uctung und ſuſammen zu er's Witti ger Jahren, reuend und dat, ſucht bi ohn ein Un⸗ einer Zuver⸗ Botengän⸗ ppb. Bürger⸗ ochmiedmeiſter. E 1 gehaltener „ Tanzlehrer — Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, 8 den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Sonnabend den 17. Jannar „Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ erſcheint jeden Mittwoch und Samſtag. Der Abonnementspreis, welcher ffets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt, bei der Expedition 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr 40 kr.— bei allen zum Fürſtl. Thurn und Taxisſchen Verwaltungsbezirke gehörigen Poſtämtern nach der neueſten Verfügung pr. Jahr 1 fl. 30 kr. und pr. Semeſter 45 kr. Durch die ſehr ſtarke Auflage des„Intelligenzblattes“ finden Anzeigen der verſchiedenſten Art die vortheilhafteſte Verbreitung. werden mit 7 kr. und ein Beleg mit 2 kr. berechnet. Friedberg. — Die Einrückungsgebühren betragen für die geſpaltene Petitzeile, oder deren Raum 2 kr., die beiden erſten Zeilen zuſammen aber Die Expedition des Intelligenzblattes. Die dumme Anne. Eine Erzählung aus dem Gebirge von Marie Nathuſius. (Nieritz Volkskalender.) (Schluß.) Oſtern kam, Anne wurde confirmirt. Vorher hatte ſie den Religionsunterricht genoſſen und der Rector mußte den Kummer erleben, daß die dumme Anne vom Paſtor über ſeine klügſten Schülerinnen geſetz wurde, und daß der Paſtor nicht genug die Kenntniſſe und den Scharfblick des Mädchens rühmen konnte. Als die Großmutter jetzt Anne zurück haben wollte, machte Klaus einen entſchiedenen Strich durch dieſe Rechnung. Er hatte mit dem Rector den Ver⸗ trag auf ein Jahr gemacht, das Koſtgeld mußte doch be⸗ zahlt werden, und Anne ſollte dafür ſticken und ſingen und tanzen lernen, die Großmutter mußte ſich alſo des Frie⸗ dens wegen fügen. Anne ward jetzt einexerzirt und dabei was ehrliches gequält. Daß ihr das Triller ſingen, und das kunſtgerechte Tanzen und ähnliche Spiegelfechtereien ſchwer wurden, war der Rectorin eine wahre Herzens— freude. Sie brachte es mit ihren Quälereien ſo weit, daß Anne ſich zuweilen mit dem Gedanken des Fortlaufens be— ſchäftigte, und hätte ſie nicht ein Haus gefunden, wo ſie getröſtet und erfreut wurde, ſie hätte den Gedanken gewiß ausgeführt. Dies war des Bürgermeiſters Haus. Der Bürgermeiſter und ſeine Frau waren herzensgute Leute, hatten Annen lieb wie ihr eigen Kind und behielten ſie oft tagelang dort, wogegen die Frau Rectorin wegen der Koſterſparniß nichts einzuwenden hatte. Den Tag vor Johannis war das ganze Städtchen in ungewöhnlicher Aufregung. Eine fürſtliche Perſon hatte zu morgen drei Geſpann Pferde beſtellt, drei Wagen ſoll⸗ ten über Braunlage, Oderteich, nach Harzburg geſchafft werden. Daß dieſe fürſtliche Perſon incognito reiſte, gab zu den wunderlichſten Gerüchten Anlaß. Es ſollte durch aus der Kronprinz oder wenigſtens ein nahes Glied der königlichen Familie ſein, und wie auch der Herr Bürger— meiſter rieth, dies Incognito unangetaſt zu laſſen, die Sachſaer wollten ſich die Gelegenheit zu einer Feſtlichkeit. nicht nehmen laſſen, ſelbſt die Frau Bürgermeiſterin, eine ſehr gebildete Frau, beſtand auf einer Feierlichkeit, die ſie ſich in aller Eile ausgedacht hatte. Mit allen Glocken ſollte geläutet werden, die Schützen und junge Mädchen in weißen Kleidern und Roſenkränzen ſollten den hohen Herrn auf dem Marktplatz empfangen, das ſchönſte Mäd— chen ihn mit einem Gedichte begrüßen, und feſtlicher Ge— ſang ihn erfreuen. Nachdem er durchpaſſlirt wäre, wollte man nach dem Schützenhauſe ziehen und ſich da auf ge— wohnte Weiſe amüſſiren. Alle Perſonen von Bedeutung waren mit dieſem Plane einverſtanden, nur die Frau Rec⸗ torin konnte es nicht begreifen, daß die plumpe, unerfah— rene Anne die Rolle des ſchönſten Mädchens übernehmen ſollte. Doch Bürgermeiſters beſtanden auf ihrem Kopf; dagegen erhielt Thekla die Erlaubniß, beim Feſtgeſang ganz beſonders ihre Triller zu ſchlagen. Anne aber pro— teſtirte gewaltig gegen die ihr zugetheilte Rolle und ent— ſchieden gegen das weiße Kleid und den ganz fremdartige Anzug. Nur weil die Frau Bürgermeiſterin ſo herzlich bat, ſagte ſie der zu Liebe ja, und mit Thränen im Auge ließ ſie ſich von der guten Frau ein weißes Kleid anpaſ— ſen, was dieſe ſelbſt in ihrer Jugend getragen. Die Frau Bürgermeiſterin war ganz entzückt über die Schönheit ihres Lieblings, und zu ihrer Freude ließ ſich Anne zu dem Knix und der pathetiſchen Rede ganz gut an, was auch Rectors darüber ſpotteten. Der Johannistag brach an in herrlicher Schönheit, die Sonne blitzte über der Sommerpracht der Wälder und Fluren, das Städtchen war in feſtlicher Erwartung. Als die Sonne etwas längere Schatten warf, war alles vor dem Hauſe des Bürgermeiſters verſammelt, und man war— tete ſehnlichſt auf das Zeichen des Glockengeläutes. Nur Anne ſtand noch oben im Schlafzimmer der Frau Bür⸗ germeiſterin und trocknete ſich die Augen. Sie hatte die Erlaubniß hier zu bleiben, bis man nach ihr ſchicke. Mit —— — Wehmuth ſah ſie nach ihren trauten Kleidern dort auf dem Bette, ſie konnte ſich in dieſe Komödie nun einmal nicht ſchicken, und es war ihr immer, als müßte ihr Hülfe kommen in der Noth. Da plötzlich begannen die Glocken zu läuten, jetzt war es ſo weit— entweder— oder! Sie fühlte deutlich, ſie könne nicht in den Kleidern bleiben. Mit Blitzesſchnelle flogen ſie herunter, mit Blitzes— ſchnelle war ſie wieder das ſtattliche Bauermädchen. Und — etwas zu thun— ſetzte ſich noch das Mützchen mit den breiten ſchwarzen Sammetbändern auf, ſteckte den großen Roſenſtrauß vor die Bruſt und folgte nun, Gedicht und Kranz in der Hand, dem keuchenden Boten nach, der, in der Verwirrung verſpätet, noch gerade zur letzten Mi⸗ nute bei ihr eintrat. Der Wagen fuhr gerade auf den freien Platz, als Anne oben auf der hohen Treppe vor dem Rathshauſe erſchien. Der Frau Bürgermeiſterin ſanken die Knie zu— ſammen, und die Rectorin ſchrie leiſe auf, halb vor Schrecken halb vor Vergnügen. Anne aber hatte kaum die Herren im Wagen erblickt, als ihr Geſicht vor Freude ſtrahlte, und ſie haſtig die Treppe hinunter, über den Platz hinlief und auf den Tritt des Wagens ſprang. Sie gab dem alten Herren die Hand und ſagte: grüß Dich! ei wie geht Dir's denn?— Dies Alles ging ſo ſchnell vor ſich, daß weder der Herr Bürgermeiſter zu Pferd noch die Frau Bürgermeiſterin zu Fuß ſie zurück⸗ halten konnte. 5 Ich ſollte Dir eigentlich hier dies Ding herſagen, fuhr Anne eifrig fort; aber ich kann's nicht, die liebe Frau Bürgermeiſterin wird recht böſe ſein; aber ich freue mich ſehr, daß Ihr da ſeid. Die ganze Verſammlung ſtand in ſtummer Bewun⸗ derung, die Frau Bürgermeiſterin ſtand knixend, und ihr Mann entſchuldigend am Wagen. Zu noch größerer Ver⸗ wunderung aber fuhr der alte Herr zärtlich über Annens Stirn und ſagte freudig: Biſt Du denn hier, du liebes Kind? ich wollte eben zu Dir nach der hohen Lies.— Dann wandte er ſich freudig zu den Naheſtehenden, den Grund ihrer Verwunderung erkennend, erzählte er ihnen in kurzen Worten das kleine Abenteuer, das ihn im ver— gangenen Winter von der Braunſchweiger Seite her ſo tief in den Harz geführt, und daß er heute nur den klei⸗ nen Umweg beabſichtigte, um Annen und der Großmutter ſeine dankbare Anhänglichkeit zu zeigen. Zugleich aber er— klärte er auf des Bürgermeiſters Anfrage, die Feierlich— keiten in Empfang nehmen zu wollen. Anne aber mußte ſich gleich zu ihm ſetzen und Hubert, ein junger Förſter, der wie immer auch heute ſein Begleiter war, nahm den Platz ihnen gegenüber ein. In aller Eile ließ Anne ſich vom alten Herrn das Verſprechen geben, daß er ſie mit⸗ nehme nach der hohen Lies, zugleich aber müſſe er aus⸗ machen daß ſie nie wieder hinunter brauche von den Ber— gen. Sie war herzlich froh darüber und als Thekla jetzt mit kunſtgerechtem Knix hervortrat und einen gewaltig langen Triller ſchlug, da ſagte ſie zum alten Herrn fröh— lich: Kennſt Du daß? das nennen ſie hier ein Triller; ich konnt' es aber nicht lernen.— Darauf erſcholl das 18 Gott Gewehrfeuer der Schützen, dazu das Hurrah der Verſam⸗ lung, und der hohe Herr fuhr grüßend nach allen Seiten mit Anne und Hubert in den Wald hinein. 0 Oben im Gebirgsdörfchen verließen ſie den Wagen und traten alle drei den Weg zu Fuße an. Das Abend⸗ roth ſchien durch die Tannen, das Brockengebirge ſchim— merte in roſigem Duft. Der Vollmond ſchwebte drüben auf dem Buchenwald und zitterte im ſchnell hinlaufendem Wieſenbach. Die hohe Lies lag friedlich in der Dämme— rung, bläulicher Rauch ſtieg grade aus dem kleinen Schorn— ſteine und zerfloß am Abendhimmel, und das Geläute der Heerden tönte ſanft herüber. i O wie froh bin ich, rief Anne, und ſprang uber den kleinen Steg des Baches: hier möcht' ich nie wieder fort! Ich auch nicht, ſagte Hubert, und Anne ſchlug die Augen nieder. Ja, denke Dir, dem Hubert hat es hier ſo wohl gefallen, er möchte hier bleiben, da er aber nicht Platz hat bei Euch, ſo habe ich ihm dort drüben im„grünen Grund die Förſterei ausgemacht. Wenn Du nach der Seite hin Deine Kühe treibſt, erſchrick nicht, hörſt Du ſeine iW knallen.* Im nächen Herbſt kam Vetter Wilhelm wieder, er— hielt aber kurzen Beſcheid. Die Großmutter ſah ein, daß Anne, ein wunderliches Mädchen, da unten in die Welt nicht paſſe. Ihr Reſt von Bauernſtolz wollte ſich zwar erſt in den Gedanken, daßk Anneznur eines Jägers Frau werden ſollte, nicht fügen, aber die vom Schickſal geprüfte Großmutter ſah ein, daß aller Ueberfluß eines Bauernho— fes und Reichthum und Anſehen vor den Menſchen den Frieden nicht geben, der glücklich auf Erden und im Him⸗ mel macht. Dies Geſchichtlein endet mit einem alten Liede: Es blies ein Jäger wohl auf ſein Horn, Trara, trara, trara. Und ſchweigend ging er durch Dickicht und Dorn, Trara, trara, trara. Er ſchoß weder Haſen, noch Hühner, noch Reh; Denn ach, es that ihm im Herzen ſo weh— „Trara, trara, trara— Seitdem er die Jägerin ſah. Des Jägers hellſchmetternder Hörnerklang, Trara, trara, trara. Dem Mädchen daheim in die Seele tief drang— Trarq, trara, trara. Sie ging hinaus in den grünen Wald, Hinaus wo des Jägers Hüfthorn erſchallt— Trara, trara, trara— O Jäger, Dein Liebchen iſt da, Er drückt ihr die Hände ſo weich und ſo zart, Trara, trara, trara. Er küßt' ihr die Lippen nach Waidmanns Art, Trara, trara, trara. Du roſiges, ſchönes Mägdelein, Sag, wollteſt Du wohl die Jägerin ſein? Trara, trara, trara— Das Mädchen ſagte Ja. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. d νι Immobiliar-Verſteigerung. (2049) Dienſtag den 3. Februar k. J., Vor⸗ mittags 11 Uhe, werden in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe des dahier verſtorbenen Joh. Gerſter gehörenden Immobilien, beſtehend in einem Viertel Wohnhaus, Stall und Gärtchen, in der Vorſtadt zum Garten gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert. ö Friedberg den 18. Dezember 1851. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung, (49) Auf Verfügung Großh. Landgerichts dahier ſollen Montag den 19. und Dienſtag den 20. l. M., jedesmal von Vormittags 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, ſämmtliche Mobilien des Gottfried Zell und Carl Beckers Wittwe, beſtehend in: ö 1) Kupfer, Meſſing, Zinn, Blech und Eiſen⸗ geſchirr, 2) Porcellan, Stein, Glas und anderes Ge⸗ ſchirr, 3) Bettzeug, 4) Handwerksgeſchirr, 1 1 as be bags Be I che 10. 0 Elben ct befahl, 5 Slick E ud 1% 6 Stüc Ei und 8 d 2„ 13 Klafter g 19 7 Slick ei 1½ Klafter N Stück eic W bi J After E 3„ E 13½ Sh 577 Windeit Be (35) Es n ſiß gebracht, am hieftgen krrichtet und 9 dec nm a bei d biſſht: 5 a) als Eich Schmidt b) ads Erh Inne olaf bird in 1 3 gag beſtimm. Altenffaz ers Frau geprüfte auernho⸗ hen den im Him⸗ ede: 5) Tiſche, Stühle und ſonſtige Hausgeräth— 5 ſchaften, meiſtbietend gegen gleichbaare Zahlung verſtei— gert werden. Butzbach den 7. Januar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 1 Kraus. Holz-Verſteigerung. (13) Donnerſtag den 22. Januar l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Freiherrl. v. Ritter'ſchen Walde bei Hof Haſſeleck nach⸗ ſtehendes Holz öffentlich an den Meiſtbietenden, unter den vorher bekannt grmacht werdenden Bedingungen, verſteigert werden: 5 27 eichene Bauſtämme, circa 3614 Cubik— fuß enthaltend, 1 Buchenſtamm, 13 Cubikfuß enthaltend, 1 48 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 18„„ Prügelholz, 1275 Stück eichene Wellen, 3525„ Backwellen und 4500„ tannene Wellen. 2 Die Zuſammenkunft iſt auf dem Hof Haſſeleck. Friedberg den 5. Januar 1852. In Auftrag Faatz. Bekanntmachung. (18) Dienſtag den 20. d. M., von Vormit⸗ tags 9 Uhr an, wird bei dem Gaſtwirth Mör⸗ ſchel in Erbſtadt folgendes Gehölze aus dem Erbſtädter Staatswalde öffentlich meiſtbietend verſteigert, als: IJ. Schlag Tiefeſee: 1 Stück Eichen⸗Streckholz von 16“ und 15“ mittlerem Durchmeſſer, 6 Stück Eichenſtämme von 15 bis 41“ Länge und 8 bis 11“ mittlerem Durchmeſſer, 7 Erlenſtämme von 48 bis 64“ Länge und J 10 bis 13“ mittlerem Durchmeſſer, 16% Klafter Buchen⸗Scheitholz, n„ Aſtprügelholz, %„ Eichen- und Erlen⸗Prügelholz, 12½ Schock Buchen⸗Zopfreis, 2„ ſonſtiges Laubholz⸗Zopfreis, 13 Klafter grüne Laubholz⸗Erdſtöcke. II. Schlag Kieferſtück: 7 Stück eichene Wagendeichſeln, 8„ Wagenleiterbäume, 7 Klafter Buchen⸗Stammprügelbolz, 27 Eichen⸗Prügelholz, 77% Schock Buchen⸗Schneidelreis, 2 57 Eichen⸗ 17 81„ſonſtiges Laubhols⸗Zopfreis, ½ Klafter grüne Laubholz. Erdſtöcke. III. Schlag Raubſchloß. 2 Stück eichene Wagendeichſeln, 12„ buchene Langwieden, 3 Klafter Stamm⸗Prügelholz, 2 Eichen⸗Mlgelholz, 13½ Schock Buchen⸗ und 57„ Eichen⸗Schneidelreis. Windecken am 2. Januar 1852. Kurfürſtlich Heſſ. Renterei daf. Deichmann. Bekanntmachung. 35) Es wird hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht, daß mit höherer Genehmigung am hieſigen Orte eine Communal⸗Faß⸗Eiche errichtet und vom 1. d. M. an in Wirkſamkeit geſetzt worden iſt. Das bei dieſer Anſtalt angeſtellte Perſonal heſteht: a) als Eichmeiſter: Küfermeiſter Heinrich Schmidt dahier, 5) als Erheber der Gebühren: einnehmer Kunckel dahier. Vorläufig und bis auf weitere Bekanntmachung wird in jeder Woche der Mittwoch, als Eich⸗ tag beſtimmt. Altenſtadt den 6. Januar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Kreuder. Länge Gemeinde⸗ 4 19 8 Garten ⸗Verſtei gerung. (61) Mittwoch den 28. Januar d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe die Hälfte des unten beſchriebenen Philipp Schmidt'ſchen Gartens, nämlich von Pag. 133. No. 7. 78,6 Klafter S 40 Ruthen Garten in der 4. Gewann bei der Langgaſſe an Joh. Steinhäußer, gibt in die Stadtkirche 11 ¼ kr., die Hälfte mit 39,3 Klafter— 20 Ruthen, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 15. Januar 1852. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. 1 Mobilien-Verſteigerung. (62) Montag den 26. Januar d. J., Vor⸗ mutags 9 Uhr anfangend, werden in hieſigem Rathhausſaale auf freiwilligen Antrag der Herrn Gebrüder Simon zu den drei Schwertern da⸗ hier verſchiedene, zum Nachlaſſe ihres ſeel. Herrn Vaters gehörigen Gegenſtande, als: eine ſehr gute Doppelflinte, verſchiedene gut erhaltene Jagdrequiſiten, eine feine DFlote mit 3 Mittelſtücken, 1 Perſpectiv, eine Sammlung ſehr guter Meerſchaum⸗, Oel⸗ und Porcellanpfeifen, theils mit Silber beſchlagen, verſchiedene Stöcke, Brillen, Tabaksdoſen, eine Fiſchbeinpeitſche, eine Windbüchſe, ein kupferner Deſtillir-Apparat und ſonſtige Gegenſtände, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Gleichzeitig werden in dem obigen Verſtei⸗ gerungstermin noch verſchiedene andere Gegen⸗ ſtände, als: Tiſche, Stühle, Bettſtellen, Schranke und dergleichen mitverſteigert, wozu Steiglieb— haber hiermit eingeladen werden. Friedberg den 15. Januar 1852. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung eines Lindenbaums. (63) Mittwoch den 28. Januar d. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, wird an Ort und Stelle im Auguſtiner Schulgarten dahier ein daſelbſt gefällter ſehr ſchöner Lindenſtamm von 24 Fuß Länge und 16 Zoll Durchmeſſer, welcher ſich beſonders zu Werkholz eignet, öffenltich meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 15. Januar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Fruchtverſteigerung. (64) Mittwoch den 21. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, werden im hiefigen Rathhauſe von den Fruchtvorrätben des vereinigten Armenfonds dahier 60 Malter Korn und 20 Malter Gerſte, zweimalterweiſe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 15. Januar 1852. Der Großh. Heſſ. Burgermeiſter Ben de Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Gießen. (65) Dienſtag den 20. d. M., des Vormittags um 9 Uhr, ſollen auf dem Sectionsbüreau da⸗ hier die bei Fertigung eines Theils der Einfrie— digung des hieſigen Bahnhofs entſtehenden Ar⸗ beiten, und zwar Maurerarbeit, veranſchlagt zu 1 Schloſſerarbeit,„ 1. Weißbinderarbeit,„„ 17„ durch öffentliche Verſteigerung vergeben werden. Zeichnungen und Voranſchläge können auf genanntem Büreau eingeſehen werden. Gießen am 12. Januar 1852. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeyer. 74fl. Arbeits ⸗Verſteigerung. (66) Mittwoch den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll der ſich noch dahier befindliche alte Thurm(die ſog. Oberpforte) öffentlich an den Wenigſtnehmenden im hieſigen Gemeindehauſe zum Abbrechen in Accord gegeben werden. Rodheim den 12. Januar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter n NN* Privat Bekanntmachungen. Ein vollſtändiges Logis. (42) Mein Hinterhaus in der Engel aſſe welches ſehr bequem eingerichtet iſt, bin d 95 ſonnen zu vermiethen und kann daſſelbe bis den 1. April l. J. bezogen werden. Friedberg im Januar 1852. Philipp Werner, Apotheker. Gutla-Percha-Firniss. (110 Mit dieſem neuen praktiſchen Mittel, das Beſte für Conſervirung des Leders, kann man billig alles Schubwerk vollkommen waſſer⸗ dicht machen, und ſomit allem Unwohlſein und vielfachen Krankheiten, welche in Folge naſſer und erkälteter Füße entſtehen, ſicher vorbeugen. Denſelben 1555 in Töpfen mit Gebrauchs⸗ Anweiſung à 18 kr. Friedberg. P. F. Schmittner. Zu eren, (45) Wegen Aufgabe meiner Oeconomie habe ich 2 ſtarke, zugfeſte Pferde nebſt Geſchirr und 1 e mit allem Zugehör billigſt abzu⸗ geben. Ortenberg im Januar 1852. Georg Kees. Verſteigerung. (58) Dienſtag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, iſt der Unterzeichnete geſonnen: 3 fahrbare Kühe, 2 Rinder, welche träch⸗ „tig und 1 Rind, nicht trächtig, freiwillig erbvertheilungshalber zu verſteigern, wozu er Steigliebhaber höflichſt einladet. O bererlenbach den 10. Januar 1852. Dietrich Rühl, Schmiedmeiſter. In Nr. 4 ſtand irrthümlich Oberrosbach ſtatt Ober⸗ erlenbach und Kühl ſtatt Rühl. Empfehlung. (67) Unterzeichneter empfiehlt ſein reichhalti⸗ ges Lager in Pfeifen, Stöcken, Tabak und Ci⸗ garren. Außerdem hält er ſich zu geneigten Aufträgen auf Gravirarbeiten aller Art, die auf's Sorgfältigſte und Prompteſte ausgeführt werden, beſtens empfohlen. Friedberg im Januar 1852. Jacob Starck, Drechslermeiſter und Graveur, gegenüber dem Hotel Trapp. Lehrlingsgeſuch. (68) Ein junger Meuſch wird bei einem Schreiner in die Lehre geſucht. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Eine freundliche Wohnung, (69) im Dachſtocke meines Hauſes, iſt zu vermiethen. Friedberg. Ruths. Zu verpachten. (70) 1 Viertel 35 Ruthen Garten an der Barbaragaſſe hat zu verpachten 325 A. Feiling. Zu vermiethen. (71) Ein ſehr freundlich möblirtes Zimmer für einen einzelnen Herrn iſt zu vermiethen bei Peter Decher. r ſonders billige Behandlung zugeſichert. — 2 0 5 Die berühmten Dieffenbach' ſchen Punſcheſſenzen!! (2079) nach Liebig's Zeugniß:„bis jetzt unübertroffen!“ ſind an⸗ gekommen und iſt das Haupt⸗Depot für Friedberg und Umgegend nur allein bei Wilhelm Fertſch. Hessischer Hof in Darmstudl. (72) Aufgemuntert durch die freundlichſte Anerkennung, welche ſich ſeit mehreren Jahren dies Gaſthaus ſeit der Uebernahme durch den Unterzeichneten zu erfreuen hat, erlaube ich mir daſſelbe beſonderer Berückſichtigung zu empfehlen. Den Herren Candidaten zum Staats⸗Examen beſonders bequem gelegen, gegenüber dem Prü⸗ fungslocal, wird bei längerem Aufenhalt die aufmerkſamſte Bedienung und be— Carl Gaulé. Maskenball bei Gerlach. Die Großh. Heſſiſche Regierungs⸗Commiſſion (73) hat auf gehorſames Anſuchen dem Unterzeichneten die Genehmigung er⸗ theilt, auch in dieſem Winter einen Maskenball in ſeinem Lokale zu veranſtalten. Derſelbe findet unter der im vorigen Jahre ſo glänzend bewährten Leitung des bereits hier angekommenen Tanzmeiſters, Herrn Moſeler ſtatt am Sonntag den 1. Februar d. J. und iſt aus dem, der Subſcriptionsliſte beigelegten Programme das Nähere zu Zu zahlreicher Theilnahme ladet höflichſt ein erſehen. Friedberg im Januar 1852. Guſtav Gerlach. (7) Auf bevorſtehende Maskenbälle Große Ausſtellung bei Unterzeichnetem in Larven, Naſen, Brillen, Bärten und ſonſtigen famoſen Geſichtern für Schnack, Spaß, Schwank und Utz zu den billigſten Preißen. Friedberg im Januar 1852. Heinrich Diehl, Wohnung bei Herrn Fruchthändler May. Zu verkaufen. (15) Ein Paar zugfeſte Ochſen von 4 Jah⸗ ren ſind zu verkaufen bei Utphe im Januar 1852. Eliſe Walther, geb. Wacker. Zu vermiethen. (76 Ein Logis für eine einzelne Perſon, oder eine kleine Familie iſt zu vermiethen bei Friedberg. Joh. Hanſtein UI. neben der Poſt. Echte ungariſche Pferdeteppiche (77) neu angekommen bei Friedberg. Mayer Schwarz. Zu vermiethen. (78) Ein Logis in unſerem(ehemals Lorenz'⸗ ſchen) Hauſe iſt zu vermiethen. Gebr. Simon. Hotel Trupp. 079) Sonntag den 18. d. M., Nachmittags Harmoniemuſik, ausgeführt durch den hiefigen Mufikoerein. a L. C. Trapp Nachfolger. Mit geſottenen Faſtenbretzeln (S0) empfiehlt ſich F. W. Reuß. Todesanzeige. (81) Dem Allmächtigen hat es gefallen, am 11. Januar d. J. unſere geliebte Gattin und Mutter, Eliſabetha Finkernagel, geb. Daniels, in ihrem 50. Lebensjahre durch den Tod in das beſſere Jenſeits abzurufen. Freunden und Bekannten widmen wir dieſe Anzeige mit der Bitte um ſtille Theilnahme. Gleichzeitig danken wir Allen, welche die Hingeſchiedene während ihrer Krankheit beſuchten und Denen, die ſich bei der Beerdigung betheiligten. Friedberg. J. Finkernagel und Kinder. Todesanzeige. (82) Dem Allmächtigen hat es gefallen, un⸗ ſern älteſten Sohn Adam am 7. Januar d. J. zu Kreuznach nach 1 1tägigem Krankenlager im 22. Lebensjahre in ein beſſeres Jenſeits abzu⸗ rufen. Die trauernden Eltern zeigen dies allen hiefigen und auswärtigen Freunden und Be⸗ kannten hierdurch an und bitten in ihrem tiefen Schmerze um ſtille Theilnahme. Friedberg am 11. Januar 1852. Ludwig Neiſel. Helene Neiſel, geb. Henrich. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 2. Sonntag n. Epiph. den 18. Januar. Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Hofmeyer. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Diegel. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Welcker. Fruchtpreiſe. — S l 14. Jan. 9. Jan. 8. Jan. Gattung. Fried⸗ in, Gerns⸗ berg Mainz heim fl. kr. fl. ke f. Waizen pr. Malter 114011 401110 . 55 9 50 911 840 Gerſte„„, 71398 71151 715 Hafer„ 75 3130J—[— 14— Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 17. bis zum 23. Januar. 2 Fried⸗ Buz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. —— kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 24˙3 2 2 7. 6— 1 44„„ 7 14 Lth. Lth — Milchbrod l 14% — Waſſerweck 14 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146 17 Fleiſch⸗ Prei 5 4 pf, pf. 1 Ochſenfleiſch 11— 11— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 8— 17 „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7 192 „ Kalbfleiſch 6—1 6— 1„„ gemäſtetes— „] Schweinenfleiſch 11— 1111— „ Hammellleiſch 7— 71— 17 Schaaffleiſch 5——— „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 12— „Bratwurſt 16— 14— „ Schwartenmagen 16— 14— „Geräucherter Speck 20— 20— 7 Schinken 14.— 144— „ Dörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „Nierenfett 181— 116— „ Hammelsfett 116— 6 Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeſſter Bender. Ker au ß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Binderna gel in Friedberg. r f J. 7 i bart 9 fir ein R Th. nitten 10„Un hant ſagt Zu ſchreibt ib nem Beſuc die Medizj dizin mag fer, das h fand:„ Amen.„ * eine Vun deihen ka wieder ii es freudig des verg würdige 6 der aus e Beitrag v As bei de galten 15 der o geſchah Guſtav⸗ Samen-. Beiſtande lezt ſchon men, nich