ntellig Provinz Oberheſſen ſſe dreimal eans aͤlhafteſen 4 7 g gt die Ex. L g. , da Schaaf. Unterpichntte dammel, 1852. Eheleute. 1 impfſchiffe eichniß der furt a. M. ige. Portrait on Mainz, zunel, N 4 enz-Blatt fuͤr die im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. N 11. Sonnabend den 7. Februar 1852. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Bei einem dem fremden Eigenthum gefährlichen, ſchon öfters beſtraften Menſchen, welcher dringend verdächtig iſt, in einigen hieſigen Gaſthäuſern(wo er ſich fälſchlich Hein— rich Walther nannte) verſchiedenes Geräthe geſtohlen zu haben, fanden ſich: 1) ein Betttuch, B. R. 13 gezeichnet, 2) ein ſolches, B. R. 6 gezeichnet, 3) ein roth, blau und weiß karirter Kopfkiſſen⸗Ueberzug, ohne Zeichen, 4) 3 grau, blau, roth und weiß karirte Kopfkiſſen-Ueber⸗ züge, ohne Zeichen, 5) ein Bettüberzug von gleichem Zeug, und 6) ein Bettüberzug, blau und weiß karirt, welche Sachen ohne Zweifel auch irgendwo— am wahr— ſcheinlichſten aus einem Wirthshauſe— geſtohlen wor— den ſind. Diejenigen Behörden, welchen etwa bekannt ſein ſollte, wem dieſe Gegenſtände geſtohlen worden ſind, werden er— ucht, mir bald gefälligſt weitere Aufſchlüſſe zu geben. Gießen am 28. Januar 1852. Der Großh. Polizei-Commiſſär L Ni. Der Ning. Eine Erzählung von Ernſt Ritter. Mitten im deutſchen Reiche liegt eine alte Stadt, die einſt größer, bevölkerter und gewichtiger war als heut zu Tage. Wenn man lange in Frankreichs oder Italiens wärmerer Sonne gelebt hat, oder in Englands vervoll— kommneter Lebensbequemlichkeit, ſo wird dem Deutſchen dennoch das Herz von einer heimlichen Wonne erfüllt, bei zer Vorſtellung einer deutſchen Stadt. Darunter ſind nicht die beiden Rieſen Wien und Berlin zu verſtehen. Berlin iſt in einer Zeit bedeutend geworden, wo Deutſchland ge⸗ ting geachtet wurde, wo ſeine großen Künſtler in Mo⸗ der und Vergeſſenheit lagen, wo ſeine Literatur noch nicht wieder geboren war; und in Wien, das während der ganzen Epoche, in der die Kunſt in Deutſchland blähte, groß und mächtig war, iſt ſeltſamer Weiſe bis auf die Stephanskirche und die kleine Ordenskapelle Maria-Stie⸗ gen faſt jede Spur einer grauen Vorzeit verſchwunden. Die ganze Stadt iſt entweder mit Paläſten aus der Zopf— zeit oder irgend einer andern charakterloſen Epoche ange— fuͤllt, zwar an ſich reich und prachtvoll, von denen aber nicht einer den Betrachter an jene Zeit erinnert, wo die Architektur die Poeſie des Jahrhunderts verſinnlichte;— oder von jenen fluchwürdigen Gebäuden, Zinshäuſer ge⸗ nannt, deren einzige Aufgabe es iſt, in den möglichſt kleinen Raum eine moͤglichſt große Anzahl von Familien zu zwän⸗ gen und zwar ſo, daß die Prunkzimmer nach etwas aus— ſehen, während alle Bequemlichkeiten des Haushaltes ver— nachlaſſigt ſind; daß Stock auf Stock ſich aufbaut, und das Bischen Luft und Licht, das die engen Höfe und Gaſ— ſen erſt dann gewähren, wenn man neunzig Stufen er— ſtiegen hat, durch eine Lungenkrankheit der Bewohner er— kauft wird. In den ächt⸗altdeutſchen Städten plätſchert mitten auf dem Markte ein ſchöner Brunnen; auf ſchlan⸗ ker durchbrochener Säule ſteht ein Steinbild; die zwei— ſtöckigen Häuſer drehen ihre Giebel nach der Straße, und in Stein gehauene Erker mit gothiſchen Gewinden unter— brechen die langweilige Fläche der Mauer, deren Fenſter gruppenweiſe vertheilt, auf ein lichtes wohnliches Gemach deuten. Die zierlich geſchnitzte Hausthür, über der ein Wappen und ein Steingeflecht prangt, iſt geſchloſſen und mit Klingeln verſehen; ſchreitet man nun auch bei jeder Kreuzung einer Straße uber eine Gaſſe, macht auch das holperige lückenhafte Pflaſter jede Fußpromenade auf fei— nem Schuh zu einem Martergauge, ſo ſteht doch plötzlich wieder ein ſchöner Dom, ein altes ehrwürdiges Rathhaus da, und mahnt, mit der klaſſiſchen Farbe vergangener Jahrhunderte bekleidet, an die Vorzeit. Thürmt ſich dann auch Schnee und Eis zu Bergen und Schluchten mitten in der Gaſſe, ſo iſt Alles dieß doch ächtdeutſch, jenes von dem Vorfahren ererbte ſonderbare Gemiſch hoher Kunſt und Bildung mit Hintanſetzung der gewöhnlichſten Bequem— lichkeit. Man kann die Sculpturen Griechenlands in deutſche Straßen verpflanzen, Prachtgebäude aufführen, polytechniſche Schulen und Spitäler wie Paläſte einrich— ten; aber man kann keine alte deutſche Stadt machen, keiner neuen den Reiz der alten verleihen. Fließt nun gar noch ein Mühlbach durch das Häuſergewirr, führt ein Steg mit hohen Holzgeländern darüber, weht das feuchte Tuch eines Blaufärbers längſt dem oberen Stockwerke eines hohen Gebäudes im Winde, leuchtet von dieſem und jenem Haus ein halbverwittertes Wandbild bald frommen, bald leichtfertigen oder ſchalkhaften Inhaltes, während im — 44 unteren Laden Talglichter gruppenweiſe hangen, begegnet man der ſtattlichen Hausfrau, wie ſie, die Magd mit dem Korbe hinter ſich, ihrer Würde nichts zu vergeben meint, wenn ſie ſelbſt um Gemüſe und Enten feilſcht, ſchlägt die Thurmuhr und ein Apoſtel tritt gravitätiſch aus dem ho⸗ hen Pförtchen des Giebels heraus und wartet bis zum nächſten Schlage;— ſo kann der lang Entfernte jubelnd ausrufen:„Ich bin in der Heimath!« und wenn er mit verbundenen Augen gereiſ't wäre, ohne zu wiſſen wohin. Nach Augsburg, einer ſolchen Stadt ächt-deutſchen Gepräges führen wir den Leſer um die Dämmerſtunde. Es war nicht das Augsburg von heute, ſondern das von ſie— benzehnhundert etliche ſechszig. Die Dunkelheit war ein⸗ gebrochen, ein läſſiger öltriefender Lampenwärter mit der Lei— ter auf der Schulter ſchlich von einer Laterne zur andern, und hatte immer ein gut Stück Weges zwiſchen je zweien zurückzulegen; er ſtellte die Leiter an, kroch hinauf und ſteckte einen übellauniſchen Docht an, dem er lange zure— den mußte, bis er die Flamme aufnahm und durch die nicht gar ſaubern Glasſcheiben leuchten ließ. In langen Entfernungen glitzerten dieſe trüben Funken wie die Jo— hanniswürmchen längſt der breiten einſamen Straße, wie ſie nach und nach angezündet wurden, bis der Lampen— wärter nach gethaner Arbeit ermüdet in ein Bierhaus ging. Unterdeſſen wurden auch die Lichter in den Häu— ſern angezündet, dort ein Paar Fenſter oben, hier unten ohne Ruͤckſicht auf Symetrie. Es ſah aus, als wäre ein Irrlichter-Tanz plotzlich verſteinert worden und die Flämm⸗ chen müßten ſtehen bleiben, wo ſie ſtanden, bis ſie erlöſ't würden. Fenſterladen giebt es in alt⸗deutſchen Städten nicht, die ſind eine welſche Erfindung gegen die Sonne. Gegen zehn Uhr verſank die ganze Stadt in tiefe Dun— kelheit. Die Laternen, die die Mägde ihren Herrſchaften vortrugen, wenn ſie aus dem Theater oder aus einer Ge— ſellſchaft heimkehrten, waren auch verlöſcht. Die Klingeln an den Hausthüren ruhten, die Bierhäuſer waren geſchloſ— ſen, nur hin und wieder ging ein luſtiger Geſelle ſingend nach Hauſe, oder ein anderer pochte beharrlich an ein Fenſter, um die Magd zu vermögen, ihm aufzumachen, ohne daß ſein Klingeln der Herrſchaft die ſpäte Heimkehr verriethe. In einem der ſchönſten Häuſern blieben im zweiten Stockwerke zwei Fenſter matt erleuchtet. Das Haus ge— hörte dem reichen Kaufherrn Herrn Langenwärter, und die erleuchteten Fenſter dem Schlafgemache ſeiner kranken Frau. Eine offene Thür führte von demſelben in ein Hin— terzimmer, das daran ſtieß. Dieß Zimmer enthielt eine Wiege, in der ein Kind ſchlief; neben der Wiege ſtand das Bett der Amme, in dem auch dieſe ruhig im Schlum— mer athmete. Auf einem Lehnſtuhle ſaß eine Nonne und trank Kaffee, wodurch ſie ſich gleich als Krankenwärterin zu erkennen gab. Von Zeit zu Zeit ſah ſie in das Vor⸗ derzimmer, und wenn man ihrer nicht begehrte, ging ſie wieder zu ihrem Lehnſeſſel und nickte ein. (Fortſetzung folgt.) Miszellen. „Sind ſie todt?“ fragte ein junger Mann ſeine durch einen heftigen Donnerſchlag erſchreckte und ohnmächtig ge— wordene Braut.„Ach nein, ich habe nur die Sprache verloren,“ gab ſie zur Antwort. In einer Kirche machte ein Bauer ſeinen Nachbar darauf aufmerkſam, daß er das Geſangbuch verkehrt, näm— lich das Unterſte oben, in der Hand halte. Der Bauer antwortete:„Das kommt daher, weil ich links bin.“ Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Hofraithe⸗Verſteigerung. (142) Auf freiwilligen Antrag der Kinder fuß. Durchmeſſer und 20— 70“ Länge, ſodann 47 Stück Nadelſtangen, zuſammen 202 Kubik⸗ II. Dienſtag, den 10. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, aus den obigen und andern Diſtrikten: 45½ Stecken Nadel⸗ und genthum davon nicht überall urkundlich nach⸗ weiſen. Sodann haben ſich zwei Kinder der Adam Krämer's Eheleute, Anna Maria Krä⸗ mer und Magdalena Krämer, von Haus ent⸗ fernt und es iſt deren Aufenthaltsort nicht zu ermitteln und endlich ſollen ein Sohn derſelben Hartmann Krämer und zwei uneheliche Kinder 1 55%„ Eichen⸗Scheitholz; ihrer verſtorbenen Tochter Anna Margaretha, und 95 120 1 5 verſtorbenen Johannes„ Nadel⸗ und g Katharina Eliſabetha 120 Johann 1 Wil⸗ Schäfers Eheleute wir 3„ Eichen⸗Prügelholz; helm in ihrer Kindheit geftorben ſein, ohne Dienſtag den 10. d. M., 5 16 Vormittags 10 Uhr, in hiefigem Rathhauſe die von ihren Eltern her rührende Hofraithe in hieſiger Stadt, nemlich: Pag. 20 No. 117. Hofraithe, als: Wohnhaus, Stallung mit Hinterbau und Hofraum, öffentlich meiſtbietend verſteigert und noch be⸗ ſonders bemerkt, daß dieſe Hofraithe auch ein beſonderes Durch⸗ und Uebergangsrecht nach der Hauptſtraße beſitzt. Gleichzeitig und in demſelben Termin läßt der hieſige Bürger und Inſtrumentenmacher Glück ſeine kleine, ehemals Heinrich Dienſtbach'⸗ ſche Hofraithe vor dem Mainzerthore öffentlich freiwillig verſteigern mit dem Anfügen, daß bei annehmbarem Gebot dem Letztbietenden ſogleich die Genehmigung ertheilt werden ſoll. Friedberg den 29. Januar 1852. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de r. 1000„ Bemerkt wird: ſchaftliche theilen. „Nadel- und 1 Eichen⸗Stockholz; 6987 ½ Stück Nadel⸗ und Eichen⸗Wellen. 1) Das Stammholz wird, jedoch nur bei günſtiger Witterung, an Ort und Stelle verſteigert, und iſt die Zuſammenkunft an der Sandkaute. des Brennholzes wird im Wirths⸗ hauſe zum Hirſch dahier abgehalten. 2) Sämmtliches Holz iſt nummerirt und kann täglich eingeſehen werden. Forſtperſonal gewünſcht werdenden Aufſchluß zu er⸗ 3) Für das Stammholz wird Zahlungsfriſt bis Ende September, für das Brennholz bis Ende Mai bewilligt. Ockſtadt den 30. Januar 1852. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt daß dies genügend nachgewieſen werden kann. Es werden daher alle Diejenigen, welche dingliche Anſprüche an die bemerkten Immobilien, wor⸗ über Grundbuchsauszüge in der hieſigen Land⸗ gerichtsregiſtratur zur Einſicht offen liegen, auf- gefordert, ſolche ſogewiß binnen 4 Wochen von heute an, hier geltend zu machen, widrigenfalls die Kaufbriefe beſtätigt werden. Binnen glei⸗ cher Friſt haben ſich Anna Eliſabetha, Magda⸗ lena und Hartmann Krämer, ſowie Katharina Eliſabetha und Johann Georg Wilhelm Krä— mer oder deren Leibes⸗ und Teſtamentserben zur Empfangnahme den ihnen an den Kauf⸗ ſchillingen ertragenden Antheil ſogewiß dahier zu melden, widrigenfalls dieſelben den aufgetre— tenen Erben überwieſen werden. Hungen den 31. Januar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück. diet ane du ng Die Verſteigerung Das herr⸗ iſt angewieſen, Holz ⸗Verſtei gerung. (160) Das unterzeichnete Rentamt verſtei⸗ gert: I. Montag, den 9. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, in den Diſtrikten„Kreuztanne, am Haſſel⸗ ecker Weg und„Tannenwieſe«: 8771 Kubikfuß verſchiedenes Nadel- Bau- und Werkholz, worunter Stämme von 6—19“ . ̃—ͤ• An gleir e r. Edietalla dung. 1783) Adam Krämer von Birklar und deſſen Frau Katharina, geborne Schmidt, ſind vor längeren Jahren geſtorben. Die hierorts be⸗ kannten Kinder und Enkel derſelben haben die zu deren Nachlaß gehörigen Immobilien, von welchen ein Grundſtück auf dem Ramen des Georg Neubauer von Lich im Grundbuche ein⸗ getragen ſteht, verkauft, können aber das Ei⸗ (174) Anſprüche aller Art an den Müller Ludwig Wagenlnecht dahier, über deſſen Ver⸗ mögen der förmliche Concurs erkannt worden iſt, find l Mittwoch den 24. März d. J., Vormittags 10 Uhr, bei Meidung ſtillſchweigenden Ausſchluſſes von der Maſſe, anzumelden. Gläubiger, welche nicht perſönlich oder durch gehörig bevollmächtigte Mandatare liquidiren, —— — l 1. 50 11 0 rierte Gut 8 1 6. 4g um tags 9 01 uſe da 1— Schl auf ball e 1 velh werde. kaeebetk Gut! (4760 Diel mags 10 dab Petritac 9111 (1770 Dien 1 un 9 das Jettilag ia corporuu auf weitere depachlt. und werden zriedbet gef 78). No 11 d. N., 1 det Gl. Fruc ihte Mobilien Meſſing, Zinn ſerte Stühle, halbiunde, B Beltwerk und büchſe, eine ne ſtändigen Wag ſür ein Pferd ngen und n ſonſiige daänd durch gung wifteige Lüabbn ein Geſchn und ſteigerng ly Frieder Bau⸗ 179) 9 das 9 Uhr, grafenrod, 4 Stam bikfuß Meiftbietend ach ſich vorz Durggra Be betr.: Bre verſteiger lersberg, (480) dum oben 5 E 0* Aung ſie 9 ſeine durch zachtig ge. e Sprache n Nachbar ert, nam⸗ Der Der Bauer bin.“ undlich nach, Kinder 9. tsort nicht zu ohn derſelben eliche Kinder Margarttpa, Heorg Wil⸗ 1 ſein, ohne erden kam. che dingliche lien, wor- ieſigen Land⸗ egen, auf. werden an die, im Termin gefaßt werdenden, Beſchlüſſe jeder Art für gebunden erachtet. Friedberg den 26. Januar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Ire, v. Preuſchen. Guts⸗ Verpachtung. (175) Dienſtag den 24. Februar d. J., Vor- mittags um 10 Uhr, wird in hieſigem Rath- hauſe das auf Petritag 1853 leihfällige Augu⸗ ſtiner Schulgut in der Gemarkung Rockenberg auf weitere zwölf Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet, wozu Pachtliebhaber hiermit einge— laden werden. Friedberg den 5. Februar 1852. N Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter 9 Ben de Guts⸗ Verpachtung. (176) Dienſtag den 24. Februar d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird in bieſigem Rathhauſe das Petritag 1853 leibfällige Präſenzgut ad pia corporum in der Gemarkung Weckesheim, beſtehend aus 90¼ Morgen, auf weitere zwölf Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet, wozu Pachtliebhaber hiermit eingeladen werden. Friedberg den 5. Februar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender Guts ⸗ Verpachtung. (177) Dienſtag den 24. Februar d. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Petritag 1853 leihfällige Präſenzgut ad pia corporum in der Gemarkung Friedberg auf weitere zwölf Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet. Das Gut enthält 29¼ Morgen und werden Pachtliebhaber hiermit eingeladen. Friedberg den 5. Februar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben der. Bekanntmachung. (178) Montag den 16. und Dienſtag den 17. d. M., Morgens 9 Uhr anfangend, wollen der Gr. Fruchtmeſſer Jung und deſſen Kinder ihre Mobilien, beſtebend: in Silber, Kupfer, Meſſing, Zinn und Eiſen, 1 Kanapee, 6 gepol— ſterte Stühle, Comode, Tiſche, worunter 2 neue halbrunde, Bettſtellen, 1 Klavier, verſchiedenes Bettwerk und Weißzeug, eine gute Scheiben— büchſe, eine noch neue Doppeltflinte, einen voll- ſtändigen Wagen mit eiſernen Achſen, Zuggeſchirr für ein Pferd und 2 Kühe, ungefähr 100 Körbe Rangen und Erdkohlraben, eine Parthie Heu und ſonſtige Hausgeräthſchaften freiwillig meiſt⸗ bietend durch den Unterzeichneten in ihrer Behau— ſung verſteigern laſſen, wozu mit dem Bemerken Liebhaber eingeladen werden, daß der Wagen, Geſchirr und Futter den zweiten Tag zur Ver⸗ ſteigerung kommen. Friedberg den 3. Februar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Gieingd. Bau⸗ und Werkholzverſteigerung. (179) Mittwoch den 11. Februar, Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewalde Burg⸗ gräfenrod, Diſtrikt Unterwald: 30 Stämme Bau- und Werkholz, 7090 Cu⸗ bikfuß enthaltend, meiſtbietend verſteigert werden. Bemerkt wird, daß ſich vorzügliches Bauholz dabei befindet. Burggräfenrod den 4. Februar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Moſcheroſch. Bekanntmachung, betr.: Brenn⸗ und Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz. verſteigerung, im Gr. Domanialwald Kel⸗ lersberg, Reviers Oberrosbach. (180) Freitag den 13. d. M., werden in dem oben genannten, bei Oberros bach gelegenen 45 Walddiſtricte, unter den vorher bekannt zu ma— chenden Bedingungen, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 5 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 7„ Birken⸗ 5 19%„ Eichen-„ 4%„ Bauchen-⸗Prügelholz, 18/ Eichen- und Birken-⸗Prügelholz, 13„ Nadel-Prügelholz, 1½% Aopen⸗„ 3/%„ Buchen-Stockholz, 44%„ Eichen- und Nadel⸗Stockholz, 3 As pen⸗Stockholz, 9 3375 Wellen Buchen-Reiſerholz, 2047„ Eichen⸗ und Birken⸗Reiſerholz, 1650„ Nadel- und Aspen-Reiſerholz, 2 Wagen 6 Laſte Schlagabraumholz, 40 eichene Stamme und Klötze Bau- und Werkholz bis zu 22 Zoll Durchmeſſer und 25 Fuß Länge, 1 Birken⸗Werkholzſtamm, 100 Stück Nadelholz-Stangen zu Baum⸗ pfählen, 125 Stück Nadel-Nutzgerten zu Bohnen⸗ ſtangen. Erſt wird das Brennholz, ſodann das Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz verſteigert. Zuſammenkunft und Anfang der Verſteigerung!: Morgens präcis 8½ Uhr auf dem durch den Holzſchlag führenden Haupt⸗ weg im Kellersberg. Oberrosbach den 2. Februar 1852. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Bekanntmachung. (1810 Das Maulwurffangen auf den Wieſen der Stadt Lich, ſoll Montag den 16. d. M., Vormittags 11 Uhr, an den Wenigſtnehmenden vergeben werden. Lich den 2. Februar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Diterich. Holzverſteigerung. (182) Dounerſtag den 12. Februar d. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemem— dewald, Diſtriet Oberwald, 176 Stämme eichen Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden, wobei bemerkt wird, daß gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Zah⸗ lungsfriſt bis 1. Auguſt d. J. geſtattet wird. Großkarben den 1. Februar 1852. Der Au er 3 6 ll. An klei en. (183) In dem Kirchenkaſten zu Petterweil liegen gegen gerichtliches Unterpfand 120 fl. zum Ausleihen bereit. Weygand, Kirchenrechner. Verkauf auf den Abbruch. (184) Samſtag den 14. d. M., Morgens 11 Uhr, ſoll auf dem Hof Ringelshauſen ein Schaafſtall, 307 lang und 20“ tief, auf den Abbruch an Ort und Stelle verſteigert werden. Hungen den 1. Februar 1852. Der Fürſtl. Rentamtmann Kießling. 265 Gulden (183) liegen bei der Kirchenkaſſe zu Ilben⸗ ſtadt zum Ausleihen bereit. Ilbenſtadt. Der Kirchenvorſtand. Privat- Bekanntmachungen. Eine freundliche Wohnung, (69) im Dachſtocke meines Hauſes, iſt zu vermiethen. Friedberg. Ruths. Zu vermiethen. (147) Ein vollſtändiges Logis, welches bis künftige Oſtern bezogen werden kann, hat zu vermiethen Friedberg im Januar 1852. Ph. W. Sieck. Verſteigerung. (1540 Montag den 16. Februar l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des Unterzeichneten nachbenannte Gegenſtände: 1) ein neunjähriges ſehr treues braun von Farbe, N 2) eine hellbraune Kuh, 3) ein vollſtändiger Wagen mit ei Achſen und Büchſen, 5 een 4) ein Vorder⸗ und Hinterpflug, ſowie 5) eine Egge mit eiſernen Zinken und Schleife, an den Melſtbietenden verſteigert werden und ladet die Kaufluſtigen hiermit ein Friedberg den 29. Januar 1852. Trapp II., Hofgerichtsadvocat. Geſuch. (168) Eine reinliche Magd, die bürgerlich kochen kann und mit guten Zeugniſſen derſehen ift wird auf Petritag geſucht. Wo? ſagt die Ex⸗ pedition dieſes Blattes. 8 R Bekanntmachung. (169) Durch geſchehene Ablöſung der Schaaf⸗ weideberechtigung fieht ſich der Unterzeichnete veranlaßt 5 78 Stück 4jährige gemäſtete Hämmel, 30 Horden und 1 Schäferhütte zum Verkauf auszubieten. Bönſtadt den 1. Februar 1852. C. Heimburg. Anzeige. D (186) Daß ich bei Herrn Butzbach in der Uſergaſſe, der Handlung des Herrn Joh. Fritz gegenüber wohne und ſtets anzutreffen bin, zeige andurch ergebenſt an S. Garde, Regen- und Sonnenſchirmmacher. Ge ſuch. (187) Ein Knecht, der mit Pferden umgehen kann und mit guten Zeugniſſen verſehen ift, wird auf Petritag geſucht. Wo? ſagt die Ex⸗ pedition dieſes Blattes. Annonce. (188) Eine ſehr gelegene und zu jedem Ge⸗ ſchäft ſich paſſende Hofraithe iſt unter annebm⸗ baren Bedingungen zu verpachten, oder zu ver— kaufen. Das Nähere zu erfragen bei der Ex⸗ pedition dieſes Blattes. 1100 Gulden, (1899) welche auch getrennt werden können, liegen zum Ausleihen bereit. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Anzeige. (190) Von den ſo ſehr berühmten Bord⸗ Zwetſchen habe ich wieder eine friſche Sen dung erhalten und erlaſſe ſolche äußerſt billig. J. Joeckel in der Burg. Ge ſ uch. (191) Ein gebildetes Frauenzimmer, welches in allen weiblichen Arbeiten erfahren iſt, ſucht ein Unterkommen in einer anſtändigen Familie zur Beihülfe oder Leitung der Haushaltung. Da ſie ſchwerhörig iſt, würde ſie auf Gehalt verzichten. Wo? ſagt die Exped. d. Blattes. ——— 11— UNION. Reiſegelegenheit nach Amerika Rhe er f 2 Lirer pool.— Abfahrt von Mainz: jeden Mittwoch. (192) Die Paſſagiere werden durch eigene tüchtige Conducteure bis in den Seehafen begleitet. e b a Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. Couceſſtonirte Haupt-Agentur in Mainz, Heinrich Zitz. Conceſſionirte Agentur in Kiedberg, CEhriſt. Hecht. Empfehlung der Lehr- und Erziehungs-Anſtalt zu Dornholzhauſen, franzöſiſche Colonie, eine Viertelſtunde oberhalb Bad⸗Homburg v. d. Höhe, an der Uſinger Straße gelegen. (193) Der Unterzeichnete beehrt ſich die Anzeige zu machen, daß er ſeine Penſions⸗Anſtalt für Knaben, mit Bewilligung der Landes⸗Regierung, zu einer wirklichen Lehr- und Erziehungs-⸗Anſtalt umgewandelt hat.. Der Zweck dieſer Anſtalt iſt, außer der franzöfiſchen und deutſchen Sprache, alle Elementar⸗Lehrgegenſtände in erſterer Sprache zu lehren und die jungen Leute unter Mitleitung eines gebornen Franzoſen und eines deutſchen Lehrers für das kaufmänniſche Fach vorzubereiten. Für engliſchen Unterricht iſt gleichfalls geſorgt. ö N Wegen Proſpektus, in welchen noch andere Perſonen zur Ertheilung näherer Auskunft genannt find, iſt man gebeten, ſich direct an den Unterzeichneten oder an die Expedition dieſes Blattes A wenden. a Louis Achard. Ruhrer Schmiedegries (194) in ſchwerſter Sorte zu herabgeſetzten Preiſen in Niederwöllſtadt bei .. Vöing, Holzhandlung. (195) Zu dem am 8. Februar ſtattfindenden Maskenball im Hotel Trapp ſind ſowohl Einzeln⸗ als Familienkarten bei Hrn. Kaufmann Fritz, Hrn. Kaufmann Mack und dem Unterzeichneten bis um 5 Uhr Sonntags zu haben. An der Kaſſe werden nur Einzelnkarten ausgegeben. L. C. Trapp Uachfolger. Mainzer Theater⸗Coſtüme, (196) ſehr elegant und in großer Auswahl, ſind bei den Unterzeich⸗ neten ausgeſtellt und werden zu dem bevorſtehenden Maskenballe zu ganz billi⸗ gen Preiſen abgegeben. Friedberg im Februar 1852. Carl Huppuch. Friedrich Schleuning. e. No. 1 und 2 Anz eig (197) Eine Parthie wollene Kleiderzeuge, Druckkatune, Weſten ꝛc., habe ich zurückgeſetzt und erlaſſe ſolche, um damit aufzuräumen, be⸗ deutend unter'm Preis. Mayer Hirſch. (198) des Intelligenzblattes fehlen bei Unterzeichneter; ſollten einzelne Abonnenten die⸗ ſelben zurückzugeben geneigt ſein, ſo werden für jede dieſer Nummern 2 kr. vergütet. Friedberg. Die Expedition des Intelligenzblattes. Kirchliche Anzeigen. Sonntag Septuageſ. den 8. Februar. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Sell. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Schmidt. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Kalbhenn. Frankfurter Cours vom 4. Febr. 1852. Pistolen fl. 9g 39 ½-40½ Friedrichsd'or„ 9 58-59 Holländiſche 10 fl. Stücke„9 51-52 Rand⸗Ducaten. 8„ 537-38 20 Frankſtücke„ 9 30-31 Engliſche Souverains. 11 54-55 Preußiſche Thaler. 5 Frankenthaler Preußiſche Caſſenſcheine. „ 1,45%% „ 222• „ 1.45% 78 Fruchtpreiſe. 4. Febr. 30. Jan. 15. Jan. Gattung. Fried⸗ 1 Gerns⸗ berg Mainz heim fla kr. fle kr. fle kt Waizen pr. Malterſ 13— 12 4712— Kenn 775 11— 110 10] 9 30 Gerſte„ 13—— 1— Safe 31301 4/10 4— Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 7. bis zum 13. Februar. 2 Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. bach. = kr. pf. kr. pf. 11 Leib⸗Roggenbrod 3 5 2005„ ee 4% 7 15— 142 Lth. Lth — Milchbrod 143% 14% — Waſſerweck 113% —Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 145 16 Fleiſch-Preiſe. ö 8 pf. pf. 11 Ochſenfleiſch 111— 11— „Kühfleiſch, gemäſtetes S „ Rindfleiſch, gemäſtetes 7712 „ Kalbfleiſch 6— 1 6— „, gemäſtetes— 3 5 „ Schweinenfleiſch 11— 111— 57 Hammelfleiſch 5 8.— 7— „ Schaaflfleiſch 5——— „ Wurſt veblos Schweinen 12— 12— „ Bratwurſt 16— 14— „ Schwartenmagen 161— 14— „[Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 14— 14— „ Dörrfleiſch 14— 14— „Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 181— 116— „ Hammelsfett—— 16 16 Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſfer Bender. Krauß Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Im nh feichen Hmeldae derten in worin Se darin mi Schwind Geſichter ſie ſchön der antif ſich am weil ſſe g der Nacht il das di in pwei la der Stirn Trotz die das Bild ſie eine trickte; wachen 1 räch zu