ar Beginn Concert le wichtige en aller wünscht. 50 e en u 19. Jan. Ilbenstadt. — Zubehör zu ehen. 276 Fertsch, sen, 1894. Samstag den 27. Januar.. 11. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch i 1 18 Erscheint dreimal wöchentlich und Dienstag, und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 1 Honnersele Aa e e Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. — Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Landwirthschaftlicher Bezirksverein. Sonntag den 28. Januar d. J., Nachmittags 2% Uhr, findet Beantwortung nebenstehenden Fragebogens bis längstens Samstag den eine Versammlung im Gartensaale der Windecker'schen Brauerei zu 27. Januar an das Secretariat des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg statt. Friedberg gerichtet werden. Tagesordnung: ö Fragebogen: 1 1. Vortrag des Großh. Landwirthschaftlehrers r. v. Peter über.. Welche Gerste wird in Ihrer Gemeinde hauptsächlich angebaut? Heb des Gerstenbaues“. 2. Aus welchen Gründen wird die bezeichnete Gerstensorte angebaut? „Maßnahmen zur Hebung des f 3. Wird die G 1 9 0 15 5 2. Ausstellung verschiedener Gerstensorten. 1 ee e ˙FVVRV i 3. Besprechung über die Auswahl einer bestimmten Sorte für 4. Wird die Gerste in Ih f im all i 1 die Wetterau und gemeinschaftlichen Bezug des Saatgutes. spät gesät? ste in Ihrer Gemeinde im allgemeinen e Es ergeht hiermit die Aufforderung an die Herren Landwirte, 5. Wie viele Mitglieder Ihrer Gemeinde betheiligen sich an der Bierbrauer und Händler, sich an der Gerstenausstellung zahlreich zu Gerstenausstellung? betheiligen um ein richtiges Bild von dem Stande des hiesigen Gersten— 6. Ist in Ihrer Gemeinde Interesse für gemeinsamen Bezug der baues und namentlich den Anforderungen für die Zwecke der Bier— Gerste. brauerei zu erhalten. Anmeldungen zur Ausstellung wollen unter Dr. Braden. Br, b. Peter. fiehlt indecker. mpfiehlt inden uta. ellen sacons, vol; elloser Siß, Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Obiges Ausschreiben des landwirthschaftlichen Bezirksvereins wollen Sie in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt geben und den Fragebogen im Kasten aushängen. Der Beantwortung desselben durch den Großh. Bürgermeister oder einen sachverständigen Land— wirth sehen wir mindestens in einem Exemplar für jede Gemeinde bis Freitag den 26. Januar d. J. entgegen. a Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig⸗freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse der Erklärung über Bereitwilligkeit den Freiwilligen während einer ein— die Berechtigung zum einjährig⸗freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, jährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen; die Fähigkeit hierzu ist beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß obrigkeitlich zu bescheinigen; e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. für Zöglinge von höheren Schulen(Gymnasien, Realgymnasien, Ober— 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs⸗Commission] Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum[ Bürgerschulen und den sonstigen militärberechtigten Anstalten) durch Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat.] den Direktor der Anstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die 4) 2) Die Berechtigung zum einjährig⸗freiwilligen Dienst kann nicht[Polizeiobrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; des Jahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr Sodann wird noch besonders bemerkt: zu pos. b.: daß in dem vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar d. das Schulzeugniß. vollendet wird. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen[Einwilligungs⸗Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes, be⸗ Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April glaubigt sein muß; zu pos. d.: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme desselben Jahres zu erbringen.(Wenn z. B. mit Rücksicht auf das der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Lebensalter die Einreichung des Gesuchs nicht weiter hinausgeschoben, Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien, Real⸗ das vorschriftsmäßige Schulzeugniß aber erst am Schlusse des Schul-][gymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach dem Schema 18 zur jahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fällen ist in dem Gesuch] Wehrordnung vom 22. November 1888— Regierungsblatt Nr. 5 von anzugeben, daß das Schulzeugniß bis 1. April nachfolgen werde. 1889— ausgestellt sein müssen. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der 88 88, 89, 90, und ist hierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briefpapier) zu ver- 93 und 94 der angeführten Wehrordnung verwiesen. wenden. Auch ist die nähere Adresse anzugeben. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. 1 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: à. Geburts— Der Vorsitzen de: zeugniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit Frhr. v. Gemmingen. Der Küfer Johann Müller, 45 Jahre alt, aus Elbing, wurde wegen wiederholten Bettelns auf Grund des§ 3, Absatz 2 des Frei— fügigkeits⸗Gesetzes auf die Dauer von 3 Jahren aus dem Großherzogthum Hessen ausgewiesen. Deutsches Reich. Oberkonsistorium den Entwurf eines Katechis— Darmstadt, 25. Jan. Der kostumirte mus für die evangelisch-unirten Gemeinden des richter in Darmstadt, der Gerichtsassessor Frey aus Woogsdamm zum Amtsrichter in Lauterbach ernannt; dem Forstinspektor Kullmann zu Engelrod das Ritterkreuz Ché dansant, der gestern Abend 8 Uhr im Großherzogthums an. Walther und Genossen I. Kl. des Philippsordens verliehen; die Steuerassessoren HBroßh. Palais am Louisenplatz stattfand, war beantragten einen Beschluß, wonach die Synode lurch eine reiche Fülle trefflicher und kostbarer die Rückberufung des Jesuiten⸗Ordens als eine Charakterkostüme ausgezeichnet. Der Herzog, Verletzung der Rücksichten gegenüber der evan⸗ Flath aus Höchst, Abrie aus Bad⸗Nauheim, v. Grolman in Mainz zu Steuerkontrolleuren, die Finanzaccessisten Glässing aus Gießen, Hellwig aus Pfeddersheim, Linden⸗ 5 7 5 i a a; i 0 e struth aus Atzenhain, Mees aus Mainz, Meisinger aus zie Herzogin und die Prinzessinnen Viktoria gelischen Kirche ansehe und das Oberconsistorium Mainz, Walther aus Offenbach und Wenzel aus Gießen Melita, Alexandra und Beatrice von Sachsen⸗ ersucht wird, die hessische Regierung anzuregen, zu Steuerassessoren, die Forstaccessisten Kirchner zu Coburg und Gotha sind heute Nachmittag nach damit sie im Bundesrath gegen die Rückberufung Gedern: Schaaf zu Gießen und Weber zu Londorf zu Coburg zurückgereist. S. K. H. der Großher⸗ sich ausspreche.— 25. Jan. Die Landes- Forstassessoren ernannt. og wird morgen Vormittag nach Berlin ab⸗ synode nahm die ihr vorliegenden de gegen Berlin, 24. Jan. Zu dem Briefwechsel teisen, um den Kaiser zum Geburtsfeste zu be- die Jesuiten und die zu Gunsten der Gründung zwischen dem Kaiser und Altreichskanzler wird 77 71 5 f 8 51 1 8 5 5 2 5 3 2 glückwünschen. g 8 ee ee ee ee ft in mitgetheilt, daß der Kaiser in seinem ersten Hand— 24. Jan. Die Synode nahm heute vor— Darmstadt wurde zum Amtsrichter in Hirschhorn, der schreiben betonte, er würde es schmerzlich be— behaltlich der definitiven Redaktion durch das] Amtsrichter Schmeckenbecher in Lauterbach zum Amts- dauern, den Mann unter der Zahl der Gratulanten 1 zu seinem 25jährigen zu vermissen, der Kaiser Wilhelm vor Allem habe, das Schwert Preußens und Deutsch⸗ schlossen. lands zu schleifen. Nachdem hierauf Antwort-Brief Bismarck's ein— in dem dieser die Möglich- Erscheinens in Aus⸗ dankerfüllte getroffen war, keit seines baldigen sicht gestellt hatte— allerdings habe in An⸗ betracht seiner Gesundheits-Verhältnisse über diese Möglichkeit Or. Schweniger zu entscheiden — übersandte der Kaiser an den Fürsten Bis⸗ marck ein zweites, ebenfalls sehr huldvolles Schreiben, worin er ihm für seinen in Aus sicht gestellten Besuch dankte und nochmals den Wunsch aussprach, den Fürsten, wenn irgend möglich, zu seinem Geburtstag, sei es auch ent— weder kurz nachher oder kurz vorher, in Berlin zu begrüßen. Zugleich bot der Kaiser dem Fürsten für seinen eventuellen Besuch die am bequemsten gelegenen, angenehmsten Parterre⸗ zimmer im Schlosse an. Als besonderes Symp— tom muß erwähnt werden, daß Graf Herbert Bis— marck zu der heute Abend im Schloß stattfindenden Defilicour eingeladen ist. Herbert Bismarck hatte am Montag Nachmittag noch keine Ahnung von der Aussöhnung. Zahlreiche Telegramme, Briefe, die Freude uber die langersehnte Kunde ausdrückend, sind in Friedrichsruhe eingetroffen. — 25. Jan. Die Abreise des Fürsten Bis— marck von Friedrichsruhe erfolgt Freitag Vor— mittags 9 Uhr 25 Min., die Ankunft in Berlin um 1 Uhr Mittags. Bismarck wird bei seiner Ankunft auf dem Lehrter Bahnhof vom Prinzen Heinrich und dem sogenannten großen mili— tärischen Empfang, zu dem also Minister oder sonstige Civilbeamte nicht gehören, begrüßt und ins Schloß geleitet werden. Es unterliegt keinem Zweifel, daß Bismarcks Ankunft und Einzug sich unter großartigen Ovationen voll— ziehen wird. Für das ganze deutsche Volk wird die Fahrt des Fürsten nach Berlin eine wahre Jubel- und Triumphfahrt werden. Be— greiflich ist auch daher die Spannung, mit welcher man weiteren Nachrichten aus Berlin entgegensieht. Das Geschenk einer Flasche alten Weines, welche der Kaiser dem Fürsten Bismarck als Rekonvaleszententrunk übersandt hat, wird begreiflicher Weise vielfach besprochen, und mancher mag sich wundern und meinen, eine einzige Flasche Wein sei doch eigentlich kein kaiserliches Geschenk. Und doch liegt in der verhältnißmäßigen Geringfügigkeit der Gabe — im Uebrigen kann eine Flasche alten Weins aus dem Berliner Hofkeller ein gar köstlich Ding sein— gerade ihr Werth. Eine Flasche Wein schenkt einem Wiedergenesenden der Freund, nicht der Herr. f — 25. Januar. Der Bundesrath stimmte der Verlängerung des Handelsprovisoriums überwiesen. suchte Versammlung von Arbeitslosen die von militärischen Jubiläum bausschließe, und den e l affect f 11 7 fi Reisenden verbiete und ihn unter olizeiaufsicht stelle. Ministeri 85 1 as Vertrauen der mier den. Hochseligen Nach weiteren Ausführungen von Enneccerus, Werner ee besitze nicht d i dabei mitgewirkt und Auer wird die zweite Berathung im Plenum be- upschtina. Nac 9 Die Vorlage betreffend Schutz der Waaren- den die Skupschtina aufgelöst wurde, wurde der bezeichnungen wird nach kurzer Debatte einer Kommission die Sitzung unter Hochrufen auf den König geschlossen. Leipzig, 25. Jan. Eine zahlreich be⸗ Auseinandersetzungen zwischen Anarchisten und Sozialdemokraten. Königsberg i. Pr. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Prag, 25. Jan. Der jungcezechische Antrag auf Aufhebung des Prager Ausnahmezustandes wurde im Land— tage gar nicht an eine Kommission verwiesen. Dafür stimmten nur die Jungcezechen und die Altezechen. Nach der Abstimmung machten die Jungczechen großen Lärm. Belgien. Brüssel, 24. Januar. Die „Independance belge“ verzeichnet unter Vor⸗ behalt das Gerücht, daß in der Schlacht bei Kassongo, welche mörderischer war, als ur⸗ sprünglich berichtet wurde, auch Baron Dhanis getödtet worden sei. Die Truppen des Congo— staates geriethen zwischen das Feuer von Rumaliza und Gongo Lutete, der Verrath übte. Lutete wurde von den Truppen der Nachhut, welche ihn bei dem Verrath ertappten, getödtet. Frankreich. Paris, 25. Januar. Das „Journal des Debats“ meldet aus St. Louis: Oberst Bonnier besetzte Timbuktu ohne Schwert— streich. Spanien. Madrid. Der Minister des Auswärtigen benachrichtigte die spanischen Bot⸗ schafter, Martinez Campos werde von Marokko 30 Millionen Kriegskosten-Entschädigung ver— langen. Barcelona. Wiederum in einer Höhle, 400 Meter vom Strand entfernt, nahe am catalonischen Dorf San Juan, entdeckte die Gendarmerie am 19. ds. Mts. eine Nieder— lage von Sprengstoffen bezw. 26 Päcke Schieß⸗ pulver, 40 Dynamitpatronen, 19 Rollen Lunten und 35 Päckchen Knallpulver. Italien. Turin, 23. Jan. Infolge Ordnungs⸗ störungen seitens der Studenten, weil ihnen ein außerordentlicher Prüfungstermin verweigert wurde, ist die Universität geschlossen worden. Serbien. Belgrad, 24. Januar. Heute Morgen um 5 Uhr wurde die Liste der neuen Minister dem Könige vorgelegt und von diesem sofort bestätigt. Der Liberale Simie, bisher Gesandter in Wien, übernimmt das Präsidium, das Aeußere und provisorisch die Finanzen, der gemäßigt Radikale Nikolajevie das Innere, zwischen dem Reich und Spanien bis zum 31. März 1894 zu, ebenso dem Antrage der Ausschüsse über die Veranlagung der Brannt— weinbrennereien für die Kontingentsperiode 1893-96, und dem Antrage, betreffend Bestim— mungen über den Verkehr mit Sprengstoffen sowie dem Berichte über den Entwurf eines Ge setzes, betreffend den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr. — 24. Jan. Reichstag. Die Anträge Gröber und Langerfeldt, welche die Rechtsstellung eingetragener Be— rufsvereine sichern wollen, werden von Spahn und R ickert begründet und von Heyl bekämpft, der in diesen Vereinen nur Mittel zur Förderung revolutionärer Propaganda erblickt und auf die Erfahrungen in Eng— land und in der Schweiz verweist. Legien bekampft die Anschauung, als ob durch Ablehnung solcher An— träge die sozialistische Entwickelung der Arbeiterschaft aufgehalten werden konne. Auch eine Besserung des Verhältnisses zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sei mit Hilfe dieser Vereine nicht zu erwarten. Gleich— wohl stimme seine Partei für die Anträge, weil sie den Arbeitern einräumten, was ihr natürliches Recht sei. Nach langerer Debatte wird der Antrag einer Kom⸗ mission überwiesen.— 25. Jan. Erste Lesung des Ge— setzes betreffend die Abzahlungsgeschafte. Buschka und Spahn erklaren sich mit der Vorlage einverstanden und bitten von der Kommissionsberathung abzustehen. Lenz— mann verhält sich gegenuber der Vorlage nicht ablehnend, der Fortschrittler br. Gjorgjevic, bisher Ge— sandter in Athen, den Kultus, der Liberale Professor Losanic den Handel und Ackerbau, der Farblose General Zdrapkovie die Bauten, der Liberale Oberst Pavlovie, ein Schwager von Simie, den Krieg und der Fortschrittler Professor Gjorgyevie die Justiz. Die serbischen Gesandischaften, Konsulate und Kreispräfekte wurden noch Nachts von der Bildung des Kabinets Simie telegraphisch verständigt.— 24. Jan. Die Skupschtina wurde Nachmittags 4 Uhr eröffnet, die Galerien sind stark besetzt. Der Vorsitzende Katie theilte mit, daß der neu ernannte Minister Gjorgjevie sein Mandat in Folge des Austrittes aus der Fortschrittspartei niedergelegt hat. Sodann verlas Katie den Ukas, betreffend die Demission des Kabinets Gruie und die Ernennung des Kabinets Simie. Der Ministerpräsident verlas das Regierungs- programm und machte sodann eine kleine Pause, während welcher Rista Popovic sich zum Worte meldete und zu spechen begann. Der Minister— präsident protestirte dagegen, da er noch Mit⸗ theilung machen wolle und begann ein Akten- stück zu verlesen. Er wurde jedoch überschrieen. will aber, daß man nicht zu weit gehe, Luxusgegenstande sitzenden. Gegen den russischen zurückgewiesen Sprachlehrer Berkowitz ist, dem„B. Tabgl 15 n zufolge, wegen Spionage die Untersuchung eingeleitet. Rista Popovic erklärte, das neue Nach Verlesung des Ukases, durch Amerika. Buenos-Aires, 24. Januar. Nach Meldungen von hier von heute stellt sich Anarchisten einberufen war, führte zu scharfen bei den Aufständischen in Rio de Janeiro Mangel an Lebensmitteln ein. Ein Versuch der In⸗ surgenten, bei Nietheroy zu landen, wurde Eine Kugel tödtete einen Ma⸗ trosen der portugiesischen Korvette„Mindello“ doch ist nicht festgestellt, von wo der Schuß abgefeuert worden ist. Egypten. Kairo. Einer Meldung des „Reuter'schen Bureaus zufolge ist das Dekret behufs der Erneuerung des gemischten Gerichts- hofes auf 5 Jahre reduzirt und soll nun am 31. d. M. unterzeichnet werden. Afrika. Kamerun. Nach den Telegrammen des Major Frangois, hat er am 1. Januar in der Dorisibschlucht bei Gemsberg die Streit⸗ kräfte Wittboi's geschlagen und ihnen große Verluste zugefügt; 40 Pferde und eine große Menge Rinder und Schafe wurden erbeutet, von der Schutztruppe seien nur drei Soldaten leicht verwundet. Aus Stadt und Land. — Friedberg, 26. Jan. Ein frecher Diebstahl wurde gestern Nachmittag hier begangen. Die Tochter eines hiesigen Wirths zählte einen ziemlichen Geldbetrag auf den Wirthstisch um verschiedene Rechnungen zu be⸗ zahlen. Da sie einen Augenblick etwas in der Küche zu thun hatte, legte sie das Geld in den Büffetkasten, was ein anwesender fremder Gast sah, der nun schleunigst das Geld aus dem Kasten nahm und ohne seine Zeche zu bezahlen verschwand. Der Thäter, der wohl Bedürfniß nach einem Ausflug in den Taunus fühlte, wurde noch gegen Abend durch Wachtmeister Schwarz von hier, welcher die Verfolgung desselben sofort aufgenommen hatte, in Ockstadt dingfest gemacht und hierher gebracht. Allerlei. Angerburg in Ostpreußen, 21. Jan. Hier ent⸗ zündeten sich gestern in einem Geschäfte fünf Millionen rothköpfiger Streichhölzer und flogen in die Luft. Die starke Erschütterung wurde in der ganzen Stadt gespürt. Die beiden Lehrlinge, die den Unfall verschuldeten, kamen mit leichten Verletzungen davon. Das Dach des Hauses wurde durch den Luftdruck in die Höhe gehoben. New ⸗York, 22. Jan. Eine Feuersbrunst hat die Stadt Jeremie auf Hayti fast gänzlich eingeäschert. Die Bauern kamen vom Lande herein und raubten alles, was von den Flammen bis dahin verschont worden war. Die Einwohner der Stadt wehrten sich und es kam zu blutigen Auftritten, wobei eine ganze Anzahl Personen getötdet wurde. Suppenküche. Mit herzlichem Danke bescheinigen wir heute den Empfang folgender Gaben: Von Fräulein Dieffenbach 2 M.; Reallehrer br. Dieckmann 2 M.; Rechtsanwalt Seyd 10 M.; Ungenannt 10 M.; Ungenannt Suppen⸗ grünes; Chr. Weißenbach 50 Wecke und 3 Laib Brod; Ungenannt Holz; Geschwister Preußer 1 Sack Kartoffeln; C. Hilbrecht 12 Ctr. Reis, Gerste, Erbsen und Bohnen; J. A. Windecker 30 Pfd. Bohnen, Linsen und Erbsen; Ungenannt Suppengrünes. Für die Armen-Commission: Velte, Pfarrer. Handel und Verkehr. Ein an die Eisenbahndirektionen gerichteter Erlaß des preußischen Eisenbahnministers macht auf die darüber erhobenen Klagen aufmerksam, daß Ha ndgepäck in den Personenwagen zuweilen in einer die Mitreisenden belästigenden oder gefährlichen Weise untergebracht wird. Der Minister hat unter Hinweis auf die Zusatzbestim⸗ mung 1 zu§ 28 der Verkehrsordnung, welche besagt, daß jeder Bahnpassagier nur auf den über oder unter seinem Sitzplatz befindlichen Raum zur Unterbringung von Handgepäck Anspruch hat, daher die Eisenbahn⸗ direktionen veranlaßt, die über die Mitnahme von Hand⸗ gepäck in den Personenwagen bestehenden Vorschriften den Stations- und Zugsbeamten in Erinnerung zu bringen und letztere anzuweisen, soweit möglich auch darauf zu achten, daß bei Unterbringung des Handgepäcks in den Personenwagen auf die persönliche Sicherheit der Mit⸗ reisenden die erforderliche Rücksicht genommen wird. Verloosungen. Meininger 100 Thlr.⸗Loose. Gewinnziehung. Serie 3689 Nr. 13 à 240,000 M., S. 303 N. 20 4 30,000 M., S. 981 N. 21, S. 1400 N. 6, S. 2146 N. 14, S. 2685 N. 20 à 3000 M. Hamburger 3proz. Prämienanleihe von Simie überreichte das Aktenstück dem Vor— 1866. Serienziehung vom 2. Jan. Serie 3 119 130 139 358 359 524 615 668 681 781 877 984 1028 en Ge 13 ese U oldaten — diebstahl Tochter ldbetrag n zu be⸗ er Küthe ffetkasten, chleunigst Zeche zu zedürfniß ürde noch hon hier, enommen gebracht. hier ent⸗ killionen t. Die gespürt. u, kamen s Hauses en. st hat die ert. Die ten alles, eden war. 8 kam zu Personen —ͤk heute den dieffenbach tsanwalt t Suppen. aib Brob; fartoffln; d Bohnen, b Erben; nission: ——ͤ———— ͥ́— wahl ächt evangelischer Kerngebete für jede Zeit und jedes Verhältniß 1069 1099 1125 1193 1266 1383 1589 1714 1731 1755 1886 1962 2001 2028 2038 2056 2062 2330 2358 2140 2726 2732 2747 2830 2926 3092 3163 3225 3233 3435 3443 3488 3509 3646 3761 3946. Donau-Regulirungs⸗Loose. Bei der am 3. Jan. vorgenommenen Verloosung fiel der Haupt⸗ treffer mit 80,000 fl. auf Nr 172821, der zweite Treffer mit 24,000 fl. auf Nr. 19925, der dritte Treffer mit 8000 fl. auf Nr. 130555, der vierte Treffer mit 5000 fl. auf Nr. 104218, der fünfte Treffer mit 1000 fl. auf Nr. 28712. Oesterr. Staatsloose von 1854. Ziehung am 2. Jan. 207 248 253 419 570 604 614 618 708 751 783 896 936 965 1039 1090 1399 1445 1511 1526 1595 1612 1656 1695 1715 1747 1774 1784 1785 1951 1977 2039 2045 2123 2213 22612308 2445 2529 2615 2639 2714 2746 2800 2802 2871 3005 31113149 3153 3182 3232 3272 3301 3374 3425 3513 3583 3666 3669 3895 3940. l Oesterreichische 100 fl.-Credit⸗Loose von 1858. Verloosung am 2. Jan. 1894. Gezogene Serien: 174 411 565 765 1222 1398 1827 1852 2431 2435 2773 2900 3043 3128 3143 3929 3981 3986 4015. Prämien: à 150,000 fl. Serie 765 Nr. 73. à 30,000 fl. S. 2900 N. 81, à 15,000 fl. S. 2431 N. 74, à 5000 fl. S. 174 N. 96, 1222 7, 4 2000 fl. S. 411 N. 2, 565 50, à 1500 fl. S. 411 N. 7, 765 89, 4 1000 fl. S. 3043 N. 47, 3981 18, 3986 67, 4015 29, à 400 fl. S. 174 N. 4 99, 411 26 67, 565 12, 765 84, 1222 21, 1398 73, 1827 11 38 47 59, 1852 58, 2431 8 39, 2435 20 73 97, 2773 11 95, 2900 45, 3043 26 35 96, 3128 33 47 57, 3143 3 9, 3929 31 45, 3981 32, 3986 25 58, 4015 59 83, à 200 fl., alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern. Stadt Mailand 45 Lire⸗Loose vom Jahre 1861. Ziehung vom 2. Jan. Serie 91 95 107 121 342 375 400 465 828 1063 1094 1108 1130 1163 1362 1480 1646 1670 1768 1807 1821 1911 2018 2076 2104 2127 2190 2198 2448 2449 2509 2524 2545 26312724 2791 2810 2851 2936 2999 3112 3473 3581 3710 4136 4319 4386 4421 4431 4587 4618 4687 4708 4820 4844 4933 4989 4997 5111 5557 5751 5921 5963 6134 6190 6412 6536 6692 6748 7170 7171 7231 7258 7287 7311 7355 7451 7743 7813 7880 7906. Prämien: Serie 1163 Nr. 18 45,000 L., S. 1163 N. 17, S. 4319 N. 15, S. 4319 N. 28 à 1000 L., S. 828 N. 47, S. 2509 N. 31, S. 7743 N. 2, S. 7171 N. 16 à 500 L. Aus⸗ zahlung am 1. Juli 1894. In Amerika verstorbene Hessen und Hessen⸗ Nassauer. New⸗ Pork City. Maria Christina Cramer, geb. Schneider, 53 Jahre alt, aus Frankenberg; Elisabeth Kühne, geb. Helfrich, aus Zwingenberg. Buffalo, N. P. Carl Steul, 72 Jahre alt, aus Muschenheim. Chippewa Falls, Wis. Catharina Dorothea Hennemann, geb. Maxeiner, 76 Jahre alt, aus Schönborn, Amt Diez. 5 Columbus, O. Heinrich Kaiser, 51 Jahre alt, ans Burkhards. 55 Detroit, Mich. Christian Bittmann, 60 Jahre alt, aus Framersheim. Philadelphia, Pa. Dorothea Steller, geb. Birkenhauer, 62 Jahre alt, aus Dalheim. N Pittsburg, Pa. Reinhard Klenzing, 60 Jahre alt, aus Barchfeld, Kr. Schmalkalden; Ludwig Loos, 57 Jahre alt, aus Calbach. Bradford, Ind. Anna Margaretha Fein, geb. Diedrich, 80 Jahre alt, aus Dietenberg, Hessen-Nassau. Neustadt, Erie Co., N. J. Georg Herzog, 77 Jahre alt, aus Armsheim. Philippsburg, Townuship Wilmot, Can. Andreas Döring, 84 Jahr alt, als Alsfeld. Pittsfield, Ill. Leonhard Lutz, 87 Jahre alt, aus Niederklingen. Rice Towuship, Sandusky Co., O. Elisabetha Gahn, geb. Ordt, 90 Jahre alt, aus Nord— heim. Toledo, O. Heinrich Schieferstein, 64 Jahre alt, aus Burkhardsfeld und dessen Ehegattin Johannette, geb. Scharmann, 72 Jahre alt, aus Merlau. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Sexagesimä. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Feier des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 912 Uhr: Herr Pfarrer Velte. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Nebel. Abends 5½ Uhr: Herr Pfarrer br. Diegel. ö ö Mittwoch, 31. Jan. Burgkirche Abends 8 Uhr: Passions⸗ Andacht: Herr Candidat Heußel. Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr Beicht; um 7 Uhr wird die heil. Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Vrdeutende Vetriebsersparnisse werden in jeder maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes oder der Landwirthschaft durch Auf⸗ stellung einer Wolf'schen Locomobile als Betriebsmaschine erzielt. Die von der rühmlichst bekannten Maschinen⸗ fabrik von R. Wolf in Magdeburg⸗Buckau seit mehr als 30 Jahren als Specialität gebauten halbstationären und fahrbaren Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln übertreffen an Sparsamkeit des Brennmaterialverbrauchs, Dauerhaftigkeit und Leistungsfähigkeit jegliche Motoren anderen Ursprungs und haben auf allen deutschen Locomobil-Concurrenzen den Sieg davongetragen. 232 Geld⸗Cours. Frankfurt am 25. Jan. 1894. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke 16. 24 16. 20 9 in ½ 16. 23 16. 19 Dollars in Gold. 4. 19 8 Ducaten„%% 9 00 eh mare,, 4 Englische Sovereigns 20. 35 20. 0 Russ. Imperial 16. 65 16. 63 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen dasselbe per Glas zu M. 1.75, „e e, „ Dutzend„„ Die Exped. des Oberh. Anzeigers. Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen, Friedberg durch Carl Bindernagel: Alles mit Gott! Evangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Ab⸗ wechslung, für die Fest⸗ und Feiertage, für Beichte und Communion, sowie für Musculus, Habermann, Arnd, besondere Zeiten und Lagen, von: Luther, Seriver, Lassenius, Spener, Neumann, Arnold, Franke, Stark, Tersteegen, Storr, Roos und vielen anderen Gottesmännern. 153 77 7 7 Schmolk, 143 Holzversteigerung im Gambacher Gemeindewald. 1. Mittwoch den 31. Januar: Brennholz: 48 Rm. Buchen⸗ und Eichen⸗ 5 95 E 1 885 1 12 725 Cigarren. 5 stets gut und billig, bei Sa, Ferd. 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Saal-Oeffnung Abends 7˙ Uhr. Hestlicher Einzug . Lorstands swahl. Dünger⸗ Gyps, 434 1 Der Vorstand. des Comités etwas später. 0 Nichtmaskirte billigstes Einstreumittel zu Stalldünger, 5 empfiehlt Ober⸗ Rosbach. 446 Ph. Dan. Kümmich. Sonntag den 28. d. Mts. hält der ö Turn- und Gesangverein„Eintracht“ ö Schuhe 0 Sliesel 0 im Saale des Gastwirths A. Sänger el, einen Ball ab, wozu alle Freunde und ö von den feinsten bis zu den gewöhnl ichen, Gönner des Vereins eingeladen sind. 8 5 d Anfang 7 Uhr Abends. 3 müssen an der Kasse ein närrisches Abzeichen erwerben. 5 5 Neuhof, Schuhlager. N Der Vorstand⸗ 9 433 Das närrische Comité. J Alleinverkauf der Schuhwaaren von] Bei unserer Abreise von hier nach 5 8 Täglich N frischg estoßene— O. Herz& Co.— 5 972851 sagen allen Freunden und . E 7 ekannten N u 8 Nestles Kindermehl, 5 Lebewohl. 11 und Sauerrahmbutter, kiapes Krastgries% Mi Kaser u. Fun, 28. r. N. bester Ae, empfiehlt K. Rn Kademann's Kindermehl, 9. 0 450 Milch-, Butter- u. Cier⸗ Handlung. 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