und Por. en Verkauf von 1 mackbenerkten S. te Geschirre 8 7 dare, V aten, nen, en und Gummi 1 lan Bit Hen. Messer, Gabel n, Wein kühle ete. Fauer bach b. gu. 1894. liedberg Sthuldscheine Lit. 4. 5 221. 289. Al. 71 über je 100 M. J. Juli l. J. aus- . Juni 1894. Der Präsident: Varl. Kuledben hend von 8 Uht„ änschen „ Rudellue- Felsentele ni anzchen, de pen bends 7 Uhr. erei aug, 0 ellen 2 * wall Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Betreffend: Verfälschung von Schweineschmalz. 13894. Dienstag den 12. Juni.* 67. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Annoncen von aus⸗ wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Friedberg den 6. Juni 1894. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises und das Großh. Polizeikommissariat Wickstadt. Es sind in neuerer Zeit wiederholt Klagen darüber laut geworden, daß die Verfälschungen des Handelsartikels„Schweineschmalz“— an manchen Orten auch„Schweinefett“ genannt— in bedenklicher Weise überhand nehmen. Schon weithin soll der Mißbrauch obwalten, daß reines Schweineschmalz mit anderen, zum Theil minderwerthigen Thierfetten(Rinder-, Hammel-, Kalbs-, Wurst- oder Schafsfett) oder mit Pflanzenölen(Baumwollensamen⸗, Rüb⸗, Palm⸗, Erdnuß⸗ ꝛc. Oel) und mit Sterin vermischt, zuweilen auch mit Wasserzusatz versehen, mit Mineralien(Gips, Schwerspat, Kreide) oder Pflanzenstoffen(Stärke, Mehl ꝛc.) vermengt wird. Solche Mischprodukte werden in der Regel unter Verschweigung dieser ihrer Beschaffenheit zu dem nämlichen Preise wie unverfälschte Waare verkauft, nicht selten auch unter Bezeichnungen, wie„Raffinirtes Schmalz“,„Bratenschmalz“,„Amerikanisches Schweinefett“ oder ähnlichen Namen feilgeboten. Um diesem Mißbrauch wirksam entgegenzutreten, dürfte die bestehende Gesetzgebung in ausreichendem Maße geeignet sein. Insoweit die in Frage stehenden Fettgemische als gesundheitsschädlich zu gelten haben, bietet das Nahrungsmittelgesetz vom 14. Mai 1879 in den Be— stimmungen der 88 12, 14 und 15 eine geeignete Handhabe zu strafrechtlichem Einschreiten. Insoweit dagegen die erwähnte Voraussetzung nicht gegeben ist, vielmehr lediglich eine mit Gefahren für die menschliche Gesundheit nicht verbundene Verschlechterung des Schweineschmalzes durch Beimischung minderwerthiger Fettsubstanzen vorliegt, wird in den meisten Fällen auf Grund der Bestimmungen der§s 10, 11 und 15 Absatz 1 des bezeichneten Gesetzes vorgegangen werden können. Zur Abstellung der vorbezeichneten Mißstände beauftragen wir Sie, die Verkaufsstätten für Schweineschmalz und ähnliche Fettsorten einer polizeilichen Controle zu unterstellen, zeitweise unvermuthete Revisionen daselbst vornehmen, in verdächtigen Fällen die entnommenen Proben durch das chemische Untersuchungsamt der Provinz Oberhessen untersuchen zu lassen und gegebenen Falls Strafantrag zu stellen. Ueber die Ausführung dieser Verfügung, sowie deren Erfolg wollen Sie uns bis zum 1. August d. F. Bericht erstatten. l)r. Braden. „Bekanntmachung. In Gemäßheit der Instruktion vom 30. August 1877 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Mai 1894 sich mit einem Aufschlage von fünf vom Hundert für den Centner berechnen wie folgt: Hafer M. 9.40, Heu M. 5.40, Stroh M. 3.70. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 7. Juni 1894. Dr. Braden. Bekanntmachung. Der Ortsvorstand zu Hungen beabsichtigt mit dem am 17. September l. J. daselbst stattfindenden Viehmarkt eine Verloosung von Thieren und landwirthschaftlichen Geräthen zu verbinden. Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 5000 Loose zu 1 M. das Stück, ausgegeben werden dürfen und mindestens 600% des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zu— gleich ist der Vertrieb der Loose in der Provinz Oberhessen gestattet. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 5 Dr. Braden. Friedberg den 5. Juni 1894. Betreffend: Das Vormundschaftswesen im Amtsgerichtsbezirk Friedberg. Friedberg den 4. Juni 1894. Das Großherzogliche Amtsgericht Friedberg an sämmtliche Vormünder und Kuratoren im Amtsgerichtsbezirk Friedberg. Es ist zu unserer Kenntniß gekommen, daß viele Vormünder und Curatoren die ihnen anvertrauten Sparkasseeinlagebücher aus den Händen und namentlich an solche Personen abgeben, welche sie mit Stellung von Vormundschaftsrechnungen beauftragt haben. Ein solches Verfahren führt leicht zu Unzuträglichkeiten und hat auch neuerdings in Wirklichkeit dazu geführt, indem ein Rechnungssteller auf Grund einer von ihm gefälschten Zahlungsanweisung eine derartige Einlage erhoben und unterschlagen hat. Wir sehen uns deshalb veranlaßt, die Vormünder und Curatoren darauf aufmerksam zu machen, daß eine Abgabe von Einlage— büchern an dritte Personen— einerlei zu welchem Zweck— von uns nicht gebilligt werden kann, und sie für alle Verluste, welche ihren Mündeln dadurch entstehen, haftbar sind. Auch werden wir gegen jeden Vormund und Curator, der fernerhin ihm anvertraute Sparkassebücher in fremde Hände gibt, unnach— sichtlich eine Ordnungsstrafe von zwanzig Mark für jeden einzelnen Fall, der zu unserer Kenntniß kommt, erkennen. Sellheim. Feick. Bekanntmachung, die Abgabe der Kapitalrentesteuererklärungen behufs der Veranlagung für das Steuerjahr 1894,95 betreffend. Nach Artikel 14 des Gesetzes, die Einführung einer Kapital- sichtlich des gesammten Zinsenbezugs, welcher, sei es aus eigenem Vermögen rentesteuer betreffend, vom 8. Juli 1884 erfolgt die Heranziehung zu[oder aus dem Vermögen seiner nicht selbstständig zur Kapitalrentesteuer dieser Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder nach den eingezogenen Angehörigen, ihm in Steueransatz zu kommen hat— schlägigen Bestimmungen Steuerpflichtige über den Jahresbetrag seiner Indem die unterzeichneten Behörden hiermit zur öffentlichen Zinsen, sowie der etwa zum Abzug geeigneten Lasten bei der hierzu Kenntniß bringen, daß der Termin zur Abgabe der Kapitalrentesteuer— berufenen Einschätzungs-Commission schriftlich abzugeben hat. Zu erklärungen auf den 1. Juli festgesetzt worden ist, richten dieselben diesen Erklärungen ist das von Großherzoglichem Ministerium der an sämmtliche für kapitalrentesteuerpflichtig zu erachtende Bewohner Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und sind dieselben, je der Steuer-Commissariatsbezirke hiermit die Aufforderung, ihre Er— nach der Wahl des Steuerpflichtigen offen oder verschlossen, jährlich, klärungen unfehlbar bis zum genannten Termin an die betreffenden ohne daß der Pflichtige deshalb eine besondere Aufforderung abzu- Bürgermeistereien gelangen zu lassen, von wo sie, und zwar, insoweit varten hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnortes abzuliefern. verschlossen, uneröffnet, an die Vorsitzenden der betreffenden Ein— Inhaltlich des Art. 16 des genannten Gesetzes haben die Kapital- schätzungs-Commissionen übersendet werden. rentesteuererklärung abzugeben: Das Formular zu den Kapitalrentesteuererklärungen, welchem 1. für minderjährige, vermißte oder unter Vormundschaft gestellte ein Auszug aus dem Gesetz und eine bezügliche nähere Anweisung Personen deren gesetzliche Vertreter; 6 beigefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Bürgermeisterei des 2. für moralische Personen(Gemeinden, Körperschaften, Stif- Wohnorts zu beziehen. ungen, Anstalten), ferner für Gesellschaften, Genossenschaften, Gant Friedberg den 6. Juni 1894. nassen, Erbmassen, soweit eine Steuerpflicht hier überhaupt in Betracht Die Großherzoglichen Steuer-Commissariate sommt, die bestellten Vorstände oder Verwalter: Büdingen: Butzbach: Friedberg: Hungen: 3. in allen anderen Fällen der Steuerpflichtige selbst und zwar hin⸗ Hoos. Klingelhöffer. Deibel. Snell. rr eee Betreffend: Die Erstreckung der Versicherungspflicht nach auf Hausgewerbtreibende der Textilindustrie. dem Invaliditäts- und Alters versicherungsgesetze Friedberg den 9. Juni 1894. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Laut Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 1. März 1894(Reichsgesetzblatt S. 324) ist die Versicherungspflicht nach§ 1 des Invaliditäts⸗ erstreckt worden, welche in eigenen Handelsleute) mit Weberei und 7 1 ese geld Zeit, wü auch für die Indem wir fordern wir Sie zunächst auf, uns bis zum 2 Ihrer Gemeinde vorhanden sind. Etwaige in Ihrer Gemeinde sicherungspflicht unter besonderem Hinweis auf aufmerksam machen. Schließlich Betreffend: Feldbereinigung 20. Juni d. Is. auf Ort und meindehause zu Klein-Karben. Friedberg den 9. Juni 1894. Stelle loosweise Betreffend: In der Zeit von Freitag dem 8. laufenden tag den 21. l. Mts. einschließlich liegen auf dem Rathhause zu Holz— und II. Abschnittes vom ersten Felde hausen die Arbeiten des J. rubr. Gemarkung offen, nämlich: 1. der allgemeine Meliorationsplan mit Erl Nachtrag und Prüfungsprotokoll, das Protokollbuch, zehn Originalbonitirungskarten, zwei Reinkarten(Zutheilungskarten), ein Band Besitzstandsverzeichniß, r Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Peter (B. 317/94); Paul Kaiser vor Feldbereinigung in der Gemarkung Holzhauf n Esthal(B. 327/94); Christian Zentner von Rinklingen die Nr. 2, weisen wir Sie noch darauf hin, daß die fragl. Bestimmungen am 2. Juli l. Is. in Gemarkung Groß- u. Klein⸗Karben. Arbeits- Vergebung. Das Roden von Waldflächen ie in den Gemarkungen Groß- und Klein⸗Karben, veranschlagt zu 8278 M. I an die Wenigstnehmenden versteigert werden. en. Bekanntmachung. Monats bis Donners— 6. ein Band Güter lich einzureichen sind, äuterungsbericht nebst dem Hinweise einlade, ausgeschlossen sind. 12521 (N. 216/94); Karl (abgedruckt im Regierungsblatt Nr. 9 0. d. Mts. zu berichten, ob und bejahendenfalls wie viele derartige Hausgewerbetreibende in und Altersversicherungsgesetzes durch Beschluß des Bundesraths auf solche selbstständige Gewerbetreibende(Hausgewerbetreibende) en Betriebsstätten im Auftrage und für Rechnung anderer Gewerbetreibenden(Fabrikanten, Fabrikkaufleute, Wirkerei beschäftigt werden. Hausgewerbetreibenden unterliegen der Versicherungspflicht auch dann, wenn sie die Roh- oder Hülfsstoffe selbst beschaffen und hrend welcher sie vorübergehend für eigene Rechnung arbeiten. Sie auf die Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des daran anschließende Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 1. März 3 Innern und der Justiz vom 4. April l. J. und die von 1894) verweisen, vorhandene nach den fraglichen Bestimmungen versicherungspflichtige Personen wollen Sie auf die Ver⸗ 3 und 4 der erwähnten Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 1. März 1894 in Kraft treten. Dr. Braden. soll Mittwoch den Zusammenkunft Mittags 12 Uhr auf dem Ge⸗ Der Vollzugs-Commissär: Süffert. 2589 ⸗Geschosse. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen, welche schrift⸗ findet statt: Freitag den 22. Juni 1894, Vormittags von 10—11 Uhr, auf dem Rathhause zu Holzhausen, wozu ich die Inte ressenten unter daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen f Friedberg den 4. Juni 1894. 0 Vollzugs⸗Commissär: Süffert. Der Scharmann von Großfelda(VB. 331/94); Christoph Fuhrmann von Röhrig Anton Pietz von Nieder-Erlenbach(B. 1190 3,94); Heinrich Steller von Burg-Gemünden(F. 544 94); Martin Klöß von Weckesheim(F. 271/94); Joseph Schmidt, Knecht von Wollbach(V. 13194). Erledigungen. und Zader in Friedberg; Friedrich Steinhauser von Veitsch und Hermann Diehl von Münzenberg, durch Friedberg den 5. Juni 1894. Karoline Klein von Ilbenstadt, durch Gendarm Hofmann in Groß-Karben; Lorenz Blum von Kitzingen, Gendarm Steinbach in Friedberg. durch die Gendarmen Steinbach Der Großherzogliche Amtsanwalt. Zimmermann Deutsches Reich. Darmstadt. Der Kaiser von Oesterreich kommt erst Mitte Oktober zu Besuch an den hiesigen Hof. Mainz. S. K. H. der Großherzog trifft Donnerstag Nachmittag, auf einem Staats— dampfer von Gernsheim kommend, hier ein. Berlin. Die Reichseinnahmen im Jahre 1893/94 aus den Zöllen betrugen 364,430,353 gegen das Vorjahr 13,486,775 weniger. Die Tabaksteuer brachte 11,788,650(mehr 3639), die Zuckersteuer 79,567,692(mehr 5,606,908), die Branntwein-Material-Steuer 284,650,769 (mehr 352,824), die Brausteuer 26,648,065 (mehr 848,224), in Summa 671,192,652(mehr 53,776,238), ferner ergab die Post- und Telegraphen-Verwaltung 256,466,748(mehr 9,880,307), der Stempel für Werthpapiere 4,166,208(mehr 515,290), für Kauf- und Anschaffungsgeschäfte 8,164,790(w. 155,477). 7. Juni. In der heutigen Sitzung des Kolonialraths gab der Vorsitzende eine Ueber sicht über die Entwickelung der deutschen Kolo— nien im letzten Jahre. In der hieran ge knüpften Debatte wurden namentlich die Ver hältnisse des südwestafrikanischen Schutzgebiets eingehend behandelt und die Frage wegen der Ausbildung der Kolonial-Beamten berührt. Oechelhäuser sprach Bedeutung des Baues einer Eisenbahn für das deutsch⸗ost afrikanische Gebiet. Im weiteren Verlaufe der Berathung ging man dann zu dem Ent wurf, betreffend die R es Grundbuch ons in ur Naar wesens in Zur Vor Hoy 10 über die berathung desselben wi ine Kommission gewählt. Baden-Baden, 8. Juni. Der König von Dänemark traf heute hier ein und wurde vom Großherzog am Bahnhof empfangen. Ausland. Ungarn. Budapest, 9. Juni. zum Minister-Präsidenten er- stimmte folgender Liste! Oesterreich Wekerle wurde nannt. Der Kaiser zu: Inneres: Hieronymi; Justiz: Szilagyi; Handel: Lukaes; Ackerbau: vorläufig unbesetzt; Minister a latere: Graf Julius Andrassy; Minister für Kroatien: Josipovies; Honved— minister: Fejervary; Unterricht: Eötvös. Extra— blätter kündigen die neue Ministerliste an. In den Bürgerkreisen werden große Ovationen für den König geplant. Frankreich. Paris, 9. Juni. Nach einer amtlichen Meldung aus Tonkin stieß eine Colonne von 150 Mann am 30. Mai auf eine in der Nähe von Laokay verschanzte Bande von Piraten. In dem Gefechte wurden 15 Franzosen verwundet. Spanien. Madrid, 7. Juni. Der Finanz⸗ minister verlas im Ministerrathe das Budget für 1894/95. Dasselbe setzt die Einnahmen auf 744,593,223, die Ausgaben auf 769,126,720 Das Deficit beträgt 24,533,497 Minister wird einen Gesetzent— wonach eine Anleihe durch Pesetas fest. Pesetas. Der wurf einbringen, die Tabaksteuer garantirt wird. Die Vereinigten Staaten übersandten an Spanien eine Note, in welcher die Rück— erstattung von 22½ Million Pesetas, die von der kubanischen Zollverwaltung zu Unrecht er— hoben wurden, gefordert wird. Italien. Rom, 8. Juni. Kammer. Auf eine Anfrage Imbrianis über die Lage der Ita— liener in Brasilien erklärte der Minister des Aus— wärtigen, es sei Italien gelungen, in den schwierig— sten Streitfällen von Brasilien Genugthuung zu erlangen. Die brasilianische Regierung wisse, ß Italien entschlossen gewesen sei, einen hiedsspruch der Vereinigten Staaten herbei⸗ zuführen, wie die Vereinigten Staaten in einem ähnlichen Falle einem Schiedsspruch Italiens in Anspruch nahmen. Giolitti richtete an seine Schreiben, worin er alle Anklagen, Prozeß Tanlongo gegen ihn erhober namentlich daß er Dokumente beseitigt e mide re 0 rlegt. J Wähler ein die in dem werden, habe, 1010 Juni. mit politischen Persönlichkeiten fort. Die Krisis ist stationär. Serbien. Belgrad. Die Rückreise des Königs Alexander aus Konstantinopel erfolgt nicht, wie anfänglich in Aussicht genommen war, über Bulgarien, wofür politische Motive ausschlaggebend waren, sondern der König wird nach dreitägigem Aufenthalt am Bosporus einige Hafenstädte der asiatischen Küste und es Schwarzen Meeres anlaufen und sich hierauf zur Sulinamündung begeben, von wo er auf der Donau nach Serbien zurückkehrt. In Sulina dürfte indessen eine Begegnung mit dem König Karl von Rumänien stattfinden. Rußland. Petersburg. Ein Ukas des Kaisers überträgt dem General-Adjutanten Tscherewin die Oberaufsicht über alle Maß⸗ nahmen, betreffend die Gefahrlosigkeit in den kaiserlichen Residenzen und bei den Reisen des Kaisers. — Nun findet auch die„Nowoje Wremja“, welche anfangs erklärt hatte, daß der Sturz Stambulow's gar nichts an den Beziehungen Rußlands zu Bulgarien ändern könne, daß Fürst Ferdinand doch seine Stellung verbessert habe. — Amtlicher Mittheilung zufolge genehmigte der Kaiser die Bewilligung einer Million Rubel für die Tracirung der Amurbahn und 215,000 Rubel für diejenige einer Bahn um den Bai kal⸗See. Amerika. Chicago, 6. Juni. Gestern Abend wurde in die an der 18. Straße, No. 183 gelegene Wirthschaft von Noffz eine Dyna⸗ mitbombe geschleudert, deren Explosion große Verheerungen anrichtete. Die ganze Front des [Hauses wurde hinausgeschleudert, eine dicke eichene Wand, welche den Raum theilte, in Atome zersplittert und die Fensterrahmen wurden über die Straße geworfen. Der Eigenthümer und der Kellner, welche hinter dem Buffet standen, wurden durch herumfliegende Stücke und Crispi setzt die Berathungen] Eisen und Glas schwer verwundet. 1. 80 Kur augekom HGie! bandlun Kempel Friedri dazu züglich di eselbe besessen des du —— B Nu *— Pn 10 Ula Non lg nach werh 0 af hafen und l J. und die 94) berw* ei igen uf die Ver. März 189 aden. Mittwoch den r auf dem Ge nissär: 255) welche schrift 1011 Uhr, eressenten unte Einwendungen ommissär: 05 kann von Röhrig J. 1190-300; armen Steinbach walt. tt. Die Krisis Rückreise des tinopel erfolgt icht genommen olitische Motioe der König wird am wee hen Küste und ufen und sich jegeben, von wo ien zurückkehtt Begegnung mit n stattfinden. Ein Ukas des eral⸗Adjutaltel über ale Au, losigkeit in de 0 Reisen des uemja“, % en lo 11 5 Sturz enehmigte fili Rubel um den Bal⸗ „ des sbelbende. Aus Stadt und Land. r. Bad⸗Nauheim. In der vorigen Woche sind 598 Kurfremde, im Ganzen jetzt 3498 Personen hier angekommen. Gießen. Schwurgericht vom 8. Juni. Zur Ver⸗ handlung kommt heute die Strafsache gegen Margarethe Kempel von Wenings, wegen Meineids, und Karl Friedrich Kaiser Eheleute daselbst, wegen Anstiftung dazu. Nachdem die Geschworenen die Schuldfrage be— züglich der Margarethe Kempel bejaht, die Frage, ob dieselbe bei Begehung der That die erforderliche Einsicht besessen, aber verneint, ferner die Schuldfrage bezüglich des Kaiser bejaht, bezüglich seiner Ehefrau aber ver— neint hatten, sprach das Gericht die Angeklagten Kempel und Kaiser Ehefrau von Strafe und Kosten frei, ver⸗ urtheilte aber den Kaiser wegen Anstiftung zum Meineid in eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten mit den üblichen Nebenstrafen.— 9. Juni. Zur Ver⸗ handlung kommt die Strafsache gegen Peter Netscher ö fh Friedberg, wegen betrügerischen Bankerotts. Urtheil olgt. Mainz, 7. Juni. Das Schwurgericht verurtheilte heute den Küferburschen Rohrbacher, wegen Ermordung des H. Schreiber von Heppenheim, zum Tode. Mainz, 7, Juni. Frau Eva Eckert, geb. Becker, in dem benachbarten Ebersheim feierte gestern ihren 103. Geburtstag. Die Frau ist noch rüstig; sie hat 6 Kinder, 20 Enkel, 11 Urenkel und 5 Ururenkel. Allerlei. Hanau. Die Nachricht von dem Ueberfall auf dem Fußwege Kesselstadt-Dörnigheim ist, wie der„Han. Anz.“ schreibt, anscheinend eine von dem angeblich Ueber— fallenen erfundene Geschichte. Pforzheim. Der Typhus hat hier seit der neuer— lichen energischen Bekämpfung stark nachgelassen; in den letzten Tagen kamen nur noch vereinzelte Neuerkrankungen zur Anmeldung. München, 7. Juni. Eine schweres Gewitter ist heute Nacht über die oberbayerische Hochebene nieder— gangen. Während die Stadt selbst von den Unbilden des Gewitters ziemlich verschont blieb, richteten nördlich und südlich von der Hauptstadt Hagelschläge ziemlichen Schaden an. Besonders stark hauste das Hagelwetter am Starnberger See. Haeseler wurde der Branntweinverkauf in den Kantinen verboten. Jetzt ist auch den Kleinverkäufern in der Stadt von der Polizei, unter Androhung der Konzessions⸗ entziehung, eröffnet worden, daß sie Soldaten blos noch Branntwein zum Genuß auf der Stelle, nicht mehr aber über die Straße verkaufen dürfen. Siegen, 9. Juni. Im Bankvereinprozeß beantragt der Staatsanwalt folgende Strafen: Gegen Brueggemann wegen absichtlicher Benachtheiligung des Bankbereins, Differenzhandels, Verschleierung, Erpressung und Betrugs 7% Jahre Gefängniß und 23,000 Mk. Geldstrafe; gegen Kölsch wegen Benachtheiligung und Verschleierung 3½ Jahre und 5500 Mk. Geldstrafe; gegen Franz wegen Beihilfe und strafbaren Aufwandes 1¼ Jahr; gegen Schröder 3 Jahre und 20,000 Mk. Geldstrafe. Eisenach, 9. Juni. Fritz Reuters Wittwe ist heute gestorben. Halle, 8. Juni. In Eisleben erfolgte heute früh wieder ein starker Erdstoß, so daß die Häuser, besonders in der Oberstadt, in ihren Grundvesten erbebten. Hamburg, 7. Juni. Die Kriminalpolizei entdeckte heute eine Falschmünzerwerkstätte bei einem in Eims⸗ büttel wohnenden Lithographen, der große Mengen englischer Fünfpfundnoten und amerikanischer Fünfdollar⸗ noten angefertigt hatte. Außer dem Lithographen wurde noch ein Kaufmann verhaftet. Die beschlagnahmten falschen Noten betragen einige Millionen. Bern, 8 Juni. In der Familie des Stadt— Präsidenten Oberst Müller, Schwiegersohn des Pro— fessors Carl Vogt, der ein entschiedener Bekämpfer und Feind der Impfung ist, sind die Blattern ausgebrochen. Die Familie wurde isolirt; der 17jährige Sohn, welcher nicht geimpft ist, ist schwer erkrankt. In einem andern Falle, der die Familie eines Schneiders betrifft, sind von sechs Kindern, die im gleichem Zimmer schlafen, die drei nicht geimpften krank geworden, die drei ge— impften dagegen gesund geblieben. Wien. Allmählich lassen sich die Verwüstungen des gestrigen Hagelwetters übersehen. Glücklicher Weise war es, wie die meteorologische Centralstation feststellte, nur ein schmaler Strich, in dem der Eyklon einherzog, der allerdings eine beträchtliche Länge erreichte. Ein Glück war es auch, daß das Wetter noch vor sieben sämmtliche Schulkinder auf dem Wege gewesen und die Bis jetzt zählt man drei Todte: zu dem Kutscher und dem Arbeiter, der im Prater von einem fallenden Baum erschlagen wurde, ist noch eine Frau gekommen, die der Hagel auf der Landstraße tödtete. Auf der Simmeringer Haide wurden im Ganzen drei Offiziere und elf Soldaten verletzt, unter den letzteren vier schwer. Zu den Schwer⸗ verletzten zählt auch der Cooperator Bormann von Hernals, der in der dortigen Pfarrkirche gerade die Messe las und von herabfallenden Glasscherben am Hals getroffen wurde. Die Zahl der eingeschlagenen Fensterscheiben schätzt man auf eine halbe Million. In Amerika verstorbene Hessen und Hessen⸗ Nassauer. New⸗Nork City, N. M. Robert Christ, 70 Jahre alt, aus Hanau. Arley, Mo. Catharina Irminger, geb. Hammel, 63 Jahre alt, aus Vöhl. Syracuse, N. M. Elisabetha Gertrude Leib, geb. Jung, 80 Jahre alt, aus Dalheim. Town Empire Fond du Lac Co., Wis. Eva Weber, geb. Seibel, 87 Jahre alt, aus Wiesenbach, Kr. Biedenkopf. Für die kinderreiche Familie in Ober-Rosbach gingen ein: Von Prof. Ur. Weiffenbach 1 M.; Unge⸗ nannt 2 M.; Ungenannt(W.) 1 M.; Schlosser Diener 3 M.; C. H. 1 M.; Frau Dr. Steinhäußer 2 M.; C. Görtz 3 M.; Ungenannt 2 M. Um weitere Gaben bittet Die Expedition. Sommerstoffe a M.—., 75 Pfg. per Meter in garantirt ächtfarbigen Waschstoffen versenden in einzelnen Metern an Jedermann. Uhr früh ausbrach; eine halbe Stunde später wären und Co., Frankfurt a. M., Fabrik- Depot. Modernste Muster bereitwilligst franco. 1888 E, e e Erstes deutsches Tuchversandt-Geschäft Oettinger bf den Domanialwdiesen der Gemarkungen Metz. Auf Befehl des Corpskommandeurs Graf! Kathastrophe hätte sich noch viel schrecklicher gestaltet. Mittwoch den 13. Juni, 6¾ Uhr: Ber. mit U Br.-M. Bekanntmachung. Franz Weber in Friedberg betreibt diselbst seit 20. Januar l. J. unter der Firma„Fr. Weber“ ein kaufmännisches eschäft mit Kurz⸗, Wolle⸗ und Weiß⸗ aaren. Friedberg den 7. Juni 1894. Großh. Amtsgericht Friedberg. 505 Warthorst. Heugrasversteigerung. Donnerstag den 14. Juni, Vormittags I Uhr beginnend, wird das Heugras von der ca. 60 ba großen fiscalischen Mark— tiese in der Wirthschaft von Konrad Schmitt zu Bauernheim versteigert. Gleichzeitig kommen 120 leere Dünger⸗ stike zum Ausgebot. Ober⸗Ros bach den 7. Juni 1894. Großh. Oberförsterei Ober-Rosbach. 3.45 Strack. Die in der Holz-Versteigerung vom — 4. Juni d. J. abgegebenen Gebote gif Eichenwellen, Stangen, Knüppel werden hürmit genehmigt. Ilbenstadt den 8. Juni 1894. Gräfliches Rentamt. Wessel. Submission. Die Erneuerung des äußeren Anstriches bet Synagoge dahier soll auf dem Sub— mi sionswege vergeben werden. Kostenanschlag und Bedingungen liegen uf dem Büreau des Unterzeichneten offen, heselbst auch Offerten bis zum 14. d. Mts., Armittags 11 Uhr, eingereicht werden knen. Friedberg den 11. Juni 1894. örb, 356 Stadt- Baumeister. Heugras⸗Versteigerung. „Donnerstag den 14. d. Mts., Nach⸗ ritags 3 Uhr, wird auf dem Selzer⸗ dinnen bei Groß-Karben das Heugras kerben, Groß- u. Klein⸗Karben(17,26 ha) üffentlich versteigert. Die Burgwaldwiesen in der Gemarkung Fkerben sind in 58 Loose von durch⸗ stträttlich ein Morgen Flächengröße neu em etheilt worden. Wiesenwärter Hof⸗ marn zu Okarben gibt hierüber nähere Auskunft. Leldenbergen den 7. Juni 1894. Jagd⸗Verpachtung. Samstag den 16. Juni, Morgens 11 Uhr wird auf dem Rathhaus zu Pfaffenwies⸗ bach die Gemeinde-Jagd, bestehend in 3000 Morgen Wald und Feld öffentlich verpachtet. Pfaffenwiesbach den 8. Juni 1894. 2588 Stephan, Bürgermeister. Holz-Versteigerung. Donnerstag den 14. Juni, Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Kaichener Gemeinde— wald, Gemarkung Stammheim: 114 Rm. Eichen⸗Schälholz⸗Knüppel, 2580 Eichen-Wellen, 201 Stück Eichenbaumstützen öffentlich meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft an der Abzweigung der Staatsstraße nach Altenstadt und Stamm- heim. Kaichen am 11. Juni 1894. Großh. Bürgermeisterei Kaichen. 2597 Roth. Gras⸗Versteigerung. Freitag den 15. l. Mts., Vormittags 8 Uhr anfangend, soll die diesjährige Gras⸗Ernte von ca. 145 Morgen gemein⸗ heitlichen Wiesen im Rathhaus meistbietend versteigert werden. Reichelsheim den 9. Juni 1894. Großh. Bürgermeisterei Reichelsheim. . d. B.: Steten, Beigeordneter. „ o Gras-Versteigerung. Freitag den 15. l. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll die diesjährige Gras-Ernte von 28 Morgen Kirchen- und Pfarrwiesen im Rathhaus meistbietend versteigert werden. Reichelsheim den 9. Juni 1894. Großh. Bürgermeisterei Reichelsheim. J. E. d. B.: Steten, Beigeordneter. 2598 2599 Mobiliar⸗Versteigerung. Mitwoch den 13. Juni l. J., Nach mittags 2 Uhr, sollen die Mobilien des verstorbenen Johannes Nikolaus, bestehend in Bett, Kleiderschrank, Tischen, Stühlen, Haus⸗ und Küchengeräthschaften, sowie ein Acker Gerste gegen Baarzahlung ver⸗ steigert werden. Schwalheim den 11. Juni 1894. Sroßh. Oberförsterei Heldenbergen. 2581 Augst. 8 Kirschen⸗Versteigerung. Donnerstag den 14. d. Mts., Vormit⸗ tags 10½½ Uhr, sollen die der Gemeinde Heldenbergen zustehenden Kirschen von circa 200 Bäumen an Ort und Stelle ver— steigert werden. Heldenbergen den 10. Juni 1894. Großh. Bürgermeisterei Heldenbergen. 2592 Schäfer. — 1 0 2 DI. Kleeblatt? d Kuranstalt, S Seligenstadt a. Main,(lessen). 5 Gesammtes 2 Wasser- Heilverfahren, — Massage, Electricität. Prosp. gratis.— S Bienen⸗Schwärme gebe von jetzt an ab. 2455 J. Baumeister. 2—3z solide Arbeiter können billig Logis erhalten.(Bett allein und Schrank). Zu erfragen bei 2535 K. Jäger, Judengasse. 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