eimer. ellen, — fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Vilbel und Nidda im Beſonderen. M 101. Sonnabend den 25. Dezember 1852. Das„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ erſcheint auch im Jahr 1853, wie bisher jeden Mittwoch und Samſtag. Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt, bei der Expedition 1 fl. 12 kr., für Jahr 40 kr.— bei allen zum Fürſtl. Thurn und Taxisſchen Verwaltungsbezirke gehörigen Poſtämtern nach der neueſten Verfügung pr. Jahr 1 fl. 30 kr. und pr. Semeſter 45 kr. Die ſeitherigen Abonnenten wollen ihr Abonnement zeitig erneuern, damit die Zuſendung keine Unterbrechung erleidet. Durch die ſehr ſtarke Auflage des„Intelligenzblattes“ finden Anzeigen der verſchiedenſten Art die vortheilhafteſte Verbreitung. Die Einxückungsgebühren betragen für die geſpaltene Petitzeile, oder deren Raum 2 kr., die beiden erſten Zeilen zuſammen aber werden mit 7 kr. und ein Beleg mit 2 kr. berechnet. Friedberg. Die Expedition des Intelligenzblattes. Die Schweſtern. Eine Memoiren⸗Novelle. Cortſetzung.) Die Vermählung meiner Schweſter mit Lord Treherne wurte ganz in der Stille vollzogen, wie Gabriele ſich ausledungen, und ſein Schloßkaplan vollzog die Handlung. Mene Gedanken richteten ſich zurück auf Gabrielens erſte Heitath, als ſie, einfach in Muslin gekleidet, den Küſter zun Trauzeugen hatte; jetzt war ſie mit Atlas und fun⸗ kelrden Edelſteinen geſchmückt, und ein Pair des Reiches, ein alter Freund des Bräutigams, überreichte meiner Scweſter Lilienhand am Altar ihrem vornehmen Geliebten. Zyeimal war ſie meineidig geworden; doch war die Ent— wihung für ihre Seele bei der erſten Veranlaſſung nicht ſo groß, wie bei der gegenwärtigen, denn damals gehörte ihr Herz noch ihr ſelbſt, während es jetzt— wehe um Frauenliebe!— ganz bei Seite geſchoben war. Wenige Wochen nach der Hochzeit traten wir ſämmt— lch unſere Reiſe nach dem Kontinent an, wo wir die fol⸗ jenden ſechs Jahre blieben, und wo Gabriele und ich in illen unſerer Stellung angemeſſenen Fertigkeiten Unterricht empfingen. Es war entzückend, zu ſehen, mit welcher Schnelligkeit meine Schweſter ſich Alles aneignete, was ſie anfing; denn ſie war ſo eifrig wie ihr Gemahl darauf bedacht, dem hohen Stande Ehre zu machen, welchem ſie nunmehr angehörte. Wohin wir auch kamen, überall folgte uns der Ruf von Lady Treherne's Schönheit, wäh— rend der Zauber ihres Benehmens und ihrer feinen Bil— dung und Welt ihrem ſchwer zu befriedigenden Gatten die Genugthuung gewährte, daß er eine weiſe und kluge Wahl gessoſſen Near Eins fehlte Sr. Herrlichkeit noch zur vollkommenen Zufriedenheit, nämlich der lang erſehnte Erbe, denn Gabriele ſchenkte ihrem Eheherrn keine Kin— der, und unſere kleine Ella, ein bezauberndes Kind von glänzenden Gaben und ganz ungewöhnlicher Lieblichkeit, wurde Lord Treherne eben ſo nothwendig zu ſeiner Glück— ſeligkeit, wie ihrer faſt bis zum Wahnſinn in die Kleine verliebten Mutter. Es wurde abgemacht, noch ehe wir nach England zurückkehrten, daß Ella den Namen Ermin⸗ ſtoun ablegen ſollte, und da ſie nun Lord Treherne's an⸗ erkannte Erbin wurde, ſo ſollten ſogleich geſetzliche Schritte geſchehen, um die Vertauſchung ihres Namens mit der Familienbenennung der Treherne's zu beſtätigen. Mit den Gefühlen der heißeſten Dankbarkeit ſah ich Gabriele vor ihrem betagten Gemahl niederknieen, und ihm auf's Zärtlichſte danken für dieſen Beweis der Aner— kennung und Liebe; Triumph erglänzte in ihren Blicken, und Lord Treherne legte ſeine Hand auf ihr ſchönes Haupt und ſegnete ſie. Sie war ihm in jeglichem Sinne des Wortes ein treffliches Weib geworden, und niemals hatte er vergeſſen, daß ihr Blut dem ſeinigen glich. Gabriele aber handelte auch demgemäß; ihre Dankbarkeit machte ſie beſcheiden gegen ihn, weil er beſcheiden gegen ſie war, und ſtets blieb Lord Treherne der Meinung, daß Gabriele ihm durch ihre Heirath eine Gunſt erzeigt habe. Eine Reihe von Feſtlichkeiten und Gaſtmählern er— folgte nun nach unſerer Rückkehr zu Treherne-Abbey, und Gabrielen war der Stern, auf den Alles mit Entzücken und Bewunderung blickte. Sämmtliche notabeln Land— familien ſtrömten herbei, um ihre Huldigungen darzubrin— gen; aber die Erminſtouns kamen nicht eher, als bis Lady Treherne der Familie ihres erſten Mannes die Hand zum Willkommen geboten: ſie ſtand zu hoch ſowohl an Stand als an Geiſt, um die kläglichen Erinnerungen an ihre frühere Unfreundlichkeit noch zu pflegen. Es waren nur noch zwei Miſſes Erminſtoun übrig, die anderen hatten eine gute Heirath gemacht, nach den Begriffen der Welt, wie ſie einmal iſt, und die jüngſte, welche ihre Hoffnung noch nicht aufgegeben hatte, noch einmal Miſtreß Dacre zu werden, war in ein nonnenartiges Frauenzimmer um⸗ gewandelt und hielt ſich in ihrem Aeußern ſo ungefähr 3 1— Intelligenz-Blatt 1 — 406— in der Mitte zwiſchen einer barmherzigen Schweſter und einer Quäkerin; vielleicht errieth Herr Dacre ihr Inneres zu gut, und trotz der fleißigen Armenbeſuche dieſer Dame, trotz der Theilnahme, die ſie den Armenſchulen widmete, und trotz ihrer regelmäßigen lauten Kirchenandachten, blieb er ungerührt und zum Colibat entſchloſſen. Möglich, daß er die Prieſterehe mißbilligte; doch, glaube ich, war er zu einer Zeit verwundbar von dieſer Seite. Wie entzückt war ich, ihn noch einmal wiederzuſehen, und mich von ihm ſeine„kleine weiſe Freundin“ nennen zu hören, mit dem ſanften Lächeln und der liebevollen Art wie früher; ſechs Jahre hatten ihn verändert, er ſah etwas vergrämt aus, und wohl konnte er es, denn er war ein treuer Arbeiter im Weinberge des Herrn: ſeine Miſſion nicht auf die Armen beſchränkt; auch die Reichen und Vornehmen fühlten ſeinen Einfluß. Lord und Lady Treherne begrüßten ihn als einen alten und hochgeſchätzten Freund; und ich konnte in Gabrielens Weſen nicht die geringſte Aufregung wahrnehmen, ſo daß mein früherer Verdacht faſt gänzlich ſchwand. Sie brachte unſere ſchöne kleine Ella mit, um„Papa's und Mama's Freund“ zu bewillkommnen, und Ella, mit ihrem lieblichen, einnehmenden Weſen, gab Herrn Dacre bald zu verſtehen, daß ſie ihn wirklich recht ſehr liebe: ſie war ein frommes Kind, und die Hauptfreude ihres unſchuldigen Lebens war, ſich von mir jene Geſchichten erzählen zu laſſen, die mich in den Tagen meiner Kindheit zu entzuͤcken pflegten, wie verſchieden von den ihrigen! Sie ſang ihre ſchönen Lie— der, auf einem niedrigen Fußſchemel zu Lord Treherne's Füßen ſitzend, und der ſtattliche Edelmann pflegte mit Thränen in den Augen, voll tiefer Rührung auszurufen: „Liebe Schweſter Ruth, liebe Schweſter Ruth, mein Herz ahnet nichts Gutes; gewiß werden die Engel dieſes Kind zu ſich nehmen und uns einſam laſſen.“ Herr Dacre kam nicht häufig nach Treherne, aber er beſaß eine ſchnelle Beobachtungsgabe, und ſah, daß wir uns in dieſem Kinde einen Abgott aufgerichtet hatten; er warnte uns, aber Gabriele ſchauderte— ja, ſchauderte vor Schrecken bei der nackten Wahrheit, auf die er hin— wies, daß Gott ein„eifriger Gott“ ſei, und keinerlei Götzendienſt ungeſtraft hingehen laſſe.... Arme junge Mutter, wie kann ich die Scenen er⸗ zählen, die ich erleben mußte! Ella ſtarb im Alter von zehn Jahren. Die Mutter ſaß ſprachlos und ſtill vier Tage und vier Nächte lang an ihrem Sarge; wir durften nicht wagen, ſie loszureißen, denn es lag in ihren Blicken ein Ausdruck der Aufregung, wenn wir das verſuchten, deſſen Bewerkſtelligung ſelbſt die Aerzte in Verlegenheit ſetzte. Sie hatte ſeit des Kin— des Tode keine Nahrung zu ſich genommen; ſie war noch voller Hoffnung bis zum letzten Augenblicke: es ſei un— auch war möglich, meinte ſie, daß ihr Kind ſterben könne; ihr Geiſt konnte die ungeheure Größe des Kummers nicht faſſen, welcher ihr aufbewahrt bleiben ſollte. So ſaß ſie da wie ein Stein— kalt, ſchweigend und bleich, wie das Bild, welches ſie bewachte. Wer durfte es wagen, die Mutter zu wecken? Herr Dacre unternahm die ſchreckliche Arbeit, aber es war faſt zuviel für ſein zartes theilnehmendes Herz; geſtärkt durch Kraft von oben kam er zu uns— denn ich verließ meine Schweſter niemals— und wir drei waren allein bei der Todten. (Schluß folgt.) Miscellen. Ein Profeſſor der Chemie hatte im Collegium eine elektriſche Batterie gefüllt, und ſagte zu ſeinen Zuhörern: „Sehen Sie, meine Herren, die Füllung dieſer Flaſche iſt ſo ſtark, daß ſie im Stande iſt, einen Menſchen zu tödten und einen Ochſen zu betäuben.“ Unverſehens kam der Profeſſor der Batterie zu nahe, ſie entlud ſich und warf ihn zu Boden. Die Studenten ſprangen hinzu, um ihm beizuſtehen, allein es war unnöthig, denn mit den Worten: „Gott ſei Dank, ich war nur betäubt,“ rappelte ſich der Profeſſor wieder auf. ö Ein junges Mädchen brachte einen Brief ohne Auf— ſchrift zur Poſt.—„An wen ſoll er denn?“ fragte der Poſtbeamte.„Ach!“ ſagte das Mädchen, und zupfte ver⸗ legen am Schürzenbande.„Wohl an den Liebſten, mein ſchönes Kind?“—„Ja,“ ſtammelte ſie kaum hörbar.— „Aber wie heißt er und wo wohnt er?“— Raſch ver⸗ ſetzte das Mädchen:„Sie brauchen auch nicht Alles zu wiſſen!“ und lief fort, indem ſie dem erſtaunten Poſtbeam⸗ ten den Brief in der Hand ließ. Ein Reiſender erkundigte ſich bei einem Kaufmanne nach den Verhältniſſen eines andern, auf welchen er einen Wechſel hatte. werden an ihm einen charmanten alten Herrn kennen ler⸗ nen, der aber leider blind iſt.“„Blind!“ rief der Fremde aus,„ich bin verloren, mein Wechſel lautet nach Sich. Als es noch verpönt war, in anſtändiger Geſellſchaft mit langen Beinkleidern zu erſcheinen, beſuchte ein Student einen Profeſſor in den damals erſt in Aufnahme kommen⸗ den ſogenannten Pumphoſen, und es entſpann ſich folgen— des Geſpräch: — Sie haben da ſehr auffallende Beinkleider; die ſind wohl jetzt Mode? — Ja wohl, Herr Profeſſor! — Aber zu anſtändigen Leuten geht man mi ſelben doch wohl nicht? — Nein, Herr Profeſſor! t den⸗ Pachtliebhaber aus Friedberg, Ockſtadt und „Der Mann iſt gut,“ ſagte Jener,„Sie Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. A τνοτττττιοιινονν Garten ⸗Verſteigerung. (2028) Mittwoch den 29. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe zu Folge eingelegten Nachgebots ein der Frau M. M. Ortenbach, geb. Philippi zu Wetz⸗ lar, gehörender Garten, Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 239 No. 58. 92,4 Klafter 47 Ruthen Garten in der 15. Gewann, in der Köh⸗ lergaſſe an Franz Ruppel, nochmals freiwillig unter dem Anfügen verſtei⸗ gert, daß bei annehmbarem Gebot die Geneh⸗ migung ſogleich ertheilt werden ſoll. Friedberg den 20. Dezember 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung, (1918) Dienſtag den 28. Dezember l. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rath⸗ hausſaale circa 70 Morgen in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung gelegene Aecker des Hofgerichtsadvokaten Trapp III., ſoweit dieſe leihfällig ſind, oder ſeither von ihm ſelbſt be⸗ wirthſchaftet worden, theils ſtammweiſe, theils einzeln, auf zwölf Jahre unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen in Zeitbeſtand verliehen werden und ladet man die Fauerbach hierzu ein. Friedberg den 3. Dezember 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben der Stearinlichter⸗Lieferung. (2013) Der Bedarf an Stearinlichter für die hieſige Synagoge pro 1853, in circa 100 Pfund beſtehend, ſoll auf dem Soumiſſionswege an den Wenigſtfordernden vergeben werden, wo⸗ von man die betreffenden Intereſſenten mit dem Anfügen in Kenntniß ſetzt, daß die deßfallſigen Soumiſſionen verſiegelt und mit der erforder⸗ lichen Aufſchrift verſehen, längſtens bis zum 4. Januar 1853, Vormittags 10 Uhr, in der Wohnung des Unterzeichneken, woſelbſt K * — ochent . bohrte Abonn (2033) Mith ſe„ arbeiten Abbil dur gibt es? wodurch d. Börſe, G vorkommen — 3 4931) geäußert! beſtehenden wiſſe, ver. Bemerk über 70 8 dung beſti männlich ſollten, da fliegen un trotz dieser einen Kap Diejenit ſonnen ſin den, wolle wenden, fiatutengen Friedt 89 1 (1999 Kupfer ka beſtmoglic Das Etab in Frar 2039 Hava Gaga (2011 15 ohnun Hauſe 10 Kruͤcht⸗ U Zugleig Haſtehend auch die Lieferſpugungen nebſt Probe der Lichter von heil engeſehen werden können, portofrei einzuf ind. Friedberg Dezember 1852. Der Vorſtand isrel. Religionsgemeinde Mrper Hirſch. Arbeereigerung. (20A) Daänige der Synagoge und der Straße vorflüben ſoll für 1853 Frei⸗ tag den 31. d. Vemittags 10 Uhr, — 407— in der Wohnung des Unterzeichneten, öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 22. Dezember 1852. Der Vorſtand. der israel. Religionsgemeinde Mayer Hirſch. 139 Gulden (2045) liegen in der Kirchenkaſſe zu Bru⸗ chenbrücken zum Ausleihen bereit. Friedberg. Der Kirchenrechner Heidt. Fruchtverſtei gerung. (2946) Montag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die Früchte der hieſigen Pfarrei, beſtehend in eirca 60 Malter Korn und 60 Mal⸗ ter Gerſte, auf dem Rathhauſe dahier öffentlich verſteigert werden. Oppershofen am 19. Dezember 1852. In Auftrag des Kirchenvorſtandes: der 1 Heſſ. Bürgermeiſter o f. Privat⸗ Bekanntmachungen. Einadung zum Abonnement auf das erſte Quartal 1853 des Mit wöchentlich 1=hogra⸗ phirten Bei Frankfurter Anzeigers. Wird, außer Montags, täglich ausgegeben. Abonnems preis für Frankfurt 45 kr. per Quartal; für auswärts bei allen Poſtämtern Deutſchlands, gemäß euen Abbildungenneueſten Mpelgarnituren; gibt es Neu) eine kurze bündige, Mulativ, mit unbedeutendem 2033) De Frankfrter Anzeiger“ Rathſel⸗, ze. gaben; ariſer Modeberi arbeiten mitſildungen populär⸗wi Poſtaufſchlag. Alle Poſtämter nehmen Beſtellungen an. bringt Erzählungen, Novellen, Gedichte, Miscellen, Schach-, Rechnen⸗, ericht mit Modebild; das Allerneueſte in Häkele, Stick⸗, Strick-, Filet⸗ und Band⸗ ſſenſchaftliche Ahandlungen; für Künſte und Handwerke Polizei⸗Chronik; Feuilleton für Theater zeitweiſe lithographirte und Concert; täglich(unter der Rubrik:„Was aber vollſtändige Rundſchau auf dem Gebiete der Politik und des öffentlichen Lebens, wodurch dem bas ſehr oftunerquickliche Durchſehen großer politiſcher Zeitungen erſpart wird; ein vollſtändiges Coursblatt der hieſigen Börſe, Getrei Oel⸗ und Fanntwein⸗Berichte; das Frankfurter Amtsblatt im Auszug. vorkommenden Nuſfu kann bei r großen Verbreitung des„Frankfurter Anzeigers, der beſte Erfolg garantirt werden. ichen Verſtgerungen müſſen laut ſtadtgerichtlichem Decret in dieſem Blatte bekannt gemacht werden. Proätter ſtehen af Verlangen gratis zu Dienſten. Die hierorts Zu Beſtellungen empfiehlt ſich C. Bindernagel in Friedberg. Zurſeachtum! (193 Da verſchiedenen Siten uns geäußert worde daß man von er dahier beſtehenden Schcher-Leichengeſellſchft nichts wiſſe, veranlaßffolgendes zu veröffntlichen. Bemerkte Lenſſengeſellſchaft beſtot ſchon über 70 Jahre wurde zur Zeit der Grün⸗ dung beſtimmt] bei Sterbefällen, ſowohl männlich als ſch, 12 fl. bezahlt verden ſollten, das Sllegeld iſt aber bis itzt ge⸗ ſtiegen und feſt auf 30 fl. à Perſo, und troß dieſer bedden Erhöhung hat die Kaſſe einen Kapitalſtyn 900 fl. errungen. Diejenigen en Ortsbürger, welch ge⸗ ſonnen ſind Md dieſer Geſellſchaft zu ver⸗ den, wollen ſic den unterzeichneten Vorſand wenden, welcerne bereit iſt, die nähren ſtatutengemäßängungen vorzulegen. Friedbert 6. Dezember 1852. r Vor ſtan d: Faatzakob Wien. H. Waas. hannes Rückert. Ah once. 1999) Aſlei, altes Meſſing und altes Kupfer kauft der Quantität und zu den beſtmöglichen en Das Etabliſſefür mechan. Conſtruetion von l Stump, in Frankfun., Römerberg J. 77 u. 78. (2039) le chete Havan& Hamburger Eigarri bei M. Hirſchſprung. 9 ei (2040) g m ich einem geehrten Publikum die ge, däß ich meine ſeitherige Wohnung ver und jetzt in dem Steinernen Hauſe bei HPhilippi wohne und meinen Frucht⸗ und Andel fortbetreibe. Zugleich brih zur Anzeige, daß auf be⸗ vorſtehende Wften ſehr ſchöner Blumen⸗ 2 vorſchuß, ſowie alle Sorten Hülſenfrüchte zu haben find. 5 Friedberg. Louis Oppenheimer. Wohnungsveraͤnderung. (2047) Meinen verehrten Freunden und Gön⸗ nern zeige ich hiermit ergebenſt an, daß ich mein ſeitheriges Logis verlaſſen habe und jetzt bei Herrn Gaſtwirth Rodaug, dem Landgericht gegenüber, wohne. Ph. Briel, Friedberg. f Schuhmachermeiſter. Auf Obiges Bezug nehmend, empfehle ich mich gleichzeitig als Hebamme und bitte um geneigten Zuſpruch. Friedberg. Johannette Briel. Aus freier Hand (2018) ſtehen zum Verkauf: Tiſche, Bänke, mehrere Fleiſchrahmen und Hauklötzer, Faſſer, Bütten, Gläſer, Waagen, Gewichte und ein Metzgerhund, bei Friedberg. Daniel Gerth, Uſergaſſe. Eine tüchtige Hausmagd, (2049) welche im Kochen nicht ganz uner⸗ fahren iſt und ſpinnen kann, wird auf Petritag geſucht. Ge ſ uch. (2050) Ein Hausknecht wird in ein Gaſt⸗ haus geſucht. Wo? ſagt die Exped. d. Blts. Rum de Jamaica, Arac de Batavia, Punſch⸗ und Grogeſſenzen, bei (20510 Wilhelm Fertſch. Zur gefaͤlligen Beachtung. (2052) Der Unterzeichnete, welcher nach Amerika auszuwandern beabſichtigt, iſt geſonnen ſein in Groskarben gelegenes einſtöckigtes Wohn⸗ haus nebſt einem dazu gehörigen, eirca 30 Ru⸗ then haltenden Gärtchen, ſowie ſeine unweit Groskarben gelegene Ziegel⸗ und Backſteinbren⸗ nerei, mit überbautem Ofen, unter ſehr annehm⸗ baren Bedingungen aus freier Hand zu ver⸗ kaufen. Auch können circa 15000 ungebrannte, ſowie 12000 gebrannte Backſteine käuflich bei mir abgeſetzt werden. Groskarben den 18. Dezember 1852. Joh. Schackal. Zu ger a d fe n. (2053) Einen dunkelrothen 2½ jährigen Fa⸗ ſelochſen, Vogelsberger Race, welcher gut zur Zucht iſt, hat zu verkaufen Chriſtian Burkhard zu Oberrosbach. fou ch⸗ (205) In eine kleine Haushaltung dahier wird auf Petritag ein ſolides Mädchen geſucht, 2 1 das Kochen und alle Hausarbeit ver⸗ eht. Fein reetiſieirten Spiritus, 155 f 5 a 90 pCt. Pralles, per Maas 1. f ..— bei Friedberg. Wilhelm Hanſtein. ver mieten. 3 u (2056) Der zweite Stock in meinem Hauſe iſt im Ganzen oder auch getrennt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Andreas Graubert in der Vorſtadt. Tanzmuſik zu Fauerbach II. (2057) Montag den 27. Dezember, als den dritten Feiertag, iſt bei dem Unterzeichneten gutbeſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Nee ies Tanzmuſik. (2058) Auf den 2. Chriſtfeiertag d. J. iſt e Tanzmuſik, wozu höflichſt einladt Oſſenheim den 20. Dezember 15 4 e ik. (2059) Am zweiten Chriftfeiertag findet in meinem Saale Harmonie- und Tanzmuſik ſtatt, wozu höflichſt einladet Okarben den 22. Dezember 1852. Jo h. Gaul. 1 — 408— Soolbad Nauheim. 5 Toe 25 i 061) zu den Jahresberichten een ee 1 1. für die 0 Bürgermeiſter ſind vor⸗ 5 2 räthig bei a im Kurhaus. Friedberg. E. Bindernagel. Wilhelm Hanſtein in Friedberg (2032) empfiehlt ſeine Fabrikate aller Sorten feinsler Liqueure ꝙ Essensen. Gleichzeitig macht er auf ſein wohlaſſortirtes Lager von achten Cigarren& Specerei- Maaren unter niedrigſt geſtellten Preiſen beſönders aüfmerkſam. H. W. Hatteroth in Friedberg (2062) empfiehlt feinſten Düſſeldorfer Punſcheſſenz, alle Sorten Rum, achten Arae de Batavia, alle Sorten Gewürz⸗ und Geſundheits⸗ Chocolade, chineſiſchen Thee, Vanille, Zeylon⸗Zimmet, friſche Eitronen, Capern, Sardellen, holländiſche Vollhäringe, prima Stearin⸗, Tafel⸗, Wagen⸗ und Laterneulichter, Wachsſtöcke, wohl⸗ riechende Seife, in Facon und ausgewogen, nebſt allen Speeerei⸗ Waaren, zu den billigſten Preißen. (2063) Beſtellungen auf das täglich zwei Mal erſcheinende, mit dem Unter⸗ haltungsblatte„Didaskalia“ verbundene Frankfurter Journal für das mit dem 1. Januar beginnende Quartal nehmen alle Poſtämter Deutſch⸗ lands, der Schweiz und Belgiens an. Vierteljährlicher Preis innerhalb des fürſtl. Thurn und Taxis'ſchen Poſtverwaltungsbezirkes 2 fl. 80 kr., außer⸗ halb deſſelben 2 fl. 49 kr. excl. geſetzlich beſtehender Stempel- und Beſtell⸗ gebühren. Li t eg ra ri ſſche Anz ei ge Weber's Volks⸗Kalender für das Jahr 18 5 3. Mit vielen Illuſtrationen. Inhalt: Jahreskalender— Geſchichtskalender— Politiſche Belehrungen— Länder- und Völkerkunde— Naturhiſtoriſche Belehrungen.— Gemein- nützige Belehrungen.— Unterhaltungskalender.— Haus- und Hülfskalender. Preis 44 kr. (2061 Weber's Volks⸗Kalender für das Jahr 1853, im Verlage von Weber zu Leipzig, er⸗ ſcheint gegenwärtig bereits im vierten Jahrgange, was für ihn ſprechen muß, da er ſich unter ſo vielen Konkurrenten ſeinen Platz zu ſchaffen und zu erhalten gewußt hat. Unbedingt iſt die Kalender. Literatur in der Gegenwart ein ſehr gewichtiger Moment für die Bildung und Leitung des Volks. Denn Hunderten von Kalendern, die jährlich in Deutſchland erſcheinen und Hundert⸗ tauſenden, wenn nicht Millionen geiſtigen Impuls zu geben verſuchen, muß man eine literariſche Bedeutung zugeſtehen. Der vorliegende Volks⸗Kalender von Weber nimmt auf dieſem Gebiete keinen unbedeutenden Platz ein; er iſt verhältnißmäßig wohlfeil, enthält einen ſehr reichen Stoff, geziert mit Bildern, die oft ſehr draſtiſch an die Anſchauung des Volks appelliren, und hat eine entſchiedene Tendenz, über die ſich das Vorwort des vorliegenden Jahrgangs näher ausſpricht: „In einem einigen, von einem feſten Bundesbande umſchloſſenen Deutſchland, heißt es im Vor⸗ wort, erblicken wir die Bürgſchaft ſeines Beſtandes und die Gewißheit, daß es aus den Stürmen, die früher oder ſpäter, aber gewiß über das alternde Europa einherbrauſen werden, unverſehrt und kräftiger hervorgehen werde, als es in dieſelben hineingeht.“ In dieſer ſo angegebenen Tendenz des Kalenders iſt nun auch vornämlich der ziemlich umfangreiche Beſtandtheil des Ganzen, der Geſchichts⸗Kalender gehalten. Daran ſchließen ſich in gleicher Richtung politiſche Belehrungen, wie der deutſche Zollverein und der mitteleuropäiſche Handelsbund. Weitere Aufſätze verbreiten ſich über das Kirchenleben, die Schule. Daran reiht ſich die Länder- und Völkerkunde. Ferner folgen naturhiſtoriſche Belehrungen, welchen ſich gemeinnützige Beleyrungen anreihen. Zum Schluß folgt der Unterhaltungskalender, ſowie ein Hand⸗ und Hülfskalender; ein reicher Stoff mithin in angemeſſener Ausſtattung. 5 Kirchliche ufeigen. 1. heil. Weih Vormittags: Hr. Canfi G ts feiertag. Gottesdienſt in tadtkirche: ütlich. Nachmittags: Hr. Stenrpr Seel. Vormittags: Hr. Dios Nachmittags: Hr. Pfarramtswoch Vormittags: Hr. n Nachmittags: Hr. landid Hof. Vormittags: Gottesdienſt in ſe 2. heil. We Gottesdienſt urgkirche: Baur. dit siert nchts feiertag. 1 105 Baur. de Stadtkirche: acoß Baur. Gottesdienſt en der Burgkirche: „Stadtpfrer Sell. Piſtolen Friedrichsd'or 2 Holländiſche 101. Stücke Rand⸗Ducaten D 20 Frankſtücke/ Engliſche Sou rains. Preußiſche Thler. 5 Frankenth 1 Preußiſche Cſenſcheine. 9 43-E44 „ 9 5455 ½ „ 9 48 ¼½49 ½ „ 5 3637 ½ „9 25½-26 11 48 17 1 45— 7% „ 220 ¼œ—B1ů/ „ 145—¼, Frichtpreiſe. 7 15. Dez. 7. Dez. 16. Dez. att ing. ried⸗ Gerns⸗ 5 6 g He Mainz heim 77 fl. fr. fl. kr. fl. kr. Waizen p. Malter 94010 23— 7 Korn 1 8 174587 4 Gerſte 77 5 40] 5 1 610 Hafer 3— 3261 3115 füe die Städte Friedberg und Butzbach eee Tax e vol 25. bis zum 31. Dezember. 2 ö Fried⸗ Butz⸗ 2 Jrod⸗Preiſe. berg. bach. 1 kr. pf.] kr. pf. ib⸗Roggenbrod 3— 3— „„ ee N. 11 4 7. 7 th. eth. — Milchbrod 1,15 —Waſſerweck 1 577 —Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 15%] 1/7 Fleiſch Preiſe. pf 1 1 Ochſenfleiſch 12— 12— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 9— 18— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7 ieee „ Kalbfleiſch 5 7 1 7— „ei gemäſtetes—— „ Schweinenſeiſch 13— 13— „ Hammelfleiſch 8— 81— 5 Schaaffleiſch 61——— „J Wurſt v.blos Schweinen 14— 14— „ Bratwurſt 17— 17— 9 Schwartenmagen 164— 16— „ Geräucherter Speck 23— 23— „ Schinken 17— 17— „ Dörrfleiſch 18— 17— „ Schweinenſchmalz, 9 ausgelaſſen 21— 21— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 20— 118— „ Hammelsfett 16— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Kra u 5. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. — D. 75 Abonnem zum Fi und pr. 5 Verbte werden!