ntelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. . II. Mittwoch den 18. Februar 1852. 1 „ 4„ Amtlicher Theil. 1 Die Großherzoglich Heſſiſche tegierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten und Jolizei⸗Commiſſäre, ſowie an die Gr. Gensdarmerie des Regierungsbezirks. Miteffend: Den Heinrich Groß von Steinberg. Wir beruftragen Sie hierdurch, auf den Rubricaten zu fahnden, ihn im Betretungsfalle zu verhaften und uns ſchann gefänglich zuzuführen. Friedberg den 14. Februar 1852. f Di oe Doinsſel be ay die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Btreffend: Die Muſterung im Jahre 1852. Sie werden alsbald zur öffentlichen Kenntniß brin— gin, daß die Hauptbezirksliſten der diesjährigen Conſcrip— tünspflichtigen und zwar 5 1. Diejenige für den Diſtrict Friedberg alf dem Büreau Großh. Regierungscommiſſion und 2. Diejenige für den Diſtrict Hungen auf dem Büreau des Großh. Bürgermeiſters zu Hungen von Freitag den 20. d. M. an 14 Tage lang zu Jedermanns Einſicht offen liegen. Friedberg den 16. Februar 1852. Ouvri er. ef be an die Großh. Bürgermeiſter des Regierungsbezirks und die Polizeikommiſſare zu Arnsburg, Engelthal und Wickſtadt. Itreffend: Verbot des Ankaufs von Kartoffeln zum Brantwein— brennen. Indem wir Sie auf unſere Verfügung vom 17. Okto— ther v. J. Nr. 13. des Amtsblattes von 1851 und vom November v. J. Nr. 15. von 1851 verweiſen, geben wir Ihnen auf, die genaueſte Befolgung dieſer Verfügung zu überwachen resp. durch die Polizeioffizianten überwachen zu laſſen und weiter den Brautweinbrennern bememerklich zu machen, daß, wenn ſie ihre eignen guten Kartoffeln zu Brantwein verbrennten und ſich ihren Bedarf zum Stecken und zum Genuß nicht zurückbehielten, ihnen ſpäter der An— kauf von Steckkartoffeln und zum eignen Bedarf nicht ver— ſtattet werde und ſie ſich daher ſelbſt beizumeſſen hätten, wenn ihnen Nachtheil daraus erwachſe, oder ſie ſonſt Scha— den treffe. Friedberg den 14. Februar 1852. ore. r Eine Erzählung von Ernſt Ritter. (Fortſetzung.) Herr Langenwärter nahm das Alles ſpaßhaft auf und war daher weder verdrießlich noch reuig. Er war einer von den naiven Egoiſten, denen es eben ſo wenig einfällt, auf Andere Rückſicht zu nehmen, als ſich ſelbſt etwas zu verſagen, und die gar kein Arg dabei haben, wenn ſie die Tyrannen ihres Hauſes ſind. Darin liegt ihre Entſchuldigung und ihre Unerträglichkeit. Es war ihm im höchſten Grade unbequem, daß ſeine Frau, die durch ihr ganzes Leben ihm behülflich und gefällig gewe— ſen, jetzt ſelbſt ein Gegenſtand der unausgeſetzten Sorge geworden war; er hatte daher den Entſchluß gefaßt, an ihren hoffnungsloſen Zuſtand gar nicht zu glauben, wie er überhaupt jedem Gefühl, das ſeine Ruhe ſtören konnte, ſorgfältig aus dem Wege ging. Er behandelte ſie beinahe wie ein träges ungezogenes Kind, deſſen Launen er mit muſterhafter Geduld zu tragen meinte. Es war ihm nie ein Kummer im Leben aufgeſtoßen; er war ein reicher Mann und hatte den Ruf einer unerſchuͤtterlichen Recht— lichkeit; ein religiöſer, folglich auch ein tugendhafter Mann, den man zum Vorſtand der Wittwen, zum Vormund der Waiſen wählte. Auch hatte er Verſtand genug, um den ihm anvertrauten Geſchäften mit Geſchick vorzuſtehen; kurz er war ein Mann des Vertrauens; Kirchenvorſteher, Stadtrath, Armenpfleger u. ſ. w. Um ganz gerecht zu ſein, muß man geſtehen, daß ſein angeborner Egoismus in Adelgunden's Charakter die reichſte Nahrung fand. Sie war die Tochter angeſehener Patrizier, ſelbſt reich und zu allen Anſprüchen berechtigt, dabei aber ſo beſchei— den, daß Erſcheinungen wie ſie den Satz:„Jeder Menſch 92 — 36 ü 0 eine eigenen Vorzüge“ ſiegreich widerlegen. S Pich, lieblich, ſanft, und als Herr Lan⸗ genwärter ſie zur Frau begehrte, konnte ſie nicht begrei⸗ fen, wie die Wahl eines ſo hochgeehrten Mannes auf ein jo unbedeutendes Geſchöpf habe fallen können. Sie hätte es ſich's nicht unterſtanden, einen ſolchen Freier auszu⸗ ſchlagen, obgleich ſie nichts von der Freudigkeit einer jun⸗ gen Braut empfand. Sie wußte nicht, was Glück war, und hätte auch nicht gewagt, daſſelbe für ein ſo fehler— haftes Weſen wie ſie ſelbſt in Anſpruch zu nehmen. Wenn ſie ihre Pflichten erfüllte als Gattin und Hausfrau, ſo meinte ſie, ihr Beruf ſei erfüllt. Daher beſtärkte ſie ihren Herrn und Gemahl ohne Wiſſen und Willen täglich mehr in ſeiner Selbſtſucht. Wenn Elsbeth ſie antrieb, auf ihrem Recht als Hausfrau zu beſtehen, ſo antwortete ſie demü— thig:„ich bin geehrt genug, eines ſolchen Mannes Frau zu ſein.“ Dann ſagte Elsbeth:„aber was iſt er denn für ein Mann! Ein wohlbeleibter Spießbürger, und das iſt Alles;““— dann lächelte Adelgunde und ſagte:„Du redeſt doch nur im Scherze;“ und es war unmoglich, daß Elsbeth ſie überzeugen konnte. a So vergingen zehen Jahre, und noch immer waren aus dieſer Ehe keine Kinder geboren. Eine Hinneigung Adelgunden's zur Bruſtſchwäche war Urſache, daß ihre Freunde ſich darüber freuten, und es mit Augſt ſahen, als ſie unerwartet doch Hoffnung zu einer Nachkommen aft zeigte. Herr Langenwärter war ſtolz und glücklich; Agne r e ſich ſtill zum Tode vor; doch iſt die beſtimmteſte Todesahnung noch immer mit Hoffnung verbunden, wie das Geſpräch, womit dieſe Blätter begin⸗ nen, es beweiſet. Dieſe Hoffnung bildet das Gegengewicht zu der natürlichen Scheu, die der Menſch hat, in Staub Als Alles ſo gekommen war, wie man es befürchtet hatte, das Kind zwar ohne große Schmerzen und Gefahr zur Welt kam, die Schwindſucht der Mutter aber uner⸗ kennbare Fortſchritte machte, drückte ſie dennoch den Ring, der die Inſchrift:„Hoffnung“ trug, mit Inbrunſt an die heißen Lippen. Eine unerwartete Veränderung war während dieſer Krankheit mit ihr vorgegangen: der bis jetzt ſo verehrte Gemahl war ihr vollkommen läſtig geworden; ſein Ein— treten verſetzte ſie in einen Zuſtand ſchmerzlicher Ungeduld und Aufregung; ein Beweis, wie ſehr die Seele von ih— rem Einfluſſe über den Körper verliert, ſobald krankhafte Zuſtände ihrer Kraft entgegen arbeiten. So lange ſie geſund war, hatte ſie es in lauter Selbſtdemüthigung und frommer Ergebung dahin gebracht, daß ſie wie an einem Pharos an ihm hinauf ſah. Jetzt, wo ihre Inſtinkte zu herrſchen anfingen, war ihr das Glas Waſſer zuwider, das er ihr reichte, und ſie trank es mit Selbſtüberwindung; aber ſie trank es, und hielt ihre Stimmung für eine arge Verlockung des Teufels, die ſie ſiegreich bekämpfte. Wenn ſie ihr Leid Elsbeth klagte, ſo hatte dieſe nicht den Muth, ihr den frommen Glauben an Herrn Langenwärters Voll— kommenheit zu nehmen, und begnügte ſich, ihn auf ihre eigene Hand unleidlich zu finden, und ihr ſelbſt ihre Ge— fühle gegen ihn auszuſprechen, ſobald ſie ſich nicht mehr bezwingen ließen. Ihm war dieß eine Quelle der Unter— haltung; er nahm Alles für Spaß, denn nichts ungläu⸗ bigeres gibt es als einen eitlen Menſchen, den man über ſein eigenes Ich belehren will. Sanct Thomas glaubte, als ihm der Herr den Finger in die Wunde legte: der aber glaubt nie und halt die ernſteſten Wahrheiten für Neckereien, und den richtigſten Spiegel, den man ihm vor zu zerfallen, und erhält ihn ſtandhaft bis zuletzt. hält, für einen Vexier⸗Spaß. (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. dN N ν Edietalla dung. Anſprüche aller Art an den Müller Len Wage dahier, über deſſen Ver⸗ mögen der förmliche Concurs erkannt worden iſt, find Mittwoch den 24. März d. J., Vormittags 10 Uhr, bei Meidung ſtillſchweigenden Ausſchluſſes von der Maſſe, anzumelden. 5 Gläubiger, welche nicht perſönlich oder durch gehörig bevollmächtigte Mandatare liquidiren, werden an die, im Termin gefaßt werdenden, Beſchlüſſe jeder Art für gebunden erachtet. Friedberg den 26. Januar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. v. Preuſchen. Ediet alla dung. (173) Adam Krämer von Birklar und deſſen Frau Katharina, geborne Schmidt, ſind vor längeren Jahren geſtorben. Die hierorts be⸗ kannten Kinder und Enkel derſelben haben die zu deren Nachlaß gehörigen Immobilien, von welchen ein Grundſtück auf dem Namen des Georg Neubauer von Lich im Grundbuche ein⸗ getragen ſteht, verkauft, können aber das Ei⸗ genthum davon nicht überall urkundlich nach⸗ weiſen. Sodann haben ſich zwei Kinder der Adam Krämer's Eheleute, Anna Maria Krä⸗ mer und Magdalena Krämer, von Haus ent- fernt und es iſt deren Aufenthaltsort nicht zu ermitteln und endlich ſollen ein Sohn derſelben Hartmann Krämer und zwei uneheliche Kinder ihrer verſtorbenen Tochter Anna Margaretha, Kalharing Eliſabetha und Johann Georg Wil⸗ helm in ihrer Kindheit geſlorben ſein, ohne daß dies genügend nachgewieſen werden kann. Es werden daher alle Diejenigen, welche dingliche Anſprüche an die bemerkten Immobilien, wor— über Grundbuchsauszüge in der hieſigen Land— gerichtsregiſtratur zur Einſicht offen liegen, auf— gefordert, ſolche ſogewiß binnen 4 Wochen von heute an, hier geltend zu machen, widrigenfalls die Kaufbriefe beſtätigt werden. Binnen glei⸗ cher Friſt haben ſich Anna Eliſabetha, Magda⸗ lena und Hartmann Krämer, ſowie Katharina Eliſabetha und Johann Georg Wilhelm Krä⸗ mer oder deren Leibes- und Teſtamentserben zur Empfangnahme den ihnen an den Kauf— ſchillingen ertragenden Antheil ſogewiß dahier zu melden, widrigenfalls dieſelben den aufgetre⸗ tenen Erben überwieſen werden. Hungen den 31. Januar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. Mobilien⸗Verſteigerung. (218) Donnerſtag den 19. Februar d. J., von Morgens 9 Uhr anfangend, ſollen ſämmt⸗ liche von den verſtorbenen Karl Knußmanns Eheleuten dahier hinterlaſſene Mobilien in der Behauſung des Friedrich Merkel, gegen gleich⸗ baare Zahlung meiſtbietend unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen verſteigert werden: 1) Holzmöbel, als: ein Tiſch, ein Kleider- ſchrank, eine Commode, ein Nähtiſchchen, eine nußbaumene Bettſtelle u. ſ. w., 2) Bettung und Weißzeug aller Art, wovon manches noch gar nicht benutzt worden iſt, 3) Kleidungsſtücke, 4) zwei goldene Ringe und mehrere Portraits, 5) verſchiedene Bücher, worunter ſich na⸗ mentlich 5 Bände, Martin der Findling von 1846 und Schillers ſämmtliche Werke befinden, 6) Zinn, Kupfer, Porzellan und ſonſtige Kü⸗ chengeräthſchaften. Bemerkt wird, daß, falls an dieſem Tage dieſe Gegenſtände nicht alle verſteigert werden können, den folgenden Tag mit der Verſteigerung fortgefahren wird. Oſſenheim den 11. Februar 1852. In Auftrag': Der Vormünder Der Großh. Heſſ. Bügermeiſter Kopp. 30 0 Gulden (228) ſind gegen Verunterpfändung liegender Güter aus dahieſiger Kirchenkaſſe zu entleihen. Höchſt an der Nidder den 9. Februar 1852. Der Kirchenvorſtand: Bingmann, Pfarrer. Edictalla dung. (239) Der Vorſtand der unter dem Namen „Kränzchen“ dahier beſtandenen Geſellſchaft, nahm, laut gerichtlicher Schuldverſchreibung vom 31. Auguſt 1819, gegen Verunteypfändung des Caſinogebäudes bei dem Herrn Dr. Philipp Wilh. Hoffmann dahier ein verzinsliches Kapi⸗ tal von 7500 fl. auf, welches Kapital im Reſf⸗ betrag von 6600 fl., laut producirter Original Urkunde, durch Ceſſion vom 1. Februar 1822 auf Se. Erlaucht den Herrn Grafen von Solmo— Rödelheim übergangen iſt, während, nach einem Eintrag in dem hieſigen Gerichtshypothekenbuch, die Frau Hofrath Philippine Kugler dahier, durch Ceſſion vom 13. Juni 1820, Eigenthü⸗ merin der erwähnten Kapitalforderung vol 7500 fl. geworden ſein ſoll. Auf den Grund dieſes Eintrags im Hypo“ thekenbuch, und da ſich die Kränzchens⸗Geſell, ſchaft inmittelſt aufgelöſt hat, ſowie in Betracht, daß das Rechtsverhaltniß, in welchem die Theil!“ haber der Geſellſchaft zu den Bauunternehmer (Actionären) ſtanden, nicht klar nachgewieſen werden konnte, ergeht hiermit, auf Antrag dei Gräflich Solms⸗Rödelheimſchen Rentkammet Friedbert 90 21) Oo Ma 0 walde/ 90 unde Polis 9 2 = e=- —— 2 22 = S 2 S 1000 dfinch mei Juummerkun Kodenba 0 (242) 5 9 Uhr, ſoll benannte g s ofertoch mei Vönſtad Der (243) f hem zum lange ſe g gung und an einen Juſtinkte zu r juwider, derwindung; u ein arge ipfte Wenn den Muth, Aters Voll n auf ihn, est ihre Gen licht mehr der Unter. hes ungläu⸗ man über as glaubte legte; den ahrheiten fü nan ihm vor chung folg.) —— n dieſem Ta ſtelgert wen · Berſſeigern . Buͤgermeiſt n andung liegende ſe zu entleihen Februar 1859 denvorſtand: u, Pfarra. ung. ur dem Nam zen Geſellſchaf chreidung vor af n aur An In Nentka In auf Immiſſion an das verpfändete Gebäude, an alle diejenigen, welche dingliche oder per- ſonliche Rechte an dieſes Gebäude glauben gel⸗ tend machen zu können, Aufforderung, ſolche binnen 60 Tagen bei der unterzeichneten Ge— richtsſtelle zu begründen, widrigeufalls die dar⸗ auf bezüglichen Einträge im Hppothekenbuch gelöſcht und der Herr Graf von Solme-Rödel⸗ deim mit dem Recht eines vollen Eigenthümers in das Caſinogebäude gerichtlich eingewieſen werden ſoll. Rödelheim den 6, Februar 1852. Gr. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer. Main ⸗Weſer⸗Elſen bahn. 1240) Zur Uniformirung von Bahn- und Weichenwärtern ſollen nachbezeichnete Arbeiten und Lieferungen auf dem Submiſſionswege vergeben werden, wozu Luſttragende ihre. For— derungen und Muſter längſtens bis zum 26. d. M. bei dem Unterzeichneten einreichen wol⸗ len, woſelbſt täglich die Bedingungen einge- ſehen werden können: 0 1) die Lieferung von 32 Mützen, 5 2) die Lieferung von 70 Ellen/ breites graues Tuch zu Hoſen, im Werthe von 1 fl. 36 kr. pr. Elle, 3) die Lieferung von 112 Ellen ½ breites blaues Tuch zu Röcken, im Werthe von 2 fl. pr. Elle, 4) die Lieferung von 5½ Ellen ſchwarzes Tuch zu Aufſchlägen ꝛc. c. à 2 fl. 36 kr. pr. Elle, 5) die Anfertigung von 32 Hoſen und 32 Röcken. Friedberg den 12. Februar 1852. Der Gr. Bahn Ingenieur Hochgeſand. Holz ⸗Verſteigerung. (241) Dennerſtag ben 19. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Gemcinde⸗ walde, Diſtrikt Buchenwald und Domberg, nach- ſtehende Holzſortimente: 1% Stecken Buchen ⸗Scheitholz, 1„ Hainbuchen„ 6„ Buchen⸗Prügelholz, 2* Eichen⸗„ 1 7 Aspen⸗ 17 % n Kiefern„ 9„ Buchen-Stockholz, 50 Stück Eichen-Wellen, 50„ Aspen⸗„ 500„ Kieſern⸗„ 39 Cubikfuß Eichen⸗Stammholz, 60* Kiefern- 57 1000 eichene Bohnenſtangen, J öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zusammenkunft iſt im Diſtriet Domberg. Rodenbach am 11. Februar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Herrmann. Holzverſteigerung. (242) Freitag den 20. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen im hieſigen Gemeindewald nach⸗ benannte Holzſortimente, als: 3 J. Brennholz: 11 Stecken Eichen⸗Scheitholz, Fee„ Plügelholz, W„ Stockholz, 275 Stück„ Wellen. II. Bau- und Werkholz: 17 Stämme Bau- und Werkbolz, öffentlich meiſibietend verſteigert werden. Bönſtadt den 13. Februar 1852. Der Großh. Heſſ., Bürgermeiſtereivikar Geibel. 182 fl. 6 kr. (23) liegen in der Kirchenkaſſe in Aſſeu⸗ heim zum Ausleihen bereit. 57 I. Verſteigerung der Straßenbauunterhaltungs⸗Arbeiten im Baubezirk Friedberg pro 1832. (2 An den nachbemerkten Terminen, Morgens um 10 Uhr, ſollen ſämmtliche bei de 5 haltung der Straßen im Baubezirk Friedberg im Jahre 1852 vorkommende Arbeiten 1 5 an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden: 8 Tag Ort und Local der J Nr.[Namen des Bau⸗ 3 155 Verſteigerung. 8100 ee 2 i eher zu deſſen Bezirk 3 Verſteigerung. Ort. Local. Baezirkeldie Straße gehört. 1 Donnerſtag den 19. Febr.] Niederwöllſtadt Gaſtwirth Put J u. 5 Go fe 2[Freitag den 20. Februar Ilbenſtadt Chauſſeehaus g 6 u. 7 Falſich und fle 3[Samſtag den 21. Febr.[Friedberg Gaſthaus zum Anker 3 Kreß. 5 4[Mittwoch den 25. Febr.] Eberſtadt Gaſthaus z. Schwanen 16 Hölzer. 5 Donnerſtag den 26. Febr. Niedermörlen[Gaſthaus zum Löwen Jiu. 2lDiehl und Weide 6[Freitag den 27. Febr.[Niedermoxſtadt Rathhaus 10 Jäger. 5 7 Samſtag den 28. Febr.[Obereſchbach[Homburger Hof 13[Vacat. 8[Samſtag den 28. Febr.] Steinbach Gaſthaus z. Schwanen 14[Michel. Nachmittags 2 Uhr 9[Montag den 1. März Altenſtadt Gaſthaus zum Adler 8[Gaußmann. 10[Dienſtag den 2. März Lindheim Gaſtwirth Koch 9 u. 110 Weigel, Groß. 11 J[Mittwoch den 3. März[Büdingen Salinerhof 12[Klepenſteuber. Friedberg den 15. Februar 1852. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. 11. Verſteigerung über die Verferti⸗ gung eines Eichpfahls (245) Saͤmſtag den 21. Februar d. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen in Friedberg im Gaſthaus zum Anker die bei der Errichtung eines Eichpfahls an den Mühlen bei Holzhauſen vor— kommenden Zimmer-, Schloſſer- und Kupfer- ſchmiedearbeiten, welche im Ganzen zu 27 fl. veranſchlagt ſind, öffentlich an die Wenigſtneh— menden verſteigert werden. Friedberg den 15. Februar 1852. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. III. Verſteigerung von Bauarbeiten zu Butzbach. (246) Montag den 23. Februar l. J., Vor- mittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhaus zu Butzbach, die bei der Erbauung des erſten Pfarrhauſes und die bei der Cinfriedigung beider Pfarrhofraithen daſelbſt vorkommenden Maurer-, Steinhauer⸗, Zimmer-, Dachdecker-, Schreiner-, Schloſſer-, Glaſer-, Spengler und Weißbinder⸗ arbeiten, ſowie die Anlieferung der nöthigen Materialien, beſtehend in Rockenberger Mauer- ſteinen, Deckplatten, Backſteinen, Kalk und Sand, öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Oer in ganzem 14,000 fl. betragender Vor- anſchlag liegt auf dem Büreau des Unterzeich⸗ neten zur Einſicht offen. Friedberg den 15. Februar 1852. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Iv. Verſteigerung von Bauarbeiten zu Langenhain. (247) Dienſtag den 24. Februar l. J., Vor⸗ mittags um 10 Ühr, ſollen in dem Gemeinde- verſammlungslocal zu Langenhain die bei Um— bauung des Pfarrhauſes daſelbſt vorkommenden Maurer-, Steinbauer-, Zimmer-, Dachdecker⸗, Schreiner, Schloſſer⸗, Glaſer-, Weißbinder— und Spenglerarbeiten, ſowie die Anlieferung der nöthigen Materialien, beſtehend in Mauer⸗ ſteinen, Backſteinen, Lehmſteinen, Kalk und Sand, öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Der Voranſchlag, welcher im ganzen 3090 fl. beträgt, liegt auf dem Büreau des Unterzeich⸗ neten zur Einſicht offen. Friedberg den 15. Februar 1852. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Fruchtverſtei gerung. (248) Donnerſtag den 19. d. M., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden im Wirthshauſe zum Hirſch dahier 120 Malter Korn, 40„ Gerſte und 40„ Hafer an den Meiſtbietenden verſteigert. Ockſtadt am 14. Februar 1852. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt a Bekanntmachung. (249) Sonnabend den 21. d. M., von Vormittags 9 Uhr an, wird bei dem Gaſt⸗ wirth Mörſchel in Erbſtadt folgendes Gehölze aus dem Naumburger Staatswalde öffentlich verſteigert, als: J. Schlag Dachsbau: 4 Stück buchene Werkholz⸗Abſchnitte für Wagner, von 18“ lang, 12 und 13“ mittlerem Durchmeſſer, 6 Klafter Buchen-Scheitholz, „ Laubholz⸗Erdſtöcke, ½ Klafter Stockholz, 1 Eichen⸗Prügelholz, 5½ Schock Buchen⸗Zopfreis, 11. Schlag Vorderſtellgrund: 9½ Schock Buchen⸗Schneidelreis und 2½¼„ ſonſtiges Stamm- und Schnei⸗ delreis. Windecken, am 10. Februar 1852. Kurfürſtliche Renterei Deichmann. Holz ⸗Verſteigerung. (280) Freitag den 20. d. M. ſollen in hieſigem Gemeindewald folgende Holzſortimente öffent— lich verſteigert werden: 3 Stecken Buchen-Scheitholz, 8„ Eichen⸗„ Buchen⸗Prügelholz, Eichen- und Birken-Prügelholz, ½„ Nadel-Prügelholz, 31%„ Buchen⸗Stockholz, 12½» Eichen⸗„ 5%„ Nadel⸗„ 211 Buchen⸗Wellen, 1137 Eichen⸗„ 592 Nadel⸗„ 223 Cubikfuß Eichen⸗Stammholz, 12„ Buchen- 1 Nadel⸗ 7 24„ Eichen⸗Stangenholz, r Buchen⸗„ 5„ Birken⸗„ 3„ Nadel⸗ 1 Eichen⸗Reisholz. 5* Die Jaſammenkunft iſt vor den Tannen. Der Anfang wird daſelbſt um 9 Uhr Morgens ge⸗ macht. Gegen genügende Bürgſchaft wird das Holz bis zum Monat Auguſt ereditirt. Niederrosbach den 16. Februar 1852. Der pn e Bürgermeiſter tnonh⸗ Bekanntmachung. (251) Mittwoch den 25. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen aus der hieſigen Gräflichen Oeconomie: N 35 Fuder Waizen Langſtroh, 6½%„ Waizen⸗Wörrſtroh, 1%„ Korn⸗Wörrſtroh, 11„ Gerſtenſtroh, 12„ Haferſtroh und ungefähr 120 Centner Grummet, öffentlich an den Meiſtbictenden, unter den be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen ver⸗ ſteigert werden. Schloß Ilbenſtadt den 14. Februar 1852. Bernhardt, Renkmeiſter. Wr Privat- Bekanntmachungen. Vorzügliche Zwetſchen, (252) 4 7 kr. per Pfund, bei 8 Le. Goldmann jun. Einladung zur Gründung einer Privatlehranſtalt. (253) Von mehreren Bewohnern hieſiger Stadt wird die Gründung einer Privatlehranſtalt als ſpecielle Vorbereitungsklaſſe für die Realſchule beabſichtigt. Es ſoll dadurch für diejenigen Knaben von 8 bis 10 Jahren, welche demnächſt in die Real⸗ ſchule übergehen, eine beſſere und gründlichere Vorbereitung für dieſe erzielt werden, als es in den ſtädtiſchen Elementarſchulen, wegen notori⸗ ſcher Ueberfüllung derſelben, bei allen anerken⸗ nungswerthen Leiſtungen der Lehrer, möglich iſt. Zur Erreichung dieſes Zweckes würde ſich der Lehrplan der zu gründenden Privatlehranſtalt, genau an den der Realſchule anſchließen, ſo daß bei dem Uebergange der Schüler in dieſe, keine nachtheilige Störung des Unterrichts, wegen ungenügender Vorbereitung, eintrete und ſomit einem vielfach gefühlten Bedürfniß abgeholfen werde. Ein tüchtiger Lehrer iſt bereits gewonnen, und es kommt nun zunächſt darauf an, ob ſich ſo viele Theilnehmer finden, daß das Opfer für den Einzelnen nicht zu groß wird. Nach vor⸗ läufig getroffener Verabredung würde ſich, bei einer Anzahl von 20 Theilnehmern, das monat⸗ liche Schulgeld nicht über zwei Gulden belau⸗ fen, und die Schule mit Beginn des neuen Schuljahrs, nach den Oſterferien, alsbald ins Leben treten können. Alle Bewohner der hieſigen Stadt und Um⸗ gegend, welche geneigt ſind an der, nach dieſen allgemeinen Andeutungen zu gründenden Privat⸗ lehranſtalt Theil zu nehmen, werden erſucht, ſich innerhalb acht Tagen bei einem der Un⸗ terzeichneten, welche zu näherer Auskunftserthei⸗ lung bereit ſind, gefälligſt anzumelden. Friedberg den 16. Februar 1852. H. Salzmann III. H. Hahn. F. Schaefer. Textor. 58— Poſtſchiffe neuer Nnie zwiſchen Harre& Ner- Tore und Dreimaster I. Classe, zwiſchen Harre& New. Orleuns, von J. Barbe& Morisse in Havre. (164) Durch dieſe anerkannt ſolide Linien, deren ausgezeichneten Schiffe dreimal monatlich von Havre nach Nei- Vorſe und von Havre nach Neib-Orleuns abgehen, befördere ich Auswanderer zu den billigſten Preiſen und vortheilhafteſten Bedingungen. Frankfurt am Main 1852. Der General ⸗ Agent C. H. Textor, Rebſtock No. 5. (204) Der unterzeichnete bevollmächtigte Agent befördert vom 1. März l. J. an regelmäßig am 1. und 15. jeden Monats Auswanderer nach allen Häfen von 0 America und Australien und hält ſich, unter Zuſicherung billiger Preiſe und prompter Beförderung, zu Contractabſchlüſſen beſtens empfohlen.. 0E Nauheim im Februar 1852. Hermann Auffarth, bevollmächtigter Agent. Gyps⸗ und Bauholz⸗Lager. 205) Bei bevorſtehender Gebrauchszeit bringe ich mein Gyps- und Bauholz⸗ Lager in empfehlende Erinnerung. Niederwöllſtadt im Februar 1852. Friedr. Ludw. Böing. Unentgeltliche Auskunft fuͤr Auswanderer. (254) Auf mündliche Anfragen ertheilt der Unterzeichnete die zu verläfſigſte Auskunft und den wohlgemeinteſten Rath nach den anerkannt beſten Quellen über alle Verhältniſſe Nord⸗ und Südamerika's, ſowie über ihr zu beobachtendes Verhalten bei Einſchiffung, als bei Ankunft in Amerika und über ihre Weiterreiſe; ferner über die Wahl des Staates je nach Stand und Gewerbe eines Jeden; über Auſiedelung und Wahl der Län⸗ dereien; Koſten⸗Ueberſchläge, nothwendigſte Lebensmikteln daſelbſt, u. ſ. w. u. ſ. w. damit ſich dieſelben vor den leider allzuzahlreichen Nachtheilen u. ſ. w. möglichſt zu hüten vermögen. 8 Abgang von Bremen den 1. und 15. jeden Monats, nach New⸗ Bork auch den 7. jeden Monats. F. C. A. Römheld, Eck der Fahrgaſſe Nr. 1. gleicher Erde in Frankfurt a. M. ſarde iſt zu vermiethen und kann im Mai be⸗ zogen werden bei Zu ver miethen. (228) Eine kleine Wohnung in einer Man⸗ Auf deu Abbruch zu verkaufen (255) eine noch im beſten Zuſtande befind⸗ liche Scheuer, ganz in geſundem Eichenholz er⸗ baut. Näheres bei Apotheker Brill in Groß⸗ Fr. Schweitzer in der Burg. ſteinheim bei Hanau. Gedruckt und verlegt unter Verantworklichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. n „h fee S0 f Dieſe mußt ber Erſtere wie die E zählungen rin war/ den Sieg errungen. einem Sch „Sal chrem Tode eben ſo u. ges weißes um das S Saum ein die ich ihr Sinnbild f gerade, al erhoben.“ hänge ihn die Dir di öſtlichſe. „Hoffhun den kon! Deine 9 Himmel Victorie, ſterben zu leicht ge die Lüfte 0 fündigungs verlündete gelt der Sie ehe ich w darauf