uf. N N en de Sefa ra N unkohh 2 1 1 i obengenam u 8 dis 12 un igeſehen wa, 0 Hude zu Igehorige den Meiſtbie 1 — 1 ge. ich Breiter.. Formularien füt iſter, Gemeinde nrechner, für vorſtände m. zu de 1d Taſchentuch wurden ö hümer kann fungsgebühren bei der oͤffnung. A Freunden ul zun in ein kleines Zimmer führte, Leute? Iſt die Herzogin ntelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Vilbel und Nidda im Beſonderen. Sonnabend den 7. Auguſt 1852. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Mit der theoretiſchen Prüfung der Bauhandwerker ird Montag den 9. Auguſt l. J., Vormittags um 8 Uhr, dem Rathhauſe zu Friedberg der Anfang gemacht, wo⸗ on ich die Intereſſenten hierdurch in Kennkniß ſetze. Friedberg den 30. Juli 1852. Der Gr. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Eine Vacht in Teras im Jahr 1849. (Fortſetzung.) „Seid ohne Sorgen, Sennor; wir wiſſen hier gut nit Pferden umzugehen“, ſagte der Mann mit der La⸗ ſerne, welcher unter die Hausthüre getreten war und mich deſſen Boden mit fei⸗ ken peruaniſchen Matten belegt war. Eine alterthümliche paniſche Mandoline hing an der Wand, und ich bemerkte m Zimmer eine kunterbunte, aber ſchön arrangirte Samm⸗ ung von Fiſchnetzen, Angelruthen und Schnüren, Peit⸗ chen, Piſtolen, Bogen und Pfeilen, nebſt einem Laſſo von bedeutender Größe, und verſchiedenen Pferdezäumen und Sebiſſen. Die Indianer und der Mulatte entfernten ſich und der Hausherr rief dem Letzteren noch nach:„Sage Venus, ſie ſolle mir Jupiter hereinſchicken!“ Venus war nämlich die Negerin, und Jupiter präſentirte ſich in Ge⸗ ſtalt eines der koloſſalſten Männer, die ich je geſehen; zum Unterſchied von der Mehrzahl der Afrikaner war ſein Haar nicht wollig, ſondern ſtraff und trotz der weiten Naſenlö⸗ cher und dicken Lippen hätte ſein Profil vom Scheitel bis zum Kinn doch für den Geſichtswinkel eines intelligen⸗ ten Kaukaſiers gelten können. „Jupiter,“ fragte der Herr;„wie ſteht's um unſere lebhaft und der Marquis bei guter Laune?“ „Vollkommen,“ war die Antwort. „Haſt Du ihnen ſchon ihre Abendmahlzeit gegeben!“ „Nein, noch nicht.“ „So halte ſie knapp, Jupiter; verdirb ihnen den Appetit nicht, denn ich habe ihnen fuͤr heute Nacht noch einen andern Braten aufgeſpart. Trag' Sorge, daß Stall⸗ und Gartenpförtchen wohl verwahrt werden, und halte mir gute Wache. Haſt Du ſchon John und Pepito in den Hinterhalt gelegt.“ „Sie ſind beide auf ihrem Poſten, Sennor Don Ramon,“ erwiderte Jupiter und verzog die breiten Lip⸗ pen zu einem ſchlauen Lächeln.„Soll alſo wirklich heute Nacht der Ball ſtattfinden?“ „Höchſt wahrſcheinlich. Iſt Alles ſicher?“ „Keine Mücke konnte in's Haus herein und keine Kugel von den Elenden kann durch unſre Thüren und Laden dringen!“ „Wohlan, mein Burſche, ſei wachſam und horch auf Pepito's Pfeifen. Laß uns nicht von den Hallunken überrumpelt werden!“ g „Mein Wort darauf, Sennor Don Ramon, ſie müſſen ſehr geſchickt ſein, wenn ſie uns entkommen wollen 17 „Wo iſt der Marquis?“ „Im Hofe.“ „Deſto veſſer!“ Jupiter entfernte ſich und ſchloß die Thüre. Ich hätte während dieſes ſeltſamen Zweigeſprächs Zeit genug gehabt, Don Ramon de Vigueyra zu beobachten, welcher mir nun gegenüber ſaß und ein Glas köſtlichen Madeira kredenzte. Er hatte nicht die entfernteſte Aehnlichkeit mit ſeinem Oheim, dem jovialen guthmüthigen Gaſtwirthe, ſondern war ein Mann von etwa 40 Jahren, blaß, hager, mit ſanften dunklen Augen, deren gewöhnliche Schwermuth oft einen ſehr wilden Ausdruck annahm. Seine Naſe war gerade und ſchön geformt, die Augenbrauen ſchoͤn geſchwun⸗ gen; aber ſeine dünnen feſtzuſammengekniffenen Lippen und ſeine runzelvolle Stirne bezeichneten die ausdauernde Entſchloſſenheit eines Gemüths, das niemals einen Freund⸗ ſchaftsdienſt vergaß oder eine Kränkung verzieh. Nach⸗ dem wir die gewöhnlichen Artigkeiten gewechſelt, hub er an:„Wir leben hier wie Wölfe, Sennor Caballero. Ich bin unvermählt und gedenke es lebenslang zu bleiben. Dieß hier,“— und er deutete dabei auf die Jagd⸗ und Fiſchfangs⸗Geräthe an den Wänden,„ ſind die Gegenſtände meiner Unterhaltung und meines Zeitvertreibs. Mit Aus⸗ nahme von Jupiter, Venus, Pepito, John, dem Marquis, der Herzogin und meinen Hunden habe ich das ganze Jahr über ſelten andere Geſellſchaft, als die von wilden Thieren, und ich muß— nach der Lehre von der Aſſimi⸗ lation, welche unſere Philoſophen aufbringen— in den ſechs Jahren, ſeit ich hier ſo lebe, ſelbſt ein wildes Thier —— — ä . geworden ſein.— Sie ſind Franzoſe und ein beherzter Mann, nicht war?“— Ich bejahte durch ſtummes Kopf⸗ nicken.—„Wohlan, bereiten Sie ſich heute Nacht auf etwas außergewöhnlich Schreckhaftes vor— Sie brauchen ſtarke Nerven, um es anzuſehen!“ Während er noch ſprach, hörte ich in irgend einem entfernten Gelaß des Hauſes einen wirren Lärm von Heulen, Bellen und wil⸗ dem Gebrülle.—„Meine Wohnung, in welcher ich Sie herzlich willkommen heiße, Sennor,“ ſetzte Don Ramon hinzu,„enthält einige wilde Thiere; wir können uns in dieſer entfernten Region keines ciwiliſirten Umganges rühmen.“ „Und doch,“ wandte ich ein,„hörte ich Sie eines Marquis und einer Herzogin Erwähnung thun. Sind dieß Gäſte von Ihnen?“ f „Allerdings; wollen Sie den Marquis kennen ler⸗ nen? die Herzogin iſt ſo eben bei Tiſche, wird aber gleich auch erſcheinen!“ Er nahm die Lampe vom Tiſche und führte mich über einen langen Flur nach einem innern Hofe. Kaum hatten wir dieſen betreten, ſo ſtürzte ein großer grauer Bär(grizely bear) auf uns zu, ſtellte ſich auf die Hinterläufe und legte ſeine Branten(Tatzen) Don Ramon auf die Schultern. Um ihn tummelten ſich die beiden großen Hunde, deren ich ſchon gedacht habe, und zerrten und biſſen ihn an den Ohren, ohne des Bären Gleichmuth im Mindeſten zu ſtören.„Dieß iſt der Marquis,„ ſagte Don Ramon und reichte ſeinem Liebling einen Kuchen, den er in der Taſche mitgebracht hatte und den das Thier ganz artig nahm.„Sie ſehen, er iſt ſehr wohlgezogen und in ſeinen Gelüſten einigermaßen ein Epikuräer!“ ſagte Don Ramon, und da in dieſem Augenblick etwa ein Dutzend Hunde von der ſchon erwähnten Race(derſelben, die man unter dem Namen„Bluthunde“ früher zur Jagd der ar⸗ men Indianer benützt hatte) mit lautem Gebell in den Hof herausſprangen und ihren Herrn liebkoſend umſpran⸗ gen, fuhr Don Ramon fort:„Mein Haus iſt eine wahre Menagerie, aber meine Pfleglinge ſind mir ſehr treu, ich verſichere Sie!“ Auf ein Wort von ihm entfernten ſich der Bär und die Hunde nach ihreu Quartieren. Don Ra⸗ mon verriegelte das Pförtchen nach dem Hofe wieder hin— ter ſich, und wir kehrten in das Zimmer zurück, das wir kaum zuvor verlaſſen hatten.„Sennor,“ ſagte mein Wirth, „in dieſen fürchterlichen Einöden haben wir keine beſſeren Vertheidiger als dieſe Thiere. Mit einer Leibwache fürchte ich weder die Indianer, die uns mit Feuer und Schwert überziehen, noch die Texaniſchen Räuber, welche uns be— ſtändig mit Mord und Einbruch beläſtigen. Ich habe von meinem Neger Jupiter und von den Lepau-Indianern, — 24s—„ 3 53 Vollkommenheit gebracht haben, ganz neue und in Euro Augen auf ſeinen Herrn gerichtet und geduldig ſeiner Lieh welche dieſe Kunſt zu einem merkwuͤrdigen Grade vr noch unbekannte Mittel kennen gelernt, wilde Thie bändigen und zu zähmen. Die berühmten Carter und vi Amburgh, welche aus der Neugier der Bevölkerung Eu europäiſchen Großſtädte ſo viel Geld ziehen, haben au in derſelben Schule ſtudirt, ſind aber im Vergleich u unſeren Wilden und Jupiter noch wahre Stümper ihrer Kunſt. Um des Gehorſams dieſer Thiere ganz g wiß zu ſein, muß man ſie beinahe von der Geburt 4 aufgezogen haben. Ich habe die meinigen in einem ſe 117 chen Grade von Unterwürfigkeit und Folgſamkeit, daß t n hier, von Gefahren aller Art umgeben, harmlos und oh alle Furcht leben kann.— Allein laſſen Sie uns zu ſche gehen! ich ſehe, daß man uns ein frugales Abendbr hergerichtet hat! Ich war ſehr hungrig und ließ mir die koſtlic Mahlzeit weidlich ſchmecken. Nach dem Eſſen ſagte De Ramon:„Mein guter Oheim iſt doch ein trefflicher( ſchäftsmann. Da hat er mit dem Schurken Peters noch ein alten Span zu brechen, und hat ihn ohne Zweifel hieſ her gewieſen. Vaya, vaya! wie der Oheim ſagt, laßt ih kommen den Räuber. Er ahnt wohl nicht den Empfang. welchen ihm unſere Garniſon hier bereiten wird.... Wo Ruſſ len Sie nicht dieſe Oliven verſuchen, Caballero? ſie kon 2) ud ots men acht aus Sevilla.— Horch, ich höre Jupiter m ſddegg dem Marquis herkommen. Geben Sie ihm ein Stück vi f dieſem Zuckerbrod, und er wird ſogleich gut Freund m aue ho Ihnen ſein!“ Das mächtige Thier trat ein, und ſetzſſſſabr) bei ſich ganz ernſthaft vor mir auf die Hinterbeine und de willkommte mich mit ſeiner Tatze.„Was halten Sie vol Feuſt 215) bi Di Auguſt Die Paſ ſeiner Artigkeit, Sennor? Ich verſichere Sie, wenige Herren in Texas ſind ſo wohlerzogen. Sennor Mat quis,“ wandte er ſich an den Bären,„Ihre Dame wan tet draußen; öffnen Sie ihr gefälligſt die Thüre!“ De Ber Bär reckte die Tatze aus und ſchob den Riegel geſchichſ a8) An Se zurück. Sogleich ſprang eine ſchwarze glänzende Maſſ n s Kurhaus herein und ſetzte mit einem Sprunge auf den Tiſch, aß dun verborenz d welchem wir ſaßen. Es war ein wunderſchöner weibliche a ef Jaguar, der ſich nun nach Katzenart die ſammtenen Pfo 4 ten unterſchlug und auf den Tiſch ſetzte, die funkelnden An (4293) Beis in Vilbel ſind die Hetten B einnehmet un Kirchen⸗ und erhalten. koſungen harrend.„Erlauben Sie mir, daß ich Ihnel die Herzogin vorſtelle,“ ſagte Don Ramon,„ſie kann ſich mancher Reize rühmen und Sie werden wohl daran thun ihr ein wenig zu ſchmeicheln— das verfehlt ja ſeinel Eindruck bei dieſem Geſchlechte nicht!“ (Schluß folgt.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. MN Bekanntmachung, (1285) Die Lieferung einer größeren Quantität Frühkartoffeln, ſowie von circa 40 Fuder Roggenſtroh für hieſige Straf⸗ anſtalt ſoll Montag den 9. e l. J., Vormittags 1 in dem Directorialbüreau dahier, an den We⸗ nigſtfordernden vergeben werden. Marienſchloß den 31. Juli 1852. Die Verwaltungs⸗Commiſſion: Für die Ausfertigung Nispel, Secretär. Zum Ausleihen. (1286 Gegen gerichtlichen erſten Güterein⸗ ſatz können bei dem Auguſtiner Schulfond da⸗ hier bis zum 12. Oktober 1500 fl. und bis weiſe abgegeben werden. zum 11. November d. J. 3000 fl. darlehns⸗ Wieſen: f. 8„ 827„ 48 9,8 Klafter 2 5 Ruthel Geſche Friedberg den 30. Juli 1852. im Ried, 295) N Der Rechner G. F. Na u.„Sr„ 50 16,1 Klafter— 6% Ruth dice. n daſelbſt, b Kapital ⸗Geſuch. (1296) Die Gemeinde Wiſſelsheim ſucht ein Kapital von fl. 4000 zu 4% Zinſen auf⸗ zunehmen. Anmeldungen wolle man gefälligſt innerhalb 14 Tagen bei dem Unterzeichneten einreichen. Wiſſelsheim den 5. Auguſt 1832. Der Gr. Heſſ. Beigeordnete Schmidt. Immobiliar⸗-Verſteigerung. (1067) Dienſtag den 10. Auguſt l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die nachverzeichneten, dem hieſigen Bürger Hein⸗ rich Bender gehörenden Immobilien, als: Gemarkung Burg Friedberg: Pag. 89 No. 18 Hofraithe, als: Wohnhaus. Stall, Schoppen und Gärtchen, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 24. Juni 1852. f In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgerichts Bender. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſl Verſteigerung. (1297) Donnerſtag den 9. d. M., Vol, mittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Büren des Unterzeichneten verſchiedene bei Reparalur des Schulhauſes nöthigen Maurerarbeiten, ſb⸗ wie das Ausweißen des Schullocals öffentlich an den Wenigſtfordernden vergeben werden. Wiſſelsheim den 5. Auguſt 1852. Der Gr. Heſſ. Beigeordnel Schmidt. e ergebene Anz ud Schweinenn aur geneigten Al ſcpfohlen. dtiedberg de Ju V (1208) en vo ſlethen Itiedberg N 4299 Uf.* On en und vllde 8 don de digen 3 in ein 1 lar em Aelgſamkeit 0 Um ein Stück 10 II. 0— eich gut Freund g rat ein, und ſt en. Sennor M. i Ihre Dame t l die Thuͤre l, D. 1267) bei 2 4 11740 Die am 9 7. 7. 77 7. 14.. 1 7· , 21. 7,, 1 28 8 7 1* 7, 7„ Die Paſſagiere werden durch 7 zuverläſſige Kondukteure 249 Hachricht für Auswanderer nach Amerika SPECIAL AGENTUR der 16 regelmäßigen Poſt⸗Sehiffe zwiſchen LONDON& NEV YORK, Abfahrten der regelmäßigen Poſtſchiffe finden Statt an jedem Donnerſtage in j ed* daß uli und Auguſt gehen ab: j ſtag jeder Woche und zwar im und oh 55 Juli das Poſtſchiff Tutham ten, Capitän E. G. Tinker von 1500 Tonnen. ornelius Grinnell, A. T. Fletſcher 1200 5 a 11 E. 2. ion 4 1200 5 on, 5 F. H. Hebard 1200 75 Patrick Henry, 95 F. F. Habbard„ 1200„ ndependence,„ R. Gordon Ae, targaret Evaus, S. Pratt„ 1200„, bis London begleitet. Die Special⸗Agentur der 16 regelmäßigen Poſtſchiffe zwiſchen London und New⸗York, i Carl Ahlborn in Mainz. Ruſſenſteine 4142) ſind ſtets vorräthig bei Friedberg. Chriſtian Ulrich. Neue holländiſche Vollhäringe! 5 Wilhelm Fertſch. Fenſter⸗Glas (1215) bei 7 L. Goldmann junior. g Verloren. (1289) Am Sonntag Abend wurde in der e glanzende Meſe Nähe des Kurhauſes in Nauheim eine goldene auf den Tisch, g Broche verloren; der redliche Finder wird ge⸗ derſchöner weiblich ten, dieſelbe gegen 25 gute Belohnung bei de ſanntenen J. der Expedition dieſes Blattes abzugeben. de, die funkeln Anzeige. geduldig ſeiner Lic; Mir i 1 5 ich.(1293 Bei Heinrich Breiter V. anon,„ſie fann st a wohl daran thn verfehlt ja ſein —— ſen: Klaftrr= 5½ Ruh 9 1 zu Auftrag: . pe. kandgerichts ih. bef. Sarge eder. ollen auf oledene bei Repart 15 Maurgatbeitn 5 Schulocals fefa den vergeben* e 2 pe. Hagen 3 191 n Vilbel ſind alle Formularien für die Hekren Bürgermeiſter, Gemeinde⸗ rinnehmer und Kirchenrechner, für Kirchen⸗ und Schulvorſtände ꝛc. zu erhalten. Geſchaͤftseroͤffnung. (1295) Meinen wertbeſten Freunden und Sönnern von nah und fern mache ich hiermit e ergebene Anzeige, daß ich meine Wirthſchaft und Schweinenmetzgerei dahier eröffnet habe. zur geneigten Abnahme halte ich mich beſtens mpfohlen. Friedberg den 1. Auguſt 1852. Jobs. Philipp Gerth, dem Rentamte gegenüber. Zu Vermiethen. %(1298) Ein vollſtändiges Logis hat zu ver⸗ wliethen Friedberg. Rheinwein (1299) von ſehr angenehmem Geſchmack zu 8 fl. die Ohm, bei Chriſtian Hecht in Friedberg. Bernhard Wagner. Empfehlung. (1300) Den Herren Civil ⸗Staatsbeamten dahier und in der Umgegend widme ich hier⸗ durch die ergebene Anzeige, daß ich mit Tuch und Bukskin für Uniformen in den vorſchrifts⸗ mäßigen Farben beſtens verſehen bin. Um ge⸗ neigten Zuſpruch bittend, erlaube ich mir noch die Bemerkung, daß meine Herren Abnehmer ſolider und billiger Behandlung verſichert ſein können. Friedberg im Juli 1852.. Seligmann Hirſchhorn. Zu Verkaufen. (1301) 3 Faſelochſen, ein rother, 2½ Jahr alt, zwei rothbunte, wovon der eine 2% Jahr, der andere 1¼ Jahr alt iſt, hat zu verkaufen Pachter Ludw. Schultheiß zu Steinfurth. Gefunden (1302) ein Tintenfaß. Zu erfragen bei der Expedition dieſes Blattes. Benachrichtigung. (1303) Die zweite Caſinopartie findet, bei günſtiger Witterung, Mittwoch den 11. d. M. in Nauheim(bei Herrn Daniel Fritz) ſtatt. Die Vorſteher. Eine Schenkamme, (130) welche zum zweiten Male ſtillt, ſucht einen angemeſſenen Plaß. Das Nahere iſt bei Herrn Büttner in Nauheim zu erfahren. ein (1305) Hiermit bringe ich zur gefälligen Kenntniß, daß ſich meine Buchdruckerei vom 1. Auguſt an in Vilbel befindet, und empfehle ſolche zu allen in dieſes Fach einſchlagenden Ar⸗ beiten beſtens. Zugleich empfehle ich das bei mir erſcheinende Kreisblatt zu Anzeigen aller Art, da ſolche, namentlich im Kreiſe Vilbel, zu ſehr großer Verbreitung gelangen. Abonne⸗ ments preis 24 kr. halbjährlich. Einrückungs⸗ bebühr die Zeile 2 kr. Vilbel. P. Ganß, Buchdrucker. Geſchaͤftdempfehlung. (13000 Dem verehrlichen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich heute mein neu etablirtes Spezereigeſchäft, verbunden mit dem Verzapf von Rheinweinen, Ma⸗ laga, Muscat, Lünel, Rouſſillon, ſo⸗ wie mit dem Verkauf von abgelagertem Weineſſig, Num de Jamaica, Arrac de Batavia, feinem Punſcheſſenz ꝛc. er⸗ öffnet habe, mit dem Anfügen, daß ich auch den Verkauf von Schreibmaterialien mit dieſem Geſchäft verbinde. Um geneigten Zuſpruch bittend wird es ſtets meine Aufgabe ſein, die mich beehrenden Kunden reell und billig zu be⸗ dienen. Friedberg den 4. Auguſt 1852. H. M. Hirſchſprung, Eck der Kirchgaſſe dem Schulhauſe gegenüber. Zu Vermiethen. (1307) In dem von Herrn Schreinermeiſter Walther an mich gekauften Hauſe iſt der untere Stock zu vermiethen und kann bis den 1. Ro⸗ vember d. J. bezogen werden. Friedberg. Ph. Wagner. Für Auswanderer. (1308) Die erſte Expedition nach New⸗ Orleans am 29. Auguſt ab Mainz. Baruch Hecht, Agent. Wiener Putzpulver (1309) in Packeten à 4 und 8 kr. Mit dieſem, für jede Hauswirthſchaft unentbehrlichen Pulder, kann man ſofort allen Metallen den ſchönſten Glanz ertheilen, bei J Friedberg. P. F. Schmittner. Ein tüchtiger Glaſergeſelle (13100 kann ſogleich in Arbeit treten bei Friedberg im Auguſt 1852.. F. Hanſtein, Glaſermeiſter. Kunſt⸗Notiz. (1311) Friedberg. Wir erlauben uns die Freunde der Tonkunſt und des Geſanges auf das Sonntag den 8. Auguſt, Abends 6 Uhr, zu Naubeim im Kurſaal ſtattfindende Concert des rühmlichſt bekannten Kunſt⸗ und Naturſängers Hrn. Pigall aus Wien— dem ein bedeutender Ruf vorangeht und der eben ſo beſcheiden als verdienſtvoll in neuerer Zeit im Mainzer Stadttheater, ſowie in Frankfurt, Hanau ꝛc. durch ſein öffentliches Auftreten ſich bewährte— aufmerkſam zu machen. 5 * — 250— r Ankündigung? der Specerei-, Porcellain⸗ und Glas⸗Handlung von J. Goldmann jun. in Friedberg. (1203) Die tägliche Erfahrung, daß Leute, welche zu mir geſchickt werden um Waare zu holen, ſolche, um daran zu gewinnen, ſehr oft in geringerer Qua⸗ lität anderswo mitnehmen, veranlaßt mich, von nun an allen Düten und Packeten meinen Namen aufzudrücken. Empfehlung. (4312) Unterzeichneter beehrt ſich den Herren. Gr. Heſſ. Staatsdienern ergebenſt anzuzeigen, daß ſein Tuchlager in den erforderlichen Farben zur neuen Uniformirung zu allen Preiſen beſtens aſſortirt iſt, und daß die Farben ſowohl ganz exaet als die Qualitäten acht und nur von niederländiſchem Fabrikate ſind. Gleichzeitig bringt derſelbe ſein übriges Lager unter Zuſiche⸗ rung der reellſten Bedienung in geneigte Erinnerung. D. Strauß, Doͤngesgaſſe Nro. 8 neu zu Frankfurt a. M. Einladung. (13130 Sonntag den 8. d. M. will der Unterzeichnete ein Scheibenſchießen auf dem im ſog. Auwäldchen am Weg nach Ilbenſtadt be⸗ ſtimmten Schießplatz mit Bürſchbüchſen abhalten. Die Gaben, welche herausgeſchoſſen werden, beſtehen in zwei fetten Hämmeln und entſpre⸗ chenden Geldpreiſen. Ich lade daher alle Luſttragende höflichſt mit dem Bemerken ein, daß für Harmonie⸗ und Tanzmuſik, ſowie für gute Speiſen und Ge⸗ tränke beſtens geſorgt ſein wird. Aſſenheim den 2. Auguſt 1852. Georg Haas. Dankſagung. (1310 Am jüngſt verfloſſenen Freitag, den 30. v. M. hatte mir der Himmel eine ſchwere Prüfung auferlegt. Mein noch nicht 5 Jahre altes Söhnchen, Julius, das ich von hier früh Morgens mit nach Friedberg nahm und in einem dortigen Gaſthauſe nur wenige Minuten allein zurückließ, um Etwas in der Apotheke ab⸗ zuholen, hatte ſich während meiner kurzen Ab⸗ weſenheit verlaufen, ohne daß mir Jemand über ſeinen Aufenthalt Auskunft zu geben ver⸗ mochte. Alle Nachforſchungen in der Stadt blieben ohne Erfolg und ich war volle 12 Stunden über das Schickſal meines Soͤhnchens in der peinlichſten Unge⸗ wißheit, bis ich gegen Mitternacht zu Dor⸗ beim die freudige Nachricht entgegennahm, daß es auf dem Wege zwiſchen Reichelsheim und Florſtadt aufgefunden und nach Haus gebracht worden wäre. Dahin eilend, fand ich, Gott ſei es tauſendfach gedankt, dieſe Nachricht beſtä⸗ tigt. Der 13jährige Karl Becht von Rei⸗ chelsheim, Sohn des daſigen Schmiedmeiſters Herrn Becht, hatte mein, faſt den ganzen Tag umherirrendes Kind auf dem Wege, der von Reichelsheim nach Florſtadt führt, aufgegriffen und hierher gebracht. Dieſer Jüngling war ſomit der von Gott geſandete Retter meines Kindes, daher auch ihm zunächſt den herzlichſten, nie erlöſchenden Dank eines tiefgebeugten, durch deſſen rettende That wieder aufgerichteten Va⸗ ters; dann aber auch an alle die Edelen, die mir bei dieſer Veranlaſſung ihren gefälligen Beiftand gewährt haben; insbeſondere halte ich mich verpflichtet, die Maßnahme des Herrn Schullehrers Gimbel zu Dorheim, der die Schuljugend zum Aufſuchen meines Kindes ins Feld ſchickte, erwähnen zu müſſen. In dieſer zwar kurzen, für mich aber höchſt traurigen Zeit, gereichten mir die vielen Beweiſe humaner Hand⸗ lungen zum ſchönſten Troſte, ſie werden mir ſtets ſo unvergeßlich bleiben, als meine Dankxarkeit nie erlöſchen wird. Möge der Himmel einen Jeden vor ſolchen und anderen Unfällen bewahren! Aſſenheim den 3. Auguſt 1852. Salomon Reiss. Nauheimer Teichhaus. (1315) Sonntag den 8. Auguſt iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Selſer brunnen bei Okarben. (13160 Sonntag den 8. Auguſt iſt bei mir gut beſetzte Harmonie und Tanzmuſik anzu⸗ treffen, wozu höflichſt einladet Jacob Sypre. Anzeigen (1317) zur Aufnahme in die Nau⸗ heimer Kurliſte werden entgegen ge— nommen bei Friedberg. C. Bindernagel. Literariſche Anzeige. (1318) Bei C. Bindernagel in Fried⸗ berg iſt vorräthig: Der kleine Engländer, oder die Kunſt, die engliſche Sprache ohne Lehrer auf eine leichte und ganz faßliche Art in einigen Tagen richtig ſprechen zu lernen. Ein Hülfsbuch für Auswanderer. Herausgegeben von f Prof. Dr. F. A. Grün. Sechste vermehrte Auflage. Preis 18 kr. Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 8. Auguſt 9. Trinitatis Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Stel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Seriba. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Candidat Sommerlad. Nachmittags: Hr. Candidat Zimmermann. Frankfurter Cours vom 5. Aug. 1852 Fer 1 fl. 9 46-47 Friedrichsd' oer„ 9 58-59 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 57-58 Rand⸗Ducaten. 1 20 Frankſtücke„ 9 34-35 Engliſche Souverains. Preußiſche Thaler„ 145% ½ 5 Frankenthaler 5 Preußiſche Caſſenſcheine 5„ 145% Fruchtpreiſe. 4. Aug. 30. Juli 28. Jul Gattung. Fried⸗ 10, Gerns, berg Mainz] heim f. f ir, AF Waizen pr. Malter] 945 10 7— Korn„ 77 8.— 716 Gerſte„* 5 30 516 530 Hafer„ 31501 41 31—— — Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 7. bis zum 13. Auguſt. Jiſelbe nunmeh u bun dem. I das Jaht Nachdem d ſahw. Vereins lte Budget ſuptſaatsfaſſe um des In 9 Zuſchuß aus 0 9 Beiträge d ) Erſparniſſe und ausſte 1) Bureauke tars, Ex Y Kaſſe⸗ un des Ger 3) Wieſenv 4) Verbeſſe 5) Unterſti terland 6) Unterric ſchlag 7) Verbreit 8) Unterſtu im Grel Y Unterſtül lenweide 10) Unterſtüt 11) Kaudwirt % Unterrich 10) Anſchaff nage 10) Prei fl 2 5 Fried⸗ Buß⸗ 3 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3— 1 3— 2 77. 51 34.5— 44„ 77 11652 12ʃ— Lth. L — Milchbrod 145 15 —Waſſerweck 115 ½ — Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 15¾ 17% Fleiſch-Preiſe. pf 1 11 Ochſenfleiſch 121— 12— „ Kühfleiſch, gemäſtetes 9—1 9— „ Rindfleiſch, gemäſtetes 2 2 7 „ Kalblleiſch 6 f 21 6/5 „„„ gemäſtetes e „] Schweinenfleiſch 131 3 „ Hammelfleiſch 9— 9— „Schaaflleiſch 5—— 7 „] Wurſt v.blos Schweinen 14— 14 „Bratwurſt 16— 16 „ Schwartenmagen 161— 16 „ Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 5 5 16— 17— „ Dörrfleiſch 16— 17 „Schweinenſchmalz, e ausgelaſſen 20— 21— unausgelaſſen 20— 20 „Nierenfett 18— 18— „ Hammelsfett 161— 16— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeifſ en Bender. Krau b. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 100 Verbleihe 4