Intelligenz blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Vilbel und Nidda f im Beſonderen. . 2 71. Sonnabend den 11. September 1852. fibre und wa Amtlicher Theil. 2 4 2 kr. erlaſſe, vg b.— g Der Großherzoglich Heſſiſche aten, das] Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes und den Polizzei— Commiſſär zu Wickſtadt. Betreffend: Die Einſendung der Waiſenhausbüchſengelder für 1852. An die alsbaldige Einſendung der Waiſenhausbüchſen— gelder werden Sie erinnert. Hierbei verweiſe ich auf das enen Schr Amtsblatt Gr. Regierungs-Commiſſion No. 2 vom Jahr 1851 gen, Meubellund erwarte, daß die vorgeſchriebenen Sortenzettel, vom „ allen Sorte Controleur mit unterſchrieben, nicht fehlen; auch ſchlechtes in Meteln. Geld nicht mit eingeſendet wird. f riedberg den 6. September 1852. wife, ee* M F 1g No. 34 rt am Mai 5 . i An Dieſel ben. r und iſt, du getreffend: Die Reiſe-Legitimation der Handwerksgeſellen. bei ſtrez det, mit e, N 1 Nach amtlichen Nachrichten wird den Handwerksge— 1 ſellen, welche ſich aus den italieniſchen namentlich den ſar⸗ dbczegans ziniſchen Staaten nach Frankreich begeben, das Viſa ihrer W if das Nahm Wanderbücher von Seiten der franzöſiſchen Geſandtſchaften 10 zu etfahrn. oder Conſulate verweigert, wenn ſie nicht noch mit beſon⸗ ſſtze, welches cher verkaufe, ferner von: Ic iwurzel⸗Oel deren Reiſepäſſen verſehen ſind. Sie haben daher die Hand— ü* alen i werksgeſellen, welche ſich nach Italien, Oeſterreich, Frank⸗ eich oder Belgien zu begeben beabſichtigen, anzuweiſen, ſich nit Großh. Miniſterial⸗Reiſepäſſen zu verſehen, welche 9 ihnen, auf Antrag der betreſſenden Großh. Bürgermeiſter, merh mmuthshalber unentgeltlich ertheilt werden ſollen. Sie aum cabmen fabſt werden ſich vorkommenden Falles hiernach bemeſſen. Friedberg den 5. September 1852. Mie ble r. Die Leibeigene von Poberez. (Fortſetzung.) Kaum waren fünf Monate vorüber, als das erſte uftreten der Signora Giovanna an der ttalieniſchen Dper in Wien ein wahres Furore erzeugte. Ihr unge; ide e ee beurer Gehalt gab ihr zugleich die Mittel an die Hand, 1 ſch jeden noch ſo ausſchweifenden Aufwand zu erlauben. — die ſtolze Art und Weiſe, wie ſie ihre männlichen Be⸗ wunderer behandelte, zog immer neue herbei; aber inmit— ten ihrer Triumphe dachte ſie oft an die Zeit, wo ſich Niemand um die arme Waiſe von Poberez bekümmert hatte. Dieſe Erinnerung war die Urſache, warum ſie die Schmeicheleien des Haufens mit einem ironiſchen Lächeln entgegennahm; all die feinen Redensarten fielen in ein unempfängliches Ohr, die beredten Blicke machten keinen Eindruck auf ihr Herz. Kein Wechſel des Schickſals ver— mochte dieſes zu ändern, keine Verſuchung es zu gewinnen. Mitten in dem Strome unerwarteter Erfolge drückte ſie ein neues Mißgeſchick danieder. Seit ihrer Ankunft in Wien hakte Tereſina's Geſundheit raſch abgenommen und im ſechsten Monat des Opern-Regiments ihrer Anielka ſtarb ſie, und hinterließ ihren ganzen bedeutenden Reich— thum ihrer Freundin. Wieder ſtand Anielka allein auf der Welt. Trotz aller Ehren und Huldigungen, die ihre Stellung mit ſich brachten, überkam ſie wieder das alte Gefühl der Verlaſ— ſenheit. Dieſe neue Erſchütterung zerüttete ihre Geſund— heit. Sie war nicht mehr im Stande, auf der Bühne zu erſcheinen. Singen ward ihr zur ſchmerzlichen Anſtren— gung; ſie wurde gleichgültig gegen Alles, was um ſie herum vorging. Am meiſten Troſt fand ſie noch darin, den Armen und Hülfloſen beizuſpringen; aber am auffal⸗ lendſten zeigte ſich ihre Freigebigkeit gegenüber von allen jungen verwaisten Mädchen, die vermögenlos waren. Sie hatte nie aufgehört, ihr Vaterland zu lieben, und erſchien ſelten in einer Geſellſchaft, wo ſie nicht hoffen durfte, Landsleute zu finden. Wenn ſie je ſang, ſo geſchah es in polniſcher Sprache. Ein Jahr war nun ſeit dem Tode der Signora Te— reſina hingegangen, als Graf Selka, ein reicher polni⸗ ſcher Edelmann, der ſich damals in Wien aufhielt, ſie zu einer Geſellſchaft einlud. Es war unmöglich, dem Grafen und ſeiner Gemahlin, von denen ſie ſich großer Freundlich⸗ keiten zu erfreuen gehabt, eine abſchlägige Antwort zu geben. Sie ging alſo hin. Als in dem von der ganzen Wiener Mo⸗ dewelt und Ariſtokratie beſuchten Salone der Name Gio—⸗ vanna angekündigt wurde, entſtand ein allgemeines Ge— murmel. Blaß und ſchmachtend trat ſie herein und bewegte ſich zwiſchen den ſich öffnenden Reihen der bewundernden Geſellſchaft, nach dem Ehrenplatze neben der Dame des Hauſes. Kurz darauf führte ſie Graf Selka an das Piauo. Sie ſetzte ſich davor nieder, und während ſie ſich beſann, was ſie ſingen ſollte, ließ ſie ihre Blicke uͤber die Geſell⸗ — 288— ſchaft hinſchweifen. Wohl fühlte ſie, daß die Bewunde⸗ rung, die ihr aus allen Geſichtern entgegenſtrahlte, das Werk ihres eigenen Verdienſtes ſei, denn hätte ſie jene große Gabe der Natur, ihre Stimme, vernachläßigt, ſo wäre ſie nicht im Stande geweſen, jene hervorzurufen. Ihre Wangen rötheten ſich und die Augen leuchteten von edlem Stolze, als ſie das Piano mit feſter Hand anſchlug; aus ihrer anſcheinend ſchwachen und zarten Bruſt ſtrömte nun rührende Melodie eines polniſchen Liedes in reiner, ſonorer, klagender Stimme. Thränen traten Manchem in's Auge und jedes Herz ſchlug ſchneller. 5 Der Geſang war zu Ende, aber das Schweigen der Bewunderung dauerte fort. Giovanna lehnte ſich erſchöpft gegen die Stullehne, und ſenkte die Augen zu Boden. Als ſie ſie wieder erhob, bemerkte ſie einen Herrn, der ſie ſtarr anſchaute, als ob er noch immer dem Nachhall in ſeinem Innern lauſchte. Um ihn aus ſeinen Träumen zu wecken, führte ihn der Herr des Hauſes zu Giovanna hin. „Erlauben Sie, Signora,“ ſprach er,„daß ich Ihnen einen Landsmann vorſtelle, Graf Leon Roszynski.“ Die Dame erbebte; ſie verbeugte ſich ſchweigend, heftete die Augen auf den Boden, und wagte nicht, ſie wieder zu heben. Bald darauf ſchützte ſie Unwohlſein vor, was ihre blaſſen Züge auch vollkommen bekräftigten, und zog ſich zurück. Als am folgenden Tage Giovanna's Dienerin die Grafen Selka und Roszynski anmeldete, ſpielte ein eigen⸗ thümliches Lächeln um die Lippen der erſteren; und wie jene nun eintraten, empfing ſie den letztern mit der kalten und formellen Höflichkeit eines Fremden.„Sie hielt die Gefühle ihres Herzens im Zaum und zwang ihre Züge zu einem gleichgültigen Ausdruck. Aber aus Leon's Beneh⸗ men ging klar hervor, daß ſich ſeiner ein unerklärliches Vorgefühl in Beziehung auf ſie bemächtigt hatte, ohne daß er ſie jedoch entfernt wieder erkannt hätte. Die Grafen waren gekommen, um ſich zu erkundigen, ob ſie ſich von ihrem Unwohlſein erholt habe. Leon bat um die Erlaub— niß, wiederkommen zu dürfen. Aber wo war ſein Weib? warum ſprach er nie von ihr? Unaufhörlich legte ſich Giovanna, nachdem jene fortgegangen, dieſe Fragen vor. J Wenige Abende ſpäter trat Graf Leon traurig und gedankenvoll bei ihr ein. Er vermochte Giovanna, eines ihrer polniſchen Lieder zu ſingen; ſie hatte es, wie ſie ihm ſagte, als Kind von ihrer Amme gelernt. Roszynski, außer Stande, die hohe Bewunderung, die er ſchon lange gefühlt, langer zurückzuhalten, erfaßte in fieberhafter Auf⸗ regung ihre Hand und rief aus:„Ich liebe Sie!“ Sie zog die Hand zurück, ſchwieg einige Minuten ſtill und ſprach dann langſam, beſtimmt und ſpöttiſch: „Aber ich liebe Sie nicht, Graf Roszynski.“ Leon erhob ſich. Er preßte die Hand gegen die Stirne und ſchwieg. Giovanna blieb kalt und ruhig. „Das iſt die Strafe des Himmels,“ fuhr Leon gleichſam mit ſich ſelbſt ſprechend fort,„daß ich meine Pflicht gegen ein Weib nicht erfüllte, das ich freiwillig, aber ohne Ueberlegung nahm. Ich that ihr wehe, und werde nun dafür geſtraft.“ Giovanna kehrte die Blicke nach ihm. Leon fuhr fort:„Jung und mit einem noch ungerührten Herzen heirathete ich eine Fürſtin, die faſt zehn Jahre älter, von excentriſchen Gewohnheiten und reizbarem Tem— peramente war. Sie behandelte mich wie einen Unterge— benen. Sie verſchwendete das Vermögen, welches meine Eltern mit ſo viel Mühe zuſammengeſcharrt hatten, und ſchämte ſich dennoch meines Namens, weil meine Abſtam⸗ mung eine geringe war. Zu meinem Glück liebte ſie Be⸗ ſuche und andere Vergnügungen. Sonſt hätte ich, nur um ſnachul ſie los zu werden, ein Spieler oder etwas noch Schlim. all ord meres werden können; ſo aber brauchte ich nur zu Hauſe 0 zu bleiben, um ihr nicht zu begegnen, denn dort war ſie. ſelten. Ich legte mich nun auf das Studium, anfangs 141% zwar nur aus Langeweile, bald aber aus wahrer Freude 5 10 müll an dieſer Beſchäftigung. Die Lektüre bildete mein Herz 1360 och den 1 und meinen Charakter. Ich wurde ein anderes Weſen. N Nahm Vor einigen Monaten ſtarb mein Vater, meine Schweſter n Gone des ging nach Litthauen, während meine Mutter in ihrem n e e Alter und bei ihren Ideen gänzlich unfähig war, meinen in der ite Kummer zu verſtehen. Als daher meine Frau in die e ml backen Bäder reiſte, um ihre zerrüttete Geſundheit wieder herzu— 1 2 Gall Karl ſtellen, kam ich hieher in der Hoffnung, einige meiner frühe- z Galen and un ren Freunde zu treffen... da ſaßh, ich Siet 3 00 me Giovanna erröthete wie eine Ertappte; ſchnell aber bak aku, 5*„ 1 1 1 1 9 1 1 5 e und fragte in ruhigem. Scherz; an ee ach 7 8 ie doch wohl nicht unter Ihre früheren ifa un 111 . mige in „Ich weiß nicht. Ich war irre. Es iſt ſeltſam; die nabe, aber von dem Augenblick an, da ich Sie bei Graf Selka fag gente a0 ſah, überkam mich ein mächtiger Liebestrieb; und zwar! 0 44 kein neues Gefühl, ſondern es war, wie wenn eine lange verborgene, unentwickelte Empfindung plötzlich hervorbräche und ſich in eine unwiderſtehliche Leidenſchaft verwandelte. Ich liebe Sie, ich bete Sie an, ich....“ Die Prima Donna unterbrach ihn— nicht mit einem fung, bete Worte, aber mit einem Blick, der ihn zurückſchreckte, ihn Eudlkrc do gende z erſtarren machte. Stolz, Zorn, Hohn ſaß in ihrem Lächeln, ae sed g Satyre ſchoß aus ihren Augen. Nach einer Pauſe wie, derholte ſie langſam und mit Nachdruck:„Mich lieben Sie, Graf Roszynsky?“ .So wil es mein Schickſal,“ erwiderte er.„und 9 fe 0 57 5 trotz Ihrem Zorne will ich doch nicht dagegen kämpfen. C ababer werde Ich fühle, es iſt mein Fatum, daß ich Sie ewig lieben 175 5 fi zn 1 ſoll; und ich fürchte, es iſt mein Fatum, daß Sie mich f n. Ach when nie lieben ſollen. Es iſt ſchrecklich.“ waen, Gdem die Jus Giovanna bemerkte die Bewegung des Grafen und ige auger den ward mit Wehmuth erfüllt.„Ja,“ ſprach ſie,„wenn un⸗ ie der ſere erſte, reine, glühende, leidenſchaftliche Neigung uner⸗ Dr. widert bleibt, verſchmäht wird, verhöhnt wird, dann kommt Aunptttür ein Schmerz über uns, der dem des Todes faſt gleichkommt.“ W Sie machte eine heftige Anſtrengung, um ihre Aufre⸗ ae, A n gung zu bergen. Sie ermannte ſich auch wirklich in ſo ah ſuiwiltgen Aae weit, daß ſie das Folgende mit einer Art Heiterkeit hin, s Witwe und dere zufügen konnte. ſlben zufſehenden In „Sie ſind wenigſtens aufrichtig geweſen, Graf Ros 1 12 1 pe zynzky,“ ſprach ſie;„ich will ihrem Beiſpiele folgen, in- N 115 Gul dem ich Ihnen eine kleine Geſchichte erzähle, welche in 7 40 eine St Ihrem Lande vorgefallen iſt. Ein armes Mädchen wurde Weedgaff ann Gärten und und Fauerbacher G Alber öffentlich meif Flurſchütz Georg dort als Leibeigene eines reichen Herrn und Meiſters ge— boren und erzogen. Als ſie kaum fünfzehn Jahre alt war, riß man ſie aus einem Stande glücklicher, ländlicher Frei⸗— heit— der Freiheit, der Demuth und Zufriedenheit— Hhüuglich der Güterſt heraus, damit ſie als Hausmagd in dem Schloſſe diene. atem eva gen Wer ſie dort nicht auslachte, ſchalt ſie. Ein einziges gü— ue 8 tiges Wort ward an ſie gerichtet, und dieß kam von dem ie Sohne des Herrn. Sie hegte und pflegte dieß Wort und Der bewahrte es wie einen Schatz; dadurch aber, daß ſie ihr Gefühl ſo lange verborgen halten und bezähmen mußte, Nobiliar⸗ ward endlich aus der Dankbarkeit eine aufrichtige Zunei— une deng gung. Was kümmert ſich aber ein Weltmann um die Liebe einer Liebeigenen? Sie ſchmeichelt ja nicht einmal ſeiner Eitelkeit. Der junge Edelmann verſtand die Quelle ihrer Thränen und ihres Kummers nicht; er ſchenkte ſie ſeiner Verlobten wie man ein Thier wegſchenkt.“ (Schluß folgt.) ö n 0. ochun Belfille, Dis f noch Scl. e Sekanntmachungen von Be⸗ dan warf hoͤrden. wahr anfang RNA 8 6 Freud, Bekanntmachung. 00 i 4 e868) Auf ftriwialges Anftchen wird Weſeß Mittwoch den 22. September d. J. leine S utte Schweſtt 1 ihre de in Gonzenheim(bei Homburg v. d. H.) Nachmittags 3 Uhr, dar„flegene Erbleihmühle des H. J. F. Minoprio 8 auf der Mühle ſelbſt öffentlich meiſtbietend ver⸗ wieder higert. a t nei herg Die Mühle beſteht aus einem Wohnhaus, meiner früh Schune, Stallung, Mühlenwerk mit 2 Gan⸗ 3 gen, Garten und Ackerland von circa 3 Mor⸗ ez ſchnell 0% Eur(Das Tabakswerk mit den dazu gehöri⸗ gem S abt zen Hebewellen, Säuberern, Kaſten und Sieben Is Scherz bird nicht mitverkauft.) Mühle, Gebäuden Ihe früherg and Ländereien können zweimal in der Woche, f Dienſtag 1880 ee von 3—6 Menke Es id dene, nitlags in Augenſchein genommen werden. ei 85 elan Die näheren Bedingungen der Verſteigerung * kaf Self derden im Termin bekaunt gemacht, doch er⸗ und zw Ü heilt Eigenthümer auch vorher nähere Auskunft. enn eine lang Homburg den 14. Auguſt 1852. I eine Landgräflich Heſſ. Juſtiz⸗Amt i bervorbrag Dr. v. Haupt. ſt verwandeln mein Frau Obligationen-Verlooſung. nicht mit ei(1445) Durch die heute vorgenommene Ver⸗ 4 le ſoſung, betr. die beiden Anleben der hieſigen cchreckte, iy Stadtkirche bei Samuel und Simon Lindheimer ihrem Lächelr dahier, find folgende Partial⸗Obligationen rück⸗ Pauſe wi 9 geworden: „Mich liebe: 1) von dem Anlehen von 15000 fl. Nr. 89 (à 200 fl.) und Nr. 53 und 61(jede 1 à 100 fl.); ſodann de et,„n 2) von dem Anlehen von 6000 fl. Nr. 33 gen fämpfen(à 200 fl.) und Nr. 13(4 100 fl.). ewig lieb Die Inhaber werden hiervon in Kenntniß s ee geſetzt, um bis zum 1. Januar 1853 das Geld daß Sie mich dei Hrn. Kirchenrechner Faatz dahier zu er⸗ heben, indem die Zinszahlung mit dem gedachten des Grafen un Tage aufhört. ſie,„wenn m briedberg den 28. Auguſt 1852. Pan l Für den evang. Kirchenvorſtand: Aeigung ung Dr. Sell. Bender. ird, dann komm ſt gleichkommt. um ihre Aufft wirklich in Heiterkeit h Immobiliar-⸗Verſteigerung. (AAT) Montag den 13. September d. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag der Frau Michael Mül⸗ lers Wittwe und deren Kinder dahier die den⸗ ſelben zuſtehenden Immobilien, als: zen Graf ag Pag. No. ſen, Graf Ro 10 59 diele folgen, ahle, welche Mädchen wur ud Meiſters 9 eine Hofraithe, als: Wohnhaus, ein Stall und ein kleines Ställchen, 7 40 eine Scheuer und Grund in der Weedgaſſe an Adam Menges, ſodann Gärten und Ackerland in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung, erbabtheilungs⸗ zahre alt wa halber öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. ländlicher zu—Flurſchütz Georg Briel dahier iſt beauftragt, zufriedeuheit bezüglich der Güterſtücke den betreffenden Steig⸗ mim) llebhabern etwa gewünſcht werdende Auskunft Schloſſe dien zu ertheilen. Ein einziges 9 Friedberg den 2. September 1852. kam von ba In Auftrag: f „e Wort u Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter u daß ſte! Beende r. lber, daß si*. nen ß Mobiliar-⸗Verſteigerung. lnichtige zm 76) Dienſtag den 21. September d. J., richtig 7 ormittags 9 Uhr, werden auf freiwilligen An⸗ mann u gag verſchiedene, zum Nachlaſſe des hier ver⸗ ja nicht eil, tand die du ſürbenen Gr. Hofraths Dr. Kritter gehörenden Mobiliar⸗Gegenſtande, als: 1 Sopha und 6 Stühle, 1 dreithei⸗ er ſchenlie s mit Roßhaare gepolſterte r 5 el f ge Roßhaarmatratze mit dergl. Kopfpfühl, 1 chenkt. Commode mit Schreibpult, 1 neue nußbaumene Bettſtelle, 1 Tiſch mit Stehpult, 2 Bücher⸗ ſhränke, 2 große Mehlkaſten, 1 Küchenſchrank, — 289— mehrere Stühle und Tiſche, Bettwerk, Fenſter⸗ vorhänge, Glaswerk, Porzellan und ſonſtige Haushaltungsgegenſtände, in hieſigem Rathhauſe oͤffentlich meiftbietend verſteigert. Friedberg den 2. Seplember 1852. In Auftrag: 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Immobiliar-Verſteigerung. (1482) Mittwoch den 15. September d. 0% Vormittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag des hieſigen Bür⸗ gers Ludwig Jacobi ein demſelben gehörendes Grundſtück: Gemarkung Ockſtadt: Pag. Nro. 999 13a 40 Ruthen auf dem See in der 2. Gewann bei der Kapelle 1 N an Joſeph Ströhlein, öffentlich meiſtbietend verſteigert und bei an⸗ nehmbarem Gebot die Genehmigung ſogleich ertheilt. Friedberg den 8. September 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Obſt⸗Verſteigerung. (1483) Donnerſtag den 16. September d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, wird das Obſt in den ſtadtiſchen Baumanlagen, beſtehend in Aepfel und Birnen, öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Die Verſteigerung beginnt im ſtädti⸗ ſchen Bleichgarten in der Vorſtadt. Friedberg den 8. September 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Mobilien⸗Verſteigerung. (1484) Donnerſtag den 16. September, Vormittags 9 Uhr, laſſen die Erben des Joſeph Leidecker erbvertheilungshalber folgende Mobilien dahier meiſtbietend verſteigern: eine vollſtändige Kelter mit eiſernen Schrauben, zwei Pferde, zwei Kühe, zwei tragbare Rinder, ein einjähriges Rind, ein Kalb, zwei Gänſe, drei Hühner, drei vollſtändige Wagen, ein Karrn, zwei Pflüge, zwei Eggen, zwei Ackerwagen, eine Parthie Ketten, ein vollſtändiges Branntweingeſchirr, 3 Klafter Buchenholz, 120 Ctr. Heu, 70„ Grummet, 5 5 Weißzeug und ſonſtige Hausgeräthſchaften. Pfaffenwiesbach den 6. September 1852. Der Bürgermeiſter Rupp. Verſteigerung. (1485) Montag den 13. September, Nach⸗ mittags um 2 Uhr, ſollen die Trauben im Garten des Gr. Predigerſeminares dahier, ab⸗ theilungsweiſe meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 7. September 1852. Dr. Sell. Backholz-Verſteigerung. (186) Die in Nro. 70 des Intelligenz⸗ blatts ausgeſchriebene Backholz⸗ Verſteigerung im Oberrosbacher Gemeindewald wird nicht, wie dort irrig angegeben, Montag den 16, ſondern Montag den 13. September, Vormit⸗ tags um 9 Uhr, abgehalten. Oberrosbach den 8. September 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Obſt⸗Verſteigerung. (1487) Dienſtag den 14. d. M., Morgens um 10 Uhr, ſollen die Gemeindeäpfel auf den Baumſtücken daſelbſt meiſtbietend verſteigert werden. Ockſtadt den 8. September 1852. Der Großh. Heſſ. Bügermeiſter Klein. Reparaturarbeit einer Kirchenuhr. (1488) Freitag den 17. September d ſoll zu Weckesheim die Reparaturarbeit an 5 Kirchenuhr an den Wenigſtnehmenden vergccordirt werden. Der Anfang iſt des Morgens 10 Uhr. Die Steigliebhaber können ſich auf dem Büreau des Unterzeichneten einfinden. Weckesheim den 9. September 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ra un. Arbeits-Verſteigerung. (1489) Montag den 13. d. M., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Melbach die wegen Errichtung einer Waſſer⸗ pumpe vorkommenden Arbeiten wenigſtnehmend veraccordirt werden. Dieſelben find veranſchlagt: 1) Pumpenmacherarbeit, 56 fl.— kr. 20 Zimmerarbeit, 5, 24„ 3) Steinhauerarbeit, 24„ 36„ Melbach den 8. September 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ke. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1490) Die Materiallieferung für das Haupt⸗ magazin in Gieſſen iſt in Nr. 244 Art. 2605 der Darmſtädter Zeitung ausgeſchrieben und liegt das Bedingnißheft auf der Schreibſtube des Gr. Materialverwalters zur Einſicht offen. Gieſſen den 5. September 1852. Die Magazins⸗Commiſſion. Obſt⸗Verſteigerung. (14910 Dienſtag den 14. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll das diesjährige Ge⸗ meindeobſt, beſtehend in Aepfel und Birnen, öffentlich verſteigert werden. Der Anfang wird im Burggarten gemacht. Nauheim den 7. September 1852. Der Bürgermeiſter Hartmann. rr Privat- Bekanntmachungen. Nuſſenſteine (1142) find ſtets vorräthig bei Friedberg. Chriſtian Ulrich. Zu der mie lh e n. (1460) Ein Logis im zweiten Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen uͤnd kann bis zum 1. November bezogen werden. Johs. Füller. Zu vermiethen. (146) Ein Logis für eine ſtille Haushal⸗ tung iſt zu vermiethen und kann bis den 1. Oktober bezogen werden. Wo? ſagt die Ex⸗ pedition dieſes Blattes. 5 Obſt⸗Verſteigerung. (1492) Die Zwetſchen von 12 Bäumen werden künftigen Montag, als den 13. Sep⸗ tember, Nachmittags 4 Uhr, in dem A. Suh⸗ rada'ſchen Garten in den Liebfraugärten an Ort und Stelle verſteigert. Friedberg den 9. September 1852. P. Falck. Zu vermiethen. (149) Ein Logis, neu eingerichtet, hat zu vermiethen Schreinermeiſter Feiling. —— N 8 8 4 4 Friedberg. Die von der Großh. Heſſiſchen Regierung coneeſſionirte N General-Agentur 290 des Hauses Wm. Stiſſer 8 Comp. in Bremen 41417) befördert bei ſehr bequemer Fahrt in zwei Tagen von Friedberg nach Bremen Auswanderer nach allen Hafen Nordamerikas. Die Auswanderer werden zu den billigſten Preiſen mit guter Verköſtigung bis an den Landungs⸗ hafen in Amerika übernommen. Bei einer größeren Anzahl Perſonen wird ein zuverläſſiger Conducteur mitgegeben, der für die Beſorgung des Gepäckes garan⸗ tirt, und hat ſich der Auswanderer alſo um gar nichts zu bekümmern. Friedberg den 25. Auguſt 1852. Der großh. heſſiſch conceſſionirte General-⸗Agent G. Fr. Schweitzer. Auch wird jede gewünſchte Auskunft bei mir unentgeltlich extheilt; Briefe werden franco erbeten. L. Hanau, Uhrmacher und Goldarbeiter in den drei Schwerdtern, (1490 empfiehlt zu äußerſt billigen Preiſen eine große Auswahl der modernſten ſelbſt gefertigten Gold⸗ und Silberwaaren aller Sorten, Pendüls, goldener und ſilberner Taſchenuhren und andrer in ſein Fach einſchlagenden Artikel.— Altes Gold und Silber wird im Tauſche, ſowie auch käuflich zum höchſten Werthe angenommen und Repara⸗ turen bei ſchneller Beförderung billigſt gefertigt. Vergolden neuer Uniformsknöpfe. (1495) Unterzeichneter empfiehlt ſich im Aecht⸗ Feuer⸗Vergolden und Verſilbern aller Gegen- ſtände, und Anfertigen neuer Degenkuppeln, Degengriffen, Schlöſſern, Knöpfen ꝛc., ſowie überhaupt in allen mechaniſchen Arbeiten von jedem Metall, unter Zuficherung ſolider Arbeit und reeller Behandlung. Friedberg im September 185 Carl Friedrich Lang, Metalldrücker, neben den Herren Kaufmann Groß und Metzger Vogt. Extrait de Circassie (14906) in Fl. à 54 kr., bewährtes, durch⸗ aus unſchädliches Schönheitsmittel, um nach kurzer Zeit der Haut einen feinen, zarten Teint zu verleihen, bei 5 Friedberg. P. F. Schmittner. Ve r ho renn. (1497) Vergangenen Sonntag wurde ein feines Batiſt-Taſchentuch, mit dem Namen: „Thereſe“ bezeichnet, auf dem Wieſenwege von Friedberg nach Nauheim verloren und wird der redliche Finder gebeten, daſſelbe gegen eine an⸗ gemeſſene Belohnung bei der Expedition dieſes Blattes abzugeben. Zur Nachricht! (1498) Nächſten Dienſtag den 14. und Mittwoch den 18. d. Mts. ſind jüdiſche Feiertage. Zu vermiethen. (1499) In meinem Hinterhauſe iſt ein Logis zu vermiethen und kann bis zum 1. Dezember bezogen werden. C. L. Glück. Aufforderung. (1500) Es werden diejenigen zum letzten⸗ mal aufgefordert, welche noch Zahlungen oder Forderungen an die C. Fiſcher'ſche Verlaſſenſchaft zu machen haben, binnen acht Tagen erſtere zu entrichten und letztere einzugeben. Friedberg den 9. September 1852. P. F a bock. Meine Obſtkelter (1501) bringe ich zur Benutzung in gefällige Erinnerung. Friedberg. Philipp Söllner. Kirchweihfeſt zu Fauerbach II. (1502) Sonntag den 12. und Montag den 13. d. M., an den Tagen des hieſigen Kirch⸗ weihfeſtes, iſt bei mir gutbeſetzte Tanzmufik, wozu höflichſt einladet Fauerbach II. im September 1852. Sang. Kirchweihfeſt zu Fauerbach II. (1508) Sonntag den 12. und Montag den 13. September, als an den Tagen des hieſigen Kirchweihfeſtes, iſt bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanzmufik anzutreffen; unter Zuſicherung guter Bedienung ladet hierzu höflichſt ein. Wei ſie e. Frachtbriefe für den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband (15040 zur directen Beförderung zwiſchen den Endpunkten Berlin, Leip⸗ zig, Magdeburg, Warburg, Carlshafen und Haltingen(Baſel) ſind vorräthig bei C. Bindernagel. Kirchliche Anzeigen Sonntag den 12. Septbr. 14. Trinitaiſſ Pfarramtswoche: Vormittags: Nachmittags: Vormittags: Hr. Diaconus Ba Gottesdienſt in der Stadtkirche; Hr. Candidat Eckſtein. Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Burgkirche; Hr. Reallehrer Göring. 5 Nachmittags: Hr. Candidat Eich. Frankfurter Cours vom 8. Spt. 1851 5 Piſtolen fl. 9 47½-48 r Friedrichsd' or„ 9 57-58 72 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 5657 I 425 Rand⸗Ducagten 8„ 5 88-39— 20 Frankſtücke 8„ 9 33-34 Engliſche Souverains. 11 58 Preußiſche Thaler.„ 14575 A 1 Frankenthaler 7 222 Preußiſche Caſſenſcheine.„ 145%* fil 0 2 Pr Frucht prei ſ e. reiöpflug 8 n Ausſchu 89 2 8. Spt. 20. Aug. 19. An ol iz Oberheſſe attung. Fried⸗ Mai Gerne die! Main liger berg ing heim e eee fl. kr. fl. kr ff. unt ge Waizen pr. Malter 930 939 10 Abades 3 pr 100 Korn„„ 740 7 23] 7 a Diese Gerſte„„ 5 35 19 50 faden: Hafer„ 00 31301 327 310) zu 5 a e Polizei- Taxe Die Bedingu für die Städte Friedberg und Butzba vom 11. bis zum 17. September. 9 D f Fried⸗ Buß⸗ 85 Brod⸗Preiſe. berg. bach, 8 kr. pf. kr. f 1 Leib⸗Roggenbrod 3 12053 2%%% 7 5 3 512 N 3 1116 111 Lth. Lib. — Milchbrod 145 ¼ë 19/50 — Waſſerweck 115% 0 — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 146 17 Fleiſch-Preiſe. 0 f . pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 12— 12— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 9e „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7 268 „ Kalbfleiſch 8— 1 72 5„„ gemäſtetes e „ Schweinenfleiſch 13 214— „ Hammelfleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 5——— „ Wurſt veblos Schweinen 15— 16— „Bratwurſt 18 „ Schwartenmagen 18 „Geräucherter Speck 22 „Schinken 16— 18— „ Dörrfleiſch 16— 17— „ Schweinenſchmalz, 1 ausgelaſſen 20— 21— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 18— 18— „ Hammelsfett 161— 16 5 A Hefſfiſchen 8 rau 5 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Binderna gel in Friedberg. 1) die Concurret (nden, dem werden; 2 Anmeldunge haben ſpäte gerichte zu 3) die Reihenf nung, in u zum Wettp 4) bei zu ſtarf am ſpäteſte 9) Pflüge und Verein. Mit dieſem lerbeſſerter landn Indem zu!! Jerhandlung ein; drtsvorſtände u bereins die Bit, ſuſer Bekanntme Laubach Der Pr 1 Die Lean war b er wolle ſe unt, ſen Sie nig ne Berließ d die apm blen, ius i