2 Pfg. ipffehlt Molkah 9 nig, A. Wind hf r Stadt Nittheilun lung und e 9, daß iner⸗ u., Glase und b itte gage Bedienung um! lchtungsvoll i Becher „5 lee! 1.40, 1.50, 1% 0, 1.60, 1.80, 10 Ir. Waguen, Leitern. han. Kümmich. 96⸗Quele her aclur- SSWasren d. Simon. 5 1 en u. Jud n in großer gaga gi Wil 4 Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., 2 1894. Donnerstag den 12. Juli. M 30. Oherhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. 5 ‚ f lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., wärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus— Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. Betreffend: Maßregeln zur Verhütung und Einschränkung von Epidemien. e —— In gleicher Weise ist jeder Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises und das Amtlicher Theil. Friedberg den 10. Juli 1894. Großh. Polizeikommissariat Wickstadt. Wir weisen Sie an, die nachstehende Bekanntmachung und die Polizei⸗Verordnung vom 29. April 1890 alsbald ortsüblich verkündigen zu lassen und dieselben auf die Dauer von vier Wochen in dem Publikationskasten auszuhängen. Dr. Braden. Bekanntmachung. Betreffend: Maßregeln zur Verhütung und Einschränkung von Epidemien. Wir sind veranlaßt die nachstehende Polizeiverordnung wiederholt zu veröffentlichen und im Hinblick auf den Wiederausbruch der Cholera in mehreren Deutschland benachbarten Ländern dem Publikum die strengste Beachtung dieser Vorschriften zur Pflicht zu machen. Friedberg den 10. Juli 1894. Großherzogliches Kreisamt Friedberg: Dr. Braden. Polizeiverordnung, betreffend Maßregeln zur Verhütung und Einschränkung von Epidemien. Auf Grund der Art. 78 u. 48 W 1 des Gesetzes vom 12. Juni 1874, thunlich ist, oder wenn in Folge des im Hause die innere Verwaltung und die Vertretung der Kreise und der Provinzen betreffend, wird nach Vernehmung des ärztlichen Kreisvereins für den Kreis Friedberg unter Zustimmung des Kreisausschusses und mit Ge— nehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 22. April 1890 zu Nr. M. J. 9447 für den Kreis Friedberg verordnet: F. 1. Jeder Arzt, sowie Jeder, der die Behandlung eines Kranken übernimmt, ist verpflichtet, von allen in seiner Praxis vorkommenden Erkrankungen an: 1) Pocken(Blattern), sowie Wasserblattern bei Erwachsenen (Varicellae), 2) Flecktyphus, 3) Recurrensfieber, 4) Cholera, 650 5 6) Diphtherie, 7) Unterleibstyphus, 8) Wochen— ettfieber dem Kreisgesundheitsamt Friedberg binnen 24 Stunden nach gestellter Diagnose Anzeige zu machen. Haushaltungsvorstand, beziehungs— weise in Verhinderung desselben sein Stellvertreter, sobald er von dem Auftreten einer der vorgenannten Krankheiten innerhalb seiner Haus— haltung Kenntniß erhalten hat, verpflichtet, innerhalb 24 Stunden der Ortspolizeibehörde hiervon Anzeige zu machen. Die Ortspolizeibehörde hat, sobald die Anzeige an sie erstattet ist oder sie von dem Krankheits- ausbruch anderweit Kenntniß erhalten hat, binnen 24 Stunden dem Kreisgesundheitsamt Friedberg direkte Anzeige zu erstatten. Tritt eine der erwähnten Krankheiten bei einer alleinstehenden, zu keiner Haus— haltung gehörigen Person auf, so liegt die Anzeigepflicht dem Wohnungs— vermiether, beziehungsweise dessen Stellvertreter ob. Die Benutzung bestimmter Anzeigeformulare Seitens der Aerzte kann hierbei vom Kreisamt Friedberg vorgeschrieben werden. §. 2. Auf Antrag des Kreisgesundheitsamts kann das Kreisamt Friedberg die in§. 1 verordnete Anzeigepflicht e auch für andere Krankheiten vorschreiben. Diese Anordnung kann für den ganzen Kreis oder für einzelne Theile des Kreises erlassen werden und tritt mit der öffentlichen Bekanntmachung im Kreisblatte in Wirksamkeit. Bei Anordnungen für einzelne Gemeinden genügt die ortsübliche Be— kanntmachung. §. 3. Personen, welche an Pocken(Blattern), sowie Wasserblattern bei Erwachsenen, Flecktyphus, Recurrensfieber oder Cholera erkrankt ind, müssen unter allen Umständen von den übrigen Bewohnern des Hauses abgesondert in einem besonderen Zimmer untergebracht werden. §. 4. Für Personen, welche an Diphtherie, Scharlach oder Wochenbettfieber erkrankt sind, soll die Vorschrift des§. 3 ebenfalls Platz greifen, wo es die häuslichen Verhältnisse irgend gestatten oder der behandelnde Arzt bezw. Kreisarzt es für geboten erachtet. a §. 5. Vorstehende Bestimmungen können zeitweilig auch auf andere als die in 8. bestimmten Voraussetzungen erstreckt werden. 8 a §.6. Wenn in einer Gemeinde eine der in§. 1 bezeichneten Krankheiten epidemisch auftritt, so kann die betreffende Gemeinde auf Antrag des Kreisgesundheitsamts verpflichtet werden, unentgeltlich einen fassenden Raum bereit zu stellen, in welchen Kranke, die zu Hause licht isolirt werden können, verbracht werden müssen. Die gleiche Anordnung kann in den Fällen des§. 2 getroffen werden. 5 §. 7. Wenn die Isolirung des Kranken im eigenen Hause un— 3 bezeichneten Krankheiten unter den in§. 2 bestehenden größeren Verkehrs z. B. in Wirthshäusern und offenen Geschäften besondere Nachtheile für das öffentliche Wohl zu befürchten sind, so kann das Kreisamt auf Antrag des Kreisgesundheitsamts die Verbringung des Kranken in den in§ s bezeichneten Raum, oder in ein Krankenhaus anordnen, oder auch die Sperre des betreffenden Lok als verfügen, in der Ausdehnung und Dauer, welche das Kreisgesund heitsamt für er— forderlich erachtet. In besonders dringlichen Fällen ist das Kreis— gesundheitsamt zum vorläufigen Erlaß der nothwendigen Anordnungen welche alsbald dem Kreisamt mitzutheilen sind, befugt. Der Trans— port der Kranken in ein Hospital oder an einen anderen Verpfleg⸗ ungsort hat unter Aufsicht und Verantwortung der Ortspolizeibe— hörde zu erfolgen, welche auch für die ordnungsmäßige Desinfektion der Transportmittel die Verantwortung trägt. §. 8. Den Familien⸗ oder Haushaltungsangehörigen von an einer der im§ 1 unter 1—7 inel. genannten Krankheiten Leidenden ist der Schulbesuch nur dann gestattet, wenn sie seit der Zeit des Ausbruchs der Krankheit und während der Dauer derselben nicht in der Familienwohnung gewohnt oder verkehrt haben. Dieselbe Maß⸗ regel kann auf Antrag des Kreisgesundheitsamts auf die Angehörigen von an Masern oder Keuchhusten Erkrankten anwendbar erklärt werden. Die Wiederaufnahme des Schulbesuchs ist nur nach Vor— legung eines ärztlichen Zeugnisses gestattet. §. 9. Die Leiche einer Person, welcher an einer der in 8 1 unter 1—7 incl. genannten Krankheiten verstorben ist, muß thunlichst isolirt werden. In Gemeinden, welche ein Leichenhaus besitzen, ist die Leiche längstens 18 Stunden nach erfolgtem Tode dorthin zu ver— bringen. Bei einzelnen der oben genannten Krankheiten kann die Ortspolizeibehörde auf Antrag des Kreisgesundheitsamts die Leichen— begleitung beschränken oder ganz untersagen. Die Vorschriften dieses Paragraphen können auch in den in F. 2 bezeichneten Fällen für bindend erklärt werden. §. 10. Insoweit für einzelne Krankheiten spezielle Vorschriften bestehen, werden dieselben durch diese Verordnung nicht berührt. §. 11. Die näheren Bestimmungen, in welcher Weise die Isolirung und Desinfektion bei den in§. 1, beziehungsweise§. 2 be⸗ zeichneten Krankheiten und Sterbfällen zu erfolgen hat, werden vom Kreisgesundheitsamt Friedberg im Einvernehmen mit dem ärztlichen Kreisverein aufgestellt und veröffentlicht. Dieselben müssen in den bezeichneten Krankheits- und Sterbfällen genau befolgt wer⸗ den, wenn und insoweit dies der behandelnde Arzt bezw. das Kreis— gesundheitsamt Friedberg im einzelnen Falle für nothwendig erklärt hat. Auch die Vernichtung einzelner mit dem Krankheitsstoff be— hafteter Gegenstände kann angeordnet werden. Für die Dauer von Epidemien kann das Kreisamt Friedberg auf Antrag des Kreisge— sundheitsamts die Befolgung dieser Bestimmungen für den Kreis oder einzelne Theile des Kreises allgemein vorschreiben. Bezüglich der Veröffentlichung solcher Anordnungen gilt das in§ 2 Gesagte. Die Kosten der Anschaffung der erforderlichen Desinfektionsmittel sind nöthigenfalls von der Gemeinde zu bestreiten oder vorzulegen. Es liegt den Gemeinden ob, dafür Sorge zu tragen, daß wenigstens eine Person in der Gemeinde über Ausführung der vorgeschriebenen Des⸗ infektionen genügend instruirt und zur Vornahme derselben verpflichtet wird. §. 12. Uebertretungen der in den vorstehenden Bestimmungen gegebenen Vorschriften werden, insoweit dieselben nicht nach den Ar⸗ tlikeln 349—352 des Polizeistrafgesetzes strafbar erscheinen, mit einer Geldstrafe bis zu 30 M. bestraft. Für die Befolgung der in den 35, 8, 9 Abs. 1—3, 11 gegebenen Vorschriften ist der Haus⸗ haltungsvorstand, beziehungsweise in Verhinderung desselben sein Betreffend: Den Termin zur Einsendung der Das Großh. Zur Berichtigung unseres Ausschreibens rubr. Absatz 1, Zeile 2 bezw. 3 anstatt(hier diejenigen für 1892/93) Betreffs vom 7. Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Weckesheim. Nachdem sich mehr wie ein Fünftheil der betheiligten Grund⸗ eigenthümer, welche mehr als die Hälfte der betheiligten Fläche be⸗ sitzen, bei der am 4. Juni d. Is. stattgehabten Abstimmung für die Feldbereinigung und die Anlage von Wegen in den Obstbaumstücken und Gärten der Gemarkung Weckesheim erklärt haben, und nachdem innerhalb der gesetzlichen Frist keine Einwendungen gegen die Zu— lässigkeit oder Rechtsbeständigkeit des Ergebnisses erhoben worden sind, hat die Großh. Obere landwirthschaftliche Behörde den Beginn der Feldbereinigungsarbeiten verordnet und den Unterzeichneten zum Vollzugscommissär ernannt. Indem ich dies zur gleichzeitig sämmtliche betheiligten Grundbesitzer zu der in Gemäßheit des Artikel 16 des Gesetzes vom 28. September 1887, Freitag den 27. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, in dem Gemeindehause zu Weckesheim stattfindenden Versammlung ein. ö Diese Versammlung hat: öffentlichen Kenntniß bringe, lade ich 1. zu bestimmen, wie die Bereinigungskosten aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächengehalt, oder den Abschätzungswerth der Grundstücke, oder durch Bildung und 2969 Dr. Göttelmann. Verkauf von Massegrundstücken, sowie ferner, ob die Beiträge g Bekanntmachung. Die nachstehende Erklärung, betreffend die land wirthschaftlichen Versicherungs-Bedingungen, bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Laubach am 2. Juli 1894. Stellvertreter verantwortlich. Die Unterlassung der in§. 1 bezw. 5 vorgeschriebenen Anzeig wenigstens von einem e wird dann nicht bestraft, wenn jene Anzeige der Verpflichteten oder von anderer Seite recht⸗ zeitig erstattet worden ist. Kirchen⸗ und Stiftungs rechnungen und Voranschläge. Kreisamt Friedberg an die Kirchen⸗ heißen muß(hier diejenigen für 1893, 94). Bekanntmachung. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins für die Friedberg den 29. April 1890. 4 Großherzogliches Kreisamt Friedberg: Dr. Braden. 5 Friedberg den 10. Juli 1894. und Stiftungsvorstände des Kreises. — Kreisblatt Nr. 79— wird hierher vermerkt, daß es in l. Mts. Dr. Braden. nach Bedürfniß erhoben, oder ob die Kosten durch Kapitalauf⸗ nahme aufgebracht werden sollen; 2. die zur Vollzugscommission zu berufenden Sachverständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter zu wählen. Außerdem können Wünsche und Anträge seitens der Betheiligten vorgebracht und berathen werden. In dieser Versammlung hat ein jeder anwesende betheiligte Grundeigenthümer eine Stimme; die Beschlüsse erfordern zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von Zweitrittheilen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Betheiligten verbindlich. Kommen gültige Beschlüsse nicht zu Stande, so hat zu 1. die Vollzugscommission die erforderlichen Beschlüsse zu fassen, zu 2. die Großh. Obere landwirthschaftliche Behörde die Sachver⸗ ständigen und Schiedsrichter zu ernennen. Friedberg den 10. Juli 1894. Der Vollzugs-⸗Commissär: Provinz Oberhessen: Friedrich Graf zu Solms-Laubach. Erklärung, betreffend die landwirthschaftlichen Versicherungs-Bedingungen. den dem mitunterzeichneten Verbande angehörenden Aktien⸗Gesellschaften“) in Kraft befindlichen Versicherungen enthalten die Bestimmung, mit Ausnahme der Hackfrüchte, der Die gegenwärtig bei Deutschen Privat- Feuerversicherungs⸗ Bedingungen für landwirthschaftliche daß der Versicherte die Verpflichtung hat, Oelfruchte, des Samenklees und der Handelsgewächse die gesammten, aus der letzten Ernte gewonnenen Erzeugnisse, einschließlich der älteren Bestände und des Zukaufs, ihrem wahren Werthe entsprechend zur Versicherung zu deklaxiren. Die landwirthschaftlichen Versicherungsbedingungen der bezeichneten Ver sicherungsgesellschaften beruhen auf den zwischen ihnen und dem Deutschen Land— wirthschaftsrath getroffenen Vereinbarungen. Die in diesen Vereinbarungen seitens der Gesellschaft gemachten Zugeständnisse in Bezug auf volle Freizugigkeit, Erstreckung der Versicherung auf das auf dem Halm befindliche Getreide, sowie auf die Zeit während der Erntearbeiten, während der ersten acht Tage nach Aufstellung der Schober und während des Transportes von und zu Marktorten, ohne Erhöhung der Prämiensätze, konnte der Deutsche Landwirthschaftsrath seinerzeit nur verlangen und erhalten unter der Voraussetzung, daß seitens der Landwirthe die Verpflichtung, die ganze Ernte ihrem Werthe entsprechend zu versichern, übernommen und erfüllt werde. 5 Die Erfahrung hat inzwischen gelehrt, daß diese Verpflichtung thatsächlich nicht immer erfüllt wird, daß vielmehr die Landwirthe in nicht seltenen Fällen nur einen Theil der Ernte zur Versicherung anmelden, was dann im Brandschadenfalle zu Differenzen und für den Versicherten zu Enttäuschungen führen muß. Die Ursache dieser auffallenden Erscheinung erblicken wir darin, daß die Fassung der eingangs erwähnten Bedingungen in manchen Fällen mißverstanden worden ist. 2 Um für die Folge den versichernden Landwirth vor mißverständlicher Auf⸗ fassung und daraus sich ergebenden Differenzen und Schwierigkeiten im Brand schadenfalle zu schützen, um andererseits den Feuerversicherungs-Gesellschaften zu ihrem unverkuürzten Rechte auf Empfang der Prämie für die gesammte Ernte, für welche sie thatsachlich die Gefahr tragen, zu verhelfen, haben die Unterzeichneten eine Aenderung der landwirthschastlichen Bedingungen vereinbart, nach welcher die⸗ jenige Bedingung, durch welche die vorerwähnte Verpflichtung auferlegt wird, kunstig lauten soll: 5 d a) Die auf Erzeugnisse der laufenden Ernte abgeschlossene Versicherung hat auch Giltigkeit fur die Zeit, wo dieselben noch a uf dem Halme stehen, während der Erntearbelten, sowie unter den Bedingungen des§ 10 beim Aufstellen vom Acker in Schober, noch acht Tage vom Beginn des Aufstellen ab gerechnet; die Entschädigungs Verpflichtung der Ver ü zgesellgeschaft für jeden einzelnen Brandschadenfall dieser Art ist 18000 Mark beschränkt, sofern dieserhalb eine andere Verein⸗ ung nicht getroffen ist. Demgegenüber hat der, Versicherte die Ver; ahme der Hackfrüchte, Oelfrüchte, des Samenklees zewächse, die gesammten zur letzten Ernte ge⸗ isse einschließlich der älteren Bestände und des ementsprechend in den Gebäuden zur viel ob diese Erzeugnisse schon in die ich auf dem Halme stehen oder gemäht egen oder in Schober gesetzt sind. f aru pflichtung, mit A und der Handel unde angehöre e 38 er Bayeri sellschaft Colonia in Coln a. Rh. 0. Deutscher Pyonix, Leipziger Feuer Versicherungs Anstalt in Leipzi 8 10. Preußische National⸗Ber Rhein und Mosel in e * 2. Feuer-V sicherungs-Ge M. Gladbach. 7. Aktiengesellschaft in Berlin. 12. Feuerversicherungs-Gesellschaft Thuringia in Erfurt. 15, Transatlantische Feuer-Versiche 17. Westdentsche Versicherungs! Aktien-Bank in Essen a. d. Ruhr. schen Hypo 8Gesellschaft rg i. E. Wird diese Verpflichtung nicht erfüllt, sondern nur ein geringerer 5 wird im Brandfalle der Schaden nach den Be; Werth versichert, so Allgemeinen Versicherungs-Bedingungen nur stimmungen des§ 7 der pro rata vergütet. Die Versicherung umfaßt also die ganze Ernte an Halm- und Hülsen⸗ Früchten, Heu- und Futterkräutern einschließlich der älteren Bestande und des Zukaufs. Hackfrüchte, Oelfrüchte, Samenklee und Handelsge⸗ wächse sind nur einbegriffen, wenn sie besonders deklarirt sind. Die ver⸗ schiedenen Gattungen der Ernte-Erzeugnisse können wechseln; für die Versicherung von Schobern gelten dagegen die Bestimmungen des§ 10. Die Versicherung auf ungedroschene Feldfrüchte geht nach dem Ausdreschen auf ihre Körner und, wenn das Stroh nicht ausdrücklich von der Ver · sicherung ausgeschlossen ist, auch auf das letztere über. Wenn die durch Verkauf und Naturalverwendung stattfindende Ver⸗ minderung der Feld und Wiesenerzeugnisse nicht durch ordnungsmäßig geführte Wirthsch aftsregister oder auf sonst unzweifelhaft glaube würdige Weise nachgewiesen wird, so wird angenommen, daß sie für Getreide und Stroh täglich mindestens 00, am 1. September beginnend für Futterkräuter mindestens ½40, am 1. November beginnend, betrü Bei Ermittelung einer Brandentschädigung für ungedroschenes Getreide soll von dem Marktpreise der Körner der Drescherlohn in dem Falle nicht in Abzug gebracht werden, wo er nachweislich nicht erspart wird. Für Marktfuhren findet überhaupt kein Abzug statt.. b De Nach der vorstehenden Fassung sind mißverständliche Auffassungen über di eite der in diesen Bedingungen fur die Landwirthe enthaltenen Verpflichtun nden Versicherungs(Aktien.) Gesellschaften sind folgende: tbeten- und Wechselbauk in München. Versicherungs-Ges F. Magdeburger yeuer · V in Stettin. 13. Schlesische Feuer Versicherungs-Gesellschaft in Aktien-Gesellschaft in Hamburg. Tragw zur Vollversicherung der sellschaften des Verbandes Versicherung müssen, daß bei etwa entstehenden Differenzen Unklarheiten des Wortlautes Gunsten des Versicherten nicht geltend gemacht werden können. Die Unterzeichnete empfehlen daher den Landwirthen in ihrem eigenen Interesse, entsprechend de zwischen dem Verbande Deutscher Privat- Feuerversicherungs-Gesellschasten und d Deutschen Landwirthschaftsrath getroffenen Vereinbarungen von vornherein de Ernte ausgeschlossen und werden die bei den Ge nehmenden Landwirthe sich bewußt seis vollen Werth der Ernte zu deklariren; sie unterlassen nicht, dabei hervorzuhebe daß dies im Interesse der Landwirthe umsomehr geboten ist, als andernfalls Versicherungsgesellschaften zu dem alten Modus der Ernteversicherung zurückkehrte müßten, nach welchem das sich nach Schluß der Ernte etwa ergebende Selbstoe sicherungsverhältniß bis zur nachsten Ernte in Kraft bleiben würde. Berlin den 1. Juni 1894. Der Verband Deutscher Privat⸗Feuerversicherungs-Gesellschaften. gez. H. F. Bueck, Vorsitzender des Ausschusses. Der Deutsche Landwirthschaftsrath. gez. Frhr. v. Hammerstein, Vorsitzender. 1. Aachener und Münchener Feuer- Versicherungs-Gesellschaft in Aacß 2 ini Tine, Nersicherungs⸗ Anf 5 5 x 11* J. Berlinische Feuer Versi herungs-Anstalt in Berlin. 4. Colnische Feuer- ellschaft in Frankfurt a. M. 6. Gladbacher Feuerversicherxungs Gesellschast exsicherungs Gesellschaft in Magdeburg. 9. Preußische Feuer-Versicherun 2 11. Providentia, Frankfurter Versicherungs-Gesellschaft in Frankfurt a Breslau. 14. Versicherungs⸗Ge ellse er-Versicherungs-Aktien-Gesellschaft in E b 16. Vaterländische Feu zuubach it Joch Eng Ded Rauhe . 500 8 656 1 U 1 — hgerl klärte ge Abschluß und Spal der Deser 35 1 gestern d spanischer läufiges ahzuschlie die Bitte Han siebzigste reiche 2 Jubilar ane Ad Adresses „ Wahlkre Vartei sc init Sill l Uberne . Privat . A. vol bon Cobl Acilerie Fra. U Funmer Deulschla bndes v. 5 Spa Tuer üb ung er Sit Peaside Mucktrit Ita hm i ammer wu 911 uhen. Een, Ful. 9 Kapital versärdige edsgtiihe r Betheilngte de betheilig, zern zu ihrer nden und sind Betreffend: Die Einsendung der Todeszeugnisse und Sterblichkeitslisten aus dem Monat Mai und Juni 1894. Wir erinnern Sie an die alsbaldige Einf 0 Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Wölfersheim. Bekanntmachung. unter dem Hinweise bekannt gegeben, 20. Juli d. J. auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Wölfersheim Friedberg den 9. Juli 1894. Das Großh. Kreisgesundheitsamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. endung der Todeszeugnisse und Sterblichkeitslisten aus dem Monat Mai und Juni l. J. Dr. Lorenz. 5 Nachdem sich mehr wie ein Fünftheil der betheiligten Grundeigenthümer, welche mehr wie die Hälfte der betheiligten Fläche besitzen, flr die Feldbereinigung und die Anlage von Wegen in den Baumstücken der Gemarkung Wölfersheim erklärt haben, so wird dieses Resultat daß das Abstimmungsprotokoll nebst Zusammenstellung des Resultats in der Zeit vom 13. Juli bis zur Einsicht der Betheiligten offenliegen. Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit des Ergebnisses sind binnen 14 Tagen von dem Erscheinen dieser Bekanntmachung in dem Kreisblatt an gerechnet, mittelst schriftlicher Beschwerde bei der Großh. Oberen landwirthschaftlichen Behörde geltend zu machen. Friedberg den 10. Juli 1894. 2987 N Erledigungen. Steinbach in Friedberg und Joseph Engel von Buchenau, durch Wachtmeister Henkel und die Gendarmen Habel und Veith in Offenbach a. Johann Damm von Eckelshausen, durch Gendarm Steinbach in Friedberg; Julius Der Vollzugs⸗Commissär: Dr. Göttelman. Fernkorn von Offenbach a. M., durch die Gendarmen Weingärtner in Groß⸗Karben; Heinrich Baatz von Sarnau, durch die Gendarmen Schäfer in Friedberg und Rückel in Ober-Erlenbach; M.; Adelheid Marie Remke, geb. Stemmler, zuletzt in Bad⸗Nauheim, durch Wachtmeister Schwarz von Friedberg; Heinrich Steller von Bruchenbrücken durch Gendarm Steinbach in Friedberg. Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Georg August Merk von H (V. 543/94); Anna Eva Hildenbrandt von Waldberg(F. 795 94); Johannes Brünner von Ronnbach(R. 179½4); 7 anau(F. 752/⁰94); Peter Schultheis von Groß-Auheim Ferdinand Döring, zuletzt Gärtnergehülfe in Butz— bach(F. G. III. P. Gem. Butzbach); Heinrich Fuchs, Knecht von Saasen(N. 242/94); Heinrich Gerhard von Bruchenbrücken(V. 432/94). Friedberg den 10. Juli 1894. Der Großherzogliche Amtsanwalt: Zimmerman. Deutsches Reich. n Bethel n a schlossen sei, den Serben in Mazedonien eine ligen Berlin, 10. Juli. Der Bundesrath er- autonome Kirche zu gewähren. 1 klärte gestern sein Einverständniß mit dem Amerika. Chicago, 9. Juli. Die Ar⸗ se zu f Abschluß des Abkommens zwischen dem Reich beiterführer beschlossen den allgemeinen Aus— di 15 assn, und Spanien wegen gegenseitiger Ablieferung stand für morgen Mittag, die Eigenthümer der le Sacher. der Deserteure der Kriegsmarine. Pullmannwerke müßten denn in einen Schieds— — 9. Juli. Einer Meldung der„Köln. spruch willigen. Der Ausstand wird alle Bau— 1 Ztg.“ zufolge besuchte der spanische Botschafter handwerker, Schlächter, Bäcker und Beamten umissär: gestern den Reichskanzler, um die Bitte der aller Eisenbahnen umfassen.— 10. Juli. In ann. spanischen Regierung vorzutragen, ein vor- Chicago und Hammond ist die Ruhe beinahe ääufiges Abkommen über einen Handelsvertrag wieder hergestellt. Nur vereinzelte Versuche abzuschließen. Der Reichskanzler lehnte indessen werden noch gemacht, auf den Bahnen Waggons e die Bitte endgiltig ab. in Brand zu stecken und zu zerstören. Die ichen Kenntuß enn Hannover, 10. Juli. Anläßlich seines Meuterer zerstreuten sich, als die Truppen erhessen: iebzigsten Geburtstags empfing Bennigsen zahl- feuerten. Das Feuern auf die Ausständischen ur ein geringere en nach den Me Bedingungen nus Um- und Due älteren Bestände e und Handels irt sind. Die vil vechseln; für! mungen des 9 dem Ausdresch⸗ 1 von der di 10 ac bitzung beschloß die Kammer die Aufhebung Nl. 1 eiche Deputationen. Hobrecht begrüßte den am Samstag und Montag sowie die Prokla— rte Jubilar Namens der Partei und überreichte mation Clevelands haben die Ruhestörer außer 6.0 ine Adresse des Parteivorstandes, später wurden Fassung gebracht. Depeschen aus zahlreichen 90 Adressen der Provinz, der Partei und des Orten berichten, daß auf den Eisenbahnen die 6% Wahlkreises überreicht. Die nationalliberale Arbeit mehr oder weniger wieder aufge— 9% Bartei schenkte einen Ehrenschrein aus Ebenholz nommen worden ist. Die Ausständischen in mit Silber- und Emaileinlagen, ferner sechs der Nähe des Viehdepots von Chicago bewaff— „ flberne Leuchter. Miquel gratulirte als Freund neten sich mit Revolvern. Die Eisenbahnen 0. Privatmann; Gratulationsdepeschen gingen ein lehnen einen Schiedsspruch ab. Wenn der 4. A. vom Großherzog von Baden, vom Herzog gestern beschlossene Generalstrike ausbricht, d on Coburg. Ein Ständchen wurde von der werden 120,000 Personen arbeitslos. In San Artilleriekapelle und der 73er Kapelle gebracht. Franzisko ist die Lage sehr bedrohlich. Ma— trosen und Seesoldaten von Mare-Island haben 1 9 Befehl erhalten, die Truppen zu unterstützen 1 8 N g; fund auch die Kriegsschiffe werden für den Noth— f Frankreich. Paris, 10. Juli. Die fall bereit gehalten. 1 1 deutschland wegen der Abgrenzung des Hinter- Riffkabylen herrscht große Bewegung in Folge 8 deren glatter Verlauf das beste Zeugniß für die gründ— liche Einstudirung des aufzuführenden Meisterwerks, Haydns„Schöpfung“, ablegte. Hieran schloß sich am Abend das Begrüßungsfest, an welchem das Publikum sich ebenfalls außerordentlich lebhaft betheiligte. Die Vormittagsstunden des Sonntags waren der General— probe für das zweite Konzert gewidmet, worauf Nach— mittags 4 Uhr das erste Konzert folgte. Chöre und Soli gingen sehr gut, das Orchester spielte brillant. Die riesige Festhalle war dicht gefüllt, wie auch das später auf dem prachtvoll beleuchteten Festplatz stattge— habte Gartenfest von Tausenden von Theilnehmern besucht war. Das heutige Concert begann mit dem Hauptwerk des heutigen Programms, der dramatischen Sinfonie„Romeo und Julie“ von Hektor Berlioz, mit welchem Chor und Orchester wieder reiche Lorberen ernteten. Hierauf folgten Vorträge der So— listen. Mit Brahms„Triumphlied“, welches in seiner imposanten Größe einen tiefgehenden Eindruck hervor— brachte, wurde das Concert, das beinahe vier Stunden in Anspruch nahm, in würdigster Weise beschlossen. Am Abend fand der Festball statt, der einen glänzen⸗ den Verlauf nahm, nur mangelte es sehr an Tänzern. — 10. Juli. Was noch nicht abgereist war, nahm heute an dem sehr gelungenen Ausflug in die Berg— straße theil, der bei günstigstem Wetter stattfand. Mainz. Eine durch die Blätter gegangene Nach⸗ richt, das Kriegsministerium in Berlin habe den zweiten Sohn des Metzgers Falk anläßlich des dienstlichen Un⸗ falles, dem der älteste Sohn Falks zum Opfer fiel, die Militärdienstzeit erlassen, stellt sich als Schwin⸗ del heraus. Um von der Familie Falk Geld zu er⸗ halten, hat ein Soldat, der auf dem Bezirkskommando beschäftigt sein wollte, diese Mittheilung der Familie Falk angeblich Namens des Bezirkskommandos gemacht, wofür er reichlich belohnt wurde. Der Soldat, der auch sonstige Schwindeleien verübte, ist flüchtig gegangen und wird nun verfolgt. Allerlei. lundes von Kamerun an. Nach der Unzufriedenheit mit den Prinzen Araaf 1 0 fammer nahm ohne Debatte den Vertrag mit Afrika. Melilla, 9. Juli. Unter den und Alipaxha. Bergfeuer rufen zu den Waffen. Spanien. Madrid, 10. Juli. ener über die übliche Zeitdauer verlängerten Aus Stadt nud Land. der Sitzung und zwar gegen den Willen des Ober⸗Florstadt, 8. Juli. statt 1 8 8 8 Von einem eigen⸗ g statt. Präsidenten. Letzterer erklärte darauf seinen thümlichen Unfall wurde ein junger hiesiger Landwirth Rücktritt. betroffen. Als er nämlich gestern das Futter in der 1 N 10*. Die Kammer Krippe seines einen Pferdes zusammenraffen wollte, ssungen über! Italien. a n D it 218 biß ihm dasselbe die eine Ohrmuschel bis auf einen fa hen lahm in namentlicher stimmung mi leinen Stumpf ab. tümmen gegen die der Abgeordneten Bovio Büdingen, 9. Juli. Ein grauenhafter Mord und Marcora den Antrag Crispi an, den Ge⸗ wurde in der verflossenen Nacht zwischen 12 und 1 Uhr i itzentwurf über Zwangsdomizile morgen zu auf dem Wege von Vonhausen nach Hof Thiergarten eichne“ 1* nterzeichsl, 5 4: 8 Link an dem aus dem Kreise Biedenkopf gebürtigen Arbeiter 12 end! herathen. Die Deputirten der äußersten Linken Krist verübt. Derselbe war in der chemischen Fabrik bh berließen, mit Ausnahme der beiden Obenge⸗ zu Gries heim beschafligt und hierhergekommen, um seine vornherein 0 annten, im Augenblick der Abstimmung den auf Hof Whr garten in Diensten stehende Schwester zu 9 herborzuf, Saal Hierauf nahm die Kammer in geheimer besuchen. Mit einem Freunde ging derselbe gestern ure 5 95 0 2 Abend zur Tanzbelustigung nach dem ½ Stunde von lostimmung mit 197 gegen 43 Stimmen den da entfernt liegenden Vonhausen. Auf dem Nachhause⸗ gesetzentwurf über Explosivstoffe an; ebenso wege kam es zu Streitigkeiten, die damit endeten, daß gebe 1 0 a 1 Hesetzentwurf Krist 30 Stiche in den Kopf erhielt. Als muthmaßliche 1 73 mit 58 gegen 41 t bes Schluß Thäter wurden der Maurer Gasche aus Langenselbold gigen Preßvergehen. g 5 F und ein Knecht auf dem Hof Thiergarten ins hiesige seaschasten der Sitzung. In den Wande gangen l Gefängniß eingeliefert. 1 el daß die äußerste Linke bei der morgen be— Darmstadt, 9. Juli. Nachdem am Samstag be⸗ sses. ginenden Berathung des Gesetzentwurfs über reits im Laufe des Vormittags neben sehr vielen van sdomizile ihre Obstruktion fortzusetzen Fremden die verschiedenen ausmürzigen Sänger, Sänge— 0 9 8 95 8 3 7 rinnen und Musiker aus den Nachbarstädten hier ange⸗ . fabsichtige, sodaß die Debatte bis Samstag kommen und mit Musik feierlich von den Bahnhöfen „dauern dürfte. 1 g eingeholt und mi Festhalle geleitet worden waren, g elshaf enn Serbien. Belgrad, 10. Juli. Sämmliche begrüßte unc, e Küng left di Anwesenden damen Ula Fa Ninister kehrten heute nach Belgrad zurück. des Festkomites auß 7155 e e 3e 15 5 daß sck in den nächsten Oberbürgermeister Morneweg die Festthei nehmer im run Jersthe Han versichert, daß schon ir n Namen der Stadt. Am Nachmittag fand in der Fest⸗ 5 Fa Tagen der politische Erfolg der Reise des halle die erste Generalprobe statt, welcher eine nach in„0 70 i fönigs hervortreten werde, da der Sultan ent- vielen Hunderten zählende Zuhörerschaft beiwohnte und Kassel, 9. Juli. Das Opfer seiner Verwegenheit, schreibt man dem Gieß. A., wurde ein unbekannter fremder Radfahrer, welcher gestern Morgen mit dem ersten Personenzug der Marburg-Cölbe-Laaspher Secundärbahn eine Wettfahrt machen wollte. Der Sportsmann, zweifellos ein tüchtiger Fahrer, fuhr mit großer Sicherheit und Eleganz mit seiner Maschine nebenher auf der Landstraße und hielt mit dem Eisen⸗ bahnzuge, der ja unterwegs häufig anhalten und noch dazu auf den meisten Stationen längere Zeit warten muß, auch tapfer aus. gewann er sogar infolge günstiger Terrainverhältnisse Bei der Station Erndtebrück einen Vorsprung vor dem Eisenbahnzuge und das wurde ihm zum Verhängniß. Er wollte an einer offenen Uebergangsstelle, wo die Chaussee das Bahn⸗ geleise kreuzt, noch vor dem ankommenden Zuge hinweg über das Geleise setzen, hatte aber die Entfernung falsch geschätzt, wurde von der Locomotive erfaßt und vor den Augen der entsetzten Passagiere in das Geleise geschleudert und in Stücke zerrissen. Kreuznach, 9. Juli. Eine allem Auschein nach auswärtige Diebesbande hat in den letzten Nächten mittelst einer gestohlenen Leiter drei Einbrüche in der Salinenstraße verübt, darunter einen in das Kreis— ständehaus. Da die Diebe die Kassenschränke nicht fanden, blieb ihre„Arbeit“ erfolglos. Es werden wohl die Specialisten sein, die in die Kreisämter Friedberg und Darmstadt einbrachen. Pirmasens. Wie pfälzische Blätter berichten, wurde hier ein italienischer Arbeiter verhaftet, der ein falsches Zweimarkstück verausgabt hatte. Da der Arbeiter in Rodalben wohnt, wo auch der vom letzten Schwurgerichte verurtheilte Scheerenschleifer falsches Geld angefertigt hatte, vermuthete die Polizei einen Zu⸗ sammenhang der Verbrechen; die hiesige Schutzmann⸗ schaft begab sich nach Rodalben, um dort Haussuchungen vorzunehmen. Letztere hatten ein überraschendes Er⸗ gebniß; es wurde eine ganze Falschmünzerwerkstätte entdeckt. München. Am 7. Juli, Mittags zwischen 2 einige kalte Wasserstrahlen unter sie fahren. und 1 Uhr, wurde in Endlhausen bei Sauerlach die und beraubt. Berlin, 8. Juli. Auf dem benachbarten Schöne⸗ berger Terrain, dicht am Bahndamm und an der Station, damit so aufstellt, daß man die Sonne und Weizenkleie 3.60— 3. g f Futtermehl 4.60—5.75 M., Bierträber getrocknet 5.50 M. ist gestern im Kornfeld die 3“ jahrige Frau eines Malers den umherfliegenden Schwarm vor sich hat. Alles per 50 Kilo netto effetto loco her Lange ermordet aufgefunden worden. 1— 2 8 1 Berlin. Der„Staatsanzeiger“ veröffentlicht eine Die vom Spiegel zurückgeworfenen Sonnen- königliche Ordre, gelung des Apothekerwesens denjenigen Apothekern, denen zukünftig eine Konzession verliehen wird, die Präsentation eines Geschäftsnachfolgers nicht mehr ge—. 2 e eee wachfole zt mehr ge. und zum Niederlassen veranlaßt. Wilhelmshaven, 5. Juli. Die Räubereien der 3 8 englischen Fischer an den deutschen Küstengewässern Rändige Hunde nehmen immer mehr überhand. Kaum ist von der 5 N t 1 n. Strafkammer in Aurich der letzte Fall dieser Art ab⸗ werden am besten an den befallenen Stellen geurtheilt, da wird schon wieder gemeldet, daß das mit b* N 2 f dem Schutz der deutschen Hochsee⸗ Fischerei beauftragte darauf wäscht man die Stellen mit warmen Kanonenboot„Brummer“ abermals einen englischen Wasser, bürstet bis zur Entfernung der Haut⸗ 0 Mk., feinece Marken 14.50—15.50 M., hiesiges Nr. 9.4. wurde in Die Bienen werden sich nun niederlassen und 125 12.75 Roggennegl Mehr Nr. 0 20.002175 72jaährige ledige Bäuerin Agathe Wimmer ermordet Dan Ei deres Verfah besteht M., Nr. 1 17.00—17.75 M., Nr. 2 anschwärmen. Ein anderes Verfahren bestehl] Alles per 100 Kilo inkl. Sack loco hier. Futterartikel darin, daß man einen Spiegel nimmt und sich still, nach Qualität: Weizenschalen 3.80— 4.10 M., wonach bis zur anderweitigen Re strahlen lasse man blitzartig durch die schwär⸗ Markt war mit 485 Ochsen,„1 Bullen. 606 Kugen⸗ Stieren menden Bienen gleiten. Dieselben werden durch 1 See 8 55 1* ige 10 9 S 9 17 5 1 efahren. Die Preise ellten m wie folgt: en die blendenden Strahlen gewissermaßen erschreckt 1. Qualitat pro 100 Pfund Sclachtgewicht M. S0 dis 72, 2. Qual. M. 65—68, Bullen 1. Qual. M. 59 bis 2 14.00 14.50 M. 3.60—3.75 Roggenkleie 4.50— 4.70 M., Frankfurt, 9. Juli. Viehmarkt. Der heutige 31 2. Qual. M. 55—57, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 6065, 2. Qual. M. 55—60. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. Qual. 70— 75 Pfg. b 8 RAA 2 5 2 2. Qual. 65—70 Pfg., Hämmel 1. Qual. 63-65 Pfg., mit grüner Seife eingerieben; 6—24 Stunden 2. Qual. 50—54 Pfg., Schweine 1. Qual. 5788 Pfg., 2. Qual. 55—56 Pfg. Alles per Pfund Schlacht: gewicht. Fpischkutter eingebracht hat, der unberechtigt im Bann bhorken und trägt ein Gemisch von einem Theil Israelit. Gottesdienst in Friedberg. der deutschen Hochsee-Fischerei seine Netze ausgeworsen. 9. 2 1 8 Kreosot in 25 Theilen Oel oder Spiritus auf. hatte. Memel, 9. Juli. Wie das„Dampfboot“ meldet, ist das sieben Meilen entfernte russische Grenzstädtchen Handel und Berkehr. Plunjan durch eine ungeheure Feuersbrunst vollig ver- Friedberg, II. Juli. Buttermarkt. Butter nichtet, 370 Häuser selen abgebrannt und über 2000 kostete per Pfund M. 0.95—1.10, Eier 1 Stück 6 Pf. Menschen obdachlos. Einige Kinder und der gesammte 2 Stück gr. 13 Pf. Viehstand seien verbrannt. Friedberg, 10. Juli. Fruchtpr. Weizen M. 14.00 Sofia, 9. Juli. Der Orientexpreßzug überfuhr bis., Korn M. 13.00 bis 00.00, Gerste M. 12.00 unweit Philippopel einen zweispännigen Wagen, in bis 00.00, Hafer M. 14.00 15.00. Alle Preise ver⸗ welchem sich drei Personen befanden, die schwer verletzt stehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. wurden. Die bulgarischen Behörden nahmen den Loco Grünberg, 7. Juli. Fruchtpreise. Weizeu 14.28, motivführer, einen Deutschen, in Haft, wogegen der M., Korn 13.94 M., Gerste 00.00 M., Hafer 16.20 deutsche Konsul protestirte, da der Maschinenführer Erbsen 00.00 M., Linsen 00.00 M., Wicken 00.00 M., keine Schuld an dem Unfall trug. Lein 00.00 M., Kartoffeln 5.26 M., Samen 20.00 M. Odessa, 10. Juli. Der aus Sewastopol nach Odessa Frankfurt, 9. Juli. Fruchtbericht. Weizen hies. abgegangene russische Passagierdampfer„Wladimir“ su. Wetterauer M. 14.00-14.50, norddeutscher M. 00.00 stieß vorige Nacht mit einem italienischen Dampfer bei russischer M. 14.25— 15.50, Redwinter M. 14.60— 15.00 Eupatoria zusammen. Der„Wladimir“ ging unter. La Plata M. 14.20 14.50, Roggen, hiesiger M. 13.00 Ein Theil der Passagiere wurde gerettet, allein un- bis 13.30, russischer M. 13.00— 13.25, Futter-Gerste, gefähr 60 Menschen sollen ertrunken sein. M. 10.25-10.50, Hafer hies. M. 00.00, Württemb. — 5— M. 00.00, bayerischer M. 00.00, russ M. 14.00— 15.50, Wie werden Bienenschwärme zum Ausetzen kann i. türk. M. 14.00 15.00, Mais. mixed M. ebracht? 10.90 11.25, Donaumais M. 10.40— 10.75. Alles 0 Macke 5. per 100 Kilio netto effektiv loco hier. Weizenmehl Beobachtet man, daß die Bienen, sobald! hiesiges Nr. 0 24.00 25.00 M., feinere Marken 25.50 sie den Stock verlassen haben, wild umherfliegen We. e Marken 5 A a b„ 22.00— 22. N., Nr. 2 20.00— 20.5„feinere oder wohl gar fortfliegen wollen so nehme Marken. 20.50— 21.00 M., Nr. 3 17.00. 17.50 M. man eine kleine Spritze zur Hand und lasse feinere Marken 17.50 19.00 Mk., Nr. 4 13.50 14.50 Sabbathfeier vom 14. Juli 1894. Beginn: Vorabend 7 Uhr 45 Min. Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 4 Uhr. Sabbathausgang 9 Uhr 30 Min. ö Wochengottesdienst von Sonntag den 15. Juli an Morgens 6 Uhr 15 Min., Nachmittags 6 Uhr 30 Min. Geld- Cours. Frankfurt am 10. Juli 1894. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke—A 5%'( 16. 23 16. 19 Dollars in Gold. 4. 19 Dise 9. 70 al marode 9. 70 Englische Sovereiggns 20. 36 0. 91 Ruf. Imperial 16. 67 16. 63 Neue ebangl. Hesangbücher mit größerem Druck Carl Bindernagel. vorräthig bei 20. Lahnthalsänger⸗Fest in Butzbach am 15. und 16. Juli. Sonntag den 15. Juli: 2 Uhr Nachmittags Festzug durch die Stadt. Von, statt f ichst ei 4—* 1 9* f D 5„wozu freundlichst einladet 3 Uhr an Haupt-Concert in der Festhalle unter Betheiligung von 300 Bundes- 8 n 85 1 sängern und der Kapelle des Großherzogli Wikhelm Nr. 116, unter persönlicher Leitu Abends Marmorgruppen, gestellt durch 8 den 16. Jull: Vormittags von 10 Uhr an Früh⸗Concert auf N dem Festplatz, eigen, ausgeführt von Mitgliedern des Butzbacher Radfahrerclubs. 37 5 Nachmiluags Coneerk und Kanz. abs 20 Mark Belohnung * 2968 Korncrute⸗Versteigerung. Freitag den 13. Juli, Nachmittags 2 Uhr, soll auf der Warte die Ernte von 1800 Meter Korn(der Obstbauschule gehörend) öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 11. Juli 1894. . 2985 Steinhäußer, Bürgermeister. Faselochs-Ankauf. absichtigt einen jungen Faselochsen(Berner Rasse), 1½ Jahre alt, anzukaufen. Be⸗ sitzer solcher Thiere wollen sich bei unter zeichneter Stelle melden. Fauerbach v. d. H. den 11. Juli 1894. Großh. Bürgermeisterei Fauerbach v. d. H. 2986 Winter. Das von Herrn Krauskopf bewohnte 0 16 Logis ist zu v rmiethen. 2979 Carl Betz. 3*— Zwei Logis b drei Zimmer, Dachstube und sonstiges Zubehör, zu vermiethen, eins per sofort u. das andere per 1. Okt. d. J. beziehbar. Wo? sagt die Exp. d. Anz. 2984 8 Eiserne Bettstellen mit und ohne Matratzen 109 bei G. M. Reuss. 1 4 N 2964 Josef Fürth. Die Gemeinde Fauerbach v. d. H. be Sonntag den 15. Juli findet bei mir Barmonie- und Tanz- Mlusis Christoph Bäckel, Bauernheim. Bemerkt wird noch, daß an diesem Tage Bier verzapft wird. 2970 .— ch Hessischen Infanterie-Regiments Kaiser ng des Herrn Musikdirektors Krauße. den Turnverein, Feuerwerk und Tanz. Das Fest-Komité. 5 N — 11e Demjenigen, welcher mir den Thäter nam— haft macht, welcher am vergangenen Don: nerstag Abend mein Velociped Nr. 38505 * N F Neue Kartoffeln 5 1 aus dem Hausgange der Brauerei Henn (Frührosen), vorzüglich kochend, empfiehlt und Jamin gestohlen hat. Vor Ankauf 997 0 8 N 2974 J. A. Windecker. wird gewarnt. Das Rad ist leicht er⸗ 3. 5 5 7 kenntlich, hat vornen kein Schutzblech und Zu vermielhen ist die Bremse abgeschraubt. Fabrikat Seidel& Naumann, Germania VII. eine Mansarden-Wohnung(Bismarck 2983 straße), bestehend aus 3 Zimmern, Küche Wilh. Häuser. N Zubehör und ist sofort beziehbar. Vorzügliche gebr. Kaffees 9 aheres be 1 N g per Pfund M. 1.80, 1.60, 1.40 empfiehlt 2973 J. A. Windecker. a Wo hn ung. In Eispackung: Das von Herrn Gütervorsteher Seiler Frische Schellflsche Flusshechte bewohnte Logis, bestehend aus 5 Zimmern, 2978 be t 1 Kammer, Speicher, Keller und Mitbe⸗“ 3300 ĩðͤâiybbb nutzung der Waschküche, ist per 1. Okt.— d. J. zu M. 250 pro Jahr anderweit Superphosphat zu vermiethen. liefere in 200 Centner- Ladungen zu 2962 Ernst Windecker. Fabrikpreisen. 5 g 5 9 Ph. Dan. Kümmich. Ausverkauf. Touristen-& Radfahrer⸗ R HN Hemden werden billig abgegeben bei zu billigen Pressen empfehlen J. Butzbach, Café Casino, 2976 Geschwister Schloß. 2977 neben der Stadtkirche. Lackfabri arg N do offeritt Thomasmehl pro Ctr. M. 1.75, Neceyte gesucht, speciell prima Superpbosphat pro Ctr. M. 3.50 Spirituslacke 1 werden pass 0 S 8 Capsel⸗ und Metalllack unter voller Gehaltsgarantie bei sofortiger 1 des Nächsten Sonntag Nachmittag wir Dr. David, der zulünfüige Candidat den Sozialdemokraten unseres Wahl“⸗Kreisck einen Vortrag halten. Früh treten k in den Kampf ein, damit die Genossen Widerlegung haben, deshalb ist unbeding freie Diskussion zugesichert, damit sich in Wählerschaft aufklaren kann. Dies soll ein Appell sein an Alle, W an dem Wahlkampfe theilnehmen wolln in der Versammlung zu erscheinen. Mitbürger Wahlkreises Friedberg Büdingen etwas lernen und die Gegner Zeit Wer zu dem Sonntag den 15. 7 Mittags Uhr beginnenden Gustes Adolf ⸗Jeste zu Stammheim in des ½12 Uhr an der Südostecke der hiesigm Stadtkirche abgehenden Wagen mitfahss will, wird gebeten, sich dazu bis spätestun nächsten Samstag Abend bei Herrn Kas mann jean Huber anzumelden. 2 Landwirthschaftl. Ausstellun Sprendlingen(Nheinh.) Die Ausstellung ist laut Beschluß! gestrigen Komit“situng verlegt auf 20.% incl. 23. September 1894 um der 1 wirthschaft Gelegenheit zu geben, Produkte in größerem Umfange aus zu konnen. Endtermin für 2 umeldung 15. August. 296 bas Komitee. 1 ** 7* ginding's Bierhal zum Bahnhof. Flaschen⸗ Bier, täglich frische Füller Bei größeren Bestellungen Preise 5 Uebereinkunft. Samstag und Sonntag Pilsener Ausschank per Glas 10 Pfg. 45 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Off. ub Chüffre KH. B. 65 an Haasen⸗ Bestellung. stein& Vogler, A.-G., Heidelberg. 2983 Sal. Simon. Druck und Verlag von Carl Bind Krapf in Dar 05. Jullma schreiberasp. scteiberasp. Gerichtsschre der Gerichts zunnt, das pehren dem 5 und dem Feu en Hofkape derdienst⸗ M er A. Jan uweilerten g aut Weigel ulennung se Jongasp. d ur Hauplst Merstein zu bausen zum Hassia“ err Berli üchlet: 2 dag über Wend hi Wufe des Algegen da det en früh gurg gaben sic Suhlhein . 1 Gesetzents sesetzes al Ailassun ktasse Kalserpac nenge ji dahrhof nem o srͤchtig 0. Heute barer den L. und d plodir Publi zwei sirksge Bombe auslöse Ze ektetär gangene 8. Me die bef Laer Lelang Meder 0 Ge Mn ö r Pfund Shah e l Friedben 11894 n en 15. Jul a 35 6 Uhr 50 M. —̃— i 1894. Geber. Nehnn M. J. M. 16. 20 1. J 16. 23 indernagel —— 7 er berg Büsing ö Nachmitlag ünftige Candi seres Wahl⸗ l . Früh tren damit die Ge je Gegner Jil! deshalb ist unbel chert, damit sch ann. f ien an Ale, thelnehmen w zu erscheinel f 9 Beilage. —— * W Obethessischer Aufi 4 80. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Gerichtsvollzieher Pöpperling in Bingen wurde zum Hilfsgerichtsschreiber in Alzey, der Hilfsgerichtsschreiber Weiß in Mainz zum Hilfs— gerichtsschreiber in Lauterbach, der Hilfsgerichtsschreiber Seitz in Gießen zum Hilfsgerichtsschreiber in Butzbach ernannt, ferner zum Hilfsgerichtsschreiber in Mainz der Gerichtsschreiberasp. Hetterich in Mainz, ebenso der Gerichtsschreiberasp. Deichelmann in Oppenheim und der Gerichtsschreiberasp. Müller in Ober-Ingelheim, in Schotten der Gerichtsschreiberasp. Bopf in Offenbach, in Wald-Michelbach der Gerichtsschreiberasp. Weimar in Darmstadt, in Gernsheim der Gerichtsschreiberasp. Distel in Mainz, in Ulrichstein der Gerichtsschreiberasp. Knopf in Darmstadt, in Ortenberg der Gerichtsschreiber— asp. Jullmann in Mainz, in Gießen der Gerichts— schreiberasp. Walbrach in Gießen, in Bingen der Ge⸗ müssen ihre Strafe in einer Zelle absitzen, um schreiberasp. Kaiser in Darmstadt, in Homberg der den Mitgefangenen nicht ihre Ideen mittheilen Gerichtsschreiberasp. Fleischhauer in Homberg, in Nidda der Gerichtsschreiberasp. Bodensohn in Seligenstadt er— nannt, das Ehrenzeichen für Mitglieder freiw. Feuer- wehren dem Oberbrandmeister Lulei, dem Hornist Schön, und dem Feuerwehrmann Deppert in Bensheim verliehen, genommene Gesetzesvorlage betreffend die Unter⸗ dem Hofkapellmeister de Haan in Darmstadt die goldene Verdienst⸗Medaille für Wissenschaft, Kunst ꝛc. verliehen, der A. Janke zu Friedberg zum Hauptlehrer an der erweiterten Handwerkerschule daselbst ernannt, der Ren- Polizei verhaftete vorgestern einen der gefähr— dant Weigel in Friedberg auf Nachsuchen, unter An— erkennung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt, der Finanzasp. Fröhlich aus Bessungen zum Kakulator bei der Hauptstaatskasse, der Dammwärterasp. Frank aus kreten Nierstein zum Kapitän und der J. Vogel aus Berg— hausen zum Maschinisten bei dem Regierungsdampfer „Hassia“ ernannt. Berlin, 9. Juli. Aus Eide wird be— richte: Die Yacht„Hohenzollern“, die den Tag über in Odde gelegen, traf Samstag Abend hier ein und ging vor Anker. Im Laufe des Tages nahm der Kaiser Vorträge entgegen und erledigte Regierungs-Geschäfte. Bei der Abendtafel wurde der Geburtstag des Prinzen Eitel Fritz gefeiert. Am Sonntag früh gingen die Majestäten an Land und be— gaben sich zu Wagen über Vossewangen nach Stahlheim. — 9. Juli. Der Bundesrath lehnte den Gesetzentwurf wegen Aufhebung des Jesuiten— gesetzes ab und nahm den Antrag Bayerns auf Zulassung der Redemptoristen an. Kassel, 7. Juli. Die Kinder des deutschen Kaiserpaares trafen, von einer großen Volks— menge jubelnd begrüßt, um 5 Uhr auf dem Bahnhof Wilhelmshöhe ein und fuhren in einem offenen Wagen durch die mit Fahnen prächtig geschmückte Allee zum Schloß. Ausland. 5 Oesterreich-Ungarn. Pilsen, 9. Juli. Heute Nacht ist eine Bombe unter furcht— barer Detonation vor der Aktien-Bierhalle, den Lokalitäten des deutschen Turn- Vereins und des deutschen Handwerker-Vereins ex— plodirt. Im Garten war ein zahlreiches Publikum. Es verlautet, eine Person sei schwer, zwei Offiziere leicht verletzt. Vor dem Be— zirksgericht und dem Kreisgericht wurden Bomben gefunden, deren Lunten Gendarmen auslöschten. Belgien. Brüssel. Ein dem Staats— sekretär des Innern des Congostaates zuge— gangenes Telegramm berichtet von einem am 18. März erfolgten Angriff der Mahdisten auf die befestigte Stellung bei Mundu, nahe der Wasserscheide des Nils. Der Kommandant Delanghe brachte den Mahdisten eine blutige Niederlage bei. Die Letzteren wurden völlig geschlagen und ließen eine Anzahl Flinten in den Händen der Truppen des unabhängigen Congostaates. Der Hauptmann Bonvaelet und Sergeant Ligot sind in dem Gefechte gefallen. Frankreich. Paris, 9. Juli. Die Kom⸗ mission der Kammer nahm einstimmig den Vertrag mit Deutschland wegen der Abgrenz— ung des Hinterlandes von Kamerun an. Der Vertrag dürfte vom Plenum dieser Tage ohne Debatte genehmigt werden. — Die Strafnovelle gegen die Anarchisten bestimmt im einzelnen, daß alle direkten Provo— kationen durch Wort und Schrift zu anarchisti- schen Delicten nicht von Geschworenen, sondern von den Strafkammern abgeurtheilt werden sollen. Außer Gefängniß kann lebenslängliche Landesverweisung ausgesprochen werden; sie ist obligatorisch bei Verurtheilungen zu mehr als einem Jahr Gefängniß. Anarchistische Propa— ganda wird mit drei Monaten bis zu zwei Jahren Gefängniß bestraft. Für die Anar— chistenprozesse ist der Ausschluß der Oeffent— lichkeit vorgesehen. Die Publikation des Prozeß— berichts durch die Presse wird mit Geldstrafe bis 10,000 Frs. bedroht. Die Verurtheilten zu können. Spanien. Madrid, 8. Juli. Der Senat genehmigte die bereits von der Kammer an— drückung des Anarchismus. Serbien. Nisch, 8. Juli. Die hiesige lichsten Auarchisten. Seit zehn Tagen weilte in Nisch ein Fremder, dessen elegantes Auf— nur durch den Umstand Verdacht er— regte, daß er mit einem Arbeiter der könig— lichen Maschinenwerkstätte, Markiewitsch, einen regen Verkehr unterhielt. Drei Tage nach seinem Eintreffen meldeten sich beim Nischer Polizeipräfekten zwei russische Geheimagenten, welche die Unterstützung bei der Ergreifung eines gewissen Cyprian Jegolhowsky, alias Baron Sternberg erbaten. Der Verdacht wandte sich sofort dem bewußten Fremden zu. Seine bei der Post einlangenden Briefe, darunter eine an Baron Sternberg adressirte Geldanweisung über 500 Francs aus Paris, wurden beschlag— nahmt. Nachdem an der Identität kein Zweifel mehr war, wollte man zur Verhaftung vor— gehen, Sternberg war indessen verschwunden. Vorgestern gelang es der Nischer Polizei, seiner in der Kreisstadt Alexinaz habhaft zu werden, worauf Sternberg gefesselt nach Nisch ins Ge— fängniß eingeliefert wurde. Gleichzeitig wurde der Arbeiter Markievics verhaftet. Letzterer betheuerte, den angeblichen Sternberg früher nicht gekannt zu haben. Sternberg wollte gegen hohe Belohnung 6 Bomben von ihm ange— fertigt haben, was er aber ablehnte. Amerika. Chicago, 9. Juli. Cleveland hat eine Proklamation erlassen, durch welche der Belagerungszustand über Chicago verhängt wird und alle Theilnehmer von gesetzwidrigen Vereinigungen u. Zusammen— rottungen aufgefordert werden, sich vor heute Mittag zu zerstreuen. Gegen Diejenigen, welche diese Warnung mißachten, wird mit entschiedenen Maßregeln vorgegangen werden. Als gestern Nachmittag ein Zug unter dem Schutze der Polizei das Depot verließ, griff die Volksmenge denselben an und begann die Waggons zu zer— stören. Die Polizei ließ die regulären Truppen rufen, welche auf die Menge Feuer gaben und mehrere Personen verwundeten, darunter vier tödtlich. Der Menge gelang es schließlich, die Truppen zurückzutreiben. Letztere kehrten nach der Stadt zurück und die Menge setzte die Zer— störung des Zuges fort. Neue Verstärkungen von Polizei und Truppen haben sich nach dem Thatorte begeben. Am Freitag wurden 6 der schönsten, noch stehenden Ausstellungsgebäude durch Feuer zerstört. Das Feuer brach in den gesammten Gebäuden zu gleicher Zeit aus, war also gelegt. In Hammond vermüstete eine Volksmenge das Telegraphenbureau und brachte Güterzüge zum Entgleisen, wobei fünf Bedienstete verletzt wurden, darunter einer tödt— lich. Ein Salonwagen wurde verbrannt und der Verkehr ist unmöglich. Der Gouverneur von Indiana schickte 750 Mann Miliz nach Präsident sellschaft erklärt, daß ihr 667 Waggons, davon 100 sammt der Ladung, verbrannt worden seien. Aus Stadt und Land. Friedberg, 9. Juli. Das Mondigler'sche Haus auf dem Haagk mußte abgesprießt werden, da es be— denkliche Risse in Folge Unterspülung durch Wasser zeigte. Friedberg. Am Samstag Abend ertrank beim Baden am Kingstule ein 19 jähriger Taubstummer. p. Groß-Karben. Am 5. Juli fand die dies— jährige Prämiirung von Jungvieh auf dem Selzer— brunnen statt. Obwohl die Betheiligung eine sehr rege war,— es waren 73 Anmeldungen erfolgt,— konnten doch nur für 12 Thiere: 2 Fasel und 10 Rinder Preise gewährt werden. Die Preisrichter H. Reitz aus Butzbach, Bürgermeister a. D. Jeckel aus Ober-Mörlen und Bürgermeister Fenchel aus Griedel, nebst den durch die Prämiirungs-Ordnung feststehenden Mitgliedern des Preisgerichtes, konnten, verpflichtet durch die Vorschriften des Provinzialvereins und des Landesausschusses, nur nach bestem Wissen und Gewissen in dieser gerechten Weise urtheilen, da die von Großh. Regierung zur Ver— fügung gestellten Mittel nicht einfach vertheilt, sondern nach Recht und Gebühr zur Prämiirung entsprechender zur Weiterzucht besonders geeigneter Thiere verwendet werden sollen. Bei dieser Prämiirung zeigte sich wie auch bei vielen anderen Thierschauen, daß öfters Kreuz— ungen von reinen Simmenthalern mit hiesigem Land— vieh, das allerdings schon einen hohen Bruchtheil Simmenthaler Blut enthält, besser ausfallen, als sog. Reinzuchten von Thieren direkter Originalabstammung. Die Haltungsweise der Thiere in der Schweiz und hier ist eben doch eine zu verschiedene und geht deshalb die Nachkommenschaft unter der veränderten Haltungs- weise schnell zurück. Es konnten daher auch nicht alle als„rein“ angemeldeten Thiere Preise erhalten, da die Kommissäre lediglich nach den äußeren Formen urtheilen konnten ohne Rücksicht auf Abstammung und vor Allem ohne Rücksicht auf den Besitzer, den die Preisrichter bei der neuen Einrichtung unserer Thierschauen auch nicht kennen konnten,— darin besteht eben hauptsächlich der Vorzug der neuen Einrichtung. Wenn der Züchter wegen seiner eventuellen früheren Verdienste prämiirt werden sollte, könnte man ihm ja das Geld direkt zu— schicken ohne die umständliche Thierschau. Das ist aber nicht beabsichtigt, sondern das einzelne Thier soll beur— theilt werden. Prämien erhielten folgende Landwirthe: Fauerbach, C., in Okarben für einen 9 Monat alten Fasel 30 M., Steubesand, W. in Klein⸗Karben für des—⸗ gleichen 20 M., Trabandt, J. G. Ph. in Klein-Karben für ein 12 Mon. altes Rind 30 M., Sommerlad, H. in Nieder-Wöllstadt für ein 12 Mon. altes Rind(rein) 30 M., Gruner, H. J. in Klein-Karben für ein 15 Mon. altes Rind 25 M., Seelig, B. in Nieder-Wöllstadt für ein 15 Mon. altes Rind 20 M., Stork, H. J. in Klein⸗ Karben für ein 14 Mon. altes Rind 20 M., Fauerbach, C. in Okarben für ein 24 Mon. altes Rind(rein) 20 M, Fauerbach, J. in Okarben für ein 24 Mon. altes Rind (rein) 15 M., Mocherosch, H. in Burggräfenrode für ein 24 Mon. alt. Rind(rein) 15 M., Eckard, Joh. in Klein⸗Karben für ein 15 Mon. alt. Rind 10 M., Herling, Fr. W. in Rendel für ein 24 Mon. alt. Rind 10 M., 29 M. betrugen die Kosten für Herstellung des Platzes, Lieferung der Kränze und Aufrechterhaltung der Ord— nung. Die 126 M., welche von den für die Prämiierung zur Verfügung gestellten Mitteln diesmal nicht ver⸗ wendet werden konnten, bleiben zur Förderung der Vieh— zucht in der Sektion Vilbel erhalten. An die Prämii⸗ rung schloß sich ein gemeinsames Mahl an, das gerade aus der Sektion Vilbel sehr schwach besucht war, das aber Gelegenheit zu vielseitiger Aussprache gab. Nament— lich fanden die Ausführungen des Kreisveterinärarztes Ur. May über den Stand unserer Viehzucht lebhafte Zustimmung. Man beschaffe Lausplätze fürs Jung⸗ vieh! Thiere, die in Folge schlechter Klauenbildung kaum stehen, vielweniger gehen können, sind nicht prä— miirungsfähig. Thiere, die nie an die Luft kommen und ihre Glieder nicht gebrauchen lernen, können nicht eben⸗ mäßige Formen erlangen. Das Fest wurde ausge⸗ zeichnet durch die Gegenwart von Oekonomierath Müller von Darmstadt, der im Auftrage Großh. Oberer landw. Behörde erschienen war. Der Direktor des Vereins Geh. Reg.⸗Rath Dr. Braden und der Vorsitzende der Sektion Graf Oriola nahmen die Prämiirung vor. Zur gefl. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftser— theilungen über Inserate ꝛc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Frei— marke für die Rückantwort beigelegt ist. Ueber Inserate, bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunfts- ertheilungen befugt. Offertenbriefe sind, soweit keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden, in der Expedition abzuholen. Hammond. Die Pennsylvania Eisenbahn-Ge⸗ Die Exped. des Oberhess. Anzeigers. 3—-— eee—— — * — 555 — — In Floßholz(Böden) nleht einzelne Stämme, sondern Original.„Böden 10ter bis ôter, sowie Meßholz, unterhalte ich, wie auch in Brettern, Hobelwaaren, Pitchpine, jederzeit ganz bedeutende Vorräthe; Geschnitten B isten. Gr roße r Umsatz bei bescheidenen reellen Preisen. Zimmerleute zum Einkauf freundlichst ein. Lade Da u⸗Unternehmer und Gerin 1025. Eduard Lejeune, Telephon 50¹ zum Haupt a Nutz⸗ Brenn⸗Holz& Steinkohlen-Handlung, Telephon 77 zun Kohlen Frankfurt a. 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