34% Sonntg 95 sitag eine 10 gegen Valohn 0 der mi ö o mir den 9% g Mir vom 10% dag ente 10 1. ad Schu e J der Pfund M.! ber Pfd. M. lualitzt. ö 7 iden, l gen Preisen Jjiligag rbar, offerte 10.— per Ce dau. Kümm Decke ehr billigem J f . Schulha eiten efangenen Ales Stramin empf 1 7 „vorm. J. ga — igt Il, V. 9 1 bei der September!“ e zu Jriedhe ssen N 1 J Weiffenbach M e m Besten des vereins bens l Bindernagl — richsdors use, 5 u file e 88——— — 1893. N Donnerstag den 26. Oktober. 126. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ Post nachgenommen. — —— Amtlicher Theil. Betreffend: Die Ausführung der allgemeinen Bauordnung. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. vom 8. v. Mts.(Kreisblatt Nr. 108) bei Ihnen dringend in Erinnerung zu bringen. Wir sind veranlaßt, unser Ausschreiben Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Joseph Jos. Dresch, geboren am 12. Juni 1859 im Kanton Uri in Stockhausen(V. 887/93); Joseph Georg Grobb, gebo (B. 680,93); Joh. Helbrig oder Helbrig von Güls(K. ren am 5. März 1853 in Unter⸗Ufhausen(V. 888,93); stadt(B. 889/93); Johannes Thom, Reisender der Firma Wilh. Langguth in Eßlingen a. N.(B. 615/93); ier en(N. 860/93); Bartolo Soravia, Händler aus Worms(N. 820,93); Justus Kranz von Alsfeld(N. Friedberg den 21. Oktober 1893. Dr. Braden. Böhm, geboren am 23. September 1870 in Poppenhausen(V. 680/93); 203/93); Ernst Wangmann, geboren am 6. Febr. 1857 Karl Wesemann, geboren am 29. April 1857 in Halber⸗ Nikolaus Wagner, geboren am 3. Dezember 1874 in 780/93); Christian Dochtermann von Schotzach, zuletzt Kutscher in Bad⸗Nauheim(N. 778,93); Christian Zentner von Rinklingen(N. 891/93); Georg Wolf von Rommelhausen(N. 912/93); Julius Gelbhardt von Frank⸗ furt a. M.(N. 819,93); Erledigungen: Konrad Sommer von Haibach, durch Gendarm Heimbrecht in Bad⸗Nauheim; Karl Fischer von Homberg a. O.; Johann Hugo von Hergen⸗ brücken, durch Polizeikorporal Kirchner in Würzburg; Johann Michael Faber von 3 ahlbach; Johann Weisenborn von Breitenborn, durch Wachtmeister Will und Gendarm Held in Vilbel; Peter Hönig von Reilingen; Konrad Müller von Sellnrod, durch die Gendarmen Zater und Woweries in Ulrichstein. Steckbrief. Töpfchen mit Salz und Kaffee, kattunkleider, Hut und Handtäschchen, nannte wird ersucht(F. 1340/3). Friedberg den 21. Oktober 1893. Das Frauenzimmer ist ca. 25 Jahre alt, Franz Otto Fischer, geboren am 19. November 1872 in Treuen, ist auf Grund Haftbefehls Großh. Amtsgerichts Friedberg wegen Unterschlagung festzunehmen. Um Nachricht vor Zuführung wird gebeten(F. 1277,93). Ausschreiben: Am Vormitkag des 19. Oktober 1893 wurden eines braunen Handkoffers(enthaltend Herrenhut, Herrenzugstiefel, theilwei Strickzeug, Lumpen) die Flucht ergriffen. 30 bis 34 Jahre alt, ca. 1,75 m. groß, hat dunkelblonden erst im Entstehen begriffenen Schnurr⸗ unter dem Rock einen rothbraunen Wamms und Talmikette. u Friedberg eine Manns- und eine Frauensperson angehalten, welche unter Zurücklassung se noch nasse Herrenhemden, Frauenkleider und Wäsche, Strümpfe, Taschentücher, Stearinkerze, Der Mann, welcher sich Johann Kraus oder Krause, Metzger von Offenbach, nannte, ist und Kinnbart, mittelgroß, hat fleckiges Gesicht, blondes Haar, trägt Druck⸗ sich Helene Metting von Blankenheim und wollte in Bonames Stelle als Dienstmagd gefunden haben. Um Fahndung trägt dunkeln Rock, hellere Hose, neue hohe Stiefel, Der Großherzogliche Amtsanwalt: Lebrecht. Deutsches Reich. Darmstadt, 24. Oktbr. S. K. H. der Großherzog, der Großfürst und die Groß⸗ fürstin Sergius und Großfürst Paul von Ruß⸗ land, die Prinzessin Heinrich von Preußen und die Prinzessin Alix besuchten gestern die Kaiserin. Friedrich in Homburg. — Dem Bürgermeister Jäger in Hainhausen wurde das Allg. Ehrenzeichen 1 J. langjährige treue Dienste“, dem Rechner der Sparkasse in Zwingen⸗ berg Machleid der Charakter als Rentmeister verliehen, der Amtsrichter Nees in Pfeddersheim zum Landrichter in Mainz, der Amtsrichter Ur. Lahr in Zwingenberg zum Amtsrichter in Darmstadt 11, der Amtsrichter Becker in Groß⸗Umstadt zum Amtsrichter in Beerfelden, der Amtsrichter Geilfus in Groß⸗Umstadt zum Amtsrichter in Altenstadt, der Amtsrichter De. Nagel in Worms um Amtsrichter in Pfeddersheim, der Amtsrichter 9 7 in Grünberg zum Amtsrichter in Zwingenberg, der Gerichtsassessor Hörle aus Kaichen zum Amtsrichter in Grünberg, der Gerichtsassessor Ur. Rossi aus Boden⸗ heim zum Amtsrichter in Mainz, der Gerichtsassessor Hessel aus Mainz zum Amtsrichter in Worms, der Ge⸗ richtsassessor Kolb aus Dieburg zum Amtsrichter in Groß⸗Umstadt, der eg eee Hoßinger aus Worms um Amtsrichter in Groß⸗Gerau, der Gerichtsassessor Lebrecht aus Mainz zum Amtsrichter in Groß⸗Umstadt der Finanzaspirant Jockel aus Bad⸗Nauheim zum Kal⸗ kulator bei der Brandversicherungskammer ernannt der Gerichtsassessor Zimmermann in A mit Wahr⸗ nehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts bei den Amtsgerichten Friedberg, Bad⸗Nauheim, Butz⸗ bach und Vilbel beauftragt. 8 4 Berlin. Gerüchte über bevorstehende Personal⸗Veränderungen innerhalb des könig⸗ lichen Staatsministeriums entbehren jeder Be⸗ gründung. f 8 — 23. Okt. Gegen den Anarchisten Ci⸗ garrenmacher Schlosser aus Wiesenthal ist wegen aufreizender, den öffentlichen Frieden gefährdender Reden Anklage erhoben worden. — 24. Oktober. Erzherzog Albrecht von Oesterreich ist um 12½ Uhr hier eingetroffen er wurde vom Kaiser und den Prinzen Heinrich und Leopold auf dem Bahnhofe empfangen. Alsbald erfolgte die Weiterfahrt nach Potsdam. Der Sonderzug traf um 1¼ Uhr in der Wild⸗ parkstation ein. Der Bahnhof war mit öster⸗ marsch fuhr der Erzherzog mit dem Kaiser im offenen Wagen nach dem„Neuen Palais“. Auf dem Wege bildeten das 1. Garde-Regiment und die Schulabtheilung Spalier. Vor dem „Neuen Palais“ war ein aus sämmtlichen Gardecavallerie-Regimentern combinirtes Regi— ment aufgestellt; nach der Auffahrt formirten sich alle Truppen zum Parademarsch, den der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich in der Front des 1. Garde⸗Regiments mit machten. — 24. Okt. Wie der„V. Z.“ aus Dar⸗es⸗ Salaam geschrieben wird, hat der geschlagene Sultan Meli um Frieden gebeten. In den von ihm anstandslos angenommenen Beding— ungen anerkennt er unter anderem die deutsche Oberhoheit bedingungslos. Der Oberführer der Schutztruppe, Major von Manteuffel, ging am 28. September auf Urlaub nach Deutsch⸗ land, da er häufig an schleichender Malaria leidet; seine Rückkehr ist fraglich. Dresden, 22. Okt. Der Kaiser und die Prinzen Heinrich und Albrecht sind um 5 Uhr zum 50jährigen Militärjubiläum des Königs Albrecht hier eingetroffen und wurden am Bahnhofe vom Prinzen Georg, dem preußischen Gesandten Grafen Dönhoff und den Spitzen der Behörden empfangen. Im Schlosse fand die Begrüßung mit dem Königspaare und den Prinzen statt. Um 6 Uhr begann die Prunk⸗ tafel, wobei der Kaiser zwischen dem Königs— Kriegsminister saß.— 23. Okt. 11 uhr nahm der König die Beglückwünsch⸗ ungen seitens der Fürstlichkeiten und Spezial⸗ gesandten fremder Höfe entgegen. sich der Georg geführte Deputation der Armee. Der Kaiser überreichte einen Feldmarschallstab mit Brillanten. Königin das Frühstück ein. reichischen Farben und Tannengrün geschmückt, die Ehrencompagnie stellten die Gardejäger. Nach dem üblichen Frontabschreiten und Parade⸗ festlich geschmückte Stadt zur Besichtigung im Offizierskasino der Gardereiter. Der König und die fürstlichen Gäste wurden während der Fahrt durch die Stadt mit Jubel begrüßt. Nachmittags fand eine größere Tafel statt, an der die Mitglieder des Königshauses, die Fürst— lichkeiten und die geladenen Deputationen theil⸗ nahmen. Abends schloß ein Hoßball die fest— lichen Veranstaltungen. Köln, 23. Okt. wurde heute eröfsnet. München. Ministerpräsident Freiherr v. Crailsheim erklärte im Finanzausschuß, seit dem letzten Bulletin sei das Befinden des Königs unverändert. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 23. Okt. Reichsrath. In der heutigen ersten Lesung der Wahlreformvorlage gab unter großer Beweg⸗ ung des Hauses der Ministerpräsident Taaffe folgende Erklärung ab:„Eine sorgfältige Be⸗ obachtung der mannigfachen Vorgänge im öffentlichen Leben während der letzten Jahre innerhalb des Staates wie des Auslandes Der Sozialistenkongreß Hieran schloß Drucke äußerer Faktoren entschlossen Empfang von Beglückwünschungsdepu⸗ tationen, an deren Spitze die vom Prinzen bestehenden Verfassung festhält, bringt den sächsischen leitenden Gedanken zum Ausdruck, denjenigen, dem König welche staatsbürgerliche Pflichten erfüllen, die Nach Theilnahme am politischen Leben einzuräumen. Beendigung des Empfanges nahm der König Dieser Grundgedanke, welcher die möglichste mit den Fürstlichkeiten in den Gemächern der Erweiterung des Wahlrechts bezielt, erscheint Um 12 Uhr fuhren der Regierung als Resultat der Staatsraison, der König und die Fürstlichkeiten durch die indem nur der des Wahlrechts jene großen und schweren Ge— ließen es der Regierung pflichtgemäß erscheinen, in dieser ernsten und wichtigen Frage die Ini⸗ tiative zu ergreifen. Ebenso wie der Regie⸗ rung eine feindselige Tendenz gegen irgend eine Bevölkerungsklasse oder politische Partei gänz⸗ lich fern lag, ebenso geht es nicht an, die paare und dem ersteren gegenüber der sächsische Einbringung des Gesetzes, die lediglich durch Heute um Erwägungen allgemein staatlicher Natur ver⸗ anlaßt wurde, als eine Maßregel zu bezeichnen, zu welcher die Regierung sich etwa unter dem hätte. Der Entwurf, welcher an der Grundlage der durch eine rechtzeitige Erweiterung militärischen Etablissements und zum Frühstück fahren wirksam und dauernd abgewendet wer⸗ 3 1 1 1 0 den können, welche der bürgerlichen Gesellschaft[ Ehren der russischen Gäste fand heute Nach⸗ und damit der gesammten staatlichen Ordnung seitens der bisher politisch rechtlosen Volks— elemente drohen. Die Regierung muß, obwohl von drei großen Clubs gegen die Regierung und die Vorlage Widerspruch erhoben wurde, an dem leitenden Grundgedanken festhalten; sie spricht jedoch gleichzeitig die Ueberzeugung aus, daß eine prinzipielle Einigung über die von der Regierung beantragte Erweiterung des Wahlrechtes, vorausgesetzt selbst bei der Scho— nung der bestehenden politischen Besitzverhält— nisse, gelingen und man unter Mitwirkung des Hauses den Weg zu dem von der Regierung bezeichneten Ziele finden werde.“ — 24. Oct. Abgeordnetenhaus. Unter allgemeiner Bewegung ergreift Graf Hohenwart das Wort: Er mißbilligt die überraschend: Einbringung der Vorlage und erklärt dieselbe für unannehmbar. Auch die gestrige Erklärung des Ministerpräsidenten habe nichts daran zu ändern vermocht. Graf Stadnicki sagte: Unter Dunajewski wäre eine solche Wahlreformvor— lage unmöglich gewesen. Das flottante Ele— ment werde hereingezogen und es sei eine Anarchie in Galizien zu befürchten. Es solle eine Verschiebung eintreten zu Gunsten der unteren Schichten, welche Brod ohne Arbeit haben wollen und keinen Sinn haben für die idealen Güter der Menschheit, für die Landes— und Staatsgrenzen, und bei denen Vaterland, Ehre und Patriotismus Worte ohne Bedeutung seien. Budapest. Der„Magyar Cisag“ erfährt, daß der deutsche Kaiser im nächsten Jahre mit Caprivi und Schlieffen Budapest besuchen wolle. Norwegen. Christiania, 16. Okt. Das schwedische Königspaar ist hier eingetroffen und sehr freundlich empfangen worden. Belgien. Brüssel, 24. Okt. Nachrichten aus dem Kongostaat melden, daß Kommandant Pothier die letzte Festung der Araber, Kirundu, welche von der Kibonge vertheidigt wurde, er— oberte. Die Eroberung eröffnet dem Kongo— staat ausgedehnte Länderstriche an der östlichen Grenze. Frankreich. Paris, 22. Oktbr. Das Leichenbegängniß Mac Mahon's fand unter glänzender militärischer Prachtenfaltung bei enormem Menschenandrang statt. Dem mit 6 Pferden bespannten Leichenwagen folgten zwei Wagen mit Kränzen, gesandt von der russischen Flotte, dem König von Italien, der italienischen Botschaft, den Städten Mailand und Magenta, der Königin von England, dem Prinzen von Wales u. s. w. Der Kranz des Deutschen Kaisers besteht aus Veilchen und weißen Kamellien. Weitere Kränze stammen von der französischen Armee, der Pariser italienischen Kolonie, mehreren elsaß-lothringischen Vereinen und zahlreichen anderen Spendern. Nach dem Vorbeimarsch der Truppen vor dem Thor des Invalidendomes, wobei die Mitglieder des diplomatischen Corps und die russischen Offi— ziere rechts und links vom Sarge Aufstellung genommen hatten, wurde der Sarg wieder in die Kirche getragen, um in dem für die Mar— schälle bestimmten Gewölbe beigesetzt zu werden. — 22. Okt. Heute frühstückten die Russen im Kriegsministerium. Die russischen Offiziere fuhren dann durch ein von Turn- und Gesang— vereinen gebildetes Spalier nach der Maschinen— halle, wo nach dem Eintreffen Carnot's und der Minister ein militärisches Caroussel statt— fand, das von Offizieren und Unteroffizieren aller Cavallerie-Gattungen brillant geritten wurde. Es gab große Ovationen für Carnot und die Russen. Vor der Ankunft in der Maschinenhalle hatten die Russen einen kurzen Halt in der Eeole militaire gemacht. Alle Offiziere der Garnison waren im Kreise ver— sammelt. Nach einer am Schluß des Bankets vom Opernballet gegebenen Vorstellung wurde ein glänzendes Feuerwerk vor dem Trocadero abgebrannt, das die russischen Offiziere vom Eiffelthum aus ansahen.— 23. Okt. Zu mittag ein nautisches Fest auf der Seine statt. Es defilirten 27 Pachten und 174 Boote. Abends war Subscriptionsessen von 4000 Couverts in der Maschinenhalle, dem mehrere Minister, Generale und viele Ehrengäste beiwohnten.— 24. Okt. Nachts bei der Abschieds⸗Soirée im Cercle militaire toastirte General Saussier. Er hoffe, die Gäste würden die Erinnerung an Frankreich bewahren, wie ihre Pariser Freunde die Erinnerung an sie als kostbares Andenken konserviren würden. Die große Entfernung, die beide jetzt trennen werde, werde keineswegs die Bande lockern, die sie vereinen. Avellan dankte für die unvergeßlichen Beweise der Sympathie. An jedem Tage unseres Lebens, sagte er, werden wir stolz darauf sein, daß wir heute die Gesundheit der französischen Armee und der Marine haben ausbringen können. Das russische Fest am Schluß der Gala-Oper bildete den Abschluß der Pariser Festlichkeiten. Auf dem glänzend illuminirten Opernplatz erfolge sodann die Abfahrt. Jeder Wagen wurde von Kärassieren escortirt und durch elektrische Scheinwerfer besonders be— leuchtet. Die Volksmenge brachte auf dem ganzen Wege zum Bahnhof den russischen Gästen große Ovationen dar. Carnot geht am Frei⸗ tag nach Toulon. Eine öffiziöse Note theilt mit, die Reise erfolgte lediglich auf den Wunsch des Präsidenten, die russische Escadre zu be— suchen und die russische Flagge zu grüßen. Auf der Reise wird Carnot vom Konseilpräsi— denten, dem Minister des Aeußern, dem Marine— minister und dem französischen Botschafter in Petersburg begleitet. Großbritannien. London. Die Kaiserin Friedrich wird am 23. November auf Schloß Windsor erwartet, wo sie wahrscheinlich bis zur Abreise der Königin Victoria nach Os— borne verbleiben wird, um sich dann als Gast des Prinzen und der Prinzessin von Wales nach Sandringham zu begeben. Spanien. Madrid, 22. Oktober. Aus Melilla wird gemeldet, daß der spanische Kreuzer „Conde Venadito“ einige Schüsse auf die Ver— schanzungen der Kabylen abgegeben hat, und daß die Kabylen geflohen sind. Der Kreuzer landete hierauf 16 Kanonen. — 24. Okt. Es verlautet, der Minister⸗ rath habe dem Feldzugsplan des Kriegsministers zugestimmt. Italien. Rom, 23. Okt. Rudini richtete an seine Wähler ein Schreiben, worin er die Politik des gegenwärtigen Ministeriums leb— haft bekämpft, die Erhöhung der Erbschafts— steuer und der Progressiosteuer, sowie die Zoll— zahlung in Gold zurückweist und eine ehrliche Finanzpolitik für unmöglich erklärt, ohne auf das Programm zurückzukommen, den Staats- schulden ein Ende zu machen, gleichzeitig aber Ersparungen, sowie Erhöhungen der Einnahme durchzuführen. Es sei unbedingt nöthig, mehrere Zweige der Ausgaben, darunter die militärischen, einzuschränken. Der von der öffentlichen Mei— nung gehegte Verdacht, daß der Dreibund Italien militärische Lasten auferlege, welche zur Verwirrung der Finanzen beitrügen, müsse zerstreut werden. Es sei unmöglich, die Armee zu retten, wenn man nicht das Budget rette. Bündnisse sicherten den Frieden und verhinder— ten die Isolirung Italiens; sie seien für Italien eine unschätzbare Wohlthat. Spezia, 23. Okt. Das englische Geschwa— der traf Vormittags 10½ Uhr ein und warf in der Nähe des Hafendammes Anker. Eine zahlreiche Volksmenge war an der Lan— dungsbrücke. Dampfer mit vielen Passagieren fuhren dem Geschwader entgegen. Admiral Seymour ging, nachdem er an Bord des„Lepanto“ den Besuch des Herzogs von Genua erwiedert hatte, um 4½ Uhr, begleitet von dem eng— lischen Schiffskommandanten, an Land und fuhr nach der Admiralität, von wo er nach seinem Schiffe zurückfuhr. Amerika. New⸗York. Ueber Montevideo, 23. Okt., wird dem„Herald“ aus Rio de Janeiro gemeldet, daß Frederico Lovena, Kommandam eines aufständischen Schiffes, vom Admiral Mello im Hauptquartier zu Desterro zum provisorischen Präsidenten proklamirt worden ist. Aus Stadt und Land. 2 Friedberg. Wir machen schon heute einstweilen darauf aufmerksam, daß vor der Lutherfeier am 10. Nov., noch eine Zusammenkunft der„Ev. Vereinigung“, dies⸗ mal in der„Herberge zur Heimath“ am 31. Oct. l. J. stattfindet. Gegenstand der Besprechung: Luthers 1695 Thesen gegen den Ablaß. Friedberg. Im Anschluß an die Mittheilung aus Darmstadt, den Signalapparat des Prinzen Ludwig von Battenberg betreffend, dürfte es manchen Leser interessiren, zu erfahren, daß das erste Modell nach den Angaben des Prinzen in dem Atetier von Fr. Fuende⸗ ling hier ausgeführt wurde. p. Friedberg, 24. Okt. Der heutige Pferdemarkt wurde beim besten Wetter abgehalten; derselbe fand diesmal unter veränderten Verhältnissen statt, indem er. ebenso wie der Darmstädter Pferdemarkt als Sektion des Pferdezuchtvereins für das Großherzogthum Hessen erklärt, unter Beihülfe desselben abgehalten wurde. Als Vertreter des Vorstandes war Rittmeister a. D. Frh. von Normann aus Darmstadt erschienen. Der Markt fand wie in früheren Jahren auf dem Kirchenplatz stat und waren der Prämiirungsplatz und der Marktplatz getrennt, jeder aboesperrt, von Ordnern in Aufsicht ge⸗ halten; namentlich war auf dem Marktplatz das Mustern verboten, welches außerhalb auf der Straße vorgenommen werden mußte. Die Besucher des Marktes fügten sich bereitwilligst in die Anordnungen, deren Zweckmäßigkeit allgemein anerkannt wurde. 1 5 Prämiirung wurden 45 selbstgezüchtete Fohlen von 39 oberhessischen und 6 preußischen Züchtern angemeldet. Es erhielten Preise von Seiten des Landespferdezuchtvereins: Schwind in Nieder⸗Wöllstadt für 2½jjähr. Stutfohlen 60 M.; der⸗ selbe für 1½jähr. Wallach 50 M.; K. Rühl III. in Ober⸗Mörlen für 1½j̃ähr. Stutfohlen 40 M.: G. Hahn in Burg⸗Gräfenrode für ½ jähr. Wallach 40 M.; L. Bopp in Reichelsheim für jähr. Wallach 30 M.; Joh. Kolmar 11. in Pohl⸗Göns für ½ jähr. Wallach 30 M.; Ph L. Bielmeyer in Rockenberg für jähr. Stutfohlen 20 M. Seitens der Stadt erhielten Prämien: K. Hockel in Oberstedten für Zjähr. Stutfohlen 40 M.; Fr. Koch a. d. Haselheck für 2½jähr. Stutfohlen 30 M.; Joh. Klaudi in Kraft⸗Solms für 1½jähr. Wallach 20 M.; Fr. Heimburg in Bönstadt für 1½jähr. Stutfohlen 15 M.; Bürgermeister Schultheis in Ober⸗Florstadt für 1 jähr. Stutfohlen 15 M.; C. Mohr(1. in Gambach für ½jähr. Wallach 15 M.; Fr. Engel in Lützellinden für jähr. Stutfohlen 10 M.; Fr. Schmidt in Assen⸗ heim für ½ jähr. Wallach 10 M.. Wegegeld, je 5 M. erhielten: Hahn in Bellersheim, Bieber in Laufdorf bei Wetzlar, Knorf in Weidenhausen bei Wetzlar. Als Preisrichter funktionirten: Kreis veterinärarzt May als Vorsitzender, C. Heimburg von Bönstadt, Ph. Keller IL. von Melbach, H. Reitz von Butzbach. Von den 500 M. Prämiirungsgeldern, die seitens des Landespferdezucht⸗ vereins dem hiesigen Pferdemarkt zur Verfügung gestellt waren, konnten also nur 270 M. vergeben werden, wo⸗ von ein einziger Züchter für 2 Fohlen 110 M. erhielt. Mögen diese hohen Prämien einen Ansporn bilden, daß das nächstemal mehr Züchter in den Preis- Bewerb eintreten; sicher ist diesmal mancher aus Bequemlichkeit zu Hause geblieben. Die Sache der Pferdezucht wird aber bei so geringem Interesse nicht gefördert. Sicher wird die Umgestaltung des hie⸗ sigen Pferdemarktes und die größere Aussicht auf gute Prämien hier anregend wirken können. Auf den ab⸗ gesteckten Marktplaz waren von Händlern 46 Pferde, von inländischen Züchtern 29 Mutterstuten u. 28 Fohlen, sowie 3 gedeckte Stuten gebracht. In den städtischen Pferdeställen waren Gebr. Lowenthal aus Friedberg mit 12 Pferden und 10 Stück 2jährigen Fohlen er⸗ schienen, J. Kaufmann aus Bockenheim mit 20 Fohlen, S. Kaufmann aus Bockenheim mit 5 Pferden. In den Stallungen von Walz befanden sich 6 Pferde von Kauf⸗ mann in Nieder⸗Weisel und 14 von Leopold in Nidda, bei Ulrich 8 Pferde von Bendheim in Bockenheim. Die Pferdehandlung von Isenburger hier hatte in ihren neu: erbauten Ställen 3 Pferde und 13 Fohlen zum Verkauf gestellt. Die Ankaufskommission für lebende Gewinne bestand aus Kreisveterinärarzt May als Vorsitzender, H. Bausch 111. in Nieder⸗Wöllstadt, Ph. Best 11. in Bruchenbrücken, E. Grünewald II. in Bad⸗Nauheim und wurden von denselben 16 Fohlen angekauft. Der höchste Preis der für Fohlen erzielt wurde war 600 M., für Pferde 850 M.. Der Handel im Allgemeinen war nicht sehr lebhaft. Die Leitung des Marktes und der Prämiirung besorgten Bürgermeister Steinhäußer als 1. Vorsitzender und Beigeordneter Hieronimus als 2. Vor ⸗ sitzender mit gewohntem Eifer und Geschick. 4 r. Friedberg. Im Januar 1894 werden 25 Jahre seit der Gründung unseres Musikvereins ver⸗ flossen sein. Zur Pflege und Verbreitung echten Kunst⸗ sinns ins Leben gerufen, hat er es verstanden sich in der Einwohnerschaft unserer Stadt und der Umgegend Theilnahme und Anerkennung zu erwerben. Auf be⸗ scheidene Leistungen der Anfangszeit sind, besonders in den Sober und 90er Jahren, große Chorwerke zum Theil mit Orchesterbegleitung, wie z. B. das Lutheroratorium, Samson, Mozarts Requiem gefolgt, welche von dem dune ibhec ae meld 6 lde die 5 Woche l. been, i 10 boloss kirmas⸗ Huben tze in nämli ue eines gehbesi dutzbach Hroßh. Gatant . Leh a I Inelt ö nen, von der Hingabe und Eiferfreudigkeit des irigenten Fr. Schmidt und des Chors rühmlich Zeug⸗ ß ablegten. Unter den Oratorien, die mit Klavier⸗ gleitung gemacht wurden, seien hier Paulus, Elias, Schöpfung hervorgehoben. Dem schönen Brauch, en 25jährigen Abschnitt der Thätigkeit festlich zu be⸗ ehen, wird nicht am Wenigsten von denen mit Theil⸗ gahme begegnet werden, die den Verein haben gründen elfen, die, von Friedberg verzogen, ihm eine Zeit lang ls Mitglieder angehört, die in ihm nicht nur Gesang, undern auch frohe Geselligkeit gepflegt haben. So darf seute schon als sicher gelten, daß mit dem 9. und 0. Januar 1894 für den Verein, seine Freunde und freundinnen schöne Festtage anbrechen werden. Leidhecken. Von hier kann der gewiß seltene Fall richtet werden, daß der stellvertretende Pfarrer, ein unger Geistlicher, als seine erste Amtshandlung in der hemeinde die Taufe von Drillingen vollzog. Die vor nigen* geborenen Kinder befinden sich sämmt— ich wohl. 0 6 7755 22. Okt. Hier wurde ein Riesenkürbis, er das kolossale Gewicht von 105 Pfund hat, gezogen. 5 Allerlei. Die schrecklichen Folgen Auf die Eisenbahnschienen kt as Eh 5 am ge, Pirmasens, 20. Okt. ken wude nes Bubenstreiches wurden gestern glücklicher Weise ister 190 loch rechtzeitig verhütet. en. Der Ma waren nämlich vor dem Tunnel schwere Steine, die durgewc z. Stange eines Geländers, sowie eine Schwelle gelegt n 60 My „ Rühl Ill 0 M. G. Sch ach 40 M. ch 0 M. J Wallach 3 f, jähr, Stulsoha mien: K. Hanh M.; Fr. ug 30 M. J, Ballach 20 M. ihr. Stufohla u⸗Florstadt f I. in Gambit in Lützellinde midt in Affe egeld, je 5 N. in Laufdorfe l Wetzlar. A rarzt Map ih Ph. Keller!“ 'on den 500 f. ndespferdeac fügung geb en werde 110 M. ach 1 e 05 90 hen 579 agen N, norden, wodurch der 4 Uhr-Zug unbedingt zum Ent— leisen gebracht worden wäre. Der Locomotivpführer h jedoch rechtzeitig die Hindernisse und konnte den zug noch halten. Von den Thätern hat man bis jetzt zoch keine Spur. München, 23. Okt. In der letzten Nacht wurde un Soldat, der Tambour Steingräber vom Leibregiment, zächst dem Maximilianeum von der Gendarmerie todt ufgefunden. Der Todte hatte drei Stiche im Rücken! und zwei im Kopf. viduen sind verhaftet. Hohenfurt, 19. Okt. Ein entsetzliches Unglück ereignete sich im nahen Dorfe Stein. Im Hause des Bauern Firlinger war Feuer ausgebrochen und vier Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren in den Stall geflüchtet, welcher alsbald von den Flammen ergriffen wurde, sodaß die Kinder elend umkamen. Kiel, 21. Okt. Der 25jährige Raubmörder Scheel aus Neumünster ist heute Morgen im hiesigen Gefäng⸗ nißhof hingerichtet worden. Rotterdam, 22. Okt. Während der Fahrt des Schnellzuges von Rotterdam nach Amsterdam wurde knapp vor der Einfahrt des Zuges in die Station Herzogenbusch ein mysteriöser Eisenbahnmord verübt. Eine elegant gekleidete Dame im Coupee erster Klasse wurde von einem Reisegenossen ermordet und die Leiche zum Fenster hinausgeworfen. Der Mörder stieg in Herzogenbusch aus und verschwand spurlos. Die Identität der Ermordeten ist noch nicht festgestellt. Palermo, 24. Okt. 30 Briganten überfielen den Flecken Goedrano, umzingelten die Karabinieri-Kaserne, überfielen das Haus des Bürgermeisters und raubten 6000 Lire. Petersburg. Ausgedehnte Kronwaldungen im Kreise Gori in Kaukasien brennen seit drei Tagen. Das Militär aus den benachbarten Garnisonen wurde zu den Löscharbeiten requirirt. Sofia, 21. Okt. In der letzten Nacht ist starker Schneefall eingetreten und man befürchtet Verkehrs— störungen. Der Schnee liegt mehrere Zoll hoch. Handel und Verkehr. Friedberg, 24. Okt. Fruchtpr. Weizen M. 15.00 bis 00.00, Korn M. 14.00 00.00, Gerste M. 15.00 bis 16.00, Hafer M. 16.00— 00.00. Alle Preise ver⸗ stehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. Friedberg, 25. Oktober. Buttermarkt. Butter Zwei der That verdüchtige Indi⸗ kostete per Pfund M. 1.00—1.20, Eier 1 Stück 8 Pf., 2 Stück große— Pf. Grünberg, 21. Oktober. Fruchtpreise. Weizen 15.00 M., Korn 15.50 M., Gerste 13.00 M., Hafer 16.30 M., Erbsen 00.00 M., Linsen 00.00 M., Wicken 00.00 M., Lein 00.00 M., Kartoffeln 3.10 M., Samen 00.00 M. In Amerika verstorbene Hessen und Hessen⸗ Nassauer. New⸗NYork, N. N. Philipp Wagner, 84 Jahre alt, aus Framersheim; Louis Helferich, 40 Jahre alt, aus Mommenheim; Dorothea Schäfer, geb. Diehl, aus Assenheim. Jersey City, N. J. Stephan Keßler aus Hambach, ehemals Besitzer der Hahn-Mühle bei Bensheim. Sommerville, N. J. Jacob Reich, 77 Jahre alt, aus Framersheim. Israelit. Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 28. Oct. 1893. Beginn: Vorabend 4 Uhr 50 Min. Samstag Morgen 8 Uhr 15 Min. Samstag Nachmittag 3 Uhr. — f 1162 Schrifterklärung. Um 3 Uhr 30 Min. Minchagebet. Sabbathausgang 5 Uhr 50 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 29. Oct. an Morgens 6 Uhr 45 Min., Abends 6 Uhr 30 Min. (Gemeindezimmer). 9 Stellensuchende jeden Berufs placirt schnell Reuter's Bureau in Dresden, Ostra⸗ Allee 35. 152 „Eingeschobener Vieh⸗Markt. Donnerstag den 2. November d. J. det dahier in Folge vielseitigen Wunsches E 11 Viehbesitzern ein weiterer Viehmarkt Iutt. Butzbach den 18. Oktober 1893. Großh. Bürgermeisterei Butzbach. 104 Joutz. . sea Sördöfkb uchard 9E beg, bei Conditor Fritz in Bad⸗Nauheim. ich tösticnts CAcaO-FUUE AAN WOZU SAE GuAlUII Niederlage bei Georg Groß in Fried⸗ Gegründet 1854. 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