—— ertin den 4.. reinslokal, d. Az orstand. „Kulscher 5002 le unt guten be! 2 Donnerstag den 6. Dezember. M 143. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclame n 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus- t ist, werden stets durch die Post nachgenommen. wärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefüg Amtlicher Theil. Betreffend: Die Landkalender für das Großherzogthum Hessen für 1896. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Butzb Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Friedberg den 4. Dezember 1894. ach, Friedberg, Heldenbergen, Hoch-⸗Weisel, Klein-Karben, Münzenberg, Ober-Rosbach, Okarben Reichelsheim, Rodheim, Vilbel. Sie wollen umgehend berichten, an welchen Tagen im Jahre 1896 die Märkte in Ihren resp. Gemeinden abgehalten werden. Betreffend: Verfälschung von Schweineschmalz. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzogli Büdesheim, Burg-Gräfenrode, Butzbach, Dorheim, Fauerbach b. Fr., Göns, Münster, Münzenberg, Nieder-Mörlen, Nieder-Weisel, Ober⸗E Ostheim, Petterweil, Okarben, Ossenheim, Friedberg, Hausen, Rockenberg, Schwalheim, Wir erinnern Sie wiederholt an die Erledigung unserer Verfügung vom 6. Juni l. J., Verfügung. schbach, Ober-Florstadt, Södel, Steinfurth, Weckesheim, Wölfersheim und Wohnbach. Dr. Braden. Friedberg den 3. Dezember 1894. chen Bürgermeistereien Heldenbergen, Hoch-⸗Weisel, Ilbenstadt, Kirch— Ober-Mörlen, Ober-Rosbach, Ockstadt, Kreisblatt Nr. 67, bei Meidung unangenehmer Dr. Braden. Deutsches Reich. Darmstadt. Die 5. evangelische Landes— synode wird zum 12. Dez. einberufen. — Das gesammte Bauwesen in Hessen wurde neu organisirt und treten die Aenderungen am 1. April 1895 ins Leben. Es werden sieben„Hochbauämter“ mit dem Sitze in Darmstadt, Bensheim, Dieburg, Gießen, Alsfeld, Friedberg, Mainz errichtet und ferner fünf„Straßen⸗ bauämter“ mit dem Sitze in Darmstadt, Erbach, Grün⸗ berg, Nidda, Alzey. Von den hierbei nothwendig werdenden Personalveränderungen interessiren uns: der Kreisbaumeister Groß in Worms wurde zum Bau- inspektor des Hochbauamts Friedberg, der Kreisbau⸗ meister Schneider in Friedberg zum Bauinspektor des Straßenbauamts Alzey, der Kreisbauaufseher Lynker in Nidda zum Hochbauaufseher in Friedberg, den Kreis- bauaufseher Häusel in Friedberg zum Hochbauaufseher in Friedberg ernannt.— Der Geh. Obersteuerrath Engisch wurde auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner! Dienste in den Ruhestand versetzt und demselben das Komturkreuz 2. Kl. des Philippsordens verliehen, der Kanzleigehilfe Hartmann aus Udenhausen zum Mini⸗ sterialkanzlist, der Militäranwärter Kaiser aus Oschitz zum Kanzleiwärter im neuen Kanzleigebäude in Darmstadt, L. Traber aus Sulza zum Hauptlehrer an der er⸗ weiterten Handwerkerschule zu Gießen ernannt. Berlin, 3. Dez. Der Kaiser begab sich gestern Abend nach Kiel, wo er heute früh um meingefährliches Zum erlaubt darstellen; 2) eine Erweiterung Empfange waren Prinz Heinrich und der Reichs-§ 112, der die Verleitung von Soldaten und öprozentige definitiv angenommen. N Militärpersonen mit schärferen Strafen bedroht, Maschine wechselte, einge- wenn dabei Bestrebungen hervortreten, die auf 8 Uhr bei schönem Wetter eintraf. kanzler erschienen, die beim Stadtkloster, wo der Sonderzug die stiegen. Der Kaiser setzte ohne Aufenthalt die Reise nach Levensau fort. Um 83“ Uhr pas⸗ sirte der Hofzug die Hochbrücke bei Levensau. Nach einer kurzen Eröffnungsfeier begab sich der Kaiser mit dem Prinzen Heinrich, dem Reichskanzler, dem Minister Bötticher und dem Gefolge an Bord der Salonpinasse durch den Nordostseekanal und die neue Schleuse nach dem hiesigen Hafen. Als um 10 Uhr 20 Min. die Kaiserstandarte in Sicht kam, gaben die Kriegsschiffe Salut. Der Kaiser fuhr bei der Flottenparade längs der ganzen Kriegsschiff— reihe. Die Matrosen auf dem Deck präsen⸗ tirten und brachten ein dreimaliges Hurrah aus. Die Schiffe flaggten über Topp. Der Kaiser ging bei der Barbarossabrücke ans Land und begab sich mit der gesammten Begleitung, darunter die Admirale, in das Schloß. Der Kaiser traf dann um 12 Uhr in der Kaserne der Marineinfanterie ein, und schritt mit dem Prinzen Heinrich, dem Reichskanzler und Ge⸗ folge die Front der Ehrenkompagnie ab. So⸗ dann wurden im Exerzierhause die Rekruten vereidigt. Um 12¾ Uhr war Frühstück im Marine⸗Offiziers⸗Kasino. Der Kaiser begab sich Nachmittags 3¼½ Uhr auf das Flaggschiff „Kurfürst Friedrich Wilhelm“. — 3. Dezbr. Der Ausschuß des Bundes der Landwirthe hat sich in seiner heutigen Sitz⸗ ung mit der Anregung, beim Kaiser eine Audienz nachzusuchen, einverstanden erklärt und den Vorstand beauftragt, die nöthigen Schritte zu thun. — Die„Post“ meldet, in dem neuen Tabak⸗ steuerentwurf betrage der Zoll für ausländischen Tabak 40 Mk., auf 100 Kilogramm, wie im vorjährigen Entwurf. Demselben Blatte zu— folge geht dem Reichstage bei seinem Zusammen⸗ tritt ein Weißbuch außer dem Etat und der sogenannten Umsturzvorlage zu. — Die Umsturzvorlage, die dem Reichs⸗ tage morgen zugehen wird, enthält drei Artikel. Der Artikel 1 enthält: 1) Aenderungen des Strafgesetzbuches, zunächst des§ 111 desselben, wodurch die Aufforderung zu Verbrechen und strafbaren Handlungen mit Gefängniß bis zu 3 Jahren bestraft werden kann und auch die⸗ jenigen Personen bestraft werden, die ein ge— Vergehen anpreisen oder als des „ den Umsturz der Staatsgewalt gerichtet sind; 3) wird§ 126, der von der Androhung eines gemeingefährlichen Verbrechens handelt, auf die Bedrohung mit Verbrechen überhaupt ausge— dehnt; 4) wird durch einen neuen Paragraphen die Bestrafung des Complots vorgesehen, das darauf gerichtet ist, den Umsturz der Staats ⸗ ordnung herbeizuführen; rungen angreifen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. ständig unbegründet. 1 Algier in Folge einer heftigen Bora Schutz in [Hafen von Pola suchen. 24 Stunden für die Strecke 5) wird§ 130 dahin erweitert, daß Personen bestraft werden, die Religion, Monarchie, Familie, Ehe und Eigen⸗ thum in einer den öffentlichen Frieden ge— fährdenden Weise durch beschimpfende Aeuße⸗ Ministerrath berieth den über die Verlobung des Königs von Serbien mit einer österreichischen Erzherzogin sind voll- öffnete Die Yacht„Miramar“ mit der von Kaiserin an Bord mußte auf der Reise nach Turin, der Minister Die Yacht brauchte— von Triest nach Stefani“ aus Pola, welche normal in 6 Stunden durchfahren die Absicht kundgegeben, wird. Die Kaiserin fährt heute von Pola mit der Bahn nach Marseille und von dort nach Algier. Budapest. Wekerle wird demnächst, da die rechtzeitige Erledigung des Budgets unmöglich ist, eine Indemnitätsvorlage einbringen.— Im Abgeordnetenhaus wird noch im Lauf dieser Woche die Mittheilung von der erfolgten Sanktion der kirchenpolitischen Vorlagen er— folgen. — 4. Dez. Die Regierung verlangte heute ein zweimonatliches Budgetprovisorium für die Monate Januar und Februar n. J., da das Budget in diesem Jahre nicht mehr erledigt werden kann. Belgien. Brüssel, 4. Dez. Kammer. Die sozialistischen Deputirten begründeten ihren An— trag auf eine Amnestie für politische und Strike— vergehen. Der Justizminister ersuchte die Kammer Namens der Regierung den Antrag nicht in Erwägung zu ziehen. Dänemark. Kopenhagen, 4. Dez. Das Landsthing hat die Regierungsvorlage betreffend die Emission einer Zprozent. Staatsanleihe im Betrage von 25 Million Kronen und die Kon⸗ version der jetzigen 3 ½ prozent. Obligationen in Großbritannien. London, 3. Dezbr. Aus Sansibar wird gemeldet, daß zwischen der Regierung von Uganda und der Britisch Ost⸗ afrika⸗Gesellschaft ein Konflikt ausge brochen. Die Beamten der ersteren nahmen mit Gewalt eine befestigte Station der Gesellschaft in der Nähe von Kavirondo, nordöstlich von Viktoria Nyanza in Besitz und zwangen den befehls— habenden Offizier unter Androhung der Ge⸗ fangennahme, das Feld zu räumen, indem sie sich gleichzeitig der Waffen und der Munition bemächtigten. Spanien. Madrid, 3. Dezember. Der Gesetzentwurf betr. die Revision des Zolltarifsvz. Das Kabinet rechnet auf die Annahme desselben, da die den Entwurf bekämpfenden Deputirten der Kammer— Gerüchte majorität sich der Abstimmung enthalten werden. Italien. Rom, 3. Dez. Der König er⸗ heute das Parlament im Beisein der Königin, des Prinzen von Neapel, der Herzoge Aosta und Genua und des Grafen von und des diplomatischen Corps. einer Meldung der„Agenzia Belgrad hat König Alexander den König von Italien Nach 11 1 1 im nächsten Frühjahr in Rom zu besuchen.— Die spanische Regierung hat die italienische ersucht, den handelspolitischen modus vivendi zu verlängern. Italien habe sich die Antwort vorbehalten. — 4. Dez. Die Kammer wählte Biancheri mit 236 Stimmen zum Präsidenten; 73 Stimm⸗ zettel waren unbeschrieben. Amerika. Washington, Dez. Der okio hat die an den ameri⸗ Minister des Auswärtigen in japanischen Gegenvorschläge kanischen Gesandten Dun behufs Uebermittelung an den amerikanischen Gesandten in China mit⸗ getheilt. Ueber die Verhandlungen wird das größte Geheimniß bewahrt, jedoch nimmt man an, daß die japanischen Vorschläge hauptsächlich in der Entschädigung sowie in der Forderung drückender Garantien abweichen, unter denen sich die Besetzung Port Arthurs bis zur Er— füllung des Friedensvertrages befindet Afrika. Sansibar, 4. Dez. Privatbriese aus Uganda von Ende September melden, daß Kabarega, der König von Unyoro, das britische Fort Hoima, zwölf Stunden von der Grenze Ugandas entfernt, angegriffen hat. Der Kom— mandeur des Forts, Hauptmann Thrusion, schlug den Angriff ab, wobei viele von Kabarega's * 7 — 1 — Leuten, darunter einige Häuptlinge, getödtet wurden. China. Shanghai, 22. Okt. An den Häusern der in Peking wohnenden Fremden ist eine in chinesischer Sprache abgefaßte kaiser— liche Proklamation angeschlagen worden, in welcher dem Volke und den Soldaten bei An— drohung schwerer Strafen befohlen wird, sich gegenüber den Ausländern höflich zu benehmen. Japan. Pokohama. Nach einer Meldung der Blätter ist der japanische Marschall Vama— gata in Folge von Ueberanstrengung schwer er— krankt und er muß nach Japan zurückkehren. Aus Stadt und Land. d. Friedberg. Die von dem ev. Arbeiter- und Handwerker-Verein am verflossenen Sonntag Abend im Saalbau veranstaltete Hans Sachs-Feier übertraf alle Erwartungen. Der große Saal erwies sich als viel zu klein. Durch den Gesang eines Liedes vom Seminar- saͤngerchor wurde die feier um 8 Uhr eröffnet. Decan Meyer hielt eine kurze Ansprache und hieß sämmtliche Gaäste willkommen. Er glaube nicht, daß durch diese Feier die begonnene Adventzeit benachtheiligt würde, ein anderer Tag habe sich aber dafür nicht festsetzen lassen. Sem. Lehrer Dr. Karg hielt einen längeren Vortrag aus dem Leben und Wirken des berühmten Dichters und Schuhmachermeisters Hans Sachs. Der Vortrag war sehr lehrreich und fand allgemeinen Beifall. Durch kraftige Mitwirkung an der Feier haben sich um den Verein noch besonders verdient gemacht. Der Sängerchor vom Lehrerseminar unter Leitung des Dirigenten Schmidt, Frl. Jenser aus Frankfurt, Frl. Nies u. K. Müller von hier durch Gesangsvortrage, Frl. Bernius und mehrere Seminaristen durch Vorträge auf dem Klavier, Frl. Romeiser durch Deklamation. Ein Theil von Vereinsmitgliedern bewirkte auf der Bühne die Auf— führung des Stückes:„Der fahrende Schuler aus dem Paradies“ und Aufstellung von Marmorgruppen. Die Aufführung gelang ausgezeichnet und ernteten die Ver- anstalter derselben großen Beifall. Am Schlusse dankte Decan Meyer für das Gelingen des Ffestes allen Per— sonen, welche mitgewirkt und zur Verschonerung der Feier beigetragen haben, sowie für das zahlreiche Er— scheinen. Das Fest verlief von Anfang bis zu Ende auf's Beste und wurde durch keinen Mißton getrübt. 0 Eine eigenthümlichen Eindruck muß es auf jeden Kirchganger machen, wenn man stets Sonntags ein Dutzend Jager in vollem Wichs nebst Hunden mit der Eisenbahn in Friedberg ankommen sieht, um der Jagd zu frohnen. Man merkt es diesen Leuten durch aus nicht an, daß sie nothig hätten die Jagd gerade Sonntags auszuub 8 Der Gese Samstag sei gnügen ab reiche Prog Erledigung ten Chore ste Usinger, das das alte, aber ewig schöne B der Karthner Walzer Seminarlehrer Gatzert dexein Frohsinn hielt vergangenen erstes, größeres Winterver- usammengestellte, abwechselungs⸗ ausgezeichneter Weise seine verstandnißvoll zeführ zkeit des Dirigenten, Lehrer Am besten gefielen ied„Untreue“ und letzterer von Am Worther imm ebenso war die Wiedergabe des schöͤne. Von mitwirken in A. Jenser zu nennen, welche di und den seelene lautesten Frankfurt bewies den Violinsoli, daß er ein Beife ist. Ein durchaus flott gespielter Einakter machte den Schluß des Programms, über dessen Aus führung nur die eine Stimme herrschte, daß sie eine genußreiche und gelungene war. t. Gießen. Verzeichniß der Sitzungen des Schwur⸗ erichts vom 4. Quartal 1894: 1. Mittwoch, 5. Dez., Form. 9 Uhr, gegen Martin Bindewald von Ober⸗ Seibertenrod, wegen Meineids; 2. Mittwoch, 5. Dez., Vorm. 11½ Uhr, gegen Kaspar Herbst von Roßdorf, wegen Versuchs der Nothzucht; 3. Donnerstag, 6. Dez. und Freitag, 7. Dez., je Vorm. 9 Uhr, gegen Johannes Schroder 11. von Nieder⸗Bessingen, wegen Meineids; 1. Samstag, 8. Dezbr., Vorm. 9 Uhr, gegen Marie Silberling von Merkenfritz und Georg Imhof von Wolferborn, wegen Meineids; 5. Montag, 10. Dezbr., Vorm. 9 Uhr, gegen Heinrich Seibert von Wetzlar, Paul Kleinau von Oels, Heinrich Gebhardt von Als⸗ feld, Philipp Schick von Jugenheim und Hermann Gräber von Windhof bei Heuchelheim, wegen Zwei⸗ kampfs mit tödtlichem Ausgang, resp. Beihülfe dazu. Worms, 2. Dez. Im Rayon des hiesigen Bahn⸗ hofes stieß gestern Abend ein Güterzug auf eine Rangir maschine. Beide Maschinen, sowie einige Wagen wur⸗ den beschädigt, doch nicht erheblich; Personen wurden nicht verletzt. Allerlei. Wiesbaden, 3. Dezember. Der Konservator der nassauischen Alterthümer, Oberst Cohausen, der auch große Verdienste um die Limesforschungen hat, ist ge⸗ storben Mannheim, 3. Auf dem Wege von Ilves⸗ heim nach Ladenburg wurde gestern Abend die Schuh händlerin Keller aus letzterer Stadt von 2 Strolchen und einem Frauenzimmer überfallen und eines Theils ihres Waarenvorraths beraubt. Von den Räubern hat man bis jetzt keine Spur. Würzburg, 2. Dez. Großes Aufsehen erregt der plötzliche Tod der beiden 15 u. 17 Jahre alten Töchter des Bahnhofsrestaurateurs Ries in Selb. Die beiden Mäd chen wurden am Freitag Morgen in ihren Betten als Leichen gefunden. Man schöpfte sofort Verdacht, daß sie keines natürlichen Todes gestorben seien und dieser Verdacht ist begründet. Es steht fest, daß die Mädchen Gift genommen haben und zwar unbeabsichtigt. Von wem ihnen das Gift mit den am Donnerstag Abend genossenen Speisen beigebracht wurde, ist gänzlich unbe— kannt, ein Verdacht nach irgend einer Richtung besteht zur Zeit nicht. Berlin, 3. Dez. Gestern Abend ist im Norden von Berlin, in der Nähe der Nazarethkirche, an der ßjahrigen Anna Mosler ein Lustmord verübt worden. Als Thäter wurde der Schuhmacher Bischoff verhaftet. Bei der Vernehmung spielte er die Rolle eines stupiden Menschen. Bischoff hat nach anfänglichem Leugnen die That in vollem Umfange eingestanden. Berlin, 4. Dez. Auf den Major Enderlein vom Bekleidungsamt des. Armeekorps in Spandau ward vorgestern Abend, als er sein Bureau verließ, im Haus flur ein Revolverattentat verübt, die Kugel drang dicht über dem Kopf Enderlein's in die Wand. Der Atten— täter entfloh. Es wird ein Racheakt vermuthet. Szegedin, 1. Dez. Heute Morgen bestieg hier ein betrunkener Locomotivführer eine geheizte Maschine und fuhr in rasender Geschwindigkeit einem vor einer Der Dez. halben Stunde abgelassenen Personenzuge nach, mit welchem die Locomotive bei Vasarhely zusammenstieß. Die Letztere sowie mehrere Waggons wurden total zertrümmert. Der Locomotivführer des Personenzuges und ein Reisender wurden schwer verletzt, mehrere andere Personen leicht. Brüssel, 2. Dez. Die Caulille'sche Forcit⸗Fabrik bei dem Militärlager von Beverloo ist in die Luft ge— flogen und vollstandig zerstort. Bisher wurden drei Todte und etwa 20 Veewundete aufgefunden. Reggio, 4. D Die Beunruhigung dauert fort, nachdem in Folge angeblich beobachteter Anzeichen eines ez. Erdbebens das Gerücht verbreitet ist, daß neue Erd⸗ stoße möglich seien. Die ganze Bevölkerung hält sich auf den Straßen auf. Offiziell sind 86 Opfer der letzten Erdbeben nachgewiesen, die Zahl der Verwundeten belauft sich auf 600. Petersburg. Von einem Schneesturm wurden unweit des Dorfes Besdonnaja im russischen Gouverne ment Tula 9 Bauerinnen im Alter von 24— 26 Jahren sowie 2 Bauernknaben auf dem Heimwege vom Felde überrascht. 11 Personen sanken bald erschöpft am Wege nieder und erfroren sammtlich. Takoma in Washington, 29. Nov. Gestern Nacht um 11 Uhr hörte man hier ein donnerähnliches G räusch und plotzlich stürzten die Docks auf einer Strecke von 600 Fuß in die Auch zwei Die le Dee. san * Dampfer gingen * 1 8 unter. Der Erdboden k in der Nahe 6 Zol einen Fuß ein. Der Einwohnerschaft e mik. Die Viehhöfe der Northe die Bureaux und ein 400 Fu stürzten ein. der Schuppen geriet der die Ursache der Katastrophe gehen Um Kraukheitsübertragung durch Milch zu vermeiden, fordert Fr. Dornblüth in Rostock mit Recht bei der hohen Bedeutung der Milch als Nahrungsmittel, insbesondere für die Kinder, nick izeiliche Kontrole bezüglich ihres 0 1 1 at 11 icht bloß pol 4 ruhigem Gehaltes, sondern auch eine hygieinische, unvermeidliche, in die Milch hinein gelang Schädlichkeiten unschädlich zu machen. selben können schon von der Kuh stammen oder der Milch erst später durch Zufall oder Absicht beigemengt sein.— Von Thierkrankheiten können mit der Milch übertragen werden die Erreger der Milch- und Aphthenseuche und die Perlsucht, Tuberkulose, zumal wenn das Euter infizirt ist. Durch Zufall kann die Milch aufnehmen die Krankheitskeime von Scharlach, Diphtherie, Unterleibstyphus, Cholera ꝛc. Fälle von Kinder⸗ cholera werden oft durch Milch, in welcher f Solche Milch erscheint sonst normal, hat aber, besonders 1 Die Gährungsvorgänge schweben, erzeugt. abgekocht, einen eigenthümlichen Geruch. Gährungsprodukte, wohl zu unterscheiden von den einfachen Gerinnungs-Produkten, werden durch Kochen nicht vernichtet, während die Keime der oben genannten Infektonskrankheiten durch gründliches Kochen unschädlich gemacht werden können. Weiter ist für den Milchge⸗ brauch der schon beim Melken hinzukommende Milchschmutz nachtheilig. Derselbe sinkt bei Stehen zu Boden und besteht aus Kuhexkrementen, Futterresten, Futterstaub und Streubestandtheilen und ist durchsetzt von Bak— terien, Schimmelpilzen und Hefearten. Durch den Milchschmutz können folgende Nachtheile entstehen, nach Soxhlet: 1) Bei längerem Stehen und bei der Verdauung der Milch werden werthvolle Nahrungsstoffe in minder werthvolle oder schädliche Zersetzungsprodukte verwandelt Milchzucker in Milchsäure oder Alkohol in Kohlensäure. 2) Es entstehen giftige Stoffe, Ptomaine, als Stoffwechselprodukte der Bak— terien. 3) Labartige Stoffe bilden sich, welche die Milch in kurzer Zeit ohne Säurebildung zur Gerinnung bringen. Um alle diese Schädlichkeiten fern zu halten, ist nicht nur die Sterilisierung der Milch und die Marktkontrole wichtig, sondern vor Allem auch eine hygieinische Beaufsichtigung d der Stallungen in Meiereien. krankheiten, während mit ansteckenden Krank- heiten behaftete Personen nicht zum Melken zuge— lassen werden dürfen, 3) für die beim Schlacht⸗ vieh gefundenen Krankheiten behufs Nachforsch⸗ ung über Ort und Ursache. Natürlich müssen die Kuhbesitzer und Milchhändler über dies Alles insbesondere belehrt werden. Hygieinische Aufklärung ist wichtiger als hygieinische Gesetz⸗ gebung. Petroleumlampen und Petroleumkocher schuell und leicht zu reinigen. Als einfaches Mittel zur schnellen und gründlichen Reinigung der Lampen wird trockene Holzasche empfohlen, mit welcher man Brenner und Glasbecken von innen und außen, ganz ohne Wasser, mit weichem Papier abreibt. Das Becken wird spiegelklar und darf nur noch mit einem trockenen Tuche nachgewischt werden. Besonders Küchenlampen und Petroleumkocher lassen sich auf diese Weise schnell vollständig säubern, da die Asche alles Petroleum aufsaugt. Zieht man zu der Arbeit ein Paar alte Hand⸗ schuhe an, so bleiben die Hände ganz rein, weil das Putzen ohne Anwendung irgend einer Feuchtigkeit geschieht. Dieses Putzen mit Asche ist dem vielfach gebräuchlichen Auskochen mit und Soda bei weitem vorzuziehen, da dieses Verfahren nicht nur viel umständlicher ist, sondern mit der Zeit auch die Trennung des Brenners vom Becken zur Folge hat. Diese scharfe Natronlauge löst nämlich die Alaun⸗ Seise verkittung, welche jene beiden Theile verbindet, auf. Uebrigens bemerken wir, daß dieser letztere Umstand, trotz Sodareinigung, erst dann ein⸗ tritt, wenn die Einkittung mittels Bleiglätte und Glycerin stattgefunden hat. Diese Ein⸗ Die. Berin 4) Es erfolgt eine g lebhafte Gasbildung bei der Milchzersetzung; g die Milch hat stark blähende Eigenschaften. 5 a 0 Nöthig ist auch 12 die Meldepflicht 1) für Alle, die Milch zum 4. Verkaufe bringen, 2) für ansteckende Thier⸗ 9. 10 Gründen geraten, wechseln u dadurch n und sie er —ů— Von jetz I anstadt in Abzweigung daltestell and von der sonengeldsat Die Vosten osnsonen a holten. Die ulassig, ale im Persone krachen, au gebracht we wacks bis derwaltung Fried! Sta 0 In den IJ. gingef einigt, 6 Veiffenbach Professor 10 Pig. w N beafeser genen der zuffordert, 1 Fried Ur. U — Wie se ezember eee Audisgesch. dee Werk Nan ehelicher etet unt ich dersel ichtliche 9 ugung ei gelungen terthe, b Telegraph. ind auch keffen Par uband d dachen das 1 2 — *— mende nkt hei ht aug ub und N Bal⸗ Durt chlheile Stehen werden cthvolle vandelt hol i Stoffe, r Bak⸗ welche Dildung! gt eine, ehung;, eine solche Hygieine. durchgemacht hat, weiß davon zu erzählen und jeder häufig und lange Schreibende hat zum mindesten schon empfunden, wie stark die durch 9 1 aus praktischste im Gebrauch. i Die Hygieine bes Schreibens. So komisch es klingt, so gibt es doch auch Wer den Schreibkrampf diese Thätigkeit hervorgerufene Müdigkeit nicht nur auf die direkt davon betheiligten Theile wirkt, sondern den ganzen Organismus beein— flussen kann. Die„Hygiein. Korresp.“ macht kittung ist weitaus die dauerhafteste und durch- winter M. 15.00—15.50, La Plata M. 14.00—14.50, rule hies. n. M. 11.50—11.80, Pfälzer M.—.— russischer M. 12.25— 12.75, Gerste, hies. 13.00 15.00 Pfälzer M. 14.00— 15.00, fränkische M. 14.50— 15.00, Riedgerste M. 14.50— 15.50, ungarische M. 16.50 bis 18.75, Futtergerste M. 0.00 bis 00.00, Hafer, hiesiger M. 10.25 12.00, Württemberger M. 10.25 bis 12.00, bayr. M. 10.00 13.00, russ M. 12.75— 14.50, bis 12.75. darauf aufmerksam, daß die allzustarke Ermü- dung durch vieles Schreiben und selbst der Schreibkrampf sich vermeiden lassen, wenn darauf geachtet wird, keine glatten(metallenen) Federhalter und keine zu dünnen anzuwenden, da durch solche die Hand⸗ und Armmuskeln unnöthig und überstark angestrengt werden. Darauf sollte man namentlich bei Schreibern achten, die Metallhalter aus mannigfachen Gründen besonders bevorzugen. Ferner wird gerathen, mit den Federhaltern öfters abzu— wechseln und verschieden dicke zu gebrauchen; dadurch wird die Lage der Mußkeln geändert und sie erschlaffen weniger schnell. Bekanntmachung. Von jetzt ab wird für die Personenpost Friedberg— Ranstadt im Orte Nieder-Florstadt und zwar an der Abzweigung der Straße nach Dorn-Assenheim eine Haltestelle eingerichtet. Für die Beförderung nach und von der neuen Haltestelle kommen die gleichen Per— sonengeldsätze wie für Nieder-Florstadt in Anwendung. Die Posten dürfen an der Haltestelle, im Falle daselbst Personen ab⸗ oder zugehen, höchstens 1 Minute an⸗ halten. Die Beförderung von Reisegepäck ist insoweit zulässig, als dasselbe ohne Belästigung der Mitreisenden im Personenraum oder ohne Schwierigkeiten zu ver— ursachen, auf dem Deckbehältniß des Postwagens unter- gebracht werden kann; für die Beförderung des Reise⸗ „ gepäcks bis zur nächsten Postanstalt übernimmt die Post— haften. halten, Milch 1 vor tigung! t auch] h zum Thier⸗ Kranke n zuge⸗ chlacht forsch.“ müssen r dies inische Geset⸗ fel 1 ud rocken rennet ghachtsgeschenk für die Geschäftswelt. derwaltung keine Gewähr Friedberg 3. Dezember 1894. Kaiserliches Postamt Bernius. Stadtkirchenbau⸗Verein Friedberg. In den Monaten September, Oktober u. November J. J. gingen ein und werden mit herzlichem Danke be— scheinigt, 6M. von Frau A. D. durch Professor bor. Weiffenbach; 5 M. von Candidat Göbel; 500 M. durch Professor Dr. Weiffenbach von Ungenannten; und 40 Pfg. weiterer Erlös für 2 Sedan-Predigten von Professor Ur. Weiffenbach. Um weitere Gaben, zu denen der gegenwärtige Stand der Baufrage dringend o auffordert, bitten herzlich. Friedberg den 4. Dezember 1894. Dr. W. Weiffenbach, Heidt, Vorsitzender. Rechner. Literarisches. Wie seit mehr als 30 Jahren erscheint Anfangs Dezember der Zeitungskatalog der Annoncen-Expedition von Haasenstein u. Vogler als ein werthvolles Weih⸗ Was dieses statt— liche Werk sich vorgenommen hat, das erfüllt es in von Fahr zu Jahr sich steigenden Maaße: es ist ein unent⸗ zehrlicher Führer durch das Labyrinth der Presse und bietet unschätzbare Anhaltspunkte für Diejenigen, welche sch derselben bedienen. Die herrliche Form, die über— schtliche Anordnung des Stoffes, die willkommene Ein⸗ fiigung eines Notizkalenders, die umfangreichen Mit⸗ theilungen über Vieles im Geschäftsbetriebe Wissens⸗ werthe, beispielsweise Bestimmungen über Post⸗ und Telegraphenwesen, den ganzen Reichs bankverkehr ꝛc. sind auch in diesem Jahre beibehalten, dahingegen über— treffen Papier und Druck sowie der äußerst elegante Einband die früheren Auflagen ganz bedeutend und machen das Werk zu einem Schmuck jeden Schreibtisches. Mit Herausgabe dieses Kataloges hat die Firma Haasenstein u. Vogler von neuem den Beweis ihrer Tüchtigkeit erbracht; wir empfehlen dem inserirenden Publikum dieses Werk zu ganz besonderer Beachtung. Handel und Verkehr. Friedberg, 5. Dezember. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.00— 1.10, Eier per St. 9—00 Pf. Friedberg, 4. Dez. Fruchtpr. Weizen M. 12.25 bis 12.50, Korn M. 11.— bis 00.00, Gerste M. 12.00 bis 13.00, Hafer M. 10.50— 00.00. Alle Preise ver⸗ stehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. a Grünberg, 1. Dez. Fruchtpreise. Weizen 11.92 M., Korn 11.64 M., Gerste 9.68 M., Hafer 9.62 Erbsen 12.00 M., Linsen 00.00 M., Wicken 00.00 M., Lein 00.00 M., Kartoffeln 000 M., Samen 00.00 M. Frankfurt, 3. Dez. Fruchtbericht. Weizen hiesiger u. Wetterauer M. 13.00— 13.20, kurhess. M. 13.00 00.00 norddeutscher M.—, russischer M. 13.25— 15.25, Red⸗ Mais mixed M. 13.0— 13.50. Donaumais M. 12.50 Alles per 100 Kilio netto effektiv loco hier. Frankfurt, 3. Dez. Viehmarkt. Der heutige Markt war mit 390 Ochsen, 35 Bullen, 454 Kühen, Stieren u. Rindern, 198 Kälbern, 542 Hämmeln, 1014 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qualität pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 70 bis 72, 2. Qual. M. 63—66, Bullen 1. Qual. M. 58 bis 60, 2. Qual. M. 53—55, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 6264, 2. Qual. M. 48—52. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. Qual. 65—70 Pfg., 2. Qual. 55—60 Pfg., Hämmel 1. Qual. 61—62 Pfg., 2. Qual. 5256 Pfg., Schweine 1. Qual. 59—60 Pfg., 2. Qual. 57—58 Pfg. Alles per Pfund Schlacht⸗ gewicht. Die bei ben e der 5.(Durchgangs-) Züge außer den eigentlichen Fahrkarten tarifmäßig zu lösenden Platz⸗ karten, welche gegenwärtig nur auf den Anfangsstationen der Züge und in den Zügen selbst verabfolgt worden sind, werden vom 15. Dez. ab auch auf den Haltestati onen dieser Züge zur Ausgabe gelangen und zwar in der Weise, daß jedem Reisenden, welcher eine Fahrkarte löst, gleichzeitig eine Platzkarte gegen Entrichtung der tarif— mäßigen Platzgebühr verabfolgt wird. Die Eintragung der Platznummer in die Karte erfolgt jedoch erst im Zuge. Reisende, welche sich bereits im Besitze zur Be— nutzung der( Züge berechtigender Fahrtausweise be— finden, können die Platzkarten entweder am Fahrkarten— schalter oder im Zuge lösen. Gebührenfreie Platzkarten werden nur in den Zügen verabfolgt. Bitte. Damit auch dieses Jahr eine Christbe— scheerung für die hiesige Kleinkinderschule stattfinden kann, wird um gütige Beisteuer von Geld und sonstigen Gaben gebeten. Zum Em— pfange erklärt sich jede der Unterzeichneten gern bereit. Bertha Becker. Johannette Klippstein. Adele Braden. Hilda Dieffenbach. Elise Steinhäußer. Repertoir⸗ Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Fraukfurt. Opernhaus. Donnerstag den 6.: Zum ersten Male: Armida, große Oper in 5 Akten von Chr. Gluck. Gew. Preise. Freitag den 7.: Geschlossen. Samstag den 8.: Zum ersten Male wiederholt: Armida. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 9.: Nachm. 3¼ Uhr: Obersteiger. Er⸗ mäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Arda. Große Pr. Schauspielhaus. Donnerstag den 8.: Charley's Tante. lionär a. D. Freitag den 7.: Egmont. Samstag den 8.: Jun ersten Male wiederholt: thäter der Menschheit. Sonntag den 9.: Nachm. 3½ Uhr: Vorstellung bei er⸗ mäßigten Preisen: Kabale und Liebe. Abends 7 Uhr: Wohlthäter der Menschheit. Montag den 10.: Braut von Messina. In Amerika verstorbene Hessen und Hessen⸗ Nassauer. Johnstown, Pa. Adolf Helm, 22 Jahre alt, aus Offenbach. Berklair, Goliad Co., Texas. Friederike Fell, geb. Hoch, 62 Jahre alt, aus Ober⸗ schönau, Kr. Schmalkalden. Brodpreise vom 1. bis 16. Dez. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim u. Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Dez. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim u. Butzbach unverändert. Israelit. Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 8. Dezbr. 1894. Beginn: Vor⸗Abend 4 Uhr 15 Min. Samstag Morgen 8 Uhr 40 Min. Samstag Nachmittag 3 Uhr. Sabbathausgang 5 Uhr 15 Min. Montag den 10. Dezember: 12. Cislev, Friedberger Fasttag Morgens 6 Uhr 45 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 9. Dezember an Morgens 7 Uhr Synagoge, Nachm. 6 Uhr 30 Min. Vorher: Mil⸗ Wohl⸗ Gemeindezimmer. Eingesandt. Friedberg. Mit Rücksicht darauf, daß fast alle Städte und Dörfer Deutschlands den tapferen Kriegern von 1870,71 dadurch ihre Dankbarkeit bethätigt haben, daß sie ihnen als öffentliche Ehrung Denkmäler setzten, wurde in hiesiger Stadt der Gedanke angeregt, den Mitkämpfern an diesem glorreichen Feldzuge, die uns die unvergleichen Erfolge dieses Krieges mit erringen und mit Einsetzen ihres Lebens den stolzen Bau des deutschen Reiches, zu dem wir heute mit so erhebender Genugthuung aufblicken, aufführen halfen, auch ein Ehrendenkmal in Friedberg zu errichten. Zu diesem Zweck trat ein Comité zusammen, welches den Vorstand des Kriegervereins uicht mit der Aufbringung der erforderlichen Mittel beauftragte. Eine im vorigen Herbst in hiesiger Stadt vorgenommene Sammlung frei— williger Beiträge zu diesem Denkmal ergab die Summe von 936.75 Mk. Von nicht in Friedberg wohnenden aber in Beziehung zu der Stadt stehenden Herren, denen von dem Vorhaben Kenntniß gegeben wurde, gingen ein: 10 M. von Tiefbaumeister Zimmermann in Weimar, 1 M. von Dr. Scriba in Södel, 10 M von Fr. Roßbach in Laubach, 10 M. von Oberkonsi⸗ storialrath Dr. Köstlin in Darmstadt, 10 M. von Ober— konsistorialrath Ur. Köhler in Darmstadt, 5 M. von Dr. J. Lang in Griesheim a. M., 3 M. von br. Scriba in Darmstadt, 80.50 M.(50 fl. 6. W.) von W. A. Schmidt in Demnia Wyzna in Galizien, 20 M. von L. Faatz daselbst, 5 M. von Fabrikant L. Becker in Offenbach a. M., 5 M. von Sec. ⸗Lieut. D. L. Chelius in Wickstadt, 5 M. von E. Weis in Eberstadt, 2 M. von O Leinberger in Darmstadt, 10 M. von Kap.⸗Lieut. Scheibel zu Kiel, 5 M. von Pfarrer Frank zu Rohrbach, 100 M. von Graf Oriola in Büdesheim, 10 M. von Th. Trapp in London, 25 M. von Hof⸗ rath Dr. F. Hecht in Mannheim, 5 M. von Pfarrer Waas und von Ministerialrath de Beauclair in Darm— stadt. Die Gesammt⸗Einnahme beträgt demnach Mark 1258.25. Von Rektor Lang in Frankfurt a. M. wur⸗ den 20 Exemplare der von ihm verfaßten Gedichte über— sandt, deren Erlös für das Denkmal bestimmt ist.— Den vorgenannten Herren, sowie den Einwohnern Fried— bergs sei hierdurch für die wohlwollende Unterstützung bestens gedankt. Mitbürger! Zur Herstellung eines der Würde der edlen Sache entsprechenden Denkmals, das gleichzeitig der Stadt als Zierde dienen soll, reicht die eingegangene Summe aber noch nicht aus, weshalb der Krieger-Verein um geneigte Zuweisung weiterer Beiträge, die von dem Vorstandsmitglied C. Scriba dankbarst entgegengenommen werden, zu bitten sich er— laubt. Vergeßt der theueren Todten und ihrer glor— reichen Thaten nicht, streicht nicht aus dem Gedächtniß, was die gefallenen, gestorbenen und noch lebenden Krieger von 1870/71 fur das Vaterland, was sie für uns gethan haben. Alles haben sie für uns eingesetzt, von allem, was ihnen lieb und werth sein konnte, rissen sie sich los, und daß wir nicht nur in Frieden, sondern auch in geachtetem Frieden leben, daß wir die Seg⸗ nungen der gesicherten Ruhe genießen können, das danken wir ihrem todesmuthigen Eintreten. Uns selbst ehren wir, wenn wir die Krieger von 1870/1 ehren und des Errungenen zeigen wir uns würdig, wenn wir die schöne Pflicht der Dankbarkeit, durch Errichtung eines Denkmals, üben. Deshalb nicht nur die Herzen auf, sondern auch die Hände! — 2 Schriftlichen Anfragen wegen Auskunft über eine Annonce ist stets das Rüctporio beizufügen, wenn auf eine prompte Antwort gerechnet wird. Die Exped. des Oberh. Anz. ö 2 Mtr. prima Eskimo für einen Winterüberzieher zu Mark 12.45, 3,30 Mtr. schwerer Lodenstoff für einen Anzug zu Mark 8.75, nadelfertig ca. 140 n mbreit, versenden direkt franco Oettinger& Co., Frankfurt a M., Fabrik „épöt. Muster umgehend franco. Nichtpassendes wild zurückgenommen. 4066 d. d. l. Samstag den 8. Dez., 6¾ Uhr, Rit.— i. III. G. rr. i. G. L. DAUBE& Co., OCentral-Annoncen-Expedition der deutschen und ausländischen Zeitungen, Central-Bürcau Frankfurt a. M., sowie in allen übrigen grösseren Städten des In- und Auslandes, halten sich besteus empfohlen zur Vermittelung von Inseraten in alle Zeitungen, Localblätter, Reisebücher, Kalender ete, des lau- und Auslandes, unter Zusicherung promptester, billigster u. gewissenhaftester Bedienung; auch steben dieselben den P T. luserenten gerne mit ihren auf langjährigen Erfahrungen sich basireuden Rathsch ägen in insertionsangglegenheiten zur Ver- fügung. Bei grösseren Aufträgen wird der höchst- möglichste Rabatt bewilligt Ausführliche Zeit- ungscataloge und Kostenvorauschläge gratis Frische Pumpernickel 5035 bei Wilhelm Fertsch. Neue Wallnüsse, Neue Haselnüsse n Wilh. Bernbeck rr Kinder-Mäntel, prachtvolle Neuheiten, zu herabgesetzten Preisen. G. Schulhof. Musik- Verein. „ 7 5 5 2 Coyeert 9. Dezember 1891, Abends 7 Uhr, im Trapp'schen Saale unter gütiger Mitwirkung von Fräulein Kathinka Schäfer aus Frank- furt a. M., Fräulein Johanna Schueider aus Darmstadt, Herrn Franz Waßmuth aus Hanau, Herrn Seminarlehrer Ft. Gatzert dahier. Dirigent Herr Seminarlehrer Schmidt. Programm. Zlatorog, eine Alpensage von Rud. Baumbach für Chor, Solostimmen und Klavier komponirt von WT Sonntag den 1. 5042 A. Thier selder. Rossini. 2.„Frag ich mein beklommenes Herz“, Arie. 3.„Ekkehard“, Ballade. F. Schilling.— 8 5 4.„Lieder, gesungen von Frl. Schäfer: 2 2 Ochsen-Zungen. u. Ich liebe dich 5 Grieg. 8 S 7 b. Widmung Schumann. Corned Beef und Die Bekehrte Stange. st. Kronen- Hummer 5019 empfiehlt Fr. Michel. lavierbegleitung Mosenthal⸗Kugler. 5. Mozart, De'lamation mit K muth: 3.„Lieder“, gesungen von Herrn Waß a. Sommerabend. 5 b. Gebet 5. 0 0 0.. 0 0. 0 e. Ein fröhlicher Sang. Billets für nummerirten Platz à M. 1 Platz a M. 1.— sind in den beiden hiesigen Buchhandlungen, Abends an der Kasse zu haben. Bezirks⸗Kranken⸗Kasse für Assenheim und Umgegend. Bekanntmachung. Die diesjährige II. ordentliche Generalversammlung der Bezirks— krankenkasse für Assenheim und Umgegend soll Mittwoch den 12. Dez. d. J., Nachmittags 3 Uhr, auf hiesigem Rathhause abgehalten werden, wozu die Vertreter der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer, sowie die Herren Bürgermeister des Kassenbezirks hierdurch eingeladen werden. Tagesordnung: Wahl von 3 Revisoren der 1894er Rechnung. Assenheim den 3. Dezember 1894. Der Vorstand der Bezirkskrankenkasse. L. Reif. Mathildenstift Vilbel. Bekanntmachung. Der letzte Zahltag bei der Kasse des Mathildenstifts für Monat Dezember a. c. ist am 12ten, da der auf den 19ten fallende 5 8 5 zahltag aufgehoben ist. Als passendes Vilbel den 30. November 1894. 1 8 No 18 12 Der Direktor des Mathildenstifts: Weihnachts⸗Geschenk Jempfteblt Parfümerien und Toillette-Seife J. C. Guth. 10. 1 in Cartons zu billigsten Preisen Ver stei erun 5001 Jos. Derfelt. Dienstag den 11. 1 ge den 9. 4 38., Ein braver Junge, Vormittags 10 Uhr anfangend, werden die zu dem Nachlasse der welcher die Bäckerei erlernen will, Rentier 11111 Eheleute zu Friedberg gehörigen Mobilien, als: kann sofort bei mir eintreten. 1 sib. Vorleg⸗, 14 silb. Eßlöffel, 6 Gabeln, Theelöffel und dergl., 020 K. Euler. 3 Sophas, 6 gepolsterte Stühle und 2 Sessel, 1 Glas- und 1 Küchen⸗ Von heute an offeriere ich schrank, 3 vollständ. Betten, 1 Brandkiste, 3 Kleiderschränke, 2 Regula— Lassen. Goltermann. .. Goltermann. 50, für nichtnummerirten sowie 5016 Ausverkauf von Wintermützen, Pelz-Waaren zu jedem annehmbaren Preise bei 4601 Fritz Schmidt a. d. Bahn. .—————— Hemden für Herren und Damen, die in gutem waschächtem Flanell, sowie auch in prima weißen Stoffen selbst aufs Sorsfäl- tigste verarbeiten lasse, empfehle zu außerordentlich billigen Preisen. N. Simon. 4902 Feinste Dü sseldor fer 7 7 Punsch-Syrupe zu haben bei Friedr. Michel, 5024 Friedberg, Kaiserstr. 1. * 5010 rima Pferdefleisch teure, 1 Standuhr, 1 Waschkommode, 1 Pfeilerschränkchen, mehrere p Pfund 25 fer en 1. größere und kleinere Spiegel, Bilder, Zinn. u. Kupfergeräthe, 1 Partie Sauce 10 N Wursich 5 per Teppiche, Nähtischchen, Lampen, sowie sonstige Haus- und Küchen- Stuck 10 Pf., Fett per Pfund 35 Pf., geräthe in deren Behausung versteigert. Abnutzen für Hundefutter per Pfd. 6 Pf. Friedberg im Dezember 1894. Louis Wolf. Pferdeschlücterei. 5025 Friedberg, Vorstadt. CEC—— ꝛ Todes Anzeige und Danksagung. Gott dem Allmächtigen hat es * 8 n Franz Joseph Nees. Auctionator. Puppenküche Frische Schellsische 5044 Eine Muslk-Verein. Die passiven Vereinsmitglieder w gebeten, ihre Concert⸗Karten bis nächsten Samstag Abend 2 Uhr in der Buchhand⸗ lung des Herrn Carl Biadergagel d Der Vorstand. zu lassen. 5022 In Eispackung: Frische Schell fische, Kabliau, Sechechte 5034 bei Wilhelm Fertsch. Christbaum⸗Schmuck, 9 Lichter⸗ Halter, Weihnachts⸗Lichter. 5 e. ee ee, Frische Schellfische und Cabl sind soeben eingetroffen, per Pfund 25 Pfg., 50⁴⁰ und empfiehlt J. A. Windeck Neue Orangen, Feigen, Maronen, Cocosnüsse „lle gerale neue Mandeln, Nosinen, Corinthen, Sulta⸗ ninen, Citronen ö empfiehlt Wilh. Bernbeck. Pelzwaaren, Filz⸗ und Seidenhüte, Mützen, Damen⸗ und Herren⸗ Regenschirme, Cravatten, Hosenträger und Handschuhe . Nelsgele eb, Neue Wall⸗Nüsse, ö g 5 lan 5 4963 4988 4914 5041 J. A. 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