Intelligenz Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. geflammt, die Elle 9 * 7 echtfarbig zarden, u, 8 garantite, chock: und iche. e. alitaten und arſenetts. en schwer, . 2 h Be⸗ diam zu machen, daß ein ſo l. n Beſuche au. H. F. wanderer. ſiſche Auswan. en, verſpricht it dem Anfü⸗ age, durch die garantirt „Uſergaſſe. ne ahn für den Mai anfan⸗ dernagel. ö——j— eigen. ahrt. ytkirche: Scel 4 cker. rgkirche M0. Sonnabend den 22. Mai 1852. Erinnerungen eines Londoner Polizeibeamten. Die Verfolgung. (Fortſetzung.) Ich erwachte mit einer ſtimmten Ahnung, nicht allein, daß ich die mir ſelbſt Wrgenommene Zeit geſchla— fen habe, ſondern daß auch Fremde im Zimmer ſeien, und um mich her ſtehen. Ich täͤuſchte mich übrigens in Bei— den; es war Niemand im Zimmer außer mir, und bei ei⸗ nem Blick auf die Uhr bemerkte ich, daß es erſt ein Vier⸗ tel über ſechs war. Ich erhob mich vom Stuhl, ſchürte das Feuer, ging etliche Male im Zimmer auf und nieder, lauſchte eine Weile auf das Heulen des Windes und Praſſeln des Regens, der an Laden und Fenſter ſchlug, ſetzte mich dann wieder und griff nach einer Zeitung, die auf dem Tiſche lag. Ich hatte ſchon eine Weile geleſen, als die Thuͤre des Palours aufging und die junge Dame und der alte Herr hereintraten, die ich ſchon auf der Straße geſehen hatte. Ich ahnte wohl, daß ſie mich mit Bezug auf den Flüchtigen an Bord der„Columbia“ aufſuchten, und nach⸗ dem der ehrwürdige alte Herr ſeine beinahe allzu gekün⸗ ſtelte Entſchuldigung wegen ihres Eindringens preisgege— ben und beide mir gegenuͤber neben dem Kamin Platz ge⸗ nommen, erwartete ich mit ernſter Neugier ihre Anrede. —— Eine peinlich verlegene Pauſe folgte. Die von Weinen gerötheten und geſchwollenen Augen der jungen Frau waren zur Erde geheftet, und ihr ganzes Weſen und Erſcheinung zeigte tiefen Kummer und Entmuthigung. Sie dauerte mich in der Seele, ſo traurig und ſchön ſah ſie aus. Der alte Herr erſchien ängſtlich und ſorgenvoll und ſtierte eine Weile zerſtreut oder gedankenvoll ſtumm in's Feuer. Ich war im Begriff, dieſes peinliche und, wie ich wohl fühlte, nutzloſe Gegenüber dadurch abzubrechen, daß ich mich ſchnell entfernte, und wollte mich eben erheben, als ein noch ſtärkerer Windſtoß als zuvor, begleitet von dem Praſſeln ſchwerer Regentropfen an den Fenſtern, mich unſchlüſſig machte, ob ich mich wieder unnoͤthig dem Un. gemach einer ſolchen Nacht ausſetzen ſolle oder nicht; und in dieſem Augenblicke richtete der alte Herr ſeinen Blick in die Höhe und ſchaute mich ernſten, wee gen Blickes an. „Dieſer Krieg der Elemente,“ er endlich an,— „dieſer wilde Aufruhr der phyſiſchen Natur, Mr. Waters, iſt nur ein Urbild und zwar ein ſehr ſchwaches von den Kämpfen, widerſtrebenden Meinungen, Krämpfen und dem ſteten Streit und Hader, die in der moraliſchen Welt wüthen!/ Ich nickte zweifelhaft bejahend zu einer Bemerkung, welche mir nicht ſehr zur Sache zu gehören ſchien, die ſeinen Geiſt zumeiſt beſchäftigte, und er fuhr fort:„Es iſt für kurzſichtige Weſen, wie wir Menſchen alle ſind, ſehr ſchwer, ſtets die Führerhand der unvermüdlichen Macht zu verfolgen, welche die verwirrten Begebenheiten dieſes veränderlichen buntgefärbten Lebens zu weiſem, ungeahn— tem Ziele führt. Die Kämpfe des Glaubens mit der wirklichen Erfahrung ſind für die arme Menſchheit hart zu ertragen und halten noch immer unerſchütterlich das unſchätzbare Kleinod niemals wankenden Vertrauens in Den feſt, welcher aller Herzen Kündiger iſt. Ach, lieber Herr! Schuld, die ſich im Strome des Lebens inmitten all ihrer Eitelkeiten brüſtet, und Unſchuld, der die Ketten und Bande drohen, ſind unheimliche Gegenſtände der Be— trachtung für den menſchlichen Geiſt!“ Dieſe ſeltſame Anrede machte mich einigermaßen be— troffen, allein ich ſchwieg mit ſtummem Kopfnicken in der Hoffnung, durch die weiteren Herzens-Ergüſſe des Herrn endlich„des Pudels Kern“ ausfindig zu machen. „Es läßt ſich nicht länger mehr bezweifeln, Mr. Waters,, fuhr er nach einigen Minuten mehr in ge— ſchäftsmäßigem und vernünftigem Tone fort,„daß die„Co⸗ lumbia“ durch das Unwetter wieder in den Hafen zurück— getrieben werde, und daß der Gatte dieſer armen unglück— lichen Tochter daher dem blinden, nicht der Vernunft Raumgebenden Geſetze in die Klauen fallen wird... Sie ſcheinen erſtaunt... Jenun, ich hätte Ihnen zuvor ſchon ſagen wollen, mein Name iſt Thompſon; und ſein Sie überzeugt, Mr. Waters, wenn der wirkliche Thatbeſtand dieſer unglückſeligen Geſchichte Ihnen zu Ohren kommt, Niemand bitterer als ſie ſelbſt es beklagen werden, daß dieſer Sturm und das plötzliche Umſchlagen des Windes den Verfolgten wieder heimwärts treiben wird, welchen ich und Sie bereits von dieſer unglücklichen, ihm verhäng— nißvollen Küſte entkommen glaubten!“ „Nach Ihrem Namen zu ſchließen, ſind Sie der Va— ter dieſer jungen Frau, ſagte ich,„und da.... „Ja, ihr Vater,“ verſetzte er,„und der Schwieger— vater des Unſchuldigen, den Sie mit ſolch unermüdlichem Eifer und Geſchick verfolgt haben. Aber ich mache Ihnen hieraus keinen Vorwurf, verbeſſerte er ſich ſelbſt,„ich tadle Sie darum nicht. Sie handelten nur nach Ihrer ver— 3 meintlichen Pflicht. Allein die Mige der Vorſehung ſind in der That unerforſchlich!“ Ein leidenſchaftlicher Ausb des Kummers von — 164— „Er iſt der beſte, wohlwollendſte Gatte, er iſt ent⸗ ſetzlich ſchändlich geſchmäht und verfolgt!“ fiel die Frau ſchluchzend ein. Seiten der blaſſen weinenden Frau beurkundete mir, daß„ueberflüſſig und vergeblich wäre es, dieſe Unter— 911 ö— wie groß auch immer des Flüchtlings Vergehen oder haltung länger fortzuſetzen,“ ſagte ich jetzt, vom Stuhle E 15 Verbrechen gegen die Geſellſchaft ſein mochten, er wenig-—aufſtehend und griff nach meinem Hute.„Iſt der Ange- 21) gun, ſtens ihre Liebe und Hochachtung behalten habe. klagte unſchuldig, ſo wird er ohne Zweifel freigeſprochen eon dane Mit einigem Widerſtreben erwiderte ich:„Es iſt werden. Es thut mir leid, mich von Ihnen verabſchieden ee ce 0 ſehr unangenehm, über derartige Gegenſtände ſich in Ge⸗ zu müſſen, allein es iſt nahezu halb acht Uhr!“ m n und deen genwart von Verwandten, der angeſchuldigten Perſonen Nur noch einen Augenblick Geduld, Sir!“ ſagte 11 gef 10 106 auszuſprechen, namentlich wenn, wie ich in dieſem vorlie— Mr Wompfon haſtig Um offen ge 19 Sie zu ſein zriepberg 0 genden Falle bemerke, vorausſichtlich gar keine nutzbrin⸗ geſtehe Ihen, daß ich lediglich 0 Abſicht hierhel We genden Ergebniſſe daraus entſpringen. Da Sie mich üb— kam, Sie als einen erfahrenen Mann um Ihren Rath zu 9 70 rigens gewiſſermaßen nöthigen, mich auszuſprechen, ſo be— 5 0 0 51 10 f 5 5 bitten. Sie haben wohl ſchon von dem Vater des jungen Olenſta 0 daure ich, Ihnen ſagen zu müſſen, daß Sie ſich entweder Mannes gehört?“(822) Oe W ſelbſt gröblich täuſchen, oder aus irgend einer Abſicht auf E 8 ee 5 lac 2 Uhr/ 10 meine Leichtgläubigkeit ſpekuliren wollen!“ 5 e e e 1 ſoll 1 Ahr 40 dei zei Si ein ort!“ erwi⸗ pieler und ſonſt verrufener ann ſein, und einer der 120 pekte en eee bin 2905 weniger abgefeimteſten Gauner unter der Sonne!“ 2²⁰ als getäuſcht oder in einem Wahn befangen, und ſollte„gie ſchildern ihn ſehr genau. Kennen Sie viel⸗ 5 hoffen dürfen, daß mein Charakter, der Ihnen ohne Zwei- leicht auch ſeine Handſchrift?“ 9805 e f fel bekannt iſt, mich des eee entlaſſen ſollte, als 5 1. ich 7915 10— 75 5 1 theilweiſe, O 115 beabſichtigte ich Sie zu hintergehen!“ und habe, wenn ich mich recht entſinne, hier in meiner „Ich bin von Ihrer eigenen perſönlichen Ehrbarkeit Brieftaſche ein Billet, welches der alte Spitzbube in der getat vollkommen überzeugt, Mr. Thompſon!“ gab ich zur Ant⸗ Abſicht an mich gerichtet hat, mich von der rechten Fährte 6250 Die Lie wort;„dennoch mögen Sie wider Wiſſen und Willen in der Verfolgung ſeines Sohnes abzubringen“?“? 1 1 hintergangen worden ſein. Ich bedaure ſehr, Sie ver⸗ 8 de Mr. Wgters, ſo leſen Sie gefälligſt die⸗ 1 ſichern zu müſſen, daß die gegen den Gatten Ihrer Tochter ſen Brief von ihm, den en von Liverpool geſchrieben, wo 12 vorgebrachten Beweismittel überwältigend und ſogar un- er ſich geſtern nach Amerika eingeſchifft zu haben ſcheint!“ fir da fte beſtreitbar ſind, wie ich fürchte!“ (Schluß folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N Bekanntmachung. (722) Nach der dahier gemachten Anzeige ſollen die Pfandſcheine Nro. 18,902, 18,903 und 18,907 verloren gegangen ſein. Es werden deßhalb diejenigen aufgefordert, welche Rechtsanſprüche an dieſe Pfandſcheine zu machen glauben, dieſes binnen ſechs Wochen anzuzei⸗ gen, anſonſt nach Ablauf dieſer Friſt die Pfän⸗ der an denjenigen, welcher die Anzeige gemacht hat, abgegeben werden. Friedberg den 1. Mai 1852. Für die Pfandhausverwaltung Faatz. Klein. Arbeits-Verſteigerung. (798) Samſtag den 29. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird in dem Büreau des Ba— tallonsverwaltungsraths dahier das Aus beißen von mehreren Zimmern und Gängen in den beiden Caſernen dahier auf dem Soumiſſtons— weg an den Wenigſtnehmenden in Accord ge— geben. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Accordsbedingungen von Heute an in obengenanntem Büreau eingeſehen werden können und die Eröffnung der Sou— miſſionen nach Ablauf oben gedachten Termins ſogleich vorgenommen wird. Friedberg den 19. Mai 1852. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Brod⸗ und Oellieferung. 6799) Samſtag den 29. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird: a) die Brodlieferung und b) die Oellieferung für die Garniſon dahier, aufs II. Semeſter d. J. in dem Büreau des Bataillonsverwaltungs⸗ raths auf dem Soumiſſionsweg in Accord ge— geben. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfü— gen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen von Heute an in oben gedachtem Büreau ein⸗ geſehen werden können und die Eröffnung der Soumiſſion nach Ablauf oben erwähnten Ter⸗ mins ſogleich vorgenommen wird. Friedberg den 19. Mai 1852. In Auftrag Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Fruchtverſteigerung zu Butzbach. (797) Freitag den 28. d. M., Vormittags 11 Uhr, werden zu Butzbach, in dem Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hofe, von dem daſigen fiscali⸗ ſchen Speicher: 1 Malter Waizen, 62 Malter Korn, 20 Malter Gerſte und 6 Malter Hafer, öffentlich verſteigert. Friedberg den 8. Mai 1852. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bau ß. Holzverſteigerung, (800) Die von Oberförſter Harth am 3. d. M. im Straßheimer Hübnerſchafts- walde abgehaltene Verſteigerung von 5055 Stück Eichen- unb Birkenwellen iſt nicht geneh- migt worden. Dieſe Wellen werden Montag, den 24. d., Vormittags 9 Uhr, N nochmals, und zwar im Wirthshauſe zum Hirſch dahier ausgeboten. Die am 3. d. im Wirthshauſe ſtattge⸗ habte Verſteigerung iſt genehmigt, und kann das Holz, von Montag, den 17. d. anfangend, an den bekannten Tagen abgefahren werden. Ockſtadt den 14. Mai 1852. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt ü Weißbinderarbeit in der Reitscaſerns zu Butzbach. (802) Mittwoch den 26. d. M., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll das Ausweißen ver⸗ ſchiedener Localitäten der hiefigen Reitercaſerne auf dem Wege der Soumiſſion vergeben wer— den. Es werden daher die zur Uebernahme die⸗ ſer Arbeit luſttragenden Weißbindermeiſter hier⸗ durch aufgefordert, ihre Soumiſſionen, wozu die Formulare auf dem hieſigen Militärverwal⸗ tungsbüreau in Empfang zu nehmen ſind, ver⸗ ſiegelt und mit der Aufſchrift„Weißbinderarbeit ö betreffend“ bis zu dem bemerkten Termin in das am Eingange zum gedachten Büreau aufge⸗ hängte Soumiſſſonskäſtchen einzulegen. Die Bedingungen, die das Nähere beſagen, ſind von Heute an zur Einſicht aufgelegt. Butzbach den 15. Mai 1852. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. (Butzbach.) Lieferungen an Brod, Brenn⸗ bel, Thran, Stearinlichter, Gerſtenſtroh, Waitzenkleie und Leinkuchen, ſodann Stroh zum Füllen einzelner Betten. (803) Dienſtag den 25. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen die Lieferungen der vorge— nannten Bedürfniſſe der Garniſon Butzbach aufs II. Semeſter d. J. auf dem bekannten Sou— mtſſtionswege an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Dieß den Intereſſen⸗ ten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Bedingungen jeden Tag auf dem hieſigen Mili⸗ tärverwaltungsbüreau eingeſehen werden können. Butzbach den 15. Mai 1852. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter Edietalladung. (820) Der Immobiliennachlaß der im Jahr 1821 verſtorbenen Margaretha Stecher, ledig ,in Obermörlen, war laut Teſtament zum lebenslänglichen Niesbrauche an ihre Schwe⸗ ſter Judith, Johannes Königs Wittwe, überge⸗ gangen. Dieſe Berechtigte iſt 1850 kinderlos verſtorben und ſind nunmehr Erbanſprüche an den Nachlaß jener Margaretha Stecher ſogewiß binnen 4 Wochen dahier anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls derſelbe einer bis jetzt einzig bekannter Seitenverwandtin überlaſſen ſollen auf dem Se fordernden in 0 gn, welge zu ſruung geneigt f ihre deſfallſgen, Eingange zum e miſtonskäftchen d. M., Vor Soumſſſionsfaſt lirung vorgeno zugegen ſehn Leferungsbeding zur Einſicht off In Beziehun, und Ochſeufleiſc miſionen keinen dern angeben ſe Brodlieferant fi den Nachlaß de dun das Pfund zu Onde gelet Irliddetg Bel (82) Juul uhr, ſollen ar nachfolgende geben werden, 1) Maurer 9 Zimmer tung des 9) Schloſſer 40 das Aufe Kübikklaff 0 die Leet 00 0 1 i wobei bemerkt nungen und Bürkau dig igeſehen we Oberbef 0 en ie er Sie viel⸗ thellweiſe, in meiner ͤbube in der chten Fährte efälligſt die⸗ cr der leben, wo ſcheint!“ — 101 mahme die, ermeiſter hir, ſionen, nao Militärderaal. mel * 8 Bu 1 ſind, ber N Net ermim in das rau aufg legen. Ba 9 Die 90— en, find von We d 185 genden in Intereſſen⸗ t, daß die rden können. rtiermeiſtet er im Jahr bleibt und die Eigenthumsurkunden hiernach be⸗ u ſtätigt werden. Butzbach den 15. Mai 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. Einladung. (821) Künftigen Montag den 24. und Dien⸗ tag den 25. d. M. werden im Saale des biefigen Rathhauſes die öffentlichen Prüfungen der 4 Oberklaſſen der Muſterſchule ſtatt haben. Eltern und Freunde des Unterrichts werden hierzu höflichſt eingeladen. Friedberg den 17. Mai 1852.. Der Gr. Rektor Prof. Ph. Dieffenbach. Fruchtverſteigerung. (822) Dienſtag, den 25. d. Mts., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, werden im Wirthshauſe zum Hirſch dahier g 40 Malter Waizen, 120 17 Korn, 220„ Gerſte und 100„ Hafer an den Meiſtbietenden verſteigert. Ockſtadt, den 18. Mai 1852. Freiberrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt ßere r. Veraccordirungen. 3) Die Lieferungen 8280 des Maſtochſenfleiſches, des gemiſchten Brodes, des Brennöls und der Talglichter für das hieſige Lazareth, im 2. Halbjahr 1852, ſollen auf dem Soumiſſionswege an den Wenigſt— fordernden in Accord gegeben werden. Diejeni⸗ gen, welche zur Uebernahme einer ſolchen Lie⸗ ferung geneigt find, werden hiermit aufgefordert, ihre deßfallſigen Soumiſſionen in das vor dem Eingange zum Lazarethbureau angebrachte Sou⸗ miſſionskäſtchen niederzulegen. Freitag den 28. d. M., Vormittags um 10% Uhr, wird das Soumiſſionskäſtchen eröffnet und die Protocol— lirung vorgenommen, wobei die Soumittenten zugegen ſehn können. Bis dahin liegen die Lieferungsbedingungen in dem genannten Büreau zur Einſicht offen. In Beziehung auf Forderungen für Brod und Ochſenfleiſch wird bemerkt, daß die Sou⸗ miſſionen keinen feſten Preis ausdrücken, ſon⸗ dern angeben ſollen, welchen Procentabzug der Brodlieferant ſich gefallen laſſen will und wel⸗ chen Nachlaß der Fleiſchlieferant an dem Preiſe für das Pfund geſtattet, wenn der Ladenpreis zu Grunde gelegt wird. Friedberg am 19. Mai 1852. In Auf trag: Hoffmann, Lieutenant. Bekanntmachung. (82) Freitag den 28. Mai, Nachmittags 2 Uhr, ſollen auf dem Büreau des Unterzeichneten nachfolgende Brückenbauarbeiten in Accord ge⸗ geben werden, welche veranſchlagt find zu: 1) Maurer- u. Steinhauerarbeit 930 fl. 7 kr. 2) Zimmerarbeit, ohne Liefe⸗ rung des Holzes, 241% 5% 3) Schloſſerarbeit, 75„18„ 4) das Anfahren u. Aufſetzen von circa 14 Kubikklafter Steinen, 5) die Lieferung von circa 78 Bütten Waſ⸗ ſerkalk, 18„ Luftkall, 7 1„„ 253 Cbklfr. Sand, wobei bemerkt wird, daß Voranſchlag, Zeich⸗ nungen und Verſteigerungsbedingungen auf dem Büreau des Gr. Kreisbaumeiſters in Grünberg eingeſehen werden können. Oberbeſſingen den 15. Mai 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Serth. U* 0 17 62 0 165 FaſeleberVerſteigerung. (825) Dienſtag den 25. d. M., des Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſoll ein der Gemeinde Reichelsbeim gehöriger Faſeleber im Rath⸗ hauſe daſelbſt meiſtbietend verſteigert werden. Reichelsheim den 17. Mai 1852 Schmid, Bürgermeiſter. Arbeits-Verſteigerung. (826) Mittwoch den 26. d. M., Nachmittags um 1 Uhr, ſollen in der Behauſung des Wirth Schilling dahier, die für dieſes Jahr vorgeſehe— nen Arbeiten, beſtehend in: Steinſchlagen, Maurer-, Pflaſterer- und Grabenarbeit, ſowie das Anfahren der nöthigen Materialien, als: Steine und Sand, öffentlich an die Wenigſt— nehmenden verſteigert werden. Beienheim am 15. Mai 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Muth. Arbeits-Verſteigerung. 1827) Donnerſtag den 27. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen die nachverzeichnete Arbeiten auf dem Büreau des Unterzeichneten wenigſt— nehmend in Accord gegeben werden. A. An der Schulhofraitbe: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 36 fl.— kr. 2) Zimmerarbeit,„ 7 30 3) Weißbinderarbeit,„„ 40„ 30„ 4) Schreinerarbeit, 15„ 21 30„ 5) Glaſerarbeit,„ 6) Schloſſerarbeit,„„ 4% 30„ B. An dem Rathhauſe: 1) Schreinerarbeit, veranſchl. zu 10 fl. 20 kr. 2) Schloſſerarbeit,„ 1 10„— 3) Maurerarbeit,„„ 5% 30„ 4) Glaſerarbeit,„„ 3%— Niedermörlen den 18. Mai 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Dey. Zum Ausleihen. (828) In der Oberwöllſtädter Kirchenkaſſe ſind 150 fl. auszuleihen. Veith, Kirchenrechner. W Privat- Bekanntmachungen. Zu vermiethen. (147) Ein vollſtändiges Logis im oberen Stocke meines Hauſes, welches im Monat Juli bezogen werden kann, iſt zu vermiethen. Friedberg. G. Ulrich, an der Eiſenbahn. Ruſſenſteine (711) ſind ſtets vorräthig bei 5 Friedberg. Ehriſtian Ulrich. = Moͤbel⸗Lager. (749) Alle Arten gut gearbeitete Möbeln ſind ſtets vorräthig bei mir. Zugleich empfehle ich auch mein Lager von Strohſtühlen nebſt gut gearbeiteten Sophas, zu möglichſt billigen Preiſen. Friedberg den 6. Mai 1852. Jak. Pfeffer. Offenen tel be. (793) Zur gründlichen Erlernung der Loh⸗ gerberei iſt nach Pfingſten d. J. für einen Lehr⸗ jungen eine Stelle offen bei Friedberg. B. Groedel. Zehn Stuͤck 18491 Wachenheimer Wein (809) ſind im Ganzen oder getheilt billig zu verkaufen durch Küfermeiſter Pfeiffer, Kar⸗ pfengaße in Frankfurt a. M. 2 Zu ver miethen. (773) Ein Logis, welches bis den 1 Juli bezogen werden kann, hat zu vermiethen Schreinermeiſter Veit h, nächſt der Eiſenbahn. L wich beach een, (779) beſonders für S i Nrald geetcl für Sprungheerde geeigneter Friedberg. B. Groe del, Lohgerber Zu verkaufen. (785) Der Unterzeichnete beabſichtiget nach⸗ ſtehende Gebäude, ſämmtlich von 1 75— der Hand auf den Abbruch zu verkaufen, als: 1) ein Wohnhaus von 38 Fuß lang und 22 Fuß breit, 2) eine Scheuer von 40 Fuß lang und 28 Fuß breit, 3) ein Schweinſtall, 16 Fuß lang und 10 Fuß breit. Liebhaber können ſich jeden Tag einfinden. Stammheim den 10. Mai 1852. Bermann, Bürgermeiſter. Anzeige. (814 Sprachunterricht ertheilt G. Eyermann, Cand. theol. Entwendet. (829) Am 10. Mai, Abends zwiſchen 9 und 10 Uhr, wurde von einem Wagen an meinem Hauſe ein Kiſtchen entwendet. Daſſelbe enthielt 300 gedrehte Feuerzeugſchachteln und war EP G gezeichnet. Indem ich nun vor dem Ankauf des Kiſtchens warne, ſichere ich zugleich demje⸗ nigen, der mir nähere Auskunft hierüber zu ertheilen vermag, eine angemeſſene Belohnung zu. Niederwöllſtadt. J. Haas. Bock bier (830) nimmt Samſtag den 22. d. M. in ſei⸗ nem Garten in Zapf G. Philippi. Zu verkaufen. (8310 Ein Schmiedegeſchirr nebſt einem Blaſebalg, noch in gutem Zuſtande, hat zu ver⸗ kaufen Johannes Reimer's Wittwe zu Rödgen. Zu ever haufen. (832) Zwölf mit Roßhaaren gepolſterte Stühle von neueſter Fagon und in beſtem Zuſtande ſind zu dem ſehr billigen Preiſe von 2 fl. 42 kr. per Stück, ſowie eine Schnellwaage(ohne Stempel) über 200 Pfund Heſſiſch auswiegend, zu verkaufen bei M. Garde. Friedberg. Lehrlingsgeſuch. (833) Ein junger Menſch, welcher die Schloſ⸗ ſerprofeſſion erlernen will, wird in die Lehre geſucht. Zu erfragen bei der Expedition dieſes Blattes. Zu ver miethen. (83) Zwei Logis, wovon das eine gleich, das andere bis Anfang Auguſt bezogen werden kann, hat zu vermiethen 1 Heinrich Heidt. Aufforderung. (835) Da ich geſonnen bin mein Vermögen an meine Kinder abzutreten, ſo erſuche ich Die⸗ jenigen, welche Forderungen an mich und meinen verſtorbenen Ehemann zu bilden haben, ſolche binnen 8 Tagen anzumelden, widrigenfalls bei der Erbvertheilung keine Rückſicht darauf ge— nommen werden wird. Fauerbach II. den 19. Mai 1852. Conrad Meyers Wittwe. — 0 — 166— Bekanntmachung. (110) Den Beſitzern der durch mich negocirten untenſtehenden Anlehen beehre ich mich hiermit anzuzeigen, daß deren verfallene Zins-Coupons und verlooſte Obligationen von heute ab, nach Eingang bei dem Bankhauſe Herrn J. Lind⸗ heimer, Gallusgaſſe No. 6 neu, zu Frankfurt a. M., zur Verfallzeit ausbe— zahlt werden. Friedberg den 1. Mai 1852. 1 5 5 Simon Lindheimer. Des Fürſten zu Bſenburg⸗Büdingen. a Freiherrn v. Rau zu Beyenheim.. Stadt Alzey. Gemeinde Hohenſülze. „ Oberhilbersheim. „ Partenheim. „ Oberſaulheim. „Frieſenheim. „ Frammersheim. Gemeinde Spiesheim 1 Sich Kreis Alzey, 1 Armsheim Provinz Rhein⸗ „ ÜAdenheim heſſen. 0 Wolfsheim Stadt Homburg v. d. Höhe. 2 Gemeinde Wippenbach „ Hainchen „ Enzheim Kreis Nidda. In Beziehung auf obige Anzeige bin ich ebenfalls bereit, alle vor— ſtehende Coupons und verlooſte Obligationen nach Eingang zu honoriren. Wilhelm Fertſch. Tägliche Omnibusfahrten zwiſchen Buͤdingen, Duͤdelsheim, Lindheim, Altenſtadt und Niederwoͤllſtadt. (836) A von Büdingen Morgens 5½ Uhr. nkunf in Niederwöllſtadt Morgens 9 Uhr zum Anſchluß an die um 9 Uhr 27 Minuten nach Caſſel und „ 53 „ Frankfurt abgehenden Bahnzüͤge. 9 Rückfahrt nach Büdingen Nachmittags 4½ Uhr, nach Ankunft der um 2 Uhr 50 Minuten von Caſſel und um 4 Uhr 9 Minuten von Frankfurt eintreffenden Bahnzüge. Fahrtaxe von Büdingen nach Niederwöllſtadt 30 kr. CE. Dotter in Büdingen. Lehrlingsgeſuch. (837) Ein geſitteter junger Menſch, welcher die Glaſerprofeſſion zu erlernen wünſcht, kann in die Lehre treten; bei wem ſagt die Expedition dieſes Blattes. Zu verkaufen. (838) Georginen⸗Knollen, reines Gerſtenſtroh zum Füllen von Strohſäcken ꝛc., ſowie eine gute eiſerne Wanduhr, welche die Viertel- und Stunde ſchlägt, iſt mit Uhrkaſten zu verkaufen. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Zur Nachricht. S (839) Nächſten Montag den 24. und Dienſtag den 28. die⸗ 15 Monats ſind jüdiſche Feier⸗ age. Joraelitiſcher Buͤrgerball. (S440) Montag den 24. d. M. hält der Un. terzeichnete, auf Veranlaſſung einer Geſellſchaft isr. Bürger von hier und aus der Nachbar- ſchaft, in ſeinem Saale einen großen Ball, zu deſſen zahlreicher Betheiligung er hiermit freund⸗ lichſt einladet. Anfang Nachmittags 4 Uhr. Niederwöllſtadt den 19. Mai 1852. Philipp Speck, Gaſtwirth. Aufforderung. (815) Da meine Frau an Geiſtesſchwäche leidet, ſo ſehe ich mich veranlaßt hiermit Jeder⸗ mann aufmerkſam zu machen, daß ſich Niemand mit ihr in Geſchäfte einlaſſe, indem ich für Nichts bafte. Zugleich fordere ich diejenigen, welche rechtliche Forderungen an mich machen können, auf, binnen 14 Tage bei mir ihre Eingabe zu machen, ſpäter nehme ich nichts mehr an. Friedberg. Wagner. A n e i.. (S4) Die nach Angabe Gr. Regie⸗ rungs⸗Commiſſion gedruckten Formulare nebſt Stimmzettel zu den, nach dem Geſetz vom 8. Januar 1852, demnächſt vorzunehmenden neuen Gemeinderaths— Wahlen ſind vorraͤthig bei Friedberg. E. Bindernagel. Fahrpläne (842) der Main⸗Weſer⸗Bahn fur den Sommerdienſt, den 15. Mai anfan⸗ gend, ſind zu haben bei Friedberg. E. Bindernagel. Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 23. Mai Exaudi. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Sell. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Eckſtein. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Candidat Sommerlad. Nachmittags: Hr. Candidat Bernbeck. Frankfurter Cours vom 19. Mai 1852. Mfelen.„ fl. 9 45-46 Prlereichsd oer„ 9 58-59 olländiſche 10 fl. Stücke„ 9 56½ 57 and⸗Ducaten. 9„ 53879 ½ 20 Frankſtück e„ 9 34½ 35 ½ Engliſche Souverains.„12 3 à 4 Preußiſche Thaler.„ 145% 78 5 Frankenthale 223-23 Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 45¼½¼̊ Fruchtpreiſe. 12. Mai 14. Mai 13. Mai Gattung. Fried⸗ in,[Gerns⸗ berg Mainz heim fl. kr. fl. kx. fl. kr, Waizen pr. Malter 11— 121613— Karn 75 10— 99 930 Gorffle„„ ,. 7 30 645 7 30 Hafer„ 72 44—1 41331—— Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 22. bis zum 28. Mai. A 5 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 28 2 77, 7 2 6 2 44„ 2 144.— 13— 5 Lth. Lth — Milchbrod 144% 14% — Waſſerweck 114% — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14 ¼ 16¼ Fleiſch-Preiſe. i pf. pf. 11 Ochſenfleiſch 12— 12— „ Kühfleiſch, gemäſtetes n „ Rindfleiſch, gemäſtetes e „ Kalbfleiſch 5— 4 6— n gemäſtetes—.— N— „ Schweinenfleiſch 13— 112 2 „ Hammelfleiſch 9— 9— „ Schaaflfleiſch 5——— „ Wurſt v. blos Schweinen 14.— 14— „Bratwurſt 16— 16— „ Schwartenmagen 161— 160— „ Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 16— 16— „Dörrfleiſch 164— 16— „Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 20— 21— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 18— 18— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Ben d e e K rau ß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Nr. 17 Stgatea! . M Se yoglich Hefiſche ahre 1852 geh. lufang nehme ſereits angefü Zuſtitutionen erner Pandelt Gaſſerſchleb baltech und de den Redierforf 2. Cage ded kochter des Id führt künftig d ines Pppſſka Wohuſtze zu! her die J. Se hunden ist; die mit jährlichen mit 400 fl. ein Nr. 18 kungen an de öffentliches Mobdinzen St chung, die Ert 4802 be.— Veſtreiuung de Negierungebe Jahre: an die von ihm Henri Johr zum Schaben Am 28. gel zu Romrod Kirtorf, R.⸗ Michelſtadt z. Aiſeld, ſow, Myſieatswun in Herbſtein, aumtscandidat digerſelle zu Metor Lotz; den, RB. die evang. d An denſelhen nement, ern arrſeile in abe pen anwig Wer „ Burde de ſherſelee z