Abt. dee. 5 Schuh mam 1 eimniß. n F. A. Saut Tanz. N. 1.—, 1050 handlungen. 900 ruar fiadet ge lrheitel , ebenden Bilden nit Dame 1 A as Comité, ind unwahr Fritz Sch Verein. . Abends 8 Uh bend adene 0100 engel er Vorstan — e—— „ Schubel. Donnerstag den 26. Januar. g 11. serhessischer Anzeiger. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch f 1 3 i e r e ed ünsgeg ben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ wärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. ————— Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Anonyme Anzeigen. Bei der unterfertigten Behörde werden in letzterer Zeit häufiger Anzeigen ohne Nennung der Namen ihrer Absender eingereicht. Da die Erfahrung gelehrt hat, daß solche Anzeigen— meist Beschwerden gegen die uns nachgeordneten Organe der Verwaltung und Polizei— in den weitaus meisten Fällen grundlose Anklagen enthalten, so erscheinen dieselben zu einem amtlichen Einschreiten nicht geeignet. Wer nicht den Muth hat, seine Sache persönlich zu vertreten, kann eine Berücksichtigung umsoweniger erwarten, als Jedermann bei uns für seine Anliegen ein offenes Gehör findet und er gegebenenfalls auch auf Wahrung seiner Anonymität durch uns rechnen kann. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 24. Januar 1893. Dr. Braden. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir empfehlen Ihnen, die vorstehende Bekanntmachung ortsüblich zu veröffentlichen. Dr. Braden. Betreffend: Notirung des Handels mit Schlachtvieh nach Lebendgewicht. Friedberg den 23. Januar 1893. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises und das Großh. Polizei-Commissariat Wickstadt. Auf Anregung des deutschen Landwirthschaftsrathes ist in der letzten Sitzung des Ausschusses des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen die Frage des Verkaufs und der Notirung des Handels mit Schlachtvieh nach Lebendgewicht zur Sprache gekommen und beschlossen worden, dahin zu wirken, daß die Anschaffung von Viehwaagen für die Gemeinden eine immer größere Verbreitung fände. Auch wurde es zweckmäßig gefunden, zu veranlassen, daß die Notirung der Preise nach Lebendgewicht in den öffentlichen Blättern erfolge. Wir sehen nunmehr bis zum 15. k. Mts. Ihren Berichten darüber entgegen, ob in Ihren resp. Gemeinden Viehwaagen(der Gemeinde oder Privaten gehörig) oder Brückenwaagen vorhanden sind und— wenn nicht— ob die Anschaffung einer Viehwaage vielleicht schon projektirt ist. Dr. Braden. Betreffend: Fristbewilligung für Zahlung der Domanlalgefälle. Friedberg den 24. Januar 1893. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach uns gewordener Mittheilung werden die Bürgscheine für Creditbewilligung zur Zahlung von Domanialgefällen von vielen Bürgermeistereien so mangelhaft ausgefertigt, daß deren Annahme nicht erfolgen kann und abgesehen von Portokosten die betreffenden Personen, welche die Bürgscheine dem Großherzoglichen Rentamte übergeben den Weg dahin vergeblich gemacht haben. So wird unter Anderem auch vielfach falsches nicht passendes Formular verwendet und der Eintrag ins Creditbuch beinahe durchweg unterlassen. Diese Mißstände sind im Interesse der Zahlungspflichtigen abzustellen. Wir verweisen Sie auf die Instruktion für die Großherzoglichen Ortsvorstände über Führung der Creditbücher und Ausstellung der Biürgscheine vom 12. August 1851 und erwarten deren genaue Befolgung. Dr. Braden. Bekanntmachung. 4 Betreffend: Gesuch der Ersten Deutschen Cautsonsversicherungsanstalt„Fides“ zu Mannheim um Ertbellung der Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogtbum Hessen. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß die rubrieirte Versicherungsanstalt gemäß Beschluß der Generalversammlung vom 20. v. Mts. unter Annahme der Firma:„Fides, Erste Deutsche Cautions- und Allgemeine Versicherungs-Anstalt“ durch entsprechende Aenderung ihrer Statuten ihren Geschäftsbereich auch auf die Unfall- und Lebens-Versicherung erstreckt hat. Friedberg den 23. Januar 1893. ee Friedberg. r. Braden Bekanntmachung. Nach Mittheilung Großherzoglichen Kreisamts Gießen ist in einem Gehöft der Gemarkung Muschenheim und in zwei Gehöften in Gießen die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre angeordnet worden. Friedberg den 23. Januar 1893. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dy. Braden. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Jakob Müller von Friedberg wurde als Nachtwächter für die Gemeinde Friedberg verpflichtet. ü Georg Philipp Feuerbach von Ockstadt wurde als Amtstaxator in Wildschadensangelegenheiten verpflichtet. Lehrer Heinrich Schultheis zu Schwalheim wurde als Rechner für die ev. Kirche Schwalheim verpflichtet. Betreffend: Das Verfahren in Feldrügesachen. Friedberg den 23. Januar 1893. Der Großherzogliche Amtsanwalt zu Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Amtsgerichtsbezirke Bad-Nauheim, Butzbach, Friedberg und Vilbel. Ich ersuche Sie um baldgefällige Vorlage der Feldfrevelanzeigen und Rügeregister für die erste Periode 1893. 5 Lebrecht. Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird. Peter Heck von Astheim NERT.; Jakob Scheld von Langensteln(V. c16/93); Lina Alt von Kaulstoß(R. 8/93) Erledigungen. Franz Schwanke von Berlin; Wilhelm Schneider von Scheidt oder Höchst a. M. durch die Schutzleute Bing und Carle in Offenbach; Karl Wullinger von Pleinting; Heinrich Friedrich August Möller von Sachsenhagen; Wilhelm Kahsel von Bornheim durch Gendarm Schäfer in Friedberg zund Poltzeidtener Schmidt in Assenheim. Friedberg den 23 Januar 1893. Der ne K e brecht. W i 5 * Deutsches Reich. Darmstadt. Der Heizer bei den Oberhessischen Eisenbahnen Dern wurde zum Lokomotioführer, der Hilfsheizer Schäfer zum Heizer ernannt, der Wirkl. Ge heimrath Ministenial Präsident v. Biegeleben und dessen Nachkommen in den Freiherrnstand erhoben. Berlin, 23. Jan. Im Reichstag ist eingegangen die Postdampfernodelle. Das Haus tritt in die Be rathung der Vorlage über die Ein bestszeit ein. Staats- sekretär v. Bötticher billigt die Resolution, vorausge setzt, daß die Regierungen freie Hand behalten in Bezug auf den Einfluß der Einheitszeit auf das gewerbliche Leben. An die Einheitszeit werde man sich bald ge wöhnen, wie die in Württemberg, Baden und Elsaß— Lothringen gemachten Erfahrungen bewiesen. Sollten wirklich wirtbschaftliche Uebelstände entstehen, so würde gesetzlich Abhilfe geschaffen werden. Nach längerer De batte wird die Resolutton abgelehnt Bei der ersten Berathung der Wuchergesetznovelle erklärt v. Grese (kons.), die Vorlage erfülle einen langgehegten Wunsch der Konservattven. Er hält den Unterschted zwischen Kreditwucher und Sachwucher für ungerechtfertigt und wünscht, daß dem Bewucherten freigestellt werde, Buße für den erlittenen Schaden zu verlangen. Er beantragt, die Vorlage an eine einundzwanziggltedrige Kommission zu verweisen Horwitz(freis.) hebt hervor, die Regie rung spreche selbst in der Begründung aus, daß man nicht hoffen könne, den Wucher an der Wurzel zu treffen Es sei äußerst schwierig, die Nothlage bei der Aus beutung Bewucherter gerichtlich festzustellen, meistens sei das moralische Niveau der Wucherer und der Bewucher ten vollkommen gleich. Die Vorlage schädige das Kredit geschäft auf das schwerste, da die Kreditgewäbrung als Wucher aufgefaßt werden könnte. Er beantragt die Ver weisung an die Kommisston, welche die Vorlage über die Abzahlungsgeschäfte beräth Staatseekretär Ha⸗ nauer hebt hervor, daß die Vorlage in der Proxis als nothwendig erkannt worden sei; man müsse offenbaren Mißständen entgegentreten v Buol(Centr.) billigt die Tendenz der Vorlage vollkommen und erklärt, er be grüße dieselbe ebenso freudig wie der Abe Reichensperger das erste Wuchergesetz begrüßt habe.— 24. Jan Das Wuchergesetz wird welter beratbhen. Frohme(Soz. steht mit seiner Partei prinzipiell auf dem Standpunkt, daß der Wucher als Verbrechen zu bestrafen sei, aber anders denke die Partei über den praktischen Werth solcher Gesetze, welcher gering sei— Hitze(Centr) be streitet, daß aus der Abnahme der Zahl der bestraften Wucherfälle auf die Abnahme des Wuchers selbst ge schlossen werden könne, er glaubt vielmehr, daß die Zahl der Verurtheilten so gering ist, weil die Wucherer andere Vertragsformen gesucht haben. Diese sollen durch die Wuchergesetznovelle getroffen werden. Schrader(freis) meint, durch gewisse Bestimmungen würden die ehrlichen Geschäfte geschädigt, obne daß die unehrlichen dadurch getroffen würden. Man möge lieber für die Vermehr ung der Gelegenbest sorgen, auf ehrlichem Wege Kredit zu schaffen und Vereinigungen zu befördern, deren Zweck anständsge Kreditgewährung sei. Schneider Hamm (nat.-Iib.) ist ebenfalls der Meinung, daß die Gelegen—⸗ helt des billigen Kredits vermehrt werden müsse, anderer seits aber set es wünschenswerth, die hervorgetretenen Mängel und Lücken des Wuchergesetzes zu verbessern und auszufüllen Büsing befürchtet, daß die Bestimmung über die jährliche Rechnungslegung den legitimen Ge schäften eine große Belästigung auferlege Das Gesetz wird einer besonderen Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. — 22. Jan. Eine heute stattgehabte Me⸗ tallarbeiter-Versammlung mit dem Thema „Anarchismus wurde bei der Rede des Metall— arbeiters Rodrien, welcher erklärte,„ehe er verhungere, werde er das Eigenthum Fremder angreifen,“ von dem überwachenden Polizei— beamten aufgelöst. Es erfolgten mehrere Ver— haftungen. — 23. Jan. Im Reichsamt des Innern wurden heute die Berathungen über den deutsch— russischen Handelsvertrag wieder aufgenommen. Vorschläge von Rußland liegen augenblicklich nicht vor. Ohne entsprechende Gegenkonees— sionen dürfte die Gewährung ermäßigter Ge— treidezölle nicht zu erwarten sein. Die Wieder— belehnung russischer Werthe durch die Reichs— bank stehe nicht in Frage. — 24. Jan. In der Militärkommission erklärte der Reichskanzler, der Vorschlag er— höhter Rekruteneinstellung innerhalb der gegen— wärtigen Präsenzstärke gefährde das Vaterland, Polizei zerstreute die Menge auf der Straße mit blanker Waffe. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die Sonn⸗ tagszeitung kündigt die Einbringung einer Vor⸗ lage betreffs Erhöhung des Friedensstandes des Heeres an.. Pest. Der aus Paris ausgewiesene Korre⸗ spondent des„Budapester Hirlap“, Szekely, ist in Pest eingetroffen. Derselbe erschien nach seinem Eintreffen auf der Redaktion des„Hirlap“ welchem er Folgendes schreibt: Am 3. Januar begegnete er dem Publizisten Gromier, einem nahen Verwandten des Präsidenten der Kammer, Floquet; derselbe theilte ihm mit, das größte Ereigniß des Tages sei das Geständniß Rouvier's vor dem Untersuchungsrichter, daß er 200000 Fres. Panamagelder, aber nicht für sich, sondern für Baron Mohrenheim, den russischen Gesandten, erhalten habe. Er sagte ferner, daß das Geld von der Panama⸗Gesellschaft direkt an Rouvier, Freyeinet und eine dritte Person gegangen sei und daß der Berliner Botschafter Herbette per— sönlich dasselbe an Mohrenheim überreichte. Am folgenden Tage bestätigte ein veröffentlichtes Interview mit Arton die Nachricht, daß Mohren⸗ heim 500 000 Fres erhalten habe, ohne daß die Regierung dies dementirt hätte. Holland Amsterdam, 23. Jan. In Borne versuchten die Arbeitslosen, eine Bäckerei zu plündern, und bewarfen die Gendarmen mit Steinen. Einige Verhaftungen wurden vorgenommen, die Ordnung ist wieder her— gestellt. Frankreich. Paris, 20. Jan. Develle suchte gestern den deutschen Botschafter auf, um ihm sein Bedauern über die verleumde⸗ rischen Angriffe der französischen Presse gegen andere Vertreter der Dreibundmächte auszu— sprechen. Die Vorstellung des österreichischen Botschafters über die Bezichtigung der Pariser Presse, die Diplomatie des Dreibundes habe die Verdächtigung gegen Mohrenheim inspirirt, machten einen erheblichen Eindruck, zumal das Gerücht hartnäckig eirculirte, der Botschafter Mohrenheim sollte durch einen gewöhnlichen Geschäftsträger ersetzt werden. — 24. Jan. Der Untersuchungs-Richter Franqueville stellte heute die Akten in der Panama⸗Affaire dem Prokurator der Republik zu. Infolge Beeinflussung entzieht der Justiz⸗ minister Bourgeois dem Untersuchungsrichter Franqueville die Frage der Niederschlagung der Untersuchung nicht, sondern überläßt sie dem Gericht. Großbritannien. London, 24. Jan. Das in Malta stationirte Infanterie-Regiment wurde angewiesen, sich nach Egypten zu begeben. Spanien. Madrid, 23. Jan. Armijo gab dem englischen Botschafter die Versicherung, Spanien werde nur dann ein Geschwader nach Tanger entsenden, wenn französische und ita— tienische Panzerschiffe dort erschienen. Rumänien. Bukarest. Die rumänische Regierung hat bei der österreichischen Regie⸗ rung Schritte behufs Wiederaufnahme der Zoll- und Handelsvertragsverhandlungen unter— nommen. Serbien. Belgrad, 22. Jan. Die Stadt war gestern infolge der Nachricht von der Aussöhnung des Exkönig-Paares illuminirt, auf den Straßen waren Freudenfeuer ange— zündet, das Volk jubelte und tanzte trotz des Schnees in den Straßen den nationalen Colo— tanz. Als der König sich in das Theater sei also unannehmbar. Die Vorlage der Heeres- begab, wurde er von einem Fackelzug begrüßt. verstärkung beruhe nicht auf Geringschätzung Im Theater intonirte die Kapelle die Serbische des Dreibundes, noch auf einem Zweifel an Hymne, das Publikum stand auf und akkla— der Fortdauer desselben, sondern auf der Er⸗ mirte dem jugendlichen König. Im Kreise kenntniß, daß auch mit dem Dreibunde Deutsch— land im Kriege überlegenen Streitkräften gegen— überstehen würde. Bremen, 24. Jan. gehabte Versammlung der Arbeitslosen endete mit einem Tumult und wurde aufgelbst. der Radikalen herrscht freudige Zuversicht, Milan verständigte die Regentschaft, er be— trachte die Ehe mit Natalie als aufrecht be— Eine heute hier statt- stehend. — Die bischöfliche Synode erklärte, daß Die die Scheidung des Königspaares annullirt sei betrachten ist. Rußland. Petersburg. Der Emir von Bokhara, Mir-Seid-Abdul-Akhad ⸗Bogardur⸗ Khan, dessen Sohn, Prinz Mir⸗Seid⸗Alim⸗ Dschau⸗Ture, und die sie begleitenden bokharischen Würdenträger wurden am 16. Jan. von dem Zaren im Anitschkow⸗Palaste empfangen. Dieser Andienz wohnten auch die Zarin und der Groß⸗ fürst⸗Thronfolger Nikolaus bei. Der Emir brachte für die Zarenfamilie reiche Geschenke mit, darunter siebzehn prächtige und reich ge⸗ schirrte Pferde, Waffen, Edelsteine, orientalische Stoffe und Schmuckgegenstände. Bulgarien. Sofia. Fürst Ferdinand von Bulgarien verbleibt 14 Tage in München. Als seine zukünftige Braut wird eine bayerische Prinzessin oder eine Verwandte der Herzogin Clementine bezeichnet. Egypten. Kairo, 23. Jan. Das Bureau Reuter meldet: Trotz der allgemeinen Erleichter— ung, welche auf die Bekanntmachung des Ab⸗ kommens zwischen dem Khedive und Cromer gefolgt ist, herrscht jetzt Besorgniß über die Entwickelung der Lage. Das Benehmen des Khedive, welcher die öffentlichen Kundgebungen der Bevölkerung unterstützt, sein prahlerisches Auftreten in der Moschee und in der Oper steigern die Aufregung der niederen Klassen und das ängstliche Gefühl der Europäer. Die englischen Beamten betrachten ihre Stellung als erschüttert und den Fortschritt der Reformen als gefährdet. Mehrere englische Offiziere hal⸗ ten eine Verstärkung der englischen Okkupa⸗ tionstruppen für wahrscheinlich. Amerika. Washington, 22. Jan. Das Repräsentantenhaus berieth gestern den Gesetz— entwurf über die Einwanderung. Ein Amen⸗ dement, wonach den Herkünften aus Europa eine Quarantäne auferlegt werden soll, wurde verworfen. Aus Stadt und Land. r. Bad⸗Nauhelm. Am 20. Januar waren 25 Jahre verflossen, daß in Folge der im Jabre 1866 voll- zogenen polltischen Umgestaltung unseres Vaterlandes das hiesige Ortsgericht errichtet wurde. Die ersten Orts- gerichtsmänner, welche auf Vorschlag des damaligen Land⸗ richters Ulrich ernannt wurden, waren Bürgermeister Rieß, Stadtrath Geberinger, Heinrich Eußer und Stadtkämmerer Grünewald. Von denselben sind noch am Leben und be⸗ kleiden dieses Amt mit Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue Stadtrath Geberinger und Stadtkämmerer Grünewald. Möge es diesen beiden verdtenstvollen Jubllaren noch lange vergönnt sein, in gleicher körperlicher und geistiger Rüstig⸗ keit wie seither ihres verantwortlichen Amtes zu walten. e. Burg Gräfenrode, 24. Jan. Gestern spielte ein anderthalbjähriges Kind mit einem geladenen Flobert⸗ gewehr, das in seinen Bereich kam, wobei auf noch un⸗ aufgeklärte Weise der Schuß losging, der das Kind durchs Herz traf. Bingenheim. Die viel besprochene und die viel umkämpfte Bürgermeisterwahl ist am 2). Januar durch eine zweite Wahl zum Abschluß gebracht worden. Als Sieger ging aus der Urne der schon bei der ersten Wahl gewählte Candidat Müller mit einer Majorität von 11 Stimmen hervor. g Darmstadt, 21. Jan. Der zum Tode verurtheilte Schreck erhängte sich im Provinztalarresthause. Mainz, 2t. Jan. Gestern Abend 6½½ Uhr ent⸗ gleiste der von Finthen kommende Zug der Außenbahn an der Weichestelle oberhalb des Mainzer Friedhofs. Die Maschine sprang an der betreffenden Stelle aus dem Geleise und kam zur Hälfte in den Graben, zur anderen Hälfte über das Geleise zu stehen. Die Untersuchung der Weichestelle ergab, daß dieselbe durch ruchlose Hände demoltrt worden war. Allerlei. Mannheim, 23. Jan. Heftiger Schneefall selt vergangener Nacht verursacht große Verkehrsstörungen. Sämmtliche Elsenbahnzüge verkehren mit mehrstündigen Verspätungen. Die Heidelberg Speyerer Nebenbahn hat den Betrieb theilweise eingestellt. Karlsruhe, 20 Jan. Auf der Strecke Pforzheim: Mühlacker riß die Lokomotive vom Zug los. Heizer und Lokomotivführer wurden infolge des Ruckes herunterge⸗ schleudert und schwer verletzt. Die Maschline stürmte weiter und wurde schlleßlich auf der Station Mühlacker in ein todtes rasch verbarrikadirtes Geleise geleitet und so aufgehalten. Karlsrube, 22. Jan. Der Komponist Vinzenz Lachner ist heute gestorben. Stuttgart, 24. Jan. Auf der Fahrt von Schram⸗ berg nach Schiltach ist gestern bei Zug 521 der Per⸗ sonenwagen infolge der Schneemassen entgleist. Reisenden wurden im Packwagen weiterbefördert. Die und die Ehe als gesetzlich aufrechtstehend zu belpitg dtttbater e n Leipzig Prag, 2 Daß fand he ehe wurd Ide; Über Budaße seisonenzug on dem letz bs doch cen Nabe ug. Meh zurden zert wer. 0 Zrüsse ö 6 Uebertt⸗ zen geste K berungen b remmt. Löst stehen 0 Ren. Neapel Lon, 2 Alenmascht ant dem 9 0 . der neut zugeben! bald bel — — 5 Jurzau leichter⸗ des Ab⸗ Cromer ber die len des bungen lerisches r Oper Klassen er. Die tellung eformen iere hal⸗ Okkupa⸗ l. Das i Gesetz⸗ Amen⸗ Europa wurde 125 Jahre 866 voll⸗ andes das sten Orts⸗ igen Land⸗ eister Rieß, „kämmerer n und be⸗ Iflichttreue rünewald. noch lange et Rüslig⸗ zu walten. ern spielte n Flobert⸗ f noch un⸗ ind durchs ad dle viel muar durch orden. Als irsten Wahl jorität von verurthellte 7 Uhr ent⸗ Außenbahn tohofs. Die e aus dem ur anderen intersuchung glose hände „ neffall selt ale chrstündigen benbahn ha N München, 23. Jan Infolge starker Schneever— sehungen und des immer dichter fallenden Schnees ist er Betrieb auf den Babnstrecken Landsberg Schongau, FNiaunstein Trostberg, Rotk⸗Greding, Schwaben-Erding ud auf der Isarthalbahn für unbestimmte Zeit einge t worden. Sämmtliche Züge treffen mit großen sberspätungen ein. Die Schneemassen auf der Strecke Püänchen Freising liegen/ Meter hoch. München, 23. Jan. Wegen Schneeverwehung wurde letter eingestellt der Betrieb der Linien Hof-Marxgrün⸗ Steben und Neusorg Fichtelberg. Augsburg, 23. Jan. Starke Schneeverwehungen forderten die Einstellung des Trambahnverkehrs. Hun— Urte von Personen sind beschäftigt die meterhohen Schnee— gassen fortzuschaffen, um die Bahngeleise fretzulegen. Mülhausen i E. Die von hier flüchtig ge⸗ gngenen Eheleute Bärenzung und deren Kostgänger, die egen Verdachtes der Ermordung der kleinen Blanche uhn verfolgt wurden, sind nach dem„Muͤlh. Tagebl“ as Belfort hierher ausgeliefert worden. Dresden, 21. Jan. Der Mühlenbesitzer Müller s Stolpen wurde auf dem Wege von Dresden nach tolpen erschossen und beraubt. Der Thäter ist noch cht ermittelt. Nietleben, 24. Jan. Acht Personen sind neu er klankt, zwet gestorben. Die Gesammtzahl beträgt bis b. 92 und 32. Leipzig, 23. Jan. Ein großes Feuer zerstörte die der Johannisallee belegene Buchdruckerei von Fischer d Wittich, die Schriftgießerel von Nummrich und die ravtranstalt von Born. Leipzig, 2. Jan. Seit Mitternacht wüthet ein fürchtbarer Schneesturm. Der Bahnverkehr stockt. Die . Leipzig⸗Magdeburg ist gesperrt. Prag, 24 Jan Auf dem Schacht„Fortschritt“ bei ux fand heute eine Explosion schlagender Wetter statt sher wurden 4 Todte und 30 Verwundete heraufbe fördert; über 100 Arbeiter sind noch im Schacht. Budapest, 24. Jan. Heute Nacht stieß ein Wiener Pisonenzug bel Köbelkut mit einem Lastzug zusammen; vin dem letzteren waren 8 Waggon abgekoppelt worden, s jedoch der Führer des Personenzuges infolge des dschten Nebels nicht wahrnahm. Der Anprall war sehr wmurden zertrümmert. Der übrige Viehtransport litt sqhwer. Brässel, 24 Jan. Das Brechen des Eises und Alle Mederungen im Becken von Lüttsch und Mons siad über⸗ schwemmt. Die unteren Stadttheile und die Kirche da— selost stehen 4 Meter unter Wasser. Rom. Der Direktor ver hiesigen Filiale der Bank bon Neapel wurde als Priester verkleidet verhaftet. Rom, 23. Jan. Gestern, Sonntag Abead, sind zwei Hillenmaschinen vor einem Hause der Clandtusstraße . plodirt. Die Fenster und Möbel wurden zertrümmert. Die Ursache ist wahrscheinlich persönliche Rache. New Nork, 21. Jan. Auf der Eisenbahnlinie Cleveland⸗Cinetnati stieß heute bei Alton ein Expreßzug mit einem Güterzug zusammen, der Oel in Reservolrs mitführte. Die Reservolrs wurden zerstört und setzten den Güterzug in Brand. Das Feuer ergriff ein Reservolr mit Gasölen, das gleichfalls zersprang. Etwa dreißig Streckenarbeiter erlitten schwere Brandwunden. Bei 10 Arbeitern sind die Verwundungen tödtlich. Sumatra, 23. Jan. Aus Niederländisch Indien wird gemeldet: Eline Brücke der Sumatrabahn wurde infolge einer Ueberschwemmung weggerissen; ein Eisen bahnzug, welcher die Brücke passirte, stürzte ins Wasser, wobet 70 Personen den Tod fanden Frostentzündungen, sogen. erfrorene Hände und Füße sind bet der jetzigen Witterung eine sehr häufige Plage; unter Umständen können sie auch gefähr— lich werden Es ist gewiß wünschenswerth sie zu ver— meiden. Dies ist in ziemlich ausgedehntem Maße mög— lich Hierfür nachstehende kurze Winke. Man vermeide im Allgemeinen während des Winters mit feuchten Händen zu arbeiten, trockene dieselben daher, soweit irgend möglich, nach jeder Befeuchtung ab und gehe auf keinen Fall mit feuchten Händen in die Kälte. Bei dem Abtrocknen ist Reibung nach Möglichkett zu meiden, denn es gilt die Oberhaut(die oberste Decke der Haut) zu schonen. Zum gleichen Zwecke darf man beim Händewaschen nur warmes Wasser nehmen und muß ohne Seife aus⸗ zukommen suchen. Wird die Haut empfindlich, so ist dtes ein sicheres Zeichen, daß die Oberhaut an einzelnen Stellen mangelhaft geworden ist, auch wenn man dies mit bloßem Auge nicht sieht, und dann ist es Zeit diesen Mangel durch künstliche Deckung zu heben. Dies ge⸗ schieht mit gutem Erfolge durch Bestreichen mit Güyeerin oder noch besser Vaseline, welches daher in keiner Küche fehlen sollte. Die Anwendung hindert bei der Arbeit gar nicht, da fast ausschließeich nur die Rückenflächen der Hände bestrichen werdenz sie muß nach j dem Abtrocknen und auch sonst durchschnittlich alle Stunden stattfinden Selbstverständlich hat dasselbe zu geschehen, wenn kleine Einrisse bereits sichtbar sind. Entstehen größere An- schwellungen oder Geschwüre, so ist der Arzt baldigst zu befragen. Aehnlich ist das Verhalten bezüglich der Füße und Zehen. Hter hat man außerdem nasse und drückende Schuhe zu meiden und für öfteres Anlegen trockener Strümpfe zu sorgen L Stadtkirchenbau⸗Verein Friedberg. Für den Stablkirchenbau Verein gingen bis Ende 1892 und zu Anfang 1893 wetter ein und werden mit herzlichem Dank bescheinigt: Vom Gerichtsschretber Feick 1,20 M., Zeugen gebühren; von F R. 10 M. Geschenk auf Weihnachten; von Fräulein L. Pr. 5 M. Um weitere Gaben wird recht dringend freundlich gebeten. Friedberg den 21. Januar 1893. Der Vorsitzende: Der Rechner: Für die Suppenküche gingen weiter folgende Gaben ein, deren Empfang wir mit bestem Dank bescheinigen: Ungenannt(II. Gabe) 50 M.; Frau Rentner Hill 12 N.; Frau Sch. 5 M.; W. A. S. 20 M.; Prof. Dr. Weiffenbach 5 M.; Ungenannt 2 M.; Kaufm. Häberle 10 M.; Apotheker Görtz 10 M.; Bürgermetster Stein⸗ häußer 5 M.; Ungenannt(II. Gabe) 2 M; Ungenannt 5 M.; Kaufmann Eisenmann 3 M.; Kaufmann Oppen⸗ heimer 2 M.; Ungenannt 10 M.; Professor Klein 3 M.; Frau Anna Bindewald 3 M.; Kaufmann F. Hecht 10 M.; K. 2 M.; N. B. 5 M.; Einige die durch den Schnee liefen 1,40 M.; L. N. 5 M.; Rentamtmann Roßmann 5 M; Fräulein L. 3 M.; Ungenannt 3 M.; Schulrath Schmidt 3 M.; zwei, die die Suppe ver⸗ suchten 2 M; Frau Fabrikant Altmannsperger 2 M.; Fräulein Dieffenbach 2 M.; Geschwister Preußer Weiß⸗ kraut und Wie sing; G. Hanstein II. 5 Pfd. Fett; O. v Helmolt! Sack Erbsen; J Betz J Sack Kartoffeln; Gebrüder Rothschild 2 Centner Erbsen und Bohnen; C. Windecker 2 Säcke Kartoffeln; K. Reichenberg 5 Pfd. Fett; A Neubof 5 Pfd. Fett; Direktor Schäfer 1 Paar Strobschuhe; Christ Blum 3 Pfd. Schmalz; Frau Math. Bernbeck 2 Körbe Kartoffeln. Um weitere Gaben wird freundlichst geveten. Für die Armen⸗Commission: Velte, Pfarrer. Briefkasten. Jugendliche Dichter in Nieder-Florstadt. Gereimte Prosa Uist noch kein Gedicht. Vor allem aber muß denn doch das Versmaß eingehalten werden. Anonyme Sen— dungen werden außerdem so wie so nicht angenommen, so daß von dem Anerbieten„den Anzeiger in Zukunft mit Gedichten aller Art verherrlichen zu helfen“ vorläufig leider kein Gebrauch gemacht werden kann. Die Redaktlon. Israelitischer Gottesdieust in Friedberg. Sabbathfeier vom 28. Januar 1893. Beginn: Freitag Abend 4 Uhr 45 Min. Samstag Morgen 8 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittag 3 Uhr. U Sabbathausgang 5 Uhr 35 Min. Wochengottesdtenst von Sonntag den 29. Januar an Morgens 7 Uhr, Abends 6 Uhr(Gemelndezimmer). Gemeinnütziges. Auch solchen, denen nichts daran gelegen ist, rspacnisse am Schuhwerk zu machen, ist wöchentlich mindestens einmaliges Einfetten der Stiefel zu empfehlen, da ein ganz ausgetrocknetes Leder die Nässe beglerig aufnimmt, beim Trocknen äber so hart wird, daß das Tragen soscher hart gewordenen Stiefel für die Füße oft von üblen Folgen ist Das beste Fett für diesen Zweck ist anerkannter Maßen das„Schubfett Marke Büffelhaut“, das mit Recht immer allgemeiner Anwendung und dem Hotel d'Angleterre in dee Via Borgogna ex Dr. W Weiffenbach. C. Heldt findet. Verkaufsstellen siehe Inserat. 376 8 Bauplätze Jagd⸗ Verpachtung. Palmkuchen, Napskuchen,' inder neuen Ludwigstraße hat die Stadt ahhngeben und wollen sich Liebhaber hierzu glöbald bet der unterzeschneten Stelle ein— inen, um ihre Wünsche und Offerten gun zu geben. 1 zeiedberg den 23. Jandar 1898. SGroßh. Bürgermetsterei Friedberg. 38 Stein bäußer. Fagd⸗ Verpachtung. enstag den 7. Februar 1893, Nach J 1 Uhr, soll die der Gemeinde Münster zustehende Wald⸗ und Feldjagd u der Gemeindestube dahter auf weltere 9 habre verpachtet werden. e den 21. Januar 1893. Großh. Bürgermetsterei Münster. 364 Reineck. Jagd⸗ Verpachtung. Nittwoch den 1. Februar d. J., Nack⸗ lags 1 Uhr, wird die Gemeindejagd b Gemeinde Pohl Göns, umfassend 459 bar Feld und 231 Heetar Wald, in uhreren Abtheilungen in der Wirthschaft 06 Johannes Feldmann dahier auf 9 gahre verpachtet Der Rehstand ist gut und liegt die be— r Mittwoch den 8. Febraar 1893, Nach mittags 1 Uhr, soll auf hiesigem Gemeinde haus die der Gemeinde Fauerbach v. d. H zustehende, eirea 2962 Morgen Feld⸗ und und eirea 1308 Morgen Waldjagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Es wird noch bemerkt, daß der Jagd bezirk etwa ½ Stunde von der Haltestelle Ostheim entfernt liegt. Fauerbach v. d. H. den 24. Jan. 1893 Großh. Bürgermeisterei Fauerbach v. d. H. 391 Winter Ankauf eines Faselochsen. Die hlesige Gemeinde beabsichtigt einen zur Zucht tauglichen Faselochsen, Berner Rasse, anzukaufen. Besitzer socher Thiere wollen dies, nebst Alter und Farbe derselben unterzeichneter Stelle anzeigen Nieder⸗Florstadt den 23. Jan. 1893. Großh. Bürgermeisterei Nieder-Florstadt. 378 Alles. Submission. Nachbenannte, bet Erbauung eines neuen Wobnhauses nächst der Station Dortel⸗ Sesamkuchen, Leinkuchen, Erdnußkuchen, Niederlage des Vereins deutscher Oel fabriken in Mannhesm, und mache ich be sonders auf süddeutsche Mohnkuchen von 38%(Protein und Fett, als den billigsten Kuchen, aufmerksam. 212 Wilhelm Fertsch. on eine alten, gut eingefürrten Lebens— Versicherungs⸗Gesellschaft wird ein Haupt⸗Agent unter äußerst günstigen Bedingungen für sofort gesucht, Gefl. Offerten unter I. G. 227 befördert die Annoncen Exved. von Haasenstein und Vogler, A.⸗G., Frankfurt am Main. 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