enz latt fuͤr die 1 Oberheſſen Zntellig Provinz im Allgemeinen, be ie Kreiſe Sri Vilbel und Ni 1 ——— die Kreiſe Friedberg, Vilbe und Nidda 1 a f 10 ö N 8 wovon im Beſonderen. 0 f ah den 5 9 1 chmittnel f 165 4 nittner. e 89. Sonnabend den 13. November 1852.. ing. 9 N Tonnerſag ö 5 Zweifeln und Befürchtungen war Endlich horte ich, daß—— J deſſelden K 5 8 5 E 1 17 1 9 2 m · 1 ch e T 0 E. f die Leute im Hauſe wach wurden; ich ſtand auf, zog mich ehen an, verrichtete meine Morgenandacht und ging dann an 1 1 der! 2 5 1 mein Fenſter, das auf die Arve hinausſah. Ich öffnete 17 ö 13 De f fen t li ch e Na ch r i ch t. es und ſtreckte meinen Kopf hinaus in den Morgennebel, 1 den deen bil-“ 5 um meine brennende Stirn zu kühlen. Plötzlich öffnete 1 dug u Par⸗ Auf Erſuchen des Kurfürſtlich Heſſiſchen Landraths ſich meine Thür, ich vernahm Tritte eines Mannes, es 9 g vetiſcild zu Hanau vom 3. November d. J. wird hierdurch zur öf- war nicht Herr Robert; eine Hand erfaßte die meinige ö N vember 185) fentlichen Kenntniß gebracht, daß während der Hanauer—„Herr Maunoir!“ rief ich. 4 N i 2. i a di bi 6 N f i 1 l. e* Erlaubniß 3 Es war viele Jahre her, ſeit er in unſerem Thale 4 0 0 N geweſen; aber der Schall ſeines Ganges, das Berühren 0 Friedberg den 10. November 1852. ſeiner Hand, und das Freie und Gefühlvolle ſeines Weſens ö Der Großh. Heſſ. Kreisrath ließen mich ihn wiedererkennen. 5 des Kreiſes Friedberg„Er iſt es wirklich,“ ſagte Herr Maunoir mit ſchwan⸗ Müller. kender Stimme zu Einem, der in ſeiner Nähe war; es f Sie erinnern ſich, was 3. erſetzen; Euer Gebrechen iſt nicht erblich. Empfange 1 welches von meinen Segen, Gervais, und Du, meine Eulalie! Danke glaubte, daß er das ewige Jenſeits meinte, wo die Augen 3 4 2 l Gott und träume von morgen, denn das F., das der Blinden ſich öffnen werden und keine Blindheit mehr iſt. 1 n morgen über uns aufgeht, wird ſelbſt für Blinde ſchön„Meine Mutter brachte mich, wie gewöhnlich, hierher, 1 8. denn ſeyn.“ aber Eulalie war noch nicht da; ſie blieb länger aus, als 6 267„Eulalie umarmte ihren Vater, dann mich; zum ſonſt. Ich konnte nicht begreifen, wie das zuginge. Mein N fim u. M. erſten Mal berührten meine Lippen die ihrigen. Dies armer kleiner Puck ging ihr entgegen, kehrte aber bald 14 Am Ende ſing er an ſo heftig zu ö Bahn für ban 1 1 dernagel. „ —— Der Blinde von Chamouny. Eine Reiſeerinnerung von Charles Nodier. (Fortſetzung.) „Warum ſollte es nicht ſo ſein, wie Ihr wuͤnſcht?⸗ ſagte er, und umarmte uns mit mehr als gewöhnlicher Wärme und Innigkeit;„warum nicht? Ich bin nicht reich genug, um Euch Diener und Freunde zu verſchaffen. Ihr werdet Kinder haben, die Euch Euren alten Vater Glück war zu groß; ich glaubte, das Herz, das es nicht faſſen konnte, würde zerſpringen! ich wünſchte in dem Augenblick zu ſterben, aber ach! ich ſtarb nicht. Ich weiß nicht wie Glück auf Andere wirkt, aber mir fehlte Hoff⸗ nung und Ruhe. Ich konnte nicht ſchlafen, oder vielmehr ich verſuchte gar nicht zu ſchlafen; denn es kam mir vor, als ob es eine Vergeudung der Zeit ſei, und eine Ewig⸗ keit ſchien mir nicht lang genug, um das Glück, das mei⸗ ner wartete, zu genießen; beinahe wünſchte ich die Ver⸗ gangenheit zurück, die, obgleich ſie des entzückenden Rauſches des gegenwärtigen Augenblicks ermangelte, doch frei von iſt wirklich mein armer Gervais. ich Ihnen über ihn ſagte,“ Dann legte er ſeine Finger an meine Augenlieder und hielt ſie einige Sekunden lang in die Höhe. Darauf ſagte er:„Gottes Wille geſchehe! ... Nun, Sie ſind doch glücklich, nicht wahr, Gervais?“ „Ja, ſehr gluͤcklich!“ erwiderte ich,„Herr Robert meint, daß ich ſeine Güte gegen mich wohl benutzt habe; ich verſichere Sie, ich kann faſt ſo gut leſen, wie Einer, der ſehen kann; und vor Allem, Eulalie liebt mich.“ „Sie wird Sie wo möglich noch mehr lieben, wenn ſie eines Tages im Stande ſein ſollte, Sie zu ſehen.“ „Mich zu ſehen, ſagten Sie? erwiderte ich; ich ohne ſie zu mir zurück. bellen und ſo ungeduldig an der Bank auf und nieder zu ſpringen, daß ich überzeugt war, ſie müſſe mir nahe ſein, obgleich ich ſie nicht hören konnte. Ich ſtreckte meine Arme nach der Richtung aus, wo ſie kommen mußte, und alsbald fühlten meine Arme den Druck ihrer Hände. Herr Robert hatte ſie nicht, wie er pflegte, begleitet, und da überzeugte ich mich ſogleich, daß ſeine Abweſenheit und Eulaliens ſpäteres Eintreffen an unſerm Lieblingsplatze der Anweſenheit von Fremden im Schloſſe zuzuſchreiben war. Sie werden es ſehr auffallend finden, weun ich Ihnen ſage, daß Eulaliens Ankunft, nach der ich mich ſo ſehr geſehnt hatte, mich mit einem Gefühl der Unruhe, das mir bisher unbekannt war, erfüllte. Ich war nicht ſo behaglich mit Eulalie, wie ich es am Tage vorher ge⸗ weſen. Jetzt, da wir einander gehörten, wagte ich es nicht, irgend einen Anſpruch an ihre Freundlichkeit zu machen; es kam mir vor, als ob ihr Vater, indem er ſie mir gegeben, uns tauſenderlei Einſchränkungen auferlegt hätte; ich hatte das Gefühl, als durfte ich mir kein Wort, keine Zärtlichkeit erlauben. Wohl war ich mir bewußt, daß ſie mehr denn je die meinige ſei, und doch unterſtand ich mich nicht, ſie zu umarmen. Vielleicht hatte ſie die⸗ ſelben Gefühle, denn unſere Haltung war anfangens zu⸗ zückhaltend, wie die unter Perſonen, die weniger genau mit einander bekannt ſind. Allein dieſer Zuſtand konnte nicht länger dauern, die Glückſeligkeit des vergangenen Tages war noch friſch in unſern Gemüthern. Ich rückte näher an Eulalie, und ſuchte ihre Augen mit meinen Lippen, aber dieſe trafen auf eine Binde.“ „Du biſt verwundet, Eulalie?“ rief ich erſchrocken. „Ein wenig verwundet, aber nur ganz unbedeutend; daher das grüne Band, das Deinen Mund von meinen Augen trennt.“ „Grün! grün! O Gott, was bedeutet das? was iſt ein grünes Band?, „Ich habe geſehen,“ ſagte ſie,„ich kann ſehen, und ihre Hand zitterte in der meinig een, als ob ſie mir ein Vergehen oder ein Unglück mitgetheilt hätte. „Du haſt geſehen?“ rief ich aus.„Du kannſt ſehen! O, unglücklicher Menſch, der ich bin! Ja, Du wirſt ſehen, und der Spiegel, der bisher für Dich eine kalte, glatte Fläche geweſen iſt, wird Dir Dein lebendes Bild zeigen; feine obgleich ſtumme Sprache wird eine ſehr belebte ſein: er wird Dir jeden Tag ſagen, daß Du ſchön biſt, und wenn Du zu mir zurückkehrſt, ſo wirſt Du nur Ein Ge⸗ fühl für mich haben, das des Mitleids mit meinem Unglück. Doch was ſage ich? Du wirſt nicht zu mir zurückkehren; denn wo wäre das ſchöne Mädchen, das ihre Zuneigung einem blinden Liebhaber ſchenkte? O, ich Unglücklicher, daß ich blind bin!“ In meiner Verzweiflung ſtel ich auf die Erde; ſie ſchlang ihre Arme um mich, umwand ihre Fin⸗ ger mit meinem Haar, bedeckte mich mit Küſſen, und ſchluchzte wie ein Kind.“ „Nein! nein! ich werde nie einen Andern lieben, als Gervais. Du warſt geſtern glücklich in dem Gedanken, daß wir blind wären, weil unſere Liebe dann nie ſich ver⸗ ändern würde. Ich will wieder blind ſein, wenn meine wiedererlangte Sehkraft Dich unglücklich macht. Soll ich die Binde abnehmen und machen, daß das Licht meiner Augen für immer erliſcht? Schrecklicher Gedanke, eben kam er mir!/ „Halt, halt!“ rief ich,„unſere Reden ſind Wahn⸗ ſinn, wir ſind Beide ſchwach und krank, Du aus Uebermaß des Glückes, und ich aus Verzweiflung. Höre mich an,“ fuhr ich fort und ſetzte mich neben ſie, aber das Herz wollte mir brechen,„es iſt eine große Gnade, daß Du Dein Augenlicht wieder erhalten haſt, denn nun biſt Du vollkommen; es liegt Nichts daran, ob ich blind bin oder ſterbe, ich werde verlaſſen ſein, denn das iſt mein Schick⸗ ſal, zu dem Gott mich beſtimmte; aber verſprich mir, daß Du mich nie ſehen willſt, daß Du nie den Verſuch machen willſt, mich zu ſehen: wenn Du mich ſiehſt, ſo wirſt Du, gegen Deinen eigenen Willen, mich mit andern vergleichen, mit Solchen, deren Seele, deren Gedanken in ihren Augen zu leſen ſind, die mit einem einzigen Feuerblick ein Mäd⸗ 360— chen einnehmen. Ich mochte nicht, daß Du mich mit An⸗ * deren vergleichen könnteſt; ich möchte für Dich das ſein, was ich dem Gemüthe eines blinden Mädchens war, als men hätteſt Du mich im Traume geſehen. Ich erbitte mir von Dir das Verſprechen, daß Du nie hierher kommen willſt ohne Deine grüne Augenbinde, daß Du mich jede Woche, oder jeden Monat, oder wenigſtens jedes Jahr einmal beſuchen willſt, o, verſprich mir wiederzukommen ohne mich zu ſehen.“ 5 beſſen, d „Ich verſpreche, Dich ſtets zu lieben,“ ſagte Eulalie mich und weinte. „Ich war ſo überwältigt, daß meine Sinne mich verließen, und ich fiel zu ihren Füßen. Herr Robert hob mich auf, ſagte mir viele freundliche Worte, umarmte mich und übergab mich der Fürſorge meiner Mutter. Eulalie blieb nicht länger; ſie kam den nächſten Tag und noch mehrere folgende Tage, und jeden Tag berührten meine Lippen die grüne Binde, die mich in meiner Taͤu— ſchung erhielt. Ich bildete mir ein, daß ich fortwährend für ſie Derſelbe bleiben würde, ſähe; mit Entzücken ſagte ich zu mir ſelbſt: Meine Culalie beſucht mich noch immer, ohne mich zu ſehen, und ich werde immer von ihr geliebt werden. Eines Tages, als ſie auch zu mir kam, und meine Lippen, wie gewöhn⸗ lich, ihre Augen ſuchten, begegneten ſie ſeidenenen Augen⸗ wimpern unter der grünen Binde. „Ach,“ rief ich,„wenn Du dennoch im Stande wärſt, mich zu ſehen.“ „Ich habe Dich geſehen!“ ſagte ſie lachend,„was hätte mir meine Sehkraft genützt, wenn ich Dich nicht hätte ſehen ſollen? Wie konnteſt Du wähnen, der Neu⸗ gierde eines Mädchens, dem plötzlich das Augenlicht wie— dergegeben, Grenzen zu ſetzen?“ 5 „Aber das iſt ja unmöglich, Eulalie, Du verſprachſt mir ja „Ich habe Dir Nichts verſprochen, Theuerſter, denn als Du mich bateſt, Dir das Verſprechen zu geben, hatte ich Dich ſchon geſehen.“ „Du hatteſt mich geſehen und kamſt doch noch zu mir? Aber wen ſahſt Du zuerſt?“ „Herrn Maunoir, meinen Vater, Julie, dann dieſe große Welt, mit ihren Bäumen und Bergen, den Himmel und die Sonne.“ 8 „Und wen ſahſt Du ſeitdem?“ „Gabriel Payot, den alten Balmat, den guten Ter⸗ raz, den langen Cachat und Margarethe.“ „Und keinen Andern?“ „Keinen.“ „Wie balſamiſch iſt die Luft dieſen Abend! Nimm Deine Binde ab, Du könnteſt wieder blind werden.“ „Glaubſt Du, daß mich das ſehr betrüben würde? Ich ſage Dir noch einmal, daß mein größtes Glück bei meinem wiedererlangten Geſicht iſt, daß ich im Stande bin, Dich zu ſehen und Dich nun durch das Mittel eines andern Sinnes zu lieben. Dein Bild war in meiner Seele, wie ich es nun mit den Augen ſehe. Dieſe mir wiedergeſchenkte Fähigkeit dient mir nur dazu, Dich noch feſter in mein Herz zu ſchließen; das iſt's, weßhalb ich Werth darauf lege.“ Dieſe Worte werde ich nie vergeſſen. Meine Tage verfloſſen nun ruhig und gluͤcklich, denn Hoffnung täuſcht ſo leicht; unſere Lebensweiſe war bedeutend verändert, und Eulalie wußte mich dahin zu bringen, daß ich Auf⸗ regung und abwechſelnde Vergnügungen dem ruhigen Ge⸗ nuſſe, der uns früher erfreut hatte, vorzoge. Nach einer ſo lange ſie mich nicht Gemarkun cg. No. 89/18 „ 827 827% ful meiſbiel driedberg de Di Mobilie 760) Auf! (ders Witw. fe fl d. 95 Vorn ſlurgegenſtände gat den alsdan aingungen aus Saallampen birſchiedener Portie Fäſſer, tere Schränk Küchenschrank Sttoh, eine ehr brauchbat ſpiel nöthigen und verſchiede 2 Kugeln vor Butzbach 2 er 4761) Die ) Wenalien 100 Etr. A Lt. R en. 0 Er. Wi 3 Er, N ſchen, Ie 9 8 925 Schreib 9 Eichenſch 9 Selfe u ) Soda u genlicht wie⸗ derſprachſt ierſter, denn geben, hatte ch noch zu dann dieſe en Himmel guten Ter⸗ end! Nin erden.“ ben würde? Glück bei Stande bin, ines andern le, wie ich cheſchenfte mein Herz rauf lege.“ deine Tage ung täuſcht verändert, aß ich Auf⸗ higen Ge⸗ Nach einer ſurzen Zeit glaubte ich zu bemerken, daß die Bücher, die ſie, um ſie mir vorzuleſen, auswählte, von anderer Art varen, als ſie bisher ihrem Geſchmacke zugeſagt; ſie ſchien — 361— jetzt mehr Gefallen zu finden an ſolchen Schriftſtellern, welche die geſchäftigen Scenen des Lebens darſtellten, ſie eigte unbewußt großes Intereſſe an der Beſchreibung von glänzenden Feſten, an der genauen Darſtellung weiblicher toilette, an den Zubereitungen und dem Pomp großer Anfänglich glaubte ich nicht, ſie habe ver⸗ 5 zeſſen, daß ich blind ſei, ſo daß dieſer Wechſel, obgleich ir mich niederſchlug, doch mein Herz nicht brach. Ich ſchrieb dieſe Veränderung in ihrem Geſchmack einigermaßen er neuen Geſtaltung, welche die Sachen im Schloſſe ge— ommen hatten, zu; denn ſeit Herr Maunoir ein Wunder einer Kunſt an Eulalie bewieſen hatte, war Herr Robert atürlich viel mehr geneigt, die Freuden der Geſellſchaft nd des Luxus, den das Glück ihm verliehen, zu genießen, nd ſobald ſeine Tochter von ihrem Uebel geheilt war Feierlichkeiten. und im Glanze ihrer Schönheit erſchien, ſuchte er die zahlreichen Reiſenden, die der kurze Sommer nach Cha⸗ mouny führte, im Schloſſe zu verſammeln. (Schluß folgt.) Markt⸗ Bericht. Friedberg, am 10. November 1852. 1—— Aufgefahren Verkauft 5; Gattung wurden wurden We 5(Mltr.)(Mltr.) fl. kr. Waizenn 9 2 9 F 4 4 8 1 Gerſte 6 4 6 2 Hafer 8 8 3— Kartoffelnn 5 888 778* Exbſen 6 4 8— Mohnſamen..——— 5 Feen von Be⸗ hoͤrden. rr Immobiliar⸗Verſteigerung. 1 — 1739) Montag den 15. November d. J., Jormittags 11 Ubr, werden im Rathhauſe da⸗ ier die nachbeſchriebenen Immobilien des hie— gen Bürgers Heinrich Bender II., als: Gemarkung Burg Friedberg: g. No. 89/18 Hofraithe, als: Wohnhaus, Stall, Schoppen und Gärtchen, 1 827,48 9,8[Klafter— 5% Rth. Wieſe im Ried, „ 827/50 13,1[◻Klafter= 6/ Rth. 5 daſelbſt, Iffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 1. November 1852. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts N Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Mobilien-⸗Verſteigerung. (17600 Auf freiwilliges Anſtehen der Carl Beckers Witw. ſollen Montag den 15. Novem- ber d. J., Vormittags 9 Uhr, folgende Mo⸗ biliargegenſtände einer freiwilligen Verſteigerung unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen ausgeſetzt werden, nämlich: 4 Saallampen, 9 Stück Saalvorhänge, Tiſche verſchiedener Größe, Stühle, Bänke, eine Partie Fäſſer, Gläſer und Bouteillen, meh⸗ rere Schränke, worunter ein ganz neuer Küchenſchrank, eine trächtige Kuh, Heu und Stroh, eine Partie Dickwurz, verſchiedenes ſehr brauchbares Arbeitsholz, eine Hobelbank und verſchiedenes Werkzeug, die zum Kegel⸗ ſpiel nöthigen Kugeln und Kegel, worunter 2 Kugeln von Bockholz u. dgl. m. Butzbach den 4. November 1852. Der Großh. Heſſ. Bügermeiſter Krauß. Bekanntmachung. 1761) Die Lieferung des Bedarfs an 1) Victualien, als: circa 114 Ctr. Erbſen, 100 Ctr. weiße Bohnen, 42 Ctr. Linſen, 34 Ctr. Reiß, 33 Ctr, geſchälte Gerſte, 34 Ctr. Haidegrütz, 48 Etr. Hirſen, 66 Ctr. Weißmehl, 42 Ctr. Waizengrüß, 3 Ctr. Nudeln, 15 Ctr. gedörrte Zwet⸗ ſchen, 1 Etr. Pfeifer, 46 Ctr. Butter, ſo⸗ wie 52 Maas Branntwein, 2) Schreibmaterialien, 3) Eichenſcheitholz, 4) Seife und Talglichter, 5) Soda und Potaſche, 6) tannenen Dielen und Latten, eichenen und tannenen Rähmlingen und Floßholz, 7) verſchiedenen Holzſortimenten in Bohlen, als: Nußbaum⸗, Kirſchbaum⸗, Weiß⸗ buchen⸗„ Aepfelbaum⸗, Birnbaum⸗ und Eichenbohlen verſchiedener Dicke, für das Gr. Landeszuchthaus im Jahr 1853, ſoll im Soumiſſionswege vergeben werden. Die Soumiſſionen(u. z. über die unter jeder Ziffer verzeichneten Gegenſtänden beſondere) müſſen bis zum 24. d. M. in dem vor dem Directorial⸗ Büreau aufgehängten„Soumiſſionskaſten“ ein⸗ gelegt ſein und von den unter Ziffer 2, 4 und 5 aufgeführten Gegenſtänden Proben vorgelegt werden. Die Lieferungsbedingungen liegen in genann⸗ tem Büreau zur Einſicht. Marienſchloß den 4. November 1852. Die Verwaltungs⸗Commiſſion. Für die Ausfertigung: Nispel, Seecretär. Bekanntmachung. (1763) Dienſtag den 16. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll: 1) die Lieferung des erforderlichen Ochſen⸗ und Schweinefleiſches für hiefige Anſtalt im Jahr 1853, 2) die Leiſtung verſchiedener Fahrten, und 3) der ſich im Jahr 1853 bei der Anſtalts⸗ Menage ergebende Abnutzen, als: Geſpül, Abfälle an Speiſeingredienzen c., im Wege öffentlicher Verſteigerung dahier ver⸗ geben werden. Marienſchloß den 4. November 1852. Die e nen. d* J. 8 Nispel, Sectretär. Fruchtverſteigerung. (1772) Freitag den 26. November d. J. ſollen auf dem Rathhauſe zu Kaichen ungefähr 5 Malter Kirchenkorn verſteigert werden. Fertſch, Pfarrer. Verſteigerung. getragener Montirungsſtücke und aus rangirter Bett⸗Teppiche. (1773) Montag den 22. d. M., Vormittags um 8 Uhr anfangend, ſoll in der Kloſtercaſerne dahier eine bedeutende Parthie getragener Mon⸗ tirungsſtücke, als: Mäntel, Röcke, Handſchuhe, Spencer, Mützen, wollene Hoſen, Gamaſchen, Unterhoſen, Halsbinden, Hemden, Socken und Schuhe, ſowie aus rangirte Bett⸗Teppiche, gegen gleichbaare Zahlung an die Meiſtbietenden öffent⸗ lich verſteigert werden. Dieß den Steigliebhabern zur Nachricht und zugleich mit dem Erſuchen an die Herren Bür⸗ germeiſter der Umgegend, dieſe Verſteigerung, im Intereſſe ihrer Gemeinden, gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 11. November 1852. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter Privat- Bekanntmachungen. Zu verpachten. (1768) Meine in Södel bei Friedberg gele⸗ gene Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus mit guten Kellern, geräumiger Stallung, Scheuer, Schop⸗ pen, Brennhaus, ſteht zu verkaufen oder zu verpachten. Die erwähnten Localitäten eignen ſich vorzugsweiſe zum Wirths⸗ und Meßger⸗ geſchäfte. Die Gebäulichkeiten ſtehen an der Hauptſtraße, und zum Betriebe eines Oekono⸗ miegeſchäftes können auch noch Grundſtücke bei⸗ gegeben werden. Der Kaufſchilling kann größ⸗ tentheils verzinslich ſtehen bleiben, und wollen ſich Luſttragende direct an mich wenden. Großenlinden bei Gießen. Jean Goſſi. Am I.& 2. Dezember 1832 (1769) findet die Ziehung der von der freien Stadt Frankfurt garantirten Geldver⸗ looſung ſtatt, in welcher Hauptgewinne von fl. 200,000, 100,000, 40,000, 25,000 ꝛc., und außerdem 12,500 klein Gewinne zur Vertheilung kommen. Unterzeichnetes Handlungshaus, welches von der Regierung mit dem Verkauf der Original⸗ looſe beauftragt iſt, erläßt/ à fl. 6.— ½ à fl. 3.— ½ ä fl. 1. 30.— ½ à 45 kr., unter Zuſicherung der reellſten Bedienung. Heinrich Steffens, Comptoir: Mainſtraße 10 in Frankfurt a. M. Rheinbaieriſche Kaſtanien!!! 1735) Neuer Nord⸗Lapperdan, 8 Neue holländiſche Vollhäringe, 5 Sardellen, 1„ Stockfiſche, 10 1 Tittlinge, „ Copot⸗Capern, „ marinirte Häringe, „ Citronen von Meſſina, „Roſinen von Malaga, „„„ Valenzia, „ Krachmandeln, Düſſeldorfer Senf, Punſcheſſenzen aller Art, Grogeſſenzen, Rum de Jamaica, Arac de Batavia, beſten Schweizer- und Limburger⸗Käſe, feinſte Stearin⸗, Tafel⸗ und Chaiſenlichter, Braunſchweiger Flachs ꝛc., bei.. Friedberg. Wilhelm Fertſch. 362 Hopfen und baieriſches Brauer⸗Pech, (1183) in den beſten Qualitäten, bei Gebrüder Groedel (am Enggäßchen). Die Goldberger'ſchen Ketten (177) bewäbren ſich nunmehr ſeit einer Reihe von Jahren als ein vorzügliches Mittel in verſchiedenen nervöſen, rheuma⸗ tiſchen und gichtiſchen Krankheiten, als: Geſichts⸗, Hals⸗ und Zahnſchmerzen, Kopf⸗, Hand⸗, Knie⸗ und Fußgicht, SOhrenſtechen, Sauſen in den Ohren, Bruſt⸗, Rücken⸗ und Lendenweh, Gliederreißen, Herzklopfen, Schlaf⸗ loſigkeit ꝛc. und haben demzufolge die mannig⸗ fachſten und ehrenvollſten Auszeichnungen er⸗ langt. So wurden ſie patronifizirt von Sr. Majeſtät dem Kaiſer von Oeſterreich und Sr. Majeſtät dem Könige von Belgien, conceſſtonirt von den Königl. Miniſterien der Medicinal⸗Angelegen⸗ heiten in Preußen und Bayern, geprüft und empfohlen von der Mediciniſchen Fa⸗ cultät zu Wien, von den Sauitätsbe⸗ hörden der meiſten Länder Europ's und von vielen Hundert geachteten Aerzten und Phyſikern, während andererſeits die zuver⸗ läſſige Wirkſamkeit der Goldberger'ſchen Ketten von vielen Tauſend hochachtbaren Perſonen aus allen Ständen und allen Himmelsſtrichen conſtatirt iſt durch rühmliche Zeugniſſe und Dankſagungen, die in beſonders gedruckten Bro⸗ chüren zuſammengeſtellt, im Depot bei Herrn P. F. Schmittner unentgeltlich aus⸗ gegeben werden. Ebenſo werden daſelbſt Pro- ſpecte derjenigen Goldberger'ſchen Apparate verabreicht, die dazu beſtimmt ſind, die Elec⸗ tricität in größeren Kraftäußerungen auf den menſchlichen Körper einwirken zu laſſen. Durch dieſe Apparate in Ketten⸗, Band⸗ und Käſtchen⸗Form, kann man all die mannigfalti⸗ gen phyſikaliſchen, chemiſchen und phy⸗ fiologiſchen Experimente und daher auch alle mediciniſchen Effecte einer voltaiſchen Säule hervorbringen, wovon ſich Jedermann durch den untrüglichen Beweis der eigenen Sinne in ſeh⸗ und fühlbaren Einwirkungen überzeugen kann. Schöne Eicheln, (1175) die Meſte zu 18 kr., hat zu verkaufen Friedberg. Philipp Wagner. Empfehlung. (1776) Meine ſeither ganz in der Nähe des Schwalheimer Brunnens befindliche Sandgrube bringe mit dem Bemerken in empfehlende Er⸗ innerung, daß ich dieſelbe nun ſo weit nach dem Weg hin verlegt habe, daß der Sand nicht mehr, wie früher, getragen, ſondern ſogleich mit der Schippe auf die Wägen geladen wer⸗ den kann. 5 Schwalheim im November 1852. Conr. Stamm J. Zu verkaufen. (1777) Ein Pferd, ein Wagen, eine Egge, ein Pflug und eine Parthie Stroh hat zu ver⸗ kaufen, ſowie eine Scheuer zu vermiethen Friedberg. Wittwe Erbs. Empfehlung. (1778) Eine Parthie Pfälzer Nüſſe zu bil⸗ ligem Preiſe, hat zu verkaufen Friedberg den 11. November 1852. Jacob May. Um gefällige Rückgabe (1179) eines verlorenen, mit 4 Klingen und einem Spalter verſehenen Federmeſſers wird hiermit— eine Belohnung zuſichernd— an die Expedition dieſes Blattes gebeten. Anzeige. (17800 Mein Regenſchirmgeſchäft bringe ich in Erinnerung. S. Garde, Schirmmacher. neben Conditor Walz, Uſagaſſe. Wohnungs⸗Veraͤnderung. (17810 Meine ſeitherige Wohnung bei Schuh⸗ macher Wagner habe ich verlaſſen und wohne jetzt bei Wittwe Göring neben der Stadtkirche, gegenüber dem Hötel Trapp, was ich meinen verehrten Gönnern hiermit ergebenſt anzeige. Zugleich empfehle ich mich im Decadiren und bitte um geneigten Zuſpruch. Friedberg. Karl Schmidt, Schneidermeiſter. Zu de rta unf (1782) Ein noch im beſten Zuſtande befind⸗ liches Haus, circa 35 Fuß Länge und 20 Fuß Tiefe, ganz von Eichenholz erbaut, hat auf den Abbruch zu verkaufen G. Muth zu Beienheim. Braunſchweiger Flachs, (1783) in vorzüglicher Qualität, iſt wieder friſch angekommen. 5 Okarben im November 1552. * Peter Stroh. Kapitalien. (1784) Ich habe fortwährend mehrere große Kapitalien zur Anlegung auf Hypotheken, die jedoch mit ziemlichen Grundſtückenverſatz ent⸗ halten ſind, und zur Uebernahme von Güter⸗ kaufſchillingsgeldern an Händen. Marcus Strauß in Vilbel. Verſtei gerung. (1785) Montag den 15. November, Vormit⸗ tags um 9 Uhr, wollen die unterzeichneten Vor⸗ münder der Peter Königs IV. Kinder in deren Behauſung nachſtehende Gegenſtänden, als: 3 Kühe, 1 Karrn, 1 Pflug, 1 Egge, Heu und Grummet, alle Sorten Stroh und ſonſtige Hausgeräth⸗ ſchaften, freiwillig verſteigern laſſen. Obermörlen den 10. November 1852. f Kaspar Krebs II. Valentin Burck. Warnung. (1786) Da mein Kalk⸗ und Ruſſenſtein⸗ Brenner Jacob Waſſem für Stein und Kalk bei dem Abholen Geld eingenommen und im Buche für nicht bezahlt hat einſchreiben laſſen, ſo wird Jedermann gewarnt, Zahlung ſowohl bei dem Abholen, als auf Rechnung für mich an denſelben zu leiſten. Bönſtadt den 7. November 1852. Friedrich Strauch. Buͤrger-Caſino. (4787) Sonntag den 14. November findet das erſte Damen⸗Caſino mit Theater⸗Vorſtellung ſtatt. Gegeben wird: Der Prozeß. 5 Luſtſpiel in 2 Akten von R. Benedix. Der Vorſtand. Holländische 10 fl. Stücke(„ 9 5354 Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 14. Nobr. 23. Trinitatis Pfarramtswoche: Hr. Diaconus Bun Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Wahl. Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. 1 Nachmittags: Hr. Candidat Sellheim. Frankfurter Cours vom 10. Nov. 1852 MI fl. 9 44-45 Friedrichsd or„9 54-55 Rand⸗Ducaten„ 5 37½-38 Jankſtüle„9 28-29 Engliſche Souverains. 11 53 5 Preußiſche Thaler.„ 145 ¼ 5 Frankenthaler 757 2 2 Preußiſche Caſſenſcheine — 4 9 — „ 1 44%/-45% 2 Fruchtpreiſe. 10. Nov.] 5. Nov.] 3. No, Gattung. ried⸗ g 1 ie 3.[ Ferg“] Main Jen Kreis 0 fl. kr. fl. kr. fl. kr.* Waizen pr. Malter 9 810 410— Betreffend A 8— 828. 19 5 N 12 5 29 4 Aer 75— 30 ö 5 2 Inder Polizei- Taxe ſolließung 4 5 a tober d. J. für die, und Butzbach Auswandete vom 13. bis zum 19. November. bedeuten mn 2 Fried⸗ Bub. bemeſſen. 5 Brod⸗Preiſe. berg. 4 Fe A 5 kr. pf. kr. p.. 0 0. 1 Leib⸗Roggenbrod 97 3 dab& 2.. 7. 5345 3 44„ 77 11 5 11 ö h. Lth. Da 6 — Milchbrod 15 7¼/ 15 — Waſſerweck 115% Heſetzen d —Gemiſchte(Tafel-) Brod 16[ 17 Dauer der 5 5 derſelben! Fleiſch⸗Preiſe. 1 5 wanderern 1 Ochſenfleiſch 121— 12— FIlländern „ Kühfleiſch, gemäſtetes 9— 9 werden; „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7] 28— Auswande „ Kalbfleiſch 8 S 08 „Ie, gemäſtetes e liche Haf „ Schweinenfleiſch 13 13— gung abg „Hammellleiſch 8— 82 wanderer wurf bees Sgwenen 1— 1 8 fh 17 1 w. 4 8 „Bratwurſt 3 18— 15— dleich, „ Schwartenmagen 16— 16 ewa um „Geraucherter Speck 23.— 23— eigenen Ve „Schinken 17— 18 ficht „ Dörrfleiſch 18— 17. 2 auf „ Schweinenſchmalz,— wih vn Anale 21— 20— 9 Sie unausgelaſſen 20% 19 Na „ 80. 19— 118— 1 55 „ Hammelsfe 164—— 10 gefaßt w Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiffet Bender. Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.