fuͤr die Intelligenz-Blatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Sonnabend den 20. März 1852. Amtlicher Theil. f Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks — Friedberg Mir l. 3 an ſämmtliche Gr. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten Hafen v,. und Polizei⸗Commiſſaͤre des Regierungsbezirks. Betreffend: Die Ableiſtung des Verfaſſungseides von neuaufgenom⸗ menen Ortsbürgern. Die vorſchriftsmäßige Ableiſtung des Verfaſſungs⸗ eides findet orderung, 1 fartſ 1) zu Friedberg am 6. April, e. * 37 Butzbach 1 ein e 43, Hungen 1 2. 7 5 2 jedesmal Morgens 10 Uhr auf den Rathhäuſern ſtatt. Sie öllſtadt wollen hiernach die erforderlichen Vorladungen erlaſſen und Böing die Verzeichniſſe der Eidespflichtigen rechtzeitig hierher ein⸗ 1 a ſenden; letzteres bei Meidung der Ordnungsſtrafe. ng, Friedberg den 16. März 1852. 3 O up- i e r. jerne Egge un Netheln Die ſel be Ze. an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. a ut Betreffend: Die Entlaſſung des zweiten Aufgebots von 1849 und 1850. Wir benachrichtigen Sie hiermit, daß auf Allerhöchſten 1 l Befehl Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs nunmehr die — Entlaſſung der Mannſchaften des zweiten Aufgebots vom zeige. Jahre 1849 und desjenigen vom Jahre 1850 aus dem Mi⸗ litärdienſte in der Weiſe verfügt worden iſt, daß dieſelben angten Vo in die Verhältniſſe der Militärpflichtigen der betreffenden enwälder Altersklaſſen zurücktreten. gel in dritt Friedberg den 13. März 1852. For Ouvrier. 21 ö 5 Lieder Dieſelbe Jahthunde, an die Gr. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten und 2 Polizei⸗Commiſſäre, ſowie an die Gr. Gensdarmerie ſtimme des Regierungsbezirks. tung. Betreffend: Die ledige Katharina Schneider von Hainzell. 2 Sie werden angewieſen, auf die Rubrikatin, die ſich zwecklos im hieſigen Regierungsbezirk herumtreiben ſoll, ge— nau zu invigiliren und ſie im Auffindungsfall zu arretirrn und uns zuzuführen. Friedberg den 16. März 1852. or e, ae eee Am 12. d. M., Abends gegen 6 Uhr, wurde aus einer Behauſung zu Homburg der unten beſchriebene Burnus entwendet. Verdacht der Entwendung fällt auf einen Burſchen in braunem Oberrock mit dunkler Tuchmütze, von ziemlich großer und ſtämmiger Statur. Sie werden dieſerhalb ge— nau nachforſchen und im Falle der Entdeckung von Spuren uns umgehend Mittheilung machen. Friedberg den 14. März 1852. Quvxrier. Beſchreibung des Burnus: Derſelbe iſt von grünem Tuch, durchaus wattirt und mit ſchwarzem Orleans gefüttert, mit Band beſetzt von der Farbe des Tuchs, der Kragen von ſchwarzem Sammet, in gleicher Weiſe beſetzt, die Aermel weit aufgeſchlitzt und mit überſponnenen Knöpfen, Schnüre und Knöpfe zu beiden Seiten, der Kragen mittelſt einer Olive und einer Schlange zum Zumachen, außen zwei ſchräge Seitentaſchen, innen auf der linken Seite eine gerade tiefe Taſche, der Rock iſt weit und lang, und obgleich nicht neu, doch in gutem Stand. Der Ring. Eine Erzählung von Ernſt Ritter. (Fortſetzung.) Zu jeder andern Zeit wäre das Mädchen vor dem Gedanken erſchrocken, allein in ſolcher Stunde vor das Thor zu gehen; jetzt fiel es ihr nicht ein; ſie warf um halb zwölf Uhr einen leichten Mantel um, und ging, un— bekümmert um die Folgen, vor ihres Vaters Schlafzim— mer vorbei die Treppe hinab. Sein lautes Athmen ver— rieth ihr, daß er feſt ſchlief. Auf der Flur fand ſie den Hausſchlüſſel, wie gewöhnlich am Nagel neben der Thüre, und öffnete mit feſter Hand das Schloß. Die Thuͤre wich ohne Geräuſch, und eben ſo leiſe ſchloß ſie ſelbe von außen wieder zu. So ging ſie furchtlos, aber nicht ſchmerzlos durch die Gaſſen. Sie mußte einen weiten Umweg machen, denn das Klingerthor war in der Nacht geſchloſſen, und nur am Göggingerthore blieb damals ein Pförtchen für ——— —— .. 0 0 10 N 1 3 8 die Fußgänger offen, durch welches zu den herrlichen Fug⸗ gerzeiten Kaiſer Maximilian von ſeinen ſpäten Jagdſtrei⸗ fereien in die Stadt gelangen konnte, ohne die Wachen zu ſtören. Jetzt iſt die Pforte verfallen. Victorie ſchlüpfte unbemerkt hinaus, als hätte ſie ein Engel mit ſeinen Flü— geln bedeckt; eine Weile mußte ſie noch durch das freie lichte Feld gehen, vor den Landhäuſern der reichen Augs⸗ burger vorbei; Der aber hätte für einen üblen Hausvater gegolten, deſſen Haushaltung um dieſe Stunde nicht im tiefſten Schlummer gelegen hätte. Bald verſenkte ſie ſich in dichte Lindenſchatten und hörte das leiſe Rieſeln des Waſſers in der ſtillen Nacht. Es war einſam um die Quelle, nur die Unken ſchrieen und eine Rohrdommel ließ ihren eigenthümlichen Laut hören, ſie ſetzte ſich auf einen Sitz und betete, denn bei den Menſchen war kein Troſt mehr für ſie, nur bei Gott. Es fiel ihr auch nicht ein, daß etwas Unſchickliches in dem Schritte liegen konne, den ſie unternommen hatte; es lag auch für ſie nichts darin, denn nicht die Sache, ſondern der Geiſt, in dem ſie gethan wird, iſt rein oder unrein. Sie war gekommen, um den Schwur einer ewigen Treue dem Herzen darzubringen, das ſie ſich auserkoren hatte. So fand ſie Robert, der eine Viertelſtunde nach ihr eintraf. Sie hielt ihm ſtillſchweigend die Hand hin. „Jetzt heißt's ausharren, Geliebter,“ ſagte ſie, und ſah traurig zu ihm hinauf. „Und handeln, um Dich zu erwerben,“ erwiderte er. „Ich bin jung und kräftig, und die Welt ſteht mir offen, „Komm' jetzt mit mir,“ rief er aus; y ich möchte Deinem harten Vater wohl zeigen, daß er mich zwar ſchmähen kann, daß aber das Glück ſeines Kindes doch in meiner Hand liegt.“ „Und aus einem ſolchen Grunde ſollte ich mit Dir gehen?“ ſagte ſie mit ſtillem Vorwurf.„Nein, Robert; vor allen Dingen laß uns gut bleiben. Wir trennen uns jetzt und warten zu, ob ich mir des Vaters Einwilligung erflehen kann, oder ob es Dir vielleicht ſo gut geht, daß er von ſelbſt nichts mehr gegen unſere Heirath hat. Hier nimm dieſen Beutel mit zehn Dukaten, ſie ſind mein Ei⸗ genthum, meiſt Gaben zum Namenstage, und hier,(ſie langte eine Kette von ihrem Halſe) iſt der Ring, den man der Mutter vom Finger gezogen hat, als ſie im Sarge lag, es iſt mein liebſtes Kleinod auf Erden. Ich gebe ihn Dir; ſo lange Du mir den Ring nicht zurückgibſt oder ſchickſt, ſo lange harre ich Deiner, ſo lange liebſt Du mich, biſt mir treu und hoffſt auf mich, und ſo lange hoffe ich auf Dich. O Robert! ich habe ſchon vor mancher heiligen Relique geknieet, und meine Lippen auf das Glas gedrückt, das ſie umſchloß, aber nie iſt mir etwas ſo heilig geweſen, als dieſer Ring. Laß ihn Dir auch theuer ſein.“ Als ſie ihm die Kette umhing, erwachte er aus einer leichten Träumerei; ſeine Gedanken ſchwebten ſchon um die Zukunft, die hoffnungsreich und groß vor ihm aus⸗ gebreitet lag; er küßte mechaniſch die Hand, die ihm das Kettlein um den Hals befeſtigte und ſagte:„Meine Sa⸗ in drei bis vier Jahren komme ich und hole Dich.“ Sie ſagte:„Ich warte wohl zehn Jahre und län⸗ ger, und mein ganzes Leben, wenn ich nur die Hoffnung habe, einſtmals mit Dir vereinigt zu werden.“ chen ſind ſchon alle in der Schenke in Oberhauſen; gehe nun zurück in die Stadt, meine Victorie, und denk an mich mit Zuverſicht.“ (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NUN MN Holzverſteigerung. (430) Freitag den 26. März J. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Frhrl. von Ritter'ſchen Walde bei Hof Haſſeleck nachſtehen⸗ des Holz öffentlich an den Meiſtbietenden unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen verſteigert werden: 8½ Stecken Eichen- und Birken⸗Prügelholz, N Aspen⸗Prügelholz, 5813 Stück Eichen⸗ und Birken⸗Wellen, 325„ Tannen⸗-Wellen und 1150„ 7 Bohnenſtangen. Die Zuſammenkunft iſt auf dem Hof Haſſeleck. Friedberg den 15. März 1852. In Auftrag Jaatz. Holz-⸗Verſteigerung. (432) Montag den 22. März l. J., des Vormittags um halb 9 Uhr, ſoll im Sberros⸗ bacher Gemeindewald, Diſtrikt große Johannis⸗ hecke, nachſtehendes Holz, als: 19% Stecken Eichen⸗Scheitholz, 4% 17„ Prügelholz, 809 5 Stockholz, 1930 Wellen Eichen⸗Reißerholz, 85„ Nadel⸗ 1 72 Eichen⸗Bau⸗„ Werk- und Nutzholzſtämme von 10—45 Fuß Länge und 9— 22 Zoll Durchmeſſer, enthaltend 4128 Cubikfuß, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Das Brennholz wird zuerſt und das Stamm⸗ holz zuletzt verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt am Eingang des obengenannten Walddiſtriets. Oberrosbach den 15. März 1852. Der Großh. Heff. Bürgermeiſter Bleche r. Fruchtverſteigerung. (439) Mittwoch den 24. März d. J., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe von den Fruchtvorräthen des vereinigten Armenfonds 20 Malter Gerſte zweimalterweiſe, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 18. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter een deer. Mobiliar⸗Verſteigerung. (440) Montag den 22. März d. J. und die darauf folgenden Tage, von Vormittags 9 Uhr an, laſſen die Erben der dahier verſtorbe⸗ nen Anton Suhradas Eheleute verſchiedene, zu deren Nachlaß gehörende Mobiliar⸗Gegenſtän⸗ de, als: 3 Kleiderſchränke, 3 Commode, 1 Sopha, mehrere Bettſtellen, Stühle, Tiſche, Bettwerk, Weißzeug, Kleidungsſtücke, Kupfer, Meſſing, Eiſen, Zinn und ſonſtige Gegenſtan⸗ de, in dem elterlichen Hauſe freiwillig an den Meiſtbietenden verſteigern. Friedberg den 17. März 1852. * In Auftrag Der Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Ben dee r. (Butzbach und Darmſtadt.) Verſchiedene Lieferungen betreffend. (AA1) Dienſtag den 23. d. M., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 245 Stück Kdertaſchen auf dem Verwaltungs⸗ bureau in hiefiger Reitercaſerne, ſodann an dem⸗ ſelben Tage auf demjenigen in der Reitercaſerne zu Darmſtadt und zwar: 1) um 10 Uhr Vormittags die Lieferung von 737 Paar Kettchen mit Knebeln und 737 Paar Oeſen zu den Trenſen, ſodann 153 Stück Panzerketten mit Haken, 2) um halb 11 Uhr die Lieferung von 274 Stück Ledertaſchen, auf dem Wege der Soumiſſion an den We⸗ nigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Die Muſter und Lieferungsbedingungen können vom 18. dieſes Monats an auf dem erwähnten Bureau eingeſehen werden. Butzbach den 15. März 1852. In Auftrag: a Cellarius, Oberquartiermeiſter. Eichenlohrinde-Verſteigerung. (442) Die in dem Gemeindewald der Ge⸗ meinde Rodheim, Diſtrikt Voderwald, nahe an der von Friedberg nach Homburg ziehenden Chauſſee, in dieſem Jahr geſchält werdenden, zu 900 Centner taxirten Lohrinden, ſollen: Montag den 22. d. M., Vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle an den Meiflbietenden ver⸗ ſteigert werden. Bemerkt wird, daß die Zuſammenkunft halb 11 Uhr bei Wirth Gottlieb Stamm zu Köppern ſtatt findet. Rodheim den 16. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. 150 fl. Kapellenfond (443) der Kapelle St. Georg bei Friedberg, liegen zum Ausleihen bereit bei Kirchenrechner Klein in Ockſtadt. Holz⸗Verſſeigerung. (A440 Künftigen Mittwoch den 24. d. M., Vormittags gegen 10 Uhr, ſollen im Oberauer Gemeindewald 30 Stämme Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz, eirea 958 Cubikfuß enthaltend, öffent⸗ lich verſteigert werden. Oberau, am 16. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Mei des. Aud Eichen 10 OGebu an die Meifdis Juan nung Morg dem von Nee Fuß pfad, 7 Oberros! 9013 (447) Dee S ht, fell i nachſfehendes 8 Stecken 28„ V. 00 Buchen 100 Hern 97 Süümm Dunn 30 Stütz messer Die Zusa m Ott. En 3 hei U 5 Guus) 0 Aaahmgung; Srucſmarttee Auf den Dig zac ig gen Lichen eng 26. d. M. fiden fol. Die peu tarks Fried enwoh! würde, werd hte er aug debten ſchon or ihm aus; de ihm daz Meine Sa⸗ auen; gehe ind denf an — an den V ehen werbtl. Jungen kewwen dem erwähnten 52. 0: Atiermelfter. gerung. wald der Ge⸗ wald, nahe an urg ziehenden werdenden, ſidietenden vet⸗ mmenkunft halb mm zu Köppern bei Ftiedberg, Kurchenrechnet tung. n A. b. N. n im Oberauer cen⸗Bau⸗ und haltend, offeni⸗ 52. 1 Bitgermeifſn 566 Holzverſteigerung. (445) Montag, als den 22. dieſes Monats, Morgens 10 Ubr anfangend, werden in dem Engelthaler Wald, naächſt der Chauſſee nach Altenſtadt, nachfolgende Holzſortimente öffent⸗ lich meiſtbietend gegen baare Zahlung verſtei⸗ gert, als: 3 Stecken Eichen⸗Prügelholz, 95„ Birken⸗ 1 2000 Stück vorzügliche Eichen-Wellen, 102 Stecken langes Birken⸗Reißholz zu Reif⸗ und Bohnenſtangen, 75 Stück Tannen Wellen, 625„ Salweiden⸗Wellen Zumachreißer, 1 Stecken„„ 1 Engelthal den 17. März 1852. f Der Gräfl. Solms⸗Laubachiſche Rentmeiſter Grupp é. Bekanntmachung, betreff.: Holzverſteigerung im Domanialwald Frauenwald, Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg. (446) Freitag den 26. d. M. ſollen in dem oben genannten, bei Niedermörlen gelege⸗ nen Walddiſtricte:. 2 Stecken Eichen ⸗Scheitholz, 8„ Birken⸗, Obſtbaum⸗- u. Eichen⸗ Prügelholz, 1„ Aspen⸗ u. Weiden⸗Prügelholz, 1„ Eichen⸗Stockholz, 5 3959 Wellen Birken⸗, Obſtbaum⸗ u. Eichen⸗ Reißerholz, a 1330„ Aspen⸗ und Weiden⸗Reißerholz, 12 Läſte Allerleiholz, 40 Gebund Weiden⸗Nutzreiß, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Zuſammenkunft und Anfang der Verſteige⸗ ung: Morgens 8¼ Uhr am Glockenſtück, auf dem von Niedermörlen nach Nauheim führenden Fußpfad. 1 Oberrosbach den 15. März 1852. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bing mann. Holz⸗Verſteigerung. (447) Dienſtag den 23. d. M., Vormittags 8 Uhr, ſoll in dem Enzheimer Gemeindewald nachſtehendes Holz verſteigert werden: 8 Stecken Buchen Scheitholz, 28 1 Eichen⸗ 1 5½„ Buchen⸗Prügelholz, 40½„ Eichen⸗„ 189* Buchen⸗Stockholz, 38 Eichen⸗ 5 150 Buchen⸗Wellen, 2150 Eichen⸗ 100 Kiefern⸗ 97 Stämme Eichen⸗Werkholz, von 6-14“ Durmeſſer und 20— 40“ Länge, 30 Stück Eichen⸗Stangen, von 5“ Durch⸗ meſſer und 30 35“ Länge. Die Zuſammenkunft iſt zur beſtimmten Stunde im Ott. Enzheim den 16. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bingel. Bekanntmachung. (As) Von Hoher Behörde wurde die Ge⸗ nehmigung zur allwöchentlichen Abhaltung eines Fruchtmarktes dahier ertheilt und iſt derſelbe auf den Dienſtag in jeder Woche feſtgeſetzt, was ich hiermit mit dem Bemerken zur öffent⸗ lichen Kenntniß bringe, daß Dienſtag den 23. d. M. der erſte Fruchtmarkt dahier ſtatt finden ſoll. Die Herren Bürgermeiſter des Regierungs⸗ bezirks Friedberg, welche glauben, daß von ihren Ortseinwohnern der hieſige Fruchtmarkt beſucht würde, werden erſucht, vorſtehende Bekanntma⸗ — 96— chung durch die Schelle in ihren Gemeinden veröffentlichen laſſen zu wollen. Echzell, am 17. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Rei tz. rr Privat- Bekanntmachungen. 131 fl. Vormundſchaftsgelder 409) liegen gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bei Friedberg den 10. März 1852. H. Salzmann II. H. M. Hirſchſprung in Okarben (405) verzaͤpft auf Oſtern vorzüglich guten reingehaltenen Wein per Maas 48 kr., 56 kr. und 1 fl. 12 kr., ſowie auch Branntwein und Weineſſig. Gaſthaus⸗Verkauf. (410) In einem an der Provinzialſtraße von Frankfurt a. M. nach Lauterbach gelegenen Städtchen iſt ein ſehr frequentes Gaſthaus nebſt allen erforderlichen Nebengebäuden und Gärten, mit verdeckter Kegelbahn, großem Tanzſaal und allen Bequemlichkeiten verſehen, billig zu kaufen. Auch können auf Verlangen 4 und auch 14 Morgen Gelände dazu verkäuflich abgegeben werden. Nähere Auskunft ertheilt auf frankirte An⸗ fragen Ilbenſtadt den 8. März 1852. Gottfr. Haas, Oekonom und Gaſtwirth. Zu vermiethen! (413) Ein vollſtändiges freundliches Logis im dritten Stocke meines Hauſes, beſtehend in 5 Zimmern, 2 Kammern, Küche, Holzſtall und Keller iſt zu vermiethen und kann zu Anfang Mai bezogen werden. Wilhelm Fertſch, Marktplatz No. 378. Ein Logis (4160) iſt zu vermiethen und kann bis den 1. Juni bezogen werden bei Adam Steeg in der Vorſtadt. Anzeige. (422) Sonntag den 21. März l. J., Abends 7½ Uhr, wird von dem hieſigen Muſikverein, unter gütiger Mitwirkung mehrerer Muſikfreun⸗ den, eine Abendunterhaltung im Gerlachiſchen Locale gegeben. Der Ertrag derſelben iſt zum Beſten der Nothleidenden im Vogelsberg beſtimmt. Eintrittskarten à Perſon für 12 kr. find bei J. Faatz, M. Jung, 105 Vogt und G. Ger⸗ lach und an der Kaſſe für 15 kr. zu haben. Nach den Aufführungen findet Tanzbeluſti⸗ gung ſtatt. Friedberg im März 1852. Der Vorſtand. Ein vollſtändiges Logis (49) hat zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden Friedberg. Chriſtoph Zerling. Verloren. (450) Den 9. März l. J. iſt von Bingen⸗ heim bis Aſſenheim ein Tuchmantel verloren gegangen. Der redliche Finder wolle denſelben gegen eine Belohnung bei Gaſtwirth Schall in Aſſenheim abgeben. Fuͤr Oekonomen. Feti⸗Griebenkuchen, (451) ſowie 2= bis Göhmige, mit eiſernen Relfen verſehene Oelfäſſer, find zu haben bei Friedberg im März 1852. Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikant. Grün⸗Wagenſchmier, (452) beſonders für eiſerne A ici iſt billigſt zu haben bei Wen ffkrih Friedberg im März 1852. Siegmund Simon, Seifen⸗ und Lichterfabrikant. Bekanntmachung. (453) Donnerſtag den 25. d. M., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr anfangend, werden durch den Unterzeichneten in Auftrag der Frau Ober⸗ arzt Dr. Weinsheimer Wittwe dahier, in de⸗ ren Behauſung verſchiedene, ſich im beſten Zu⸗ ſtande befindliche Mobiliar⸗Gegenſtänden derſel⸗ ben, als: Canapees, Rohr⸗ und Strohſtühle, Seſſel, Commode, Spiegel, Tiſche verſchiedener Art. Bettſtellen, Kleider⸗ und andere Schränke, Schreibtiſch mit Aufſatz u. ſ. w., einer freiwil⸗ ligen Verſteigerung an den Meifibietenden gegen gleichbaare Zahlung ausgeſetzt. Butzbach den 17. März 1852. Cellarius, Oberquartiermeiſter. Verſteigerung. (45) Künftigen Donnerſtag, den 25. d. M., will Philipp Schwab's Wittwe zu Aſſenheim, erbvertheilungshalber nachfolgende Gegenftän⸗ de, als: 2 Pferde, 2 Kübe, 3 Schweine, 2 Schaafe, 1 zweiſpännigen Wagen mit eiſernen Achſen, 1 Pflug, 1 Egge, 1 Chaiſe und ſonſtige Oeconomie⸗ und Haus⸗ geräthſchaften, keen gleichbaare Zahlung öffentlich verſteigern aſſen. Aſſenheim den 17. März 1852. Zu verkaufen. (455) 4r Oſterwein und Weineſſig bei Sala mon Schwab in Friedberg. eig (456) Alle Sorten Saamen ſind ächt und friſch zu haben bei P. Damm. Friedberg. Zu vermiethen. (457) Ein Logis für eine einzelne Perſon, welches bis 1. Juni d. J. bezogen werden kann, iſt zu vermiethen bei Johs. Mulch, Friedberg. nächſt der Eiſenbahn. Offentliche Taubſtummen⸗Pruͤfung. (458) Nach hoher Verfügung der Gr. Heſſ. Oberſtudien⸗Direktion wird die öffentliche Prü⸗ fung der Zöglinge Gr. Heſſ. Anſtalt dahier am 26. d. M. auf hieſigem Rathhauſe, Vormittags von 8— 12 gehalten werden. Da dieſe un⸗ glücklichen Kinder ſich und die Menſchheit in ihnen durch zahlreichen Beſuch geehrt fühlen, ſo ladet Unterzeichneter das verehrliche hieſige und auswärtige Publikum höflichſt dazu ein. Friedberg den 8. März 1852. ee eee Gr. Direktor der Anftalt. 1 ö* 0* 0— 96 10 UINION Kirchliche Anzeigen. 0 N 7 Sonntag Lätare den 21. März. 10 Reiſegelegenheit nach Amerika. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Sell. 9— f f 5 N e 74 Gottesdienſt in der Stadtkirche: 9 0 2 i 5 Abfahrt von Mainz 7 jeden Mittwoch.* 55 Vormittags: Hr. Diaconus Baur. 6 e a bac werden durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Nachmittags: Hr. Candidat Bindewald II. eehafe 3 5 5 1 Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiße und genaue Erfüllung Gottesdienſt in der Burgkirche: 1 der eingegangenen Verbindlichkeiten, werden dieſe Reiſegelegenheit noch ferner Bormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. 0 empfehlen. b 58 Nachmittags: Hr. Candidat Wundt 10 Preiße der Ueberfahrt mit vollſtändiger Verköſtigung am Bord des u 9 Seeſchiffes, nebſt freier Fahrt ab Mainz: 3 Frankfurter Cours vom 17. März 1852. für Erwachſene fl. 65.— f 1„ Kinder von 1— 12 Jahren fl. 53.— N undi er 2 14 4 2 , Conceſſtonirte Agentur in Friedberg: Poland 10 fl. Stüge„ 9878„* 2 N iti t. Rand⸗Ducaten 5„ 5 38¼ 395 Ehriſtian Hech 05 fen ne. 57 5934.35— 71 J 5 8 ngliſche Souverains.„12 3 à 12 4 (417) Das von mir ſeit einiger Zeit auf hieſigem Platze eröffnete Preußiſche Thaler N 145% a N** 5 Frankenthaler„223-23 Putz⸗ und Modegeſchäft Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 45¾—½ bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung mit dem Bemerken, daß ich von F ruchtpreiſe. 0 1 103 jetzt an eine große Auswahl der neueſten Strohhüte beſitze und alte zum Waſchen* Ir. Mrz. 12. Mrz. 10. Mrz. Rege und Färben, ſowie zum Faconniren übernehme und pünktlich und billig beſorge. Ga tt unh dried ne. Friedberg im Februar 1852. 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Benußtſej 0 0 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. N 5 N