ntelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Negierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. 51. Mittwoch den 14. Juli 1852. Amtlicher Theil. f Die Großherzoglich Heſſiſche. Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks 50 Friedberg in die Gr. Bürgermeiſter, ſowie an die Gr. Gens⸗ darmerie des Regierungsbezirks. betreffend: Die Unterſuchung gegen Franz Jakob Bloöſinger von Beusheim wegen Betrugs und Schriftfälſchung. Sie erhalten hierdurch den Auftrag, auf den Rubri⸗ aten ganz genau zu fahnden und ihn im Betretungsfalle zu verhaften und hierher abzuliefern. Friedberg den 8. Juli 1852. berg und Nußhuh am 16. Juli. dried. Oz, Arat. Ouvrier. kr. pf. 1 2 3 31 21 0 Vom Kaffe und Kaffetrinken. 6 Ur Von W. O. v. Horn. tb] 2 f 7 1 Das iſt wieder einmal etwas für Euch, ſagte lachend 14% er Gevatter zu den Frauen und Mädchen, die ſo fleißig 1 %%% th pannen, denn Ihr ſeid doch die Kaffefraubaſen. 6 Das Kathrinchen war immer fir mit dem Mäulchen und ſagte: Seht mal an! Lautet das nicht grad, als ob 105 12 Die Männer nicht auch mit Pläſir ihr Schälchen tränken 3-und auch ein halbes Dutzend? Wenn jetzt der Kaffekeſſel 1 7. erein käme, ich wette Hundert gegen Eins, Ihr wäret auch dabei und vielleicht der Erſte Haſt recht, ſagte des 5/60 Bevatters Frau. 9 19 Nun, lenkte er ein, es iſt auch nichts Uebles und 5—— über dem Rhein, in der Stadt Gießen, da iſt Einer, der dun 1 4 iebig heißt, der Einer von denen iſt, die Alles ausknö⸗ * 6 heln, der hat gefunden, daß der Kaffe gar viel Ernäh⸗ „ 2 2 rungskraft hat. ene Dazu hätte man auch noch keinen Profeſſor nöthig 40 7 zehabt, ſagte der alte Schmiedjacob. Wovon haben ſich dvenn die Leute Anno 1817 und im letzten Hungersjahr ernährt? Das Brod war ein ſeltener Vogel damals, und 16—6½ foſtete ſoviel, daß man es nicht erſchwingen konnte, es zu kaufen. Kartoffeln gab's Anno 1817 auch wenig und i e Bumm letzten Hungersjahr faulten ſie den armen Leuten weg. b 4141 Was blieb da übrig, als Kaffe? Den tranken die Leute — denn Milch gab ihnen ihr Vieh und zu ſchmelzen brauchten ſie ihn nicht— Morgens, Mittags, vier Uhr und Abends. Wenn er auch nicht wiederhielt, wie derbe, kräftige Koſt, ſo ernährte er eben doch und erhielt das arme Leben, bis es wieder neues Brod gab. Darum ſollen wir Gott von Herzen dafür danken und Denen, die ihn in's Land gebracht haben. Ich glaub' davon will uns der Spinnſtubenſchreiber etwas erzählen! Leſt's mal, Gevatter. Und der las denn zuerſt vom Baume, der den Kaffe oder vielmehr die kleinen Bohnen trägt. Der Kaffe— baum iſt zu Hauſe, wo er wild wächſt, und das iſt in dem ſogenannten glücklichen Arabien. Ex iſt aber, ſeit der Gebrauch des Kaffe's bekannt und beliebt unter den Leu— ten wurde und ſein Extrag ein ſchönes Geld einbrachte, faſt in allen heißen Ländern der Welt mit mehr oder we— niger Erfolg gepflanzt worden. Er wird in ſeiner Heimat an zwanzig Fuß hoch und gewinnt eine entſprechende Dicke des Stammes. Seine Blätter ſind länglich und eiförmig, vornen aber ſpitz und von einer glänzend dun⸗ kelgrünen Farbe. Wo die Blätter mit ihrem Stielchen an den Aeſten feſtſitzen, da kommen die ſchneeweißen Blüthen in kleinen Büſcheln hervor. Aus dieſen entwickelt ſich dann die Frucht, die in einer hautartigen Umhüllung zwei, mit der flachen Seite wider einander liegende Kerne, die be— kannten, ſogenannten Kaffebohnen, enthält. Der braune Kaffe iſt aus Aſien, der grünliche aus Amerika. Dieſer iſt aber ſchlechter, als der braune. Damit wird aber nun von den Kaufleuten große Spitzbuberei getrieben. Sie färben nämlich den Kaffe braun und grün und dieſe Farbe iſt oft ſehr ſchädlich für die Geſundheit. Um Euch davon zu überzeugen, ob die Farbe des Kaffe's ächt oder gemacht iſt, dürft Ihr ihn nur in heißem Waſſer waſchen. Dann geht die geſchmierte Farbe ab und das ſolltet Ihr Frauen und Maͤdchen bei allem Kaffe thun, ehe Ihr ihn röſtet, weil Ihr ſo die ſchädlichen Färbeſtoffe davon entfernt. Da wir nun wiſſen, wo und wie der Kaffe wächſt und daß er weit über die See zu uns muß gebracht werden, ſo möchten wir denn nun auch wiſſen, wie die Menſchen dazu kamen, ihn zu gebrauchen. Zuerſt aber muß ich Euch noch ſagen, daß die Bohnen von den Arabern Cahuah, von den Perſern Cahwe, von den Türken Cahveh ge⸗ nannt wird, woraus denn unſer Kaffe entſtanden iſt. Mit dem Gebrauche maucher Dinge iſt es aber gar ſeltſam zu— gegangen, daß die Leute drauf kamen. + f Einſt, in früher Vorzeit, zogen arabiſche Hirten mit ihren Heerden am Rande der Wüſte Al⸗Dſcheſira umher, um ihre Heerden zu weiden. Eines Abends ſetzten ſie Reiſenden in der italieniſchen Stadt Venedig bel ſich unter einem ſchönen Baum nieder und zündeten ſich ein Feuer an, um ſich ihre Speiſe zu bereiten und wilde Thiere, die das Feuer ſcheuen, von ſich und ihren Heerden abzuhalten. Wie ſie ſo daſaßen und ſich Geſchichten er⸗ zählten, was die Araber noch viel lieber thun, als wir Deutſche, fielen von dem Baume einzelne reife Bohnen herunter in das Feuer. Wie ſie da röſteten, gab's einen prächtigen Geruch, der den Hirten köſtlich in die Naſe ſtieg. Einer nahm ſo eine Bohne und aß ſie. Da fand er, daß ſie gar nicht übel ſchmeckte. Nun aßen Alle von den geröſteten Bohnen. Bald aber fiel es ihnen auf, daß ſie, ob gleich ſie ſehr müde waren, gar keinen Schlaf bekamen, gar keine Müdigkeit mehr ſpürten und, wenn es eben nicht Nacht und ihre Thiere ſehr müde geweſen wären, gleich wieder hätten weiter ziehen können. Natürlich ſchrieben ſie gleich dieſe belebende, ermun— ternde Kraft den genoſſenen Bohnen des Baumes zu, un⸗ ter dem ſie geſeſſen hatten, und waren damit auch auf der rechten Fährte.„ Am Morgen ſchüttelten ſie den Baum, der ihnen eine Menge ſolcher Bohnen gab, und nahmen ſie ſich mit. Abends roͤſteten ſie ſie wieder und empfanden dieſelbe Wirkung. Als ſie wieder heimkamen, erzählten ſie ihren Landsleuten von der vortrefflichen Wirkung der geröſteten Bohnen, und, da der Baum überall im Lande wuchs, ſo begann man auch bald überall, die geröſteten Bohnen zu eſſen. Endlich kam Jemand,(ich wollte einen Batzen ver⸗ wetten, daß es eine Frau war, denn die ſind pfiffig und ſchlau wie Thorſchreiber!) darauf, die Bohnen zwiſchen Steinen zu zermalmen und zu kochen. Als ſie aber die köſtliche, braune Brühe verſuchten, da war erſt das Rechte gefunden und der Kaffe endeckt. Dieſe Art, die geröſte⸗ ten Bohnen zu gebrauchen, verbreitete ſich nun bald im ganzen Lande. Sie tranken ihn aber ohne Milch und im ganzen Morgenlande trinken ihn die Leute hente noch ſchwarz, thun auch keinen Zucker hinein, wie wir, und trinken ihn doch ebenſo gerne und noch öfter als wir. Um das Jahr 622, nach Chriſti Geburt, ſtand in Arabien der Mohamed auf, und ſtiftete die türkiſche oder die nach ihm ſogenannte mohamedaniſche Religion. Dieſe verbot ihren Gläubigen den Geuuß des Weines und über— haupt berauſchender Getränke. Dieſer Umſtand bewirkte, daß unter allen muhamedaniſchen Völkern der Kaffe, als Erſatz für den Wein, in immer größere Aufnahme kam. So nahm der Kaffe ſeinen Weg der Verbreitung aus Arabien nach Perſien und aus Perſien nach der Türkei. Im füufzehnten und ſechszehnten Jahrhundert gab es dort ſchon Häuſer, wo man den Kaffe ausſchenkte, wie bei uns Wein, Bier und Branntwein, und von Conſtantinopel aus wurden denn auch Italiener, Engländer und Deutſche mit dem Kaffe bekannt. Im Jahre 1554 brachte das Kaffe⸗ trinken in Conſtantinopel eine ſchöne Geſchichte hervor. Die Türken lagen nämlich den ganzen Tag in den Kaffe⸗ häuſern, tranken Kaffe und ſchmauchten ihr Pfeifchen dazu und— vergaßen darüber die Stunden des Gebets in den Moſcheen(ſo viel als unſre Kirchen für uns). Die Ule⸗ ma's oder Geiſtlichen ſchlugen Lärm und beſtürmten den Sultan(türkiſchen Kaiſer), daß er der Hacke einen Stiel fände, damit nicht alle Religion durch die braune Brühe zu Grunde gehe. Der Sultan war ein Pfiffikus. Er legte auf die Kaffehäuſer eine ſchwere Abgabe. Dadurch ſtellte er die Ulema's zufrieden und führte ein ſchönes Stück Geld in ſeinen Säckel; aber das Kaffetrinken hörte damit nicht auf, ſondern kam deſto mehr in Schwung. Es iſt doch in der ganzen Welt ſo, daß das Verbotene beſſer ſchmeckt! Um das Jahr 1591 wurde der Kaffe von länder, bis man ſich daran gewöhnt hatte und ſie gaß Die Spanier, welche damals unter dem wilden Spinoll Erpreſſungen, brachten den Kaffe aus den Niederlanden Rheine niedergelaſſen hatten, und eigentlich Herren dei 00 0 kannt g. tut 0 10 macht, aber vorerſt als Arzneimittel und namentlich nog ee nicht der abgekochte Saft der Bohnen, ſondern der Bläb ter des Baumes; allein ſchnell genug lernte man auch di Brühe von den geröſteten und zerſtoßenen Bohnen kennen und trank ſie, wie die Türken des Wohlgeſchmacks wegen Anfänglich vielleicht nur aus Nachahmung der Morgen köſtlich fand. e Um das Jahr 1620 wurde er am Rheine bekannt die Pfalz verwüſteten durch ihren Religionsdruck und ihr mit. Die Italiener, wie man die aus der Lombarde ſtammenden Kaufleute nannte, die ſich in den Städten an Handels waren, ſchafften bald ſowohl für Spanier, al Rheinländer Kaffe aus Holland herbei, und förderte mächtig den Gebrauch. Im mittleren Deutſchland konnt N er erſt nach dem dreißigjährigen Krieg aufkommen uni nachdem ſich das entvölkerte und verwüſtete Land von dei 10 ccm, Leiden dieſer ſchrecklichen dreißig Jahre erholt hatte. Hier fan Vac her gelangte er auf zweien Wegen. In England kannte 1— man ihn und ſeinen Genuß auch ſchon ſeit etwa 1620 bis 1625, aber als Seltenheit. Erſt im Jahre 1652 wurde in London das erſte Kaffehaus errichtet, wo man für Gel Kaffe ausſchenkte, und zwar von einem Griechen, deiff Pasquino Giorgio Jaid hieß, in der Lombardſtraße wohnte wurde. Von hier aus kam, eines Theils über Hamburg Arbeits- B. zur See, andern Theils über Land durch die Moldal 15 1— 10 ½ uhr, n 5 1 0 bel, hundert Jahre früher, als in Sachſen, bekannt wurde, Acne dennoch keine Spur von Kaffehäuſern in der damaligen 0 Scrunmarbel, 0 Manirarbeit, 0) Chaufſrarbeit, 0) Seiaßr von M Butzbach den 8. Der Gt Deſentliche Kaffe 2 Gulden 24 Kreuzer und es hieß, wie bei der(1090 d. von der Madam än gute Kaffe! 8 Jetzt—? Welcher Unterſchied! Bedenkt einmal, daß im Jahre 1817 in Europa 160 Millionen Pfund Kafſe eingefuhrt wurden; im Jahre 1827 aber ſchon 185 Mil⸗ lionen Pfund, von denen Deutſchland allein 45 Millonen Pfund verbrauchte, und daß im Jahre 1835 die ungeheurk Summe von 210% Millionen Pfund in Europa verbraucht worden iſt. Da konnte denn doch manch' Täßchen getrun— ken werden, zumal wenn man bedenkt, wieviel Cichorie,(1108) befor Möhren, Gerſte, Korn und andres geſchmiertes Zeug mit nach allen drunter rutſchte! Im Vertrauen geſagt, ich trink' ihn auch Baleſugung b gerne, aber rein, ohne die genannten Schmierereien; güßeren Anzah. wer kann aber dafür, wenn Einem die Frau ſo heimlich] Gepick wird de einen ſolchen Streich ſpielt? Die Beſte macht ſich mi kümmenm. dem Kaffe kein Gewiſſen draus. Ich glaube, ſie denken:“ 5 Es gibt als etwas mehr Brühe, und ich will nicht unteſ, 4 28 ſuchen, wem zum Vortheil! So geht's uns armen Männern! chte Sache N 1. Spinde en öriedberg ein 0 be 4 nun dun; 5. Ae dne von 15 d NN Hofraithe⸗Verſteigerung. e 0) Donnerſtag den 29. Juli, Vormittags W 0 uhr wird in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe alte und g ends pieſigen Burgers Ferdinand Volp, nämlich: ſie ga Gemarkung Burg Friedberg: g. und No. 88“// Hofraithe als Wohnhaus ne bekam, und Stall an Margretha Schneider, dekannthentlich meiſtdietend verſteigert. Friedberg den 14. Juni 1852. In Auftrag:. Großh. Heſſ. Landgerichts died 1s der Lerlanze Der Großh. Heſſ. Bügermeiſter n den Stomban Bender. lic Henan Edictalladung. ſur Spa nen 1089) Die dem Herrn Fürſten Ferdinand ei, mier, al“ Solms⸗Braunfels in der Gemarkung Ob⸗ de und fordertenrnhofen zuſtehenden Grundrenten, im jährli⸗ utſchland tomtzen geſetzlichen Geldanſchlage von 331 fl. 40 kr. beſtehenden geſetzlichen blr., ſollen nach den werden. Es werden aufko tete— unfeſtimmungen abgelöſt 1 we rbol von depsbald alle, bei dieſer Ablöſung Betheiligten, golt hatte. Hierdekannte und Unbekannte, hiermit aufgefordert, England kanntice etwaigen Rechtsanſprüche um ſo gewiſſer t etwa 16. lt nerhalb zwei Monaten bei dem unterzeichne⸗ f 0 bi Gerichte anzumelden, als widrigenfalls die zahlung des Ablöſungskapitales mit 5630 fl. 3½ kr. an den genannten Herrn Berechtigten n Gliechen, keßftatet werden wird. dardſtraß Hungen am 12. Juni 1852. g dſtraße wohnte f Großh. Heſſ. Landgericht einreicher Man Hofmann. us üder 5 5 N. Hambur Arbeits-Verſteigerung. N ich die Mold 113) Donnerſtag den 15. Juli, Vormit⸗ affe nach Sachſen 8 10 ½ Uhr, ſollen auf dem Bureau des Un⸗ das Jahr 100 tzeichneten nachfolgende Arbeiten an den Wenigſt⸗ chtet, das 700 ehmenden öffentlich verſteigert werden: 8 1) Maurerarbeit, veranſchl. zu 356 fl. 27 kr. cbaum“ heſtch. 2) Steindauerarbeit,„„ 152, 6 daßte diet daſt in 3) Schloſſerarbeit,„„ 177„ 10 „ bekannt wur, 2 Dachdeckerarbeit,/„ 20 e in der damali 5) Weißbinderarbeit,„ 52„ 32„ 1 Auigg 6) Schreinerarbeit,„„ 20„—„ 9 2 kam auh, 7) Vergolderarbeit,* 18„236„ . Erſt ſeit 1600 8) Planirarbeit,„„ 14%—„ den Zustande vn 9 re 3 5 2 1 1 ie Frauen, welch 10) Beifuhr von Materialien, 8. Juli 1852. Heſſ. Bürgermeiſter rau ß. a f Butzbach den ſehr beförderten 2 5 Der Großh. K Napoleon allen Oeffentliche Aufforderung. foſtete das Pfund (1090) Die von Fauerbach II. gebürtige und ieß, wie bei der 221 im Jahre 1848 zu Berlin verſtorbene Katharina Rudolph hat am 8. Juli 1846 30 fl. in das hieſige Matbildenſtift eingelegt. Das darüber ausgeſtellte Einlagebüchelchen iſt jedoch verloren gegangen. Auf Anſtehen der Erben derſelben werden Alle, welche Anſprüche daran zu bilden glauben, aufgefordert, ſolche innerhalb zweier Monaten, von heute an, dahier geltend zu machen, widrigenfalls das Einlagbüchelchen für erloſchen erklärt werden wird. Friedberg den 24. Juni 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. Edictalla dung. (1167) Der Schweinehändler Marcus Spiel⸗ mann dahier hat ſeine Inſolvenz angezeigt und ſich bereit erklärt, ſein Vermögen an die Gläu⸗ biger abzutreten. Es werden deßhalb die ſämmtlichen Gläubiger des Genannten aufgefordert, im Termin den 13. Auguſt l. J., Vormittags 9 Uhr, bei dem unterfertigten Gerichte ihre Forderungen unter Vorlage etwaiger darüber ſprechenden Ur⸗ kunden anzumelden, über die Beſtellung eines Maſſecurators ſich zu einigen und des Güte⸗ verſuchs zu gewärtigen, bei Meidung der Nicht- berückſichtigung, beziehungsweiſe der anzuneh⸗ menden Einwilligung in den Beſchluß der Mehrzahl der erſchienenen Gläubiger, wobei bemerkt wird, daß vorläufig der hieſige Bürger Carl Spiel⸗ mann zum Maſſecurator beſtellt worden iſt. Windecken den 29. Juni 1852. Kurf. Heſſ. Juſtiz⸗Amt Schenck zu Schweinsberg. Mobiliar⸗Verſteigerung. (1168) Mittwoch den 21. Juli d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, werden auf freiwil⸗ ligen Antrag der Frau Heinrich Müller II. Wittwe dahier in deren Bebauſung nachverzeich⸗ nete Gegenſtände, als: 32 Stückfäſſer, 4 Zu⸗ laſt, einige Obmfäſſer und mehrere kleine Fäſſer, ſodann 1 Ladentiſch, 1 einſerne Metzgerrahme, 1 Brühtrog, 1 Schragen, mehrere Hauklöße, 2 Obftpreſſen mit meſſingenen Schrauben, 1 Mahltrog, Tiſche, Stühle, Glaswerk und ſon⸗ ſtige Gegenſtände öffeutlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. 5 Friedberg den 12. Juli 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. (1169) Zur Erbauung eines Güterſchuppens auf der Station Friedberg ſollen, auf dem Sektions-Büreau daſelbſt Montag den 19. d. Mts. Vormittags 10 Uhr nachfolgende Arbeiten an die Wenigſinehmenden öffentlich verakkordirt werden: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 210 fl. 13 kr. 2) Steinhauerarbeit,„„ 54% 55„ 3 Zimmerarbeit, 7„ 620„ 59„ 4) Schreinerarbeit, 1„ 71% 14, 5) Schloſſerarbeit,„„ 83„ 06„ 6) Glaſerarbeit,„„ 58„23„ 7) Spenglerarbeit,„„ 48,—„ 8) Weißbinderarbeit,„„ 146„44„ Der Plan, Voranſchlag und den Steigbedin⸗ gungen können täglich eingeſehen werden. Friedberg a 1700 1852. Der Gr. Sektions⸗Ingeni der Sektion Fele Hochgeſand. Bekanntmachung. (1170) Die Gemeinde Petterweil hat nachſtehenden, mit Nummern A Par- tialobligationen den Druck von Zinscoupons fertigen laſſen und können ſolche von den In⸗ habern der fraglichen Nummern, nämlich: Nr. 1, 4, 5, 6, 10, 18, à 500 fl., Nr. 27, 34, 43, 46, 48, 51, 52, 59, à 200 fl., Nr. 64, 71, 76 und 86, à 100 fl., bei dem Unterzeichneten gegen Vorzeigung jener Partialobligationen mit dem Anfügen bezogen werden, daß zugleich auch die Zinſen von dem erſten halben Jahr 1852 bei dem Gemeinde⸗ rechner dahier in Empfang genommen werden können. Petterweil den 8. Juli 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Holtzmann. Bekanntmachung. (1171) Montag den 19. d. M., Vormitags 10 Uhr, ſollen in dem Forſtcaſſelocal dahier von der diesjährigen Erndte circa 380 Cent⸗ ner Eichenlohrinde, guter Qualität, verſteigert werden. Steigliebhaber, welche die Rinde vor dem Termine einzuſehen wünſchen, belieben ſich an die Revierförſter Kalkhof zu Wiedermus und Nies zu Neuhaßlau zu wenden. Meerholz den 8. Juli 1852. Gräfl. Rentkammerſecretariat Glück. Arbeits⸗Verſteigerung. (1172) Künftigen Donnerſtag den 15. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll auf hieſiger Ge⸗ meindeſtube verſchiedene Pflaſtererarbeit, veran⸗ ſchlagt zu 61 fl. 9 kr., wenigſtnehmend ver⸗ accordirt werden. Kleinkarben den 9. Juli 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter St rö bel. ehnen und mach denkt einmal, daf nen Pfund Kaft er ſchon 185 Mi lein 45 Millonin 835 die ungeheunn Europa verbrauch Täßchen getruß wieviel Cichorſſ miertes Zeug m 1 trink' ihn aut u Schmierereien Frau ſo heimlit ie macht ſich m kümmern. nach allen Häfen Nordamerikas. Verkoſtigung bis an den Landungshafen größeren Anzahl von Perſonen werden dieſelben Gepäck wird demſelben dahier übergeben und U von Gießen bis Bremen at ſich der Auswanderer um Nichts als um Zu ver miethen. (1147) In meinem kleineren Hauſe iſt der obere Stock zu vermiethen und kann bis zum 1. September bezogen werden. Friedberg im Juli 1 aube, ſie denken will nicht unte armen Männenf Glück. 160 Zur Illuſtrirten Zeitung werden Mitleſer geſucht. 0 A C. Bindernagel. Bekanntmachung. (4173) Nach Abhaltung der auf den 16. Privat- Bekanntmachungen. Die conceſſionirte Hauptagentur für Auswanderer ron J. G. Appel in Giessen, 41108) befördert bei ſehr bequemer Fahrt in zwei Tagen von Gießen nach Bremen Auswanderer Die Auswanderer werden zu den billigſten Preißen a in Amerika übernommen und beſagen die Bedingungen das Nähere. durch einen zuverläſſigen Mann begleitet; das frei ab Gießen mit Bei einer ſeine eigene Perſon zu be⸗ l. M. Nachmittags anberaumten Verſteigerung von Bureaugegenſtänden der Regierungscom⸗ miſſion wird der Unterzeichnete auch noch meh⸗ rere Mobiliargegenſtände verſteigern laſſen. Friedberg den 12. Juli 1852. Ouvrier, Reg.⸗Rath. „ch Uachricht zwiſchen am 17. Juli das Poſtſchiff Southampton 5 1 5„ Cornelius Grinnell, 1 für Auswanderer nach Ameri SPHCIAL- AGENTUR der 16 regelmäßigen Poſt⸗Schiffe Capitän E. G. Tinker A. T. Fletſcher„ 1200„ 1 von 1500 Tonnen. 91., Victoria E. Champion„ 1200 7 % leg, LU Cant 9 5 F. F. Jaber, 4 1A.„ atri enry E. Habbard„ 2 202„ 1 Independence,„ K. Gordon„ 1200„ e .,„ Margaret Evaus,„ S. Pratt nne f Die Special⸗Agentur der 16. regelmäßigen Poſtſchift zwiſchen London und New⸗York, Carl Ahlborn in Mainz. Haupt Niederlage von ächt engliſchem Portland- Cement (1100) von J. R. Myite& Sons in London, welcher ſich als der beſte bis jetzt bekannte Cement bewährt hat, und wurde in dem Themse- Tunnel und an vielen andern Gebäuden, unter und über der Erde mit dem beſten; Er— folg angewandt. Die Tonne von 440 Pfund koſtet fl. 16. oder fl. 47 per 107 Pfund bei Georg Schepeler in Frankfurt a. M. Nachricht für Auswanderer. Special ⸗Agentur. der 16 regelmaͤßigen Poſtſchiffe zwiſchen . 1 2 N10 1 (1175) Um Mißverſtändniſſe zu verhüten, daß die Spezial⸗Agentur der obigen regelmäßigen Poſtſchiff⸗Linie am 1. Januar dieſes Jahres dem Herrn G. H. Paulſen abgenommen und mir über⸗ tragen wurde. Mainz am 12. Mai 1852. Carl Ahlborn, Special⸗Agent der 16 regelmäßigen Poſtſchiffe zwiſchen London und New⸗Mork. Zu vermiethen. (1178) Ein Logis im erſten Stocke meines Hauſes iſt zu vermiethen. Friedberg im Juli 1852. — Aechtes Klettenwurzel⸗ Oel, à Flacon 30 kr., (1176) anerkannt als das kräftigſte und wirkſamſte Mittel, um den Haarwuchs mächtig zu befördern und bee der Haare ſo⸗ P h. Engel. fort zu verhindern. Vorrätbig bei 10,000 fl. Friedberg. P. F. Schmittner. f 5 (1179) auszuleihen, bei Baruch He ch t. Empfehlung. (4180) Den Herren Civil⸗Staatsbeamten Die Auswanderungsverträge ) werden für Juli und Auguſt 4177 Erwachſene 50 fl., und Kinder 38„ abgeſchloſſen. ö gesch Baruch Hecht, von Gr. Regierung conceſſionirt. durch die ergebene Anzeige, daß ich mit Tuch und Bukskin für Uniformen in den vorſchrifts⸗ die ich zu dem ungewöhnlich billigen Preis von dahier und in der Umgegend widme ich hier⸗ mäßigen Farben beſtens verſehen bin Um 9 neigten Zuſpruch bittend, erlaube ich mir noch die Bemerkung, daß meine Herren Abnehmel 11 ſolider und billiger Behandlung verſichert ſein deff können. f(015) Feng Friedberg im Juli 1852. aan Aut an da 1; i Eheleute ven Seligmann Hirſchhorn ce Concurs Weißen rübſa amen, aeg (4180) bcfeſt gezogen, bei Ne Friedberg im Juli 1852.„ moda sil f i Meidung Ph. Engel. ghlͤſes del dem u Aufforderung,. I nelden und näher (1182) Alle diejenigen, welche noch begrüß⸗ Srostarb dete Forderungen an die Verlaſſenſchaftsmaſſe 3 des hier verſtorbenen Bürgers und Dachdecker⸗ 25 meiſters Chriſtoph Fiſcher zu haben glauben, Immobili ſowie diejenigen, welche noch Zahlungen an 1067) Dient dieſelbe zu leiſten haben, werden hiermit auf⸗ tags 10 Ur, gefordert binnen 3 Wochen von heute an ihre 9 bie honig Forderungen bei den Unterzeichneten gelten zu ih Bender gehör machen und Zahlungen an dieſelben zu leiſten, Gemarkun⸗ widrigenfalls Gläubiger mit ihren Forderungen Ig. 80 Ab. 18 ausgeſchloſſen, Schuldner dagegen gerichtlich 0 6 belangt werden müſſen. N Friedberg den 12. Juli 1852. Fu„ 48 5 Die Curatoren: 9 a.„M 0 . Falk. bffenlich waste Annonce. Itiedberg w (1183) Ich babe eine ſehr große Parihie feinſter franzöſiſcher Kattune für Kleider, Hemden, Ueberzüge ꝛc. erhalten, Bek 12 kr. per Elle erlaſſe. (1133) Da N. C. Haußer, 8 auf dem Römerberg in Frankfurt a. M. Einladung (118 zu einem Zinn⸗Scheibenſchießen, mit Flinten und Büchſen ohne Stecher, wird be! Oberros bach Sonntag den 18. und Mon⸗ tag den 19. Juli bei dem Unterzeichneten ab⸗ gehalten, wobei gut beſetzte Harmonte⸗ und Tanzmuſik anzutreffen iſt; für gute Speiſen, ſowie gute Getränke und reelle Bedienung iſt 5 beſtens geſorgt und ladet hierzu höflichſt ein 0 Oberrosbach den 12. Juli 1852. Georg Ruppel IW. am Ecke in der heller und Fei 20. 207 bezei den 20 Juli, Rahhauſe unte werdenden Bed ſinllchmn Verffe örledberg Immo Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. (4093) f