Grogeſſenzen, Bari, befen feinſte Stearin⸗, Braunschweiger elm Fertſch. en A. Oktober en abhanden ge⸗ nähere Auskunſt machen kann ate Belohnung attes anzuzeigen. es anne zeige. agel in Fried⸗ tvangeliſchen dem druten Got, en Serſammlung el ⸗Bereins an on Dr. Da⸗ det 1 Predigerſem⸗ prediger in Hi ——— Butzbach. 1 iber koflet daß denn 13 l. Bürgemaſlt Theologe, 1 87. telligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Vilbel und Nidda im Beſonderen. Sonnabend den 6. November 1852. — Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Den Abverdienſt der unzahlbaren Feldſtrafen. An Einſendung der Nachweiſe uber die Ihnen zum Abverdienſt überwieſenen Feldſtrafen binnen 8 Tagen, wer⸗ den Sie unter dem Anfügen erinnert, daß ich es nur ungern ſehen würde, mit Strafen gegen die Säumigen vorgehen zu müſſen. Friedberg den 30. Oktober 1852. e Der Dlinde von Chamonny. Eine Reiſeerinnerung von Charles Nodier. Als ich zum zweiten Male das herrliche, romantiſche Chamouny⸗Thal beſuchte, ward ich mit der folgenden ruh⸗ renden und intereſſanten Geſchichte bekannt. Eine gänz⸗ liche Veränderung der Ideen war mir durchaus nothwen⸗ dig geworden: ich ſuchte deßhalb ſolche Gefühle in mir hervorzurufen, wie ſie durch erhabene Naturſcenen erweckt werden; mein mattes Herz verlangte friſche Erregung, um es von dem Kummer, der an ihm nagte, abzulenken, und die großartige Erhabenheit des Chamouny⸗- Thales und ſeiner Scenerie ſchien meiner damaligen Gemüths⸗ ſtimmung einen eigenthümlichen Reiz zu verleihen. Abermals wanderte ich in dem anmuthigen Föhrenwald, der das Dorf des Bois umgibt, und dießmal mit neuem Vergnügen; noch einmal ſah ich die kleine Ebene, auf welche die Gletſcher ſo oft einen Einſturz machen, über der ſich die Spitzen der Alpen ſo majeſtätiſch erheben, und die ſich ſo lieblich hinabſenkt zu der pittoresken Quelle des Arveiron. Wie ergötzte ſich mein Auge an ſeinen Eis⸗ grotten, dieſem kryſtallenen Portikus, der jedes Jahr einen neuen Anblick gewährt. Einmal, da ich wieder dieſe unvergleichliche Stelle beſuchte, war ich noch nicht weit gegangen, als ich be⸗ merkte, daß Puck, mein Lieblingshund, nicht an meiner Seite war. Wie konnte das zugehen?— er ließ ſich ſonſt auch nicht durch den leckerſten Biſſen verleiten, ſeinen Herrn zu verlaſſen; er antwortete nicht auf meinen Ruf und ich begann mich unbehaglich zu fühlen, als das hübſche Thier ſich plötzlich zeigte, aber es ſah etwas ſcheu aus, doch ſchmiegte es ſich zutraulich an mich: er krümmte ſich, ſeine Augen waren feucht und hatten einen bittenden Blick, er trug den Kopf ſehr niedrig, ſo niedrig, daß ſeine Ohren den Boden berührten; wenn man ihn ſo ſah, man konnte nicht böſe auf ihn ſein. Ich ſchalt ihn nicht; er aber verließ mich wieder, kehrte wieder zu mir zurück, und wiederholte dieß mehrere Male, während ich ſeiner Spur folgte, bis ich allmählich zu ſeinem Anziehungs⸗ punkte kam; es war als ob eine ähnliche Sympathie mich zu demſelben Fleck hinzog. Auf einem Vorſpruug des Felſens ſaß ein junger Mann mit einem rührenden und einnehmenden Geſicht; er trug eine Art blauer Blouſe in der Form einer Tunika und einen langen Stab in der Hand; ſeine ganze Erſchei— nung erinnerte mich ſtark an Pouſſin's antike Schäfer. Sein helles Haar ſiel in dicken Locken über ſeinen bloßen Nacken auf die Schultern herab; ſeine Züge hatten einen ernſten, aber nicht ſtrengen Ausdruck, er ſchien niederge— ſchlagen, aber nicht verzweifelnd. Seine Augen hatten etwas Eigenthümliches, deſſen Wirkung ich mir nicht er⸗ klären konnte, ſie waren groß, aber ſtarr und ihr Licht ſchien erloſchen. Das Rauſchen des Windes hatte meine Tritte nicht vernehmen laſſen, und ich wurde bald gewahr, daß ich nicht bemerkt ward. Endlich überzeugte ich mich, daß der junge Mann blind ſei. Puck hatte genau aufge— merkt, welche Gefühle ſich auf meinem Geſicht zeigten; aber ſobald er entdeckte, daß ich gütig gegen ſeinen neuen Freund geſtimmt war, ſprang er an ihn hinauf. Der junge Menſch ſtrich Puck's ſeidenes Haar und lächelte ihm gutmüthig zu. „Wie kommt's, daß Du mich kennſt?“ ſagte er zu dem Hunde;„Du gehörſt ja doch nicht in's Thal. Ich hatte einſt einen Hund, der eben ſo munter war, wie Du, und vielleicht eben ſo hübſch, aber ſein Haar war wolliger: er hat mich verlaſſen, wie manche Andere, er mein letzter Freund, mein guter Puck.“ „Wie ſonderbar!“ ſagte ich; Puck? „Ach, Mann, und ſtand auf, ſich auf ſeinen Gebrechen muß mich entſchuldigen.“ „Bitte, ſetzen Sie ſich, mein guter Freund; Sie ſind blind, fuͤrchte ich?/ „Ja, ſeit meiner Kindheit.“ „Haben Sie niemals ſehen können? „Ach ja, aber nur eine ſehr kurze Zeit; ich habe einige Erinnerung vom Aublick der Sonne, und wenn ich meine Augen zu dem Punkt des Himmels erhebe, wo ſie „hieß Ihr Hund auch verzeihen Sie, mein Herr,“ rief der junge Stab ſtützend,„mein wohl ſein muß, ſo kann ich mir beinahe vorſtellen, daß ich eine Kugel ſehe, die mich an ihre Farbe erinnert. Auch habe ich eine ſchwache Erinnerung von der Weiße des Schnee's und von der Farbe unſerer Gebirge.“ „War es ein unglücklicher Zufall, der Sie der Seh— kraft beraubte?“ 5 g a „Ja, ein Zufall, der der geringſte meiner Unglücks⸗ fälle war. Ich war kaum etwas uͤber zwei Jahre alt, als eine Schneelawine von den Höhen von La Flegere herunterrollte und unſere kleine Wohnung erdruͤckte. Mein Vater, der in dieſen Gebirgen Führer war, hatte den Abend in der Priorei zugebracht; Sie können ſich ſeine Verzweiflung denken, als er ſeine Familie von der furcht⸗ baren Lawine verſchlungen fand. Mit Hülfe ſeiner Ka⸗ meraden gelang es ihm, eine Höhlung in den Schnee zu machen, und ſo war er im Stande, in unſer Häuschen einzudringen, deſſen Dach noch von den ſchwachen Stützen getragen wurde. Das Erſte, worauf ſeine Augen fielen, war meine Wiege, er brachte ſie ſchnell in Sicherheit, denn die Gefahr wuchs mit jedem Augenblick; das Ar— beiten der Grabenden bewirkte, daß neue Maſſen von Eis losbrachen und diente nur dazu, die Verſchüttung unſerer zerbrechlichen Wohnung zu beeilen; mein Vater drang weiter vor, um meine Mutter, die in Ohnmacht lag, zu retten, man ſah ihn nachher, bei'm Lichte der außerhalb brennenden Fackeln, noch einen Augenblick, ſie in ſeinen Armen tragend, dann— ſtürzte Alles zuſammen: ich war eine Waiſe, und am nächſten Tage entdeckte man, daß mein Augenlicht zerſtoͤrt war.“ 375 „Armes Kind! ſo allein wurden Sie in der Welt zurückgelaſſen, ganz allein?“ „In unſerem Thale iſt ein Unglücklicher nie ver⸗ laſſen; alle die braven Bewohner von Chamouny verei⸗ nigten ihre Bemühungen, um mein Elend zu erleichtern; Balmat gab mir Obdach, Simon Coutet Nahrung, Gabriel Payot Kleidung; und eine gute Wittwe, die ihre Kinder verloren hatte, uͤbernahm meine Wartung. Sie übt noch immer Mutterpflicht gegen mich und leitet mich jeden Tag im Sommer zu dieſer Stelle.) „Und ſind das alle Freunde, die Sie haben?“ „Ich habe noch mehr gehabt;“ ſagte der junge Mann, indem er ſeinen Finger geheimnißvoll an die Lippen legte,„aber ſie ſind fort.“ „Werden ſie nie wiederkehren?“ „Ich glaube faſt, nicht, dem Anſchein nach; doch vor einigen Tagen bildete ich mir ein, daß Puck zurück⸗— kehren würde, daß er ſich nur verirrt habe, aber zwiſchen unſern Gletſchern verirrt ſich keiner ungeſtraft. Ich werde ihn wohl nie wieder an meiner Seite fühlen, nie wieder ihn bellen hören bei der Ankunft von Reiſenden;“ hier weinte er bitterlich. „Wie iſt Ihr Name?, Eulaliens Platz, und ſeit ihrer Abreiſe „Gervais. 5 f „Hören Sie, Gervais, Sie müſſen mir noch von den Freunden erzählen, die Sie verloren haben,“ ſagte ich, und machte Anſtalt, mich an ſeine Seite zu ſetzen; 10³ 05 Forme 1 h 5 Btw g. aber er ſprang haſtig auf und nahm den freien Platz in Beſitz. ehud! „Nicht hier, nicht hier, Herr,“ rief er,„dieß iſt eingenommen.“ „Eulalie?“ erwiderte ich, und ſetzte mich auf den Platz, von dem er aufgeſtanden war,„erzählen Sie mir von Eulalie und von Ihnen ſelbſt; Ihre Geſchichte in— tereſſirt mich.“ 8 Gervais fuhr fort:„Ich ſagte Ihnen ſchon, daß mein Leben nicht des Glückes beraubt war, denn der Him⸗ mel gewahrt Denen, die im Unglück ſind, gnädig dadurch Erſatz, daß er guten Leuten Mitleid mit dem Elend der— ſelben einflößt. Ich lebte in glücklicher Unkunde der ganzen Größe meines Verluſtes. Doch plötzlich kam ein Fremder hat Niemand ihn em Sab im Dorfe des Bois an, um ſich dort niederzulaſſen, und 1 ward der Gegenſtand der Unterhaltung in unſerem Dorfe, Er war nur unter dem Namen„Herr Robert bekannt, aber die allgemeine Meinung war, daß er eine Perſon von Diſtinktion ſei, ſchwere Verluſte und großen Kummer erlitten habe, und deßhalb entſchloſſen ſei, ſeine letzten Jahre in vollkommener Einſamkeit zu verleben. Man lichkeit gehangen; ein Kind aus dieſer Ehe, ein junges Mädchen, hatte ihm großen Gram verurſacht, denn ſie war blind geboren. Während der Vater, ſeiner Tugenden wegen, für ein Muſter gehalten ward, wurden die Güte und die Reize ſeiner Tochter in gleicher Weiſe geprieſen. Meine Blindheit verhinderte mich, über ihre Schönheit zu urtheilen; aber wenn ich ſie auch hätte ſehen können, ſie hätte keinen lieblicheren Eindruck auf mein Gemüth machen können. Ich ſtelle ſie mir bisweilen im Geiſte ſelbſt als noch liebenswürdiger denn meine Mutter vor.“ „Sie iſt alſo todt?“ fragte ich. „Todt!“ erwiderte er mit einem Tone, in dem eine ſeltſame Miſchung von Schreck und Freude lag,„todt! wer ſagte Ihnen das?“(Fortſetzung folgt.) Markt Bericht. Friedberg, am 3. November 1852. Aufgefahrenſ Verkauft. 5 Gattung wurden wurden 1 (Mltr.)(Mltr.) fl. kr. WF 12 4 9 40 Korn 10 3 8 20 Gerſte 6 6 6 20 Safe:———— Kartoffeln.. 10 6 2— DFD— 5—— Mohnſamen.———— Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Bekanntmachung. (17277) Auf der in der ehemaligen Papiermühle bei Büdingen neu angelegten herrſchaftlichen Schneidmühle kann Jedermann Bauholz, ſowie auch anderes Holz in beliebiger Weiſe ſchneiden laſſen, welches mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß thunlichſt bald auch auf herrſchaftliche Rechnung ein gehöriger Vorrath an Bohlen, Die⸗ len, Latten u. ſ. w. geſchnitten werden ſoll, und daß dieſe alsdann jederzeit auf Nachfragen in be⸗ liebiger Auswahl und Menge verkäuflich werden abgegeben werden. Ueber die ſehr billig angeſetzten Preiſe, ſowie in jeder anderen Beziehung kann man ſowohl bei dem herrſchaftlichen Schneidmüller Link auf der Schneidmühle ſelbſt, als auch hier bei der unterzeichneten Rentkammer und bei dem Fürſt⸗ lichen Bauſecretär Klingelhöffer nähere Auskunft erhalten. Büdingen den 22. Oktober 1852. Fürſtlich Jſenburg⸗ und Büdingiſche Rentkammer Klingelhöffer. Concurrenzeroͤffnung. (16720 Die Stelle eines Taxators und Pfän⸗ derbewahrers am hieſigen Pfandhauſe wird mit dem Schluſſe dieſes Jahres erledigt werden. Diejenigen, welche zur Uebernahme derſelben geneigt und fähig ſind, werden hiermit aufge⸗ fordert, ſich binnen vier Wochen bei der Ar— mencommiſſion ſchriftlich zu melden. Friedberg den 20 Oktober 1852. K. Baur. Bender. Hofraithe-Verſteigerung. (1706) Montag den 8. November, Vormit⸗ tags 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag des Bürgers Heinrich Raab deſſen in der Ludwigsſtraße dahier gelegene Hof⸗ raithe, zur„Blauen Traube genannt, neben Philipp Ritzel I., öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg den 28. Oktober 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Iunobiliar- Montag de 1739) 1 Uhr, 0 ſagte, er habe eine Gattin verloren, an der er mit Zärt⸗ er daſe itlich meistbietend ſpledberg den 1. Groß Der Gr Anlieferung j! zriedberg den 4. Der E 100 AA) werden a Imörlen gegen ger en. Niedermörlen! 20 00 2) drei- un en, das Tauſt ſih dem von der Auhſchaftsplane al l abgegeben wa Hoedel am 2. Der öruchtve a aud) Mang N he, ſollen Alter J Simmer n Meiftbickenden 6 Soe del am 2. 0 Der le z och don 71 d ihn den 1 — dadurch 1 Lend der⸗ de der ganze ein d zen Aulgddinder zulaſſen, un Merem Dorfe ert. bekannt, eme Perſon open Kummer eine letzten eben. Man 8 mit Zürt, ein junges denn ſie zer Agenden den die Güte ie geprieſen. de Schönheit ehen können, nein Gemüth 8 im Geiſte Autter vor., ö in dem eine lag,„todt! hang lt) ———5riĩ ᷓð&Qꝛũ— iermit aufge⸗ bei der Ar⸗ getung. anber, Vormil⸗ ubbauſe auf tinrich Raab r gelegene Hof, annt, nebel Kiſtbictend bin⸗ gamen der 1 0 0 dieß il fk Him⸗ 6 1 Mobiliar⸗Verſteigerung. hend in Weißzeug, Bettung, Kleider, Tiſche, Stühle, Bettſtellen, ein Kleiderſchrank, eine Par- hie Brennholz und ſonſtige Hausgeräthſchaften, in dem Sterbhauſe in der Vorſtadt, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 28. Oktober 1852. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. 4738) Die auf den 11. November d. J. anberaumte Mobiliar⸗Verſteigerung des hiefigen Hürgers und Gr. Fruchtmeſſers Michael Jung wird vorerſt eingetretener Hinderniſſe wegen nicht abgehalten, was hiermit zur allgemeinen Kennt⸗ d is gebracht wird. Friedberg den 3. November 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Wender. Immobiliar-Verſteigerung. 739) Montag den 15. November d. J., 8 75 11 Ubr, werden im Rathhauſe da⸗ ſer die nachbeſchriebenen Immobilien des hie gen Bürgers Heinrich Bender II., als: Gemarkung Burg Friedberg: gag. No. 89/18 Hofraithe, als: Wohnhaus, Stall, Schoppen und Gärtchen, „ 827,48 9,8[Klafter= 5% Rth. Wieſe im Ried, n 827/50 13,1 ◻Klafter= 6% Rth. J daſelbſt, ffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 1. November 1852. g In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben der. Anlieferung junger Obſtbäume. 1140 Donnerſtag den 11. November d. J., Formittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ nuſe die Anlieferung von circa 70 jungen depfelſtämmchen und 40 Birnſtämmchen, für die Stadt Friedberg, öffentlich an den Wenigſtfor⸗ gernden in Accord gegeben. Friedberg den 4. November 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bein der 100 Gulden (1140) werden aus der Kirchenkaſſe zu Nie⸗ termörlen gegen gerichtliche Verſicherung ver⸗ ehen. Niedermörlen den 3. November 1852. Kempf, Kirchenrechner. 20 000 Stück (172) drei- und vierjährige Weißtannen⸗ flanzen, das Tauſend zu 1 fl. 30 kr., können ach dem von der Forſtbehörde aufgeſtellten Birthſchaftsplane aus dem Walde der Gemeinde Södel abgegeben werden. Soedel am 2. November 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Reitz. * Fruchtverſteigerung. (1743) Montag den 8. d. M., Nachmittags im 1 Ühr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe 9 Malter 3 Simmer Kirchenkorn öffentlich an en Meiſtbietenden verſteigert werden. Soedel am 2. November 1852. Für den Kirchenvorſtand:, Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ei — 353— Privat ⸗ Bekanntmachungen. Engliſche f Patent ⸗Schmiere fuͤr Maſchinen und Wagen (1728) bei Vilbel im Oktober 1852. Wilhelm Kullmann. Anzeige. (1715) Ich zeige hiermit ergebenſt an, daß ich mit Oelzener und Braunſchweiger Flachs beſtens verſehen bin und denſelben zu dem bil⸗ ligſten Preiße verkaufe. Fr. Hilbrecht. Friedberg. Empfehlung. (1718) Meinen Kräuter⸗Weineſſig, die Maas zu 8 kr., empfehle ich beſtens. ü Friedberg. Fr. Hilbrecht. Braunſchweiger Flachs (17210 ſowie Werg in vorzüglicher Qua⸗ lität iſt wieder friſch angekommen bei Vilbel im Oktober 1852. Wilhelm Kullmann. Am 1. December l. J. (1732) beginnt die 1. Ziehung der 123. Frankfurter Geldlotterie, bei 24000 Looſen 12541 Preiſe von fl. 200,000, 100,000, 40,000, 25,000, 2mal 20,000 7c. wozu ich ganze Looſe zu fl. 6., halbe zu fl. 3., viertel zu fl. 1. 30, achtel zu 45 kr., aus mei⸗ ner vom Glücke ſtets begünſtigten Colleete unter Zuficherung pünktlicher Bedienung empfehle. Jacob Strauß, in Frankfurt a. M. Gewinne von Thaler 36000, 8000, 4000, 2000, 2mal 1500, Zmal 1000, bis zu Thlr. 35, bietet die gewinnreiche Verlooſung des Kur⸗ fürſtlich Heſſiſchen Staats⸗Lotterie⸗ Anlehens am 1. December resp. am 1. Januar, und kann man ſich bei der⸗ ſelben fuͤr fl. 3. 30 mit 1 Actie, „% 28.—„ 10 15 betheiligen, bei dem Handlungshauſe 5 173 Jacob Strauß, in Frankfurt a. M Rheinbaieriſche Kaſtanien!!! 1735) Neuer Nord⸗Lapperdan, 5 Neue holländiſche Vollhäringe, „„ Sardellen, 1„ Stockfiſche, „ 1 Tittlinge, „ Copot⸗Capern, „ marinirte Häringe, „ Citronen von Meſſina, „ Roſinen von Malaga, „„„Valenzia, „ Krachmandeln, Düſſeldorfer Senf, Punſcheſſenzen aller Art, Grogeſſenzen, Rum de Jamaica, Arac de Batavia, beſten Schweizer- und Limburger⸗Käſe, feinſte Stearin⸗, Tafel⸗ und Chaiſenlichter, Braunſchweiger Flachs ꝛc., bei l Friedberg. Wilhelm Fertſch. Glage⸗ und Waſchleder-Handſchuhe (17310 werden in unterzeichnetem Laden zum Waſchen angenommen. Wenn dieſelben nicht durch Fettflecken und Schweiß ganz verdorben ſind, ſo werden ſie wie neu und bekommen auch ihren Glanz wieder. Das Paar koſtet 6 kr. und können nach 4 bis 5 Tagen wieder abge⸗ holt werden. Friedberg im November 1852. E. Sieck's Wittwe, wohnhaft bei Herrn Kaufmann Diehl. Neue holländiſche Häringe, (174) feinſten Düſſeldorfer Punſcheſſenz, 1 lte Hä„ Senf in Gläſer, ini J empfiehlt axinirte Häringe ꝛc., Friedberg. P. F. Schmittner. Zu verkaufen. (1745) Bei dem Gr. Hofbauſchreiner Deweil dahier find circa 14 Malter gute Kartoffeln, getheilt, wie auch in ganzer Quantität, zu verkaufen. Zu vermiethen. (1746) Ein vollſtändiges Logis, welches ſo⸗ gleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Jacob Lochmann in der Vorſtadt. Eine Parthie Oelfäſſer (17147) von 1-3 Ohm haltend, zu Kraut⸗ fäſſer geeignet, hat zu verkaufen Friedberg im November 1852. Hanſtein, am Haag. Zu vermiethen. (178) Ein vollſtändiges Logis, welches ſo⸗ gleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Wittwe Marbach in der Vorſtadt. Verſteigerung. (1749) Donnerſtag den 11. d. M., Vor- mittags um 10 Uhr anfangend, läßt Unterzeich⸗ nete in ihrer Behauſung die zum Nachlaſſe des Sußmann Imroth gehörende Mobiliargegen⸗ ſtände, als: Bettung, Weißzeug, Kleidungsſtücke, eine meſſingene Lampe, Tiſche, Bänke, Stühle und ſonſtige Hausgeräthſchaften, öffentlich meiſt⸗ bietend gegen gleichbaare Zahlung verſteigern. Friedberg den 3. November 1852. Wittwe Imroth in der Judengaſſe. Leere Fäſſer, (1750) ½, ½ und ½ Ohm haltend, hat zu verkaufen J. Joeckel in der Burg. Auf die Verpackungsart (1751) der Goldberger'ſchen Ketten dürfte es, gegenüber deren zahlloſen Nachbildungen und Verfälſchungen nicht überflüſſig ſein, die geehrten Käufer dieſes Heilmittels wiederholt aufmerkſam zu machen. Es befindet ſich näm⸗ lich jede echte Goldberger'ſche Kette in einem länglichen Käſtchen, deſſen ſchwarze Enveloppe auf der Vorderſeite den Namen„J. T. Goldberger“ und auf der Rückſeite den k. k. öſterreichiſchen Adler und den Goldberger'ſchen Fabrikſtempel in Golddruck trägt. In Friedberg ſind dieſe Ketten zu den Original⸗Preiſen(à Stück mit Gebr.⸗Anw. 1 Thlr., ſtärkere 1½ Thlr., einfache Sorte u 15 Sgr.; in doppelter Conſtruction, gegen ver⸗ altete Uebel anzuwenden, à 2 Thlr. und 3 Thlr.) nach wie vor nur zu haben bei P. F. Schmittner. Fahrplan (1782) der Main⸗Weſer⸗Bahn für den Winterdienſt, vorräthig bei Friedberg. E. Bindernagel. —.. TLK . r Tuch, Books kins&. Westen (4712) in ſchöͤner Auswahl und zu ſehr billigen Preißen bei Slayer Hirſch. * Damentuch und ſonſtige moderne * Maäͤnkel⸗ 2 Winkerkleiderſtoffe (171) habe ich friſch erhalten und erlaſſe ſolche ſehr billig. Mayer Hirſch. Anzeige. (1729) Durch direkte Einkäufe in Paris habe ich die neueſten Modelle in Damenhüten und ſonſt vielen Modeartikeln in ſchönſter Auswahl erhalten. Ich empfehle zugleich mein ſchön aſſortirtes Lager in Muffs, Pellerins und Pelzſtauchen zu billigen Preiſen. 5 Friedberg. S. G. Simon jun., Putz und Modehandlung, neben dem Gaſthaus der drei Schwerdtern. Hopfen und baieriſches Brauer⸗Pech, 1753) in den beſten Qualitäten, bei Gebrüder Groedel (am Euggäßchen). Allgemeine Rentenanſtalt zu Darmſtadt. (1718 Diejenigen, welche der in der Bildung begriffenen, mit dem 31. De⸗ zember d. J. geſchloſſen werdenden 6. Jahresgeſellſchaft, zu welcher bereits 409 Einlagen gemacht worden ſind, beizutreten oder Nachzahlungen auf frühere Einlagen zu leiſten beabsichtigen, laden wir hierdurch ein, ſolches vor Ablauf dieſes Jahres entweder dahier bei dem Hauptbuͤreau der Anſtalt oder auswärts bei den Herren Bevollmächtigten derſelben“) zu bewerkſtelligen. Bis jetzt zählt die Anſtalt im Ganzen 5404 Mitglieder mit 9001 Einlagen und einem effectiven Einlagecapital von 509918 fl. Bei der mit der Anſtalt verbundenen Depoſitenecaſſe wurden außer⸗ dem ſeit Aufang d. J. bereits 242797 fl. hinterlegt. Darmſtadt den 25. Oktober 1852. Die Direction der Allgemeinen Rentenanſtalt. ) In Friedberg: bei Herrn Heinrich Hahn; in Butzbach: bei Herrn Bürgermeiſter Seippel; in Vilbel: bei Herrn Geometer J. Claſſe Grosholz. Lan ten e iche An e. (1755) Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: 7 2 2 Supp', Gemüf und Fleiſch. Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen. . Nebſt einem Anhang: Vollſtändige Kunſt das Einmachen der 5 verſchiedenen Früchte in kurzer Zeit auf eine ſehr leichte Art und mit wenigen Koſten ohne alle Vorkenntniſſe zu erlernen. Sechste ſehr vermehrte und verbeſſerte Auflage. Mit einem Stahlſtich. geh. Preis 54 kr. Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 7. Nobr. 22. Trinitatis“ Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Sell. (Ernte ⸗Dankfeſt.) (Abendmahl in der Stadtkirche.) Gottesdienſt in der Stadtkirche * Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Müller. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Diaconus Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Schönfeld. Frankfurter Cours vom 3. Nov. 1852, 9 Friedrichsd'or Holländiſche 10 fl. iſtolen. Stücke fl. 9 44-45 9 9 34-55 „ 9 53½—54½ Rand⸗Ducaten 1 537% 9 +⁰— 20 Frankſtücke 927.28 e Engliſche Souverains. 11 53 N S* Preußiſche Thaler.„ 1 45 ½¼ 1 5 Frankenthaler„% 2%%(O— Preußiſche Caſſenſcheine.„ 144%-45 Ne 8 Fruchtpreiſe. 2 110 J. Nd. 2. Off. 22. Sb vue Su Gattung. Fried⸗ Mainz Gerns- von Gottes G berg anz] beim Rhein v. ze. f f. kr f e fl. len 197 14455 Waizen pr. Malter 9 4010 810— n in ven Korn 820 8013 740 deggen 0 Gerſte„„ 9— 5 1* in n in* 1 0 etre en 1 Hafer* 70 34— 3135 315 e in Ausſfic ;; f ewerkſtellgen und Polizei- Taxe glechſrmig organ für die Städte Friedberg und Butzbach berordnet und veror und deren dien vom 6. bis zum 12. November. inan uur Jutz, unter 2 5 Fried⸗ Butz⸗ 55 kann eine se 5 Brod⸗P re iſe. 1. bach. ge, E ****„** l 50 1— nehmen Mütglüre „ f 0 ie 1 Leib⸗Roggenbrod ale 35 i il 20„ 7 6 3 1.53 ud lr zählt. 8 1 7 11 et 11 2 Zahl dieſer Gericht 5 eth. th. ſadt auf ſieben beſt — Milchbrod 145 1% Ffm nicht die St. — Waſſerweck 1572 den beſonderen Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 15/ 17 Sehen in diner S 5 5 hermteiſter Vorſteher Fleiſch-Preiſe. 6 5 1 7 7 1 Ochſenfleiſch 124— 12 in Hen „ Kübfleiſch, gemäſtetes 8— ig n e „ Rindlleiſch, gemäßſetes 2 2 8— um, und dale „ Kalbfleiſch 80 8 esche 1„„ gemäſtetes— 3— fnen m* „ Schweinenfleiſch 13— 13— Bun 1 07 „ Hammelfleiſch 8 e begegche „ Schaaffleiſch 6633 155 eagegebenen „ Wurſt v. blos Schweinen 15— 1— e wache „Bratwurſt 18 18% de ge eich d „ Schwartenmagen 16— 16 auen ere 0 „ Geräucherter Speck 23— 23— melee dee „ Schinken 171 18 ih order „ Dorrſleiſch 18 18 0 feldkundi „ Schweinenſchmalz,. 1 Bd in geit ausgelaſſen 21(— 21— 8. un mar unausgelaſſen 20— 20— 10 und Lundge „.Nierenfett 19 18% r eee „ Hammelsfett 161 4.16— t an . 16 Die Großherzoglich Heſſiſchen Gant Bender. Ker a 5 i u ß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. N * — 2 — — 2 SZ —— 2 — E