1 43 ntelligenz Blatt 1 Vundt 5 fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Vilbel und Nidda im Beſonderen. Mittwoch den 18. Auguſt 1852. % Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend 14 bei der Expedition eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche von Montags Morgens an bis den Mittwoch . 5 Abend eingehen, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen. —— Friedberg. Die Expedition des Intelligenzblattes. 0 7 16176 Ie a 5 I J b 0 Der Abgang iſt Dienſtags und Freitags Morgens 5 EEE A m 0 l l ch er T 0 41. Uhr und die Rückkehr hierher auf Mittwoch und Samſtag i Tage 5 Abends 5 Uhr feſtgeſetzt. Da dieſe Eintheilung eine pro⸗ dberg und g l Der Großherzoglich Heſſiſche viſoriſche iſt, ſo habe ich vorerſt noch nicht beſtimmt, an 1 g en Kreisrath des Kreiſes Friedberg welchen Stunden die Boten bei Ihnen eintreffen müſſen, A. August. an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes und behalte mir überhaupt definitive Ordnung dieſerhalb IN n. 9 9 f bevor. Einſtweilen weiſe ich Sie jedoch an, die Dienſtfüh⸗ hd. Du Betreffend: Das Bezirksbotenweſen in dem neu gebildeten Kreiſe rung der Boten zu überwachen und von Irregularitäten 2* ae 6 f i mir Anzeige zu machen. N. lk. Der Kreis Friedberg iſt in zwei Botenbezirke, Wider⸗ riedberg den 11. Auguſt 1852. 9 n f 9 g ruf vorbehaltend, eingetheilt worden und es ſind dieſe Bezirke Müller. 1 10 den ſeitherigen Boten Sauer und 0 e — 2. den dergeſtalt, daß dieſe Bezirke in folgender Ordnung 0 Ib ah. i begangen werden: a An Die f E e n. 14% 1% J. Bezirk von Sauer: II. Bezirk von Rudolph: Betreffend: Die Ertheilung von Tanzconceſfionen. 16¼C 10% Wiſſelsheim, Ockſtadt, Veranlaßt durch vorgebrachte Geſuche, eröffne ich Steinfurt, Oberrosbach, Ihnen zur Bedeutung der Wirthe, unter nachſtehender Mit⸗ ſe HDODhyperchofen, Niederrosbach, theilung der vorliegenden höchſten Entſchließung in Abdruck, „ Rockenberg, Oberwöllſtadt, daß, wenn von einem ertheilten Tanzzettel kein Gebrauch 2% Münzenberg, Niederwöllſtadt, gemacht worden iſt, derſelbe auf einen andern Tag nicht 7171 Griedel, Ilbenſtadt, gültig erklärt werden kann, vielmehr ſtets ein neuer Tanz⸗ Gambach, Bruchenbrücken, ſchein zu löſen iſt. „„ 2 Duszbach⸗ Aſſenheim, Friedberg den 11. Auguſt 1852. l 130—16307 Kirchgöns, Bönſtadt, Müller. ö— ee, Stan Das Gr. Heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz weinen 1 60 Oſtheim, Florſtadt, an die Gr. Provinzial⸗Commiſſariate dahier und zu 1 6% Hochweiſel, e Gießen und ſämmtliche Gr. Kreisräthe. 2 38 110 Hauſen, ee Betreffend: Die Ertheilung von Tanzconceſſionen. 16— 1 ö r I., N Darmſtadt den 22. September 1852. % Sscdenrnd Wölfersheim Da die beſtehende Vorſchrift, wonach, wenn von einer 0 71300 Maibach, Wohnbach, 5 ertheilten Tanzconceſſion kein Gebrauch gemacht worden iſt, „ Langenhain und Zieg enberg, e Tang aber 15 dale, ba N W 161— örl enheim anzes gewün d, 8 ſiihen Büren— und Fan II. un vorgeſchriebene Taxe eingeholt werden muß, nach der bis⸗ 2 Friedberg. Friedberg. herigen Erfahrung nicht überall gleich befolgt worden iſt, — 260— ſo eröffnen wir Ihnen zu Ihrem Bemeſſen, daß in allen vorkommenden Fällen der Art nach dem vorbemerkten Grund⸗ ſatz zu verfahren iſt. f Gu n Prinz. Der ſe an die Herrn Geiſtlichen und Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Aufnahme der Bevölkerung im Großherzogthum Heſſen nach dem Stande derſelben im Monat Dezem⸗ ber 1852. Unter Bezugnahme auf die in obigem Betreffe höͤchſten Orts erlaſſene Beſtimmungen, namentlich auf die Inſtruk⸗ tion vom 4. April 1833. die Miniſterialamtsblätter Nr. 17. vom 24. März 1834, Nr. 34. vom 31. Juli 1837, Nr. 28. vom 2. December 1841, beſonders aber auf Nr. 23. vom 7. September 1846, empfehle ich Ihnen wegen Aufnahme der Bevölkerung und Aufſtellung der Liſten I. und II. wozu Ihnen die Formulare unter Couvert zugehen, als⸗ bald die erforderliche Einleitung zu treffen und bei jenen Arbeiten die großtmöglichſte Pünktlichkeit und Genauig⸗ keit unter Beobachtung jener Vorſchriften eintreten zu laſſen. Namentlich haben die Gr. Bürgermeiſter, wenn eine Ver⸗ minderung der Seelenzahl etwa eingetreten ſein ſollte, hier⸗ über auf der 4. Seite des mitgetheilten Formulars aus— führliche Auskunft zu geben. Hierbei muß ich wiederholen, daß die Aufnahme der Bevölkerung(Volkszählung) mit dem 3. December l. J., als Normaltag, begonnen und die eigentliche Zählung, d. h. die erſte Ermittelung der vorhandenen Perſonenzahl von Haus zu Haus ununterbrochen fortgeſetzt und möglichſt am nämlichen, in volkreicheren Orten ſpäteſtens am Dritten Tage vollendet werden muß und daß dieſe Regel nur für die größeren Städte, auch hier jedoch nicht mehr als uner⸗ läßlich nothwendig überſchritten werden darf. Es iſt hier⸗ bei übrigens genau darauf zu ſehen und zu halten, daß, wenn auch die Zählung an einem oder dem andern Orte hiernach mehrere Tage dauern ſollte, doch die Bevölkerung immer nur nach dem Stande aufzunehmen iſt, wie ſie am 3. December, als Normaltag, war. Ihre Specialliſten ſind in doppelter Ausfertigung längſtens bis zum 15. December d. J. an mich einzuſenden. Die Gr. Bürgermeiſter ſind angewieſen dieſes Aus- ſchreiben den Herrn Geiſtlichen mitzutheilen. Friedberg den 10. Auguſt 1852. Müller. Wie eine Frau ihren Mann einmal kurirt hat. (Schluß) Von W. O. v. Horn. Allmählich magerte das arme, junge Weib ab, wie eine Leiche. Ihr armes Kind trank die Kummermilch und ſiechte hin wie ein Schatten. Ihr Auge war blöde ge— worden von Weinen. Er ſchien das Alles nicht zu ſehen, und lebte in ſeiner Weiſe fort, während ſein armes Weib am Rande der Verzweiflung ſtand. Sie hatten aufgehört mit Bitten und Flehen, mit ſanftem, liebevollem Zureden; ihre Thränen erweichten ſein Herz nicht. Sie bat nur Gott, er möge ihr Ein Mittel in den Sinn geben, das fruchte, oder ſie und ihr armes Würmchen zu ſich nehmen aus all' dem Jammer und Elend, das ſie doch nicht mehr länger ertragen könne. So betete ſie auf ihren ſchwankenden Knieen an einem Sonntag Abend, an dem ſie gehungert hatte, um ihr Kind und ihren Mann zu ſättigen. Für den morgen⸗ den Tag war nichts da, als trocknes Brod zum Frühſtück, wenn's ausreichte?— Und am Sonntag Abend vertrank er den Lohn der ganzen vorigen Woche! Unter Thränen war das arme Weib endlich einge-“ ſchlafen und ſie hörte gar nicht, daß er um zwölf Uhr hereintaumelte und ſich, unfähig zum Auskleiden, mit den Kleidern, auf's Bett legte.— Morgens ſtand er dennoch früh auf, aß das Stück Ie, Brod mit heimlichem Murren, weil kein Kaffe da war, und ſagte dann, als er in den Taglohn ging: Daß du 0 4 gh . 0 900 nt in Dan t geha, Fran l Wil du,“ U 1 g athel, mir nur Schlag Eilf Uhr ein ordentliches Eſſen bringſt! Wenn man ordentlich arbeiten ſoll, muß man auch nahr— haft eſſen! Zanken und hadern mochte ſie nicht. bleichen Wangen. Er ging fort, ohne das zu beachten. Während er arbeitete, wand ſich das arme Weib in 0 Ihr Kind e ha lag ſtöhnend in der Wiege, denn es war erkrankt, und die Quelle der labenden Milch in der mütterlichen Bruſt! Thränen am Boden. Sie rang im Gebete. verſiegt vor Elend, Entkräftung und Herzeleid. Plötzlich läutet es eilf Uhr! Sie hatte nichts zu eſſen, keinen Heller, um etwas zu kaufen. Sie raufte verzweifelnd ihr Haar.————— Da durchblitzte ſie ein Gedanke!———— Unter einem Baume ſaß raſtend ihr Mann, und“ 0 Hen erhört harrte des Mittagsbrodes. Da ſah er ſeine Frau daher— wanken. Sie trug einen Korb auf ihrem Kopfe, über den ein weißes Tuch gedeckt war. Kommſt du endlich? ſagte er. Stille ſetzte ſie den Korb nieder und lehnte, leiſe ſchluchzend, mit gefalteten Händen an dem Baume. Er rückte den Korb näher.— Zu beten hatte er längſt verlernt, denn das Gebetlein: Komm' Herr Jeſu, ſei unſer Gaſt, und ſegne, was du beſcheeret haſt!— das paßte nicht mehr zu ſeinem Sinn und Thun. Jetz deckt er das Tuch ab— und prallt, wie vom bleich und todesmatt— ſein Kind! Er wendet das allerdings erbleichte Angeſicht zu der Mutter, als wollte er fragen: was ſoll das bedeuten? Aber es war doch kein Zorn in ſeinen Mienen, denn er hatte noch keinen Branntwein getrunken. f Da ſagte das zitternde, weinende Weib mit einer wahren Todeskälte: Iß, lieber Mann, iß, was ich dir brachte. Es iſt mein Letztes, was ich habe. Im Hauſe iſt nichts mehr. Sieh', dein armes Kind iſt ſchon halb verhungert; ich habe ſeit geſtern Morgen nichts mehr gegeſſen. Die Milch in meiner Bruſt iſt ſchon verſiegt. Es kann doch nicht mehr leben. Du biſt ja Herr und Meiſter drüber. Iß es, damit es von ſeinem Jammer erlöͤſt wird. Ich folge ihm bald nach, dann kannſt du, ohne Vorwürfe deines Gewiſſens, Alles vertrinken, was du verdienſt. Mit dieſen Worten nahm ſie das Kiſſen mit dem kranken Kindchen aus dem Korbe und legte es auf ſeinen Schooß. Da war es, als ob die Hand Gottes ſein Herz erfaßte und preßte. Er ſchauderte zuſammen, wie im Fieberfroſt. Er ſtieß einen Schrei aus, der der armen Leidensſchweſter durch Mark und Bein ging. Dann ſitzt er eine Weile und ſieht das arme, leidende Kind an und — Thränen brechen plötzlich aus ſeinen Augen hervor. Sie ſchwieg, aber ihre heißen Thränen rieſelten ſtromweiſe über die ö ſugen. Und er ha achte mehr de Er we fen wieder un ider ein mit d ſaleten die Ehe ab ſie erübrigg cin nach dem Indern. Bald un der wachſe Blitze getroffen, zurück— denn— in dem Korbe lag igteit an. Ihr Gott ſeguete blühten. Mi Frau ihrem lachte aus it Komm' Herr ſcheeret haſt! an mir getha die in die E war, daß ſie Ein Fr lediente, wur licht wohl ſei mir iſt recht Ein übe facht auf Mei rannte in Folge eines ote und in lang, zog du d ſagte:e herren und ur geſchen. Gott, mein Gott, ruft er aus, vergib mir meine Schuld! Dann küßt er das Kind, was er ſeit ſeiner Ge— in zurt nicht gethan, legt's ſachte in den Korb, und fällt er den 0b einer Frau um den Hals. 1 n dy Willſt du, kannſt du mir verzeihen? flehte er. Ach, Leib endlich„, ich war ein arger Menſch; ein ſchlechter Menſch; aber es er um gang ſt vorüber! Ich ſchwör's hier unter Gottes freiem Him— usleiden aaf Un gel, ich will keinen Branntwein mehr trinken! Ich will mit dean ordentlicher Menſch werden! Da jubelt das arme Weib ein Hallelujah in ihres berzens Grunde, das aber nur Gott hörte; da drückt ſie hn an's Herz und ſagt: Hat dich Gott wieder mir und uneinem armen Kinde geſchenkt? Sollen die ſchönen Zei— en e wo du noch brav und gottesfürchtig parſt?— Ja, ſo wahr mir Gott helfe! ruft er aus und reckt ie drei Finger der Rechten ſchwörend hinauf zum blauen dimmel uͤber ihm! en. Aber nun komm', ſagte er und zog ſie zum Kinde, das arme Weib ind als ſie es aufgehoben, zog er ſie heim, und lief dann bete. Ju u dem reichen Manne, dem er arbeitete, und ſagte: ur. Kun Zott hat mein Herz umgewendet! Nun helft mir auch, nitrriche un aß ich's vollführe! Meine, Frau und mein Kind verhun⸗ leid u Brus zern daheim! Gebt mir einen Topf Milch und ein Brod. r dane ni zieht's am Lohne ab! uſen nichts 9 Der Mann war ein Ehrenmann. Gott ſegne dir's, Doe rauft agte er, und rief ſeiner Frau. Die gab ihm Brod und Milch, aber ſie that noch mehr, ſie kochte eine ſtärkende Geinſuppe und trägt's zur armen Frau. Aber die lächelt ſelig und ſagt: Ach, Gott hat mein flehen erhört! Er wird weiter helfen! Und er half Keine Verſuchung, keine Lockung ver⸗ nochte mehr den früheren Säufer ins Wirthshaus zu ſringen. Er war gründlich geheilt. Frau und Kind ge⸗ zaſen wieder und blüthen friſch auf. Das Glück kehrte vieder ein mit der Treue und Gottesfurcht. Freudig ar— beiteten die Ehegatten wieder und hielten's treu zu Rathe, was ſie erübrigten, und bald konnten ſie ſich ein Aecker⸗ hen nach dem andern kaufen, ein Wieschen nach dem ndern. Bald ſtand eine ſchöne milchende Kuh im Stalle und der wachſende Wohlſtand feuerte Beide zu ſteter Thä⸗ igkeit an. Ihr eheliches Gluck wurde nicht mehr getrübt. 5 Gott ſegnete ſie mit mehreren Kindern, die wie Roſen e Angeſicht zu de blühten. Mit fröhlichem, liebreichem Lächeln brachte die el das bedeuten“ Frau ihrem Mann das Eſſen auf's Feld und Heiterkeit Mienen, denn e kachte aus ihren Zügen! Da ſagte der Mann allemal: . Komm' Herr Jeſu, ſei unſer Gaſt und ſegne, was du be⸗ „Weib mit eind ſcheeret haſt! Und ſetzte dann hinzu: Herr, du haſt Großes i, was ich du an mir gethan, deß bin ich fröhlich! O thue es an Allen, babe. Im Haul die in die Stricke des Verderbens gerathen, wie ich es d iſt ſchon hal war, daß ſie gerettet werden! en nichts meh iſt ſchon verſieg biſt ja Herr un u ſeinem Jumme „dann kannſt du 8s vertrinken, wat zu deten hatte e dnn hin et Leret haſt!— dal Thun. prallt, wie von u dem Korbe la Miszellen. Ein Fräulein, die ſich immer ſehr gezierter Ausdrücke bediente, wurde von ihrem Tiſchnachbar gefragt, ob ihr nicht wohl ſei, da ſie ſo wenig eſſe.„O,“ erwiederte ſie, „mir iſt recht wohl, ich bin aber heute gar nicht appetitlich.“ Ein überaus höfliches Herrchen unterhielt eine Ge⸗ ſellſchaft auf einem Dampſchiffe auf's Beſte; unglücklicher Weiſe rannte das Schiff auf eine Sandbank und begann in Folge eines großen Lecks zu ſinken. Alles ſtürzte in die Bote und ins Waſſer. Der Höfliche ſchwamm eine Zeit⸗ lang, zog dann ſeinen auf dem Kopfe feſt ſitzenden Hut und ſagte:„Ich empfehle mich allerſeits gehorſamſt, meine Herren und Damen!“ ſank unter und wurde nicht wie⸗ der geſehen. 7 b Kiſſen mit dan tate es auf ſeiniſ Gottes ſein Heng ammen, wie in „ der der am zing. Dann s ende Kind an un Augen hervor. — 261— Ein Müller und ein Förſter ſaßen i ei a l plaudern bei einem Glaſe Bier. Endlich hub der Förſter an:„Sag' mal Gevatter, Na wir mal Verſe machen?—„„Meinetwe⸗ gen, wenn du den Anfang machen willſt.““—„ 5 5 1 fang chen willſt Nun, Sag' mir, wo bleibt die brüderliche Liebe? Die ganze Welt iſt voller— Müller!“ „„So übel nicht!““ meinte der Müller,„nun werde ich auch mal einen machen: Du biſt ein braver Mann, das ſag' ich unverhohlen, Haſt unſerm gnäd'gen Herrn ſchon manchen Baum 5 ge— zogen 1 15 7751 785 44505 150 denke, wir laſſen das erſemachen doch lieber ſein, es kommt eigentli i i dabei heraus.“ 5 eee „Ein Bauer wurde an einem Thore Berlins ange⸗ halten und von dem Viſitator gefragt:„Was hat er in dieſem Sack?“„Hafer!“ erwiederte der Bauer mit kaum hörbarer Stimme.—„Und warum ſagt er das ſo leiſe?“ fragte der Viſitator weiter.„Damit es meine Pferde nicht hören ſollen!“ war des Bauern heimliche Antwort.— Kirchenbuchs⸗-Auszug vom Monat Juli. Butzbach. Gef gte; 25. Ludwig Künſtler, Bürger und Bäckermeiſter dahier, und Eliſabethe Apollonia Gerhard, des hieſigen Burgers eee Chriſtoph Gerhard eheliche ledige ochter. Getauft e; 4. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Conrad Köberer ein Sohn, Johann Chriſtoph, geb. den 24. Juni. 8. Dem hieſigen Bürger und Kaufmann Ernſt Chriſtoph Vogt eine Tochter, Sophie Caroline Louiſe, geb. den 14. Juni. 11. Dem hieſigen Bürger und Uhrmacher Friedrich Georg Brüchner ein Sohn, Conrad Heinrich, geb. den 22. Juni. 18. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Chriſtoph Buß Zwillingsſöhne, Georg Ludwig und Jakob, geb. den 24. Juni. 18. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Heinrich Weiblinger eine Tochter, Katharine Wilhelmine, geb. den 1. Juli. 25. Dem Geometer II. Claſſe und Ortsbürger zu Eichel— ſachſen Karl Chriſtian Auguſt Schäfer eine Tochter, Caroline, geb. den 2. Juli. Beere et 5. Eine uneheliche Tochter, Anna Pauline Walpurgis, alt 7 Monate und 6 Tage. 11. Katharina Will, des Burgers und Schuhmachermeiſters Remigius Will eheliche Tochter, alt 2 Jahre, 10 Mo⸗ nate und 13 Tage. 13. Jakob Wilhelm Krämer, des Ortsbürgers zu Auer⸗ bach und Eiſenbahnarbeiters dahier Joh. Heinrich Kraͤ⸗ mer Söhnchen, alt 3 Monate und 19 Tage. 16. Karl Merz, des Wachtmeiſters im Garderegiment Chevauxlegers Heinrich Merz Sohn, alt 8 Jahre, 4 Monate und 18 Tage. 29. Karl Feldpauſch, Bürger und Häfnermeiſter dahier, alt 45 Jahre, 6 Monate und 4 Tage. 30. Anna Margarethe Koller, des hieſigen Bürgers und Steuerboten Philipp Heinrich Koller Ehefrau, geb. Repp, alt 50 Jahre. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. dc οοι Baureparaturarbeiten in der Reiter⸗ caſerne zu Butzbach. (1331) Samſtag den 21. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſollen die nach⸗ genannten, in der hieſigen Caſerne auszuführen⸗ den Arbeiten auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden, nämlich: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 210 fl. 177 5„15„ Steinhauerbeit 1„ Zimmerarbeit,„„ 111% 26„ Schreinerarbeit, 1„ 65„ 48„ Schloſſerarbeit, 5„ 39„— Glaſerarbeit, 17 1 16 5— 43„ 30„ Weißbinderarbeit,„ 1 ö Es werden daher die zur Uebernahme dieſer Arbeiten Lufſtragenden hierdurch aufgefordert ihre Soumiſſionen, wozu die Formulare auf dem hieſigen Militärverwaltungsbüreau in Em⸗ pfang zu nehmen ſind, verſiegelt und mit der Aufſchrift Arbeit be⸗ treffend bis zu dem oben bemerkten Termin in das am Eingange erwähnten Büreaus auf⸗ gehängte Soumiſſionskäſtchen einzulegen. Die Voranſchläge und Accordsbedingungen find zur Einſicht aufgelegt. Butzbach den 14. Auguſt 1852. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Edictalladung. (1319) In Folge hofgerichtlicher Concurs⸗ erkennung üder das Vermögen des Georg Graf und deſſen Ehefrau in Villingen werden bekannte ſowohl als unbekannte Gläubiger derſelben zur Anmeldung und Begründung ihrer Forderungen im Termin den 8. September l. J., Morgens 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile ſtillſchweigen⸗ den Ausſchluſſes von der Concursmaſſe hierher vorgeladen. Hungen den 26. Juli 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. 262 Edictalla dung. (128) Chriſtian Leidich, ledig, von Grünin⸗ gen, ſchon ſeit einer weſend hat nunmehr ö 1 weßhalb ſeine beiden Geſchwiſter die Aufhebung der Curatel mit Ueberweiſung des Nachlaſſes beantragt haben, inſofern daher nicht binnen drei Monaten Chriſtian Leidich ſelbſt, oder ſonſtige Erbprätenden ſich anmelden, wird dem geſtellten Antrag gemäß verfahren werden. Reihe von Jahren ab⸗ und völlig unbekannten Aufenthalts, das 70. Lebensjahr überſchritten, Hungen den 27. Juli 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Acker ⸗ Verpachtung. (1338) Ein fiscaliſcher Acker, vormaliger Faktoreiacker in der Ockſtädter Gemarkung, der erſte nächſt der Friedberger Gemarkung, von der nach Oberrosbach hinziehenden Provinzial⸗ ſtraße durchſchnitten werdend, wird Freitag den 27. d. Mis., Vormittags 9 Uhr, in dem Gaſt⸗ hauſe zum Maulbeerbaume dahier auf 6 Jahre, vom Anfange des Jahres 1853 an, in 8 Ab⸗ theilungen von je einem halben Morgen öffent⸗ lich verpachtet. Friedberg den 10. Auguſt 1852. Der Gr. Heſſ. Rentamtsvicar des Rentamts Friedberg Lindeck. Kornſtrohlieferung. (1332) Samſtag den 28. d. M, Vormit⸗ tags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 650 Gebund Kornſtroh in die Betten der ledig ca⸗ ſernirten Mannſchaft dahier in dem Büreau des Bataillonsverwaltungsraths auf dem Sou⸗ miſſionsweg an den Wenigſinehmenden in Ae⸗ cord gegeben und die Lieferungsbedingungen können von heute an in obengenanntem Büre au eingeſehen werden. Die Eröffnung der Soumiſ⸗ ſionen wird nach Ablauf oben erwähnten Ter⸗ mins ſogleich vorgenommen. Friedberg den 14. Auguſt 1852. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. X Braunkohlen Verkauf. (1283) Mit Bezug auf die Bekanntmachung vom 3. Juni d. J. wird zur weiteren öffentlichen Kenntniß gebracht, daß von heute an, bis auf weiteres auf dem hieſigen Werk die Braunkohlen⸗ klötze von Reihen und Haufen 10 kr. und die aus den Schoppen 11 kr., per Centner zu 14 Stück Klötzen, koſten. Dorheimer Bergwerk den 30. Juli 1852. Jag e r Privat- Bekanntmachungen. Anzeige. (1327) Feinen Vanille⸗ und Cuiraſſeau⸗, a 32 kr., Pfeffermünz⸗, Anis⸗, Citronen⸗, Pom⸗ meranzen⸗ und Spaniſchbitter⸗Liqueur, à 26 kr., Neuwieder Doppelkümmel, Pommeranzen und Mannheimer Waſſer, à 16 kr. die Bouteille, ohne Glas, ſämmtlich von vorzüglicher Güte, bei J. J. Seipel, Friedbergergaſſe No. 43 im zweiten Stock in Fraukfurt a. M. Au zeige. (1338) Ein Braukeſſel, 10 Ohm, 25 Maas haltend, noch in ſehr gutem Zuſtand, hat zu verkaufen Altenſtadt, 12. Auguſt 1832. Heinrich Holzapfel, Gaſtwirth. Verloren. (1351) Am 14. d. M. iſt von hier bis auf die Galgenbrücke ein Hirtenhorn verloren wor⸗ den. Der redliche Finder wird gebeten, daſſelbe gegen eine Belohnung bei dem Hirten Jakobi in Friedberg abzugeben. Anzeige. (1885) Mein Geſchäft in Reparaturen, ſo⸗ wie neuen Regen⸗ und Sonnenſchirmen bringe ich in gefällige Erinnerung mit dem Bemerken, daß die Preiſe ſo billig wie möglich angeſetzt werden. S. Garde, Schirmmacher, Uſagaſſe, bei Schuhmacher Zobel. Zu Vermiethen. (1356) Der obere Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann bis Anfang November d. J. bezogen werden. Ernſt Philippi, Gerber. Nacht rag zu Inſ. 1329 in Nr. 62 und 63 des Int.⸗Bl, Artikel angegeben worden, daß ich zu den he (1367) Aus Verſehen iſt in dem 550 merkten Arbeiten alle Materialien ſte wolle, es bezieht ſich die ſes jedoch nur auf diz Schieferarbeit. 4 Holzhauſen den 14. Auguſt 1852. Georg Radenmacher, Dachdeckermeiſter. Dr. Vorchardt's Kräuter⸗Seife, (1358) deren bekannte vortreffliche Eigen, ſchaften ſie auch in hieſiger Gegend zu einen fo beliebten, Toilette⸗Gegenſtande gemacht haben, geht mir allein auf hieſigem Plaßh Friedberg. P. F. Schmittner⸗ Entlaufen.. 1 1 Bönſtadt eine Belohnung. Literariſche Anzeige n. (1360) Bei C. Bindernagel i 7„ derg iſt zu haben: gel in 1 Beſchreibung 1 ſaͤmmtlicher Uniformsſtuͤcke der g Gr. Heſſ. Eivildiener. Preis 36 kr. (13610 Bei C. Binderna el in 1 60 berg iſt ſoeben erſchienen: gel in Fried Alphabet zum Buchſtabir- und Leſeunterricht in Schulen. f 97 0 5 en le An 101, fünf Zl en ildungen aller Buchſtaben, Zi und Zeichen. 0 de Zweite vermehrte Auflage. Preis 48 kr. Achtzehn Wandleſe⸗Tafeln von J. Sauer. Gr. Medianformat. Preis 1 fl. 30 kr. (1362) Bei C. Binder nagel in Friel- berg ist so eben erschienen: Kurze Notiz über das Soolbad Nauhein von 9 Dr. Fr. Bode. 16. broch. Preis 9 kr. 0 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 1 2 (13359) Am 8. Auguſt iſt ein weißer Jagd hund mit braunem Behang entlaufen. Wer denſelben abliefert oder darüber Auskunft er⸗ theilt, erhält von Friedrich Strauch i De Kreisrat an die Aeffend: Die Rich Bis jetzt ichniſſe über Bericht, daß f ſtinnere Sie bei Meidung Friedb 2 Hetreffend: Die no ückſtande be dung binne gung, erinn Friedb A Detreffend: Sie we gen und iedberg in dem 1. Bez