14 nn 1 1894. Dienstag den 24. April. N 47. berhessischer Anzeiger. Hellmeiß 1 auh. eh. dessinger) ö 5 5 5 a 0 5 ird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 5 4 3 Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, n Wird hien ng. 8 1 Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dengersung und Se „April:— a— 7 Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ lep wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. ung). 5—.— ä—ð— ps. ä eimer 0 l. Mühen Amtlicher Theil. enkl.(rl. Kot Betreffend: Maßnahmen gegen die Reblauskrankheit. Friedberg den 20. April 1894. Kali, Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises und das Großh. Polizeikommissariat Wickstadt. aal, bah. Im Anschluß an unsere der Polizeiverordnung rubr. Betreffs nachstehende Verfügung vom 26. Juli 1893, Kreisblatt Nr. 88, theilen ere Midchenlu wir Ihnen mit, daß die auf Grund dieser Polizeiverordnung von Ihnen auszustellenden Ursprungszeugnisse und Erlaubnißscheine, meh). gleichviel ob es sich um den Verkehr von Setzholz in der eigenen Gemarkung oder um Verbringung von Reben aus einer Gemarkung in d Freunde. die andere handelt, stets unentgeltlich auszustellen sind. Da diese Amtsverrichtungen nicht im Interesse einzelner Privatpersonen, sondern freundlichsten im öffentlichen Interesse von den Ortspolizeibehörden(Bürgermeistern) besorgt werden, kann§ 1 der Bekanntmachung vom 21. Dezbr. 1874 betr. Gebühren der Bürgermeister für administrative Verrichtungen innerhalb der Ortsgemarkungen auf dieselben keine Anwendung finden. chulvorstand: l r. Baldauf. 5 3 F Dr. Braden. —— elteras f Bekanntmachung. April Tour nu. Wie die bisher gemachten Erfahrungen gezeigt haben, wird die durch§ 55 des Reichsgesetzes vom 5. Mai 1886 den landw. Betriebs— Abfahrt unternehmern auferlegte Pflicht, von jedem Unfalle, durch welchen eine in ihrem Betriebe beschäftigte Person getödtet oder länger als drei — Tage erwerbsunfähig wird, binnen zwei Tagen bei der Ortspolizeibehörde Anzeige zu erstatten, ganz außerordentlich oft vernachläßigt. In er's vielen Fällen wird überhaupt keine Anzeige erstattet, in ebenso vielen erst nach Ablauf mehrerer Monate oder gar Jahre. Unliebsame Verzögerungen bei der Feststellung der Unfallentschädigungen, schwere Schädigungen sowohl der Berufsgenossenschaft, wie 8 der Entschädigungsberechtigten sind die bedauerlichen Folgen dieses Verhaltens der Betriebsunternehmer. eller Mit Rücksicht auf die Neuheit der landwirthschaftlichen Unfallversicherung hat der Genossenschaftsvorstand bisher davon Abstand ge— 90 g nommen, mit Strafen gegen die säumigen Betriebsunternehmer vorzugehen. Wenn indessen die geordnete Durchführung der durch Reichs— den 22. nl und Landesgesetz der Berufsgenossenschaft auferlegten Aufgaben nicht völlig in Frage gestellt werden soll, wird fernerhin gegen die Säumigen Anzeige, duß!“ eingeschritten werden müssen. Der Genossenschaftsvorstand hat daher den Beschluß gefaßt, von jetzt an in allen Fällen, in welchen die durch 1 e§ 55 des Reichsgesetzes vom 5. Mai 1886 vorgeschriebene Unfallanzeige entweder gar nicht oder nicht rechtzeitig erstattet wird, von der durch babe. 5 124 Absatz 2 des Reichgesetzes ihm verliehenen Strafbefugniß Gebrauch zu machen und die Schuldigen mit eee zu belegen. bittet Nover. 1 Leithäuser. . Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises und das Großh. Polizeikommissariat Wickstadt. N⸗Küse Wir empfehlen Ihnen, Vorstehendes in Ihren Gemeinden wiederholt ortsüblich bekannt zu machen und vorkommenden Falles die Betheiligten auf die Anzeigepflicht ganz besonders hinzuweisen. Umgegend Sie selbst machen wir bei dieser Gelegenheit auf die Ihnen nach§§ 56 ff. Reichsges. vom 5. Mai 1886 obliegenden Verpflichtungen ral⸗Versammu. aufmerksam. Dr. Braden. 9. April, N.„„%% im Rathaus e Hern Bekanntmachung. aemise Betreffend: Die Ernennung der Vertrauensmänner der land- und forstwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großherzogthum Hessen. g ö Im Anschlusse an unsere Bekanntmachung vom 11. d. Mts.(Kreisbl. Nr. 44) geben wir bekannt, daß für Wohnbach Herr Ph. mung: Keller zu Melbach als Vertrauensmann und Herr Ernst Heyer zu Wölfersheim als Stellvertreter ernannt worden ist. 1893. Friedberg den 20. April 1894. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 32 und 33 br. Byaden. gesetzes bezu. 5— höhung der Kass 9 vom 1. MI Bekanntmachung. , Stadt l M Donnerstag den 26. d. Mts. ab beginnen die Walzarbeiten auf der Staatsstraße zwischen dem östlichen Ausgange von 10 5 sase. Ossenheim und der Usabrücke bei Fauerbach(Einmündung der Kreisstraße von Bruchenbrücken), es ist deshalb diese Strecke auf die Dauer 5 von etwa 14 Tagen für beladenes Fuhrwerk jeglicher Art gesperrt. en für de Friedberg den 23. April 1894. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. ahl Dr. Braden. yorsttzende: Betreffend: Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche. Bekanntmachung. Herger f Wir sind veranlaßt, unsere in rubricirter Sache erlassenen Bekanntmachungen wiederholt zu veröffentlichen und vor deren Uebertretung 7 en mit dem Hinweis auf den umstehend abgedruckten§ 328 Reichsstrafgesetzes zu warnen.. f f f Ted Friedberg den 20. April 1894. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. ein Dr. Braden. 10 Hai Betreffend: Die Maul- und Klauenseuche. 4 a Bekanntmachung. i. 5 hr 1803 ln Nachdem in verschiedenen Gemeinden des Kreises die Maul— 3) Für Treibherden von Schafen und Schweinen von einem 0 erste 17 8 5 3 5 55. 5 112 Dau und Klauenseuche wieder ausgebrochen ist, sehen wir uns veranlaßt hierzu ermächtigten Thierarzt. 495 one Folgendes zu bestimmen: 4) In allen übrigen Fällen von den Großh. Bürgermeistereien apfang J. Die Seuchenfreiheit aller auf Viehmärkte aufgetriebenen Thiere bezw. in deren Verhinderung von den Großh. Beigeordneten. ba bah muß durch entsprechende Gesundheitszeugnisse nachgewiesen werden. III. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 150 M. ungen nue b d II. Diese Gesundheitszeugnisse müssen ausgestellt sein: oder mit Haft bestraft, sofern nicht nach den gesetzlichen Bestimmungen Zlunden al 1) Für Wiederkäuer und Schweine, die aus Gemarkungen stammen, eine höhere Strafe verwirkt ist. önnen. 1150 in welchen die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen oder aber noch IV. Im Uebrigen verweisen wir auf unsere Bekanntmachung er L nicht einen Monat lang gänzlich erloschen ist, von einem hierzu er- vom 15. August v. J.(Kreisblatt Nr. 97). eln. mächtigten Thierarzt. 1 Friedberg den 3. November 1891. 5 0 N 2) Für Wiederkäuer u. Schweine, die aus Gemarkungen stammen, Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 10 ben in welchen ein zur Ausstellung von Zeugnissen ermächtigter Thierarzt Dr. Braden. 1 0b seinen Wohnsitz hat, von einem hierzu ermächtigten Thierarzt. —— ——————ů ů———w[—Eö6jä———— — 3 0 Betreffend: Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche. Im Nachstehenden bringen wir die zur Zeit gültigen Vorschriften für den Transport von Rindvieh, Schafen, Ziegen und Schweinen zur öffentlichen Kenntniß: J. Viehhändler, welche Rindvieh, Schafe, Ziegen oder Schweine aus einer Gemarkung in eine andere verbringen oder verbringen lassen, müssen mit Zeugnissen versehen sein, in welchen bescheinigt ist, daß die fragl. Thiere sich seit mindestens 7 Tagen in seuchenfreiem Zu⸗ stande an dem Ort der Untersuchung befunden haben. Diese Zeugnisse(Gesundheitsscheine) können von den Großh. Bürgermeisterien ausgestellt werden, wenn nicht innerhalb des Orts ein zur Ausstellung der Scheine ermächtigter Thierarzt wohnt. Sonach müssen Händler, welche in einem Orte wohnen, in welchem ein zur Ausstellung von Gesundheitsscheinen ermächtigter Thierarzt seinen Sitz hat, für das von ihnen auszuführende Vieh mit von dem Thier⸗ arzt ausgestellten Scheinen versehen sein. Die Gesundheitsscheine für Schafe und Schweine in Treibherden können nur von einem dazu ermächtigten Thierarzt ausgestellt werden. Die Gesundheitsscheine müssen enthalten: Ort und Datum der Ausstellung, Namen des Besitzers der zu transportirenden Thiere, Bezeichnung jedes mitzuführenden Stückes Rindvieh nach Alter, Farbe und Abzeichen, die Zahl der mitzuführenden Schweine, Schafe und Ziegen. Die Scheine sind 5 Tage gültig und ist Prolongation der— nicht erforderlich. Bekanntmachung. 1) Großh. Kreisveterinärarzt Herr Dr. May in Friedberg, 2) Prakt. Thierarzt Herr Ur. Steinebach in Assenheim, 3 3„ Gebb in Klein⸗Karben, 5 8„ Dr. Müller in Vilbel, 5) Militär⸗Roßarzt„ or. Schneider in Butzbach. II. Wenn Klauenvieh oder Schweine, die zum Schlachten be⸗ stimmt sind(sogen. Schlachtvieh), von Viehhändlern ohne wesent⸗ liche Verzögerung nach dem Ort der Schlachtung verbracht werden sollen, so genügt eine Bescheinigung der Großh. Bürgermeisterei darüber, daß der Ort und das Gehöft, aus dem die Thiere stammen, seuchenfrei sind(Transportscheine). Diese Vorschrift findet keine Anwendung auf Eisenbahntrans⸗ porte von Schlachtvieh nach öffentlichen Schlachtviehhöfen oder nach den einer ständigen Beaufsichtigung durch einen beamteten Thierarzt unterstehenden Stallungen. In diesem Falle sind Transportscheine nicht rans⸗ III. Landwirthe und Metzger bedürfen, sofern si ebenfalls mit Viehhandel treiben, der Gesundheitsscheine bezw. portscheine nicht. IV. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden nach 66 pos. 4 des Reichsviehseuchengesetzes vom 25. Juni 1880 bezw. e * + selben zulässig. Der Führer der Thiere muß sich haben. Von dem im Kreise Friedberg wohnenden Thierärzten sind zur Ausstellung von Gesundheitsscheinen ermächtigt 200 S 328. des Einführens 2 8 a 8 5 2 2398 58 die Scheine stets bei[S. 328 des r Reichsstrafgesetzbuchs bestraft. Friedberg den 15. August 1891. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. e* 1** Wer die Absperrungs- oder Aufsichts-Maßregeln oder Einfuhrverbote, welche von der zuständigen Behörde zur Verhütung oder Verbreitens von Viehseuchen angeordnet worden sind, wissentlich verletzt, wird mit Gefängniß bis zu einem Jahre bestraft. Ist in Folge dieser Verletzung Vieh von der Seuche ergriffen worden, so tritt Gefängnißstrafe von einem Monat bis zu zwei Jahren ein. Deutsches Reich. Darmstadt. Ueber die Trauung der allerhöchsten Herrschaften in Coburg theilen wir noch mit: Nachdem die Civiltrauung, wie schon gemeldet, durch den Minister von Strenge vollzogen war, fand in der alterthüm— lichen, reich mit Blumen und Palmen dekorirten Schloßkirche die kirchliche Trauung durch den Generalsuperintendenten Müller unter Assistenz des coburgischen Hofpredigers Harsen und des hessischen Hofpredigers Bender statt. Bei dem Ringwechsel ertönte Kanonendonner. Der Hoch zeitszug war folgendermaßen zusammengesetzt: Unter Vortritt der Hofchargen kam Kaiser Wilhelm mit der Herzogin von Coburg, dann folgte die Kaiserin Friedrich zwischen dem Prinzen von Wales und dem Großfürsten— Thronfolger von Rußland, der Erbprinz von Coburg mit der Prinzessin Heinrich von Preußen, Prinz Heinrich mit der Großfürstin Sergius, der Herzog von Connaught mit der Prinzessin Ferdinand von Rumänien, Großfürst Wladimir mit der Prinzessin Ludwig von Battenberg, der Großfürst Sergius mit der Prinzessin Alix von Hessen, der Großfürst Paul mit der Prinzessin Alexandra von Hessen, der Prinz Ferdinand von Rumänien mit der Groß. fürstin Wladimir, der Erbprinz von Meiningen mit der Herzogin von Connaught, der Prinz Philipp von Coburg mit der Prinzessin Hein— rich von Battenberg, der Prinz Aribert von Anhalt mit der Prinzessin von Meiningen, der Prinz Heinrich von Battenberg mit der Prin zessin Aribert von Anhalt. Nach dem Haupt zug führte Herzog Alfred die Königin Viktoria, die sich beim Gehen auf einen Stock stützte, in die Kirche. Darauf führte Herzog Alfred die Braut, deren Schleppe von den Prinzessinnen Beatrix von Coburg und Feodora von Mei— ningen getragen wurde, vor den Altar. Bräutigam wurde durch Prinz Wilhelm vor den Altar geführt. De uniform, der Dragoner, die schwarzem Sammt, Kostüm von grauer Seide, folger Husarenuniform. marsch aus die Feier. Das der Der Der r Kaiser trug hessische General von Wales die der Garde Viktoria ein Kleid aus Kaiserin Friedrich ein der Großfürst Thron— Mit dem Hochzeits- Sommernachthtraum schloß lunge Paar umarmte dem und küßte in tiefster Bewegung die Königin Vik— koria, den Kaiser, den Herzog und die Her zogin. Die Wittwe des Herzogs Ernst von Sachsen-Coburg wohnte in tiefer Trauer in der Hofloge der Feier bei. Abends 8 Uhr hatten die Neuvermählten übernachtet. fand im Schlosse Familientafel statt. Um 9 Uhr erschienen der Kaiser, der Herzog und die anwesenden Fürstlichkeiten im Hoftheater, wo eine Fest-Vorstellung stattfand. Als der Kaiser in der Loge erschien, erhoben sich die Anwesenden und brachten ein dreimaliges Hoch aus, während die Musik„Heil dir im Sieger— kranz“ intonirte. Die angesagte Illumination wurde wegen des eingetretenen Regens auf morgen verschoben.— 20. April. Der Ein— zug in Darmstadt. Wenige Minuten vor 12 Uhr traf von Schloß Kranichstein her das Großherzogspaar ein. In dem idyllisch mitten im Walde, nordöstlich von Darmstadt gelegenen Jagdschloß, das, zur Feier ihres Eintreffens von Coburg über die Station Kranichstein, gestern Abend aufs reizendste geschmückt war, Dann ging's heute Vormittag auf lenzenden Wald— wegen im mit 6 prächtigen Braunen bespann— tem Prunkgefährt der Residenz zu. Beim Via— dukt der Odenwaldbahn an der Frankfurter Straße stattete der Kriegerverband„Hassia“ durch seinen Präsidenten den Rapport ab; am Bahnhof, wo auch das Offizierkorps der hessi— schen Garnisonen Aufstellung genommen hatte, erfolgte der Rapport der Ehrenkompagnie des 115. Leib-Regiments. Dann bog der Zug in die Rheinstraße ein. Voran ritt eine Abthei— lung Postillone, dann eine Kavalkade von Bürgern in hellen Reithosen, Frack und Cylin— derhut, mit abwechselnd roth-weißen und grün— weißen Schärpen, die Namenszüge des Groß— herzogspaares auf die Schabracken gestickt. Es folgte eine Ehrenschwadron der hessischen Gardedragoner mit roth-weißen Lanzenfähnlein, zwei Hofchargen im Zweispänner, mehrere Spitzenreiter, endlich im Sechsspänner S. K. H. der Großherzog und J K. H. die Groß⸗ herzogin. Das Gefolge zu Wagen, eine Ehren— Schwadron der Leib⸗Dragoner und einige be— rittene Gendarmerie bildeten den Schluß. Im Spalier befanden sich die Feuerwehr, der Kriegerverein und der Liederkranz von Fried— berg. Am Rheinthor begrüßte Oberbürger⸗ meister Morneweg das Großherzogspaar im Namen der Residenz. Ein Hoch auf das Fürsten⸗ paar schloß die Ansprache. Der Großherzog dankte freundlich für den Ausdruck ergebener Gesinnungen, deren er sich versichert wisse. Er trug die Uniform seiner Gardeinfanterie mit dem breiten Ordensband und der Kette des Ludewigsordens und grüßte nach allen Seiten militärisch. junge Gemahlin, die sehr Seine anmuthig in dem malvefarbenen Cape mit ge— fälteltem hellen Spitzenjabot und kleinem, mit knospenden Rosen besetzten Baretthut aussah, grüßte ungezwungen lächelnd. Den Wagen— fonds füllten Blumensträuße, in der Hand trug die Großherzogin einen Strauß von Nägelchen und Feldblumen. Unter dem Salut der Böller, zu dem ein Artillerie-Lieutenant vom First des Kunstvereinsgebäudes das Signal gab, setzte sich dann der Zug wieder in Bewegung. Die Glocken begannen ihr Geläut. Am Stadthaus überreichte eine Viktoria-⸗Schülerin der ersten Klasse eine Blüthenspende mit poetischer Wid— mung, am Luisenplatz brachte die Vertretung der akademischen Jugend ihren Gruß dar. Dann ging's in flottem Trabe die Steigung der Wilhelminenstraße hinan zum Neuen Palais. Als der Zug in die Stadt einfuhr, ertönte von allen Kirchen feierliches Geläute und eine auf dem Exerzierplatz aufgestellte Batterie gab den Ehrensalut ab. Der Jubel des nach Zehn— tausenden in den Straßen dichtgedrängt stehen— den Publikums spottete jeder Beschreibung. Alle Fenster bis in die Dachlucken hinauf waren Kopf an Kopf mit Zuschauern besetzt und des Wehens mit den Taschentüchern war kein Ende. Gar lieblich war es auch anzu⸗ sehen, wie die weibliche Schuljugend mit Taschen⸗ tücherschwenken unserer jungen Landesfürstin zujubelte. Vor der katholischen Kirche war die Kapelle des Garde-Dragoner-Regts. aufgestellt und präcis ½/1 Uhr fuhr unter den Klängen der Nationalhymne das Großherzogliche Paar in den Palaisgarten. Nach einiger Zeit zogen nochmals die sämmtlichen im Spalier gestande— nen Vereine, Corporationen und Schulen, nach⸗ dem sie sich zum Zug in Achterreihen formirt hatten, unter brausenden Hochrufen und in musterhafter Ordnung an dem Palais vorüber. Die Ehrenkompagnie des Leibgarde-Regiments hatte daselbst zuvor die Fahne abgeliefert. Das Wetter, das gestern noch zu den schwersten Bedenken Veranlassung gab, hielt sich während des ganzen Einzugs vortrefflich. Nicht genug anzuerkennen ist die wahrhaft musterhafte Ord⸗ nung, die bei der riesigen Menschenmenge herrschte. Die ersten Nachmittagsstunden des Einzugstages gehörten der Ruhe. Um 6 Uhr fuhr dann das großherzogliche Paar, auf der Fahrt wiederum von der Bevölkerung herzlich begrüßt, vom Neuen Palais ins Residenzschloß, wo Prunktafel stattfand, bei der programm⸗ mäßig keinerlei offizielle Tischreden gehalten wurden. Gleich nach 8 Uhr kehrte das Groß⸗ 1 N 1 herd wiede dem 1 1 1 Palaf Prur Orol Stal nati sie präc fahr Seel trug 5 Die E graue dülch fahrt Resid emp; port zesi Thr 21 A. der Sac und Dat in fart E wur cho das Dam führe er 6 Foce Aulker war dem E 2 rd 7 2 Wera u sie nicht w. Trans⸗ erden na 1880 91 berg. Verhütung hre bestraft. Jahren ein. — he mit ge⸗ inem, mit t aussah, Vagen⸗ hand trug Nägelchen der Böller, First des ab, setzte ung. Die Stadthaus er ersten her Wid⸗ Jertretung Fuß dar. Steigung len Palais. r, ertönte e und eine atterie gab nach gehn; igt stehen⸗ schreibung, en hinauf ern besetzt ichern war uch anz it Taschel⸗ desflcll 6 alk. die uufhestellt Klängen he Paar eit zogen gestande⸗ len, nach u formitt und borlon stegimenle elke schwerstel f während genug herzogspaar im geschlossenen Hofwagen unter wiederholten Kundgebungen des Publikums aus dem Residenzschloß vom Essen zum Neuen Palais zurück. Die junge Frau trug noch die Prunk-⸗Toilette, ein weißseidenes Gewand mit Brokatstickerei. Mittlerweile hatte auch die Stadt ihre Toilette für die glänzende Illumi— nation gemacht, von der man sagen muß, daß sie mit einfachen Beleuchtungs-Effekten die prächtigste Wirkung erzielte. Auf einer Rund— fahrt ließ das Großherzogspaar die schöne Scenerie auf sich wirken. Der Großherzog trug den grauen Offiziersmantel und Helm, die Großherzogin ein weißes Cape mit licht— grauem Federbesatz und ein kleines Kapott— hütchen. Gegen halb zehn Uhr war die Um— fahrt beendet. Die Neuvermählten fuhren ins Residenzschloß und nahmen, von Hochrufen empfangen, auf dem Balkon über dem Haupt— portal die Fackel-Serenade entgegen.— Prin— zessin Alix von Hessen und der Großfürst— Thronfolger haben sich heute verlobt. 21. April. Heute Nachmittag fand anläßlich der Vermählung des Großherzogs im städtischen Saalbau die Bewirthung von 130 Waisen— und Armenkindern mit Kaffee und Kuchen statt.“ Das Großherzogliche Paar fuhr um 7% Uhr n einem eigenes gebauten, mit den Landes— arben und Silberkronen gezierten Prunkwagen, »essen sechs Pferde von Hofoffizianten geführt vurden, vom Neuen Palais nach dem Residenz- cchlosse. Die Volksmenge begrüßte enthusiastisch Um 7½½ Uhr fand im Schlosse gas Paar. Damencour statt, wobei die bei Hofe einge— führten Damen durch den Obercermonienmeister ler Großherzogin vorgestellt wurden; darauf solgte die Cour der Kammerherrn, Kammer— uinker und Hofjunker. Um 8½ Uhr Abends par gesellige Vereinigung in der Festhalle auf dem Exerzierplatze.— Der Großfürst⸗Thronfolger don Rußland trüfft morgen mit seiner Braut, der Prinzessin Alix, hier ein. — 20. April. In der gestrigen Sitzung der Zweiten Kammer wurde, wie bereits gemeldet, sestens der Re⸗ gerung ein Gesetzentwurf, betreffend die Reform der Peinsteuer, zur Berathung und Beschlußfassung überreicht. genommene. Nach dem Entwurf ist als steuerpflichtig anzusehen der eite Uebergang a. vom Produzenten an den Wirth; 9 vom Händler an den Wirth;«. vom Produzenten at den Privaten; d. vom Händler an den Privaten.“ eteuerfrei soll dagegen bleiben der Uebergang a. vom Produzenten an den Händler; b. von einem Händler cn den anderen; e. von einem Wirth an einen anderen Virth oder einen Privaten; d. von einem Privaten an esten anderen Privaten.— 21. April. Abg. Vogt hat hi der Zweiten Kammer eine Interpellation betreffs Erhaltung der Sonntagshandwerkerschulen“ eingebracht, de dem Staatsminister zur Kenntniß überwiesen wurde. Te Berathungen der ordentlichen Einnahmen für die Inanzperiode 1894/97 wird fortgesetzt. Die Betriebs- ülerschusse der Main-Neckarbahn wurden mit 947,345 M., Aijenigen der Oberhessischen Bahnen mit 202,300 M. ehgestellt. Auf Anregung aus Abgeordnetenkreisen elllärt die Regierung, eine Gleichstellung der Beamten ah den Oberhessischen Bahnen mit denen der Main- Mekarbahn gehe nicht an, weil dann die Ueberschüsse der Oberhessischen Bahnen verschwinden müßten. Unter Aussetzung der Berathungen über die„Weinsteuer“ nerden für Stempel- und Gerichtsgebühren 1,464,000 M e eingestellt. Von der Erbschafts⸗ und Schenkungs⸗ seuer erhofft man eine Einnahme von 485,000 Mark. Die Kammer erledigte ferner, soweit solche nicht zurück- gestellt sind, die ordentlichen und außerordentlichen Ein⸗ mah men, sowie einen Theil der außerordentlichen Aus— gaben. Zur Bestreitung von ein Viertel der Koen des Neubaues von Kreisstraßen erhält jede Provinz 100,000 M. Das nicht Verwendete fließt in die Staats— kise zurück. Als zweite Rate für den Bau der Central-⸗ sele für Gewerbe wurden 200,000, als solche für die Slndtkirche in Friedberg 50,000, für den Dom in Worms 700 Mk. bewilligt. Berlin. Das„Militärwochenblatt“ meldet, das S. K. H. der Großherzog Ernst Ludwig ron Hessen zum Generalmajor befördert ist. Coburg, 21. April. Der deutsche Kaiser it heute nach Eisenach abgereist; er wurde bon Herzog zum Bahnhof geleitet. Die Kaiserin griedrich reist heute Abend ab. Ausland. Belgien. Antwerpen. Die feierliche Er— öffnung der internationalen Ausstellung findet 4 Gegenwart der königlichen Familie am 5,„Mai statt. Schweden. Stockholm. König Oskar von Schweden tritt am 4. Mai eine Reise nach Deutschland über Helsingborg an. Großbritannien. London, 20. April. Das Unterhaus nahm nach siebenstündiger Debatte die irische Pächterbill in erster Lesung an. Der Antrag Morton's, dem Herzog von Koburg die Apanage zu entziehen, wurde mit 298 gegen 67 Stimmen abgelehnt. Portugal. Lissabon. Die bisher be— kannten 171 Wahlresultate ergeben für die Regierung eine Majorität von 40 bis 50 Stimmen. Es sind 50 Progressisten und zwei Republikaner gewählt. Die noch ausstehenden Wahlen können an dem Gesammtergebniß nichts mehr ändern. Italien. Rom, 21. April. Bei der Be— rathung des Marinebudgets in der Kammer erklärte der Marineminister, man solle alle Kräfte für die Flotte, die den wesentlichsten Theil der Küstenvertheidigung bilde, einsetzen, vornehmlich müsse man auf die Personenfrage Gewicht legen. Es sei schwierig, daß ein Mann die Verantwortung zweier so wichtiger Ressorts wie Krieg und Marine übernehme, und es wäre klug und weise, ein weiteres Mini— sterium der Landesvertheidigung zu errichten, statt 2 Ministerien zusammenlegen zu wollen. Er empfehle die Annahme des Budgets; es sei unmöglich, das Budget zu verringern, ohne gegen die elementarste Klugheit zu fehlen. (Bewegung.) Wenn sich Jemand finde, der hierfür die Verantwortung übernehmen wolle, sei er bereit, ihm seinen Platz zu überlassen; er würde aber in diesem Falle mit dem Tode im Herzen ein solches Vorgehen ansehen, das die Schande des Admirals, den unrühmlichen Niedergang der Flotte, den Verfall und das Unglück des Vaterlandes bilden würde.(Leb— hafte Bewegung.) Die Kammer lehnte in namentlicher Abstimmung mit 277 gegen 53 Stimmen die von der Regierung bekämpfte einfache Tagesordnung ab und genehmigte mit großer Majorität eine von der Regierung an— Montenegro. Cetinje, 19. April Die Situation in Albanien veranlaßte die Pforte, militärische Verstärkung aus Kleinasien dahin zu senden. Mehrere Bataillone sind bereits abgeschickt. Amerika. Washington, 21. April. Hier herrscht große Unruhe wegen des Zuges der Arbeitslosen, die von überall her auf Washington marschiren, um dem Kongreß ihre Beschwerden zu unterbreiten. Die aus 200 Mann bestehende Vorhut ist hier angekommen, während 5000 Mann sich noch in Couneil-Bluffs in Jowa befinden. New⸗Nork, 21. April. Heute beginnt im Kohlendistrikt ein großer Streik. In 3000 Gruben wollen 250,000 Bergarbeiter feiern. Rio de Janeiro, 20. April. Die Revolution im Süden Brasiliens ist im Erlöschen. Die Regierungstruppen beherrschen Parama, und Desterro, den Hauptort des Staates Santa Catharina. Aus Stadt und Land. d. Friedberg. Die von der Preußischen Staatsbahn— Verwaltung schon seit Jahren angestrebte und im Bezirk der Königlichen Eisenbahn-Direktion zu Hannover, also auch der Main⸗Weserbahn, schon seit längerer Zeit mit günstigem Erfolge eingeführte Sonntagsruhe für den Güterverkehr wird nunmehr allgemein zur Einführung gelangen. 2. Friedberg. Am nächsten Mittwoch, 25. April, findet die Monatsversammlung der„Evang. Vereinig⸗ ung“ im Schmitt'schen Gartensaal statt; und es wird gehofft, daß dieselbe eines zahlreichen Besuches der Mitglieder und Freunde sich erfreuen werde. Den Gegenstand der Verhandlungen soll bilden eine Be— sprechung über„Wesen und Geschichte der evang. Con⸗ firmation“, zu der Professor Dr. Weiffenbach ein kurzes einleitendes Referat geben wird: Daß dieses Thema gerade in der jetzigen Zeit des Kirchenjahrs ein ganz besonderes Interesse erwecken wird, bedarf keiner weiteren Ausführung. An die Verhandlungen wird sich— wie man hofft und wünscht— wieder ein musikalisch⸗geselliger Theil anschließen. Daß auch die Damen Zutritt haben, bedarf wohl keiner Erwähnung mehr. 0 k. Friedberg, 23. April. Heute 12 Uhr Mit- tags überraschte der Storch auf der offenen Chaussee in der Nähe der Stadt eine Frau von Bruchenbrücken mit einem kräftigen Söhnchen. Mutter und Kind wur— den in das Hospital gebracht. b. Nieder⸗-Mörlen, 23. April. Gestern fanden Spaziergänger im Frauenwäldchen die halbverweste Leiche eines gutgekleideten Mannes. Neben ihm lag ein sechsläufiger geladener Revolver, von dem 2 Schüsse abgefeuert waren. Worms. Wie in der„W. Ztg.“ berichtet wird, hat Commerzienrath Freih. v. Heyl, anläßlich der Ver— mählung des Großherzogs, 100,000 M. zu einem Ar- beiterheim in der Nähe der Stadt gestiftet. Allerlei. r. Frankfurt. Die Centralstelle für Obstverwerthunz dahier, die im vorigen Jahre gegründet wurde und die bekanntlich so vorzügliche Resultate zu verzeichnen hatte, hat ihre Thätigkeit während des Winters nicht eingestellt. Es wurden seit der Veröffentlichung des Berichtes von 1893 Abschlüsse von ca. 570,000“ Kilo vermittelt. Wenn während der Wintermonate noch eine solche große Menge Obstes durch Vermittelung der Centralstelle verkauft wurde, so dürfte wohl jeder Zweifel beseitigt sein, daß die Errichtung einer solchen Stelle ein dringendes Bedürfniß war. Es kann aber auch jedem Produzenten und Konsumenten nur wieder— holt anempfohlen werden, sich der Vermittelung der Frankfurter Centralstelle zu bedienen, denn auf einfachere, bequemere und billigere Weise kann er sein Obst nicht los werden, bzw. seinen Bedarf decken. Er hat nur das zur Verfügung stehende Quantum oder die be— nöthigte Menge der Centralstelle anzugeben und wird sofort von dieser mit einer größeren Zahl von In— teressenten, ohne daß er irgendwelche Gebühr zu zahlen hätte, in Verbindung gesetzt. Einzige Bedingung ist, daß das abgesetzte oder erworbene Quantum immer sofort der Centralstelle mitgetheilt wird. Auch in diesem Jahre wird das Obst wieder früher reif, in kurzer Zeit wird das Beerenobst, Erdbeeren, Stachelbeeren, Jo— hannisbeeren u. s. w., auf den Markt kommen und es seien daher alle Interessenten auf die Frankfurter Centralstelle aufmerksam gemacht. Es dürfte gut sein, schon jetzt von dem erwarteten Ertrage bezw. der be— nöthigten Menge der Centralstelle Mittheilung zu machen, damit die Vorverhandlungen vor der Reifezeit erledigt werden können und seinerzeit auf Grund der geschehenen Abschlüsse sofort mit dem Versandt begonnen werden kann. Frankfurt. Im zoologischen Garten nimmt eben das Aquarium in ganz besonderer Weise die Aufmerk— samkeit der Besucher in Anspruch, da in der letzten Zeit mehrere Sendungen aus verschiedenen Meeren und Flüssen angekommen sind. Unter den Süßwasserthieren erregt besonders ein junger Seehund aus der Schelde das all— gemeine Interesse, der mit seinen täppischen Bewegungen sich oft vergebens quält, die ihm als Nahrung gereichten lebenden Fische zu fangen. Durch seine sonderbare Ge— stalt fällt ein Sterlet aus der Wolga auf, einer der geschätztesten Fische Rußlands. Unter den Meeresthieren fesselt ein eleetrischer Rochen von seltener Größe die Besucher, der energische Schläge austheilt, sobald ihm ein Mitbewohner seines Beckens zu nahe kommt. Ein Polyp, prächtig weiß und schwarz getigert, macht auf Krabben Jagd, die er trotz ihrer respeetabeln Größe auf einmal verschlingt. Außerdem besteht der Zuwachs des Aquariums aus merkwürdig gestalteten Fischen, wie Meerkröten und Seescorpionen, ferner aus Korallen, Schwämmen, Seenelken und Seesternen in verschiedenster Größe. Würzburg, 19. April. Der Blitz schlug in den hölzernen Thurm der im Jahre 1274 gebauten Augustiner— Kirche ein. Die Kreuzspitze und die Kuppel wurden theil⸗ weise abgeschlagen. Das Feuer ist nach längeren Be— mühungen mittelst der Dampfspritze gelöscht worden. Bayreuth, 20. April. Gestern gingen in Ober— franken schwere Gewitter mit Hagelschlag nieder. Berlin Ueber ein Duell zwischen Legationsrath Kiderlen-Wächter und dem Redakteur des„Kladdera— datsch“ Polstorff theilt die„National-Ztg.“ mit: Polstorff wurde an der Achselhöhle verwundet. Den unmittel— baren Anlaß zu dem Duell gab ein Privatbrief Polstorffs, wodurch Kiderlen in seiner Eigenschaft als Landwehr— offizier getroffen war. Wien, 20. April. Bad Hall in Oberösterreich steht in Flammen; die Hälfte des Kurorts ist abgebrannt. Wien. In den am Zbruczflusse gelegenen Gemeinden Skala, Stara⸗Skala und Siekierzyna sind einige Fälle von Cholera asiatica mit theilweise tödtlichem Ausgange infolge Einschleppung aus Russisch-Podolien vorgekommen. Antwerpen, 18. April. Die Polizei verhaftete die Frau eines hiesigen höheren Beamten, welche im Verdacht steht, drei ihrer Verwandten vergiftet zu haben, um sich die Lebensversicherungsbeträge von 300,000 Fres. anzueignen. Die Verhaftung erregt das größte Aufsehen. Madrid 20. April. Für die Rückkehr der spanischen Pilger aus Rom wurden in Valencia Vorkehrungen getroffen. Athen, 20. April. In ganz Griechenland fand heute ein Erdbeben statt. Das Centrum war die Provinz Larissa, wo mehrere Ortschaften zerstört u. 20 Kider unter den Trümmern eines zusammenstürzenden Klosters be⸗ graben wurden. In Theben wurde beträchtlicher Schaden an Wohngebäuden angerichtet, aber ohne Verluste an Menschenleben; in Chaleis wurden 5 Personen getödtet, in Athen eine Anzahl Häuser ernstlich beschädigt. —— PPP —. —— kleine Durchlaucht. Gewöhnliche Preise. E 11 ö New- York. Einem Bundes marschall ist es gestern] Donnerstag den 26.: Vorstellung bei kleinen Preisen:„Flügge's Myrrhen-Crsme ist der patentirte ölige und 1 gelungen, die Dalton'sche Rauberbande, welche seit langer Charley's Tante. Millionär a. D. 3 dann verdickte Auszug des Myrrhen-⸗Harzes.“ 1 Zeit der Schrecken von Oklahome und dem südlichen] Freitag den 27. Gastspiel des königl. bayr. Hofschau⸗ . Kansas war, 65 Kilometer von Perry in Okla⸗ spielers Häußer. Neu einst.: Heinrich IV. Falstaff:— „ homa einzuholen. Es 5 hefti Kampfe, Haäußer. Gewöhnliche Preise. Sommerstoffe 4 M.—. 78 Pfg. 4 ee N le 28.: Niobe. Vorher: Taube Messa⸗ 533 5 . wobei der H re R er,] Samstag den 8.: Ni be. 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Lollar. 636— 9 58 1145 2 8„ Gießen 5 f 1 8 f ö 8 8.5 8 02 10 05 8 8 7 18 8 00 9.21 11 25 a Mor 2 557 5 24 00 6 55 8 07 10 15 12 06 6 40 7 8 9 25 155 Großen-Linden. Ommn 10 7 04— 10 25 12 16 2 5 6 53 8 23— 12 08 Lang⸗Gons. 24 Cl 13 I— 10 32 12 23 2 b 7 01 8 31 12 16 Butzbach 105 7 5 29 7 24 8 29— 10 45 12 35 2 5 1 7 14 7 51 8 44 1 12 28 Ostheim. 111 84 7 80— 10 51 12 41 2 5 42 ie 880 12 33 Bad Nauheim. 1 21 43 5 54 5 44 7 40 8 41 11 02 12 51 3 07 5 51 6 32 7 90 NO S 9 56 12 42 . ab 4 32 53 5 13 6 01 6 07 749 8 47 9 29 11 10 1 00 3 15 6 08 6 39 6 06 8 05 08 2 Bruchenbrücken. 1 40 5 21 6 15 7 56 9 37 11 18 107— 8 6 13 9 15* Nieder⸗Wöllstadt 146 104 5 27 6 23 8 03 9 43 11 24 1 13 3 20 6 10 6 21* 9 21 8 0 Okarben 1 52 5 33 6 28 8 09 9 49 1 19 3 3 6 27 2 8 Groß⸗Karben 157 4 18 5 38„eee 9 55 11 82 1 24 3 1 6 18— 6 35. 9 30 Dortelweil 5 03 1 20 5 44 6 8 20 D 10 01 11 38 1 30 3 6 24 6 41 9 86— Vilbel. 1 5 10 128 5 51 6 8 27 10 11 11 46 137 3 50 6 30 7—— 9 42 Berkersheim. 5 16 5 57 6 8 33 10 17 11 52 1 43 3 56 7 06 9 49 Bonames. 5 21 138 6 02 7 01 8 39 10 23 11 57 1 48 102 6 38 7 12 9 56— Eschersheim. 5 26 143 6 07 7 08 8 44 10 29 12 02 1 53 107 7 18 10 01 Bockenheim 5 5 36 1 52 6 16 7 181 8 53 10 38 12 10 2 02 1 16 6 48 5 7 27 10 09 5 Frankfurt an 5 43 5 00 6 23 6 35 7 25 9 00] 9 200 10 45 2 17 2 09 4 28 6 586 7 12 7 34 8 450 10 16 10 36 Mor zorm.] Vorm. Vorm. Vorm. Vorm. gas an 3 Nehm. Nehm. Nehm. Abds. Abends. Abds. Nchts. Nchts. Stationen. 2—4 1—4 Omn. 1—3 2—4 Omn. ee 1 E 14 24 2-4 Abends.“ Omn. 1—4 131 5 Classe. Classe.2—4 Cl. Classe. Classe. 2— 4 Cl. g g e Classe Classe. Classe. Classe. 2 Cl. 2—4 Cl. Classe. Classe.] Classe. Frankfurt ab 185 8 99 10 00 11 5 1 1 1 00 2 56 4 25 5 40 6 50 8 40 730 9 15 11 10 11 35 Bockenheim 17 78 10 08 11 34 108 3 03 4 32 5 48 6 58 7 38 9 23 11 Eschersheim. 51 11 42 117 1 40 5 56 7 06 7 47 9 31 11 52 Bonames.„ 318 7 58 10 20 11 49 1 28 3 16 4 45 6 02 7 12 a 7 53 9 37 11 57 Berkersheim. 36 S 8 03 11 54 1 28 1 50 6 07 1 7 58 9 42 Vilbel. 122 8 09 10 290 12 01 1 34 3 25 4 56 6 14 7 23 D 8 04 9 49 12 06 Dortelweil 19 5 8 16 12 08 1 41 3 83 5 08 6 21 7 30 8 11 9 56 12 13 Groß Karben 5 8 22 10 42 12 14 1 47 38 5 09 6 27 7 86 8 17 10 02 12 20 Okarben 8 8 27 12 19 152 5 14 7 41 8 22 10 07 Nieder⸗Wöllstadt„ 05 5 8 34 10 51 12 26 1 580 3 48 5 20 6 37 7 48 8 28 10 13 12 31 Bruchenbrücken.„ 128 8 40 12 32 2 05 5 26 e 7 54 8 34 Friedberg in f 19 848 9 3— 92 12 39 1 118 12 3 50—— 8 01 9 14 8.42 10 230 12 42 ab 4 45 21 9 21 11 05 12 49 1 19 2 14 103 5 2 8 03 9 15 8 44 10 25 12 46 Bad Nauheim. 1 58 28 9 30 11 13— 12 57 1 27 2 28 4 13 5 41 7 01 8 08 9 22 8 52 10 35] 11 53 12 55 Ostheim 5 06 8 2 35 125 5 53 111 9 05 10 47 Butzbach 5 13 14 9 45 11 28— 2 41 4 32 5 59 7 21 9 12 10 53 1 11 Lang Göns. 5 5 26 50 11 41 2 54 4 45 6 11 7 36 8 9 25 11 061 124 Großen-Linden.„ 5 32 02 11 47 3 00 6 17 7 42 9 3111 12 Gießen Ie 9— 1. 1 55 3 00 457 6 2 751— 9 80 9 29 11 20 18 26 L 87 ab] 5 50 20 10 16 12 03 1 30 1 59 2 05 7157 9 54 12 30 1 52 Lollar 6 01 31 12 14— 5 16 8 08 2 1 208 Friedelhausen 6 07 37 5 22 8 14 9 Fronhausen 6 14 11 12 24 5 29 5 8 21 5 17 Nieder- W* 6 24 1 12 34 5 39 8 30 5 i 2 Marburg 6 35 09 10 51 12 47 2 00 2 29 5 53 8 43 10 24 2 102 2 43 Kolbe. 9 1² 12 54 6 01 8 50 8 g 8 Kirchhain 9 35 Hi 6 20. 9 07 3 05 „ 9 49 1 24 6 34 9 19 2 Neustadte. 10 05 1 40 6 51 9 35 2 Treysa b 10 21 11 7 1 56 3 13 7 07 9 51 2 Schlierbach 10 29 2 04 7 15 9 59 Zimmersrode b 10 37 2 18 7 24 8 10 08 106 . 10 46 22 734 10 17 1 16 Wabern 10 58 12 17 2 33 3 09 7 48 10 28 1 80 Gensungen. 11 07 42 7 57 10 37 141 . 11 58 8 13 10 50 1 58 Guntershausen„ 11 07 3 55 8 20 10 56 5 06 Wilhelms 0 11 5 12 55 5 4 08 8 38 11 13 5 22 Kassel m 12 00 1 02 g 3 46 4 15 8 45 11 20 12 00 2 50 5 29 = f C 1d Sk sind mit fetten j druckt; bei den Sch zügen D sind Platzkarten zu 2 Mark sen. Sommer-Fahrplan der Hanauer-Bahn vam 1. Mai 1894 ah. Stationen. N** Al„* zorn Nach Na At 1 a 51. 1 1 onen a 1 f Friedberg J 6 0 a 7 8 07 T7577 731 Assenheim 6 8 a 0 26 8 16 1 16 g 1 Erbstadt K f 13 5 19 1 1 720 Heldenbergen-Windecken 10 52 1 18 1 8 3 1 17— Ostheim 15 55 5 5 5 Windeck 3 80—* 3 7 8 Bruchkobel 2 03 10 03 1 0 5 7 0 8 48 12 3 8 7 Hanau(Nord). 5 5 31 7 16 10 11 10 1 10 Assenheim 7 7 08 8 57 1 57 8 22 Hanau(Ost). an 39 7 24 10 19 18 6 59 Friedberg an 7 16 9 05 2 05 4 8 30 2 1