die Aedaction 0 ſich tägſich Aer deilagen r'ſchen Buch⸗ ſchienen und oͤberg durch änder „ ohne Lehrer, Agen ntelligenz-Blat fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Negierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. 7 Sonnabend den 3. April 1852. Der Uing. Eine Erzählung von Ernſt Ritter. (Fortſetzung.) Endlich war ſie zum Thore hinaus. Als ſie die weite Ebene im Mondſcheine vor ſich ſah, ward ſie zur rüſtigen Wanderin. Sie ſchürzte ihe Gewand feſt um ihre üften und ging vorwärts, bis der Tag graute. In 1 Feldberg erquickte ſie ſich mit einem Frühſtücke und ſagte den Leuten; ſie ſei auf einer Wallfahrt begriffen. Ihrem Sinne und Herzen nach war ſie es auch. Das Staunen, welches ſich in den Blicken ihrer Wirthe malte, ein ſo junges zartes Geſchöpf um dieſe Stunde und allein an⸗ kommen zu ſehen, verlor ſich bei dieſer Erklärung, denn wirklich gibt es in Friedberg ein Gnadenbild, das das Ziel manches frommen Ganges iſt. Dann nahm ſie den vier— ten Platz in einem Wagen, der ein altes Ehepaar und deſſen Tochter nach Regensburg brachte, und am Abend des zweiten Tages war ſie an den Pforten des Kloſters, in das ſie ſich zu begeben gedachte. Sie klingelte; man ließ ſie ein und die Pforte ſchloß ſich hinter ihr. Die Nonnen waren in der Kirche, ſie ging auch hinein und ward natürlich als Fremde bemerkt; ihre Andacht zog ihr ſogleich das neugierige Wohlwollen der Aebtiſſin zu, die ſie freundlich aufnahm, als ſie ſie zu ſprechen begehrte. Sie erzählte ihr, ohne ſich zu nennen, den Theil ihrer Geſchichte, der ſich auf das Ehebündniß bezog, in das ihr Vater ſie zwingen wollte, und bat um Aufnahme und Schutz. Die Seelenreinheit, die aus ihren Geberden leuchtete, nahm die gutmüthige Dame gleich zu ihren Gunſten ein, und ſie gewährte ihr ein vorläufi— ges Aſyl. Nur wenige Tage blieb die Aebtiſſin in Unge⸗ wißheit, wer ihr Schützling ſei, denn Baſe Elsbeth hatte, als kaum die unerhörte Kunde von Victorien's Flucht er⸗ ſchollen war, mit praktiſchem Sinne auch ſogleich errathen, wohin ſie ſich gewendet hatte. Sie erinnerte ſich gar wohl an Victorien's Aeußerungen, als ſie das Bild der ſchönen Welſerin zuerſt mit ihr ſah, und dann hatte ſie ſelbſt ihr vor Kurzem von dem wohlwollenden Weſen jener Aebtiſſin bei Regensburg erzählt, in deren Schutze ſie Victorie jetzt vermuthen zu können glaubte. Sie gehörte einer Familie an, die Elsbeth wohl bekannt, ja, die ihr nach reichs— ſtädtiſcher Weiſe im ſiebenten Grade verwandt war, und ſchrieb daher augenblicklich an den richtigen Ort. Sobald Elsbeth ſicher war, daß ihre Nichte auf eine Weiſe aufgehoben ſei, die allen böſen Leumund zum Schwei⸗ gen bringen mußte, vertraute ſie dem alten Herrn den Zu— fluchtsort ſeiner Tochter; dieſer war zwar höchlich erzürnt, indeſſen wußte ihn Elsbeth wieder zu beſchwichtigen und ihn endlich zu dem Beſchluſſe zu bringen, Victorie ſs lange im Kloſter zu laſſen, bis ſie ſelbſt wieder heraus verlan— gen würde. Herr Langenwärter meinte: ſie würde das eingezogene Leben doch nicht lange aushalten, und Els— beth's Bemühungen, ihm einen richtigen Begriff von dem Charakter ſeiner Tochter beizubringen, waren vergebens. Der Himmel aber hatte beſchloſſen, daß Vater und Kind ſich nicht mehr wiederſehen ſollten. Victorie war nicht vier Wochen aus dem Hauſe, als ein Schlagfluß Herrn Langenwärters Leben plötzlich endete. Elsbeth, die fürchtete, daß Victorie ſich die ſchrecklichſten Vorwürfe machen würde, ihren Vater in ſeinen letzten Lebenstagen verlaſſen zu haben, und daher augenblicklich zu ihr eilte, fand ſie zwar tief betrübt, aber vollkommen ruhig. Sie hatte den Schritt mit Zuratheziehung ihres Gewiſſens gethan, und die Folgen lagen in Gottes Hand. Dieſe Ueberzeugung fand Elsbeth mit Staunen in dieſer ſchwa— chen Mädchen⸗Seele. Sie war in ſich beruhigt, mit ſich ſelbſt einig, Gottes Fügungen vertrauend, und entſchloſſen auf Robert zu harren. 5 Victorien's Lage war jetzt von eigenthuͤmlicher Art. Mit zwanzig Jahren ſah ſie ſich im Beſitze eines großen Vermögens. Die Vormundſchaft ließ in den erſten Jahren das große Handelsgeſchäft fortbeſtehen, und auch ſpäter vertraute es Victorie der Leitung eines bewährten frühe— ren Buchhalters an, den ſie zum Theilnehmer erhob. Ihre bedeutenden Einkünfte verwendete ſie zum Beſten jedes Hülfsbedürftigen, der in ihr Bereich kam, denn ſie ſelbſt blieb im Kloſter und lebte nach deſſen Regeln; ſie trug das Kleid einer Novize, erfüllte alle Pflichten derſelben, nahm aber den Schleier nicht, weil ihr Bräutigam ja jeden Tag kommen und ſie an die Erfüllung ihres Verſprechens mahnen konnte.— Sie entzog ſich nicht den Beſuchen, die von außen zahlreich zu ihr kamen, nahm ſie aber nur un⸗ ter der beſtehenden Kloſterregel an. Baſe Elsbeth machte die Reiſe zu ihrer Nichte in jedem Jahre und brachte ein paar Wochen bei ihr zu. Spekulirende Mätter und deren Söhne ſuchten ſie heim, andere wendeten ſich mit direkten Heirathsanträgen an ſie. Victorie lachte darüber und ſchlug ſie aus; ſie wußte, daß ſie Niemanden das Herz durch eine abſchlaͤgige Anwort brach; ſie ſagte zu Elsbeth: „Mich kennt und liebt doch Niemand als Robert.“ (Schluß folgt.) 8 * 1 1 2 9 5 . . * 5 85 — 1 —— 1 1 — 110— Für die Hülfsbedürftigen im Vogelsberg und Odenwalde. Zur Linderung der Noth unſerer hartbedrängten Brüder im Odenwalde und Vogelsberg ſind vom 22. bis zum 29. d. M. weiter eingegangen und wird hiermit unter herzkichſter Dankſagung beſcheinigt. A. An Gelddeiträgen: Bei Hrn. Profeſſor Dr. Dieffenbach: von N. N. 1 fl.; N. N. 47 kr.; N. N Bei Hrn. Domainenrath Buß: a) für die Vogelsberger: von Rentmeiſter Weiß zu Oſſenheim 1 fl. 30 kr.; Bergverwalter Storch zu Bauernheim 1 fl. 30 kr.; von der Knappſchaft des Gräflich Solms⸗ Rödelheimiſchen Werks 15 fl.; N. N. 1 fl.; b) für die Vogelsberger und Odenwälder von V. Stritzinger 12 kr. Bei Hrn. Reg.⸗Sekr. Krach: Aus der Gemeinde Holzhau⸗ ſen für die Volgelsberger— im Ganzen 10 fl. 12 kr.; aus der Ge⸗ meinde Södel: von Reitz 1 fl. 30 kr.; W. Kleeberger 2 fl.; K. Walz 1 fl.; J. Böcher II. 15 kr.; J. Wißmer Wittwe 12 kr.z J. Väth VI. 45 kr.; Ph. Bender 1. 1 fl. 30 kr.; Antoni 15 kr. Wim. Diel 20 kr.; H. Geller IV. 15 kr.; J. Volz 12 kr.; Ph. Väth 18 kr.; J. Diel II. 12 kr.; J. Heuſel II. 20 kr.; Chr. Böcher 12 kr. Ph. Berntheuſels Kinder 12 kr.; Ph. Künſtler 12 kr.; C. Klein 9 kr.; Ph. Berntheuſel III. 15 kr.; J. Raub II. 20 kr.; Pfr. Breitenſtein 2 fl.) Frau Obercontr. Schuchard 2 fl.; Joh. Ulrich 15 kr. W. Thät 12 kr.; Jac. Fourier 6 kr.; Hch. Diel IV. 6 kr.; Martin Volz 12 kr.; W. Loos 48 kr.; Chr. Maurer 6 kr.; Caroline Stier 20 kr., ſämmtlich für die Vo⸗ gels berger; im Ganzen 16 fl. 29 kr. Bei Hrn. Bürgermeiſter Bender: von Pfr. Scharmann zu Oberau für die Odenwälder und Vogelsberger zu gleichen Theilen 3 fl.; Gaſtwirth Holzapfel zu Altenſtadt für die Vogelsb. eingegangen beim Kartenſpiel 30 kr. Bei Hrn. Schäfer in der Blindenanſtalt: aus dem Herrnhauſe zu Staden: a) für die Vogelsberger 8 fl. 15 kr., b) für die Odenwälder 8 fl. 15 kr.; L. Schneider für die Vogelsb. 1 fl.; den Schülerinnen der höhern Töchterſchule, Ertrag einer Verlooſung von Handarbeiten 20 fl.; E. S. in St. zu gleichen Theilen für die Vogels⸗ berger und Odenwälder 3 fl.; Ungenannt 5 kr. Bei Hrn. Stadtrechner K. Heidt: von K. Müller für die Vogelsberger und Odenwälder 2 fl.; D. Fritz z. N. für die Vogelsb. 2 fl.; Reinertrag einer von dem Muſikverein veranſtalteten Abendunter— haltung für die Vogelsberger 43 fl. 42 kr. Bei Hrn. Gemeinderath W. Kümmich: von Apoth. Wer⸗ ner für die Vogelsb. u. Odenwälder zu gleichen Theilen 1 fl. 36 kr.; Gebr. Simon für die Vogelsberger 2 fl. Apoth. Wahl für die Vo⸗ gelsberger 3 fl. Bei Hrn. Cronenberg: von Hofgerichtsadv. Seyd 1 holl. 10fl. Stück für die Vogelsberger; für dieſelben von mehreren Schulkin⸗ dern geſammelt( fl. 27 kr. 5 Bei Hrn. Mayer Hirſch: von A. Ries z. N. 1 fl.; Ober⸗ feldw. Otto 30 kr. Frau S. 15 kr. B. An Naturalien und Kleidungsſtücken: Bei Hrn. Schäfer: von Fr. Müller 3 Geſcheid Linſen für die V.; N. N. 20 Pfund Linſen für die Odenwälder, demſelben 35 Pfd. Reis für die Vogelsb.; X. 6 Kaffeeſäcke.. 5 5 Die vom 22. bis z. 29. ds. eingegangenen Geldgaben betragen: 159 fl. 30 kr. dazu die in No. 27. d. Bl. bereits angezeigte 405„ 26½„ ſonach im Ganzen: 565 fl. 5% kr. wovon— außer den am 12. ds. an das Comité in Schotten beförder⸗ ten 100 fl.— am 24. ds. weitere 100 fl. dorthin, ſowie 100 fl. an das Comité zu Darmſtadt für die hülfsbedürftigen Odenwälder abge— ſendet worden ſind. Die Quittungen hierüber liegen bei dem Unterzeich⸗ neten zur Einſicht offen.— Ferner wurde für die Vogelsberger nach Schotten befördert an Reis, Erbſen, Linſen, Gerſte, Hirſe, Kartoffeln nebſt einigen Päckchen Kleidungsſtücken, an Gewicht 1674 Pfund. Indem man zur Abwehr des äußerſten Mangels um weitere milde Gaben bittet, ſpricht man die Hoffnung aus, daß andere Landge— meinden dem löblichen Beiſpiele der Gemeinden Großkarben, Södel und Holzhauſen baldigſt nachkommen werden. Friedberg den 29. März 1852. In Auftrag des Comités Mayer Hirſch. Verein gegen Bettelei. Die Stelle des Vertheilers des Stadtgeſchenkes an g reiſende Handwerker iſt erledigt und fordert man diejenige in dazu paſſender Localität wohnenden Bewohner 8 bergs, welche auf dieſe Stelle reflectiren, auf ſich ſch bei Unterzeichnetem zu melden. n Friedberg den 31. März 1852. Ker a ch. Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. dT ANN Hofraithe⸗Verſteigerung. (485) Dienſtag den 13. April d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag des Bürgers und Schreinermeiſters Konrad Walther dahier die demſelben gehörende, in der breiten Straße hieſiger Stadt gelegene Hofraithe Pag. No. 60. 11 k. an Heinrich Weckerling II., öffentlich meiſtbietend, unter ſehr vortheilhaften Bedin— gungen, verſteigert. Friedberg den 25. März 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bee n der. Fruchtverſteigerung. (508) Mittwoch den 7. April d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſollen in der Wohnung des Unterzeichneten 5 200 Achtel Korn, 135„ Gerſte, meiſtbietend verſteigert werden. Münzenberg den 27. März 1852. Keller Klein. Güter ⸗Verſteigerung. 6622) Montag den 5. April, Vormittags 10 Uhr, werden in dem hieſigen Rathhauſe auf freiwilligen. Antrag der Adam Hoffmanns Ehe⸗ leute dahier die denſelben zuſtehenden, vormals Philipp Storck'ſchen Güterſtücke in der Fried⸗ berger Gemarkung, nochmals unter dem Anfü⸗ gen verſteigert, daß bei annehmbaren Geboten die Genehmigung ſogleich mit dem Zuſchlag er— theilt werden ſoll. Friedberg den 31. März 1852. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Bede Main⸗Weſer⸗ Bahn. (328) Die Klecerndte an den Böſchungen der Bahn ſoll auf die Dauer des Jahres 1852 in einzelnen Looſen an den Meiſtgebenden öffent⸗ lich verkauft werden. Die Zuſammenkunft iſt: Dienſtag den 20. April Morgens 7 Uhr auf der Station Vilbel,* 0 Mittwoch den 21. April: Morgens 7 Uhr auf der Station Großkarben, 1 9 am Heiligenhäußerweg bei Okarben, 1 1 Kleinenfeld bei Niederwöll— adt, Mittags 1 Uhr auf der Station Niederwöllſtadt, „ 2„ an der alten Schlagshohle, „ 3„an der Straßbach Gemarkung Fauerbach II., „ 4„ am Haingraben bei Friedberg. An genannten Orten werden bei der Verſtei⸗ gerung die Bedingungen vorgeleſen. Friedberg den 30. März 1852. Der Gr. Bahn-⸗Ingenieur Hochgeſand. Verſteigerung von Bauarbeiten zu Aſſenheim. (524) Samſtag den 10. April l. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen auf dem hieſigen Rathhaus die bei der Umbauung des Stocki— ſchen Hauſes, als: Schulhaus, vorkommenden Arbeiten und Materiallieferungen, in Beiſein des Gr. Kreisbaumeiſters zu Friedberg, öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Die Arbeiten und Materiallieferungen ſind fol⸗ gendermaßen veranſchlagt: 1) die Maurerarbeit 357 fl.— ke, 2) die Steinhauerarbeit 290„ 14„ 3) die Zimmerarbeit 837„11, 4) die Dachdeckerarbeit 111„⁵ 20„ 5) die Schreinerarbeit 422„ 21„ 6) die Schloſſerarbeit 352 A 24„ 7) die Glaſerarbeit 191% 26„ 8) die Weißbinderarbeit 360„ 32„ 9) die Spenglerarbeit 49%—„ 10) die Lieferung von Mauer⸗ ſteinen, Ruſſenſteinen, Kalk und Sand ꝛc. ꝛc. 693 Die Voranſchläge und Riſſe liegen auf dem Büreau des Gr. Kreisbaumeiſters zu Friedberg zur Einſicht offen.. Aſſenheim den 31. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Sich de Mobilien⸗Verſteigerung. (525) Mittwoch den 7. April d. J., von Morgens 9 Uhr anfangend, ſollen ſämmtliche, von den verſtorbenen Heinrich Sellheims Ehe— leute dahier hinterlaſſene Mobilien in der Be— hauſung deſſelben meiſtbietend unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be— dingungen verſteigert werden: 1) zwei Zugkühe, ein trächtiges Mutter⸗ ſchwein,. a 2) ein unbeſchlagener Wagen, ein Kuhkarrn, ein Pflug und eine eiſerne Egge, 3) 10 Centner Heu, verſchiedenes Stroh, 10 Malter Kartoffeln und 3 Malter Gerſte, 4) Bettung und Weißzeug aller Art, 5) Kleidungsſtücke, And ietauf ft Diſniches, 225 Male 0 aue e 10 0 ö 10 blen Schl der vorerſog Hel dend el g Holh⸗ 627) Dien end d Uhr 1 Bemeindewa 5 S. ind Mittwoch Ihr aufangend 20 Eichen⸗ holz, ö sl Kiefern haltend duneiſtheund ver Vena wir Scheithag che findet. Die peru berden um g Wohnba 90 328) Küf Vurmltagg u ſih Solms. ilk bei Baif des Breunhol erkauft. Oſſenhei Bel beit. 4 Holze malwaldun 1520) D Waungen von 1. 3 fr die 80 6) Zinn, Kupfer, Porzellan und ſonſtige Kü⸗ 8 chengeräthſchaften, n bol 7) zwei Eichen-Bauſtämme, im Gehalt von a Sula. 180 Cubikfuß. g Florſtadt den 29. März 1852. 1. ig Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter A pepe l i n: Holzverſteigerung. eld Linſen für 626) In den geſammtherrſchaftlichen Wal⸗ tn Jö did dungen bei Burggräfenrod ſollen meiſtbietend verſteigert werden, und zwar: 1) von fiscal. Seite künftigen Dienſtag den 6. April d. J., Morgens 10 Uhr, im Di⸗ ſtrict Diebseiche, Schlag No. 13: 1 Stecken Buchen-Prügelholz, * 2 Birken⸗ 1 15„ Eichen⸗„ 1 Buchen⸗Stockbolz, 10 n Eichen⸗„ 7„ Lärchen: 3600 Wellen Buchen-Reisholz, 220 n Eichen⸗ 100„ Birken⸗ 10 25„ Aaopen⸗ 2 2. Lärchen⸗ 10 23 Stück Lärchen⸗Stangen, von 3 und 4“ mittlerem Durchmeſſer und 4—7“ Länge, und hierauf im Schlag No. 7 des vorbemerkten der vorerwähnten Holzſortimente. Heldenbergen den 30. März 1852. Der Großh. Heſſ. Revierförſter b des Reviers Altenſtadt Rumpf. Soi; Ver feige run g, 6827) Dienſtag den 6. April d. J., Mor⸗ gens 8 Uhr anfangend, ſollen in dem hieſigen Oemeindewald: 162 Stecken Buchen-Reisholz, des Com l dee e ee ede e e 225 Wellen Aspen⸗Reisholz, 9 von Grafl. Solms-⸗Rödelheim'ſcher und Gräfl. l. Elziſcher Seite den darauf folgenden Tag, mithin Mittwoch den 7. April d. J., Vor⸗ eſchenkes an 0 gs 10 Uhr, in den oben genannten u diejenigen beiden Schlägen: die doppelte Quantität ner . r a ch 1 —— 105„ Eichen⸗Scheitholz, 37 f 69„„ Prügelholz, 500 177 k. 49„„ Stockholz, i 88„„ Reisholz, „ 94„ Kiefern-„ e ud Mittwoch den 7. April d. J., Morgens 8 Uhr anfangend: 191 5 2 240 Eichen⸗Stämme Bau⸗, Werk- und Nutz⸗ * 15 1 holz, 5000 Cubikfuß enthaltend, 30 32„ 4934 Kiefern⸗Stangen, 3663 Cubikfuß ent⸗ 1 haltend, meiſtbietend verſteigert werden. 3 Bemerkt wird, daß ſich unter dem Eichen⸗ 3% Scheitholz ſchönes Küfer- und Glaſerholz be⸗ egen Auf dem findet. e zu Frͤcberg Die Herren Bürgermeiſter in der Umgegend . berden um gefällige Bekannimachung erſucht. 802. 5 Wohnbach den 29. März 1852. Butgermeiſter Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter f Philippi. Holz⸗Verſteigerung. (328) Künftigen Mittwoch den 7. April, Lormittags um 10 Uhr, werden auf dem Gräf— lch Solms⸗Rödelheim'ſchen Braunkohlen-Berg⸗ werk bei Bauernheim— 70 Stecken trocke⸗ es Brennholz— Steckenweiſe— meiſtbietend verkauft. Oſſenheim den 29. März 1852. Der Rentmeiſter Weiß. Bekanntmachung, betr.: Holzverſteigerung in den Großh. Doma⸗ nialwaldungen des Reviers Oberrosbach. 329) Das nachbemerkte, aus den Verſtei⸗ gerungen vom 30. Januar und 13. Februar d. J. det Be⸗ den bei det erdenden De⸗ tiges Mutter⸗ in Kubkarrm, — 111— unbezahlt und unverbürgt im Wald liegen ge— bliebene Holz, ſoll Mittwoch den 7. April d. J. abermals verſteigert werdenz und zwar Morgens um 7 Uhr im Kellersberg bei Oberrosbach: 50 Wellen Nadel-Reisholz, Morgens um 8% Uhr im Burgwald: 1½ Stecken Birken-und Nadel-Stockholz, 350 Wellen Birken- und Eichen-Reißerholz. Oberrosbach den 30. März 1852. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bing mann. Holz ⸗Verſteigerung. (830) Donnerſtag den 15 April, Morgens 9 Uhr anfangend, ſollen in hieſigem Gemeinde- wald 300 Stämme Eichen-Werkholz, vorzügli⸗ cher Qualität, verſteigert werden. Lindheim den 30. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Koch. Holzverſteigerung. (831) Mittwoch den 7. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in dem Monſtädter Markwald, Diſtrikt Lückenkopf und Florad, nach⸗ ſtehende Holzſortimente, als: 10 Stecken Buchen ⸗Scheitholz, N Kiefern⸗„ Mn„ Prügelholz, 5500 Stück Eichen-, Buchen- und Kiefern⸗ Wellen, 90 Eichenſtämme, vong bis 26 Zoll Durch⸗ meſſer und bis 47 Fuß Länge, 2465 Cubikfuß enthaltend, 26 Kiefernſtämme, von 9—32“ Durchmeſſer und bis 41 Fuß Länge, öffentlich verſteigert werden. Der Anfang iſt auf genannte Stunde im Diſtrikt Lückenkopf am Niedermoxſtädter-Roden⸗ bacher Weg. 5 Obermoxſtadt am 24. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Mickel. MN Privat- Bekanntmachungen. Zu verkaufen. (51) Aechter Luzerner Kleeſaamen iſt zu ha⸗ ben bei Peter Damm. Zu vermiethen! (413) Ein vollſtändiges freundliches Logis im dritten Stocke meines Hauſes, beſtehend in 5 Zimmern, 2 Kammern, Küche, Holzſtall und Keller iſt zu vermiethen und kann zu Anfang Mai bezogen werden. Wilhelm Fertſch, Marktplatz No. 378. Fur Oekonomen. Feti⸗Griebenkuchen, (451) ſowie 2⸗ bis 6öhmige, mit eiſernen Reifen verſehene Oelfäſſer, ſind zu haben bei Friedberg im März 1852. Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikant. wWuagenſchmier, (452) beſonders für eiſerne Achſen fabrieirt. iſt billigſt zu haben bei 8 Friedberg im März 1852. f Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikant. 3 u d ee met he (332) Ein vollſtändiges Logis im zweiten Stocke meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann bis den 1. Juni bezogen werden. Auf Verlangen wird auch der untere Stock abgegeben. Friedberg. Ph. Holler. Annonce. (533) Neue viereckige und Lon s bi ö ge un g Shaws bis zu fl. 25.— pr. Stück, ältere Sorten, feiner Qualität, viereckige von fl. 2.— an und Long Shaws von fl. 4.— an pr. Stück. R. C. Haußer, auf dem Römerberg in Frankfurt a. M. Fuͤr Apotheker-Lehrlinge. (834) unter vortheilhaften Bedingungen kann zu Oſtern ein Lehrling bei mir een Homberg a. d. Ohm. K. Münch, Apotheker. Anzeige. Dh (835) Ein Logis mittlerer Etage, be in 4 Zimmern, Kammer, Küche, dal platz und Mitgebrauch der Waſchküche, bequem eingerichtet, iſt zu vermiethen und kann den 26. April bezogen werden. Heinrich Waltz, Conditor, Uſagaſſe. Verß egi gerung. (3360 Montag den 5. April will Unterzeich⸗ neter 1 zweiöhmiges Faß, 6 Stück einöhmige Fäſſer und 2 große Waſchbütten, gebunden mit eiſernen Reifen, einer freiwilligen Verſteigerung ausſetzen. 5 Ziegenberg den 30. März 1852. Heinrich Volz. zeige. (337) Meinen vorzüglichen gut gehaltenen 1846 r und 18481 Wein bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung und verzapfe 18481 per Schoppen zu 8 kr., 1846r von 12 bis 24 kr. per Schoppen; bei Abnahme von grö⸗ ßeren Quantitäten ſtelle ich verhältnißmäßig bil⸗ ligere Preiße. Friedberg den 31. März 1852. F. Rod aug. Für Eltern! 1338) In meinem ſchon einige Jahre beſtehen— den Inſtitut für Mädchen können noch 2 Penſionärs eintreten. Neben den gewöhnli— chen Lebrgegenſtänden Anleikung in den weiblichen Handarbeiten— Conver⸗ ſation franzöſiſch. Näheres theilen, außer dem Unterzeichneten, mit die Herren Director Dr. Curtman, Hof— gerichtsadvocat Trapp II., Kreisbaumeiſter Stockhauſen zu Friedberg. Friedberg im März 1852. K. Kä r ſt. Für Augenleidende. (539) Ich mache hiermit die Anzeige, daß ich täglich in meiner Wohnung bei Hrn. Schnei⸗ dermeiſter Faber in Münzenberg, Mon⸗ tag Nachmittag aber in Butzbach im Gaſt⸗ haus zum Löwen für Augenkranke jeder Art, und zwar für Unbemittelte unentgeltlich zu ſprechen bin, für letztere auch alle Opera⸗ tionen unentgeltlich übernehme. Münzenberg in der Wetterau. Dr. Birnbaum, pract. Arzt und Geburtshelfer. Von Dr. Borchardt's Kräuter⸗Seife, 9(340 die auch in hieſiger cnc inors Y Gegend wegen ihrer anerkannt ARO A- ME pic: vortrefflichen Eigenſchaften ſo be⸗ Kb SEIEE liebt iſt, erhalte ich allein auf hieſigem Platze öfter friſche Zu— W und verkaufe das Original-Packetchen u 2k Friedberg. P. F. Schmittner. —— — 112— Ale runder Fridberg, Liebfrauenberg, No. 35, in Frankfurt a. M., empfiehlt ſein großes, reichhaltiges Fabrik-Lager in Sonnen⸗ und Regenſchirmen, (812) jeder Art, neueſter und geſchmackvollſter Facon, zu folgenden Preiſen: Sonnenſchirme in den neueſten Chinés⸗, Morés⸗, Damaſt⸗ und fagonirten Seideſtoffen, mit den eleganteſten Pariſer Beinſtöckchen von fl. 1. 20 kr. bis fl. 7.— Knick⸗Sonnenſchirme in denſelben Stoffen mit Futter und reichen Fran⸗ ſen, von fl. 2.— bis fl. 7.— Große Regenſchirme in Lyoner Seide mit den feinſten Fiſchbeingeſtellen und eleganteſten Elfenbein- und Perlenmutter-Verzierungen, von fl. 3. 30 kr. bis fl. 9.— Große Regenſchirme in allen Arten ächtfarbiger Zeuge, von 56 kr. bis fl. 2.— (515) habe ich ein Commiſſions⸗Lager von Herrn Scherrer in Heidelberg, von den ordinärſten bis zu den feinſten, worunter eben ſo billige Sorten ſind, als nur anderwärts angeboten werden können. 8 Friedberg. Louis Weis, den Apotheken gegenüber. D. Strauß, Döngesgaſſe No. 8 neu zu Frankfurt a. M., 84) empfiehlt zur bevorſtehenden Sommerſaiſon und waͤh⸗ rend den Meſſen ſein Lager in den neueſten franzoͤſiſchen, engliſchen und niederlaͤndiſchen Hoſen- und Rockſtoffen, ſowohl en gros als en detail zu ſehr billigen Preiſen. Aachener und Münchener Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft. (842) Folgendes ſind die Reſultate der in der öffentlichen General-Verſamm⸗ lung vom 22. März d. J. abgelegten Rechnung des Jahres 1851: Grund⸗Kapital Fl. 5,250,000 Geſammte Reſerven„ 3,344,579 Einjährige Prämie Fl. 1,649,034 Zinſen⸗Einnahme„ 200,457 „ 1,749,491 Verſicherungen in Kraft während des Jahres„ 923,967,875 Die ausführlichen Abſchlüſſe ſind bei den Unterzeichneten und allen Agen⸗ ten der Geſellſchaft einzuſehen. G. F. Nau in Friedberg. Joh. Martin Zöckler in Laubach. Unterhaltung meines ſchon bekannten Lagers von Kirchliche Anzeigen. Palmſonntag, allgemeiner Bußtag. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Fertſch. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel: Nachmittags: Hr. Diaconus Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Conrector Müller. Nachmittags: Hr. Candidat Kalbhenn. Frankfurter Cours vom 31. März 1852. Piſtolen fl. 9 45-46 Friedrichs or..„ 9 58½¼ 59% Holländiſche 10 fl. Stücke„9 557-56 ½ Rand⸗Ducaten„ 5 38-39 20 ikſtüke„ 9 33-34 Engliſche Souverains. e Preußiſche Thaler.„ 145%% 5 Frankenthale 223-23 Preußiſche Caſſenſcheine.„ 145 ¼½̊, Frucht prei fe. Gattung. Waizen pr. Malter] 12301334 Korn 5 1163011— 10— Garſte„„ 188 8— 845 Hafer 7 7. 44—1—1— 4 30 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und, Butzbach vom 3. bis zum 9. April. 29. Mrz. 26. Mrz. 25. Mrz. ied⸗ 2 Gerns⸗ We Mainz. fl. kr. fl. kr. t 1 Beſriffend hierunter werden h 10 Anzeige. Tafel⸗ und Wanduhren werde ich nun auch für (313) Einem hiefigen und auswärtigen Publi⸗ kum zeige ich hierdurch ergebenſt an, daß ich in meinem elterlichen Hauſe ein Putzgeſchäft etablirt habe, indem ich ſolide, geſchmackoolle Arbeit verſpreche, bitte ich um recht zahlreichen Zuſpruch. Friedberg den 1. April 1852. Johannette Menges, breite Straße, vis-a-vis hötel Trapp. Geſchäfts⸗Empfehlung. (5 n) Einem hieſigen und auswärtigen Pu⸗ blikum beehre ich mich hierdurch ergebenſt an⸗ zuzeigen, daß ich mich vor einiger Zeit dahier als Uhrmacher etablirt habe. Neben der ſteten die Folge eine ſchöne und geſchmackvolle Aus⸗ wahl von Taſchenuhren bereit halten, auch über⸗ nehme ich Reparaturen in jeder vorkommenden Weiſe an Uhren und ſehe einem geneigten Zu⸗ ſpruch entgegen. Friedberg im April 1852. A. Jäckle, Uhrmacher, wohnhaft bei Hrn. Philippi im ſteinernen Hauſe. Alle Sorten Kleeſaamen (515) billigſt bei L. Goldmann junior. 1 5 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod-Preiſe. berg. bach. 5 kx. pf. kr 11 Leib⸗Roggenbrod 4— 1313 21„ 7 7 7 2 4 7. 15 2143. 5 ö Lth Lth. — Milchbrod 14 14 —Waſſerweck 114 ½ — Gemiſchte(Tafel⸗ Brod 145 B16 Fleiſch-Preiſe. f 0 1 Ochſenfleiſch 11 5 11 2 „Kühfleiſch, gemäſtetes 81 218— „ Rindfleiſch, gemäſtetes e „, Kalbfleiſch 58— 145— 7„ u gemäſtetes 5 N 7 „ Schweinenfleiſch 12— 12— „ Hammellleiſch 8 8 „8Schaaflleiſch 5——— „ Wurſt v.blos Schweinen 14— 14— „Bratwurſt 16— 15— „ Schwartenmagen 16— 15— „ Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 16— 16— „ Dörrfleiſch 16— 16— „Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „Nierenfett 18— 116— „ Hammelsfett 161— 416— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. N Krauß. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Binder na gel in Friedberg. Regierun an die 6 olizei Co des Nigier Zetteffend Zur pormigkeit treffe erla Kreisraths (Amtsblatt guch auf J Sie Weiſe ver buche beſch Po Zur 1) Dig