2 a x e und Butzbach Dezember. ntelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Kiedberg, Vilbel und Nidd im Beſonderen. N 96. Mittwoch den 8. Dezember 1852. Die Schweſtern. Eine Memoiren⸗Novelle. (Fortſetzung.) Ich weiß, daß mein Schutzengel mir die Gedanken eingegeben, welche jetzt in meine Seele kamen, als ich den Brief las und darüber nachdachte; denn ich hatte im Ge⸗ bete gefleht, daß der allgütige Hirte mich als ſein Schaf leiten möge, da ich nur einfältiges, ſchwaches Kind ſei. Ich entſchied mich für zweierlei— Gabrielens Brief mei⸗ nem Vater zu zeigen, denn mein Gewiſſen ſagte mir ganz entſchieden, daß Verheimlichung unrecht ſei, und ihn nie— mals zu verlaſſen, weil die Zeit kommen könnte, wo er vielleicht meiner Pflege bedürfen oder dieſelbe ihm doch lieb ſein würde. Ich fühlte mich ganz glücklich, als ich auf den Knieen dieſen Entſchluß gefaßt hatte, und ſchrieb in dieſem Sinne an Gabriele. Ich weiß nicht, ob mein Vater bemerkte, was ich ſagte, er nahm wenigſtens keine Notiz davon, denn er war halb ſchlafend, halb rauchend; ich ließ daher den Brief an ſeiner Seite liegen, wie ich auch nachmals immer gethan, denn ich hörte häufig von meiner geliebten Schweſter?— und ach! es war hart, ihren Bitten, daß ich zu ihr kommen möge, zu widerſtehen — es ſei um meinetwillen ſowohl wie um ihretwillen ge— ſchehen, daß ſie einen ſo verwegenen Schritt gethan; jetzt habe ſie eine freundliche Heimath für mich, und ich weiſe ſie zurück. Die Zurückweiſung war hart; aber Gott war mit mir, ſonſt haͤtte ich niemals Kraft über mich ſelbſt gefunden, in meiner Pflicht zu beharren und mich ſelbſt zu verleugnen. Als Gabriele alle Gründe und Bitten vergeblich ſah, gab ſie den Ausbrüchen der Angſt nach, welche mich faſt überwältigten; doch„wenn ich ſchwach war, ſo war ich ſtark““) ich ergriff meine köſtliche Bibel, und ſchrieb an Gabriele, ich dürfe meinen Vater nicht verlaſſen. Es erſchienen nun Geſchenke von Büchern und allen Arten ſchöner und nützlicher Sachen, um mir zum behag⸗ lichen Leben oder zur Ausbildung zu dienen. Gabriele ſchrieb mir, ſie wohne in einem niedlichen Häuschen in der Nähe des Herrenhauſes und Herr Erminſtoun habe ſeinem Sohn vergebene Erſterer war ein Wittwer, und hatte fünf Töchter aus erſter Ehe,— Gabrielens Gemahl war 5) 2. Kor. 12, 10. das einzige Kind von der zweiten Frau: die Miſſes Er⸗ minſtoun blühten ſämmtlich im geſegneten Jungfernſtande und waren überall in der ganzen Gegend bekannt als „die ſtolzen Miſſes Erminſtoun.“ Dieſe Damen waren große, hagere Mädchen und galten bei den Leuten für „äußerſt prunkhafte Frauenzimmer;“ ſie trugen hohe Fe⸗ derbüſche und helle Farben, fuhren in prunkenden Equi⸗ pagen, oder gingen Sonntags zur Kirche mit einem Diener, welcher ihrem feierlichen und majeſtätiſchen Gange zum Bethauſe auf dem Fuße folgen und dieſen„armen Sünderinnen ihre reich verzierten Gebetbücher nachtragen mußte. Wie ſchmachtete ich, von Gabrielen zu hören, daß ſie glücklich ſei und von ihren neuen Verbindungen werth ge— halten; daß ſie aber auch in gewiſſem Maaße gedemüthigt ſei— betreten über den verwegenen Schritt, den ſie ge— than. Ich zitterte, ein zartes Mädchen, wie ich war, wenn ich mir dachte, daß Gottes Zorn auf ihr theures Haupt fallen und ihren Empörungsſinn züchtigen könnte. Sechs Monate nach Gabrielens Abreiſe ſtarb unſer Vater, nachdem er nur wenige Tage ernſtlich gelitten. Sterbend ergriff er meine Hand und murmelte:„Gutes Kind!“ und dieſe köſtlichen Worte fielen wie ein Segen auf meine Seele; und ich weiß, er horchte auf die Gebete, welche mir Gott in's Herz und auf die Lippen legte für ſeine ſcheidende Seele. Ich trauerte um den Todten, weil er mein Vater und ich ſein Kind war. (Fortſetzung folgt.) Monatsbericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Im Monat November gingen zu Gunſten obiger Anſtalt 439 fl. 6 kr. ein); die Ausgabe betrug 427 fl. 30 kr. Da wir für die laufenden Ausgaben nur 280 fl. bedurften, ſo konnten wir die Mehreinnahme zur Abtragung unſerer Schulden verwenden. 3 Aktien verkauften wir nach Dahlsheim in Rheinheſſen und Friedberg. Noch ſind 89 Stück zu verwerthen.— An Naturalien aller Art gingen aus Ober⸗ und Niederroßbach, ſowie Friedberg ſchöne Gaben ein. Herz⸗ lichen Dank allen Gebern im Namen ſämmtlicher Zöglinge der Anſtalt. Friedberg den 1. Dezember 1852. J. P. Schäfer, Vorſteher. „) 100 fl. haben Ihre Königliche Hoheit unſere hochverehrteſte Landesmutter die Großherzogin allergnadigſt geſchenkt und 100 fl. hat uns eine blinde Dame aus Riga in Rußland geſandt. —̃—— ͤä— Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Oeffentliche Aufforderung. (1829) In Folge teſtamentariſcher Anordnung und mit Rückſicht auf den zum Erben eingeſetzten abweſenden Franz Ludwig Carriere iſt ſeither die Verlaſſenſchaft des am 15. Juni 1819 in Griedel verſtorbenen Pfarrvicar Friedrich Ernſt Carriere curatoriſch verwaltet worden. Ebenſo ein Legat, das dieſem Franz Ludwig Carriere aus dem Nachlaß des Amtmann Lieb⸗ knecht zu Butzbach und der Chauſſeebaumeiſter Ludwigs Wittwe ſeiner Zeit angefallen iſt. In⸗ deſſen würde Franz Ludwig Carriere, geb. den 19. Juli 1782 in Braunfels und 1802 Pfarrer in Holzheim, ſpäter in Griedel, falls er noch lebte, ſeit dem 19. Juli l. J. das 70. Lebens⸗ jahr zurückgelegt haben; auch iſt während dieſer ganzen Zeit, ſo lange die Curatel beſteht, kei⸗ nerlei Nachricht von ihm eingegangen. Auf Antrag der Erben wird daher gedachter Franz Ludwig Carriere und wer ſonſt An⸗ ſprüche an die vorerwähnten bisher curatoriſch verwalteten Maſſen zu ha⸗ ben glaubt, hierdurch aufgefordert, dieſe An⸗ ſprüche bei dem unterzeichneten Gericht binnen einer zerſtörlichen Friſt von 60 Tagen, vom erſten Erſcheinen dieſer Aufforderung an gerech— net, geltend zu machen, oder zu erwarten, daß Franz Ludwig Carriere für verſchollen erklärt und alles ſeither curatoriſch verwaltete Vermögen den aufgetretenen Erben ohne weitere Caution überlaſſen wird. Butzbach den 15. November 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. Oeffentliche Aufforderung. (1830) Unterm 27. Februar 1821 entliehen Konrad Buß 1. und Frau von Gambach bei Amtmann Meier in Gießen ein Capital von 500 fl, ebenſo entliehen Tobias Metzger Schlagmüll er und Frau unterm 24. Juli 1821 bei Amtmann Theodor Meier in Gießen ein Capital von 400 fl. und wurden für beide Darlehn verſchiedene Immobilien in Gambacher Gemarkung verpfändet. Die deßfallſigen Ein⸗ träge ſtehen im Pfandbuche von Gambach noch offen, werden aber nicht mehr anerkannt und ſollen längſt erloſchen ſein. Auf Antrag der Intereſſenten und weil die betreffenden Urkunden nicht vorgelegt werden können, werden daher die Rechtsnachfolger der vorbenannten Dar— leiher oder wer ſonſt Rechte aus dieſen Einträgen zu haben vermeint, hierdurch aufgefordert, binnen einer Friſt von ſechs Wo— chen ihre Anſprüche bei dem unterzeichneten Gericht ſogewiß anzumelden und zu begründen, als ſonſt die beantragte Löſchung beider Ein— träge verfügt werden wird. Butzbach den 15. November 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. Oeffentliche Ladung. (1874) Nach Seite 204 des Hypotheken⸗ buchs der Stadt Friedberg entliehen Georg Martin Philippi und ſeine Ehefrau Phi⸗ lippine, geb. Reul, bei Dr. Freſenius in Erfurt unterm 30. Dezember 1762 ein Kapital von 1000 fl. zu 5 pCt. und verpfändeten ihr auf der großen Straße ſtehendes Wohnhaus neben Joh. Martin Falk und Frau. Rauch Wittwe; die Obligation wurde den 26. April 1763 an den Materialiſten Joh. Jacob Caſimir Leon⸗ hardi zu Frankfurt cedirt. Ferner entliehen nach Seite 54 deſſelben Hy⸗ pothekenbuchs unterm 19. Februar 1779 Mo- ſes Alexander dahier und Röschen, deſſen Ehefrau, bei dem Papiermüller N. N. Malt — 388— feld bei Nidda die Summe von 60 fl. und ſetzten zum Unterpfand ihr in hieſiger Juden⸗ gaſſe neben Moſes Bock und Meier Mombur ſtehendes Wohnhaus. 5 Und endlich errichtete nach Seite 67 des Hy⸗ pothekenbuchs unterm 7. Oct. 1814 der zum Bauinſpector der Stadt Friedberg ernannte Joh. Adam Steinhäuſer und ſeine Ehe⸗ frau Margaretha, geb. Wecker, für die treue Verwaltung dieſes Amtes eine Cautions⸗Urkunde in dem Betrage von 500 fl. und gaben zum Unterpfand ihr Wohnhaus, zum Ritter genannt, No. 139, mit Nebenbau, Scheuer und Stallung, auch Hofraithegrund und Gärtchen auf der großen Straße, neben Rathsſchöff Laubinger und Heinrich Weckerling gelegen. Da die gedachten Kapitalien längſt abgetra⸗ gen, resp. die Verbindlichkeiten aus dem Dienſt⸗ verhältniß ſchon lange erfüllt, die Urkunden aber abhanden gekommen ſein ſollen, ſo werden auf Antrag der Intereſſenten alle diejenigen, welche aus irgend einem Grunde Anſprüche an jene Schuld⸗ und Pfandverſchreibungen, beziehungs⸗ weiſe an die benannte Caution bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, ſolche um ſo ge⸗ wiſſer binnen zwei Monaten bei dem unter⸗ zeichneten Gerichte anzuzeigen und zu begründen, als die Urkunden ſonſt für erloſchen erklärt und die betreffenden Einträge im Hypothekenbuch gelöſcht werden. Friedberg den 24. November 1852. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. 5 Dr. Irle. Obligations-Verlooſung. (1879) Bei heutiger Verlooſung wurde No. 26 und 73, zu 100 fl. jede Obligation, zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1853 beſtimmt und ſind die Beträge bei dem Handlungshauſe Herrn J. Lindheimer zu Frankfurt a. M. ſ. Z. in Empfang zu nehmen. Oberſaulheim den 21. November 1852. Der Wolnb e. e 15(7 one tee (18810 In dem ehemaligen Walddiſtrict Hiſ⸗ ſigwald, nahe beim Ort gelegen, läßt die hieſige Gemeinde Donnerſtag den 9. und Freitag den 10. Dezember d. J., jedesmal von Morgens 9 Uhr an: 256½ Stecken Eichen⸗Scheitholz, 191„„„ Prügelholz, 3425 Stück Eichen⸗Wellen und 5347 Cubikfuß Eichen-Stammbolz in 31 Klötzen, in vorſtehender Reihenfolge meiſtbietend verſtei⸗ gern. Gegen genügende Bürgſcheine wird Zah⸗ lungsfriſt bis zum 1. September 1853 geſtattet. Kleinkarben den 30. November 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ströbel. Zur Nachricht. (1902) Zu Beſprechungen in Sachen, welche die Armencommiſſion angehen, zur Annahme von Unterſtützungsgeſuchen wie zur Ertheilung von Anweiſungen habe ich von heute an die Stunden Montags und Donnerſtags Vor⸗ mittags 9— 10 Uhr und Nachmittags 1— 2 Uhr beſtimmt. Friedberg den 1. Dezember 1852. e als vorſitzendes Mitglied der Armencommiſſion. Wohnungsvermiethung. (1903) Samſtag den 11. d. M., Nachmit⸗ tags 3 Uhr, ſoll in dem Amtslocale des Unter⸗ zeichneten eine in der ſog. Bauverwalterei in dahieſiger Burg befindliche Wohnung, zu welcher Keller, Speicher und ein kleiner Stall gehört, auf 3 Jahre, vom 11. Februar künftigen Jahrs an, öffentlich vermiethet werden. Friedberg den 4 Dezember 1852. Der Gr. Renkamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Holzverſteigerung. (190) Montag den 13. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr anfangend, werden im Diſtrikte Dickerbuſch 7½ Stecken Nadelſcheitholz; 9/%„ Nadelprügelholz; 15„ Nadelſtockholz; 1950 Stück Nadel⸗, 1237 SEichen⸗ u. Wellen; 525„ Ginſtern⸗ ſodann: 81 Stämme= 1096 Kubikfuß Nadelb au⸗ holz und 35 Stück= 125 Kubikfuß Nadelſtangen an den Meiſtbietenden verſteigert. Ockſtadt den 1. Dezember 1852. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt A n g e ee 8 Holzverſteigerungen in den Domanialwaldungen des Forſtamts Friedberg in dem Jahre 1853. 1905) Die Holzernte in den Domanial⸗ 8800 Das von ſt volſſe Bron Aueheſ Bemerku . (1885) waldungen des Forſtamts Friedberg für das Jahr 1853 ſoll in den nachbemerkten Zeiträu⸗ men verſteigert werden und kann die dabei be⸗ merkten Materialerträge liefern. A. In dem Revier Hochweiſel: a. in den Monaten März, April und Mai: 457 ſum. Stecken Brennholz und 10 ſum. Stecken Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz. B. In dem Revier Oberrosbach: a. in den Monaten Dezember 1852 und Ja⸗ nuar und Februar 1853: 858 ſum. Stecken Brennholz und 71 ſum. Stecken Bau-, Werk⸗ und Nutzholz; b. in den Monaten März, April und Mai: 965 ſum. Stecken Brennholz und 203 ſum. Stecken Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz; c. in den Monaten Juni, Juli und Auguſt: 458 ſum. Stecken Brennholz und 6 ſum. Stecken Bau-, Werk- und Nutzholz. C. In dem Revier Altenſtadt: a. in den Monaten December 1852 und Ja⸗ nuar und Februar 1853: 548 ſum. Stecken Brennholz und 8 ſum. Stecken Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz; b. in den Monaten März und April: 116 ſum. Stecken Brennholz und 12 ſum. Stecken Bau⸗, Werk- und Nutzholz. Die Bekanntmachungen der ſpeciellen Ver⸗ ſteigerungstermine werden, unter Angabe der zur Verwerthung kommenden Sortimente und Holzarten, jedesmal vorher durch die Gr. Re⸗ vierförſter in den Friedberger und Vilbeler An— zeigeblättern, ſowie durch Ausſchreiben in den einzelnen Orten, erfolgen. Rodheim den 28. November 1852. Der Großh. Heſſ. Forſtmeiſter des Forſtamts Friedberg Rübſamen. NN NN Privat- Bekanntmachungen. Freiwillige Mobiliarverſteigerung. (1897) Nächſten Mittwoch den 8. d. M., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werde ich in meiner Wohnung, in dem Hinterhauſe des Herrn Kümmich dahier, nachfolgende Gegenſtände, als: 1 Glasſchrank, 1 Kommode, Tiſche, Stühle, 1 ſeidenes Frauen- kleid, 1Atlasmantel, 1 Sammethut, Muff u. m. a., alles im beſten Zuſtande befindlich, einer öffent⸗ lichen Verſteigerung ausſetzen, wozu ich die Steigluftigen einlade. Friedberg den 1. Dezember 1852. Joseph Depireux. 8 Caree peil Nota. R (1751 zember d Einlag Einlagen Jahres e Herren? Einlag dem ſeit von (190% daß der gebraute gährige billig 1 derg für das „ eee rkten Zeiträu⸗ an de datt be nachungen. efrigerung. 8 d. M., Nag ner Wohnung, ammich dabier/ 1 Glasſchrank, 1 Depireus. 8 Frankfurt a. M. Das Pendulen-Lager fur Engros und Delail- Ver auf von Friedrich Böhler, Zeil 54, neben der Post, iſt vollſtaͤndig neu aſſortirt und enthaͤlt alle Arten Pendülen in aͤchter und galvaniſcher Bronze, aͤchter Vergoldung, Marmor und Porzellan, zu den billigſten Preißen. Ausgeſetzt zum Verkauf weit unter dem Preis ſind einige 30 Pendülen, zum größten Theil in noch ſehr guten Modellen, wobei 36 Stunden-Uhren von fl. 10 und 8 und 14 Tage-Werke von fl. 15½ anfangend und mehrere ganz große Garnituren(Pendülen und Candelabres) von fl. 150 bis fl. 400 per Garnitur, die ſich für große Säle und herrſchaftliche Wohnungen eignen. Bemerkung. Die Werke aller Uhren werden als vollkommen gut garantirt. Frankfurt a. M. Jager aller Arten mechaniſcher Lampen für Engros und Detail- Verkauf, als: Carcel, Patoux, Aurèoles, Moderateur; Luftdruck-Lampen, einfache Arbeitslampen ſowohl als alle Sorten, bis zu den feinſten Salon-Lampen, bei Friedrich Böhler, Zeil 54, neben der Post. Nota. Jede gekaufte Lampe wird in Frankfurt auf Probe gegeben und iſt der Käufer nicht verpflichtet, ſie zu behalten, wenn ſie ihn nicht vollkommen befriedigt, was ſtatt aller Anpreiſung der Güte der Lampen bemerkt wird. * (1883) (1885) E feh lu z. (1894) Meine Kinderſpielwaaren in großer und ſchöner Auswahl, bringe ich für die kommenden Weih— nachten in empfehlende Erinnerung. Friedberg den 29. Nov. 1832. Alg emefide Rentenanſtalt zu Darmſtadt. (1731 Diejenigen, welche der in der Bildung begriffenen, mit dem 31. De— zember d. J. geſchloſſen werdenden 6. Jahresgeſellſchaft, zu welcher bereits 409 Einlagen gemacht worden ſind, beizutreten oder Nachzahlungen auf frühere Einlagen zu leiſten beabſichtigen, laden wir hierdurch ein, ſolches vor Ablauf dieſes Jahres entweder dahier bei dem Hauptbüreau der Anſtalt oder auswärts bei den W. M a** Herren Bevollmächtigten derſelben“) zu eee 5 Uſergaſſe. Bis jetzt zahlt die Anſtalt im Ganzen 5404 itglieder mit 9001 Einlagen und einem effectiven Einlagecapital von 509918 fl. Ausverkauf wegen Auflöſung der Handels-Firma K. D. Schwarzſchild& Sohn f zu Bad Homburg, (1582) wird das ſehr bedeutende Waaren⸗ lager derſelben, in deren Local, Louiſenſtraße No. 43, vis-à-vis dem Kurſaale, unter den Fabrikpreiſen ausverkauft. Daſſelbe umfaßt große Vorräthe: 1) aller Arten Manufactur-, Kurz⸗ und Mo⸗ Bei der mit der Anſtalt verbundenen Depoſitencaſſe wurden außer⸗ dem ſeit Anfang d. J. bereits 242797 fl. hinterlegt. Darmſtadt den 25. Oktober 1852. 5 Die Direction der Allgemeinen Rentenanſtalt. *) In Friedberg: bei Herrn Heinrich Hahn; in Butzbach: bei Herrn Bürgermeiſter Seippel; in Vilbel: bei Herrn Geometer J. Claſſe Grosholz. dewaaren, 0 0* 2 Baieriſch Bier 2) aller Arten weiße Waaren und Möbel⸗ 2 1 1 4 7 7 ſtoffe, von Philipp Windecker in Friedberg. e Ae ene ge S (19060 Einem verehrlichen Publikum widme ich hiermit die ergebenſte Anzeige, N z. e e ſich daß der Verzapf des in meiner neuen, nach baieriſcher Art eingerichteten Brauerei befindliche Lager ausländiſcher Weine in gebrauten Bieres bereits eröffnet wurde. Flaſchen und Fäſſern, in Parthien unter Zaum Vexfaufe im Großen empfehle ich daſſelbe per Ohm 10 fl., ober⸗ dem Preiſe abgegeben. gähriges Bier zu 5 fl. 6 kr.; auch iſt jede Woche friſche Hefe ſowohl als Treber o n e billig zu haben„e 5(18840) Die Ziehung der von der Herzogl. Friedberg den 6. Dezember 1852. Braunſchweigiſchen Regierung garantirten 15 pitalien-Verlooſung findet am 16. und 17. Philipp Windecker. Dezember flatt; ſie enthält Gewinne von fl. 87,500, 70,000, 65,000, 60,000, 55,000, 45,000, 40,000, 31,000, 17,500 ic. ꝛc. bis ab⸗ wärts fl. 17½, in Allem 17,000 Treffer unter 28,500 Looſe. Es koſten ½ Looſe fl. 7.— ½ fl. 3. 30. ½ fl. 1. 45.—/ 53 kr. und empfehle ich ſolche allen Freunden ſolider und vortheilhafter Unternehmungen.— Pläne und jede Auskunft ratis. 5 5 Heinrich Steffens, Kaufmann, Mainſtraße 10 in Frankfurt a. M. Zur gefaͤlligen Beachtung. (1898) Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich meine Speiſewirthſchaft auf der Vilbelergaſſe, dem Goldenen Pfau gegen⸗ über, am 5. December eröffnen werde und bitte um gefälligen Zuſpruch. Frankfurt den 23. Nov. 1852. Chriſtian Spengler, Speiſewirth. Zu der k a u e n. (1907) Zwei brauchbare Pferde verkauft Friedberg. H. Salzmann. Geſchaͤfts-Eroͤffnung. (1908) Ich mache hiermit die ergebene An⸗ zeige, daß ich mich dahier als Herrenſchneider etablirt habe. Durch dauerhafte, geſchmackvolle und moderne Arbeit, ſowie durch billige Preiſe und einer ſchnellen Beförderung, werde ich das mir geſchenkt werdende Zutrauen ſtets zu recht⸗ fertigen ſuchen. Zugleich erlaube ich mir darauf aufmerkſam zu machen, daß bei mir zu jeder Zeit das neueſte Mode⸗Journal zur gefälligen Einſicht offen liegt. Auf Ver⸗ langen wird daſſelbe auch bereitwilligſt an In⸗ tereſſenten in ihre Wohnung zur Einſicht abge⸗ geben. Einer recht zahlreichen Kundſchaft ſieht entgegen Okarben den 4. Dezember 1852. Wilhelm Marheineke, Herrenſchneidermeiſter. Kapitalgeſuch. (1909) Gegen guten gerichtlichen Verlag wird ein Kapital von 3000 fl. zu leihen geſucht. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. M. Lejeune's Frostballenseife. (4910) Das beſte und bequemſte Mittel zur Heilung erfrorner Glieder. In Stücken mit Gebrauchsanweiſung à 12 kr., empfiehlt Friedberg. P. F. Schmittner. Oeffentliche Dankſagung. (19110 Am 2. d. M., Abends 6 Uhr, bei dem Ausbruch eines Brandes in meiner Hof⸗ raithe habe ich eine ſo große Theilnahme wahr— genommen, die ſich beſonders in einer raſtloſen Thätigkeit der hieſigen Bewohner und in der ſchnellen Herbeieilung und Hülfeleiſtung aus be⸗ nachbarten Orten bemerklich machte, daß ich mich verpflichtet füble, meinen öffentlichen Dank gegen Alle und Jeden auszuſprechen, die mir in dieſer Stunde der Gefahr rettend zur Seite geſtanden haben. Bönſtadt den 2. Dezember 1852. Friedrich Strauch. — 390— Ge ſſu N (1912) Ein ſolides gebildetes Mädchen ſucht als Gehülfin in der Haushaltung und bei der Kindererziehung ein Unterkommen, wobei es mehr auf gute Behandlung als auf großes Honorar ſieht. Conditorei⸗Waaren (1913) in ſchöner Auswahl, empfiehlt zu bevorſtehendem Weihnachtsfeſte 5 Friedberg. Friedr. Noll. Artern ef ſ ch! ge n. (1910) So eben ſind bei mir eingetroffen folgende Intereſſante Novitaten des Bibliographiſchen Inſtituts in Hildburghauſen und New⸗York. 1) Vollſtändiges Ortslexicon der Ver. Staaten von Nord⸗Amerika. Erſte Hälfte. niſſen, Städteanſichten und Karten Mit Bild⸗ 3½ fl 2) Vollſtändiger Auswander ungs⸗Atlas, die Ver. Staaten von Nord⸗Amerika. 1. 85 2. Lief. à 4 Karten 3) Meyer's Groſchen⸗Atlas über die ganze Erde. 1. Lief. von 2 Karten 4) Rümpler's Bilder aus der Natur und dem Menſchenleben. Das große das kleine 5 35 kr. Prachtvoll in Stahl geſtochen. gr. 1 7 f. 2 Leſebücher für die Jugend. 42 fr. 24 kr. 5) Die neuen, wohlfeilen luth. Pracht⸗ und Bilderbibeln, in allen Formaten und zu allen Zwecken, nämlich: a) Diamantbibel, Schillerformat, in 18 Lief. mit 36 Stahlſtichen. 1. Lief. 9 kr. b) Groſchenbibel. In gewöhnl. 8. und in 24 Lief.— Die allerwohlfeilſte Ausgabe mit 6 Stichen und 1 Karte zu 3% f. Groſchenbibel.— Die beſte Ausgabe mit 40 Stahlſtichen und 1 Karte. Jede Lieferung zu 7 kr. c) Confirmandenbibel. gr. 8. In 18 Lief., die wohlfeilſte mit 2 Stahlſtichen und 1 Karte zu 7 fr. Confirmandenbibel. Die beſte Ausgabe mit 36 Stahlſtichen und 1 Karte zu 10½ kr. d) Die Haus- und Familienbibel, in hoch 4˙. In 20 Lief., die wohlfeilſte mit 10 Stichen zu 9 kr. Die Haus⸗ und Familienbibel, die prächtigſte in 40 Stichen und 1 Karte zu 14kr. e) Die Kirchen⸗ und Paſtoralbibel in Folio zu 40 Lief., mit 40 Prachtkupfern zu 35 kr. 6) Die Walhalla oder Groſchen⸗Gallerie der wahren Bildniſſe der Zierden des Menſchenge⸗ geſchlechts(der größten Männer aller Zeiten). In Wochenlief. 1. Lief. von 2 Portraits. Nur 7 kr. 7) Corpus juris, für den Bürger und Landmann, ein juriſtiſcher Rathgeber für alle Rechtsfälle mit Formularbuch AUnbegreifliche und unerreichte Wohlfeilheit bei hübſcher, ja oft prächtiger Ausſtattung iſt bekanntlich das Motto für die Unternehmungen des bibliographi⸗ f In dieſen Beziehungen ſteht es einzig da und in der Gunſt des Publikums 4 hoch. Deßhalb iſt es auch nicht zu verwundern, daß die oben verzeichneten Unternehmungen ſchon an ſchen Inſtituts. hunderttauſend Subſeribenten zählen. Ich beſorge fortwährend die eingehen— den Beſtellungen auf das Schnellſte und Pünktlichſte. Friedberg. C. Bindernagel. (1915) In Commiſſion bei Th. Niemeber in Hamburg iſt erſchienen: Hämorrhoiden. Radicale, ſichere und gefahrloſe Hei— lung aller Haͤmorrhoidalbeſchwerden in kür zeſter Friſt, faßlich dargeſtellt von einem Nichtarzte. (W. Günther.) Preis 18 kr. Der Verfaſſer dieſer kleinen Schrift empfiehlt darin eine Heilmethode, welche ihm, nachdem er viele Jahre lang vergeblich medicinirte, binnen 3 kurzer Zeit die Geſundheit wiedergab. Vorräthig bei E. Bindernagel in Friedberg. (19160 Verlag von Joh. André in Offen⸗ bach a. M.: Tanz⸗Album 1853. Die paſſendſte Weihnachtsgabe für Klavier⸗ ſpieler, denen die neueren Tänze zu ſchwer ſind und welche doch auch zur geſelligen Unterhaltung beitragen wollen. 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