reunde und n sind. 8. lud hier nach unden und vohl. geb. Spier. ö Chaussee Friedberg. Inserat⸗ Hagasse. Abzuholen atgebühren h Wye. (l. Kragen. „ Burg. U ogge, mit bei lbenstadt, D 1894. M 12. Oberhessischer Inzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. —— Amtlicher Theil. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 30. August 1884, die Erbschafts- und Schenkungssteuer betr. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die in 8 Friedberg den 26. Januar 1894. 3, Absatz 1 der im Reg.⸗Bl. Nr. 3 von 1885 erschienenen Instruktion zu rubr. Gesetze erwähnten Formulare zu den Sterbfallslisten werden Ihnen mit nächster Post behufs Zustellung an die Großh. Standesbeamten Ihrer resp. Gemeinden in der voraussicht— lich den Bedarf deckenden Zahl zugehen. Bei etwaigem weiteren Bedarf sind dieselben von uns zu beziehen. Betreffend: Die Anlage von Abfahrten an den Staatsstraßen. br. Braden. Friedberg den 25. Januar 1894. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir sind veranlaßt, unser Ausschreiben vom 27. Oktober v. J.(Kreisbl. Nr. 128) bei Ihnen mit der Aufforderung in Erinnerung zu bringen, die Reinigung und Einsteinung der Abfahrten, soweit dieses noch nicht geschehen, unverzüglich vornehmen zu lassen. Dr. Braden. Der Amtsanwalt bei den Großherzoglichen Amtsgerichten Friedberg, Bad-Nauheim, Butzbach, Vilbel an die Großh. Bürgermeistereien Beienheim, Hausen, Ilbenstadt, Kirch-Göns, Ober-Mörlen, Ober-Rosbach, Rockenberg, Rödgen, Weckesheim, Wölfersheim. Sie werden um baldgefällige Einsendung der Rügeregister ersucht. Zimmermann. Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Nikolaus Neustiel Müller, von Heringen(B. 723,94); Max Blumenthal, herum- ziehender Künstler von Bütav(V. 6 94); Auguste Amalie Stein von Oschatz(F. 1563,93); Burckhardsfelden(F. 1585/93); Mathias Jung, zuletzt in Ober-Eschbach(F. G. VI. Fr.(R. 13,94); Hubert Lappmann, zuletzt in Friedberg(R. 15,94); Heinrich Klein, Korbmacher von Battenberg(V. 1097/93); Christian Theiß von Odenhausen(R. 18/94); Wedelin Keith von Horwieden(B. 1053/93); August Kiebler von Zirschberg(N. 543/93); 0 Ignatz Meier von Bichenbach(R. 9/94); Andreas Peter von Rothenkirchen(R. 9/4); Georg Hofmann von von Fauerbach b. Christian Enders von Ober-Crumbach(R. 9/94); G. Br.); Andreas Falk, Friedberg(R. 23/94); Arno Hartung von Eisenach(V. 1198,93). Ausschreiben: Ende Dezember v. J. oder Anfangs Januar d. Is. wurde der Ludwig Wehrum Ehefrau von Rodheim v. d. 890 Dringend verdächtig ist Elise Müller von Ranstadt. 1. Gegen Heinrich Schalles von Rockensüß, geb. am 21. März 1867 daselbst, Russenbrenner, 2. Gegen Friedrich Bachmann von Ixheim, geb. am 8. März 1859 daselbst, nebst einer wollenen Jacke gestohlen. Steckbriefe. Haftbefehl wegen Bettelns erlassen worden(N. 1061/93). von Großh. Amtsgericht Friedberg Haftbefehl wegen Unterschlagung erlassen worden(F. 1445,93). Um Ver Erledigungen. Wilh. Abel von Ernstthal; Joh. Phil. Wilh. Kahn von Frankfurt a. M.; Becker in Gießen; Heinrich Schlösser von Amönau; Wilh. Ewald von Bad-Nauheim; Wachtmeister Schwarz in Friedberg; Aug. Ziegler von Oppenheim; Karl Mairose von Schipppenbeil; Marg. riedberg; Theodor Röder von Eichelhain durch Gendarm Steinbach in Friedberg. 0 9 Friedberg den 25. Januar 1894. Anton Fridolin Kremer von Johannesberg(F. 1562,93); Friedrich Fabel von Knecht von Nieder-Rosbach(R. 1294); Simon Meckel Heinrich Steller von Burggemünden(F. 1196/93); ein wollener Frauenrock Um Verhaftung, Durchsuchung und Beschlagnahme wird ersucht(B. 39 94). ist von Großh. Amtsgericht Bad⸗Nauheim Maurer und Taglöhner, ist haftung und Nachricht vor Zuführung wird gebeten. Kirsch von Gelnhaar durch die Gendarmen Delp II. und Johs. Heller von Culmbach; Rudolf Reifschneider von Reichelsheim durch Wilhelm Weibel von Vilbel durch Gendarm Steinbach in Der Großherzogliche Amtsanwalt. Zimmermann. Deutsches Reich. Berlin, 26. Jan. Fürst Bismarck be⸗ stieg um 9½ Uhr in Friedrichsruhe den Salon— wagen, von dem zahlreichen Publikum stürmisch begrüßt. 6 weißgekleidete Jungfrauen, die ihm vorausgingen, streuten Blumen. In der Be— gleitung des Fürsten befanden sich Graf Herbert Bismarck, br. Schweninger und. Chrysander. Bei der Abfahrt, die um 9 Uhr 25 Min. er⸗ folgte, erschollen brausende Hochs. Auf telephoni— schen Befehl des Kaisers flaggten um 1 Uhr die amtlichen Gebäude in Berlin. Ebenso waren die Privatgebäude und besonders die Linden reich beflaggt, die Häuser mit Enblemen und Grün geschmückt. Verschiedene Tribünen waren errichtet. Vor der Passage war die lebens⸗ große Wachsfigur Bismarcks aufgestellt. Ein über 200,000 Personen geschätztes Publikum drängte sich bei dem schönen Wetter mehrere Stunden vor der Ankunft in den Straßen. Nach dem Bahnhof waren die Herren des Hauptquartiers des Kaisers, sowie die Kabinets— chefs befohlen. Eine Ehren-Kompagnie der Gardehusaren und Gardejäger war im Schloß aufgestellt. Als der Kaiser um 11 Uhr von einer Spazierfahrt zurückkehrte, wurde er jubelnd begrüßt. Der Kaiser erwartete den Fürsten in der Terrassenwohnung des Schlosses. Bis— marck ist um 1 Uhr am Lehrter Bahnhof ein— getroffen. Von Spandau ab fuhr er in einem Separatzug, dessen 2 Wagen bekränzt waren. Bei der Einfahrt stand Bismarck am Fenster. Von dem Prinzen Heinrich und den befohlenen offiziellen Personen wurde er empfangen und herzlich begrüßt. Der Fürst sah gut aus. Vor dem Bahnhof hatten sich viele Tausende Tausende fingen an zu singen: angesammelt, die bei dem Erscheinen Bismarcks, der mit dem Prinzen Heinrich fuhr, in brausende Hochs und Hurrahrufe ausbrachen, durch die Bismarck sichtlich ergriffen wurde. Die Kürassier— Eskorte wurde beim Vorbeifahren überall mit Blumen beworfen. Die brausenden Hochrufe pflanzten sich den ganzen Weg bis zum Schlosse fort. Die Hotels waren von Fremden, welche sich den Einzug Bismarcks ansehen wollten, über— füllt. Der Kaiser empfing Bismarck im Schloß an der Treppe mit zweimaliger Umarmung. Er hatte die Uniform des Bismarck'schen Kürassier⸗Regiments angelegt. Als der Zug am Schlosse angelangt war, verließen Fürst Bismarck und Prinz Heinrich die Galakutsche und schritten die Front der Ehrenkompagnie ab. Prinz Heinrich führte sodann den Fürsten in seine Gemächer. Drinnen empfing der Kaiser, umgeben von dem gesammten Haupt— quartier und sämmtlichen Kabinetschefs, den Fürsten. Die Begrüßung war äußerst herzlich; Fürst Bismarck war sichtlich gerührt. In der Wohnung waren auch die drei ältesten kaiser— lichen Prinzen anwesend. Um 1 Uhr war bei den Majestäten Frühstückstafel von drei Gedecken für den Kaiser, die Kaiserin und Bismarck. Die Magdeburgischen Kürassiere, von denen eine Abordnung eingetroffen war, standen vor des Fürsten Wohnung Posten. Nach dem Frühstück begab sich Fürst Bismarck in seine Gemächer. Nach der An— kunft Bismarcks und beim Empfange durch den Kaiser erfolgten auf dem Platze vor dem Schlosse andauernd herzliche, begeisterte Kundgeb ungen. „Heil Dir im Siegerkranz“,„Die Wacht am Rhein“,„Deutsch⸗ land, Deutschland über alles“. Der Kaiser, die Kaiserin, die Prinzen und Fürst Bismarck zeigten sich wiederholt dankend und grüßend am Fenster. Die Ovationen dauerten ununter— brochen fort. Die Menschenmenge wurde ge— radezu unheimlich. Um 3 Uhr gab der Reichs— kanzler Caprivi, hierauf alle Staatssekretäre ihre Karten bei Bismarck ab. Gesprochen hat Bismarck mit keinem von denselben. Als der Kaiser Nachmittags einen Spazierritt unter— nahm, wurden ihm seitens der Volksmenge enthusiastische Ovationen dargebracht. Die Menge rief:„Hoch Kaiser! Hoch Bismarck!“ Das donnernde Hurrah pflanzte sich wie ein Lauffeuer fort. Ein Zurückhalten der Menge war nicht möglich, und die begeisterte Stim— mung machte sich auch in Zurufen Luft. „Dank, Kaiser, Dank!“ scholl es unter dem brausenden Beifall der Menge dem hohen Herrn entgegen. Um 4 Uhr fuhr Fürst Bismarck bei der Kaiserin Friedrich vor und verweilte 20 Minuten im Palais. Die Kundgebungen, mit welchen die Berliner die kurze, nur wenig hundert Meter lange Fahrt vom Schlosse zum Palais der Kaiserin begleiteten, waren über— wältigend. Sobald der Fürst, welcher die Uniform seiner Kürassiere trug, wieder am Wagen erschien brach der Jubel mit elemen— tarer Kraft los. Wagen, Pferde, reitende und nicht reitende Polizei, alles ging unter in einer einzigen wogenden, hurrahrufenden Masse. Wäre auf jeden Kopf ein Schutzmann gekommen, da war kein Halten mehr. Die Wucht des Augen— — blicks riß alles hin, und die Empfindung, daß man jetzt einen Tag miterlebe, den die vater— ländische Geschichte vermerken wird unter den erhebendsten im Reiche, kam mit der warmen Eigenart deutscher Kraft zum Ausdruck. Die Massen nahmen von neuem Aufstellung den Linden zu, wo der Kaiser vom Spazierritt zurückerwartet wurde. Die Begeisterung war in fortwährendem Steigen begriffen, patriotische Lieder wurden von einzelnen Gruppen ange— stimmt. Um 6% Uhr war im Schlosse in den Gemächern Bismarcks Tafel mit 10 Gedecken, woran das Kaiserpaar und der König von Sachsen theilnahmen. Der Fürst betrat nach Begrüßung der Herren des Hauptquatiers das zweite Zimmer und blieb mit dem Kaiser allein ohne Zeugen. Nachdem erschienen auch die kaiserl. Prinzen bei dem Fürsten. Bismarck fuhr dann an der Seite des Kaisers vom Schloß ab, die Lin— den entlang, von der Eskorte wie Mittags be— gleitet und überall brausend begrüßt. Unter den Linden waren zahlreiche Häuser prächtig illuminirt. Kurz nach 7 Uhr 30 Min. erfolgte die Abreise auf dem Lehrter Bahnhof, woselbst das Hauptquartier und mehrere Generale an— wesend waren. Der Kaiser schritt mit dem Fürsten zum Salonwagen, drückte demselben erzlich die Hand und küßte ihn mehrmals auf beide Wangen. Nach dem Einsteigen des Fürsten wandte der Kaiser sich mit einigen Worten an Herbert Bismarck und sprach dann mit dem Fürsten, der sich bloßen Hauptes hinauslehnte. Das Publikum brachte dem Kaiser und Bismarck lebhafte Hochrufe und stimmte„Deutschland, Deutschland über Alles“ an. Bei der Abfahrt des Zuges erfolgteu abermals lebhafte Hochrufe, worauf Bismarck freundlich lächelnd sich dankend verneigte. In der Begleitung des Fürsten be— fanden sich die Grafen Herbert und Wilhelm Bismarck, sowie Schweninger. Der Salon— wagen war mit reichen Blumenspenden ange— füllt. Der Kaiser verließ unter stürmischen Hochrufen die Bahnhofshalle. Die vom Kaiser an Fürst Bismarck gesandte Flasche Wein war Steinberger Cabinet 1842er Jahrgang, eine der werthvollsten Weinmarken, welche der kaiser— liche Weinkeller birgt. Fürst Bismarck ist zum Chef seines Regiments(7. Seydlitz-Kürassiere), bei dem er bisher à la suite stand, erhoben worden. Nachts 11 Uhr ist Fürst Bismarck im besten Wohlsein wieder in Friedrichsruhe eingetroffen. Der Weg vom Bahnhof bis zum Schloß war wit Magnesiumlicht beleuchtet. Die versammelte Menge begrüßte ihn mit stürmischen Hurrahrufen. Möge dem greisen Fürsten der gestrige herrliche Ehrentag noch lange eine herzerquickende Erinnerung sein, und möge dem Vaterlande Heil und Segen aus demselben ersprießen! — 26. Jan. Der Bundesrath hat gestern das Reichsseuchengesetz angenommen. — 26. Jan. Reichstag. Das Gesetz betreffend die Aenderung des Invalidenfonds-Gesetzes wird nach längerer Debatte der Budgetkommisston überwiesen. Hierbei erklärte Graf Oriola Namens der national— Überalen Fraction, daß derselben der Gesetzentwurf einstweilen nicht annehmbar erscheine, nicht deshalb, weil sie das Bedürfniß einer Verstärkung der Betriebs- fonds bestritte, sondern weil sie eine Schmälerung des Invalidenfonds in diesem Umfange Angesichts der noch unbefriedigten gerechten Forderungen, nicht für zulässig halte. Als die dringendste unter diesen Forderungen bezeichnete er die Gleichstellung der im Reichs- und Staatsdienst angestellten Invaliden mit den in Commu⸗ naldienst angestellten in Bezug auf die Pension. Außer— dem erinnerte er an die Versorgung der Hinterbliebenen, an die Idee eines Ehrensoldes für die Combattanten aus den großen Kriegen u. s. w. Zugleich verband er mit der Hervorhebung der Pflicht der Dankbarkeit gegen diejenigen, welche die großen Gründer des Reichs mit Hingabe von Blut und Gesundheit unterstützt hätten, einen beredten Hinweis auf das historische Ereigniß des heutigen Tages, was von der Mehrheit des Hauses mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Vergebens be— — 25. Jan. Die Budgetkommission des Reichstages genehmigte heute u. a. die Forde⸗ rungen für das neue Postdienst⸗Gebäude in Frankfurt a. M. und zur Erweiterung des Postgrundstücks daselbst. — 25. Jan. Dem Landtage, und zwar wie es heißt zunächst dem Herrenhause, soll bom Kultusministerium ein Gesetzenwurf zugehen, der die Staatsgesetze von 1874 und 1876 über die evangelische Kirchenverfassung im Sinne der ständigkeitsanträge abändern soll. Karlsruhe, 25. Jan. Da bei der Groß— herzogin leichtes Fieber eingetreten ist, gab der Großherzog die Reise nach Berlin auf. Ausland. Frankreich. Paris. Eine Depesche des Generals Dodds aus Goho vom 20. d. Mts. meldet, er habe alle Fürsten und Anführer nach Goho zusammenberufen, um einen neuen König von Dahomey zu wählen. Sie beriefen einstimmig Gonthili, den Sohn Glegles, zum Nachfolger Behanzins. Spanien. Madrid, 27. Januar. In Leon platzte auf der Placa Pelazo ein mit Pulver geladenes Geschoß. Die Fenster der umliegenden Häuser wurden zertrümmert, aber Niemand verwundet. Barcelona, 25. Januar. Heute wurde auf den Civilgouverneur, als er sein Haus verließ, geschossen; die Aerzte halten die Ver⸗ wundung nicht für schwer. Heute soll die Entfernung des Geschosses versucht werden. Der Attentäter nennt sich Thomas Murull und ist Anarchist. Die Polizei verhaftete einen Mann, der sich in Begleitung Murull's zur Zeit des Attentats befand und ebenso einen Freund jenes Mannes. Murull erklärte, auf den Gouverneur geschossen zu haben, weil er jede Autorität vernichten wolle. ö Italien. Rom. Die„Italia Militare“ dementirt die Nachrichten über Vermehrung der italienischen Truppen an der Grenze und sagt, sie sei zu der Erklärung ermächtigt, daß die Truppen an der Grenze nicht um einen einzigen Mann vermehrt, im Gegentheil durch Entsendung von Truppen für den öffentlichen Sicherheitsdienst vermindert seien. So wurde ein Bataillon Alpenjäger nach der Provinz Massa Carrara entsendet. Das Blatt theilt ferner die Liste der aus Sicilien nach dem Kontinente zurückkehrenden Truppen mit. In Sizilien verblieben ungefähr 35,000 Mann. — Hier aus Massana eingetroffenen Nach— richten zufolge ist begründete Hoffnung vor— handeu, die seit Jahren in den Händen der Mahdisten befindlichen europäischen Gefangenen durch Austausch mit den in der Schlacht bei Agordat am 23. Dezember 1893 durch die Italiener gefangenen Derwischen zu befreien. Mailand, 26. Januar. Die Studenten- unruhen dehnen sich weiter aus. Die Uni— versitäten Turin, Pavia, Padua und Neapel wurden geschlossen. In Neapel zertrümmerten die Studenten alle Fenster der Universität, häuften im Atrio die Bänke und Tische auf und setzten sie in Brand, bis endlich Militär sie vertrieb. Zwei wurden verhaftet. Serbien. Belgrad, 26. Januar. Das Prozeßverfahren gegen die angeklagten Mit— glieder des Cabinets Avakumovie ist durch königliche Amnestie eingestellt. Die Amnestie gründet sich auf die Artikel 40 und 41 der Verfassung, betreffend das Recht der Amnestie. Milan stattete heute sämmtlichen Vertretern der fremden Mächte, mit Ausnahme des russischen und des französischen Gesandten, Besuche ab. Letztere hatten es nämlich im Gegensatz zu den Vertretern der anderen Mächte unterlassen, ihre müthe sich nachher der Socialdemokrat Herbert, den Eindruck abzuschwächen. Die Novelle zum Gesetz über den Wie verlautet, Karten beim Vater des Königs abzugeben. erhielten die noch anwesenden Unterstützungswohnsitz wird entsprechend den Beschlüssen bäuerlichen Abgeordneten von dem Stadtpräfek— der Kommission angenommen. Die dazu gehörige Reso⸗sten die W 9 8 N ten die W̃᷑ lution, welche die Ausdehnung des Gesetzes auf Elsaß— Lothringen verlangt, wird gegen die Stimmen des Centrums angenommen. eisung, die Residenz binnen 24 Stun⸗ den zu verlassen. Die meisten sind heute früh abgereist. Der radikale Klub hat eine Erklä— von der letzten Generalsynode gestellten Selbst⸗ rung erlassen, welche von 106 Mitgliedern der Skupschtina unterfertigt ist. In dieser Kund⸗ gebung wird die Anwesenheit des Vaters des Königs als ein Bruch seines Wortes und als eine Gesetzwidrigkeit bezeichnet, gegen jede Theil⸗ nahme desselben an öffentlichen Staatsgeschäften als verfassungswidrig, sowie gegen sein Ver⸗ bleiben im Lande protestirt, die gegen wärtige Regierung für alle Folgen einer etwaigen Be⸗ einflussung des Staatsgerichtshofes oder einer Einstellung der Thätigkeit desselben verant⸗ wortlich gemacht und schließlich erklärt, daß die radikalen Abgeordneten entschlossen seien, bei ihrer bisherigen Haltung zu beharren. Ueber den Empfang des früheren Kabinets Gruie durch den König verlautet nachträglich, der König habe das radikale Regime einer scharfen Kritik unterzogen. Die früheren Mi⸗ nister Vuiec und Maximovic waren zur Ab— schiedsaudienz nicht erschienen. Bulgarien. Sofia, 26. Jan. Die Ver⸗ handlung gegen den ehemaligen Offizier Luka Iwanow und dessen Bruder Stojan hat heute begonnen. Der Exminister Tontschew legte sein Mandat als Vertheidiger nieder. Die Anklage— schrift hebt hervor, Iwanow defraudirte als Lieute⸗ nant im Regimente von Rustschuck 3000 Frs., fälschte Bücher, flüchtete dann nach Sdessa, trat in die russische Armee ein, plante ein politisches Atten— tat, reiste alsdann nach Petersburg, Warschau und anderen Städten und betheiligte sich an den Beschlüssen des Odessaer Emigrantencomités, das die Ermordung des Fürsten Ferdinand und Stambulows plante, um die Lage in Bul— garien radikal zu ändern. Große Summen verausgabte Iwanow zum Bombenkauf und zur Bildung von Banden, die in Bulgarien einfallen und Attentate verüben sollten. Der Staatsanwalt beantragte die Todesstrafe.— 27. Jan. In der Prozeßverhandlung gegen die Brüder Iwanow begann heute die Ver— nehmung der 14 Zeugen. Zwei Zeugen sagten gemäß der Anklage aus, nur darin wichen sie ab, daß der Zeuge Deleganow behauptet, vom Zeugen Popow erfahren zu haben, daß der Bruder Iwanow's sich von Philippopel nach Sofia begeben habe, um dort eine günstige Ge— legenheit zum Attentate abzuwarten, was Iwanow leugnet. Amerika. Washington, 26. Jan. Das Repräsentantenhaus hat das Amendement zur Tarifvorlage, wodurch die Reciproeitätsklausel des Me. Kinley-Tarifs abgeschafft wird, ange— nommen. Aus Stadt und Land. ? Friedberg. Zur vorläufigen Anzeige diene einstweilen die Notiz, daß am Donnerstag den 1. Febr. l. J. wiederum eine Monatsversammlung der„Evang. Vereinigung“ stattfinden wird, wobei cand. theol. Diehl freundlich übernommen hat, über„Gustav Adolf und das evang. Deutschland“ einen Vortrag zu halten. Näheres darüber sowie Annonce folgt in nächster Nr. des Anzeigers. H.-V. Friedberg. Jeder Gewerbetreibende wird das unterschreiben, was der frühere Minister Schäffle in einer Kritik der Reichssteuer-Vorlagen, die die „Zukunft“ veröffentlicht, über Frachtbrief- u. Quittungs⸗ steuer sagt, nämlich:„Gegen den Frachtbrief und Quittungs⸗ Fixstempel spricht der Mangel jeder Schlüssig⸗ keit des Steuerobjekts für besondere Steuerkraft, der Mangel an Allgemeinheit und die wilde Willkürlichkeit in der Auswahl des Objekts, die ungeheure Unverhältniß⸗ mäßigkeit der Mehrbelastung der Kleinumsatze, wie sie allen Fixstempeln anklebt— 10. Pf. für die Million wie für M. 21. Quittungsbetrag, 10 Pf. für das kleine Frachtstück und nur 30 Pf. für die Schiffsladung!— die unerträgliche Klebeplackerei des Publikums und daneben die Miserabilität des Erträgnisses, die Be⸗ drohung zahlloser geschaftlich unerfahrener Hände mit der drakonischen Strafe des 200 fachen Betrags für jeden vernachlässigten Zehnpfennigstempel, die mittelbar sehr große Kostspleligkeit der Steuer, die in der Steige⸗ rung der Handels unkosten über den Stempelbetrag hinaus sich äußert und die Waarenpreise allgemein ver⸗ theuert, endlich und namentlich das einseitige Zurück⸗ fallen der Last auf die kleinen Geschäftsleute und auf alle kleinen Konsumenten. Schlechter kann eine Steuer gar nicht gedacht werden, als die Frachtbrief⸗ und Quittungsstempelsteuer sich darstellen.“ Von dem Handels⸗ verein wird eine Petition an den Reichstag zur Ab⸗ lehnung des Frachtbrief- und Quittungsstempels in unserer Stadt in Umlauf gesetzt werden. Friedberg. Kaisers Geburtstag wurde nicht allein 8 8 — Uel Witnn bein berstor bird, Hogen tent kungen 11 wor de — essen in Hotel Trapp war stark besucht. Oberstlieutenannt Winter. ständlich. Kaisers Geburtstag. unseres Bürgermeisters ein Telegramm abgesandt. 5 Rohrbach, 25. Jan. wurden heute morgen daselbst verhaftet. hier, sondern in allen Orten des Kreises jubelnd ge⸗ feiert. Die Stadt hatte vielfach geflaggt und das Fest⸗ Mi geisterung aufgenommenen Toast bei demselben hielt Sehr stark besucht war das Banket am Abend und daß dabei außer des Kaisers auch namentlich Bismarcks gedacht wurde war selbstver— M. Ockstadt. Auch der hiesige Krieger verein feierte Böllerschüsse und Reveille leiteten die Feier ein und nach dem Zapfenstreiche am Abend versammelten sich die Kameraden bei Gastwirth Henritzi. Es herrschte die heiterste Stimmung, patriotische Lieder wurden gesungen, Ansprachen gehalten, und auf Antrag Gestern Abend gegen 11 Uhr wurde ein junger Bursche in der Spinnstube von zwei anderen Burschen todtgeschlagen. Die Thäter, welche beide in einer Fabrik in Darmstadt beschäftigt sind, Worms, 25. Jan. Den mit Be⸗ haben. U nuten wurde hierselbst wieder ein Meteor beobachtet, welches sich von Norden nach Süden bewegte und mit seinem weißlichen Schein einen prächtigen Anblick ge⸗ währte. Einzelne Beobachter wollen beim Verschwinden des Moteors auch ein eigenes Geräusch vernommen Gestern Abend 8 Uhr 10 Mittwoch standswahl. Heimath: Rechenschaftsbericht. Evangel. Arbeiterverein. den 31. Januar in der Herberge zur Jahresrechnung. Vor⸗ Leider mußten zwei Correspondenzen aus Friedberg, ie uns erst in letzter Stunde zukamen, wegen unab⸗ an den Kaiser gegenwärtig ausgegraben. fang haben. Allerlei. Kassel. Wie seiner Zeit erwähnt wurde, ist am Samstag, den 6. ds. Mts., hier und anderwärts ein Meteor beobachtet worden. Post“ zufolge ist dasselbe zwischen Berka und OSber⸗ suhl im Kreis Rothenburg niedergegangen und wird Essen a. d. R., 27. Jan. hat der Stadt Essen hunderttausend Mark zu einer Kaiser⸗Wilhelm⸗Bismarck⸗Stiftung übergeben. Einer Notiz der„Hess. Es soll einen großen Um⸗ weisbarer, ebenfalls spät eingetroffener behördlichen Annoncen für die nächste Nummer zurückgestellt werden. TTT ö Cheviot od. Buxkin für einen ganzen Anzug zu M. 5.75 Velour od. Kammgarn für 1 ganz. Anzug zu M. 7.75 je 3 Meter 30 em berechnet für den ganzen Anzug versenden direkt an Jedermann. Tuchversandtgeschäft Oettinger& Co., Frank- fart a. U. Fabrik⸗Depot. Muster franco ins Haus. Nichtpassendes wird zurückgenommen. Erstes deutsches 239 Kommerzienrath Krupp — I... d. d. Ft. Mittwoch den 31. Jan., Abend- ½7 Uhr: Berath.- mit Br.- M. Holzversteigerung bei Lißberg. Mittwoch den 7. Jebruar werden in den Domanialwalddistrikten Estruth⸗ ain, Nauheimerschlag, Sauerwiesenrain, Hasel, Laiserzipfen und Gebrannterkopf ver⸗ teigert: Stämme: 4 Eichen= 7,25 cbm(64— 77 em stark, Werkholz und Schnitt⸗ solz, bis 5 m lang), 23 Hainbuchen 8 4,28 ebw, 1 Fichte= 0,30 ebm, 17 Lärchen 1,03 ebm; ferner Scheiter: 227 rm Buche J. Classe Estruthrain), 19 rm Buche II. Classe(Sauerwiesenrain), Irm Eiche J. Classe mit Werkscheit, Glaserholz im Nauheimerschlag), 20 rm Eiche II. Cl.(Nauheimerschlag); = 7,35 ebm, 2 Kiefern tnüppel: 20 rm Buche, 66 rm Hainbuche(davon 12 m üstärker), 21 rm Eiche; eisig: 420 rm Buche Astreisig(Sauerwiesenrain, Estruthrain), 600 rw Buche(aus ustem Aushieb in Gebrannterkopf, Hasel, Laiserzipfen), 160 rm Eiche, 8 rm Birke Cang Kleekopf), 8 rm Aspe; Stöcke: 56 elbst und Sauerwiesenrain). Zusammenkunft Vormittags 10 Schwickartshausen aus durch die Distrikt rm Buche(Estruthrain), 44 rm Eiche(da⸗ Uhr auf der von der Kreisstraße Lißberg— en Mauersteig und Estruthrain führenden Thaussee bei Brennholz Nr. 350 im Estruthrain. Das mit Kalk bespritzte Holz wird licht versteigert. Nicht vorgezeigt wird das Holz in den Distrikten Sauerwiesenrain, niserzipfen, Hasel, Gebrannterkopf, Raunertswald, Kleekopf. Das Stammholz und se Eiche⸗Scheiter kommen gegen den Schluß hin zum Ausgebot. Gute Abfuhr auf bhausseen. Wegen weiterer Auskunft wolle man sich an Großh. Forstwart Konrad zu chwickartshausen wenden. Bei irt Nies schen Saale zu Lißber 486 sehr ungünstiger Witterung wird die Versteigerung g abgehalten. Konradsdorf den 27. Januar 1894. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. häm v. d. H. und über den Nachlaß deren hrstorbenen Ehemannes Jacob Stern rd, da eine Ueberschuldung des Ver— gens und des Nachlasses vorzuliegen eint und die Gemeinschuldnerin die Er⸗ fung des Konkurses beantragt hat, hte am 25. Januar 1894, Vormittags 11/ Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Rechner Fritzel von Vilbel wird zun Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 2. Februar 1894 bei dem Gerichte anzu— maden. Es wird zur Beschlußfassung über die Vahl eines anderen Verwalters, sowie ner die Bestellung eines Gläubigeraus⸗ stlasses und eintretenden Falls über die in§. 120 der Konkursordnung bezeich⸗ neen Gegenstände und zur Prüfung der dugemeldeten Forderungen auf Samstag der 10. März 1894, Vormittags 9 Uhr, u dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Kon⸗ Insmasse gehörige Sache in Besitz haben, der zur Konkursmasse etwas schuldig sind, nitd aufgegeben, shrldner zu verabfolgen oder zu leisten, duch die Verpflichtung auferlegt, von dem Jeitze der Sache und von den Forder⸗ men, für welche sie aus der Sache abge⸗ suderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dar Konkursverwalter bis zum 3. März 1%, Anzeige zu machen. Filbel den 25. Januar 1894. 1 Großh. Amtsgericht Vilbel. 0 Weidig. . N* 4 8 Holz⸗Versteigerung in den Gräflich Solms⸗Rödel⸗ heim'schen Waldungen. Im Revier Wickstadt in den Distrikten gen und Ziegenberg werden versteigert: Anerstag den 1. Februar, Vormittags / Uhr: Eichenstämme= 1,39 ebm, 40 Fichtenstämme, 15—24 em dick, 12 „ bis 16 m lang= 24,21 ebm, h Fichten⸗Derbstangen, zu Sparren, eiterbäumen, Einfriedigungen, Lat⸗ 1 nichts an den Gemein- 42 Hoffmann. 26 Rm. Buchen- und Eichen⸗Knüppel, Konkursverfahren. eee ee Ueber das Vermögen der Jacob Sterns 52„ 5 1„ Reiser, Wittwe, Fanny, geb. Strauß, von Rod⸗ 74„ Nadel-⸗Reiser, 4725 Wellen gemischte Reiser(Backholz). Zusammenkunft Distrikt Hardt am Ein⸗ gang des Waldes zunächst Wickstadt. Wickstadt den 25. Januar 1894. Der Gräfliche Revierförster 422 Habich Vergebung von Schlosser⸗ u. Anstreicherarbeiten. Die bei der Herstellung von Schutzge— ländern auf den Niddabrücken bei Assen⸗ heim u. Ilbenstadt vorkommenden Schlosser⸗ und Anstreicherarbeiten sollen auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und es wird hierzu Termin auf Samstag den 10. Februar l. J., Vormittags 11 Uhr, anberaumt. Die Zeichnungen, Bedingungen und die Arbeits⸗Beschreibung liegen auf unserem Büreau zur Einsichtnahme während der üblichen Dienststunden offen. Abschriften hiervon können nicht gefertigt werden. Zuschlagfrist 14 Tage. Friedberg den 24. Januar 1894. Großh. Kreisbauamt Friedberg. 7 Schneider. Holz⸗Versteigerung. Freitag den 2. Februar l. J., Vormit⸗ tags 10½ Uhr, soll im hiesigen Gemeinde⸗ wald nachstehendes Holz Verstzigert werden: 61 Eichen⸗Stämme, 3—11 Meter lang, 3869 Centim. Durchmesser= 81 Festmeter Inhalt, 75 Rm. Eichen⸗Scheiter(Werkscheitholz). Zusammenkunft im Ort. Nieder-Florstadt den 24. Jan. 1894. Großh. Bürgermeisterei Nieder-Florstadt. 413 Alles. Holz⸗Versteigerung in den Gräflich Solms⸗Rödel⸗ heim'schen Waldungen. Im Revier Beinhards, Distrikt Unter⸗ wald, werden versteigert: Freitag den 26. Januar, Vormittags 9 Uhr, 40 Eichen⸗Stämme, 16— 50 om dick, eiterbäumen, Einfriedigungen, Lat— ten und Baumpfählen brauchbar, 42 Raummeter Nadel-Stöcke. Wickstadt am 20. Januar 1894. Der Gräfliche Revierförster: 375 Habich 132 Fichten-Stämme, 15— 22 em dick, —14 m alang= 39,82 obm, 1018 Fichten⸗Derbstangen zu Sparren, Zusammenkunft am Forsthaus Beinhards. Bekanntmachung. In dem Handelsregister wurden heute folgende Einträge vollzogen: 1. Die Firma„F. Löwenthal“ Friedberg ist erloschen. 2. Feist Löwenthal und Hirsch Löwen— thal zu Friedberg betreiben daselbst unter der Firma„Gebrüder Löwenthal“ Vieh⸗ handel. Friedberg den 19. Januar 1894. Großh. Amtsgericht Friedberg. 478 Warthorst. Holz⸗Versteigerung. Freitag den 2. Februar d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, sollen im hiesigen Ge⸗ meindewald nachstehende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden: 2270 Stück Eichen⸗Durchforstungs⸗Wellen, 2 Eschen⸗Stämme, 14 u. 20 em Durch⸗ messer und 5 und 3 m Länge, 28 Stück Birken⸗Derbstangen zu Wagen⸗ deichseln geeignet. Assenheim den 29. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Assenheim. 72 Best. 1 Holz⸗Versteigerung. Montag den 5. Februar l. J., von Vormittags 10 Uhr an, werden in dem Freiherrlich von Ritter'schen Walde bei Hof Haselheck verkauft: A. Im Distrikt Tannenacker und Tannen⸗ spitze: 4250 Wellen Eichen⸗Reisholz, 65 Weiden„ 450 7 Fichten⸗„ B. Im Tannenwald, Schlag II, an der alten Straße: 53 Stück Nadelstämme von 6—11 Meter Länge und 18—31 Centim. Durch⸗ messer, 36 Rm. Nadel-Scheiter, 14 Knüppel, 2„ Stöcke und 1778 Wellen Nadel-⸗Reisholz. Die Zusammenkunft und der Anfang der Versteigerung ist am Tannenacker am Dreimärker. Friedberg den 29. Januar 1894. In Auftrag der Freiherrlich v. Ritter'schen Gutsverwaltung zu Rüdesheim: 469 Heidt. Faselochs⸗Ankauf. Die Gemeinde Dortelweil beabsichtigt einen 1¼ bis 2jährigen Zuchtbullen an⸗ zuschaffen. Besitzer solcher Thiere mögen sich auf hiesiger Bürgermeisterei melden. Dortelweil den 28. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Dortelweil. 463 J. V.: Schäfer. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Stein⸗ furth pro 1894 95 liegt vom 31. Januar bis 9. Februar l. J. auf dem Büreau der unterzeichneten Bürgermeisterei offen. Steinfurth den 29. Januar 1894. 7.* ten und Baumpfählen geeignet, 5 6—9 m lang= 24,27 ebm, Großh. Bürgermeisterei Steinfurth. 455 zu wird für den 1. März gesucht. fragen in der Exped. d. Anz. Holz⸗Versteigerung. Samstag den 3. Februar l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr anfangend, kommt in dem Kaichener Gemeindewald bei Stammheim folgendes Gehölz zur Versteigerung: 40 Rm. Kiefern⸗Scheiter, 20„ Kiefern⸗Knüppel, 16„ Birken⸗Knüppel, 630 Stück Birken⸗Wellen, 1500„ Eichen⸗-Wellen, 4100„ Kiefern-Wellen. Zusammenkunft an der Abzweigung der Staatsstraße nach Altenstadt u. Stammheim. Kaichen am 29. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Kaichen. 462 Roth. Holz⸗Versteigerung. Freitag den 2. Februar d. J. kommt im Nieder⸗Weiseler Gemeindewald, Distrikt Buch⸗ und Suterwald, folgendes Holz zur Versteigerung: 28 Eichen⸗ u. Fichten⸗Stämme, 9 Fest⸗ meter haltend, 82 Eichen⸗ und Fichten⸗Derbstangen, 5,70 Festmeter haltend, 480 Fichten⸗Reisstangen, 12 Rm. Eichen⸗Scheit und Knüppelholz, 5500 Stück Buchen-, Eichen⸗ und Kiefern⸗ Wellen, 16,4 Rm. Eichen⸗Stockholz. Anfang und Zusammenkunft am Arret⸗ weg Vormittags 10½ Uhr. Nieder⸗Weisel den 29. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Nieder-Weisel. 477 Krausgrill. Versteigerung. Donnerstag den 1. Febr. will Friedrich Bingel, Wagnermeister in Berstadt, folgende Gegenstände durch den Orts— gerichtsvorsteher, Mittags 12 Uhr, frei⸗ willig versteigern lassen: 2 einspännige Oekonomiewagen, fast neu, eine Dickwurz⸗ mühle, 1 Dreischärpflug, 5 beschlagene Eichen⸗Balken zu Bauholz geeignet und eine Partie Eichen-Bohlen f Pflug⸗ gründel, Dunghordbäumen, Schlittenläufen und dergl. geeignet. 468 Braves tüchtiges Dienstmädchen Zu er⸗ 453 Größeres Occonomiegut nächst größerer Stadt zu kaufen gesucht. Off, erb. u. H. 6943 d. Haasenstein& Vogler A.⸗G., Frankfurt a. M. H. 6943 458 Todes⸗ Anzeige. Verwandten, Freunden und Be⸗ kannten machen wir hiermit die schmerzliche Mittheilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, f unseren innigstgeliebten Vater, Bru der, Schwager und Onkel Herrn Jean Lanz im 40. Lebensjahre nach längerem g Leiden in ein besseres Jenseits ab- zurufen.. 5 Groß-Karben, 29. Jan. 1894 Die tieftrauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet statt Mitt⸗ woch den 31. Januar, Nachmittags a Rosenbecker. reren 4 4 . * 5 Täglich frischgestoßene Süß und Sauerrahmbutter, bester Qualität, empfiehlt K. Gehrig, 450 Milch-, Butter- u. Eier⸗Handlung. Holz Versteigerungen. In dem Domanialwalddistrikt Hochholz werden versteigert: Mittwoch den 31. Januar: Stämme: 25 Eichen= 3,38 ebm, 201 Fichten= 34,63 bi, 8 Kiefern= 2,83 cbm, 9 Lärchen= 3,26 cbm; De rb⸗ stangen: 1 Eiche= 0,06 cbm, 2 Buchen= 0,11 cbm, 65 Fichten= 3,03 ebm, 11 Lärchen= 0,60 ebm. Scheiter: 28 Rm. Buche, 1 Rm. Birke, 6 Rm. Eiche, 212 Rm. Nadelholz; Knüppel: 42 Rm. Buche, 22 Rm. Eiche, 116 Rm. Nadelholz, 4 Rm. Aspe; Reisig: 2460 Buche⸗, 1200 Eiche⸗, 4790 Nadelholz— Wellen; Stöcke: 22 Rm. Buche, 10 Rm. Eiche und 17 Rm. Nadel holz. Zusammenkunft an beiden Tagen Vormittags 9 Uhr im auf dem Wege von Kaichen nach Groß— Karben. Heldenbergen am 22. Januar 1894. Großherzogliche Oberförsterei Altenstadt. 416 Augst. Holz⸗Versteigerung in der 0 Oberförsterei Lich. Montag den 5. Februar sollen versteigert werden: a. im Distrikt Fuchsstrauch Vormittags 10 Uhr: 91,89 sm Eichen-Schnittholz, 3,90 kn Buchen-Schnittholz, 17 rw Eichen-Werk⸗ scheiter, Irm Eichen— Scheitstücke; b. im Distrikt Hardt Mittags 12 Uhr: 29,47 im Eichen-Schnittholz, 3,36 bm Buchen⸗ Schnittholz; e. im Districkt Meilbach Nachmittags 2 2 Uhr 27,28 tin Eichen-Schnittholz, 16,53 fm Buchen⸗Schnittholz; d. im Distrikt Konzebühl Nachmittags 3½ Uhr: 16,20 tm Eichen-Schnittholz. Die Zusammenkunft für Fuchs strauch ist bei der Solms⸗Braunfelsischen Wiese im Holzschlag, für Hardt nahe bei Kolnhausen im Walde, für Meilbach auf der Kreissraße Lich⸗ Hattenrod im fürstl. Walde und für Konzebühl auf der Chaussee Lich-Gießen im Walde. Dienstag den 6. Februar sollen versteigert werden: in den 81 Graudorn und Mühlberg: 54 rm Knüppel, 34 Hdt. Wellen(größtentheils Forstwellen); 38 rin Knüppel, 76 Hdt. Wellen(größtentheils Forstwellen); Pappelholz: 6 rin Rundscheit, 8 rm Knüppel, 1 Hdt. Wellen; Nadelholz: 21 rm Knüppel, 7 Hdt. Wellen; 1493 Fichten Reisstangen(zu Bohnenstangen u. s. w.), 6,42 ki haltend, dabei wenige stärkere Stangen. Die Zusammenkunft ist im Graudorn am Albacherhof-Feld auf der Haupt— schneiße. Dr. Dieffenbach. Lich den 24. Ve Breunholz⸗ ersteigerung im Feldheimer Walde. Mittwoch den 7. Februar l. J. sollen öffentlich versteigert werden: 180 mn Buchen-, 3 rin Kirschbaum- und 15 im Eichen-Scheitholz; 90 rm Buchen- und 25 um Eichen-Prügelholz; 55 im Buchen- und 30 rm Eichen-Stockholz; 14 im Eichen-Reiserprügelholz; 300 rim Buchen-, 600 rm Eichen- und 200 rm Nadelholz- und Weichholz— Reiserholz. Kaufliebhaber für das Reiserholz und Kirschbaum-Scheitholz wollen dasselbe gefl. vorher ansehen. Zusammenkunft: Vorm. 10 Uhr im Distriet Tannengarten am Steinbruch. Arnsburg, den 26. Januar 1894. Gräfliche Oberförsterei. Zwei möblirte Zimmer für Rettung von Trunksucht! in ruhiger Lage auf sosort oder später sucht versend. 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Anz. 467 Gefunden wurde eine Sturmlaterne auf der Chaussee zwischen Beienheim und Dorheim. Abzuholen gegen Erstattung der Inserat— gebühren bei 452 Beienheim. Pachter Neuhardt. Kaffee, gebr., per Pfund M. 1.60, 1.80, roh per Pfund M. 1.30, 1.40, 5 1.60 empfiehlt 476. A. Windecker. Kaffee! 1 in allen Preislagen bei 470 Fr. Wasner. N*—— Kali⸗Superphosphat, bester Dünger für Wiesen, Klee, früchte, Rüben, Lupinen, Wicken, Luzerne ꝛc. und in kaliarmem Boden, 471 bei Ph. Dan. Kümmich. Frische Schellifsche, Cabliau, Labberdan, Speckbückinge, Kieler Sprotten, Kieler Fettbücklinge, Bratheringe geräucherte Schell fische, Bratbückinge 473 bei Wilh. Fertsch. Nestles Kinder mehl, Timpes Kraftgries, Rademann's Kindermell, Kufeke's Kindermehl W. Bernbeck. in reicher Auswahl, neueste Façons, vor⸗ zügliche Stoffe, anerkannt tadelloser Sitz, empfiehlt billigst 288 Heinr. Diehl, Usagasse. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. ruck und Verlag von Carl Bindernagel. welche sich an in die im U Hülsen⸗ stets zu haben 5 D Corselten — be