mee gen 12 U 2. Tinta Daconug Nc und Bublach 5. Juni. 926— 9— 19— 1 Büthemiſer Kran. — Intelli d — adtkirche a genz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Uegierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. N 8. Mittwoch den 23. Juni 1852. Wer Audern eine Grube gräbt, fällt ſelbſt hinein. Von W. O. von Horn. Als ich nachfolgende Geſchichte hörte, dachte ich an das Sprüchwort, das über der Geſchichte ſteht und an das andere, das ſagt: Das falſche Geld kommt immer wieder an Den zurück, der's ausgegeben hat. Der Schultheis von*** war ein ſchlitzöhriger Herr Bauer, ſo ein Manſchettenbauer, wie man ſagt. Er war ein reicher Mann, hatte aber nicht immer die Stricke ver⸗ mieden, in welche Die fallen, die da reich werden wollen. Es drückte ihn, daß er ein Bauer war und daß er kein Herr ſein ſollte. Grade, als ob es eine Schande wäre, ein Bauer zu ſein! Nun, nicht alle Eſel haben vier Beine und Hochmuthsnarren gibt's genug in der Welt. Lacht ſie aus, das iſt das Geſcheidteſte!— Der Schultheis hatte zwei Männer in der Gemeinde, die ihm auf die Finger guckten, wenn er fünf grad' und vier ungrad machte, oder ein Schäflein für ſich ſchor, oder das beſte Holzloos aus dem Walde für ſich heimfahren ließ und hernach erſt recht mitlooste. Die deckten ihm allemal den rechten Topf auf, daß auch andere Leute ihm bis auf den Boden ſahen und klopften ihm, wenn auch mit Worten, tüchtig auf die Finger. Das konnte nun un⸗ ſer guter Herr Schultheis gar nicht vertragen, noch we⸗ niger vergeſſen und er dachte: Wart', ich krieg' dich auch einmal dazwiſchen, dann ſollſt du mir's entgelten! Iſt's heut nicht, ſo iſt's morgen!— Nun macht ſich's, daß eine Compagnie Soldaten in das Dorf kommt. Da denkt der Schultheis: Jetzt blüht mein Waizen! Die beiden guten Freunde aber, an die er ſo lieb⸗ reich dachte, waren der Müller und ſein Schwager, der Bäcker Veit. Als der Lieutenant zum Schultheis kommt, ſagt er: Herr Schultheis, beſorgen Sie mir nur ja ein gutes Quartier: ich ſchlafe gerne gut, eſſe und trinke nicht gerne ſchlecht und liebe auch eine feine Stube. Wenn's nämlich ſein kann! Von Herzen gerne, ſagte der Schultheis mit freund⸗ licher Miene; aber Sie müſſen mir auch einen Gefal⸗ len thun. Gewiß rief der Officier; ſagen ſie nur, welchen?— Da haben wir zwei Kerle in unſerm Orte, ſprach der Schultheis, reiche Bauern, tüchtige, dicke Bauern, aber die ſind ſchäbig und knickerig. Kein Soldat will im Quartier bleiben und warum? Weil ſie nicht ſatt zu eſſen kriegen, und das Wenige ſo ſchlecht, daß ſie's nicht eſſen mögen. Denen möchte ich einmal ſo rechte Beißzangen, ſo rechte Sortenflegel ins Haus legen, die ſie tüchtig zwie— beln. Haben Sie ſo zweie? a Das mein' ich, ſagte der Officier. Zwei Kerle, die, wenn ſie höflich ſind, Einem die Zähne einſchlagen. Das wären ſo meine Leute! ſagte, die Hände rei— bend, der Schultheis. Wollen Sie ſo gut ſein und mir die Leute zuſchicken, ich will ihnen die- Quartierzettel ſelber geben und noch das Nöthige hinzufügen, damit ſie wiſſen, wie viel Uhr es iſt? Das verſprach der Officier, und ging ſeines Wegs. Bald darauf traten zwei Kerle herein, die ausſahen, wie all nichts Guts. Der eine hatte braunrothes Haar und machte ein Geſicht, als wollte er Einen gleich aufeſſen. Er war groß und ſtark. Aha, dachte der Schultheis, den kriegt der Müller! Das iſt ſo ein rechter Pfalzvergifter. Hort mal, ſagte er, Ihr kommt in Nro. 11. Es iſt eine Mühle, gleich vor dem Dorfe. Ihr könnt nicht irren. Ich bedauere, daß ich Euch in dieß verrufene Haus ſchicken muß; aber es geht nicht anders. Weil ich es aber gut mit Euch meine, ſo will ich Euch zuvor ſagen, wie es dort ausſieht. Der Müller iſt ein reicher Mann, aber er gibt dem Soldaten nicht, was ihm gebührt, man muß ihm Alles herauspraſ— ſen. Ich denke, nun wißt Ihr genug. Höflichkeit wäre da eine Sünde. Will ihn ſchon zahm und geſcheidt machen! ſagte der rothe Soldat und ging mit ſeinem Quartierzettel der Mühle zu. Ihr, ſagte der Schultheis zu dem Andern, der drein ſchaute, wie ein rechter Strauchmörder: Ihr kommt zu einem Krakeeler. Es iſt der Bäcker Veit in Nro 128. Der hat noch mit allen Soldaten Streit angefangen. Wenn Ihr ihn nicht tüchtig abwalkt, ſo könnt Ihr Hunger lei⸗ den. Macht, was Ihr wollt, hier iſt das Papier mit Nro. 128. Seid Ihr auch ſtark? Den will ich kuranzen, ſagte der Soldat. Ihr ſollt Eure Plaiſir dran haben, und was die groben Fäuſte be⸗ trifft, ſo ſuch' ich meines Gleichen umſonſt. So kommt's mir auf einen guten Schoppen nicht an, wenn's vorbei iſt, ſagte der Schultheis und der Sol— dat machte ſich fort.„5 Jetzt rieb der argliſtige Schultheis fröhlich die Hände und ſagte: Da nun hab' ich's den Judaſſen einmal ein⸗ — 196 geſalzt. Die zwei Kerle werden ſchön mit ihnen umgehen! Er freute ſich in ſeines Herzens Grunde und ſagte es ſeiner Frau, die um kein Haar beſſer war, als er ſelber. Als der Müller den rothen Soldaten kommen ſah, ſagte er zu ſeiner Frau: O weh, da kommt Einer mit rothen Haaren, die wachſen nicht auf gutem Boden, wie Erlenholz. Gib Acht, der Schultheis wird uns was Ex— tra's ausgeſucht haben!— Bald darauf wurde die Stubenthüre aufgeſtoßen und der Soldat trat herein, ſtieß ſein Gewehr auf, daß die Fenſter klirrten, und reichte den Quartierzettel hin. Iſt's richtig? fragte er barſch. Ja wohl, ſagte freundlich der brave Müller. Legen Sie ab. Womit können wir dienen? Kaffe! ſagte der Soldat. a Die Müllerin eilte hinaus, und blitzſchnell ſtand ein guter Kaffe auf dem Tiſch, Butter, Honig und Brod dazu. 5 Wo iſt der Zucker? fragte drohend der Soldat. Wir haben keinen im Hauſe, ſagte der Müller, und im Dorfe iſt keiner zu haben. Wollen Sie Zucker, ſo muß ich in die Stadt ſchicken und vor zwei Stunden iſt keiner da. Wir nehmen Honig, wenn wir ſüß trinken wollen. (Schluß folgt.) Kirchenbuchs-Auszug vom Monat Mai. Friedberg. akte 1. Ludwig Karl Hektor Olff, Lehrer an Gr. Realſchule dahier, des weil. Gr. Rechnungskammerraths Georg Abraham Olff zu Darmſtadt ehelicher lediger Sohn und Caroline Auguſte Fridericke Lerch, des weiland Gr. Kreisbaumeiſters zu Michelſtadt Johannes Philipp Lerch eheliche ledige Tochter. Zu Beſſungen getraut.) 2. Heinrich Haſſemer, Bürger und Schuhmacher dahier, des weiland Martin Haſſemer, Bürger und Ackerman⸗ nes zu Gaualgesheim ehelicher lediger Sohn und Eli— ſabethe Wilhelmine Muth, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Joh. Philipp Muth eheliche ledige Tochter. 16. Wilhelm Zimmermann, Bürger, Maler und Weißbin⸗ dermeiſter dahier, des weiland hieſigen Bürgers und Weißbindermeiſters Heinrich Zimmermann ehelicher ledi— ger Sohn und Eliſabethe Buchecker, des hieſigen Bür— gers, Schuhmachermeiſters und Wirthes Leopold Buch— ecker eheliche ledige Tochter. 22. Georg Einolf, Locomotivführer auf der Main-Weſer⸗ Bahn, des weiland Georg Einolf, Gr. Steuereinneh— mers zu Biedenkopf, ehelicher unverheuratheter Sohn und Johanna Margaretha Dilling, des weiland Gr. Hoflaquaien Joh. Georg Dilling zu Darmſtadt eheliche unverheurathete Tochter. 23. Johannes Kißler, Feldwebel im 2. Bataillon des 4. Gr. Inf.⸗Reg. dahier, des weiland Bürgers und Mau— rermeiſters Andreas Kißler zu Heppenheim ehelicher unverheuratheter Sohn und Margaretha Scharmann, des weiland hieſigen Kaſernenwärters David Schar— mann eheliche unverheurathete Tochter. 23. Franz Fauſt, Bürger und Bäckermeiſter dahier, des weiland Auguſtin Fauſt, Ortsbürgers und Bäcker⸗ meiſters zu Niedereſchbach ehelicher lediger Sohn und Marie Louiſe Walz, des weiland hieſigen Burgers und Metzgermeiſters Michael Walz eheliche ledige Tochter. 31. Jakob Finkernagel, Bürger, Heildiener und Barbier dahier, des weiland hieſigen Bürgers und Schneider— meiſters Philipp Finkernagel ehelicher verwittweter 2. 16. 11. 13. 19. 31. Sohn und Margaretha Groß, des weiland Bürgers Rathſchöffen und Metzgermeiſters zu Butzbach Johan f a nes Groß eheliche ledige Tochter. 10 Getauft e: Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Wilhelm f Krauch ein Sohn, Peter, geb. den 12. April. Dem Bürger zu Horchheim und Ziegler dahier Peter Wendel ein Sohn, Ludwig, geb. den 15. April. . Dem Lehrer an Gr. Realſchule dahier Karl Müller ein Sohn, Chriſtian Ludwig, geb. den 19. April. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Johannes Schwalm eine Zwillingstochter, Margaretha, geb. den 12. Mai. Dem Bürger zu Babenhauſen und Handarbeiter dahier Peter Greim ein Sohn, Chriſtian, geb. den 4. April. Dem hieſigen Bürger und Kaminfegermeiſter Johannes Frick eine Tochter, Eliſe, geb. den 22. April. Eine uneheliche Tochter, Margaretha Marie, geb. den 11. Mai. „Dem hieſigen Bahnwärter und Ortsbürger zu Gries heim Philipp Kehr ein Sohn, Heinrich, geb. den 2. Mai. Dem Bürger zu Darmſtadt und Conducteur auf der Main⸗Weſer⸗Bahn dahier Joh. Adam Stahl eine Toch⸗ ter, Chriſtina, geb. den 13. Mai. Dem hieſigen Bürger und Schumachermeiſter Jakob i Jakobi eine Tochter, Eliſabetha Chriſting Philippine, geb. den 17. Mai. f Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Johan⸗ nes Enters ein Sohn, Jakob, geb. den 20. April. Dem hieſigen Bürger und Schriftſetzer Joh. Adam Reinhard ein Sohn, Konrad Wilhelm Chriſtian Karl, geb. den 1. Mai. Dem hieſigen Bürger und Fabrikarbeiter Joh. Kreß ein Sohn, Karl, geb. den 15. Mai. . Eine uneheliche Tochter, Margaretha, geb. den 12. Mai. Nachtrag. April. Eine uneheliche Tochter, Friedericke Wilhelmine, zu Griesheim bei Höchſt a. M. geb. den 27. April. Bid g Georg Chriſtian Emmerich Johannes Schmittner, des hieſigen Burgers und Kaufmanns Peter Franz Schmitt⸗ ner eheliches Söhnlein, alt 2 Monate; T den 1. Mai. Ludwig Wilhelm Jakob Hoffmann, Gr. Hauptmann im 2. Bataillon des 4. Inf.-Reg., alt 40 Jahre, 11 Monate und 20 Tage; 7 den 1. Mai. Jakob Volpert, Hospitaliter dahier, alt 23 Jahre; 1 den 5. Mai. Adam Schmidt, Arbeiter bei hieſiger Poſt, gebürtig aus Kölbe bei Marburg, alt 35 Jahre weniger 20 Tage; 7 den 8. Mai. Ludwig Heinrich Friedrich Chriſtian Artz, des Bürgers zu Niederorke und Handarbeiters dahier Tobias Artz eheliches Söhnlein, alt 1 Jahr, 1 Monat und 13 Tage, T den 9. Mai. Des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Johannes Schwalm am 12. Mai geborne Zwillingstöchter, eine todtgeborne und eine bald nach der Taufe verſtorbene, Margaretha. Anna Roſine Emilie Braun, des Bürgers zu Gießen und hier wohnenden Conducteurs an der Main-Weſer⸗ Bahn Emil Karl Braun eheliches Töchterlein, alt 3 Jahre, 4 Monate und 26 Tage; 1 den 17. Mai. Katharina Storch, geb. Meinhardt, des hier wohnen— den penſionirten Gr. Berginſpectors Auguſt Storch Ehefrau, alt 53 Jahre weniger 4 Tage; 1 den 29. Mai. zaum bon Zl ſchicch 9 fall Janfang, dh Aeg Areas Ja des Waſſerſe des Wilhelm im Geldanſe 5 die dem von Walder zogthume N penheim un Allodiffcallo Sgcheuerich Audreas A. hard Ulrich im fährliche W k., Fllen nach den! zungen abgelöst lle bei dieſen unnte Betheiligt kwalgen Aechtee glb zwei Monat chte auumelden er Mloſungska Anrechtigten gest, Groskarben Braun 920% Don; Ir. Dorheim iche Braunkoh ſerei von R len bezogen Der Preiß eimäßigt und don Reihen uf dir die aus de And für die f Hemeſſenen Ce fit einen Cent Für die vom D. J. baoggne Aitdten von 2 ſchrits naß bis Ende Dit der bemerfien ullenenpfng werden und ber, ſogleich helehende d büigetermine and Su a U dach agen, Vhar⸗ lier W April. Wllheln l eine Toch⸗ neiſter Jakob 5 u Pfilippine, neiſter Johan⸗ 20. April. Jh. Adam Iriſtian Kar, er Joh. Kreß den 12. Mal e Wilhelmin, 27. April. ymittner, des ranz Schmitt den 1. Mai, Hauptmann 0 Jahre, 11 t W Jahre; host, gebürtig e weniger 20 des Bürgers Tobias Attz und 13 Tage, rs Johanneß zetoöchter, eint e verſtorbent, 8 zu Gießen Main⸗Weſer erlein, alt guſt Eur de 20. Mal. * Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. 1 NM ν NN Edicetalla dung. 401 Nagqhverzeichnete Grundrenten, als: 1) die dem Herrn Grafen Friedrich Magnus zu Solms⸗Wildenfels in Wildenfels, im Königreiche Sachſen, in der Gemarkung Gros⸗ und Kleinkarben zuſtehenden, im jährlichen Geldanſchlage von 3 fl. 50 kr., 2) die dem Herrn Grafen Max zu Solms⸗ Rödelheim, in der Gemarkung Petterweil zuſtehende, auf der ſ. g. Riedmühle ruhende, im Geldanſchlage von 34 fl., i die dem Herrn Grafen Erwin von Schön⸗ born⸗Wieſentheid zu Wieſentheid in Baiern, in der Gemarkung Rendel zuſtehende, durch Allodification des Erbleihguts der Wittwe des Friedrich Wilhelm Hock zu Rendel entſtandenen, im Geldanſchlage von 266 fl. 40 kr., 105 5 4) die dem Herrn Grafen Philipp von In⸗ gelheim, Gutsbeſitzer in Geiſenbeim, Fried⸗ rich von Ingelheim, zuletzt K. K. Oeſter⸗ reichiſcher Geſandter in Athen,* Joſeph von Ingelheim, Major im K. K. Oeſter⸗ reichiſchen Huſarenregiment„Radetzki in Italien ſtationirt, gemeinſchaftlich in der Gemarkung Obererlenbach zuſtehenden, durch Allodification der Erbleihmühle des Andreas Falkenſtein und durch Ablöſung des Waſſerfallzinſes von der Steinmühle des Wilhelm Helmolt daſ. entſtandenen, im Geldanſchlag von 381 fl. 2% kr., die dem Herrn Grafen Karl Wilderich von Walderdorff zu Molsberg, im Her⸗ zogthume Naſſau, in der Gemarkung Klop⸗ penheim und Okarben zuſtehenden, durch Allodification der Erbleihgüter des Philipp Scheuerich, des Joh. Tobias Harth, des Andreas Kliem und der Wittwe des Bern⸗ hard Ulrich zu Kloppenheim entſtandenen, im jährlichen Geldanſchlage von 1929 fl. 2 ee ſillen nach den beſtehenden geſetzlichen Beſtim⸗ mungen abgelöſt werden. Es werden deßhalb ale bei dieſen Ablöſungen bekannte und unbe— kannte Betheiligten hiermit aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprücke um ſo gewiſſer inner⸗ halb zwei Monaten bei dem unterzeichneten Ge⸗ 3) uchte anzumelden, widrigenfalls die Auszahlung aur Ablöſungskapitallen an die vorgenannten Lerechtigten geſtattet werden wird. Groskarben den 10. Juni 1852. Gr. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Braunkohlen⸗Verkauf. (92%) Von dem 7. d. M. an können von dem Gr. Dorheimer Braunkohlenbergwerk vorzüg⸗ lche Braunkohlenklötze von der diesjährigen For⸗ nerei von Reihen, ſowie auch ſog. Holzkoh⸗ ken bezogen werden. Der Preiß der Braunkohlen iſt gegen früher ermäßigt und beträgt bis auf Weiteres für die ton Reihen und Haufen 11 Kreuzer per Ctr., fir die aus den Schoppen 12 Kreuzer per Ctr. ind für die ſog. Holzkohlen 14 Kreuzer per ſemeſſenen Centner. 14 Stück Klötze werden für einen Centner gerechnet. Für die vom 7. Juni bis Ende September d. J. bezogenen Braunkohlen wird bei Quan⸗ ſttäten von 25 Ctr. und darüber, gegen vor⸗ ſchriftsmäßige Bürgſchaft, Credit zur Zahlung dis Ende December d. J. geſtattet. Innerhalb der bemerkten Zeit darf jedoch von einem Braun⸗ kohlenempfänger nur ein Bürgſchein eingelegt werden und im Intereſſe derſelben liegt es da⸗ her, ſogleich einen Bürgſchein für die ganze zu beziehende Quantität beizubringen. Die Zah⸗ lungstermine für die ſpäter gegen Bürgſchaft 197 bezogenen Kohlen werden ſeiner Zeit veröffent- licht werden. Alle, welche Braunkohlen von dem Gr. Dor⸗ heimer Bergwerk beziehen, haben noch den be⸗ ſonderen Vortheil, daß ſie bei der Kurfürſtl. Heſſiſchen Nauheimer Chauſſeegelderhebungsſtätte und, für die mit Kohlen beladenen Geſchirre, auf allen Gr. Heſſ. Chauſſeen bis auf Weiteres kein Chauſſeegeld zu entrichten haben. Dorheimer Bergwerk den 3. Juni 1852. Der Großh. Heſſ. Bergverwalter ger. Bekanntmachung. 4019) Aus den Magazinen hieſiger Strafanſtalt können jederzeit gute Strohfeuereimer, das Stück zu 32 kr., bezogen werden, worauf man nament⸗ lich die Herren Bürgermeiſter bei etwaigen Bedürfniſſen in ihren Ge— meinden aufmerkſam zu machen ſich erlaubt. Marienſchloß den 14. Juni 1832. Die Gr. Heſſ. Zuchthaus⸗Receptur Keim. Oeffentliche Ladung. (1050) Anſprüche aller Art an den Schäfer Friedrich Jung von Florſtadt, über deſſen Ver⸗ mögen Concurs erkangt worden iſt, ſind Mittwoch den 28. Juli, Vormittags 9 Uhr, bei Meidung ſtillſchweigenden Ausſchluſſes von der Maſſe dahier anzuzeigen. Friedberg den 14. Juni 1852. Großh. Heſſ. Landgericht J. A. d. D. v. Preuſchen. Guts⸗Verpachtung. (1051) Das Gräflich Aſenburg'ſche Hofgut in Wolferborn, Kreis Gelnhauſen, Amts Wach⸗ tersbach, beſtehend in den geräumigen Wohn- und Oeconomie-Gebäuden und Gärten, ſodann 113 Morgen Ackerland, 28„ Wieſen, ferner Schäferei⸗ und Pferchrecht, Brauerei und Brannt⸗ weinbrennerei, auch ausſchließliche Wirthſchafts- gerechtigkeit, ſoll auf 9 bis 12 Jahre von Petri 1853 an aus der Hand* want werden Pachtliebhaber eingeladen, ſich binnen 6 Wochen, von heute an, bei unterzeichneter Stelle zu melden und ihre Anträge zu eröffnen mit dem Anfügen, daß die Pachtbedingungen f jederzeit bei derſelben eingeſehen werden kön— nen, ſowie die Beſichtigung des Gutes, auf Anmelden, von dem Pachter deſſelben in Wol⸗ ferborn geſtattet werden wird. Wächters bach den 15. Juni 1852. Gräflich Jſenburgiſche Rentkammer Colonius. ydt. Baernſtein. Bekanntmachung, betr.: Brenn⸗ und Nutzholzverſteigerung im Gr. Domanial Burgwald, Reviers 5 rosbach.. 2 (1052) Montag den 28. d. M. werden in dem diesjährigen Abtriebsſchlag des obengedach⸗ ten Waldes an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 39½ Stecken geſchältes Eichen⸗Prügelholz, N Nadel⸗Prügelholz, 1 1 Eichen⸗Stockholz, 9175 geſchälte eichene Reiſerholz⸗Wellen, 13 Nadel-Reiſerholzwellen, 6 Wagen Schlagabraumholz, 550 Stück eichene Stangen zu Baumſtützen. Die Verſteigerung beginnt präcis 8 Uhr. Oberrosbach den 19. Juni 1852. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Bekanntmachung. (1053) Samſtag den 17. Juli l. J., Nach⸗ mittags 4 Uhr, ſoll dem Johannes Rack III. zu Dornaſſenheim eine Scheuer auf dem Rath— hauſe daſelbſt öffentlich verſteigert werden. Reichelsheim den 18. Juni 1852. Herz. Naſſ. Landoberſchultheißerei Hildenbrand. Gras⸗Verſteigerung. (1050 Donnerſtag den 24. Juni, Morgens 10 Uhr, ſoll das Gras zu Heu und Grummet auf den Gemeindewieſen abtheilungweis, meiſt⸗ bietend auf der Wieſe ſelbſt verſteigert werden. Ockſtadt den 17. Juni 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Klein. Braunkohlen Verkauf. (1001) Auf den beiden Fürſtlichen Braunkohlen⸗Bergwerken zu Weckesheim und Wölfers⸗ heim iſt der Braunkohlen⸗Verkauf von der dießjährigen Förderung und Formerei eröffnet worden und die Kohlen ſind— wie im verfloſſenen Jahre— von beſonderer Güte, welche einem jeden Braunkohlen⸗Conſumenten ohne weitere Anpreißung empfohlen werden können. Der Preiß der Klötze, welche von den Reihen bezogen werden, beträgt bis auf weitere Beſtimmung auf dem Weckesheimer Bergwerk gegen Baarzahlung und Credit 9 kr. und auf dem Wölfersheimer Bergwerk gegen Baarzahlung und Credit 10 kr., und der Preiß der groben Kohlen, ſogenannte Holzkohlen, auf den beiden Bergwerken 14 kr. für den Centner. Für die von Reihen auf Bürgſchein zu beziehende Braunkohlen wird Credit, bei 3 Zahlterminen, bis Ende März 1853 geſtattet und zwar, Braunkohlen Ende September l. J., das zwei letzte Drittel deſſelben Ende März 1853, zu der — Hiernach ſind die auf Bürgſcheine zu beziehenden unter 50 Centner betragen dürfen, bis zum September l. daß das erſte Drittel des Geldbetrags für die bezogene te Drittel deſſelben Ende December l. J. und das betreffenden Bergkaſſe eingezahlt werden muß. Braunkohlen-Qyuantitäten, welche aber nicht J. abzuführen, wobei bemerkt wird, daß die einzuhaltenden Zahlterminen, für die auf Bürgſchein zu beziehenden Braunkohlen⸗Quanti⸗ täten vom Monat September ab, ſeiner Die Herren Bürgermeiſter der Zeit bekannt gemacht werden. Umgegend werden erſucht, diefes im Intereſſe der Orts⸗ angehörigen in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Weckesheimer Bergwerk den 9. Juni 1852. Die Fürſtlich Solms'ſche Bergverwaltung F. Storch. — Bekanntmachung. (1055) Unter Bezugnahme auf die Bekannt- machung der Verwaltung der Braunkohlengrube Wilhelmshoffnung zu Dornaſſenheim vom 17. Juni l. J. wird hiermit den Braunkohlen⸗Con⸗ 198 wird noch bemerkt, daß die den Ort Oſſenheim paſſirenden Braunkohlenfuhren von Dornaſſen⸗ heim vom dortigen Brückengelde befreit ſind. Reichelsheim den 19. Juni 1852. In Abweſenheit des Verwalters 0 Gaſtwirths Gerlach zu Eberſtadt die zur 5 0 ſtellung in der Kirche daſelbſt erforderliche Arbeiten, beſtehend in: Weißbinderarbeit, veranſchlagt zu 231 fl. 2 kr., öffentlich an die Wenigſtfordernden verſteiger ſumenten nachträglich eröffnet, daß der Anfang g Schmidt, Schichtmeiſter. e den 19. Juni 1852. 1 der dermaligen Ereditperiode irrthümmlich auf Arbeits⸗Verſteige rung. Au f den 12. Juli beſtimmt worden, während der⸗(1056) Samſtag den 26. Juni d. J., Vor ⸗ Der Großh. 11 aumeiſter ſelbe mit dem 21. Juni beginnen ſoll. Zugleich mittags 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des No ak. Privat⸗ Bekanntmachungen. Einladung zum Abonnement f Mit wöchentlich auf den Wird 1 4 2 lithogr. Beilagen Frankfurter Anzeiger. Abonnementspreis für Frankfurt 48 kr. per Quartal; für auswärts bei allen Poſtämtern Deutſchlands, gemäß dem neuen Regulativ, mit unbedeutendem Poſtaufſchlag. (1057) Zu dem mit dem 1. Juli beginnenden neuen Abonnement laden wir hiermit ergebenſt ein, zu machen, um completter Exemplare gewiß zu ſein. Alle Poſtämter und Boten nehmen Beſtellungen an. Der„Frankfurter Anzeiger“ bringt außer Original⸗Erzählungen auch noch die anziehendſten und neueſten Novellen, Ge. dichte, Miscellen, launig und ernſt, Schach-, Rechnen⸗, Räthſel⸗, ꝛc. Aufgaben; jede Woche einen ausführlichen Pariſer Mode⸗ bericht mit Modebild; ein Feuilleton für weibliche Handarbeiten aller und jeder Art, begleitet, das Allerneueſte in Häkel., Stick-, Strick-, Filet⸗ und Bandarbeiten, N f 5 f enthält. Ein Feuilleton für populär⸗wiſſenſchaftliche Abhandlungen, und da, wo es erforderlich, mit lithographirten Beilagen für Künſte und Handwerke zeuweiſe lithographirte Abbildungen der neueſten Möbelgarnituren nach engliſchen und franzöſiſchen Muſter⸗ heften. Polizeiliche Nachrichten. Ferner ein Feuilleton für Theater und Concert auswärtige Bühnen- und Concertleiſtungen, borenen und Verſtorbenen. Dieſe Vielſeitigkeit und die Raſchheit, womit der„Frankfurter wozu aber noch ein bunter Kranz der mannigfachſten Inſerate u ihm während der kurzen Zeit ſeines Beſtehens einen bedeutenden und in ſt von einem der erſten und geachtetſten Kunſtkenner geſchrieben. gibt es Nenes?“) eine kurze, bündige, aber vollſtändige Rundſchau au wodurch dem Leſer das ſehr oft unerquickliche Durchſehen großer polltiſcher Zeitungen erſpart wird. 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Inhalt deſſelben, worunter das Verzeichniß der Getrauten, Ge⸗ Anzeiger“ ſeiner Neuigkeit nach den Referaten eigener Berichterſtatter bringt, nd Bekanntmachungen in deutlichen und ſchönen Lettern kommt, haben etem Zunehmen begriffenen Leſekreis in der Geſchäfts⸗, Beamten⸗ und außer Montags mit dem Bemerken, Beſtellungen rechtzeitig Täglich(unter der Rubrik:„Wa „ d. h. unpartheiiſche Berichte über hieſige 0 tägl. ausgegeben. 12 Damenwelt zugeführt, und die Redaction wird nichts verabſäumen, durch Aufbieten aller Kräfte dieſes Wohlwollen ſtets zu erhalten. 5 Der wie bei keinem ähnlichen Organe billige Abonnements mit dem Neueſten und Wiſſenswertheſten bekannt zu machen und durch Sam ſeiner Familie einen reichen Schatz der beſten Lectüre und belehrendſten Unterhaltung zu ſichern. Inſeraten, welche wir die geſpaltene Zeile mit 4 kr. der beſte Erfolg garantirt werden. Blatte bekannt gemacht werden. Probeblätter ſtehen auf Verlangen gratis zu Dienſten. Frankfurt am Main, Juni 1852. Zu Beſtellungen empfiehlt ſich die preis läßt es auch weniger Bemittelten nicht ſchwer fallen, meln der Journale, ſowie der lithographirten Mode⸗ berechnen, kann bei der großen Verbreitung des„F Die hierorts vorkommenden amtlichen Verſteigerungen müſſen laut ſtadtgeri Buchhandlung von C. Bindernagel in Friedberg. Die Erpedition. 7 Auf der Braunkohlengrube bei dem Heſſenbrückenhammer (1010 ſind Kohlen zu den bekannten Preißen vorräthig. Zu vermiethen. (1058) Ein Logis für eine ſtille Haushal⸗ tung iſt zu vermiethen und kann bis den 1. Au⸗ guſt d. J. bezogen werden bei Bäcker Lochmann in der Burg. 30000 fl. (1059) liegen zum Ausleihen, gegen gericht⸗ liche erſte Inſatzhypotheken, in einzelnen Abthei⸗ gen wie auch im Ganzen bereit. Näheres bei G. Emmerich zu Niederwöllſtadt. Fliegenthee (1060) in Packeten à 8 kr. Die einfache Abkochung von dieſem für Jedermann durchaus unſchädlichen Thee reicht auf lange Zeit hin, um die ſo läſtigen Fliegen ſchnell und ſicher zu ver⸗ tilgen. Vorräthig bei Friedberg. P. F. Schmittner. Zu vermiethen. (1061) Ein vollſtändige Wohnung nebſt Stal⸗ lung, Miſtplatz und Heuboden hat zu vermiethen Wittwe Briel nächſt der Eiſenbahn. 10 0 0 Gulden (1062) Vormundſchaftsgelder aus der Ver⸗ laſſenſchaftsmaſſe des hier verſtorbenen Chri⸗ ſtoph Fiſcher liegen zum Ausleihen bereit. Friedberg den 21. Juni 1852. Die Curatoren: Georg Steinhäußer. Paul Falk. 25 Gulden (106) Vormundſchaftsgelder aus der Cura⸗ ratel des minderjährigen Paul Dienſtbach dahier liegen zum Ausleihen bereit. Friedberg den 21. Juni 1852. Die Curatoren: Paul Falk Heinrich Weller. Geſchaͤfts-Empfehlung. (1064) Die ſeither von meiner Mutter be⸗ triebene Wirthſchaft und Metzgerei habe ich übernommen. Indem ich dieſes hiermit an⸗ zeige, bitte ich um geneigten Zuſpruch. Sodann habe ich ein Logis für einen einzel⸗ nen Herrn mit oder ohne Koſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Friedberg den 21. Juni 1852. Heinrich Gerth, breite Straße nächſt der Burg. Anzeigen (1065) zur Aufnahme in die Nau— heimer Kurliſte werden entgegen ge⸗ nommen bei Friedberg. C. Bindernagel. 1066) Beſtellungen „Didaskalia“ begleitete auf das täglich zweimal erſcheinende, mit dem Unterhaltungsblatte Frankfurter Journal für das mit dem 1. Juli beginnende dritte Quartal nehmen alle Schweiz und Belgiens an. Poſtverwaltungsbezirkes 2 ſtehender Stempel⸗ und Beſtellgebühren Poſtämter Deutſchlands, der Viertelfährlicher Preis innerhalb des fürſtl. Thurn. und Taxis fl. 30 kr., außer halb deſſelben 2 fl. 49 kr. excl. e Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. rankfurter Anzeigers, chtlichem Decret in dieſen . Neue an die Glo getreffend! Sie n ſch ſelbſt de ſich täglich keine Audier und Muſterbeilagen men, und! meſſen babe Wir ſund d es uns ſon fenden Gef ration vorz Aus den Bezirks laufen und Frie D del mehrere a billargege Meiſtbiett liebhaber Fr