ech 13894. Donnerstag den 8. März. M 23. h amilie nah A. angg⸗ Cn e 8 5 en f 0 ds 9. 0 ö 9 sten Minne N dünsgt. Der Nun I ungen Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch Kreisblatt für den Kreis Friedbe Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, f ngen und Freitag Abend ausgegeben. rg. Donnerstag und Samstag. lauf Bun Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus- 0 bei den, wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. en. 6116922———— Der Non 89 Amtlicher Theil. finde des Bekanntmachung. 3 f 4 Betreffend: Schlußprüfung der landwirthschaftlichen Winterschule. angerh Dienstag den 13. März, Vormittags 9 Uhr, findet im hiesigen Rathhaussaale die Schlußprüfung der landwirthschaftlichen 5 un Winterschule statt. Alle, welche sich für diese Anstalt interessiren, werden freundlichst hierzu eingeladen. Nach der Prüfung Besuch des N meuen Anstaltsgebäudes, um 1 Uhr gemeinsames Essen im Hotel Trapp. Für den Aufsichtsrath der landw. Winterschule * Ur. Braden. 1 0 gefube, Betreffend: Die Allgemeine Deutsche Lehrerversammlung zu Stuttgart im Mai 1894. * Trapp.) 9 d. Inseratgeh Friedberg den 6. März 1894. Die Großherzogliche Kreis-Schulkommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. E. e In der Pfingstwoche und zwar vom 4. bis 17. Mai d. J. wird in Stuttgart die betr. Versammlung tagen. 1 Voraussichtlich werden auch Lehrer des Großherzogthums und auch unseres Kreises daran sich zu betheiligen wünschen. Durch Aus⸗ Usberkhv sschreiben der obersten Schulbehörde zu Nr. M. J. 5117 vom 23. v. Mts. sind wir nun ermächtigt worden, allen Lehrern, welche einen solchen Wunsch zu erkennen geben, bezw. durch den Schulvorstand uns anzeigen lassen, den erforderlichen Urlaub zu ertheilen, sowie das Aussetzen Georg Guß, des Unterrichts zu diesem Zwecke an den genannten Tagen zu gestatten. g 1 Sie wollen hiernach Ihre Lehrer bedeuten, bezw. durch den Oberlehrer bedeuten lassen. he, Cablin Dr. Braden. Kieler yt f f a tat- Bicing! Einladung e Uraleanit N zu der III. amtlichen Bezirks⸗Konferenz in 1893/94, der Volksschullehrer des Kreises Friedberg. helm 1115 Die betr. Konferenz soll stattfinden: f —— 1. für den Bezirk Friedberg, Montag den 12. März 1894, zu Dorheim; ener 3„ Butzbach, Mittwoch den 14. März 1894, zu Butzbach; 3353„ Vilbel, Freitag den 16. März 1894, zu Okarben und auf dem Selzerbrunnen. 5 pete) Jede Konferenz beginnt mit einem Probeunterricht in einer Schulklasse der genannten Orte um 8½ Uhr, mit Ausnahme von il eon un. Dorheim, wo nach der Conferenz, von 8 ½ bis 11 Uhr, zu der von den Gemeindevorständen angeordneten Jubiläumsfeier eine kirchliche Feier von 11 bis 12, und gegen 1 Uhr ein Festmahl abgehalten wird. Zur Theilnahme an dieser Feier werden hiermit an. Kümu, nicht blos, wie zu den Konferenzen, die Herren Lehrer, sondern auch andere Freunde und Bekannte des Jubilars, welche ihre Betheiligung N wenigstens 2 Tage vorher dem Wirthe, Herrn Bingel anzeigen wollen, freundlichst eingeladen. i. schlag, Friedberg den 6. März 1894. Der Großherzogliche Kreisschulinspektor: offene d. a 1 N Schmidt, Schulrath. Bekanntmachung. Windecher- f Getreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Groß- und Klein-Karben. Cigarralkt Das abgeänderte Projekt über den etwa 69 ha umfassenden Gemarkungstheil, welcher durch den Ort Groß-Karben, durch die Kreis— und durch das unterhalb gelegene Wiesengelände begrenzt wird, liegt nebst straße nach Burg⸗Gräfenrode, durch den Mühlweg(Weg Nr. 157) Mts. auf dem Büreau der Großh. Bürger— den zugehörigen Akten und dem allgemeinen Meliorationsplan in der Zeit vom 8. bis 21. d. hirm⸗ u. Hulbahar. um fee! meisterei Groß⸗Karben zur Einsicht der Betheiligten offen. Termin zur Entgegennahme von Einwendungen, welche schriftlich einzureichen sind, findet Donnerstag den 22. d. Mts., Vormittags won 10—11 Uhr, auf dem Rathhause zu Groß-Karben statt. Nichterscheinende sind mit Einwendungen ausgeschlossen. a M. 140, M. 10% Friedberg den 5. März 1894. Der Vollzugs ⸗Commissär: frischen 1125 Süffert. J. 160, M. 1800 F „ Magnez- Bekanntmachung. Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig⸗freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. oskuclel, Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse der Erklärung über Bereitwilligkeit den Freiwilligen während einer ein— Lotukacden, vie Berechtigung zum einjährig⸗freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, jährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten iukucben, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu] für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen; die Fähigkeit hierzu ist Ae 90% beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß obrigkeitlich zu bescheinigen; e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches 5 1 ofen 1 hpiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. für Zöglinge von höheren Schulen(Gymnasien, Realgymnasien, Ober⸗ f 90 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren bin Je nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Bürgerschulen und den sonstigen militärberechtigten Anstalten) durch Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. den Direktor der Anstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die 10 1 vollendet wird. Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. 2) Die Berechtigung zum einjährig⸗freiwilligen Dienst kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum J. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen April desselben Jahres zu erbringen.(Wenn z. B. mit Rücksicht auf das Lebensalter die Einreichung des Gesuchs nicht weiter hinausgeschoben, das vorschriftsmäßige Schulzeugniß aber erst am Schlusse des Schul— ahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fällen ist in dem Gesuch anzugeben, daß das Schulzeugniß bis 1. April nachfolgen werde. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briefpapier) zu ver— Polizeiobrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: zu pos. b.: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes, be— glaubigt sein muß; zu pos. d.: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien, Real⸗ gymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach dem Schema 18 zur Wehrordnung vom 22. November 1888— Regierungsblatt Nr. 5 von 1889— ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der§§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehrordnung verwiesen. * wenden. Auch ist die nähere Adresse anzugeben. Großh. Prüfungs⸗Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. eo 70 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts⸗ Der Vorsitzende: all Dee zeugniß; b. ein Einwilligungs⸗Attest des Vaters oder Vormundes mit Frhr. v. Gemmingen. b n el g 1 Hellil. 1 Bekanntmachung. In Gemüßheit der Instruktion vom 30. August 1877 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, Februar 1894 sich mit einem Aufschlage von fünf vom Hundert für den Centner berechnen Stroh M. 4.20. Friedberg den 6. März 1894. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Betreffend: Vorträge des Obstbautechnikers. Bekanntmachung. Ich bringe zur Kenntniß der Interessenten, daß Herr Obstbautechniker träge über Obstbau mit praktischen Unterweisungen halten wird. a 5 Die praktischen Unterweisungen finden von 3 Uhr Nachmittags ab, die Vorträge Abends um 7 Uhr statt. Mittwoch den 14. März in Dorn-Assenheim, Samstag den 17. März in Beienheim Donnerstag den 15. März in Reichelsheim, Mittwoch den 28. März in Fauerbach bei Friedberg, John im Monat März in den nachverzeichneten Orten Vor⸗ Naturalleistungen für die bewaffnete daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat wie folgt: Hafer M. 9.60, Heu M. 7.35, Freitag den 16. März in Weckesheim, Friedberg den 7. März 1894. Den Herren Bürgermeistern gehen nähere Mittheilungen zu. Süffer Donnerstag den 29. März in Dorheim. Der Vorsitzende des Bezirksvereins Friedberg des Oberhessischen Obstbauvereins. t. Deutsches Reich. 5 Berlin, 5. März. Reichstag. Kriegsminister v. Bronsart kommt auf den Fall Kirchhoff zurück. Man habe gefragt, wie ist es möglich, daß jene Notiz ver⸗ breitet werden konnte? Ein erbärmlicher Mensch, der sich auch andere Verfehlungen hat zu schulden kommen lassen, hat sie einfach erfunden, wie er vor Gericht ein⸗ gestand: sie ist erlogen und erstunken, vom„Berliner Tageblatt“ aufgenommen und in seinen Kreisen verbreitet worden.(Heiterkeit.) Wäre Kirchhoff vor das bürger⸗ liche Schwurgericht gekommen, er wäre sicherlich freige⸗ sprochen worden, zumal wenn er das Glück gehabt hätte, zum Vertheidiger Männer wie Träger oder Munckel 91 haben.(Heiterkeit.) Das Begnadigungsrecht ist ein echt der Krone und ich weise jeden Angriff auf dasselbe entschieden zurück.(Beifall rechts.) Sie(zu den Sozial⸗ demokraten) werden es uns noch einst Dank wissen, wenn das Recht der Krone, Gnade zu üben, noch be— steht.(Widerspruch und Lärm bei den Sozialdemokraten: Beifall rechts.) Auch das Beschwerderecht gehört zur Kompetenz der Krone, und wenn es demnächst geändert wird, geschieht das nicht auf die Anregung Bebel's hin. Redner wendet sich dann Bebel's Ausführungen über die Soldaten⸗Mißhandlungen zu; es könne sich doch nur um die Stellung der obersten Militärverwaltung zu dieser Frage handeln, und diese sei bekannt. Nach längerer Debatte, die wesentlich von der Erörterung des 8 Kirchhoff ausgefüllt wird, wird das Kapitel: ilitärjustiz genehmigt. — 5. März. Die Kommission des Reichs— tages nahm nach langer Debatte den Artikel 19 des Handelsvertrages, die Eisenbahntarife betreffend, mit 16 gegen 8 Stimmen an. — 6. März. Die Kommission nahm mit allen gegen 9 Stimmen die Artikel 20 und 21 des russischen Vertrags, die von der Dauer und Ratifikation handeln, an. Der Landes— eisenbahnrath beschloß mit 20 gegen 14 Stimmen, in Rücksicht auf die in der Vorlage des Ministers hervorgehobenen Gesichtspunkte, sowie insbesondere in Rücksicht auf die in Aus— sicht genommene Aufhebung des Identitäts— nachweises die Aufhebung der Staffeltarife zu befürworten. — 5. März. Die„Hamb. Nachrichten“ sind vom Fürsten Bismarck ermächtigt, die Mittheilung des Grafen Dönhoff in Königs— berg, Bismarck habe geäußert, die Ablehnung des russischen Handelsvertrags werde den Krieg mit Rußland herbeiführen, für eine Unwahrheit 11 erklären. Bismarck habe um ufklärung ersucht. Bochum, 5. März. In der verflossenen Nacht wurde in dem Neubau des Kreishauses eine Dynamitpatrone zur Explosion gebracht. An verschiedenen Stellen der Stadt wurden Patronen mit Zündschnüren gefunden, so vor der Rathhauswache, dem katholischen Waisen— hause und dem Amtshause. Karlsruhe, 5. März. Der Großherzog 1 hütel seit Samstag wegen eines Bronchialkatarrhs 1 das Bett. Für später ist ein Aufenthalt für das großherzogliche Paar in Italien geplant. Dönhoff 5 Ausland. Oesterreich-Ungarn. Budapest, 5. März. Gestern fand hier eine großartige Massenkund— gebung für die liberalen kirchenpolitischen Re— formen statt, zu der aus allen Landestheilen etwa 70,000 Fremde eingetroffen waren. Am Nachmittag nahm eine große Massenversamm— lung im Stadtwäldchen, an der etwa 130,000 Personen theilnahmen, eine Resolulion an, der Regierung und namentlich die Gesetzent— würfe der Civilehe, der Regierungsfreiheit, der Reception der Israeliten und der Konfession der Kinder billigt; in diesem Sinne wurde auch eine Petition an beide Häuser des Reichstags abzusenden beschlossen. Belgien. Brüssel, 6. März. Minister Beerngert unterbreitete in der heutigen Kammer— sitzung seinen Antrag bezüglich der Proportional— vertretung für die Legislativwahlen. Die Vor— lage ändert an der jetzigen Vertheilung der Wahlbezirke nichts für die Deputirtenwahlen. Für die Senatswahlen werden die Bezirke nach den Provinzen vertheilt werden. Frankreich. Paris, 4. März. Heute nahm die Polizei dreizehn weitere Verhaftungen von Anarchisten vor, wobei zahlreiche anar— chistische Zeitschriften und Broschüren beschlag— nahmt uud bei mehreren der Verhafteten mit Pulver und anderen Explosiostoffen gefüllte Bomben entdeckt wurden. Großbritannien. London. In dem neugebildeten Kabinet wird Lord Kimberley Minister des Auswärtigen, Morley Minister für Indien und Herbert Gladstone Chefsekretär für Irland. Spanien. Madrid, 5. März. Gestern fand in Estella eine fueristische Kundgebung statt, an der mehrere tausend Personen sich be— theiligten. Die Ordnung wurde nicht gestört. — 5. März. Die Unterhandlungen zwischen Marschall Campos und dem Sultan sind be— endet; Marokko zahlt 20 Millionen Ent— schädigung an Spanien. — Die Cortes treten am 26. März. zu— sammen. Italien. Rom. Der„Tribuna“ zufolge wolle die Mehrheit der Finanz-Kommission höchstens soviel Steuern bewilligen, als zur Deckung des Defizits ohne Eisenbahnbauten nöthig sei. Der Finanzminister sei geneigt, jeden Steuervorschlag der Kommission, der irgend annehmbar ist, zu acceptiren, anderseits aber sei er auch fest entschlossen, jede Verringe— rung der veranschlagten Summen abzulehnen. Serbien. Belgrad, 6. März. Die heutige Zwischenfall. Amerika. Washington, 6. März. Nach Meldungen an die Regierung ist der Friede in Honduras wiederhergestellt. Rio de Janeiro. Peixoto hat den Be— lagerungszustand bis zum 30. April ver— längert. Die Aufständischen dringen siegreich durch den Staat San Paulo vor. Peixoto verhängte über ganz Brasilien das Standrecht. Montevideo, 5. März. Präsidenten ist noch immer nicht zu Stande gekommen. Egypten. Kairo, 5. März. Oberst Win⸗ gate ist an Stelle Zohrab Paschas zum Kon— troleur der Truppenrekrutirung ernannt; Win— gate behält jedoch den Posten als Chef des Nachrichtendienstes der egyptischen Armee bei. Aus Stadt und Land. Friedberg. Der„Reichsanzeiger“ erklärt die welche die liberalen kirchenpolitischen Reformen Blättermeldung, daß die Außerkurssetzung der Vereins⸗ Wiederkehr des Tages der Unabhängigkeits- erklärung Serbiens verlief ohne jeden politischen Die Wahl eines thaler österreichischen Gepräges für Deutschland verfügt sei, als gänzlich unbegründet. Blofeld, 4. März. Der hiesige Orts⸗ Kirchendiener Stede und seine Ehefrau feierten heute das seltene Fest der goldnen 9 Das Jubelpaar ist gleichaltrig, beide zählen 75 Jahre und sind dabei noch munter und rüstig. Gießen. Sitzungen des Schwurgerichts vom 1. Quartal. 1. Montag den 5. März, 9% Uhr: Anklage gegen G. Rößler von Stein-Bockenheim, wegen Todt⸗ schlags. 2. Dienstag den 6. März, Vorm. 10 Ur: An⸗ klage gegen H. Fischbach von Meiches, wegen Körper⸗ verletzung mit tödtlichem Erfolg. 3. Mittwoch den 7. März, Vorm. 9 Uhr: Anklage gegen H. Hör Iv. von Gelnhaar, wegen Meineids. 4. Donnerstag den 8. März, Vorm. 9 Uhr: Anklage gegen N. Bröhler Wittwe von Oberfeld, wegen Mords. Gießen, 5. März. Schwurgericht. Heute wurden unter dem Vorsitz des Landrichters Sandmann die Schwurgerichtssitzungen für das erste Quartal eröffnet. Zur Verhandlung kam die Strafsache gegen G. Rößler von Stein-Bockenheim wegen Todtschlags, die bekannte Affaire aus dem Zuchthaus Marienschloß. Nachdem die Geschworenen die auf Todtschlag gerichtete Schuld- frage verneint, die auf Körperverletzung mit tödlichem Erfolg lautende bejaht hatten, erfolgte die Verurthei. lung des Angeklagten in eine Gefängnißstrafe von drei Jahren. Offenbach, 5. März. In der verflossenen Nacht machte die Arbeiterin Amrhein auf ihren seitherigen Geliebten, einen hierbediensteten Kutscher, einen Mord— versuch indem sie ihn in seinem Bette überfiel und ihm mehrere Wunden am Kopfe beibrachte. Alsdann schnitt sie ihrem Kinde den Hals durch und versuchte sich durch Oeffnen der Pulsadern selbst zu tödten, was ihr aber nicht gelang. Dieburg, 5. März. Ein Mädchen aus Epperts⸗ hausen wurde am Freitag Mittag auf dem Wege von Munster nach Hause von einem hier in Diensten stehen⸗ den Knechte überfallen. Das Mädchen wehrte sich tüchtig und entkam dem Unholde, der bereits ver— haftet ist. Heppenheim a. W., 5. März. Gestern Mittag wurde der hoch in den sechziger Jahren stehende H. Schreiber in seiner Wohnung todt aufgefunden. Er hatte einen Stich im Hals und an der Hand. Der Mann wohnte im Hause allein; als Vormittags die Hausthür und die Läden nicht geöffnet wurden, ging ein Nachbar durch die offenstehende Hinterthüre in das Zimmer und fand den Ermordeten entkleidet in seinem Blute liegen, das Schränkchen stand offen und auf dem Boden lag ein leeres Geldtaschchen. Worms, 2. März. Heute Nacht wurde durch einen Brand im benachbarten Herrnsheim eine gange Straßen— ecke, bestehend aus 5 Häusern, 6 Scheuern und sonstigen Gebäuden in Asche gelegt. Allerlei. Kreuznach, 2. März. Im Dorf Eckweiler bei Sobernheim brannten 6 Wohnhäuser nebst Scheuern und Stallungen nieder. Mannheim, 5. März. Gestern Abend versuchte der im Amtsgerichtsgefangnisse internirte Straßenräuber Rickert auszubrechen. Er bewog den Aufseher Joh. Dietsche durch die Angabe, es sei vergessen worden, seine tagsüber an der Wand angeschlossene Bettstelle herabzuschließen, in seine Zelle zu treten, wo er ihn mit einem der eisernen Bettfüße, den er abgebrochen hatte, niederschlug, ihm die Schlussel abnahm und zu ent⸗ weichen versuchte. Bevor es ihm gelang, die ene thüre zu öffnen, wurde er jedoch von zwei anderen? uf⸗ sehern festgenommen. Der niedergeschlagene Dietsche hat nicht weniger als 21 Kopfwunden erhalten. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Straßburg i. E., 6. März. Der Direktor der Spinnerei Köchlin zu Stoßweier im Oberelsaß, wurde von einem Arbeiter nach kurzem Wortwechsel mit einem eisernen Hammer erschlagen. Bochum, 6. März. Dem Polizeibeamten Bock hier ist es gelungen. den Dynamithelden ausfindig und ding⸗ g sest zu machen. Es wurden bei ihm noch acht Dynamit⸗ patronen, eine Schachtel mit Zündhütchen und mehrere Meter Zündschnur gefunden. Die Explosion am Stände⸗ haus herbeigeführt zu haben, hat Verhafteter eingestanden; und Hellm bon 1 580 ee — e Orts- und sind da richts vom! Uhr: Anka wegen Toll 10 U, x: J, vegen Körpar⸗ Mittwoch den H. Hör li, unerstag den N. Bröhle Heute wurden andmann die tal eröffnet. n G. Rößler die bekannte 8. Nachden ichtete Schulb⸗ mit tödlichen die Verurthei⸗ trafe von drei flossenen Nacht ren ether einen Mord tel und ihm lsdann schnitt te sich durch vas ihr aber aus Eper m Wege un jensten stehg, wehrte sh bereits ve⸗ estern Millg in stehende gefunden, Et r Hand, Der zormittags die t wurdes, gg erthüte in dus eidet in filen g und auf den rde durch einen ange Straßen. und sonstigen „ glpeler bei 1 Scheuern d versuchte raßenräubet N 0 i heißt Pfeifer, soll von Düsseldorf stammen und ist 0 ain vorbestraftes Subjekt. Koburg, 4. März. Der Kassier der Werrabahn, Hellmund, wurde auf dem Wege zu seiner Wohnung aon Mördern angefallen und durch zwei Schüsse und Stiche tödlich verwundet. Koburg, 6. März. Bei Grümpen, in der Nähe zer Nachbarstadt Schalkau, wurde Nachts 1 Uhr ein euer Raubmord verübt. Der Botenfuhrmann Lieber— nann wurde durch Schüsse getödtet, über 1000 M. wurden geraubt. Der Kassirer Hellmund ist gestorben, ihne zum Bewußtsein gekommen zu sein. Berlin, 5. März. Auf der Berliner Stadtbahn wurden heute Morgen zwischen den Stationen Charlotten— nurg und Zoologischer Garten 5 Arbeiter durch Ueber— uhren getödtet, einer wurde schwer verwundet. Der nglücksfall wurde dadurch herbeigeführt, daß der von inem vorbeifahrenden Zuge abgelassene Dampf und Rauch die Arbeiter vollkommen in eine Wolke hüllte, odaß der Aufseher den herannahenden Zug nicht wahr— dehmen und das Warnungssignal nicht geben konnte. Berlin, 6. März. In den Heizanlagen des Zen— zalhotels platzte gestern Abend ein Dampfrohr. Drei gBersonen wurden durch Verhrühen schwer verletzt. Bremen. Das Schwurgericht verurtheilte die Ehe— zute Hellion wegen Tödtung ihres Kindes zum Tode. Odessa, 4. März. Zwei Erdstöße haben hier statt⸗ befunden, doch ist dadurch kein Schaden verursacht worden. Venedig, 3. März. Dreihundert Seekaͤdeten revol⸗ irten heute in der hiesigen Marineakademie gegen die Offiziere der Anstalt. Es entstand dabei ein Handge— nenge, in welchem mehrfache Verletzungen vorkamen. dem hinzugeeilten Kommandanten Kontre-Admiral Hedotti, gelang es mit großer Mühe die Ruhe wieder- erzustellen, worauf er die schuldigen Seekadetten in den Irrest abführen ließ. Rio de Janeiro, 5. März. Der hiesige italienische vonsul ist am gelben Fieber gestorben. Gestern sind zer 200 Personen an dieser Seuche erkrankt. Hautpflege bei Kindern. Eine geregelte Hautpflege ist für das Ge— eihen der Kinder von größter Wichtigkeit. Daß ußerste Reinlichkeit durch Waschen imd Baden dazu gehört, dürfte bekannt ge— uug sein. Wie aber diese Manipulationen, ins— esondere das darauf erfolgende Abtrocknen, drgenommen werden samer noch Viele nicht zu wissen. lß die zarte Haut des Kindes kein Straßen— flaster ist, worauf nach Herzenslust gerieben und gefegt, gebürstet und gekratzt werden darf. s gibt Mütter und Kinderwärterinnen, die inch jeder Waschung und nach jedem Bade ice Haut des kleinen Erdenbürgers so lange nüt Reiben und Rüppeln malträtiren, bis sie charlachroth geworden ist. Das hat bei kleinen, Hindern keinen Sinn und ist nur eine unnöthige lagerei. Was von den obersten Schichten ger Oberhaut(Epidermis) abgestorben und zum Abfallen bestimmt ist, das geht nach gründ— ther Waschung beim gewöhnlichen Abtrocknen hon selbst ab. Anders verhält es sich bei älteren lindern, denen kalte Bäder oder kalte Wasch— ungen verabreicht werden. Hier ist tüchtiges beiben oder Frottiren ganz am Platze, denn ( handelt sich da um die baldmöglichste Wieder- berstellung der durch die Anwendung des kalten Passers gehemmten Zirkulation des Blutes. Konst aber hüte man sith vor einem heftigen srottiren, das nicht selten Hautentzündung uur Folge hat. Es ist gut, sich bei ausge— dähnteren Waschungen zweier Handtücher zum trocknen zu bedienen, eines zottigen, das dze Hauptmasse des Wassers aufzunehmen hat und dann eines weichen und trockenen, nüt dem man die Reste des Wassers vollends ütfernt. Nie reibe man mit einem feuchten Juche längere Zeit auf der Haut herum. Auch darf beim Abtrocknen niemals die ganze Haut auf ihrer Unterlage verschoben und hierdurch des dazwischen liegende Bindegewebe gezerrt, nerden. Dies beherzige man ja bei Mädchen, bii denen die Brüste sich zu entwickeln beginnen der sich schon entwickelt haben. Die Brüste durfen nur auf schonende Weise getupft werden, du sich eine Mißhandlung derselben bitter rächt. Velches ist nun das beste Gespinst für Hand⸗ sücher? Ohne Frage die Lein wand. Diese saugt besser auf als Baumwolle und wird durch sartgesetzten Gebrauch und durch das Waschen und rauher. müssen, das scheinen Beim Ab⸗ wocknen hat man sich stets daran zu erinnern, die, bei denen ein Theil des Gespinstes aus dem Gewebe heraushängt, und die deswegen etwas dick sind, da sie am meisten Wasser aufnehmen. Handtücher mit unebenem und narbigem Gewebe sind stets zu vermeiden, weil sie die Haut zu sehr aufreiben. Das beste Waschwasser erkennt man daran, daß es mit wenig Seife gut schäumt. Ein solches ist das weichste, enthält mithin am wenigsten Erdsalze. Reines Regenwasser ist jedem, auch dem besten Brunnen- oder Quellwasser, vorzuziehen. In der kalten Jahreszeit leiden manche Kinder an spröder Haut. Hiergegen nützt fleißiges Waschen gar nichts, denn die Haut wird nur spröder dadurch. Daran ist vor allem die Seife schuld, die durch ihr Alkali die Haut allzusehr entfettet. Wenn man keine milde Seife bekommt, lasse man sie lieber ganz weg und gebrauche an ihrer Stelle Mandel— kleie. Zur Beseitigung der Hautsprödigkeit dient Glycerin, Vaselin und das Un— guentum leniens unsrer Apotheken, auch Créme ccleste genannt, Walrat und weißem Wachs bestehende Misch— ung, die mit Rosenwasser verrieben wird. Kindern mit auffallender Neigung zum Kratzen untersuche man gründlich die Außenseite der Arme und Oberschenkel, sowie die Außen- und Vorderseite der Unterschenkel. Zeigen sich an diesen Stellen blasse oder blaßrothe Knöt— chen, so ist die hartnäckige Krankheit Prurigo Juckblätterchen) zu befürchten und ärztliche Behandlung geboten. Risse, Schrunden und Abschürfungen der Haut bedecke man sofort mit Kollodium, damit sie nicht zu Eingangspforten für Ansteckungsstoffe werden. Auch achte man darauf, daß die Haut nirgends einem dauernden Drucke oder einer dauernden Reibung ausgesetzt sei, da hierdurch oft lang— wierige Hautleiden hervorgerufen werden. Dem Wundsein der Haut(Intertrigo) begegne man doch ja nie mit austrocknenden Mitteln wie Hexenmehl, Bleiweiß und Zinksalben. Solche Kuren schaden sehr, da sie die sogenannte „Schärfe“ ins Innere des Körpers zurück— treiben und üble Folgen haben. Fleißiges Waschen und tägliches Baden in lauwarmem Wasser, überhaupt größte Reinlichkeit genügt in den meisten Fällen. Bei hartnäckigem Wund— oder Frattsein ist ärztliche Berathung unerläßlich. „Und soll es sein, und muß es sein, da hilft kein Zieren und Flennen: greif in die Nesseln frisch hinein, so werden sie nicht bren— nen.“ Probatum est! Damit hats der berühmte kürzlich verstorbene Wiener Dombaumeister Schmidt gehalten. Und ist durch und durch ein Mann der That gewesen: schon als junger Bursche bewies er das. Als er einst mit einem Kameraden auf der Wanderschaft nach einem neuen Berufsziel war, entlud sich ein gewaltiges Gewitter. Die jungen Leute mußten sich in hohle abgestorbene Weidenbäume flüchten, denn der Sturm tobte so gewaltig, daß starke Bäume im nahen Walde umknickten. Als das Gewitter vorüber war und die beiden Wanderer ihren Weg fortsetzen wollten, lag eine riesige Eiche quer über die Straße. Der Kamerad sagte:„Das ist eine üble Vorbedeutung für die Reise; bitte, gib sie doch lieber ganz auf!“ Da erwiederte der junge Friedrich Schmidt: „Warum nicht gar, ich werde dir zeigen, was es eigentlich bedeutet.“ Bei diesen Worten nahm er einen tüchtigen Anlauf und setzte über die Eiche hinweg. Dies Rezept hat denn auch in seinem ganzen späteren Leben sich als gut erwiesen. Der Verbaud westfälischer Verpflegungs⸗ stationen hat zu Hamm seine diesjährige Generalver— sammlung abgehalten. Im ganzen wurden, wie dem„Berliner Tageblatt“ berichtet wird, nimer weicher, die Baumwolle aber härter auf den westfälischen Stationen 175,000 Wan⸗ Die geeignetsten Handtücher sind derer, welche 475,000 Arbeitsstunden leisteten, verpflegt. Wie der Berichterstatter erwähnte, hat das Interesse des Publikums gegen die Stationen sich verringert, weil trotz der enorm erhöhten Aufwendungen(dieselben stiegen von 1888/89 bis 1891/92 um mehr als das Drei— fache, nämlich von 50,000 Mark auf 166,000 Mark) nach wie vor gebettelt werde. Den Mit— theilungen über die beiden westfälischen Arbeiter— kolonien entnehmen wir, daß die evangelische Kolonie Wilhelmsdorf im verflossenen Etats— jahre 6579 Kolonisten an 577,379 Verpflegungs— tagen beherbergte. Von diesen stammten aus Westfalen 3148, aus Lippe-Detmold 210, aus dem Regierungsbezirk Kassel 415 und aus Waldeck 54. Der Religion nach waren 4256 evangelisch, 2305 katholisch und 18 jüdisch. Die Kolonisten machten ein Gelände von 52 Morgen urbar.— Die katholische Arbeiter— kolonie Maria-Veen wurde von 549 Männern an 27,224 Arbeitstagen in Anspruch genommen. Davon stellte Westfalen 270, Rheinland 110, Hessen-Nassau 13, Ostpreußen und Schlesien eine aus Mandelöl, je 12, Hannover 7 ꝛc. Im ganzen wurden hier durch die Kolonisten und Taglöhner, sowie mittelst Dampfpfluges rund 700 Morgen urbar gemacht. Trotz aller Gegenmaßregelu in China greift dort das Christenthum immer weiter um sich. Es ist nun bereits bis in den kaiserlichen Hof vorgedrungen, indem sich kürzlich die Frau des chinesischen Prinzen Tschung taufen ließ. Dieselbe hatte christliche Bücher, hauptsächlich auch ein Neues Testament, gelesen, welche presbyterianische Missionäre einer ihrer Hof— damen geschenkt hatten, und kam dadurch zum Glauben. Zur Zeit versammeln sich bei ihr allsonntäglich 31 Bewohner ihres Palastes zur Erbauung. Handel und Verkehr. Friedberg, 7. März. Buttermarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.00 1.10, Eier 1 Stück 6 Pf. 2 Stück 11 Pf. Friedberg, 6. März. Fruchtpr. Weizen M. 14.50 bis 00.00, Korn M. 13.50 bis 14.00. Gerste M. 14.00 bis 14.50, Hafer M. 15.50— 18.00. Alle Preise ver⸗ stehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. Gießen, 6. März. Auf dem heutigen Wochen⸗ markt kostete: Butter pr. Pfd. Mk. 0,90 1,00, Eier per St. 6 Pf., 2 St. 11—00 Pf., Käse pr. St. 5—8 Pf., Tauben pr. Paar Mk. 0,00 0,00, Hühner pr. Stück Mk. 1,00 1,20, Hahnen pr. Stück Mk. 1,20—1,50, Enten Mk. 1.70— 2.00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 62—68 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch per Pfund 50 bis 56 Pf., Schweinefleisch pr. Pfund 60— 70 Pf., Kalbfleisch pr. Pfund 50—56 Pf., Hammelfleisch per Pfund 40 bis 60 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo 4,00 5,00 Mark. Weißkraut pr. St. 0—00 Pfg., Zwiebel pr. Ctr. M. 10,00 10,50. Frankfurt, 5. März. Fruchtbericht. Weizen hies. und Wetterauer M. 14.25— 14.80, kurhessischer M. 4.50 bis 14.80, nordd. 00.00, russ. M. 16.50— 17.00 rum. M. 15.50 bis 16.25, Redwinter M. 16.00 16.25, Kansas M. 16.00— 16.25, La Plata M. 15.25— 15.70, Roggen, hiesiger M. 13.50 00.00, Pfälzer M. 13.50 bis 00.00, russischer M. 00.00— 00.00, Gerste, hies. Futtergerste 11.75— 12.50 M, Braugerste 16.00 bis 16.25 M., Pfälzer M. 17.00— 17.25, fränkische M. 0000. bis 00.00, ungarische M. 18.25— 21.00, Hafer, hiesiger Mark 15.50 16.25, württemb. Mark 15.50 16.75, bayerischer M. 16.50— 17.25, norddeutscher M. bis„rumänischer und türkischer M. 15.50— 17.25, amerikanischer M. 00.00 00.00, Mais, mixed M. 11.20 bis 11.50, Donaumais M. 11.20— 11.60. Alles per 100 Kilio netto effektiv loco hier. Weizenmehl hies. Nr. 0 25.50—26.50 M., feinere Marken 26.50—28.50 M., Nr. 1 23.00— 24.00 M., feinere Marken 24.00— 25.50 M., Nr. 2 21.50— 22.50 M., feinere Marken 23.00 bis 24.00 M., Nr. 3 20.00— 20.50 M., feinere Marken 20.50—21.00 M., Nr. 4 15.00 16.00 M., feinere Marken 16.00— 17.00 M., hiesiges Nr. 5 12.50 13.00 Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 20.50— 21.50 M., Nr. 1 17.50—18.50 M., Nr. 2 13.50— 14.00 M. Alles per 100 Kilo inkl. Sack loco hier. Futterartikel still, nach Qualität: Weizenschalen 4.50—5.10 M., Weizenkleie 4.35—4.50 M., Roggenkleie 5.25 bis 5.35 M., Futter⸗ mehl 5.25—6.00 M., Bierträber getrocknet 5.90 M. Alles per 50 Kilo netto effektiv loco hier. Frankfurt, 5. März. Viehmarkt. Der heutige Markt war mit 456 Ochsen, 18 Bullen, 629 Kühen, Stieren u. Rindern, 202 Kälbern, 221 Hämmeln, 756 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qualität pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 64 bis 66, 2. Qual. M. 54—58, Bullen 1. Qual. M. 43 bis 45 2. Qual. M. 41—42, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 55—57, 2. Qual. M. 48—52. Alle per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. Qual. 68— 73 Pfg., 2. Qual. 60—65 Pfg., Hämmel 1. Qual. 6264 Pfg., 2. Qual. 50—54 Pig. Schweine 1. Qual. 61—62 Pfg., 2. Qual. 58— 59 Pfg. Alles per Pfund. Auszug aus dem Civilstandsregister der Stadt Friedberg. Getraut: 4. Febr. Der Bierbrauer Georg Friedrich Johannes Maul zu Friedberg mit Katharina Gröninger zu Friedberg. Geboren: 8. Febr. Dem Bäcker Franz Anton Bausewein 1 Sohn. 11.„ Dem Schneider Joseph Ring 1 Sohn. 11.„ Dem Schlosser Christian Lotz 1 Sohn. 12.„ Dem Kaufmann Hermann Strauß 1 Tochter. 13.„ Dem Schmied Heinrich Wilh. Robert Kubinke 1 Sohn. 13.„ Dem Schutzmann Adolf Feldhaus 1 Sohn. 16.„ Dem Werkführer Nikolaus Klein 1 Sohn. 20.„ Dem Geometer Karl Friedrich Nierstheimer 1 Tochter. 21.„ Dem Gerber Christian Albert Löffler 1 Tochter. 21.„ Dem Kaufmann Gustav Friedrich Schwarz 1 Tochter. 28.„ Dem Lehrer Karl Reuning 1 Sohn. Gestorben: 3. Febr. Eine uneheliche Tochter, 5 Monate alt. 4.„ Der Lehrer Jakob Schultheis, 65 Jahre alt. 5.„ Karl Ferdinand Werner, Sohn des ver⸗ storbenen Postmeisters Ferdinand Werner, 8 Jahre alt. 13.„ Elisabetha Kniß, Tochter des Schuhmachers Georg Kniß, 1 Jahr 1 Mongt alt. 5 16.„ Christoph Wilhelm Karl Hensel, Sohn des Weißbinders Christoph Hensel 11. zu Rödgen, 3 Jahre 1 Mongt alt. 16. Febr. Die Nähterin Maria Rebecka Dörr, geb. Hanstein, 47 Jahre alt. 19.„ Der Steinhauer Philipp Karg, 43 Jahre alt. 26.„ Margaretha Horn, geb. Reuß, 65 Jahre alt. In Amerika verstorbene Hessen und Hessen⸗ Nassauer. Baltimore, Md.. Georg Rau, 62 Jahre alt, aus Großen⸗-⸗Buseck. Brooklyn, N. M. f Jacob Drommeshäußer, 73 Jahre alt, aus Hillesheim. Cannelton, Ind. Johannes Ploch, 78 Jahre alt, aus Lindenstruth. Oak Park, Ill. a Martin Schmelz, 35 Jahre alt, aus Neumorschen, Kurhessen. Israelit. Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 10. März 1894. Vorabend 6 Uhr 5 Min. Samstag Morgen 8 Uhr 15 Min. Samstag Nachmittag 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 7 Uhr 5 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 11. März an Morgens 6 Uhr 45 Min., Nachmittags 5 Uhr 30 Min. Zur gefl. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftser— theilungen über Inserate ꝛc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Frei— marke für die Rückantwort beigelegt ist. Ueber! Inserate, bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunfts⸗ ertheilungen befugt. Offertenbriefe sind, soweit keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen 11 getroffen wurden, in der Expedition abzuholen. Die Exped. des Oberhess. Anzeigers. Glid- Cours. Frankfurt am 6. März. 1894. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke fp... f 1„„„ Dollars iu Golsdsd 4. 16 Dünen 9. 55 FC%VVVVVVCCCC0000 65 Englische Sovereiggggg 20. 40 20. 35 Ruff June ilk 16. 65 16. 63 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen dasselbe per Glas zu M. 1.75, „ ½ Dutzend„„ 9.50, „ Dutzend„„ I Die Exped. des Oberh. Anzeigers. Stellensuchende jeden Berufs placirt schnell Reuter's Bureau in Dresden, Ostra⸗ Allee 35. 152 Supp 2 Mark 60 Pf. der Verkauf von 100,000 Exemplaren in kurzer gen l woll derbe Holz⸗Versteigerung. Freitag den 9. d. Mts. kommen im Ostheimer Gemeindewald, Distrikt Hessel, 1114 In Karl Köhler's Verlag in Darmstadt ist erschienen und in der Buchhandlung von Carl Bindernagel in Friedberg zu haben: „Gemüs und Fleisch. Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder leicht— verständliche Anweisung alle Arten von Speisen und Back— „ werk billig und gut zuzubereiten.— Nebst einem Anhang vom Einmachen der Früchte.— 19. unveränderte Auflage mit einem Stahlstich. 80. Fein geb. in englische Leinwand ee Ein junger Päcker kann in Arbeit treten bei 1158 bei 8 N Wirthschaft is an mich wenden. J. Rosenschon. 1141¹ zur Versteigerung: 52 Stück Eichenstämme S 11,86 Festm., 83 0 1 2 Ahornstämme S 0,28 1 Im Hotel Langsdorf 5 0 1 zu Bad⸗Nauheim kann ein junges 134 Rm. Buchen-Scheiter und Knüppel, Mädchen aus anständiger Familie 15 Kochen erlernen. 77 2„v Birkenstämme= 0,30„ 4350 Wellen Buchen-Reisig, 650 Eichen-Reisig, 1102 1159 bei In Eispackung prische Schehische, Kabliau, Bratbückinge, Speckbückinge. Kieler Feltbücklinge, Delicatesshäringe Wilhelm Fertsch. Wirthschafts⸗ Vergebung. Die von Herrn Konrad Heß seither 5 „Windeckers Felsenkeller“ t krankheitshalber anderweit zu vergeben und wollen sich Interessenten Ernst Windecker, Brauerei. Irische Rollmüyse Wilhelm Fertsch. Sualban-Theater Friedberg Donnerstag den 8. März 1894: Neu! Zwei glückliche Nen Tage. f Lustspiel in 4 Akten von Schönthan und 1157 Kadelburg. Kleesamen: Groblörnige Siebenbürgische Roth⸗Saat, ö Canadische Roth-Saat, Ungarische Luzerne, 15— Provencer Luzerne, f 1 doppelt auf Seide gereinigt, in zuverlässigen 1135 Wilhelm Fertsch. Filz Hüte, engl. und deutsch von M. 2.50 an, Regen ⸗Schirme, Gloria, ächtf. von M. 3.— an. Schmidt's Schirm und Hutbazar. 3800 Nadelholz-Reisig, 118 Rm. Buchen-Stöcke, 10„ Eichen⸗ fe Zusammenkunft Morgens 10 Uhr am Eichbäumchen. Ostheim den 6. März 1894. Großh. Bürgermeisterei Ostheim. Schimpf, 1157 Etwas zum Lachen Friedr. Lennig. Illustr. von E. Hamburger. Neunte Auflage. Preis Mark 1.50. 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