10— ö + eine. 1 enen 2 2 — S 1 — 1 Intelligenz-Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Mittwoch den 3. März 1852. . 18. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Den Abgang der Landgeſtütsbeſchäler auf die Geſtüts⸗ ſtation in der Provinz Oderheſſen. Daß die Großh. Landgeſtütsbeſchäler Montag den 1. März l. J. auf die Geſtütsſtation zu Altenſtadt von Darmſtadt abgehen werden, hiervon ſetzen wir Sie unter dem Auftrage in Kenntniß, ſolches alsbald in Ihren Ge— meinden zur oͤffentlichen Kenntniß zu bringen. Friedberg den 21. Februar 1852. f Apen An die Bewohner Friedbergs und der Wetterau. Wenn ſich die Unterzeichneten mit einer Bitte um Un⸗ terſtützung für die armen, hartbedrängten Odenwäl⸗ der und Vogelsberger Brüder an die Bewohner Friedbergs und der Wetterau wenden, ſo thun ſie es mit der freudi— zen Zuverſicht, daß ſie geneigte Ohren und Herzen finden. Haben wir ja doch ſchon weiter von uns wohnenden un⸗ ere helfende Hand geboten, warum ſollten wir nicht ein Scherflein unſeres Segens den Nothleidenden in unſerer Heimath zuwenden!— Wie groß aber dieſe Noth iſt, wollen wir der Schilderung entnehmen, die uns durch Herrn Pfarrvikar Müller zu König in dieſen Tagen zugegangen iſt, der alſo berichtet: „Der Odenwald, beſonders das untere Muͤmlingthal und Umgegend, vor allem König, Neuſtadt, Fuͤrſtengrund, Rimhorn, Rimbach, Vielbrunn, Momart, Zell, Hämmert— roth, Kirchbrombach, Niederkinzig, bietet ein höchſt trauriges Bild des Elends dar. Hungersnoth und Krankheit ſind eingeriſſen und in fortwährendendem Zunehmen begriffen. Die Ernte an Körnerfrüchten war im verfloſſenen Jahre eine höchſt mittelmäßige. Seit ſieben Jahren ſind die Kar⸗ ſoffeln mißrathen, im letzten Jahre aber gänzlich. Der Viehſtand des Odenwaldes hieſiger Gegend iſt ſehr herunter— gekommen und der kleinere Bauer hat ihn vollends ab— ſchaffen müſſen. Andere Verdienſtquellen und Erwerbszweige finden ſich keine oder doch nur ſehr geringe. Aller Verkehr ſtockt, aller Abſatz für Handwerker fehlt. Die Noth, die Armuth, die Krankheit Vieler, ſehr Vieler iſt Entſetzen erre— gend. Es fehlt an Brod, Kartoffeln, Hülſenfrüchten, au Nahrung und Kleidung, kurz an Allem, was zu des Lei— hes Nothdurft gehört. Beſonders hart fühlen dieſen Noth— ſtand die verſchamten Armen, die noch nicht zum Bettel— ſtabe greifen konnten. Breits liegen viele ſonſt arbeitsfähige Hausväter auf dem Krankenlager. Sonſt ſtarke Männer ſind ſoweit entkräftet, daß ſie auf dem Wege zur Arbeit umflelen. Viele Frauen und Kinder ſieht man mühſam ſich herumſchleppen, um ein Stücklein Brod aufzuſuchen. Dazu iſt ſeit den letzten Tagen bedeutender Schneefall und ſtarke Kälte in unſern Bergen eingetreten, die jegliche Ar— beit und ſomit jeglichen Verdienſt abſchneiden. Bedenken wir, wie lange es noch zur Ernte iſt und ſehen wir auf die von Stunde zu Stunde wachſende Armuth und Noth, ſo wird es wohl einem jeden einleuchten, daß hier geholfen werden muß. Im vollen Vertrauen auf die Bereitwillig⸗ keit, Liebe und den Wohlthätigkeitsſinn der Bewohner Fried⸗ bergs und der Wetterau, wenden wir uns an dieſelben und bitten um milde Gaben zur Linderung des Elends und der Noth hieſiger Gegend. Wir bauen unſere Hoffnung auf Gott, der eine Hülfe iſt in den großen Nöthen, die uns getroffen haben, daß er die Herzen unſerer Mitbrüder und Mitſchweſtern lenke zum Gutesthun.“ So lautet der getreue Bericht und wir fügen nur noch hinzu, daß wir zur Annahme von Liebesgaben aller Art, Geld, Kleidungsſtücke, Kartoffeln, Hülſenfruͤchte ꝛc. ꝛc. bereit ſind. Noch wird bemerkt, daß Naturalbeiträge in die Blinden-Anſtalt abgegeben werden wollen, wegen des bequemen Raumes. Friedberg Ende Februar 1852. Bender. Gg. Buß. Cronenberg. Dr. Dieffen⸗ bach. J. Falck. Dr. Fertſch. C. Groß. C. Heidt. Mayer Hirſch. Krach. Wilh. Küm⸗ mich. M. Mondigler. Carl Morell. J. Pfeffer. F. W. Reuß. J. P. Schäfer. Gg. Schmidt. Friedberg. Getig e 25. Ernſt Wilhelm Karl Renker, neuangehender hieſiger Bürger und Schloſſer an der Eiſenbahn, des verſtor— benen penſionirten Feldwebels Johannes Renker ehe⸗ licher lediger Sohn und Eliſabethe Rumpf, des hieſigen Bürgers und Schloſſermeiſters Georg Friedrich Rumpf eheliche ledige Tochter.* Ge tate; * Nachtrag: Den 24. Dez. 1851 dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Karl Klein eine Tochter, Mar⸗ garetha, geb. an demſelben Tage. 2 Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Karl Friedrich Ludwig Schmidt eine Tochter, Eliſabetha, geb. den 15. Dez. 1851. a f Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Ludwig Karl Finkernagel eine Tochter, Magdalene Sophie Chriſtine Erneſtine Karoline Theodore, geb. den 16. Dez. 1851. Dem hieſigen Bürger und Gaſtwirth Hermann Jakob Simon eine Tochter, Ida Maria Friederike, geb. den 25. Dez. 1851. Dem Gr. Regierungsſecretär Johann Valentin Krach ein Sohn, Johann Georg Adolf Karl, geb. den 22. Dez. 1851. Dem hieſigen Bürger und Oeconomen Jakob Lochmann eine Tochter, geb. den 9. Jan. f Dem hieſigen Bürger und Rechner des Auguſtiner⸗ Schulfonds Georg Friedrich Nau eine Tochter, Char— lotte Helene Louiſe, geb. den 10. Dez. 1851. Dem Weichenwärter auf der Main-Weſer⸗Eiſenbahn Konrad Donges ein Sohn, Friedrich, geb. den 31. Beer digte: Joſeph Ludwig Boretti, des hieſigen Bürgers und Zinn⸗ Dez. 1851. 28. Dem hieſigen Buüͤrger und Kaufmann Jean Huber eine Tochter, Thekla Margarethe Karoline, geb. den 6. Jan. N 6 in det 1. Gllen 1 2 wan e dn 9. 5. gießers Joſeph Boretti ehelicher Sohn, alt 8 Monate 5, wn, und 12 Tage; t den 4. Jan. N fa 4 12. Tobias Rottner, penſionirter Gr. Sergeant, alt 58 le geh Jahre und 9 Monate; k den 9. Jan. a dun doll en 12. Anna Maria Cliſabetha Bender, des hieſigen Bürgers eben Aal und Pumpenmachers Heinrich Bender eheliches Töch— gehen da terchen, alt 8 Monate und 22 Tage; 7m den 11. Jan. bon bberg den! 13. Eliſabethe Finkernagel, geb. Reich, des hieſigen Bür⸗ 0 17 gers und Barbiers Jakob Finkernagel eheliche Haus⸗ b frau, alt 51 Jahr; T den 11. Jan. 1 Heffentlich 15. Adolf Ferdinand Robert Rinck, Maurergeſelle aus(338) Ale Dieſen Stettin in Preußen, des dortigen Handarbeiters Joh. zn Nachaß 15 1 Gottfried Rinck ehelicher lediger Sohn, alt 20 Jahre, ies h. 55 Mae 10 Monate und 25 Tage; f den 13. Jan. nüfgeſoddet 8 19. Des hieſigen Bürgers und Oekonomen Jakob Lochmann Porn eheliches acht Tage altes Töchterchen; T den 17. Jan. Pahtt aunhtihen, 20. Jakob Klippert aus Schönberg im Kurfürſtl. Heſſiſchen Bbelung des Nagl Amte Ziegenhain, als Knecht dahier in Arbeit, unver-] driedberg 1 heurathet, alt 42 Jahre; r den 18. Jan. 23. Heinrich Wilhelm Bechſtein, des hieſigen Bürgers und + Lederhändlers Johannes Bechſtein II. eheliches Söhn⸗ 570% chen, alt 1 Jahr, 4 Monate und 24 Tage; k den 30) Hamerfag 22. Jan l kunft 5: 5 7 5 1 iu die zweite Ab 24. Eliſabethe Scheibel, eheliche Tochter des hieſigen Buͤr⸗ Sanaa gers und Schloſſermeiſters Georg Scheibel, alt 20 Jahre; 1 den 22 Jan. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. d ν Edictalladung. (239) Der Vorſtand der unter dem Namen „Kranzchen“ dahier beſtandenen Geſellſchaft, mahm, laut gerichtlicher Schuldverſchreibung vom 31. Auguſt 1819, gegen Verunterpfändung des Caſinogebäudes bei dem Herrn Dr. Philipp Wilh. Hoffmann dahier ein verzinsliches Kapi⸗ tal von 7500 fl. auf, welches Kapital im Reſt⸗ betrag von 6600 fl., laut producirter Original Urkunde, durch Ceſſion vom 1. Februar 1822 auf Se. Erlaucht den Herrn Grafen von Solms⸗ Rödelheim übergangen iſt, während, nach einem Eintrag in dem hieſigen Gerichtshypothekenbuch, die Frau Hofrath Philippine Kugler dahier, durch Ceſſion vom 13. Juni 1820, Eigenthü⸗ merin der erwähnten Kapitalforderung von 7500 fl. geworden ſein ſoll. Auf den Grund dieſes Eintrags im Hypo⸗ thekenbuch, und da ſich die Kranzchens⸗Geſell⸗ ſchaft inmittelſt aufgelöſt hat, ſowie in Betracht, daß das Rechtsverhältniß, in welchem die Theil⸗ haber der Geſellſchaft zu den Bauunternehmern (Actionären) ſtanden, nicht klar nachgewieſen werden konnte, ergeht hiermit, auf Antrag der Gräflich Solms⸗Rödelheimſchen Rentkammer auf Immiſſion an das verpfändete Gebäude, an alle diejenigen, welche dingliche oder per⸗ ſönliche Rechte an dieſes Gebäude glauben gel⸗ tend machen zu können, Aufforderung, ſolche binnen 60 Tagen bei der unterzeichneten Ge⸗ richtsſtelle zu begründen, widrigenfalls die dar⸗ auf bezüglichen Einträge im Hypothekenbuch gelöſcht und der Herr Graf von Solms⸗Rödel⸗ heim mit dem Recht eines vollen Eigenthümers in das Cafinogebäude gerichtlich eingewieſen werden ſoll. Rödelheim den 6. Februar 1852. Gr. Heff. Landgericht Dr. Eilmer. Oeffentliche Aufforderung. (292) Johann Georg Clotz von Oſt⸗ heim verſtarb im Jahr 1820 und hinterließ eine Wittwe und als Erbin eine an Jacob Diehl von Oſtheim verheirathete Tochter, Elifabetha. Sie ſoll in England im Jahr 1840 mit Hinterlaſſung eines einzigen bald nach ihr verlebten Kindes verſtorben ſein, ihr Ehe⸗ mann Jacob Diehl aber iſt ſeit Jahren abwe⸗ ſend, unbekannt wo. Die zum Nachlaſſe ge⸗ hörigen Immobilien blieben im Beſitz der Wittwe bis auch dieſe am 7. Mai 1851 mit Tod abging, und werden jetzt von deren Erben wegen des mütterlichen zu 751 fl. 53. kr. be⸗ rechneten Vermögens in Anſpruch genommen. Auf Antrag dieſer Erben wird daher Ja cob Diehl von Oſtheim, oder wer ſonſt An⸗ ſprüche auf den Nachlaß des Johann Georg Clotz zu haben glaubt, aufgefordert, dieſe An⸗ ſprüche binnen einer Friſt von 2 Monaten da⸗ hier ſo gewiß geltend zu machen, als ſonſt die gedachten Immobilien den Erben der Wittwe Clotz überlaſſen werden und ihnen deren ander⸗ weite Veräußerung geſtattet werden wird. Butzbach den 11. Februar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Ebel. (Butzbach.) Sandlieferung. 3035) Donnerſtag den 4. März d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Verwal⸗ tungsbüreau hieſiger Garniſon die Lieferung von zwölf Cubikklafter Sand in die beiden Reit⸗ bahnen derſelben auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Es haben daher alle Diejenigen, welche dieſe Lieferung zu übernehmen wünſchen, ihre Soumiſſionen verſiegelt und mit der Aufſchrift: „Sandlieferung betr.“, bis zum bemerkten Ter⸗ min in das am Eingange zum gedachten Büreau aufgehängten verſchloſſenen Käſtchen einzulegen. Die Lieferungsbedingungen ſind zur Einſicht aufgelegt. Buß bach den 25. Februar 1852. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Holz ⸗Verſteigerung.⸗ (307) Donnerſtag den 4. März l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in den Gräflichen Wal⸗ dungen dahier: 27 Eichſtämme, 6249 Cubikfuß haltend, 110 eichene Deichſeln, 40 buchene Längwieden, 22½ Stecken Buchen⸗Scheitholz, 9„„ Prügelholz, 56„ Eichen⸗Scheitholz, worunter ſich Werkholz befindet, 24„ Eichen⸗Prügelholz, 18¼„ Buchen⸗Stockholz, 41„Eichen⸗„ 513 Stück Buchen⸗Wellen, 1062„ Eichen⸗„ 222 Birken⸗„ und 475,. Fichten⸗„ öffentlich an den Meiſtbietenden, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, verſteigert werden. Die Zuſam⸗ menkunft iſt am Jägerhaus. Schloß Ilbenſtadt den 25. Februar 1852, Gräflich von Leiningen⸗Weſterbürgiſche Rentei Bernhardt. Fruchtverſtei gerung. (316) Donnerſtag den 11. März l. J., von Morgens 10 Uhr an, ſollen von dem Gräflich Solms Rödelheim'ſchen Speicher zu Münzen⸗ berg, in der Behauſung des Gräflichen Ver⸗ walters Wagner daſelbſt, etwa 80 Malter Korn und 20—40 Malter Gerſte, 185 1r Ernte, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffent⸗ lich verſteigert werden. Aſſenheim den 20. Februar 1852. Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſche Fruchtverwaltung. Oeffentliche Aufforderung. (837) Johannes Hanſtein J. von Friedberg hat dem Philipp Schmidt von da 40 Ruthen Donanalſtüchte, def b 55 N 00 5 40 lt Ftiedbetger Me deigerung. Reichelsheim! Obligation (310) Bei der he. Aung des Oemeinder. . d. Noder, wurde ungshauſe Simon Friedberg negotürten Pattial⸗Obligaton? . Mai d. J. durch Der Inhaber geda Aang wüd hiermtt a dan eſem Tage bei bEmſug zu nehmen, bean lin wagen Zit Höchſ a. d. Nd Det E Jagd 1300 A dan g . Regierungen fie Seldiaqd u Heilig auf die Jet falt 1854 verpac ung ſoll Monſg ers und 3 lun. 1 8 Monate ant, alt 58 ſigen dür e fiche 20 den 1l. Jan. baden Bur, liche Haus, dergeſelle aus ardeiters Joh alt 20 G. aut 20 Jahre, an. Stob dachmann den 17. Jan. zul. Heſſſchen Arbeit, Unver⸗ 1. Bürgers und eliches Sohn⸗ Tage; t den dieſigen Bür⸗ eidel, alt 20 getun 9. Narz l. J., Vor. Graflichen Wal. 1 Garten in der 4. Gewann, taxirt zu 60 fl., jwangsweiſe verſteigern laſſen und den Taxa⸗ ſonswerth darauf geboten. Da der gegenwär— lige Aufenthaltsort des Philipp Schmidt unbe⸗ lannt iſt, ſo wird derſelbe hierdurch aufgefor— dert, etwaige Einwendungen gegen die formelle Gültigkeit der Taxation oder Verſteigerung, oder ſonſtige geeignete Anträge binnen 3 Mo— naten dahier vorzubringen, widrigenfalls die— ſelben unberückſichtigt bleiben, alle weiter er⸗ gehenden Verfügungen aber nur im Gerichts⸗ bal werden angeſchlagen werden. Friedberg den 18. Februar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Br Ire. v. Preuſchen. Oeffentliche Aufforderung. 338) Alle Diejenigen, welche Anſprüche an zen Nachlaß der verlebten Johannes Fegbeu⸗ Els II. Eheleute zu Ockſtadt haben, werden aufgefordert, dieſelben 25 Dienſtag den 16. März, Vormittags 8 Uhr, tahier anzuzeigen, widrigenfalls ſie bei Ver⸗ heilung des Nachlaſſes nicht berückſichtigt werden. Friedberg den 23. Februar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Irle. Fruchtverſteigerung. 339) Donnerſtag den 11. März, Morgens Uhr, kommt auf dem Rathhauſe zu Reichels— beim die zweite Abtheilung der Herzoglichen Domanialfrüchte, beſtehend aus ungefähr: 75 Malter Korn, 50„ Gerſte, 40„ Hafer, at Friedberger Maaßes, zur öffentlichen Ver⸗ ſeigerung. Reichelsheim den 23. Februar 1852. Herzogl. Naſſ. Receptur v. Preuſchen. Obligations Verlooſung. (340) Bei der heute ſtattgehabten Verſamm⸗ lung des Gemeinderaths der Gemeinde Höchſt a d. Nidder, wurde von dem mit dem Hand⸗ lungshauſe Simon und Samuel Undheimer zu Friedberg negocüirten Anlehn, ad. 2000 fl., die 75 von einem auf Boden 1. Klaſſe befindlichen jungen Eichenbeſtand, ſollen Mittwoch den 10. März l. J., Vormittags um 11 Uhr, in dem Rathhauſe zu Reichelsheim meiſtbieten. den verſteigert werden. Gegen Einreichung genügender Bürgſcheine wird den Steigerern Credit bis Martini l. J. bewilligt. 5 Reichelsheim den 27. Februar 1852. Der Bürgermeiſter Schmid. Eichen-Bau-⸗ und Werkholz-Verſteige⸗ rung im Altenſtädter Communalwald. (8438) Freitag den 5. März d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden in dem hieſigen Communal— wald, Diſtrikt Haale, 5 Stämme Eichen⸗Bauholz= 178 Cubikfuß, 20„„ Werkholz— 443 öffentlich meiſtbietend verſteigert. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft wird Zah⸗ lungsfriſt bis 11. November d. J. geſtattet. Altenſtadt den 27. Februar 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Kreuder. Holz-Verſteigerung. (344) Oienſtag den 9. März, Vormittags 10 Uhr anfangend, werden in den Gräfl. Solms— Rödelheim'ſchen Beinhards-Waldungen ver- ſteigert: 60 Stecken Buchen- und Eichen⸗Prügelholz, 28„„„ Stockholz, 200„„„ Reisholz, Forſthaus Beinhards am 29. Februar 1852. Der Gräfl. Revierförſter des Reviers Aſſenheim Hartmann. Bekanntmachung. (345) Samſtag den 27. März l. J., Nach- mittags 2 Ubr, ſoll das Wohnhaus des Franz König zu Dornaſſenheim, in der Gemeindeſtube daſelbſt, öffentlich verſteigert werden. Reichelsheim den 27. Februar 1852. Herz. Naſſ. Landoberſchultheißerei Hildenbrand. Holzverſteigerung. (346) Mittwoch den 10. März d. J., Vor⸗ mittags um 8 Uhr, ſoll in dem hieſigen Ge⸗ meindewald, Diſtrikt Au, nachſtehendes Holz verſteigert werden: 999 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 4„ Prügelholz, 677% 5„Stockholz, 210%„„ Reisholz, 9976 Cubikfuß Eichen⸗, Baue, holz, beſtehend in 149 vorzüglicher Qualität. Die n 5 der Au und wird gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft. friſt bis Martinitag b. 35 er. N Die Herren Bürgermeiſter werden höflichſt er⸗ ſucht, dieſe Holzverſteigerung auf ortsübliche Weiſe publiciren zu laſſen. Dauernheim den 28. Februar 1832. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Weith. Werk⸗ und Nutz⸗ Stämmen von Bekanntmachung. (347) Die Braunkohlen⸗Conſumenten wer⸗ den in Kenntniß geſetzt, daß auf dem Weckes⸗ heimer Bergwerk der Kohlen⸗Verkauf bis zum Beginn der dieß jährigen Aufbereitung eingeſtellt worden iſt. Zugleich wird bemerkt, daß auf dem Wölfersheimer Bergwerk noch Kohlenklötze der älteren Aufbereitung zu 8 kr. pro Centner zu haben ſind. Weckeshetmer Bergwerk den 1. März 1852. Die Fürſtlich Solms'ſche Bergverwaltung Storch. Verſteigerung. (348) Montag den 15. März d. J, Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden in der Wohnung der verſtorbenen Bartholomäus Reuhl's Wittwe dahier Hausmobilien jeder Art, Küchengeräth, Bettzeug ꝛc. ꝛc. gegen gleichbaare Zahlung ver⸗ ſteigert. Vilbel den 27. Februar 1852. Der Großh. Hefſ. Bürger meiſter Hinkel. Cͤietalla dun ge. (256 Die Erben des verlebten Johannes Stier II. zu Södel beabſichtigen nachfolgende Immo⸗ bilien, Södler Gemarkung: Jartial⸗Obligation No. 5 mit 100 fl. auf den 1. Mai d. J. durch die Verlooſung rückzahlbar. Flur 575 Sur 10 No. Flur 185* 78 Flur No. der Inhaber gedachter Privatpfandverſchrei⸗ 1 447. 1 326. 527 1 380 1 58. bung wird hiermit aufgefordert, dieſe Summe 3. u. a ee 1 1 602. 1 en dieſem Tage bei hieſiger Gemeindekaſſe in 11 46. II 114. 11 380. II 204 11 09. Empfang zu nehmen, indem von dieſem Tage 11 422. 1 438. eres 3 1 1 en unter den bit an keine weiteren Zinſen vergütet werden. 11 620. 11 722. 11 815. 11 862. 1 901. wacht werdendn Höchſt a. d. Nidder am 15 1 5 3 11 929. 1 974. u 1004. 1 1021. . Die Zuſun Der 1 des 1 1 m 24. 11 44. ui 85. 82. i 98. III 146. III 169. III 191. 227. I 291. Jagdverpachtung. III 309. III 338. IV 48. 114. IV 115. 310 Auf den Grund einer Verfügung der le 57 2985 65 405 Winteo Er. Regierungscommiſſion zu Friedberg ſoll die vl 13⁵.5 vi 168. VI 334. VII 25.* 610. f heſige Feldjagd in dem Bezirke No. 1 ander⸗ VII 75. vn 89. vi 164 165. VII 223.* 50 gerung weitig auf die Zeit, von jetzt bis zum 14. Au⸗ 1 341. 7 18 ö 2 128 Mar L 3, von guſt 1854, verpachtet werden. Dieſe Verpach⸗ 1 g 38 f s en em Grafic üng ſoll Montag den 8. März d. J., Nach⸗(nähere Bezeichnung kann auf dem unterzeichneten Gerichte eingeſeben werden) en e Münzen, nittags 1 Uhr, auf dem hieſigen Gemeinde- unter ſich zu vertheilen, können aber keine Eigenthumg. Urkunde des Erblaſſers darüber vorlegen. Hfchen Der, fauſe ſtattfinden und ich bemerke noch, daß der[Es werden daher Alle, welche Eigenthums- oder ſonſtige Anſprüche an gedachte Immobilien zu 8 geſige Forſtſchüße Fourier beauftragt iſt, Luſt.] haben vermeinen, aufgefordert, dieſes ſogewiß innerhalb 2 Monaten, von heute an, dahier anzu⸗ 5 gagenden den genannten Jagdbezirk zu zeigen. zeigen, als ſonſt ohne Rückſicht hierauf die Theilung beſtätigt werden wird. und Soedel am 27. Februar 1852. Friedberg den 10. Februar 1852. Ferſte, Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Großherzogl. Heſſ. Landgericht Rei tz. Dr. 3 r le. Lohrindenverſteigerung. (342) Die in dem zwiſchen den Gemarkun⸗ an Blofeld und Leidhecken, einen Büchſenſchuß n von der von Bingenheim nach Staaden ziehen⸗ Privat- Bekanntmachungen. Ge ſ u ch. Zu verkaufen. (335) Ein tüchtiger, mit guten Zeugniſſen](349) Ein noch in gutem Zuftande ſich be⸗ erer, In Chauſſee entfernt liegenden Reichelsheimer] verſehener Oberknecht kann ſofort bei mir] findender Bleizug iſt billig zu verkaufen bei ven Fridbeß Gemeindewald, im laufenden Jahre geſchält] eintreten. Friedberg. K. Walther, .% Ruten berdenden, zu 400 Ctr. veranſchlagte Lohrinden, Großkarben. G. Fauerbach. Schreinermeiſter. 0 4 — 76— Sonntag den 7. März (350) wird zum Beſten der ſehr armen Gemeinde Lisberg im Vogelsberg, welche ohnlängſt durch Brandunglück gelitten hat und von Hungersnoth ſtark bedroht iſt, a ein Concert unter Mitwirkung einer Anzahl Gießener Kunſtfreunde im großen Saale des hoötel Trapp ſtattfinden. 5 Anfang präcis 6 Uhr. Billets à 24 kr. in der C. Bindernagel'ſchen Buchhandlung. Billets à 30 kr. an der Kaſſe. Ph. Fritſch, cand. theol. Friedberg. Deulscher Phòniæ, Verſicherungs-Geſellſchaft in Frankfurt am Main, Grundkapital 3½ Millionen Gulden. (298) Herrn J. C. Bermann Wittwe in Vilbel iſt die Agentur des Deut- schen Phönix für Vilbel und die Umgegend übertragen und von Großherzogl. Regierung beſtätigt worden. Darmſtadt, im December 1851. Carl Hemmerde, General⸗Agentur des Deutschen Phönix. Auf vorſtehende Anzeige Bezug nehmend, erlaube ich mir anzuzeigen, daß ich Anträge von Verſicherungen auf Mobilien, Waaren aller Art, ſowie landwirthſchaftliche Erzeugniſſe, Vieh ꝛc. gegen feſte und billige Prämien übernehme. a . Der Geſellſchaft Deutsher Phönix ſind die Rechte einer inlän⸗ diſchen Geſellſchaft verliehen worden, und wer bei derſelben verſichern will, hat weder andere Formalitäten zu erfüllen, noch ſonſtige höhere Gebühren zu entrichten, als es bei den Verſicherungen der Aachener und Münchener Ge⸗ ſellſchaft und der Colonia der Fall iſt. Mein Agentur-Bezirk umfaßt folgende Ortſchaften: Vilbel, Petterweil, Holzhauſen, Obererlenbach, Ober- und Nieder- eſchbach, Niederwöllſtadt, Ilbenſtadt, Stammheim, Höchſt a. d. Nidder, Engelthal, Oberau, Rommelhauſen, Heldenbergen und den Landgerichts— bezirk Rödelheim. Zu jeder näheren Auskunft iſt ſtets bereit Vilbel im Februar 1852.. N Die Agentur des Deutschen Phönix J. C. Bermann Wittwe. Einladung zum Abonnement auf die Lahn-Blätter für Unterhaltung und öffentliches Leben. 351) Dieſelben werden vom 1. März an, und zwar zweimal wöchentlich, erſcheinen. Sie werden anziehende Gedichte, intereſſante Erzählungen und Novellen, vermiſchte Aufſätze, Anekdoten, Charaden c., ſowie einen gedrangten Politiſchen Wochenbericht bringen und ſtets beſtrebt ſein, dem Publikum eine geſunde Lecture zu bieten. Außerdem wird die Redaktion A0 Aaeg Je 10 0 im Falle zahlreicher W ihren enten halbjährliche Gratisbeigaben von Stahlſtichen oder litho⸗ graphirten Blättern zu liefern. 5 8 is Die„Lahnblätter“ können durch alle Poſtämter bezogen werden und koſten monatlich nur 10 kr., ohne den üblichen Poſtaufſchlag. Indem wir hiermit zu zahlreicher Abonnementsbetheiligung einladen, bemerken wir, daß die bereits ausgegebene Probenummer den Intereſſenten auf Verlangen zugeſtellt werden wird. f Gießen, im Februar 1852. Die Redaction. 1 Gutta⸗Percha⸗Firniß in Töpfen mit Gebr.⸗Anw. 18 kr. (23) Mittelſt dieſer neuen Composition, welche das Leder vorzüglich conſervirt und geſchmeldig erhält, ſchnell trocknet, und nach dem Trocknen jede Wichſe annimmt, kann man alles Schuh⸗ werk vollkommen waſſerdicht machen, ſo daß man, ſelbſt bei größter Näſſe, ſtets trockne Füße behält. Denſelben empfiehlt 10 Friedberg. P. F. Schmittner. Hofraithe verkauf. (302) Eine ſehr gelegene Hofraithe, worin ſchon 25 Jahre Specereihandlung und Wirth⸗ ſchaft mit Crfolg betrieben wurde, ſteht aus freier Hand zu verkaufen. Das Nähere zu erfragen bei Hrn. Kaufmann Hilbrecht in Friedberg oder bei F. Storch zu Wölfersheim. eu ch. (352) Ein mit den gehörigen Schulkenntniſſen verſehener Junge von 15 Jahren wünſcht in einem Manufacturwaaren- oder Spezereigeſchäft als Lehrling unterzukommen. Expedition dieſes Blattes. e ge (333) Für mehrere hundert Gulden Gemeinde⸗ Obligationen werden mit 5 pCt Nachlaß abgege⸗ ben. Die Expedition dieſes Blattes ſagt bei wein. 3 u verkaufen. Gegenſtände zu verkaufen, als: ein einſpänniger ſen nebſt allem Zugehör und noch in ſehr gu⸗ tem Zuſtande, zwei fünfjährige Pferde nebſt allem Pferdegeſchirr. Niederweiſel. Jakob Schimpf. Eine friſchmelkende Kuh (885) mit dem Kalbe, ſteht zu verkaufen bel Friedberg. Karl Berg. Gefunden (836) wurde am 24. Februar in der Ge⸗ markung Bauernheim eine Aufenthalts-Koppel⸗ kette. Der rechtmäßige Eigenthümer kann ſolche gegen Erſtattung der Inſeratgebühren auf der Bürgermeiſterei zu Bruchenbrücken in Empfang nehmen. Mobiliar⸗Verſteigerung. (357) Donnerſtag den 4. März wollen die Erben des Rudolph Klein I. erbvertheilungs⸗ halber nachſtehende Gegenſtände freiwillig öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigern; 1 1) drei Kühe, 2) einen Wagen mit eiſernen Achſen, 3) einen Pflug und eine eiſerne Egge, 4) eine Fruchtfegemühle, 5) Heu, Stroh und Kartoffeln, 6) eine Parthie Kohlraben und Dickwurz, 7) 6 Hühner und 1 Hahn, 8) 1 Kleiderſchrank, 1 Kommod und ſonſtige Haus⸗ und Küchengeräthſchaften. Ockſtadt den 29. Februar 1852. 0 Die Erben. L. Goldmann Jun. 6 nächſt der Burg in Friedberg (358) bietet jetzt an: ſchönen guten Caffé à 24 kr. per Pfund, weißen Zucker, 17„„ 2 8 Nachtlichter⸗Oel„ 4„ Maas, und ſonſt alles billig. 18 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. Wer? ſagt die (3500) Bei Unterzeichnetem ſind nachſtehende und ein zweiſpänniger Wagen mit eiſernen Ach⸗ I Jde Meru an die Gr Betreffen g Wirklamkeit wit Sie a Uerantwortſ perſenal üb Frie Muſte in s Betreſſend * N An abgehalte ments, u ſchriften, cürrenz be ſchriſten. cbgehalten ig befolg nen mit . im rüchte, we rungen de zubeugen Haupt ſolt laßt, fü werden, 9