dei u Ro . Vacon N tadtk und Butzlach 1. Mai. Fried⸗ berg. kr. pf. 14 712 K 4 ——ſch hat. f. gen. gate. N i Intelligenz-VBlatt n fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Negierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Mittwoch den 19. Mai 1852. Regierungsblatt⸗Auszüge. ſe. Nr. 16. enthält: 1) Geſetz, die Beſtrafung der Verbrechen und Vergehen gegen das Münzregal der zum deutſchen Zollverein zerbundenen Staaten betr.— 2) Bauordnung für die Stadt Al⸗ Gerng y.— 3) Erledigt ſind: Die Stelle eines Phyſicatsarztes für beim den Phypſicatsbezirk Hirſchhorn, mit dem etatmäßigen Gehalt; die 1. —— th. Schulſtelle zu Gaualgelsheim, R.⸗B. Mainz, mit jährlichen 435 fl. — 4 euſchließlich des Wohnungsanſchlags und der Vergütung von 35 fl. für die Heizung des Schulſaals. — 1 — Erinnerungen eines Londoner Polizeibeamten. e Die Verfolgung. f Cortſetzung.) Wir hatten ſchon eine ziemliche Strecke des Quais durchmeſſen, als einer der Plymouther Beamten einen 000 jungen Matroſen, welcher mit verſchränkten Armen und k. n der Pfeife im Munde in philoſophiſcher Betrachtung des — Petters und Meeres daſtund, mit der Frage anredete: s iſt wohl keine Möglichkeit vorhanden, daß das Aus⸗ wandererſchiff, das vor Kurzem unter Segel ging, noch — an einem andern Hafen der Küſte einläuft?“ 910 Der Mann nahm die Pfeife aus dem Munde, be⸗ trachtete den Frager eine Weile mit einer durchaus nicht ſchmeichelhaften veraͤchtlichen Neugier und plärrte dann einem nur wenige Schritte entfernten wettergebräunten alten Seemann zu:„Horch, Tom Davis! da iſt ſo'ne Landmücke die will den Namen und Höhe des Hafens jen— Buß 1 165% 0 50 905 ſeits Lands End wiſſen, wo die Barke etwa noch anlegt, : die vor einer Weile mit dem Nordoſter von hier abfuhr, 6— der ihr beinahe die Knopflöcher zerreiſt: ich bin mit der 5— 5 nicht vertraut, ſonſt würd' ich's dem Herrn ſelber 47 ſgagen!“ — 4 0 Das Gelächter etlicher Umſtehenden, welches dieſem 4 Witze folgte, machte den Beamten ſehr ungehalten, und 6— er würde ſeinem Unmuth wohl Worte gegeben haben, 6— hätte nicht ſein Gefährte ihn am Arm ergriffen und wei⸗ 16 ter geführt. 16„Nu ja,, ſagte der Veteran, den der junge Matroſe -als Tom Davis angeredet hatte, während wir an ihm vor⸗ - übergingen,—„Iim dort hat zwar ein loſes Maul und 1 haar auf den Zähnen, aber weiß Gott, auf die Wetter⸗ 6. zeichen verſteht er ſich ſpottſchlecht. Da ſchwatzt er von Nordoſtern und ſieht nicht, daß der Wind herumzuſpringen beginnt, wie ein Apfelweib, das ein Dutzend Kunden um 1 Meine Meinung iſt— und Tom Davis ver⸗ ſteht ſich hoffentlich darauf,— daß bevor zwei Stunden vergehen, viel weniger ein Nordoſter als ein Südweſter weht und zwar ein tüchtiger; und dann kommt die„Co— lumby, wenn ſie nicht ſchon tüchtig in hoher See iſt— und das iſt ſie bei dieſem Wetter noch nicht— wieder in den Haf zurück, bevor's ein paar Zeitglocken mehr geſchla— gen hat!“ „Haltet Ihr es für wahrſcheinlich, mein Freund,“ fragte ich begierig, daß die„Columbia“ gezwungen wird, wieder umzukehren und in Plymouth einzulaufen?“ „Ich verſtehe Nichts von wahrſcheinlich,“ ver⸗ ſetzte der Matroſe;„'s iſt nicht ſo gewiß wie der Tod oder ein Zahltag, aber es ſteht in den Karten bei alledem!“ „Wird dieß, nach Eurem Ermeſſen, wohl früh in der Nacht geſchehen, wenn ſie überhaupt einlaufen muß?“ fragte ich weiter. „Ei, da fragt Ihr mich zu viel!“ verſetzte der Alte ſich abwendend.„Alles was ich ſagen kann, iſt das: wenn Ihr in einer Stunde oder ſo findet, daß der Wind nach Südweſt umgeſchlagen hat und noch ſo ſtark bläst, als wollt' er Euch alle Knöpfe vom Rocke blaſen, ſo wird die „Columby,“ wenn ſie leidlich Glück hat, nicht mehr weit von uns weg ſein!“ Die halbſcherzhafte Prophezeiung des alten Seemanns ward auch von Anderen beſtätigt, die wir um ihre Anſicht befragten, und wir beſprachen uns über Maßregeln, um zu verhüten, daß unſer Verfolgter wieder lande und uns abermals entkomme. Als wir uns über die zweckmäßig ſten vereinigt, trennten wir uns und ich begab mich nach der Taverne, wo ich abgeſtiegen war, um mein Mittagbrod einzunehmen. Ich war jedoch noch nicht weit gekommen, als mein Blick auf zwei Perſonen fiel, deren Anweſenheit hier mich ebenſo ſehr überraſchte als unangenehm berührte. Die eine war die junge Frau des Verbrechers an Bord der„Columbia;“ ich hatte ſie nur einmal in London ge⸗ ſehen, und wußte, wie ich ſchon zuvor erwähnt, daß ſie von äußerſt achtbarer Familie war. Ihr Geſicht zeigte keine allzugroße Freude; ſie war vermuthlich ihrem Gatten nach Plymouth gefolgt oder hatte ihn begleitet, und fürch⸗ tete nun, die launiſchen Elemente mochten all die aufge— botene Kühnheit und Scharfſinn nutzlos und vergeblich machen. Sie war eine hübſche Frau von gar ſanftem Ausſehen und dennoch deutete ein gewiſſer Zug um ihren Mund auf eine ſeltene Entſchiedenheit und Feſtigkeit des Charakters. Ihr Begleiter war ein älterer Herr mit grauen r — 160— a Haaren, von ernſtem, ehrbarem Weſen, den ich auf den erſten Blick für ihren Vater hielt. Als ich hart an ihnen vorüberging, ſchien er mich anreden zu wollen und ich machte Miene, ſtehen zu bleiben, um ihn anzuhören; allein er beſtand nicht auf ſeinem halben Vorſatz, und ich ging meiner Wege weiter. Nach eingenommener Mahlzeit kehrte ich nach dem Hafendamm zurück; wie prophezeit, blies der Wind gerade aus Südweſt und hatte ſich wahrend meiner kurzen Ab⸗ weſenheit in einen wahren Sturm verwandelt. Die wilde See ſchlug mit fuͤrchterlicher Wuth gegen den Wogenbrecher, welchen man in der raſch einbrechenden Nacht nur noch als eine Linie von weißem ſtürmiſchem Schaum und Giſcht erkannte, welcher hin⸗ und herbrauste und darüber hin ziſchte. „Das gibt eine ſchlimme Nacht!“ ſagte ein unter⸗ geordneter Beamter des Hafens zu mir, mit welchem ich ſchon zuvor geſprochen hatte;„die„Columbia“ wird mei⸗ nes Erachtens zuverläſſig mit der Ebbe wieder einlaufen.“ „Und wann, glaubt Ihr, kann man ſie früheſtens zurückerwarten?“ „Hm, nach dem zu urtheilen, was ich vor einer Viertelſtunde von ihr geſehen, da ich von der Wache ging, nicht unter drei Stunden. Laſſen Sie mich'mal rechnen: wir haben jetzt ſchlag fünf Uhr; ich will ſagen, um acht Uhr etwa kann ſie hier ſein, eher noch viel ſpäter, auf keinen Fall früher. Iſt aber der Kapitän ſtarrköpfig und zieht eine große Gefahr der Umkehr vor, ſo lauft ſie na— türlich gar nicht hier ein!“ Ich dankte ihm für ſeine Auskunft, und kehrte— da es ebenſo nutzlos als unangenehm geweſen wäre, bis acht Uhr hier auf dem Quai zu bieiben— wieder nach dem „Royal George zurück, nachdem ich zuvor unterwegs die beiden Plymouther Polizeibeamten aufgeſucht und mit ihnen abgemacht, daß, ſie mich um zehn Uhr ablböſen ſoll⸗ ten, da wir es zuvor unter einander abgeredet, die Wache von zwei zu zwei Stunden abwechſelnd die ganze Nacht hindurch zu verſehen. Später viel mir bei, daß wir dieſe Uebereinkunft in unvorſichtig lauter Stimme wiederholt hatten, als ich auf ihr Andringen mit den beiden Herren ein Glas Porter vor dem Schenktiſche einer Taverne trank, während mehr als ein Dutzend Perſonen dabei anweſend waren. Das Feuer brannte hell und gaſtlich in dem Par— lour des„Royal George“ als ich eintrat, und ich ſaß noch nicht lange vor demfelben, als mich eine gewaltige Schläfrigkeit überkam; das war auch kein Wunder, denn ich hatte die ganze vergangene Nacht kein Auge zugethan, und der ſcharfe Wind, welchem ich mehrere Stunden lang ausgeſetzt geweſen war, hatte meine Lebensgeiſter noch mehr abgeſpannt. Gewohnheit hatte mich zudem ſchon ſeit langer Zeit in den Stand geſetzt, zu jeder Zeit zu erwa⸗ chen, die ich mir vorgenommen hatte, ſo daß ich keine Angſt hatte, meine Zeit zu verſchlafen, und als ich meine Uhr herausgezogen und nachgeſehen, daß es erſt halb ſechs Uhr war, zog ich ſie auf, legte ſie vor mich auf den Tiſch, ſetzte mich behaglich in einem Lehnſtuhl zurecht und lag bald in tiefem Schlafe. f 5(Fortſetzung folgt.) N Für die Hülfsbedürftigen im Vogelsberg und Odenwalde. Zur Linderung der Noth unſerer hartbedrängten Brüder im Odenwalde und Vogelsberg find vom 12. April bis zum 11. d. M. an eingegangen und wird hiermit unter herzlichſter Dankſagung be⸗ einigt.. An Geldbeiträgen: Bei Herrn Profeſſor Dr. Sell: von N. N. für die Vo⸗ gelsberger, mit dem Motto:»ich mag meinen Biſſen nicht allein eſſen, daß nicht der Dürftige auch davon eſſel, 20 fl.; aus der Gemeinde Steinfurth zu ½ für die Vogelsberger und zu ½ für die Odenwälder, von Herrn Pfarrer Textor geſammelt: von demſelben 1 fl.; Anton Engel 12 kr; H. Schmirmund III. 8 kr.; Peter Brod III. 12 kr.; P. Schneider 12 kr.; J. Winters Wtw. 9 kr.; J. Winter, Zimmer⸗ geſelle, 9 kr.; Ungenannt 2 fl.; Peter Brod II. 12 kr.; H. W. Thön⸗ ges 1 fl.; H. Hengſt, Bäcker, 12 kr.; Eberh. Thönges 12 kr.; Anton Schultheis 1 fl.; Ungenannt 12 kr.; Joh. Hengſt, Dienſtknecht, 12 kr.; H. Arnoldi 9 kr. Joh. Alt 111. 12 kr.; Melchior Brod, Maurer, 12 kr.; 9125 F dan 12 kr.; Schullehrer Müller 1 fl.; Revierförſter Wei⸗ gan 5 Bei Herrn Bürgermeiſter Bender: aus der Gemeinde Kirchgöns— laut ſummariſche Anzeige des Geſammtbetrags in No. 32 d. Bl.— von Joh. Schepp III. 1 fl.; Anton Müller 1J. 30 kr.; W. Spieß 7 kr.; Lepler's Wtw. 24 kr.; Johs. Eckhard II. 1 fl.; Johs. Nern III. 42 kr.; Anton Müller III. 18 kr; Joh. Schepp II. 20 kr.; Oemeindeeinnehmer Biehn 1 fl.; Wilh. Bopf 1 fl.; Konr. Brücke 54 kr.; Joh. Braun 1 fl. 30 kr.; Ph. Kloß 18 kr.; Anton Reitz II. 30 kr.; Nonr. Bach 1. 12 kr.; Job. Brückel I. 1 fl.; Joh. Reit J. 20 kr.; Moſes Maher 3 kr.; Daniel Gärtner III. 12 r.; Sam. Si⸗ mon 6 kr; Joh. Zoller 11. 6 kr.; Schullehrer Sommerlad 12 kr.; Si⸗ mon Maper 6 kr.; Konr. Kehr 6 kr.; Schulv. Rahn 30 kr.; Konrad Binzer III. 9; Konr. Schepp III. 6; W. Müller 36 kr.; Pfr. Langs⸗ dorf 6 fl. 39 kr.; Geometer Langsdorf 1 fl.; Daniel D. Bink 12 kr. K. Bach II. 6 kr.; Johannes Becker 12 kt.; Anton Gatzert 1. 30 kr.; Joh. Müller 6 kr.; Konr. Müller 18 kr.; Ant. Nern 18 kr.; Ant. Gatzert II. 12 kr.; David Maper 6 kr; Liebm. Bär 6 kr.; Lud. Weber 18 kr.; J. Kiſſel 3 kr.; Iſaac Maher 6 kr.; Ludwig Wagner 3 kr.; Anton Hartmann 18 kr.; Joh. Jung III. 6 kr; Konr. Nern 24 kr.; Schäfer Binzer 6 kr.; Schreiner Ohlemotz 12 kr.; Joh. Pommer 30 kr.; J. Nern II. 6 kr.; Joh. Schepp IV. 9 kr.; Konr. Klotz 36 kr. 3 J. Jung II. 12; Konr. Rohrig 6 kr.; Trommershauſers Wiw. 12 kr.; Joh. Kahl 6 ke.; Ant. Gärtner 6 kr.; Joh. Eckhardt III. 30 kr.; Joh. Heß 36 kr.; H. Vogt 9 kr.; Joh. Vogt 6 kr.; Joh. Hanack 48 kröz Joh. Gatzert II. 4 kr.; Joh. Reitz II. 12 kr.; J Bach 6 kr.; Jac. e 5 5 5 25 A 5 K. Eckhard II. 15 kr.; Ra r.; Forſtſchütz Ohlemo r.; Ad. Schepp 6 kr.; Con Weber 6 kr.; im Ganzen 30 fl. 5. nnn Bei Herrn Schäfer in der Blindenanſtalt: von Hrn. Steuercommiſſair Leichtweiß in Nidda 2 fl.; Hen. Krafft, evangeliſcher Pfarrer zu Düſſeldorf, 10 Thlr. Preu. für die Odenwälder. 1 Bei Herrn Gemeinderath C. Groß: von Hrn. Pfr. Köhler in Oſtheim für die Vogelsberger 1 fl. 30 kr. 5 Bei Herrn Croneberg: für die Vogelsberger wegen eines Vergleichs bei hieſ. Landgericht 1 fl. Die vom 13. April bis zum 10. Mai eingegangenen Geldgaben betragen 51 fl. 47 kr. dazu die in No. 32. d. Blts- bereits angezeigten 720„ 39%¼8„ ſonach im Ganzen 772/ 26/„ Diejenigen welche dieſem edlen Zweck noch einige Gaben zu wid⸗ men gedenken, werden höflichſt gebeten, ſolche baldgefälligſt dem hieſ. Comité zugehen zu laſſen, damit dieſelben mit der noch vorräthigen Reſt⸗ ſumme ſofort an den Beſtimmungsort eingeſchickt werden können. Friedberg den 11. Mai 1852. In Auftrag des Comités Mayer Hirſch. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N ι Oeffentliche Ladung. (620) Forderungen und ſonſtige Anſprüche an das für concursfällig erklärte Vermögen des Balthaſar Holzmann von Petterweil und deſſen 4 zweiten Ehefrau Amalia, geb. Hund, find bei Meidung ſtillſchweigend erfolgenden Ausſchluſſes im Liquidationstermine Mittwoch den 9. 110 l. J., Vormittags / dahier anzuzeigen und näher zu begründen. Groskarben den 6. April 1852. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Bötticher. Bekanntmachung. (768) Die Benutzung des Graſes an den Boöſchungen und in den Gräben der Staats⸗ ſtraße des Baubezirks Friedberg pro 1852 wird in folgenden Terminen öffentlich an die Meiſt⸗ bietenden verſteigert: 1) In Friedberg Montag den 17. Mai l. J., Vormittags um 10 Uhr, im Gaſthaus zum Anker vom III. Bauaufſehersbezirk. 0 5 Vormit Gafwuth bezikk. 10) Ju Alte . J.,, Vor Gaſtwirth bh iedberg Fried 5 0 im Mien (770) Je 9 Übr, wird Difrikt Bach pr Holz verſteigert, 17 Stämme E 13— 34,. 8 Die Herren Welden dienftfrel Genpeinden vere Alleufaadt 2 Del (796) Ni mittags 6 lh Begraßung de Burg in meh 1552 öffentlic Friedber Fruchtbe. (197) Frei 1 U, werde zum Heſſſchen ſchen Speſcher Korn, 0 Mal öffentlich werft Friedber Der Gr. Rat f Art (498) Sai e Pfr. vangs⸗ d. Su 12 k. ert J. 30 5 18 kt.; au. . Lud. Pte Wagner 3 u., Nern 24 k.; eme 30 k.; Hanack 48 kt.; ach ö kr.; Jar. ard II. 15 kt.; b kr.; Conrad te: von Hrn. ft, evangelischer der. dun Hru. Pfr. zer wegen eines een Geldgaben 51 fl. 47 kr. 70„39%„ 772„2%„ Gaben zu wid⸗ lligſt dem hieſ. ahigen Reſt⸗ konnen. g des Comités et Hirſch. — ung. Graſes an den u der Staats uro 1852 f 1 n die Naff⸗ n 17. Mui l, dr, in Gua ch ebe 2) In Eberſtadt Dienſtag den 18. Mai l. J., Vormittags um 10 Uhr, in Gaſthaus zum P vom XVI. Bauaufſehers⸗ bezirk. 3) In Niedermörlen Mittwoch den 19. Mai 1. J., Vormittags um 10 Uhr, im Gaſt⸗ haus zum Löwen vom 1. und II. Bau⸗ aufſehersbezirk. 4) In Niederwöllſtadt Freitag den 21. Mai I. J., Vormittags um 11 Uhr, bei Herrn Gaſtwirth Puth vom IV. und V. Bau⸗ aufſehersbezirk. 5) Auf dem Ilbenſtädter Chauſſeebaus Frei⸗ tag den 21. Mai l. J., Nachmittags um 2 Uhr vom VI. und VII. Bauaufſehers⸗ bezirk. 1 6) In Obereſchbach Samſtag den 22. Mai I. J., Vormittags um 9 Uhr, bei Herrn 8 Fritzel vom XIII. Bauaufſehers⸗ bezirk.. 7) In Steinbach Samſtag den 22. Mai l. J., Vormittags um 12 Uhr, bei Herrn Gaſtwirth Heck vom XIV. Bauaufſehers⸗ bezirk. 8 Ju Niedermoxſtadt Dienſtag den 25. Mai I. J., Vormittags um 9 Uhr, auf dem Rathhaus vom X. Bauaufſehersbezirk. 9) In Vüdbeim Dienſtag den 25. Mai l. J., Nachmittags um 1 Uhr, bei Herrn Gaſtwirth Koch vom IX. und XI. Bau⸗ aufſehersbezirk. 10) In Büdingen Mittwoch den 26. Mai l. I, Vormittags um 10 Uhr, bei Herrn Gaſtwirth Walz vom XII. Bauaufſehers⸗ bezirk. 110 Ju Altenſtadt Donnerſtag den 27. Mai I. J., Vormittags um 9 Uhr, bei Herrn Gaſtwirth Holzapfel vom VIII. Bauauf⸗ ſehersbezirk. Friedberg den 9. Mai 1852. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Holzverſteigerung im Altenſtadter Comunalwald. (170) Freitag den 21. d. M., Vormittags 9 br, wird in dem hieſigen Comunalwald, Diſtrikt Bachſprünge, nachſtehend verzeichnetes Holz verſteigert: 17 Stämme Eichen⸗Bauholz 1014 Cubikfuß 13—½„ Werkholz— 649„ 34„ Buchen⸗„ 2174„ Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend werden dienſtfreundlichſt erſucht, ſolches in ihren Gemeinden veröffentlichen zu laſſen. Altenſtadt den 10. Mai 1852. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Kreide Bekanntmachung. (196) Mittwoch den 19. Mai l. J., Nach⸗ mittags 6 Uhr, wird an Ort und Stelle die Begraßung der ſtädtiſchen Kunſtwieſe hinter der Burg in mehreren Abtheilungen für das Jahr 1852 öffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 17. Mai 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Be n. d g erf Fruchtverſteigrung zu Butzbach. 1 Freitag den 28. d. M., Vormittags 1 8 zu Butzbach, in dem Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hofe, von dem daſigen fiscali⸗ ſchen Speicher: 1 Malter Walzen, 62 Malter Korn, 20 Malter Gerſte und 6 Malter Hafer, öffentlich verſteigert. f Friedberg den 8. Mai 1852. ö Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Arbeits⸗Verſteigerung. (798) Samſtag den 29. d. M., Vormittags 161 um 10 Uhr, wird in dem Büreau des Ba⸗ tallonsverwaltungsraths dahier das Ausweißen von mehreren Zimmern und Gängen in den beiden Caſernen dahier auf dem Soumiſſions— weg an den Wenigſtnehmenden in Accord ge⸗ geben. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Accordsbedingungen von Heute an in obengenanntem Büreau eingeſehen werden können und die Eröffnung der Sou— miſſionen nach Ablauf oben gedachten Termins ſogleich vorgenommen wird. Friedberg den 19. Mai 1852. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Brod⸗ und Oellieferung. 6799) Samſtag den 29. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird: a) die Brodlieferung und b) die Oellieferung für die Garniſon dahier, aufs II. Semeſter d. J. in dem Büreau des Bataillonsverwaltungs⸗ raths auf dem Soumiſſionsweg in Accord ge⸗ geben. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfü⸗ gen zur Nachricht, daß die Lieferungsbedingungen von Heute an in oben gedachtem Büreau ein⸗ geſehen werden können und die Eröffnung der Soumiſſion nach Ablauf oben erwähnten Ter⸗ mins ſogleich vorgenommen wird. Friedberg den 19. Mai 1852. In Auftrag Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Holzverſteigerung, (800) Die von Oberförſter Harth am 3. d. M. im Straßheimer Hübnerſchafts⸗ walde abgehaltene Verſteigerung von 5055 Stück Eichen⸗ unb Birkenwellen iſt nicht geneh⸗ migt worden. Dieſe Wellen werden Montag, den 24. d., Vormittags 9 Uhr, nochmals, und zwar im Wirthshauſe zum Hirſch dahier ausgeboten. Die am 3. d. im Wirthshauſe ſtattge⸗ habte Verſteigerung iſt genehmigt, und kann das Holz, von Montag, den 17. d. anfangend, an den bekannten Tagen abgefahren werden. Ockſtadt den 14. Mai 1852. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Bekanntmachung, betr.; Brennholz⸗Verſteigerung in der Doma⸗ nialwaldparzelle Schwarzheidt, Reviers Ober rosbach. (801) Freitag d. 21. d. M., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden in der oben genann⸗ ten, zwiſchen hier und Rodheim, am Bainhards⸗ wald gelegenen Parzelle, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 703 Wellen aus Birken und Weiden gemiſch⸗ tes Reiſerholz. Oberrosbach den 11. Mai 1852. Der Großh. Heſſ. Revierföſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Weißbinderarbeit in der Reitscaſerns zu Butzbach. (802) Mittwoch den 26. d. M., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll das Ausweißen ver⸗ ſchiedener Localitäten der hieſigen Reitercaſerne auf dem Wege der Soumiſſion vergeben wer— den. Es werden daher die zur Uebernahme die⸗ ſer Arbeit luſttragenden Weißbindermeiſter hier⸗ durch aufgefordert, ihre Soumiſſionen, wozu die Formulare auf dem hieſigen Militärverwal⸗ tungsbüreau in Empfang zu nehmen ſind, ver⸗ ſiegelt und mit der Aufſchrift„Weißbinderarbeit betreffend bis zu dem bemerkten Termin in das am Eingange zum gedachten Büreau aufge⸗ hängte Soumiſſſonskäſtchen einzulegen. Die Bedingungen, die das Nähere beſagen, find von Heute an zur Einſicht aufgelegt. Butzbach den 15. Mai 1852. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. (Butzbach.) Lieferungen an Brod, Brenn⸗ bel, Thran, Stearinlichter, Gerſtenſtroh, Waitzenkleie und Leinkuchen, ſodann Stroh zum Füllen einzelner Betten. (803) Dienſtag den 25. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen die Lieferungen der vorge⸗ nannten Bedürfniſſe der Garniſon Butzbach aufs II. Semeſter d. J. auf dem bekannten Sou⸗ mtſſionswege an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Dieß den Intereſſen⸗ ten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Bedingungen jeden Tag auf dem hieſigen Mili⸗ tärverwaltungsbüreau eingeſehen werden können. Bußbach den 15. Mai 1852. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter Obligations-Verlooſung. (804) Bei der heute ſtattgehabten Verloo⸗ ſung der Obligationen von dem mit dem Hand⸗ lungshauſe Simon und Samuel Lindheimer zu Friedberg negocürten Anlehn von 3000 fl., wird die Obligation No. 1. auf den 1. Au⸗ guſt d. J. rückzahlbar. Der Inhaber gedachter Privatpfandverſchrei⸗ bung wird daher aufgefordert, dieſe Summe an dieſem Tage bei hieſiger Gemeindeneinneh⸗ merei in Empfang zu nehmen, indem von die⸗ ſem Tage keine weiteren Zinſen vergütet werden. Höchſt a. d. Nidder am 12. Mai 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger. 869 Gulden (803) liegen in der Kirchenkaſſe zu Kaichen zum Ausleihen bereit. Kaichen den 17. Mai 1852. Fertſch, Pfarrer. Holz⸗Verſteigerung. (S806) Montag den 24. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Gemeindewald Langenhain, Diſtrikten Eichkopf und Hühnerpfad, das un⸗ term 28. v. M. verſteigerte Holz, welches we⸗ gen dem geringen Steigpreis die Genehmigung nicht erhalten konnte, einer nochmaligen Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden; a) Bau-, Werk⸗ und Nutzholz: 112 Eichen⸗Bauſtämme, worunter ſich zu Wagnerpolz eignet, Ern, eib) Brennholz: 12 Stecken Eichen-Prügelholz, 800 Stück Eichen⸗Baumwellen, wobei noch bemerkt wird, daß eine Zahlungs⸗ friſt gegen genügende Bürgſchaft bis Martini⸗ tag d. J. geſtattet wird. a Langenhain den 15. Mai 1852. a Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Huth. Nee Privat- Bekanntmachungen. Zu vermiethen. (61718) Ein Logis in unſerm(vormals Lo⸗ renziſchen) Hauſe iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden.. ebr. Simon. Zu vermiethen. (1760 Zwei vollſtändige Familien⸗Logis im 1. und 2. Stock meines ganz neu eingerichteten Hauſes, jedes aus 5 heizbaren Zimmern, Speiſe⸗ kammer, Küche, Keller und Waſchküche beſtehend, wozu noch 2 Manſardenzimmer und Trockenboden auf Verlangen abgegeben werden, ſind zu ver⸗ miethen und können ſogleich bezogen werden. Heinrich Weller. Anz e ie ge. (807) Die nach Angabe Gr. Regie⸗ rungs⸗Commiſſion gedruckten Formulare nebſt Stimmzettel zu den, nach dem Geſetz vom 8. Januar 1852, demnächſt vorzunehmenden neuen Gemeinderaths— Wahlen ſind vorräthig bei Friedberg. E. Bindernagel. Aufforderung. (782) Alle diejenigen, welche Forderungen an den Nachlaß des verflorbenen Lehrers Satt⸗ ler dahier machen zu können glauben, wollen ſolche binnen 8 Tagen bei dem Unterzeichneten einreichen, indem anders dieſelben keine Berück⸗ ſichtigung finden. Melbach den 12. Mai 1852.. Chriſt. Stier. Zl et geg f eon. (785) Der Unterzeichnete beabſichtiget nach⸗ ſtehende Gebäude, ſämmtlich von Eichenholz, aus der Hand auf den Abbruch zu verkaufen, als: 1) ein Wohnhaus von 38 Fuß lang und 22 Fuß breit, 2) eine Scheuer von 40 Fuß lang und 28 Fuß breit, 3) ein Schweinſtall, 16 Fuß lang und 10 Fuß breit. Liebhaber können ſich jeden Tag einfinden. Stammheim den 10. Mai 1852. Bermann, Bürgermeiſter. Pferde⸗Verſteigerung. 1788) In Folge der Eröffnung der Main⸗ Weſer-Bahn von Langgöns nach Gießen, ſollen Freitag den 21. Mai, Morgens 11 Uhr, im Poſthauſe zu Butzbach 28. Pao ſt pf enr de meiſtbietend verſteigert werden. Bekanntmachung. (808) Es wurde bei mir eine Kapuze nebſt Sacktuch liegen gelaſſen. Beides kann gegen Erſtattung der Inſeratgebühren bei mir in Empfang genommen werden. Friedberg im Mai 1852. C. Stelz, Bäckermeiſter, in der Uſagaſſe. Zehn Stuͤck 1849 Wachenheimer Wein (809) ſind im Ganzen oder getheilt billig zu verkaufen durch Küfermeiſter Pfeiffer, Kar- pfengaße in Frankfurt a. M. Z un der Fa n fen. (8100 Es ſtebt eine friſchmelkende Kuh nebſt einer Fahrkuh zu verkaufen bei Johannes Füller. Jae fe eau (811) Seinen tiefgefühlten Dank für die ihm Seitens der Bewohner von Holzhauſen, ſowie der benachbarten Orte Rodheim und Friedrichsdorf geleiſteten ſchnelle und aufopfernde Hülfe bei dem am 10. d. M. in ſeiner Hof⸗ raithe ſtattgehabten Brand hiermit öffentlich aus⸗ zuſprechen, glaubt ſich der Unterzeichnete um ſo mehr verpflichtet, als er ohne dieſelbe jetzt ſehr wahrſcheinlich obdachlos wäre. Auch hat er die freudige Wahrnehmung gemacht, daß ihm von den Hausmobilien, die ins Freie gebracht worden, Nichts abhanden gekommen iſt. Es hätte ſich indeſſen die Hülfe nicht ſo wirkſam erweiſen können, wäre die Gemeinde Holzhauſen nicht im Beſitze von zwei Feuerſpritzen. Holzhauſen den 12. Mai 1852. Georg Haberſtumpf, Müller. — 162— * 1 5 1111 4 r Georg Hduurd Huns vormals J. J. Schneider& Comp. in Frankfurt am Main, Eck der Kannengießer⸗ und Fahrgaſſe, (812) empfiehlt zur kommenden Saiſon ſein reichhaltiges Lager in Niederländer Tuch, Paletotſtoffe, Sommer⸗Bookskin, in den neueſten geſchmackvollſten Deſſeins, die Hoſe von 4 fl. bis 8 fl. Weſten, in Sammt, Seide, Wolle und Piqué, zu allen Preißen. Seidene Binden, in Taffent und Atlas. Lüſtre, Orleans, Thibets ꝛc., Moltong, Hemdenflanell. Caſinet, geflammt und glatt, in allen Farben und Breiten. Hoſenzeuge, in leinen, halbleinen und baumwolle, geflammt, geſtreift und carirt, die Elle 10 bis 24 kr. Sommer⸗Napolitaines, in echten Farben, ſchwere Waare, die Elle 9, 12 und 14 kr. Herrenhuter Ginghams, in, /, ½, carirt und geſtreift, ech tfarbig. Blau⸗ und Modegedruckt, in ſchwerer Waare und echten Farben, ½, die Elle 8 und 10 kr. Alle Sorten Leinen, echt Herrnhuter, für deren rein Leinen garantire, Bielefelder⸗, Schleſinger⸗, Leder-, Hausmacher⸗, Schock⸗ und Packleinen, Hoſen⸗, Sack⸗ und Straßburger Zwilliche. 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(816) Allen Lehrern und Freunden, welche meinen Schwager Sattler zur Ruhe begleiteten, ſage ich im Namen meiner Schweſter Amalia herzlichen Dank. Insbeſondere fühlen wir uns verpflichtet, der Gemeinde Melbach für die in⸗ nige Theilnahme, welche dieſelbe ſowohl während ſeiner Krankheit als auch bei der Beerdigung bewieſen, unſern wärmſten Dank darzubringen. Bönſtadt den 14 Mai 1852. Friedrich Pabſt. Zur Nachricht. (817) Dem Vernehmen nach wird der ſo vor⸗ theilhaft bekannte Ballettmeiſter Hr. Carlo de Pas qualis aus Rom mit einer zahlreichen Ballettänzer⸗Geſellſchaft hier, bei ſeiner Durch⸗ reiſe eiuige Vorſtellungen geben. Der verdiente Beifall, welchen dieſem Künſt⸗ ler in den größten Staaten Deutſchlands ge⸗ worden, veranlaßt uns die kunſtſinnige Be⸗ wohner unſerer Stadt auf die wirklich großar⸗ tigen Leiſtungen deſſelben aufmerkſam zu machen, und halten wir uns überzeugt, daß ein ſo ſel⸗ tener Kunſtgenuß durch zahlreichen Beſuche an⸗ erkannt werde. 5 H. F. Zur Beachtung für Auswanderer. (818) Die Großherzoglich Heſſiſche Auswan— derungsagentur des Unterzeichneten, verſpricht gute und billige Beförderung, mit dem Anfü⸗ gen, daß die Erfüllung der Verträge, durch die bei Gericht hinterlegten 6500 fl. garantirt ſin Baruch Hecht, Uſergaſſe. d. Fahrpläne (819) der Main⸗Weſer⸗Bahn für den Sommerdienſt, den 15. Mai anfan⸗ gend, ſind zu haben bei Friedberg. E. Bindernagel. Kirchliche Anzeigen. Chriſti Himmelfahrt. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel: Nachmittags: Hr. Candidat Welcker. Gottesdienſt in der Burgkirche 5 Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Hofmeier. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Etinneet 80 em allein, daß ſen habe, ſon um nich ber den; es war nem Blick al el über ſech das Feuer, g lauſchte eine Piocſem des ſetzee mich! auf dem Ti Ich he des Paloure Herr hereint hatte. 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