Und Butzliun Marz — 2 61— 16 12 Bütgermeifter Kran b. — Intelligenz-Vlatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Mittwoch den 24. März 1852. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg a die Gr. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten und Polizei⸗Commiſſäre, ſowie an die Gr. Gensdarmerie des Regierungsbezirks. Letreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Johannes Vogel von Vil⸗ del wegen Diebſtahls, hier die Arretirung des Friedrich Götz von Langenbergheim. Wir beauftragen Sie hierdurch, auf Friedrich Götz wn Langenbergheim zu fahnden und ihn im Betretungsfalle uns verhaftet zuzuführen. g Friedberg den 16. März 1852. Shen ieee. Der Ring. Eine Erzählung von Ernſt Ritter. (Fortſetzung.) Sie war in einem Zuſtande, der den Scherz nur ils eine Erſtarrung aufkommen läßt; es war ihr, als ſei lein Blut mehr in ihren Adern, und ſtatt des Lebens ein tiſiges Zittern, das ſie in krampfhafter Bewegung hielt; ſe fühlte wohl: daß in dieſem Augenblicke das Glück vor ür wich, aber ſie fühlte es wie Jemand, der träumt und ticht die Hand ausſtrecken kann, um es zu halten. Sie glaubte zu ſterben und ſetzte ſich vernichtet auf die ſtei— nerne Bank. Robert erſchrack über ihre Schwäche, und es dauerte eine Zeit, bis er ſie wieder etwas aufzurichten vermochte. b „Ich könnte nichts thun, um Dich zu erwerben,“ ſagte ſie,„Ich ſehe es jetzt, daß ich zu Allem zu ſchwach bin; nur treu kann ich Dir ſein, bis ich ſterbe.“ „Aber Du wirſt nicht ſterben, und ich hole Dich bald,“ rief er muthig aus;„laß' uns nicht länger ſo ge⸗ nartert bei einander bleiben; noch eine ſolche Stunde und ich ſchieße mich todt. Gehe heim, ich laufe heute noch ein Stück Weges und Gott ſegne Dich!“ So trennten ſie ſich. Wie im Traume ſchlich ſie nach der Stadt zurück, öffnete das Haus, fand ihr Zim⸗ ner, ihr Bett,— und erwachte mehrere Tage nicht zum Bewußtſein.— Als ſie zu ſich kam, ſaßen die Baſe Els—⸗ beth und der Vater einträchtig neben ihr; er hatte den Groll wegen des Korbes in der Dankbarkeit um der Baſe treue Pflege für ſein Kind ertränkt. Beide waren freundlich und ſorglich um Victorie beſchäftigt. Aber ihr erſter Gedanke beleuchtete auch die ganze ſchreckliche Ver— gangenheit; doch ſprach ſie kein Wort, das daran erin— nerte. Ihr Vater zeigte ſein Bewußtſein des Vorgefalle— nen nur durch eine nie da geweſene Zärtlichkeit für ſie. Er mochte ſeine Rohheit gegen Robert bereuen, doch ſprach er's nicht aus. Aus des jungen Menſchen Entfernung und Victorien's plötzlicher Krankheit errieth die Baſe den Zuſammenhang. Es blieb etwas unausgeſprochenes Trü— bes zwiſchen dieſen drei Menſchen, das Elsbeth, die die Heiterkeit liebte und gern plauderte, am läſtigſten war; denn wenn es zwiſchen vertrauten Menſchen nur einen Gegenſtand gibt, den ſie nicht berühren dürfen, ſo haben ſie ſich gar nichts mehr zu ſagen. Dennoch hatte Elsbeth eine Scheu, Victorien's Herzensgeheimniſſe mit derſelben zu beſprechen; ihre eigene Zurückhaltung war ihr ein Wink zu ſchweigen. Bald kam Alles wieder in's gewöhnliche Geleiſe. Victorie ging wieder aus, und der Vater ſaß wieder im Comptoir. Es war ein Frauenkloſter in der Stadt, das nun aufgehoben iſt. Victorie beſuchte ſeit ihrer Krankheit deſ— ſen Kirche oft, weil der Weg dorthin nur kurz war. Einſt begleitete ſie Elsbeth. Die ſieben Leidenſtationen waren durch ſieben Altäre verſinnlicht, und jeden Altar ſchmückte ein Bild von Hans Holbein. Die Beiden beſahen ſich die ſinnvollen Schildereien. —„Sieh' wie ſchön und wie ſonderbar,“ ſagte Victorie zu Elsbeth, und zeigte auf eins der Bilder. Es war eine reich verzierte Tafel, die in der Form eines Schreines, wie dieß gewöhnlich bei den alten frommen Bildern der Fall war, zum Zurücklegen eingerichtet war. Auf dem Hauptfelde war das Chor einer Kapelle mit prachtvollem goldenen Schnitzwerke abgebildet. An den Stufen, die an das Chor hinauf führen, ſaß eine Nonne, mit dem Rücken gegen den Beſchauer gewendet, nach dem Haupt⸗ altar blickend; es war eine junge ſchöne Geſtalt im ſchwar— zen Talar mit weißem Schleier, der Ordenstracht der Dominikanerinnen; aber der Schleier war in die Höhe gehoben und zeigte den ſüßeſten Nacken und ſchlankeſten Hals entblößt und jugendlich, ſo ſchoͤn, daß das Auge des Jünglings mit Schwärmerei auf dieſen holden Formen hätte ruhen müͤſſen; ja es war ein Schimmer uͤber dem — lebensvollen Fleiſche ausgegoſſen, wie der Strahl eines liebenden Auges. Hinter der Nonne gingen Greuelſcenen der Chriſtenverfolgung vor: der heilige Paulus war ent⸗ hauptet worden; ſein verſtümmelter Körper ſpritzte rothe Blutſtrahlen aus, die eine Oeffnung im Fußboden auf⸗ nahm, während ſein Kopf in heiliger Ruhe, aber mit ge⸗ ſchloſſenen Augen, wie er dem Henker als gräßliche Viſſon ſeines Gewiſſens mag vorgeſchwebt haben, auf der Erde ſtand. Aber die Jungfrau ſah nichts von dieſem Blutge— richte; ihr Blick war nach dem Hauptaltar gerichtet und wußte nichts von dem Schrecken der Erde; ſie ſchien ihre Rechnung mit derſelben abgeſchloſſen zu haben; und doch war in der Darſtellung des Künſtlers ein rührend irdi⸗ ſcher Zug. Sie ſaß unter den gemarterten Heiligen wie jenes Erdenkind unter den Elfen, man ſah ihr die ver— ſchiedene Natur an. Auf der Lehne des Stuhles aber ſtand deutlich geſchrieben:„Thekla.“ (Fortſetzung folgt.) Für die nothleidenden Vogelsberger. Für die nothleidenden Vogelsberger wurden vom 10. bis 12. l. M. in Aſſenheim an Kammeraſſeſſor Freſenius nachfolgende Un⸗ terſtützungen gegeben und von demſelben alsbald an das Hülfscomité zu Schotten überſandt: 1 e Von Ihrer Erl. verwittw. Fr. Gräfin zu Solms Rödelheim 30 fl.; Ihrer Erl. der Gräfin Emma zu Solms⸗Rodelheim 5 fl. 24 kr.; Ihrer Erl. der Gräfin Mathilde zu Solms⸗Rödelheim 10 fl. 48 kr.; Sr. Erl. dem Hrn. Grafen Max zu Solms-Rödelheim 50 fl.; Sr. Erl. dem Hrn. Grafen Franz zu Solms⸗Rödelheim 15 fl.; Sr. Erl. dem Hrn. Grafen Eduard zu Solms⸗Rödelheim 10 fl.; Frl. Albers 36 kr.; Frl. Brill 1 fl. 30 kr.; Frl. Weiland 1 fl. 30 kr.; Frl. Ch. Hammel 1 fl. 30 kr.; Hill 3 fl.; Fr. Hill 1 fl.; K. Hill aus deſſen Sparbüchſe 30 kr.; O. Hill desgl. 30 kr.; H. Hill desgl. 30 kr.; Dem. Strauch 2 fl.; J. 12 kr.; Regiſtr. Augſt 3 fl.) W. F. 3 fl. 42 kr.; Pfr. Buff zu Nie⸗ derwöllſtadt 1 fl.; Revierf. Hartmann auf Bainhards 1 fl.; W. T... 2 fl. Durch Vermittelung des Hrn. Pfarrer Bornagius dahier: Pfar. Bornagius 30 kr.; Bürgerm. Schmidt 30 kr.; Fr. Schmidt W. 30 kr; Dr. Schäfer 1 fl.; Fr. Breidenſtein Wtw. 30 kr.; Dem Richter 12 kr. Schäfer 1 fl.; P.. l fl.; C. Koch t fl.; Trümpert 30 kr.; Süffert 1 fl.; Fr. Beſt Wtw. 30 kr.; G. Runkel 12 kr. C. Gref 12 kr.; Chr. Schmidt 1. 30 kr.; Fr. Peths 36 kr.; Berntheuſel 30 kr.; Krick 24 kr.; Fr. Forſim. Hofmann 1 fl.; Frl. Joh. Hofmann sen. I fl.; Frl. Joh. Hofmann Jun. 30 kr. Ad. Kramme 12 kr.; G. Pergoli 12 kr.; Bauſch 48 kr.; Fr. C. Bozz 30 kr.; B. Reuling 30 kr. Durch freundliche Ver⸗ mittlung des Hrn. Advokaten Dr. Jur. Geyger in Frankfurt 100 fl. Summe 260 fl. b Aſſenheim den 17. März 1852. Freſenius. Kirchenbuchs-Auszug vom Monat Februar. Friedberg. Getraut e: 5 5. Zu Kaichen.) Heinrich Meyer, hieſiger Burger und Geometer, dermalen zu Heldenbergen wohnend, ehelicher Sohn des hieſigen penſionirten Kanzleidieners Georg Meyer, und Margaretha Kalbhenn, des zu Helden— bergen verſtorbenen Bäckermeiſters Wilhelm Kalbhenn eheliche Tochter. e e ee 1. Dem hieſigen Bürger und Gerbermeiſter Johannes Walz II. ein Sohn, Philipp, geb. den 12. Januar. 10. 12. 12. 13. 15. 17. 18. 19. 21. 24. 2. Dem hieſigen Bürger und Küfermeiſter Philipp Koch ein Sohn, Ludwig Karl Abel Chriſtian, geb. den 21. Jan. Dem hieſigen Bürger und Lackfabrikanten Friedrich Roßbach eine Tochter, Katharina Maria, geb. den 6. Januar. Dem hieſigen Bürger und Heildiener Johannes Rup— pel ein Sohn, Karl Chriſtian Ernſt, geb. den 11. Jan. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Konrad Diehl II. eine Tochter, Johanna Philippine, geb. den 25. Januar. Dem hieſigen Bürger und Spenglermeiſter Karl Rauſch ein Sohn, Karl, geb. den 17. Februar. . Dem hieſigen Bürger und ſtädtiſchen Bauaufſeher Peter Gatzert eine Tochter, Karoline Louiſe Friderike Char— lotte, geb. den 31. Januar. a Dem hieſigen Bürger, Küfer- und Bierbrauermeiſter J. Friedrich Adam Rodaug ein Sohn, Friedrich Wil— helm, geb. den 1. Februar. 5 e e e ee Joſeph Ströhlein, hieſiger Bürger und Büchſenmacher, alt 71 Jahre; T am 7. Februar. Katharina Eliſabetha Maria Dorothea Faatz, des hie ſigen Bürgers und Rechnungspraktikanten Joh. Jakob Faatz eheliches Töchterchen, alt 3 Monate und 1 Tag; 1 den 10. Februar. 5 Zu Aſſenheim.) Johann Georg Bopp, des weiland hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Heinrich Bopp nachgelaſſener ehelich lediger Sohn, alt 15 Jahre, 6 Monate und 4 Tage; fl in Folge eines Sturzes von einem Scheuergerüſte am 10. Februar. 6 Martin Engel, des hieſigen Bürgers und Büchſen— machers Heinrich Engel eheliches Söhnchen, alt 10 Monate; 1 den 11. Februar. Eva Sybilla Suhrada, geborne Hilbrecht, des weiland hieſigen Bürgers und Seifenſieders Anton Suhrada nachgelaſſene Wittwe, alt 71 Jahre, 4 Monate und 15 Tage; 7 den 13. Februar. Eliſe Emilie Gerth, des hieſigen Bürgers und Metz germeiſters Johannes Philipp Gerth eheliches Töch— terchen, alt 5 Monate und 1 Tag; 5 den 15. Febr. Juliane Dorothea Antonette Chriſtine Becker, des hie— ſigen Bürgers und Handarbeiters Thomas Becker II. eheliches Töchterchen, alt 7 Monate und 20 Tage; 1 den 16. Februar. Karl Rauſch, des hieſigen Bürgers und Spenglermei— ſters Karl Rauſch eheliches Söhnchen, alt 1 Tag; 1 den 18. d. M. Eliſabetha Achenbach, der Eliſabetha Achenbach außer— eheliches Töchterchen, alt 2 Jahre, 7 Monate und 24 Tage; 1 den 19. Februar. Magdalene Amalie Fertſch, des hieſigen Bürgers und Kaufmanns Wilhelm Heinrich Fertſch eheliches Töch— terchen, alt 11 Monate und 8 Tage; 1 den 23. Febr. Eliſabetha Achenbach, der Emilie Achenbach außerehe— liches Töchterchen, alt 1 Monat und 28 Tage; t den 23. Februar. Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. N τν ινοεο ν Edictalla dung. (359) Ueber das Vermögen des Simon Meyer zu Altenſtadt und deſſen Ehefrau Mal⸗ chen, geborne Simon, iſt von Gr. Hofgericht zu Gießen der Concurs erkannt worden. Man fordert deßhalb die bekannten wie unbekannten Gläubiger derſelben auf, ihre Forderungen im Termine Dienſtag den 20. April l. J., a Vormittags 9 Uhr, ſogewiß dahier anzumelden und zu begründen, widrigenfalls Ausſchluß von der Concursmaſſe erfolgt. Großkarben den 24. Februar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Jäger. Schmidt. Oeffentliche Aufforderung. (879) Konrad und Johannes Alban, Söhne des verlebten Ludwig Alban zu Mün⸗ * ſter, ſeit längeren Jahren abweſend, unbekannt wo, werden auf Antrag ihrer Mutter aufge- fordert, binnen einer Friſt von zwei Monaten zur beabſichtigten Veräußerung der elterlichen Immobilien ſich einzufinden oder einen Bevoll⸗ mächtigten zu beſtellen. Geſchieht weder das eine noch andere, ſo wird von Gerichtswegen ein Curator für ſie beſtellt und dieſem ihre Vertretung überlaſſen werden. Butzbach den 28. Februar 1852. Großh. Ee en r bea, 9 7460 „ Holzot Atnef. ban Jaufts rel 16) binn 19905 e aun adolf 2 Stechel 8 1 30 ,“ 69 ge f 40 Gehalt An die Male maar ug Molhel, un von Niet Fuhd. Oberrosb f F uch (139) Mill lags um 2 auſe bon den Apnenfons 20 ſffelich mate Friedberg Edi 80 0 2 1 zu Solm und Oe von Leih im geſeßz 90 fr., dee dem un, de walung line, Jollen nach de Beſtimmunge Es werde bekannten un kufgefordert gewiß binne ſncten Gerich ſablung der Berechligten Vußbach „ Süt (469) No mittags um Hause quf fte manns deen chen Gulet Vtiedberg, u derlich me Fldſchüze r 0 a v l. dn „ dee geb. den n Nu 4, 16. Jan. * Konrad „ geh. den 1 Karl Musch cher peter de derike Char⸗ dalermeiſer kedrich Wil⸗ ichſenmacher, us, des hie⸗ Ich. Jakob und 1 Tag; des weiland mich Bopp ) Jahre, 0 Dlurzes von ud Buͤchſen⸗ hen, alt 10 des weiland u Suhrax Nonate ud d und Metz; liches Toch⸗ n 15. Fett. ker, des hie. Becker II. 20 Tagt; penglermei⸗ 1 Tag; i bach außer⸗ Monate und 0 außerehe⸗ der elterlichen einen Bevol⸗ iht weder das Gerichtswegin nd dieſem in ietal ladung. (880) Gegen das Vermögen des nach Ame⸗ kla entwichenen Chriſtian Reiß 11. von Wöl⸗ fersheim hat Gr. Hofgericht zu Gießen den Concursprozeß erkannt, und es werden daher alle Diejenigen, welche Anſprüche irgend einer Art an jenes bilden können, aufgefordert, dieſelben den 29. April, Vormittags 9 Uhr, 5 bei Meidung des Ausſchluſſes damit, dahier geltend zu machen. Hungen den 20. Februar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. Bekanntmachung, bitreff.: Holzverſteigerung im Domanialwald Frauenwald, Reviers Oberrosbach, FJorſts Friedberg. (446) Freitag den 26. d. M. ſollen in dim oben genannten, bei Niedermörlen gelege⸗ nen Walddiſtricte: 2 Stecken Eichen ⸗Scheitholz, 5 8„ Birken⸗, Obſtbaum- u. Eichen⸗ Prügelholz, i 1„ Ascpen⸗ u. Weiden⸗Prügelholz, 1 1 Eichen⸗Stockholz, 3959 Wellen Birken-, Obſtbaum- u. Eichen⸗ Reißerholz, 1330„ Aspen⸗- und Weiden⸗Reißerholz, 12 Läſte Allerleiholz, 40 Gebund Weiden-Nutzreiß, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Zusammenkunft und Anfang der Verſteige⸗ ting: Morgens 8¼ Uhr am Glockenſtück, auf dem von Niedermörlen nach Nauheim führenden dußpfad. Oberrosbach den 15. März 1852. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bing mann. Fruchtverſtei gerung. (439) Mittwoch den 24. März d. J., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ tauſe von den Fruchtvorräthen des vereinigten Armenfonds 20 Malter Gerſte zweimalterweiſe, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 18. Marz 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bee nde Edictalla dung. (468) 1) Die dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗Lich in der Gemarkung Hauſen und Oes zuſtehende, durch Allodification von Leihſiedeln entſtandene Grundrente, 3 beſclachen Geldanſchlage von 312 fl. 50 kr, 2) die dem Freiherrn Georg zu Francken— ſtein, dermalen in München, in der Ge— markung Rockenberg zuſtehende Grund— rente, im Geldanſchlage von 1 fl. 59% kr., sollen nach den deßfalls beſtehenden, geſetzlichen Beſtimmungen abgelöſt werden. Es werden daher alle bei dieſen Ablöſungen bekannten und unbekannten Betheiligten hierdurch gufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche ſo gewiß binnen 2 Monaten bei dem unterzeich⸗ neten Gerichte anzumelden, gegenfalls die Aus⸗ zahlung der Ablöſungskapitalien an die genannten Berechtigten geſtattet werden wird. Butzbach den 16. März 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. Güter ⸗Verſteigerung. (469) Montag den 29. März d. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag der Adam Hoff— manns Eheleute dahier, vormals Philipp Storck'⸗ ſchen Güterſtücke in der Gemarkung Stadt Friedberg, unter ſehr vortheilhaften Bedingungen, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Feldſchütze Georg Briel iſt beauftragt, den 3 aalen. onen etwa nöthige Auskunft zu er⸗ eilen. Friedberg den 22. März 1852. Ju Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Beer Verſteigerung eines Faſelochſen. (470) Freitag den 26, März d. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, wird in der Behauſung des Oeconomen Chriſtian Hanſtein dahier ein der Stadt Friedberg gehöriger, circa 3jähriger Faſel⸗ ochſe, welcher ſich zum Schlachten eignet, öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 22. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (471) Dienſtag den 6. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden dahier in dem Gaſt⸗ hauſe zum Maulbeerbaum von den 185 r fisca⸗ liſchen Fruchtvorräthen des hieſigen Speichers 10 Malter Waizen, 70 Malter Korn und 20 Malter Gerſte, in kleineren Parthien öffentlich verſteigert. 8 Friedberg den 19. März 1852. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Arbeitsverſteigerung zu Butzbach. (472) Donnerſtag den 25. März l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Butzbach nachſtehende, bei Erbauung eines neuen Pfarrhauſes daſelbſt vorkommende Arbeiten und Materiallieferungen, nach Verfügung Gr Ober⸗ baudirection einer nochmaligen Verſteigerung an die Wenigſtfordernden ausgeſetzt werden, und zwar: 1) die Maurerarbeit, Dachdeckerarbeit, Schreinerarbeit, Schloſſerarbeit, Glaſerarbeit, Weißbinderarbeit, 7)„w Spenglerarbeit,. 8) die Anlieferung von 145,000 Stück Back⸗ ſteinen und 9) 360 Bütten Kalk. a. Voranſchläge und Steigbedingungen liegen bis zum Termin auf dem Büreau des Unter- zeichneten zur Einſicht offen. 2 Friedberg den 20. März 1852. f Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Arbeits⸗Verſteigerung. (4713) Die Reparaturarbeiten für 1852 an den Kameral⸗Grundlaſten und Forſtgebäuden im Baubezirk Friedberg, als: Maurer, Steinhauer⸗, Zimmer-, Schreiner-, Schloſſer⸗, Glaſer⸗, Weiß⸗ binder⸗ und Seilerarbeit, das Anliefern von Mauerſteinen, Backſteinen, Sand und Pflaſter- ſteinen, werden an nachſtehenden Tagen an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert: Donnerſtag den 25. März l. J., Vormittags 9% Uhr, auf dem Rathhauſe zu Butzbach, an den Gebäuden zu Butzbach, Griedel, Rockenberg und Oppershofen. Freitag den 26. März, Vormittags 9 Uhr, zu Friedberg im Gaſthaus zum Anker, an den Gebäuden zu Friedberg, Ockſtadt, Ober⸗ mörlen, Niedermörlen, Heldenbergen, Bü⸗ desheim, Kaichen, Burggräfenrod, Rodheim, Oberrosbach und Winterſtein. Samſtag den 27. März, Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Vilbel, an den dor⸗ tigen Gebäuden, wobei beſonders das Aus⸗ weißen der katholiſchen Kirche daſelbſt vor⸗ kommt. Friedberg den 20. März 1852. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Arbeits⸗Verſteigerung. (47) Die bei Erbauung eines neuen Hauſes für die Gemeinde Rodheim i. ae 0 erforderlichen Ar Maurerarbeit, veranſchlagt zu 140fl. Steinhauerarbeit, 4 5 1 12 5 55 1 Zimmerarbeit,.„ 408„ 30„ Dachdeckerarbeit,„„ 87„ 20 Schreinerarbeit,„„ 130„ 56„ Schloſſerarbeit,„„ 43„ 42 Glaſerarbeit,„„ 28,—„ Weißbinderarbeit,„„ 83, 4 ſowie die Lieferung von 20 Bütten Kalk ſo Freitag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf dem Gemeindehauſe dahier an die Wenigſt⸗ fordernden in Akkord gegeben werden. Rodheim den 19. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. S N Privat⸗ Bekanntmachungen. Zu ber ü ße n, (455) 4r Oſterwein und Weineſſig bei Sala mon Schwab in Friedberg. Anzeige. (437) Alle Sorten Saamen find wieder friſch und ächt zu haben bei Vilbel im März 1852. Wilhelm Kullmann. Zu vermiethen. (464) Der oberſte Stock in dem Suhrada'⸗ ſchen Hauſe iſt zu vermiethen und kann bis den 1. April bezogen werden. Paul Falck. Friedberg. Anzeige. (456) Alle Sorten Saamen find ächt und friſch zu haben bei P. Damm. Friedberg. ne an (465) Bei Unterzeichnetem find auf bevor⸗ ſtehende Ausſaat alle Sorten Kleeſamen, beſter Qualität, dann Golderbſen, weiße Lauferbſen zum Kochen, Linſen und Wicken, ſowie alle Gattungen Säfruchte zu haben. Jacob May, Fruchthändler in Friedberg. Zu ver miethen. (466) Ein Logis, beſtehend in 4 Zimmern, Küche, Kammer, Keller und Holzſtall, welches ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Peter Lebeau. Bekanntmachung. 1366) Montag den 29. März d. J., von Vormittags 8 Uhr an, läßt der Unterzeichnete in ſeiner Wohnung nachſtehende Gegenſtände öffentlich meiſtbietend verſteigern, als: drei Fahr⸗ kühe, wovon 2 trächtig und eine friſchmelkend, drei Schweine, 2 Schaafe, ein Wagen mit eiſernen Achſen und allem Zugebör, ein Pflug, eine Egge und ſonſtige Ackergeräthſchaften, eine Kelter, drei neue Zulaſt und drei neue Ohm⸗ faß, ſowie mebrere gute, reingehaltene Fäſſer, 25 Ohm reingehaltener Aepfelwein, 2 Ohm Brandwein, 3 Ohm Eſſig, Bettſtellen, Tiſche, Stühle, Bänke, Schränke, Kommod, Sopha, ſechs Böden tannenes Flosholz und ſonſtige verſchiedene Haus-, Küchen- und Wirthſchafts⸗ geräthſchaften. Bemerkt wird, daß ſämmtliche Gegenſtände auch aus der Hand verkauft werden. Nauheim den 3. März 1852. Konrad Aletter. — 100— Einladung zum Abonnement 104 auf den bebsae nes Frankfurter Anzeiger jährlich. vom 1. April 1332 ab 5 Abonnementspreis für Frankfurt 45 kr. per Quartal; für Auswärts bei allen Poſtämtern Deutſchlands, gemäß dem neuen Regulativ, mit unbedeutendem Poſtaufſchlag. (475) Zu Neubeſtellungen auf dieſes gern geleſene und vielverbreitete Blatt wird hierdurch mit dem Bemerken eingeladen, ſolche recht⸗ zeitig und vor Schluß dieſes Monats zu machen, um completter Exemplare gewiß zu ſein. Alle Poſtämter und Boten nehmen Beſtellungen an. 5. 5 Der„Frankfurter Anzeiger“ bringt die anziehendſten und neueſten Novellen, Gedichte, Miscellen, launig und ernſt, Schache, Rechnen, Räthſel⸗, N. Aufgaben; jede Woche einen ausführlichen Pariſer Modebericht mit Modebild; ein Feuilleton für weibliche Handarbeiten aller und jeder Art, welches von lithographirten Abbildungen begleitet, das Allerneueſte in Häkel., Stick⸗, Strick, Filet⸗ und Bandarbeiten, mit den deutlichſten Erklärungen zur Anferkigung enthält. Ein Feuilleton für Künſte und Handwerke, ausgeſtattet mit dem Vorzüglichſten aus dem Bereiche der Technik u. ſ. w, und ebenfalls regelmäßig mit lithographirten Abbildungen— wenn erforderlich in Farbendruck— verſehen. Tüchtige Fachmänner haben uns ihre Unterſtützung zugeſagt.— Ferner ein Feuilleton fuͤr Theater und Concert, d. h. unpartheliſche Berichte über hieſige und auswärtige Bühnen- und Concertleiſtungen, von einem der erſten und geachtetſten Kunſtkenner geſchrieben. Täglich eine kurze, bündige, aber vollſtändige Rundſchau auf dem Gebiete der Politik und des öffentlichen Lebens, wodurch dem Leſer das ſehr oft unerquickliche Durchſehen großer politiſcher Zeitungen erſpart wird. Täglich ein vollſtändiges Coursblatt der hieſigen Börſe, Handels-, Frucht⸗, Getreide- und Oel⸗Berichte von Frankfurt, Friedberg, Mainz, Köln, Neuß, Würzburg, München u. w.— Nach jedesmaligem Erſcheinen des Frankfurter Amtsblattes kurz gefaßt den Inhalt deſſelben. 5 Dieſe Vielſeiligkeit des„Frankfurter Anzeigers“, wie ſie nicht leicht ein anderes Journal bieten dürfte, wozu aber auch noch täglich ein bunter Kranz der mannigfachſten Inſerate und Bekanntmachungen in deutlichen und ſchönen Lettern kommt, dieſe Vielſeitigkeit hat unſerem Blatte in allen Kreiſen, in der Geſchäfts-, Beamten⸗ und Damenwelt die freundlichſte Aufnahme erworben und wird die Redaction nichts verabſäumen, durch Aufbieten aller Kräfte dieſes Wohlwollen ſtets zu erhalten. 8 g 3 Der wie bei keinem ähnlichen Organe billige Abonnementspreis läßt es auch weniger Bemittelten nicht ſchwer fallen, ſich täglich mit dem Neueſten und Wiſſenswertheſten bekannt zu machen und durch Sammeln der Journale, ſowie der lithographirten Mode- und Muſterbeilagen Wird tägl. ausgegeben auſſer Montags. ſeiner Familie einen reichen Schatz der beſten Lectüre und belehrendſten Unterhaltung zu ſichern. 0 0 Juſeraten, welche wir die geſpaltene Zeile mit 4 kr. berechnen, kann bei der großen Verbreitung des„Frankfurter Anzeigers, der beſte Erfolg garantirt werden. Die hierorts vorkommenden amtlichen Verſteigerungen müſſen laut ſtadtgerichtlichem Deeret in dieſe m Blatte bekannt gemacht werden. Probeblätter ſtehen auf Verlangen gratis zu Dienſten. Frankfurt am Main, März 1852. Die Erpedition. Uachricht Auswanderer.“ (200 Der unterzeichnete bevollmächtigte Agent befördert vom 1. Marz l. J. an regelmäßig am 1. und 15. jeden Monats Auswanderer nach allen Häfen von America und Ausiralien und hält ſich, unter Zuſicherung billiger Preiſe und prompter Beförderung, zu Contractabſchlüſſen beſtens empfohlen. Nauheim im Februar 1852. Hermann Auffarth, bevollmächtigter Agent. Backſteine, (434) gut gebrannte Ruſſenſteine zu billigen Preiſen in Niederwöllſtadt bei g. J. Böing, Holzhandlung. Bekanntmachung. (453) Donnerſtag den 25. d. M., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr anfangend, werden durch den Unterzeichneten in Auftrag der Frau Ober- arzt Dr. Weinsheimer Wittwe dahier, in de⸗ ren Behauſung verſchiedene, ſich im beſten Zu⸗ ſtande befindliche Mobiliar-Gegenſtänden derſel⸗ ben, als: Canapees, Rohr- und Strobſtühle, Seſſel, Commode, Spiegel, Tiſche verſchiedener Art, Bettſtellen, Kleider- und andere Schränke, Schreibtiſch mit Aufſatz u. ſ. w., einer freiwil⸗ ligen Verſteigerung an den Meiſtbietenden gegen gleichbaare Zahlung ausgeſetzt. Butzbach den 17. März 1852. Cellarius, Oberquartiermeiſter. Zum Ausleihen. (476) Es können 470 Gulden Kapital in meiner Verwaltung zu 5 pCt. Zinſen in dop⸗ peltem Güterverſatz und beſonders im Landgericht Großkarben oder Friedberg, doch nicht zu weit entfernt, jede Stunde abgegeben werden. Bad⸗Homburg den 21. März 1852. Wolf Falk Mela, Commiſſionär. 270 fl. Vormundſchaftsgelder (477), liegen zu 5 pEt. gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bei. Oſſenheim im März 1852. Heinrich Friedrich Keller. Ein Pferdeſtall (478) iſt zu vermiethen bei Friedberg. Joh. Bechſtein J. Aeckerverpachtung zu Rockenberg. (479) Die dem Mathildenſtifte zu Friedberg in Rockenberger Gemarkung zuſtehende Aecker ſollen Freitag den 26. März d. J., Vormittags 11 Uhr, 4 im Gaſtwirthshaus zur Gerſte in Rockenberg anderweit und auf längere Zeit in Pacht ge⸗ geben werden. 5 Friedberg den 20. März 1852. R u t h Zu d e (480) Mehrere Wagen guten Miſt hat zu J. Steinhäußer. Zu vermiethen. (481) Ein vollſtändiges Logis, welches ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Peter Decher in der Uſagaſſe. verkaufen Zu ver miethen. (482) Drei Gewannen im Ried hat zu ver⸗ miethen L. Langsdorff. Literariſche Anzeige. (483) In der C. J. Edler'ſchen Buch⸗ handlung in Hanau iſt ſoeben erſchienen und durch alle Buchhandlungen, in Friedberg durch C. Bindernagel, zu beziehen: Der kleine Engländer oder die Kunſt, die engliſche Sprache, ohne Lehrer, auf eine leichte und ganz faßliche Art in einigen Tagen, ſelbſt ohne vorher ein Wort davon zu verſtehen, vollkommen richtig ſprechen zu lernen. Ein Hilfsbuch für Auswanderer und diejenigen, welche ſchnell engliſch lernen wollen. Sechſte ganz umgearbeitete und vermehrte Auflage. 322 Von Prof. Dr. A. F. Grün. 12. broch. 5 Sgr. oder 18 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Binderna gel in Friedberg. nahm. keinen Ma erkennen. ging in da Bald ward liebten das tionen in discher Liel meine Vic der ſchoͤnel Victq obglech er Ic „aber da Männer hernach Name Mann, Holbein großen 9 habe inde Seſſel ei den will „Ell werden, anders ze