Stadtkirche: etſch. b d Butzbach 8— U 1 ö U 1 1 „„ — 2—— 22228 — ö n ** 14 S . = 1 ———— Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſe im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg 9 im Beſonderen. M 6. Mittwoch den 21. Januar 1852. as„Jutelligeuz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ erſcheint jeden Mittwoch und Samſtag. Der Abonnementspreis, welcher ffets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt, bei der Expedition 1 fl. 12 kr., für/ Jahr 40 kr.— bei allen zum Fürſtl. Thurn und Taxisſchen Verwaltungsbezirke gehörigen Poſtämtern nach der neueſten Verfuͤgung pr. Jahr 1 fl. 30 kr. und pr. Semeſter 45 kr. Durch die ſehr ſtarke Auflage des„Intelligenzblattes“ finden Anzeigen der verſchiedenſten Art e Verbreitung. Die Einrückungsgebühren betragen für die geſpaltene Petitzeile, oder deren Raum 2 kr., die beiden erſten Zeilen zuſammen aber werden mit 7 kr. und ein Beleg mit 2 kr. berechnet. Friedberg. Die Expedition des Intelligenzblattes. Miszellen. „Ich ſage Ihnen, es iſt durchaus nichts Verſteuer— bares in dem Paquet. Es ſind blos Anweiſungen darin für ein Reiterregiment, wie es die Säbel gebrauchen ſoll.“ „Thut mir leid; aber das Paquet muß dennoch auf— geſchnitten werden. 3 i „Und ich ſage Ihnen, wenn ein koͤniglicher Lieute— nant ſagt: auf Ehre: ſo iſt es ſo gut wie aufgeſchnitten.“ Zu einem kranken Bauer kommt ein Arzt, und ver⸗ ſchreibt ihm Medizin. Des andern Tages fragt er bei ſei— nem Beſuche die Frau des Patienten:„Nun, wie iſt ihm die Medizin bekommen?)—%Ja, Herr Doktor, die Me⸗ dizin mag ſchon gut ſein, aber alle 2 Stunden in's Waſ⸗ ſer, das hält er nicht lange aus!“,— Auf der Schachtel ſtand:„Alle 2 Stunden ein Pulver in Waſſer zu nehmen., Guſtav-Adolf-Stiftung. Je mehr die heilige Sache des Guſtav-Adolf-Vereins, eine Blüthe, die nur im Sonnenſchein des Friedens ge— deihen kann, in den letzten ſtürmiſch bewegten Zeiten hin und wieder in den Hintergrund getreten iſt, um ſo mehr verdient es freudige Anerkennung, daß in Oberrosbach am Schluſſe des vergangenen Jahres, angeregt durch die dortige hoch— würdige Geiſtlichkeit, ein Ortsverein zuſammengetreten iſt, der aus ſehr vielen Mitgliedern beſteht und einen jährlichen Beitrag von ungefähr vierzehn Gulden entrichten wird.— Als bei der Jahresverſammlung des Wetterauer Zweigvereins, gehalten zu Altenſtadt am 19. October v. J., Oberrosbach als der Ort der nächſten Verſammlung auserſehen wurde, ſo geſchah das, weil daſelbſt noch nichts für die Sache der Guſtav⸗Adolf⸗Stiftung geſchehen war— um auch dort den Samen der Bruderliebe, zum Früchtebringen unter Gottes Beiſtande, auszuſtreuen; wie lieblich und fein, daß die Saat jetzt ſchon in vollen Aehren ſteht und daß wir, wenn wir kom⸗ men, nicht erſt in Hoffnung ſäen müſſen, ſondern uns dankbar der Erndte freuen dürfen!— Wir ſind geneigt, die jetzige günſtige Geſtaltung der Sache in genannter Stadtgemeinde zum Theile auch dem von der Schottener Hauptverſamm⸗ lung erlaſſenen, von uns in vielen hundert Exemplaren verbreiteten„Aufruf an die Proteſtanten des Großherzog— thums“ zuzuſchreiben und wünſchen herzlich, daß das Bei— ſpiel, mit welchem neuerdings Oberrosbach vorangegangen iſt, in anderen Gemeinden, die noch nicht zu uns zählen, bald recht zahlreiche eifrige Nachahmer finden möge!— Bei dieſer Gelegenheit beſcheinige ich zugleich den Em- pfang der Beitrage zur Guſtav-Adolf⸗Stiftung für 1852 aus den Gemeinden Fauerbach II. mit 5 fl. 43 kr. und Rendel mit 7 fl. 27 kr. und erſuche brüderlich die Mit⸗ glieder des Vereins an anderen Orten, ſich die Entrichtung auch ihrer Jahresbeiträge an Herrn Apotheker Wahl, der fortwährend die Geſchäffte des Caſſirers zu beſorgen ſo freundlich iſt, bald möglich gefallen zu laſſen. Dr. Matthias, Sekretär des Wett. Zweigvereins der G.⸗A.⸗St. Kirchenbuchs-Auszug vom Monat Dez. 1851. Friedberg. Getraute: (Nachtrag. 17. Nov.) Johann Theobald Eduard Ruths, Bürger und Baumeiſter dahier, des Leiblaquaien Philipp Peter Ruths zu Darmſtadt ehelicher verwitt— weter Sohn und Johanna Eliſabetha Reinhardine Fi— ſcher, des Bürgers und Buchbindermeiſters Johannes Fiſcher zu Hanau eheliche ledige Tochter. Zu Hanau getraut.) Heinrich Volp, Bürger und Todtenwärter dahier, des weiland hieſigen Bürgers und Todtengräbers Chriſtian Volp hinterbliebener ehelicher verwittweter Sohn und Sophia Weiß, des Ortsbürgers und Taglöhners zu Garbenteich Johannes Melchior Weiß J. eheliche ledige Tochter. 14. —— 25. 26. 26. — 22 Getaufte: Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Muth eine Tochter, Anna Maria, geb. den 22. Nov. Dem Gr. Staabsarzte Kaspar Pfeiffer dahier eine Tochter, Friederike Auguſte, geb. den 16. Nov. Dem hieſigen Bürger, Gaſtwirth und Weinhändler Ludwig Konrad Theobald eine Tochter, Anna Katha⸗ rina Sophie Konradine, geb. den 22. Oct.. Dem hieſigen Bürger und Büchſenmacher Emmerich Felir Fritz ein Sohn, Adam Petri, geb. den 21. Nov. Dem Bürger zu Romrod und Gr. Gendarmen dahier Hartmann Becht eine Tochter, Anna Katharina Wil⸗ helmine Marie, geb. den 25. Oct. Dem hieſigen Bürger und Steindeckermeiſter Heinrich Betz eine Tochter, Chriſtiane Philippine, geb. den 12. Nov. Dem hieſigen Bürger und Glaſermeiſter Joh. Konrad Jung eine Tochter, Auguſte Wilhelmine Karoline, geb. den 15. Nov. Dem Bürger zu Rödingshauſen und Bahnwärter da⸗ hier Heinrich Nicolay eine Tochter, Eva Suſanna, geb. den 1. Nov. Dem Bürger zu Darmſtadt und Buchdrucker dahier Wilhelm Müller ein Sohn, Franz Georg Ludwig, geb. den 14. Dez. Dem hieſigen Bürger und Caſinodiener Joſeph Geck ein Sohn, Karl Heinrich, geb. den 21. Nov. Beerdigte: Louiſe Friederike Chriſtine Söllner, geb. Kreuter, des weiland hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Joh. Heinrich Söllner hinterbliebene Wittwe, alt 91 Jahre, 8 Monate und 8 Tage, 7 den 4. Dez. Anna Katharina Büttner, des weiland hieſigen Beiſaſſen und Todtengräbers Nicolaus Büttner eheliche unver— 14. 16. 19. 19. 5 25. 26. ane Tochter, alt 61 Jahre und 15 Tage, 1 den 5. Dez. 5 Ein uneheliches Töchterchen, Katharina, alt 5 Monate und 5 Tage, 1 den 5. Dez. Margaretha Reuling, der hier lebenden unverheurathe⸗ ten Maria Dorothea Reuling von Aſſenheim ledige Tochter, alt 24 Jahre, 7 den 5. Dez. Anna Katharina Jung, der weiland Anna Katharina Jung aus Echzell außerehelich geborne unverheurathete Tochter dahier, alt 61 Jahre, 9 Monate und 23 Tage, 7 den 6. Dez. Des Gr. Hauptmannes Karl Freiherrn v. Heimrod am 9. Dezember todt gebornes Söhnlein. Eliſabetha Katharina Walz, des hieſigen Gemeinde— rathes, Metzgermeiſters und Gaſtwirthes Hartmaun Walz II. eheliche ledige Tochter, alt 17 Jahr, 7 den 12. Dez. Eliſabetha Meiſter, des in hieſigem Bahnhofe beſchäf—⸗ tigten Ortsbürgers zu Marienhagen Chriſtian Meiſter eheliches Töchterchen, alt 1 Jahr und 6 Monate, 7 den 15. Dez. Chriſtoph Walz, Bürger und Metzgermeiſter dahier, alt 40 Jahre, 4 Monate und 19 Tage, 7 den 17. Dez. Roſine Landrock, geb. Schmitt, des hier wohnenden penſionirten Gendarmen Michael Landrock aus Gerns— heim Ehefrau, alt 50 Jahr, 7 den 17. Dez. Peter Boutemy, Bürger, Gaſtwirth und Oekonom da— hier, alt 71 Jahre, 9 Monate und 6 Tage, 1 den 20. Dez. Maria Eliſabetha Jung, geb. Bauer, des hieſigen Bür— gers und Samenhändlers Michael Jung Ehefrau, alt 53 Jahre, 7 Monate und 11 Tage, 7 den 23. Dez. Katharina Schäfer, geb. Kämpfer, des weiland hieſigen Bürgers und Meſſerſchmiedmeiſters Johannes Schäfer hinterbliebene Wittwe, alt 70 Jahre, 4 Monate und 4 Tage, 1 den 24. Dez. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. S Oeffentliche Aufforderung. (15) Johannes Keßler von Hochweiſel, ſeit mehreren Jahren abweſend, unbekannt wo, wird hierdurch aufgefordert zurückzukehren oder zur Ordnung ſeiner Angelegenheiten einen Be⸗ vollmächtigten zu beſtellen, da Schuldenhalber die Veräußerung ſeiner Liegenſchaften nothwen⸗ dig geworden iſt. Geſchieht dies nicht binnen zwei Monaten, ſo wird auf ſeine Koſten und Gefahr von Gerichtswegen ein Curator beſtellt und lediglich mit dieſem wegen der Veräuße⸗ rung ꝛc. verhandelt werden. Butzbach den 31. Dezember 1851. Großh. 1355 e E bel. Oeffentliche Ladung. (16) Alle, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an das für concursfällig erklärte Vermögen der Moſes Sichels Eheleute von Heldenbergen zu bilden gedenken, werden hier⸗ mit aufgefordert, ſolche im Liquidationstermine, Mittwoch den 18. Februar 1852, Vormittags 9 Uhr, dahier bei Meidung ſtillſchweigend erfolgenden Ausſchluſſes anzuzeigen und richtig zu ſtellen. Großkarben den 21. Dezember 1851. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Jäger. Bötticher. Bekanntmachung. (28) Das dem verlebten Karl Becker zuge⸗ hörige, am Ausgang von Butzbach an der fre⸗ quenten Straße nach Gießen zu gelegene ſchöne Wohnhaus mit Saalbau, ſehr geräumigem Hof, Oeconomiegebäuden und großem Hausgar⸗ ten, ſoll Dienſtag den 17. Februar l. J., Vormittags, einem öffentlichen Verkauf ausgeſetzt werden. Man bringt dieſes mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß ſich die bezeichneten Localitäten zum Betriebe einer Wirthſchaft, Anlage einer Brennerei oder Brauerei, oder Fabrik ſehr gut eignen. Butzbach den 3. Januar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. Erdmann. F euch t der teig e enz (6 Mittwoch den 21. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, werden im hieſigen Rathhauſe von den Fruchtvorräthen des vereinigten Armenfonds dahier 60 Malter Korn und 20 Malter Gerſte, zweimalterweiſe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 15. Januar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter eee Edi et al ladung. (S8) Von dem Grundſtück, Band und Seite des Flurbuchs 7/163, No. 12, Grabgarten, 9. Gewann, am alten Haingraben, Gemarkung Friedberg, iſt ein Theil, 45,6 U◻IKlafter hal⸗ tend, jetzt mit 12/0 bezeichnet, in die Eiſenbahn gefallen. Der letzie Beſitzer deſſelben, Ober⸗ feldwebel Kahl zu Büdingen, behauptet: das Grundſtück ſchon vor 20 Jahren von der Wittwe des Schullehrers Stumpf dahier, auf deſſen Namen es auch im Flurbuch ſteht, ge⸗ kauft, einen Kaufbrief jedoch nicht erhalten zu haben. Auf Antrag des Großh. Fiskus werden deßhalb alle, welche Eigenthums- oder ſonſtige Anſprüche auf das vorgenannte Grundſtück zu haben glauben, aufgefordet, dieſelben binnen 60 Tagen dahier geltend zu machen, gegenfalls der Kaufbrief für den Großh. Fiskus gerichtlich be— ſtätigt werden wird. Friedberg den 12. Januar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. Oeffentliche Ladung. (85) Der Ackermann Jacob Hofmann von Niederdorfelden hat dahier glaubhaft beſcheinigt, daß ſeine Schulden ſein Vermögen überſteigen und um Vorladung ſeiner Gläubiger zum Zwecke eines gütlichen Arrangements gebeten. Es werden deßhalb ſämmtliche Gläubiger des Genannten zur ſummariſchen Schuldenliqutdation und zum Zwecke des Güteverſuchs auf den 20. k. M., Vormittags 9 Uhr, unter der Verwarnung hierher vorgeladen, daß nicht Erſcheinende dem Beſchluſſe der Mehrheit der Erſchienenen für beitretend erklärt werden. Windecken den 10. Januar 1852. Kurfürſtlich Heſſiſches Juſtizj-Amt daſ. Schenck zu Schweinsberg. Aufforderung. (86) Die Wirthin Konrad Lutz's Wittwe da⸗ hier beabſichtigt, auf ihre von Wilhelm Röder's Wittwe erkaufte Hofraithe Pag. 6. No. 10, des 9 eau de 8 Sounſ N 0 i* 2 Dien. 90 Uhr ſoll auf ſerlgung ale alben, öfen Aetord gegebe Schrein. 9 7 5 zu fert lcgle 2) Schloͤſſe Nan, Dot önnen täglech neten eingeſehe Friedbert Der 6 Bek 89) Vun Wunwald abg Tunmpolz die I Steigerer Munheim Holl (90) Nn 9 Uhr, ſolln füämme öfft Gegen Credit bis! Aſſenhe! Oblig 0) Bei d det Pattialo die J. 77 Der zuhaber „J. üntwede bei dem daf heimer in dr alsdann wei Rocke nb ra au, alt 28. Dez. hieſigen Schäfer nate und —— von der abier, auf ſteht, ge⸗ erhalten zu 85 Flurbuchs und den dazu gehörigen Garten Pag. 4. No. 19., als zweiten Einſatz ein Kapital von 450 fl. aufzunehmen um damit einen Theil des Hauskaufſchillingsreſtes abzutragen. Die— ſelbekkann ihr Eigenthum an dem Unterpfand urkundlich nicht nachweiſen. Es ergeht daher, mit Ausſchluß des erſten Hypothekengläubigers und der Wilhelm Röder's Erben, an alle Die- jenigen, welche dingliche oder perſönliche Anſprüche an die Hofraithe nebſt Garten glauben gellend machen zu können, die Aufforderung, ſolche bin⸗ nen 60 Tagen bei der unterzeichneten Gerichts— ſtelle anzumelden, widrigenfalls ſie damit ſtill— ſchweigend ausgeſchloſſen, die Nachhypothek von 450 fl. aber gerichtlich beſtätigt werden ſoll. Rödelheim den 5. Januar 1852. a Gr. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer. Bekanntmachung. (87) Samſtag den 31. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 244 Stecken Buchenſcheitholz für die Garniſon dahier, in dem Büreau des Bataillonsverwaltungsraths auf dem Soumiſſionsweg an den Wenigſtverlangen⸗ den in Accord gegeben werden. Dieß den In— tereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen von heute an in oben gedachtem Büreau eingeſehen werden können. Friedberg den 17. Januar 1852. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn (88) Dienſtag den 27. d. M., Vormittags 9 Uhr ſoll auf dem hieſigen Bahnhofe die An- fertigung einer Einfriedigung der Station Groß⸗ karben, öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden: 1) Schreinerarbeit, auf dem Bauplatz im Roſenthal dahier von vorhandenem Holze zu fertigen, der Arbeitslohn iſt veran— ſchlagt zu 115 fl. 43 kr. 2) Schloſſerarbeit, veranſchlagt zu 45„— Plan, Voranſchlag und Akkordsbedingungen können täglich auf dem Büreau des Unterzeich⸗ neten eingeſehen werden. Friedberg den 17. Januar 1852. Der Großh. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand. Bekanntmachung. (89) Von der am 16. d. M. im hieſigen Auenwald abgehaltene Holzverſteigerung hat das Brennholz die Genehmigung erhalten und können die Steigerer jeden Werktag ſolches abfahren. Aſſenheim den 19. Januar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. S Verſtei gerung. (90) Montag den 26. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen im hieſigen Auenwald 82 Bauholz⸗ ſtämme öffentlich meiſtbeitend verſteigert werden. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird Credit bis den 1. September 1852 geſtattet. Aſſenheim den 19. Januar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Obligations-Verlooſung. (91) Bei der dahier ſtattgebabten Verlooſung der Partialobligationen hieſiger Gemeinde iſt die No. 77 mit 200 fl. rückzahlbar geworden. Der Inhaber derſelben kann dieſe am 2. Februar J. J. entweder bei hieſiger Gemeindekaſſe oder bei dem Handlungshauſe Herrn Simon Lind— heimer in Friedberg in Empfang nebmen, indem alsdann weitere Zinſen nicht vergütet werden. Rockenberg am 16. Januar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Weiner. — 20. Arbeits⸗Verſteigerung. (92) Die Einfriedigung des hieſigen iorael. Kirchhofs, veranſchlagt: a) Zimmerarbeit 93 fl. 58 kr. b) Schloſſerarbeit 16„ 30„ ſoll im Soumiſſionswege vergeben werden. Da— rauf Reflectirende wollen ihre Soumiſſion, ver— ſchloſſen, bis ſpäteſtens Mittwoch den 28. l. M. an den unterzeichneten Vorſtand einreichen. Vor anſchlag und Bedingungen ſind bei demſelben einzuſehen. Butzbach den 18. Januar 1852. Mayer Mayer. Der Vorſtand Bekanntmachung, betr.: Brenn⸗ und Bau-, Werk- und Nutzholz⸗ verſteigerung, vom 13. Januar 1852, 5 Revier Oberrosbach, Forſts Fried⸗ erg. (93) Die obige Holzverſteigerung, an deren Schluſſe die höhere Genehmigung vorbehalten wurde, hat nun die Genehmigung der höheren Behörde erhalten, welches den Steigerern, nebſt folgenden Verordnungen, hiermit bekannt ge⸗ macht wird: 1) die inländiſchen Steigerer, deren Meiſt— gebote nicht mehr wie 20 fl. betragen, haben, gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine, die Abfuhrſcheine Freitag den 23. d. M. bei Gr. Revierförſter zu Oberrosbach in Empfang zu nehmen; 2) am 26. d. M. geht von dieſem das Ver⸗ ſteigerungsprotokoll nebſt den noch nicht abgeholten Abfuhrſcheinen an Gr. Rent⸗ amt Friedberg ab und können die Stei— gerer bei letzterem, von Donnerſtag den 29. d. M. an, die Abfuhrſcheine gegen Zahlungsleiſtung, oder auch von denjeni⸗ gen Steigerern, deren Meiſtgebote nicht mehr wie 20 fl. betragen, gegen vorſchrifts⸗ mäßige Bürgſcheine, in Empfang genom— men werden; 3) das Holz derjenigen Steigerer, welche daſſelbe bis einſchließlich den 4. März weder bezahlt noch verbürgt baben, wird, wenn ſich dazu Gelegenheit findet, ander weit abgegeben, wo nicht, auf Koſten und Gefahr der erſten Käufer abermals ver— ſteigert; 4) da eben die Witterung zur Holzabfuhr ungünſtig iſt, ſo bleibt vorbehalten, den Anfang derſelben zu beſtimmen. Dies und der erſte Abfuhrtag, deren nach den Verſteigerungsbedingungen eilf ertheilt wer⸗ den ſollen, wird auf den Abfuhrſcheinen bemerkt und jeder Steigerer hat ſich daher zu beeilen, um alsbald auf die oben be— zeichnete Weiſe in Beſitz ſeines Abfuhr— ſcheins zu kommen. Oberrosbach den 17. Januar 1852. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bin gmann. 7 Holzverſteigerung. (970 Dienſtag den 27. und Mittwoch den 28. d. M., jedesmal von 9 Uhr Vormittags bis 5 Uhr Nachmittags, ſoll in der Oppershofer⸗ Rockenberger Mark folgendes Gehölze, nämlich: a) 1 Stecken Buchen⸗Scheitholz 1. Klaſſe, 108„ r 4 159 22 0 Eichen⸗ 17 1„ Kiefern⸗ 1 b) 60„Buchen⸗Prügelholz, 15 1 Eichen⸗ 7 1„ Kiefern⸗ 1 1„KLarchen„ c) 8200 Stück Buchen⸗Wellen, 775„ Eichen⸗ 294(„ Gemiſchte„ 83„ Kiefern„ 50„ Lärchen„ d) 57 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholzſtämme, 3233 Cubikfuß haltend, 13 Buchen⸗Werkholzſtämme, 1256 Cubik⸗ fuß haltend, 4 Eichen⸗Werkſcheitholzſtecken, 9 Kiefern⸗Bauholzſtämme, 211 Cubik⸗ fuß haltend, 12 Stück Lärchen⸗Stangenholz, 20 Cu⸗ bikfuß haltend, verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort iſt das Forſthaus. Der Anfang wird mit dem Bau- und Werk⸗ holz gemacht. Oppershofen den 15. Januar 1852. Weil, Markgegenſchreiber. 5 0 Gulden (95) liegen in der Kirchenkaſſe zu Oberwöll⸗ ſtadt zum Ausleihen bereit. Veith, Kirchenrechner. Privat- Bekanntmachungen. Einladung zum Abonnement. 454) Das früher bei Unterzeichnetem erſchienene Vereinsblatt“ ꝛc., erſcheint ſeit dem erſten März d. J. unter dem Titel: „Anzeige⸗Blatt“ mit gemein nu tzigen Notizen wöchentlich zweimal zu dem früheren Preiße von 54 kr. halbjährig. Es bringt außer den Kurfürſtlichen Ernennungen ꝛc., amtlichen Bekanntmachungen Kurfürfllicher Behörden, beſonders des hieſigen Landraths⸗Amtes, auch unterhaltende und belebrende Aufſätze, namentlich über Land— wirthſchaft, Auswanderung, intereſſante Rechtsfälle ꝛc, wodurch es ſich dem Leſer angenehm und nützlich macht. Anzeigen aller Art erhalten eine ſchnelle und weite Verbreitung, indem dieſes Blatt ſowohl von den Behörden als Privaten ſowie auch in allen Gemeinden des hiefigen Kur- fürſtlichen Landraths- Amtes gehalten wird.— Die Inſertions⸗Gebühren betragen für die geſpal— tene Zeile, aus gewöhnlicher Schrift, 2 Kreuzer, bei mehrmaliger Inſertion wird Rabatt bewilligt. — Auswärtige belieben bei den zunächſt gelegenen Poſtämtern zu abonniren.— Der Poſtauf⸗ ſchlag beträgt im Umfange des Kurfürſtenthum Heſſen fürs ganze Jahr 3 Sgr. Gelnhauſen im Dezember 1851. J. C. Janda. Gutta⸗Percha⸗Firniß in Töpfen mit Gebr.-Anw. 18 kr. (23) Mitlelſt dieſer neuen Conapoſition, welche das Leder vorzüglich conſervirt und geſchmeidig erhält, ſchnell trocknet, und nach dem Trocknen jede Wichſe annimmt, kann man alles Schuh⸗ werk vollkommen waſſerdicht machen, ſo daß man, ſelbſt bei größter Näſſe, ſtets trockne Füße behält. Deuſelben empfiehlt 5 Friedberg. P. F. Schmittner. — 5 5 1 4 . Zu vermiethen. (JJ) Ein ſehr freundlich möblirtes Zimmer für einen einzelnen Herrn iſt zu vermiethen bei Peter Decher. Anzeige. (89) Ein geſpielter, noch ſehr gut gehaltener Flügel, gebaut von Dieudonné und Schied⸗ mayer in Stuttgart, iſt billig zu verkaufen. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Announce. (96) Der Unterzeichnete läßt Donnerſtag, als den 22. d. M., auf dem Großh. Braunkohlen⸗ werk Dorheim, Mittags 12 Uhr beginnend, gegen Baarzahlung, wie auch gegen amtlich ausgeſtellte Bürgſcheine Credit bis Ende März 1852, vorbehaltlich ſeiner Genehmigung, nach⸗ folgend aufgezeichnete Gegenſtände meiſtbietend verſteigern, wovon er hiermit ein geehrtes Publi⸗ kum resp. zu etwaiger Kaufluſt ſofort ergebenſt einladet mit dem Bemerken, daß dieſe Gegen⸗ ſtände auch aus freier Hand gekauft werden können. Braunkohlenwerk Dorheim den 15. Januar 1852. G. Hamm. Die Gegenſtände, welche dem Ver⸗ kaufe ausgeboten, ſind: 1) 1 Kanapee, mit Damaſt überzogen, noch wie neu, 2) 1 runder Klapptiſch, von Nußbaumholz und polirt, noch wie neu, 3) 1 Spiegel, 4“ Höhe, mit polirtem Nuß⸗ baumrahmen, noch wie neu, 4) 6 Stühle von Nußbaumholz, polirt und mit Rohr durchflochten, noch wie neu, 5) 4 Bände Brockhaus' ſches Converſationslexi⸗ con neueſter Zeit und Literatur, 6) mehrere Lehrbücher, 5 7) 28 Hefte Anſichten und Denkmäler nebſt Text, von Baukünſten im Großherzog⸗ thum Heſſen, in Stahlſtich; ſodann 8) 2 gemäſtete Schweine, 9) 2 trächtige gute Ziegen, welche Ende Februar d. J. Lämmer werfen, 10) 1 noch wenig gebrauchte Egge, 11) 1 noch wenig gebrauchter Pflug nach Schmidt⸗ ſcher Dimenſion, 12) 1 Grabſchippe, 13) 2 Hacken und ein Gartenhäckchen, 14) 1 Stampfeiſen,. 15) 2 Miſtgabel, 16) 2 Miſtkrapfen, 17) 2 Eimer mit eiſernen Reifen, 18) 2 Sieben, 19) mehrere Gebund Korn, Gerſten⸗ und Wik⸗ kenſtroh, g 20) 1 Heugabel, 21) 2 Ditzend Milchgefäße, ein Rahmgefäß, 22) ohngefähr 2 Futtermannen voll Kleeſamen⸗ puppen, 23) eine Anzahl Bohnenſtangen, 24) eine Anzahl Georginen⸗Knollen, 25) 54 Stück als Baumſchule angepflanzte Bäume, veredelte Kirſchen und Zwetſchen⸗ bäume, darunter ein Maulbeer⸗ und ein Mirabellenbaum, 5 26) 11 Weinrebenſtöcke, 27) 1 Kaute voll Dung von Kühen ꝛc., 28) 7 Stück engliſche Hühner, 29) 1 Spinnrad, 30) 1 Haspel, 31) 3 Senſen, 32) 3 eiſerne Herdringe, 33) 1 lederner Büchſenſack, 34) lederne Schuhe, alte, 35) 1 Gartenrechen mit eiſernen Zinken, 36) 2 Kuhketten, in gutem Zuſtande, 37) 1 Schreibpult, in gutem Zuſtande. 25 Centner gutes Heu (97) und 3 Fuder Gerſtenſtroh hat zu ver⸗ kaufen Heinrich Hedderich in Friedberg. — 24 175 Gulden (98) Vormundſchaftsgelder liegen auf gericht⸗ liche Hypothek zum Ausleihen bei mir bereit. Vilbel den 12. Januar 1852. Sebaſtian Preſcher. Zu vermiethen. (99) Ein geräumiges Logis, gleicher Erde, wobei auf Verlangen auch Stallung abgegeben werden kann, iſt zu vermiethen und kann ſo⸗ gleich bezogen werden. Friedberg im Januar 1852 Michael Jung. Oeffentliche Erklärung. (100) In Bezug der von mir, dem Unter⸗ zeichneten dem Gr. Bürgermeiſter Wettner da⸗ hier unterm 11. Januar des Nachts zugefügten Ehrenkränkung erkläre ich hierunter folgend: Daß derſelbe mit Rückſicht auf meinen Vater und ſonſtiger Familienangehörigen ſich nur be⸗ wegen ließ, von mir die Hand um erzeihung bittend anzunehmen; ich rufe hiermit die von mir gethanene Aeußerungen als eine ſchlechte Handlungsweiſe zurück und erkenne Denſelben ſowohl vor allen hieſigen Ortsbürgern als dem übrigen Publikum nur für einen ehrenwerthen Mann an. Rockenberg den 14. Januar 1852. g Franz Schmitt. Eaſiuoball. (101) Den Mitgliedern der Caſinogeſellſchaft zur Nachricht, daß Dienſtag den 24. Februar d. J. der zweite Ball(ein Maskenball) gehalten werden ſoll. Alles hierauf bezügliche wird ſeiner Zeit noch bekannt gegeben. Die Vorſteher. Deutscher Phöniæ, Verſicherungs-Geſellſchaft in Frankfurt am Klain, Grundkapital 5½ Millionen Gulden. (88) Herrn Heinr. Hahn iſt die Agentur des Deutschen Phönix für den Bezirk von Friedberg übertragen. Derſelbe iſt in dieſer Eigenſchaft von Großh. Regierung beſtätigt worden. Darmſtadt den 12. Januar 1852. Carl Hemmerde, General⸗Agent des Deutschen Phönix. Auf vorſtehende Anzeige Bezug nehmend, daß ich Anträge von Verſicherungen auf Mobilien, landwirthſchaftliche Erzeugniſſe, Vieh ꝛc. ꝛc., gegen übernehme. erlaube ich mir anzuzeigen, Waaren aller Ark, ſowie feſte und billige Prämien Der Geſellſchaft Deutscher Phönix ſind die Rechte einer inländi⸗ ſchen Geſellſchaft verliehen worden, und wer hat weder andere Formalitäten zu erfüllen, noch entrichten, als es bei den Verſicherungen der ſellſchaft und der Colonia der Fall iſt. ſonſtige höhere Gebühren zu Zu jeder näheren Auskunft bin ich ſtets bereit. Friedberg den 12. Januar 1852. H. Hahn, Agent des Deutschen Phönix. Masken⸗Garderobe. (102) Unterzeichneter empfiehlt zu den bevorſtehenden Maskenbällen ſein reich⸗ Damen⸗Anzügen, ſowie alle Arten haltiges Lager in Herren⸗ und Masken c. zu überaus billigen Preiſen. Friedberg den 18. Januar 1852. Conrad Diehl, am Markt. So- d- ον ο ο ονιν νο- 5 2 Preis 7 kr. 2 Goo D- 8 5 5 Dr. G. J. Linduer's 8 H ü 5 eee 8 8 7 5 Preis 2 Sgr. 5 So- [fe allen denen, die an Haͤmorrhoiden leiden. (103) Kurze Darſtellung der Urſachen, Ausbildung, verſchiedenen Arten und Gefährlichkeiten der Hämorrhoiden, ſowie deren gründliche Heilung durch die Dr. Groß'ſchen Hämorrhoidal-Pillen. 3. Auflage. Frankfurt am Main. Bernhard ei ü us o- o o- p ον D ο- . In Friedberg vorräthig bei C. Bindernagel. 8 Carl So--- ο ο- ο- ο- e 2 9 3. Auflage. 5 5 5 So--- 1332. 3. Auflage. i 5 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. bei derſelben verſichern will, Aachener und Münchener Ge⸗ 17 1 Regierun an die Gr Betreffend Gleic Jeden von 121 Gr, R. ellaſenen 2 alsbald in zu laſſen ut bringen. A entuchnen g niſſen zu er diejenigen, haben, dav cnzuweiſen, n Corps, beben. E Hhlerniß ſchluß des grund ſegle die E 21 Geſc ol Finkern Aran — 0 95 Weißbet Wurde rung lis Klau, Klein Zeit befan er ve