ar: 760 4 U fuhr e sich an n gemein⸗ n, wollen n die im eintragen. 5 fin irt. mi Alon. l. Beginn Concert de wichtige zen aller wünscht. beten „Abends nlung im audan. en, iehlt ndecker. l ernbeck. Cabliat, e Sprot felllsohe, Speck⸗ Fertsch. — mpfiehlt inden dutbazat. facons, vun delloser Si, Hhagass⸗ fe ch. neben 1 88. bree Volle galt, 2 ——— 13894. Oberhessischer 5 1 f r Klasse, welche auf Zurückstellung Anspruch machen, haben ihre Gesuche bei 2 Donnerstag den 25. Januar. M 10. Anzeiger Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. An die Bewohner Friedberg's und der Umgegend. Zur Feier des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers wird Samstag den 27. d. Mts., Nachmittags 1½ Uhr, ein Festessen im Hötel Trapp dahier stattfinden, zu welchem die Bewohner der Stadt Friedberg und der Umgegend hierdurch freundlichst eingeladen werden. Auswärtige, sowie sonstige hiesige Einwohner, welchen die in Umlauf gesetzte Liste etwa aus Versehen nicht zukommen sollte, werden gebeten, bis zum 25. d. Mts. ihre Anmeldung im Hötel Trapp zu bethätigen. Die Einwohner von Friedberg werden ersucht, durch Schmücken ihrer Häuser zur Feier des Tages mitzuwirken. Friedberg den 16. Januar 1894. Im Auftrag des Comité's: Winter, Oberstlieutenant z. D., Kommandeur des Landwehrbezirks Friedberg. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, Diejenigen 5 im Jahre die Zurückstellung der zum einjährig⸗freiwilligen Dienst berechtigten Militärpflichtigen betr. 1874, geborenen Militärpflichtigen, welche im Kreise Friedberg ihren dauernden Aufenthalt haben und Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst besitzen, werden, insofern sie ihre Zurückstellung vom Militärdienst bis jetzt noch nicht beantragt haben, dies zu thun aber beabsichtigen, hierdurch aufgefordert, ihre Berechtigungsscheine alsbald und längstens bis zum 10. Februar l. J. dahier vorzulegen. Friedberg den 20. Januar 1894. Der Civil-Vorsitzende der Großh. Ersatz-Commission Friedberg. Ur. Braden. Bekanntmachung, die Zurückstellung der Reserve, Ersatz-Reserve und Landwehr-Mannschaften betr. Nachstehende Bestimmungen über die Zurückstellung der Reserve, Ersatz-Reserve und Landwehr-Mannschaften rücksichtlich ihrer häus— lichen und gewerblichen Verhältnisse werden hiermit für die Betheiligten zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Bis zum 20. Februar l. J. haben die Großh. Bürgermeistereien die bei ihnen vorgebracht werdenden Gesuche anher einzusenden. Friedberg den 20. Januar 1894. J. Bei nothwendigen Verstärkungen oder Mobilmachungen werden die Mann— schaften des Beurlaubtenstandes, soweit die militärischen Interessen es gestatten, nach den Jahresklassen, mit den jüngsten beginnend einberufen. Hierbei können dringende häusliche und gewerbliche Verhältnisse derartige Berücksichtigung finden, daß Reservisten hinter die letzte Jahresklasse der Reserve ihrer Waffe und Dienstkategorie, Landwehrmannschaften aber, sowie in besonders dringenden 11 auch einzelne Reservisten, hinter die letzte Jahresklasse der Landwehr ihrer affe oder Dienstkategorie zeitweise zurück gestellt werden. Jedoch darf in keinem Aushebungsbezirke die Zahl der hinter der letzten Jahresklasse der Reserve zurück gestellten Mannschaften zwei Prozent der Reserve, die Zahl der hinter der letzten Jahresklasse der Landwehr zurückgestellten Mannschaften drei Prozent der Reserve und Landwehr übersteigen. 3 Auf die Dauer der Gesammtdienstzeit(Dienstpflicht) hat die Zurückstellung keinen Einfluß. II. Zurückstellung im Sinne der vorbezeichneten Festsetzungen dürfen aus folgenden Gründen(Klassificationsgründe) eintreten: 2 a. wenn ein Mann als der einzige Ernährer seines arbeitsunfähigen Vaters oder seiner Mutter, beziehungsweise seines Großvaters oder seiner Groß— mutter, mit denen er dieselbe Feuerstelle bewohnt, zu betrachten ist und ein Knecht oder ein Geselle nicht gehalten werden kann, auch durch die der Familie bei der Einberufung gesetzlich zustehende Unterstützung der dauernde Ruin des elterlichen Hausstandes nicht abgewendet werden könnte; b. wenn die Einberufung eines Mannes, der das dreißigste Lebensjahr vollendet hat und Grundbesitzer, Pächter oder Gewerbetreibender oder Ernährer einer zahlreichen Familie ist, den gänzlichen Verfall des Hausstandes zur Folge haben und die Angehörigen selbst bei dem Genusse der gesetzlichen Unter— stützung dem Elende preisgegeben würden; c. wenn in einzelnen dringenden Fällen die Zurückstellung eines Mannes, dessen geeignete e auf keine Weise zu ermöglichen ist, im Interesse der allgemeinen Landeskultur u. der Volkswirthschaft für unabweislich nothwendig erachtet wird. Mannschaften, welche in Gemäßheit des F. 67 und 69 des Reichsmilitär⸗ gesetzes wegen Kontrol-Entziehung nachdienen müssen, haben jedoch auch in den vorgenannten Fällen keinerlei Anspruch auf Zurückstellung. 25 5 III. In Bezug auf das Verfahren bei derartigen Zurückstellungen bestehen folgende Vorschriften: 1. Die Mannschaften der Reserve, Landwehr, Seewehr u. Ersatz-Reserve erster Betreffend: Berechnung der Servisentschädigung. Der Civil-Vorsitzende der Großh. Ersatz-Commission Friedberg. Dr. Braden. der Bürgermeisterei ihres Wohnorts anzubringen, welche dieselben prüft und darüber eine an den Civil-Vorsitzenden der Ersatz-Commission einzureichende Nachweisung ausstellt, aus der nicht nur die militärischen, bürgerlichen und Vermögensverhältnisse der Bittsteller, sondern auch die obwaltenden besonderen Umstände ersichtlich sind, durch welche eine zeitweise Zurückstellung bedingt werden kann. 2. Die eingereichten Gesuche unterliegen der Entscheidung der verstärkten Ersatz⸗ Commission, welche im Anschluß an das Musterungsgeschäft in öffentlich bekannt zu machenden Terminen jährlich einmal Sitzung hält. 3. Das Verfahren der verstärkten Ersatz⸗Commission beim Klassifikationsgeschäft regelt sich nach§ 30,7 des Reichs-Militärgesetzes. 4. Die Entscheidungen sind entgültig, insofern nicht der Militär-Vorsitzende auf Grund des§ 30,7 des Reichs-Militärgesetzes Einspruch erhebt. 5. Die vorgedachten Entscheidungen behalten ihre Gültigkeit nur bis zum nächsten Klassifikations⸗Termin.— Im Falle des Bedürfnisses sind Anträge auf weitere Zurückstellung alsdann zu erneuern. 6. Wenn Mannschaften aus einem Aushebungsbezirk in einen anderen verziehen, so erlischt die gewährte Zurückstellung. IV. Die vor erfüllter activer Dienstpflicht auf Reklamation entlassenen Mann⸗ schaften bleiben bis zu dem ihrer Entlassung zunächst folgenden Klassifikations-Termin hinter die letzte Jahresklasse der Reserve zurückgestellt und haben demnächst etwaige Anträge auf weitere Zurückstellung wie alle übrigen Mannschaften zu stellen. Wenn nach dem allgemeinen Entlassungs-Termin der Reserven dringende Verhältnisse die sofortige Zurückstellung einzelner der entlassenen Mannschaften ge⸗ rechtfertigt erscheinen lassen, so kann die vorläufige Zurückstellung solcher Mann⸗ schaften bis zum nächsten Klassifikations-Termin hinter die letzte Jahresklasse der Reserve durch schriftliches Uebereinkommen der ständigen Mitglieder der Ersatz— Commission verfügt werden. 0 In anderen als den unter 11 vorbezeichneten Fällen sind außerterminliche Zurückstellungen unstatthaft.— Insbesondere sind Gesuche um Zurückstellung im Augenblick der Einberufung unzulässig. Eine Wiederentlassung einzelner einberufener Mannschaften kann nur aus⸗ nahmsweise auf dem im§ 83,3 und 99,3 der Wehr⸗Ordnung vorgeschriebenen Weg herbeigeführt werden. Derartige Gesuche können nur dadurch begründet werden, daß seit dem letzten Klassifikations-Termin für den Eingestellten durch unabwendbare, nicht durch ihn selbst herbeigeführte Ereignisse, als Brandschaden, Ueberschwemmung, Tod eines nahen Anverwandten u. s. w. ein wirklicher Nothstand eingetreten ist. Friedberg den 20. Januar 1894. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Erledigung unserer Verfügung vom 2. November v. J.— Oberhessischer Anzeiger Nr. 130— bringen wir andurch in Erinnerung, 0 da für verschiedene Gemeinden die Zahlung der darin genannten 2 Mark bis jetzt nicht erfolgte. Dr. Braden. Betreffend: Die Bewegung der Bevölkerung; hier die Zu- und Wegzüge im Jahre 1893. Friedberg den 23. Januar 1894. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. f Mit Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 9. l. Mts. erinnern wir die Rückständigen von Ihnen an die Einsendung der darin bezeichneten Register innerhalb 3 Tagen. Dr. Braden. 8 f Friedberg den 23. Januar 1894. Betreffend: Vorträge des Obstbautechnikers. Ich bringe zur Kenntniß der Interessenten, daß Herr Obst⸗ bautechniker John am 27. Januar in Nieder-Rosbach, 28. Ober⸗Rosbach, Bekanntmachung. Der Großh. Bürgermeister Wagner von Bruchenbrücken wurde als Amtstaxator für verpflichtet. Die Bürgermeistereien der dem II. Wildschadensbe 5 Bekanntmachung. Nähere gegangen. Friedberg den 0 29. 0 5 Ober⸗Wöllstadt,[Der Vorsitzende des 5% 0„„ Ocktadt, 3 Bad⸗Nauheim Vorträge über Obstbau mit praktischen Unterweisungen halten wird. 5 den II. Wildschadensbezirk ernannt und eidlich zirk angehörigen Orte wollen solches ortsüblich bekannt machen. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Mittheilungen sind den Herren Bürgermeistern zu— 23. Januar 1894. Bezirksvereins Friedberg des Oberhessischen Obstbauvereins: Süffert. Deutsches Reich. Darmstadt, 23. Jan. Heute Nachmit⸗ tag trafen die Sachsen-Coburg-Gothaischen Herr— schaften hier ein, um bis zum 25. hier zu ver⸗ weilen. Zum ersten Male als Braut unsres Landesherrn betritt damit J. K. H. die Prin— zessin Viktoria Melita hessischen Boden, ein freudiges Ereigniß von bleibender Bedeutung für unser Land und Fürstenhaus. Berlin, 23. Jan. Das große Ereigniß des Tages ist die Aussöhnung zwischen dem Kaiser und dem Fürsten Bismarck; der Alt⸗ reichskanzler kommt nächste Woche zum Be— suche nach Berlin. Bismarck war an Influenza erkrankt, bei dem hohen Alter desselben ein bedenkliches Ereigniß. Dies legte dem Kaiser den Gedanken nahe, sich mit dem Reichskanzler auszusöhnen. Es ist früher mehrfach betont worden, daß Fürst Bismarck zu dieser Ver— söhnung den ersten Schritt thun müsse, der allgemeinen Meinung nach aber doch wohl der Kaiser, der ihn entlassen. Der thatsächliche Hergang hat sich nach ziemlich glaubwürdigen Mittheilungen in folgender Weise vollzogen: Graf Herbert Bismarck war am Sonntag zum Ordensfest eingeladen und zwar auf Grund allgemein gültiger Vorschriften, aber nicht auf speziellen Befehl des Kaisers. Er kam und wurde von der Kaiserin, dem Prinzen Heinrich und anderen Mitgliedern des königlichen Hauses freundlich begrüßt, und die Minister Graf Eulenburg und Or. Miquel verkehrten auf⸗ fallend intim mit ihm. Er wurde dann, als der Kaiser Cerele hielt, von zwei Kammer— herrn auf Befehl des Oberhofmarschalls Graf Eulenburg in den Kreis der Personen geführt, mit denen der Kaiser sprechen sollte. Er selbst mag angenommen haben, daß dies auf An⸗ ordnung des Kaisers geschehe; aber der Kaiser sprach nicht mit ihm und vermied ihn sogar in ganz auffallender Weise. Diese Scene bildete seit gestern das Gespräch in politischen Kreisen. Die Augenzeugen hatten den Eindruck, daß der Kaiser sich eine Annäherung an den Grafen Herbert Bismarck, der wie eine Aussöhnung ausgesehen haben würde, nicht habe oktroyiren lassen wollen. Darüber soll der Kaiser gestern mit dem Staatssekretär Marschall während eines Vortrages gesprochen haben, und während dieses Vortrages soll er den Eutschluß gefaßt haben, sich mit dem Vater auszusöhnen. Darauf erfolgte die Entsendung des Flügeladjutanten Grafen Molkte nach Friedrichsruh mit einer Flasche alten Weins für den Genesenden und es kam die Antwort des Fürsten Bismarck zurück, in der er für die Theilnahme des Kaisers dankte, schrieb, daß er die Flasche am Geburts— tage des Kaisers auf dessen Wohl trinken werde und die Hoffnung aussprach, ihm in der nächsten Woche in Berlin persönlich zu danken. Heute Vormittag besuchte der Kaiser den Reichskanzler Grafen Caprivi und theilte ihm seinen Brief an Bismarck und dessen Antwort mit. Berlin, 22. Jan. Reichstag. Nothstands Inter- pellation der Sozialdemokraten. Liebknecht weist be⸗ gründend auf den Nothstand in Deutschland und anderen Ländern hin und führt aus, daß man ummer stärker versuche, den Nothstand in Verbindung mit dem anar chistischen Gespenst im Dienste der Reaktion gegen die Sozialdemokratie auszunutzen. In Deutschland seien freilich die Versuche, Attentate zu veranlassen, trotz der wachsenden Nothlage mißlungen. Daß in Berlin kein Bürgerblut geflossen sei, verdanke man nur der Disziplin der Sozialdemokratie. Die Mehrzahl der Strikes der letzten Jahre sei von den Unternehmern provozirt worden. Nur ein definitiver Bruch mit der kapitalistischen Pro⸗ duktionswirthschaft könne Abhilfe bringen. Das soziale Königthum habe längst seinen Canossagang gemacht und sich vor König Stumm gebeugt. Staatssekretär Boetticher: Auf sozialistische Experimente lasse sich die Regierung nicht ein. Ein vereinzelter Nothstand bestehe allerdings, doch treffe er Arbeitgeber wie Arbeitnehmer. Anderer⸗ seits gebe es ausgedehnte Distrikte und Industrien, wo die Nachfrage nach Arbeitern nicht befriedigt werde, auch die Arbeitslöhne verfolgten im Allgemeinen steigende Tendenz. Wenn der Nothstand stellenweise einen größeren Umfang annehme, so sei das vielfach die Folge gewissen⸗ loser Agitatoren, welche die fluctuirende Arbeiterbe— völkerung beeinflussen. Was die erwähnten Uebergriffe der Polizei in Berlin anbelange, so sei weder beim Polizeipräsidenten, noch beim Minister des Innern, noch, bei dem Reichskanzler Beschwerde geführt worden. (Unruhe bei den Sozialdemokraten) Vereinzelter Noth— stand bestehe; von den Gemeinden und Staatsverwal— tungen werde ihm möglichst abgeholfen; aber einen intensiven Nothstand, der ein Eingreifen des Reiches erfordere, leugne er. Auf Antrag Singers folgt eine Besprechung der Interpellation. Gelsenkirchen, 20. Jan. Ein größeres Dynamitlager entdeckte gestern die Gendarmerie in dem benachbarten Industrieorte Bulmke, woselbst in der Wohnung eines Bergmannes nicht weniger als 87 Dynamitpatronen mit den dazu gehörigen Zündschnüren vorgefunden und beschlagnahmt wurden. Der Bergmann wurde auf der Zeche, wo er gerade arbeitete, verhaftet. Kiel. S. M. Kbt.„Iltis“, Komm. Korv. Kapt. Graf Baudissin, ist am 19. Januar in Shanghai eingetroffen. Ausland. Spanien. Madrid, 22. Jan. Nachrichten aus Melilla zufolge ist die spanische Flotte mit Martinez Campos in der Richtung der Meer— enge von Gibraltar in See gegangen. Es verlautet Campos sei beauftragt, vom Sultan von Marokko als Garantie für die Zahlung der Entschädigung die Intervention Spaniens bei der Erhebung der Zölle in dem Terri— torium zwischen Ceuta und dem Muluga— flusse zu fordern. Die Intervention bedinge eine zeitweise Okkupation des Territoriums, da der Sultan eine lange Frist für die Zahlung der Entschädigung verlangen werde. Italien. Rom, 22. Jauuar. Minister Boselli richtete an den Sindaco, den Präfekten und die Handelskammer von Genua, die Auf— forderung, die Errichtung eines großen Stapel— platzes dortselbst für den zum Export bestimm— ten italienischen Wein baldmöglist zu bewerk— stelligen. Nach einer Meldung des„Popolo Romano“ aus Catania sind in den dortigen öffentlichen Gärten drei mit Dynamit gefüllte Kistchen und eine Schachtel mit Lunten aufge— funden worden. Die Kistchen trugen die Etiquette eines ausländischen Anarchisten-Comités. Die Ruhe hält in Massa an. Ein Detachement Alpenjäger durchstreifte die umliegenden Höhen. — 22. Jan. Kammer und Senat sind durch Dekret des Königs bis zum 20. Februar vertagt worden. Diese Nachricht wird allseitig lebhaft besprochen und vielfach mit der weiteren Nachricht in Verbindung gebracht, daß Sonnino, Saracco und Mocenni ihr Portefeuille Crispi zur Verfügung gestellt haben sollen. Der Serbien. Belgrad, 21. Januar. Ministerrath, welcher gestern bis spät Nachts mit einflußreichen Persönlichkeiten der radikalen [Partei über die Lage konferirte, erfuhr gegen Mitternacht die bevorstehende Ankunft Milans. Heute Vormittag überreichte der Ministerpräsi⸗ dent Gruie dem Könige die Demission des ge— sammten Kabinets und motivirte dieselbe mit der Ankunft Milans. Der König verlangte nur eine andere Begründung, was Gruic ver— weigerte. Der König versicherte Gruie, es handle sich überhaupt nicht um das Betreten verfassungswidriger und unparlamentarischer Wege; er hoffe im Gegentheile von der An⸗ wesenheit seines Vaters eine Klärung der Lage. Um 1½ ũ Uhr Nachmittags traf Milan hier ein. König Alexander eilte dem Vater freudig erregt entgegen. Beide umarmten und küßten sich wiederholt. Einzelne Rufe„Hoch König Milan“, welche seitens des versammelten Publi— kums— es waren etwa 50 Personen an⸗ wesend— ausgebracht wurden, wies Milan mit einer Geberde des Unwillens zurück und rief:„Hoch König Alexander!“ Beide be⸗ gaben sich alsdann in das königliche Palais. In der Stadt herrscht Ruhe. Die Radikalen haben schriftlich sämmtliche Bedingungen der Krone, unter welchen letztere bereit wäre, noch— mals ein radikales Kabinet zu berufen, abge— lehnt. Diese Bedingungen sind: Einstellung des Prozesses gegen die früheren liberalen Mi⸗ nister, Aufhebung des Dekretes der Skupschtina in Betreff der Verbannung des Exkönigs Milan und Ausschließung derjenigen Persönlichkeiten der radikalen Partei, welche eine offene anti— dynastische Gesinnung haben. Da die Krone Verhandlungen nur auf dieser Basis eingehen wollte, ist der Bruch nun ein definitiver. Die radikale Partei hatte für die heute zusammen— tretende Skupschtina einen Gesetzentwurf vorbe— reitet, nach welchem die in den Staatsdepots aufbewahrten Waffen der Miliz ausgefolgt werden sollten, was eigentlich nur bei einer Mobilirsirung und während der Dauer der Waffenübungen zulässig ist. Das Ministerium verhielt sich gegenüber dieser Vorlage passiv. Alexander schöpfte aber Verdacht, da die stehende Armee gegenüber der bewaffneten Miliz wehrlos wäre und er berief darauf Milan und den Gesandten Simic nach Bel— grad. Letzterer gehört keiner Partei an, hat aber Verbindungen mit allen Parteien. In der Skupschtina wurde sodann ein Brief von Gruic verlesen, in dem er seine Demission anzeigt. Gjuric wollte eine Debatte hervorrufen, was aber von der Mehrheit abgelehnt wurde. Die Skupschtina wurde sodann auf unbestimmte Zeit, zunächst bis zur Bildung eines neuen Kabinets vertagt, doch ist nicht ausgeschlossen, daß die Vertagung bis zum November erfolgen könnte. Amerika. New⸗York, 22. Januar. In Folge der Entlassung von 5 Angestellten der Tramwaygesellschaft in Bridgeport strikten 100 Bedienstete. Sie besetzten den Fahrweg und verhinderten den Verkehr; ein Wagen wurde in Brand gesteckt. Im Laufe des Tages fan— den verschiedene Krawalle zwischen Strikenden und der Volksmenge statt, wobei mehrere Per— sonen ernstlich verletzt wurden. Der Bürger— meister verlas die Aufruhrakte und 12 Per— sonen wurden verhaftet. Egypten. Kairo, 22. Jan. Das Gerücht bestä⸗ tigt sich, daß der Khedive während seiner Nilreise ungünstige Bemerkungen über den Zustand der egyptischen Armee und der in derselben kom— er en zu. chen — lilans. cpräsi⸗ 8 e⸗ be 100 Mangte lle ver⸗ lie, 8 getreten arischer her An⸗ er Lage. n hier freudig küßten König Publi⸗ en an⸗ Milan ick und ide be⸗ Palais. adikalen gen der e, noch⸗ u, abge⸗ nstellung len Mi⸗ pschtina Milan chkeiten ne anti⸗ Krone eingehen er. Die sammen⸗ f vorbe⸗ stsdepots u8gefolgt hei einer er der sisterium passio da die waffnetel F darauf ach Ml. an, hat —— J mandirenden englischen Offiziere machte und in⸗ folge dieses Zwischenfalls den Besuch der Grenz⸗ provinz abkürzte. Die Bemerkungen des Khedive wurden von dem Oberst-Kommandirenden der egyptischen Armee Kitchener, der den Khedive auf der Reise begleitete, nach Kairo mitgetheilt, und die egyptische Regierung, der nichts bekannt war, erbat vom Khedive telegraphische Aus— kunft. Es verlautet, der Khedive werde, um den Zwischenfall zu beseitigen, der durch seine ungünstigen Bemerkungen über die egyptische Armee entstanden, in einem Tagesbefehl seine Befriedigung über die egyptische Armee aus— sprechen und den Unterstaatssekretär des Kriegs— ministeriums, Yaher Pascha, verabschieden. Aus Stadt und Land. H. Friedberg Am verflossenen Samstag Abend hielt der Gesangverein„Concordia“ seine zweite Abend- unterhaltung in diesem Winter ab. Die durch die sorg⸗ fältige Leitung des Dirigenten, Lehrer Schneider, treff⸗ lich geschulten Chöre, sowie die Soli und das Duett, die Klaviervorträge und die Orchesterstücke fanden aller⸗ seits lebhaften Beifall. Die beiden zur Aufführung gebrachten Theaterstückchen erregten stürmischen Applaus, was wiederum den Beweis ablegte, daß der Verein es versteht, auch hierin seinen guten Ruf zu erhalten. Auch der mitwirkenden Nicht-Mitglieder sei hier insgesammt lobend gedacht, die in selbstloser Weise soviel zur Ver⸗ schönerung des Abends beitrugen. Das an das Concert anschließende Tanzvergnügen hielt den größten Theil der Gäste noch in der fröhlichsten Stimmung bis zum Schlusse zusammen. Alsfeld, 21. Jan. Am vergangenen Donnerstag kehrten hier in einer Herberge zwei Handwerksburschen, angeblich aus Norddeutschland ein. Sie bezahlten ihre Zeche mit einem Zweimarkstück. Ahnungslos und nur ganz zufällig nahm der Wirth dieses Geldstück, um beim nahewohnenden Kaufmann kleine Einkäufe zu machen; allein dieser lehnte die Annahme des Geldstückes mit dem Bemerken ab, es sei falsch. Betroffen eilte der Wirth zurück; doch die sauberen Vögel waren unterdeß ausgeflogen. Er machte sofort der Polizei Anzeige, und es gelang, die beiden Gesellen in einer zweiten Herberge dingfest zu machen. Hier fand man noch in einem Versteck ca. 160 blanke falsche Ein- und Zwei⸗ markstücke, die dem Gerichte übergeben wurden. Darmstadt. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurde in dem Hause Grafenstraße Nr. 31 ein schwerer Diebstahl verübt. Der Metzger Bickerle hat in diesem Hause sein Ladengeschäft und hinter dem Laden befindet sich sein Schlafzimmer. Abends 10 Uhr hatte Bickerle seinen Laden geschlossen und sich dann in eine Wirthschaft begeben. in seine Wohnung zurück und legte sich sogleich ins Bett. Nach längerer Zeit wachte er durch ein Geräusch auf und bemerkte trotz der herrschenden Dunkelheit die Um— risse eines vor seinem Bette stehenden Mannes, der auf Anruf sofort die Flucht ergriff. Als Bickerle, der Bald nach 11 Uhr kehrte er dem Diebe nachgelaufen war, mit den inzwischen herbei⸗ geeilten Nachbarn in sein Schlafzimmer zurückkam, wurde unter dem Bett ein aus seinem Laden stammendes Metz— gerbeil gefunden. Bickerle vermißte sein Portemonnaie mit recht beträchtlichem Inhalt, welches der Dieb aus der Tasche seiner Beinkleider genommen, sowie seine Uhr. Groß-Gerau, 20. Jan. Der Feldschütz von Groß-Rohrheim wurde vorgestern Abend auf dem Bahn— damm zwischen Biblis und Groß-Rohrheim von der Lokomotive des Frankfurter Schnellzugs erfaßt und den Bahndamm hinabgeschleudert. Er ist an den erhaltenen Verletzungen während der Nacht gestorben. Allerlei. Gotha, 23. Jan. In der herzogl. Reithalle brach heute während der Probe der Reiter für das Einzugs⸗ fest am 31. d. M. die Gallerie zusammen. Zwei Frauen kamen dabei ums Leben, 1 Frau und 1 Kind wurden tödtlich und 12 Personen schwer verletzt. Berlin, 22. Jan. Eine 19 Jahre alte Prostituirte, Anna Winkler, wurde heute Nacht in ihrer Wohnung in der Borgsigstraße ermordet. Der Thäter hatte die Stube verschlossen und den Schlüssel mitgenommen. Der Mord wurde erst im Laufe des Tages entdeckt. Israelit. Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 27. Jan. 1894. Vorabend 5 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr 45 Min., Samstag Nachm. 3 Uhr Schrifterklärung. Um 3 Uhr 30 Min. Minchagebet. Sabbathausgang 6 Uhr. Wochen⸗ gottesdienst von Sonntag den 28. Jan. an Morgens“ Uhr 15 Min., Abends 6 Uhr 30 Min. Gemeindezimmer. Holzversteigerung in dem Fürstl. Stolberg'schen Forstrevier Gedern. Montag den 5. Februar d. J. sollen in dem Försterbezirk Usenborn aus den Distrikten Krebsgrund, Schneiderzipf, Hammerwald, Lichtebuchen, Schönberg und Hegkopf versteigert werden: Stämme: 1 Rothbuche, 8,8 m lang, 74 em dick mit 3,78 km, 96 Eichen, 4— 12 m lang, 15—42 em dick mit 26 Im, 99 Fichten, 12—24 w lang, 15—28 em dick mit 55 fo, 4 Kiefern, 6—13 m lang, 25—39 em dick mit 3 fw. Derbstangen: 16 Eichen, 1134 Fichten. Reisstangen: 115 Fichten. Scheite: 440 rm Buchen(. Kl., 49 rm dergl. II. Kl., n Eichen, Obstbaum. Knüppel: 159 ew Buchen, 13 rm Eichen, Obstbaum. Astreiser: 549 rm Buchen, 21 rm Eichen. Die Fichten⸗Stämme und Derbstangen lagern in dem Distrikt Schneiderzipf. Das Brennholz sitzt in den Distrikten Lichtebuchen und Schönberg. Die mit U bezeichneten Scheite kommen nicht zum Ausgebot. Nähere Auskunft ertheilt der Forstschütz Henkel zu Louisenlust. Anfang der Versteigerung Morgens um 10 Uhr mit dem Nutzholz in dem Stolbergerhof zu Hirzenhain. Gedern den 22. Januar 1894. 381 Der Oberförster Kirchner. „ Submission. Die nachbenannten, für das Jahr 1894 bis 95 nöthigen Lieferungen und Arbeiten sollen auf dem Submissionswege loosweise vergeben werden, nämlich: Gerichtete Basaltpflastersteine, ca. 220 cbm, veranschlagt zu 4845 M., Unterhaltungssteine(Basalt), ca. 390 ebm, veranschlagt zu 1794 M., Zerkleinern dieser Steine, veranschlagt zu 1560 M. Kostenanschlag und Bedingungen liegen auf unserem Büreau offen, woselbst Of— ferten bis zum 1. Februar l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, eingereicht werden können. Friedberg den 24. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Friedberg. Steinhäußer. Ein Packet Dürme wurde gefunden. Der Eigenthümer kann dasselbe bei der unterfertigten Stelle in Empfang nehmen. Vilbel den 23. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Vilbel. Hinkel. Holz⸗Versteigerung in den Gräflich Solms⸗Rödel⸗ heim'schen Waldungen. Im Revier Beinhards, Distrikt Unter⸗ wald, werden versteigert: Freitag den 26. Januar, Vormittags 9 Uhr, 40 Eichen-Stämme, 16— 50 cm dick, 0 6—9 m lang= 24,27 ebm, 132 e 15— 22 em dick, —14 mn lang= 39,82 ebm, 1018 Fichten⸗Derbstangen zu Sparren, Leiterbäumen, Einfriedigungen, Lat⸗ ten und Baumpfählen brauchbar, 42 Raummeter Nadel-Stöcke. Zusammenkunft am Forsthaus Beinhards. Wickstadt am 20. Januar 1894. Der Gräfliche Revierförster: 375 Habich. 396 Holz⸗Versteigerung. Montag den 29. d. Mts., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll in dem Gräflich zu Rantzau'schen Revier Ziegenberg ver— steigert werden: a. Im Schneiderwald: 68 Rm. Eichen⸗Knüppel, 3450 Eichen-Wellen. b. Im Kirchwald: 865 Fichten⸗Stangen mit 23,26 fm Inh., 225 Wellen Nadelholz, 3450„ gemischtes Laubholz, 10320„ Buchen-Stammreisig, 1475„ Eichen⸗Astholz, 3 Rm. Buchen⸗Scheiter, 9„ Eichen⸗Scheiter(Werkholz), 47„ Eichen⸗Scheiter. Sodann Dienstag den 30 d. Mts, eben⸗ falls 9½ Uhr anfangend. a. Im Schneiderwald: 674 Eichen⸗Stangen mit 57,18 fm Inh. b. Im Kirchwald: 111 Eichen⸗Stämme mit 100,56 fm Inh., 34 Eichen⸗Stangen mit 1,42 fm Inh. Ziegenberg den 23. Januar 1894. 391 Sommerlad. Holz⸗Versteigerung. Montag den 29. Januar, Vormittags 9½ Uhr anfangend, sollen in den Distrikten Liederwald und Jungfernwald: 22 Festmeter Eichen⸗Wellen, 74 5 Gemischte Wellen, 16 Rm. Kiefern⸗Scheiter, 10 Festmeter Kiefern⸗Wellen, sowie im hiesigen Schloßparke 11 Festmeter Fichten⸗Stämme(28 bis 49 em Durchm., 813 m Länge) öffentlich meistbietend verkauft werden. Zusammenkunft hinter dem Nonnenhof. Ilbenstadt den 22. Januar 1894. Gräfliches Rentamt. Wessel. 10 tüchtige Kanalarbeiter sofort 94 5 von Heinrich Steuernagel V., Maurerm., 375 Bad⸗Nauheim. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Rocken⸗ berg für 1894/95 liegt vom 30. Jan. bis 8. Febr. 1894 auf hiesigem Bürgermeisterei⸗ Büreau zu Jedermanns Einsicht offen. Rockenberg den 25. Jan. 1894. Großh. Bürgermeisterei Rockenberg. 9 Wolf. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Assen— heim für 1894 95 liegt vom 26. Januar bis 4. Februar 1894 auf hiesigem Bürger⸗ meisterei⸗Büreau zu Jedermanns Einsicht offen. Assenheim den 25. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Assenheim. Best. 39 398 Bullen⸗Versteigerung. Freitag den 26. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll ein der Gemeinde gehöriger zur Zucht tauglicher und bei Philipp Max Mohr II. befindlicher Bulle daselbst zur Versteigerung kommen. Dortelweil den 22. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Dortelweil. O V 5 387 Schäfer. Chicago 1893. Höchste Auszeichnung Unübertrollen tea rauhe u. aufge- sprung. Haut. 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