auch 14 Morgen Gelände dazu verkäuflich abgegeben werden. Nähere Auskunft ertheilt auf frankirte An⸗ fragen Ilbenſtadt den 8. März 1852. Gottfr. Haas, Oekonom und Gaſtwirth. Zu vermiethen! (413) Ein vollſtändiges freundliches Logis im dritten Stocke meines Hauſes, beſtehend in 5 Zimmern, 2 Kammern, Küche, Holzſtall und Keller iſt zu vermiethen und kann zu Anfang Mai bezogen werden. Wilhelm Fertſch, Marktplatz No. 378. Fur Oekonomen. Fet.⸗Griebenkuchen, (451) ſowie 2⸗ bis 6Göhmige, mit eiſernen Reifen verſehene Oelfäſſer, ſind zu haben bei Friedberg im März 1852. Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikant. Wag enſchmier, (452) beſonders für eiſerne Achſen fabrieirt, iſt billigſt zu haben bei Friedberg im März 1852. 5 Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikant. 270 fl. Vormundſchaftsgelder (477) liegen zu 5 PCt. gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bei Oſſenheim im März 1852. Heinrich Friedrich Keller. Zu vermiethen. (81) Ein vollſtändiges Logis, welches ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Peter Decher in der Uſagaſſe. — 4 Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen UNION. 3 Abfahrt von Mainz: jeden Mittwoch. 3 (489) Die Paſſagiere werden durch eigene tüchtige Conducteure bis in d — 104— en „billige Preiße und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten, werden dieſe Reiſegelegenheit noch ferner empfehlen. Preiße der Ueberfahrt mit vollſtändiger Verköſtigung am Bord des Seeſchiffes, nebſt freier Fahrt ab Mainz: für Erwachſene fl. 65.— „Kinder von 1— 12 Jahren fl. 53.— Conceſſionirte Agentur in Friedberg: Ehriſtian Hecht. Tapeten (492) in ſchönſter Auswahl habe ich direct von Herrn Scherrer in Heidel— berg ein Commiſſions⸗Lager, worunter ich verſchiedene ſehr gute Sorten pr. Stück zu 9 und 10 kr. empfehen kann. Friedberg. Lonis Weis, den Apotheken gegenüber. i Arbeits-Verſteigerung. (493) Montag den 29. d. M., Mittags 1 Uhr, will Unterzeichneter in ſeiner Behauſung das Ausgraben eines Kellers an den Wenigſt⸗ fordernden verſteigern laſſen. Friedberg den 25. März 1852. M. Jung. Zu ver mie then. (497) Ein vollſtändiges Logis, beſtehend in zwei Jimmern, Küche, Speicher und Keller, welches ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Jakob Wind, an der Eiſenhahn. Verſteigerung. (495) Mittwoch den 31. März l. J. ſollen nachſtehende Gegenſtände einer freiwilligen Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden, als: eine Drehbank, zwei Schnitzbänke, ein Schleifſtein, ein Bleizug, ein vollſtändiger Wagen mit eiſernen Achſen, zum fahren für Pferde und Kühe, eine Egge, ein Pflug, eine Fegemühle, eine Strohbank und ſonſtige verſchiedene Oeko⸗ nomiegeräthſchaften, und werden Steigluſtige dazu eingeladen. Die Verſteigerung wird in meiner Hofraithe abgehalten. Büdesheim den 24. März 1852. Joh. Velte. Empfehlung. (4960) Vorzüglich gutes Zettel⸗ und Einſchlag⸗ garn, in allen gangbaren Nummern und Far⸗ ben, empfiehlt zu möglichſt billigen Preiſen Friedberg. Nathan Hirſchhorn, Uſergaſſe No. 244. Ein Schmiedegeſelle (4977) findet Arbeit bei Schmiedemeiſter Ph. Rißel in Friedberg. Verlorenl (498) Am verfloſſenen Samſtage, als den 20. d. M., wurde auf dem Wege von Klop⸗ penheim nach Petterweil ein Infanterie⸗Säbel, ohne Scheide, verloren. Der redliche Finder wird gebeten denſelben gegen eine gute Beloh⸗ nung in der Bürgermeiſterei zu Vilbel abzu⸗ geben. Oeffentliche Aufforderung. (499) Alle diejenigen, welche noch Anſprüche an den Nachlaß des verſtorbenen Peter Boutemy dahier bilden wollen, werden erſucht ihre Rech⸗ nung binnen 8 Tagen bei dem Unterzeichneten einzureichen, gegenfalls ſie bei der Vertheilung des Nachlaſſes unberückſichtigt bleiben. Friedberg den 22. März 1852. In Auftrag der Erben: Weitzel. Zu verkaufen. (800) Circa 4 Ohm achtjähriger Zwetſchen⸗ brandwein und circa 2 Ohm achtjähriger Küm⸗ melbrandwein ſind zu verkaufen. Bei wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Zu verkaufen. (501) Meinen Garten in der Langgaſſe und einen fehr guten Flügel beabſichtige ich unter annehmbaren Bedingungen aus der Hand zu verkaufen.— Auch kann ich noch 1 Stecken dürres buchenes Scheitholz abgeben. Friedberg den 25. März 1852. Magel, Ortseinnehmer. Anzeige. (502) Aus der Ziegelhütte des Unterzeichne⸗ ten können eben 12000 hartgebrannte Backſteine abgegeben werden. Hungen. Phil. Hildebrand. 5 2 Bürgercaſino. (803) Sonntag den 28. März Damencafino nebſt Theatervorſtellung: Die Sympathie, Luſtſpiel in 2 Acten von C. Lebrün. Anfang ee e Der Vorſtand. Kirchliche Anzeigen. Sonntag Judica den 28. März. Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche Vormittags: Hr. Candidat Müller II. Nachmittags: Hr. Candidat Broß. K Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel: Nachmittags: Hr. Candidat Eckſtein. 1 Frankfurter Cours vom 25. März 1852. Piſto lena. eee fl. 9 44-45 Friedrichsd'or„ 9 58-59 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 55½¼8—56½% Rand⸗Ducaten. 2„5 38-39 20 Frankſtüe„„9 32-33 Engliſche Souverains.„12 à 12 1 Preußiſche Thaler. 5 Frankenthaler Preußiſche Caſſenſcheine. Fru chtpreiſe. „ 145%— 7 222 „ 1 45½/ 17. Mrz. 19. Mrz. 17. Mrz. Gattung. Fried⸗ 5, Gerns⸗ berg Mainz heim f fl. Fr. ft. fr. ff. tr. Waizen pr. Malter 13 3014 1014— Korn„„ 12— 111016 Gerſte„ 75 9— 1 811919— Hafer„ 44430 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 27. März bis zum 2. April. 2 N Fried⸗ Butz⸗ Brod⸗Preiſe. berg. bach. 87 Een 1 Leib⸗Roggenbrod e 2, 7. 8 70 1 3 44„ 7 16— 152 Lth. Lth. — Milchbrod 17 118% 3˙4 — Waſſerweck 3% — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 145 15 ¼• Fleiſch-Preiſe. 5 pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 12— 11— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 871218— „ Rindfleiſch, gemäſtetes eee „ Kalbfleiſch 05 U R e gemäſtetes— l 9 „ Schweinenfleiſch 1112112 „ Hammelfleiſch 8.— 8— 17 Schaaffleiſch 5——— „[Wurſt veblos Schweinen 14— 14— „ Bratwurſt 160 15 „ Schwartenmagen 161 „ Geräucherter Speck 22 22„ „ Schinken 16. 16 „ Dörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, 3 ausgelaſſen 2 unausgelaſſen 18— 18— „Nierenfett 18— 116— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Ben d er Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Regierun in die Gr detreffend Wir e torgen ein klaſsenen 2 es Gemein inzuhaltende um Dienſtg Frie! Pol Da in Tungsten Aundten Bld Zeitraum v Tntergelau Ochſenfleif lenfleiſch periode f kenntniß Fri. N.. Ergännng d l Han 1 fc Auf Starker J. en Tuufgeſczbu cost Sta